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35. Jahrqana
Fulda, Samstag den 8. Februar 1908.
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Zweites Kratt
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ken und wir müssen sagen, daß tote uns die
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(Nachdruck verboten.)
Das ist der erste Franzmann, den ich eilige* , lassen habe in unsere friedliche Stadt.
20. April 1792.
Schreckliche Ereignisse sind hereingebrochen. Die Franzosen drüben sind Bestien geworden; ihren König haben sie geniordet und seine Familie; Tausende haben sie umgebracht von ihrem eigenen Blute. Zahllos Volk konmit den Rhein herunter gezogen von Trier und Koblenz her; schwere Zeiten werden kommen über unser Vaterland. Heute hat der Franzos dem Kaiser den Krieg erklärt.
Kriegl Ich kenne das furchtbare Gespenst aus ureigenster Anschauung. Was ist der Krieg? Ein Lowe mit blutigroter Mähne, ein Todesengel für Millionen, der Ueberrest einer wielden Barbarei; aber Kriege müssen sein, schreit ihr, Kriege sind von Gott, dem Herrn der Heerscharen eingesetzt; siehe die heilige Schrift! ruft ihr. Es hat immer Kriege gegeben, soweit unsere Geschichtskenntnis in denältesten Zeiten zurückreicht; folglich wird es auch immer Kriege geben! ruft ihr. Die Stammheit würde sich ohne diese Dezimierung zu stark vermehren! ruft ihr. Der dauernde Frieds erschlafft, verweichlicht, macht faul und krank wie stehendes Wasser im Sumpf; der Mensch aber bedarf der Stählung des Charakters, der Betätigung, der Selbstaufopferung, des Heldenmutes — und dafür ist der Krieg!
O ihr hartherzigen Richter! Weh eurem hirnlosen Sophismus. Ihr wißt wohl, daß der Krieg etwas Entsetzliches ist und ihr weint wohl selbst, ®eiitt euer einziger Sohn mit durchlöcherter Brust dem Schlachtfelde gefallen ist, oder sind eure verleit wie die der Heldinnen von Sparta? Der
Mertagr-vterttb M-li-h'-d-rug-pr-t, Lee vrtngerlohn und vestellgtldinzuldass- Wie auswärts 1.50 fllt verautw. Redakteur:
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Der Türmer von Bonn.
/Erzählung aus der Franzofenzeit von Dr. Wil- Helm Ruland.
Wocheu-Rundschau.
X Fulda, 8. Februar 1908.
Im Lenzmonat 1793.
Sieg! Ter Franzos ist geschlagen im Flä- mischen Unser gnädigster Kurfürst hat dem Magistrat geschrieben, daß er entschlossen sei, zu seinen Untertanen zurückzukommen.
Am abend.
Gestern hat es geregnet und geschneit, heute ist es warm und prächtig. „Warum weinst du denn, alter Matthias?" „Lieber Gott! Ver- zeih's mir alten Mann, daß mich die Ruyrung übermannt; unser lieber Herr Max zgranz tu wiedergekommen. Auf dem Markte haben wir gestanden, groß und klein, und die Glocken haben auf einmal geläutet, die Kanonen draußen auf d°n Wällen haben gedonnert und tausendfach ha- ben sie hoch geschrieen — im sechsspännigen Gala- wagen ist der Kurfürst herangefahren, voran der Stadtrat, der Schöppenstuhl, die gelehrten Pro- fesioren der Universität, die Mönche mit ihren Kreuzen und die Offiziere mit ihren Fahnen und Degen. Vor dem Wagen unseres Herrn sind weißgekleidete Mädchen geschritten mit Blumen- körbckren undSträußen in den Händen, und die Mannschaften haben auf dem ganzen Wege das Gewehr präsentiert und mit den Trommeln ge* n,,rg^r kurfürstliche Herr aber sah alles und ist etliche Male mit der Hand über die Augen gefahren, und es sagen einige, er habe vor Rührung geweint. Nach St. Remigius auf dem Romerplatz sind sie gezogen, allwo unter Pauken, und Trompetenschall das Hochamt begann, wobei die ganze Hoskapelle gar rührend gespielt und ge- ""Nachher sind sie samt und sonders in den Hofgarten gezogen mit klingendem Spiel, und der Kurfürst ist hinausgeschritten und hat sich bedankt für die Liebe und Anhänglichkeit, so ihm von neuem bewiesen ward.
Am Tage Mariä Geburt 1794.
Ueble Gerüchte von Krieg und Creueltaten der Franzosen treffen täglich ein. Die Leute
stehen auf den Straßen, und männiglich. bespricht die schaudererregenden Taten, wel^.bie Repu- bliksmänner in der Eifel und am Rhem begehen. Man spricht davon, der Kurfürst muffe uns wie- der verlassen, weil die Franzosen allen Polen- taten nach dem Leben streben.
Einige Tage später.
Es wird immer ärger. Auf der Landstraße wird's nicht leer von Flüchtlingen und Wandernden. Tie Bauern wollen nicht draußen bleiben, sondern kommen mit Sack und Pack herangezogen und berichten furchtbare Greueltaten von den fremden Kriegsvölkern.
Reichstruppen kommen auch schon durchs Tor gesvrengt und erzählen, in der Pfalz hatten sie mit den Franken eine blutige Schlacht geschlagen. Tie Feinde seien unbesiegbar und Laven kernen Pa'don, besonders die Geistlichen und Adeligen sollen von den Freiheitsmannern zammerlich mißhandelt werden.
Soeben haben sie einen von dem welschen Mordgesindel hereingebracht, das sie die Sans- euloten heißen wegen ihrer Lumpenkleidung. Ter Mensch ist wild und zerfetzt wie ein Zigeuner, schneidet fürchterliche Gesichter, reißt an den Stricken, womit er gebunden und schwort, daß die Franzosen, um ihn zu retten, die gairze Ltadt in Brand stecken würden. Einige haben gemeint man solle ihn um Christi willen laufen lassen. Einige haben aemeint, man müsse den Menschen aufhängsn vor dem Tor; dann würden die an- dern draußen bleiben. Daraufhin hat er grafr- lich geflucht und beteuert, sein Land hatte noch dreimal hunderttausend so wie er — die olle auf dem Wege nach Bonn begriffen seien. Darob starres Entsetzen! Man wird ihn wohl lausen
Auf dem Münsterturm stehen sie mit Fernrohren und schauen, ob die Franzosen kommsn. Viele haben ihr Geld vergraben, große Scharen fetzen nach dem andern Ufer über.
(Fortsetzung folgt.)
Entwurf nur wenige berücksichtigt, er geht seine eigenen Wege, teils mit Recht und Geschick, teils sind es falsche Wege. Daß der Gesetzentwurf von A r b e i t s kammern mit paritätischer Besetzung spricht und nicht von Arbeiterkammern, die also eine Vertretung nur der Arbeiter waren kann nur begrüßt werden, denn die ge- meinsame Aussprache und Verständigung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter bietet bedeutend größere Garantien für den Erfolg als einjevhg aufgestellte Wünsche und Forderungen. e Arbeitskammern sollen sich nicht wehr an die Gewerbegerichte anlehnen, tote es die National- liberalen gefordert haben pudern sie sollen selbständige Organifahmien fern- wie sie das Zentrum gewünscht hat. Das Stallt uns, denn die Vereinigung von Justiz.und Dermal | hing, — Gewerbegericht und Arbeitsamt tut nicht gut. Während man aber bisher lokale oder Bezirksarbeitskammern gefordert bat, die sich dann nach den Gewerben m Ausschüße und Abteilungen gliedern, geht der Entwurf den um- gekehrten Weg; er schließt sich an die Verriss- genossenschaften an, schlagt also B e r u f» av beitskammern vor. Darüber laßt sich reden Ferner sind wir mit dem Vorschläge einver- I standen, daß die Arbeitskammern nur die In- dustrie umfassen sollen, nicht auch, das Hand- I werk, den Handel und die LandwlrMiaft, tote
schatzsekretars würde natürlich eine De r l a guna >er Reichsfinanzreform eintreten und dem gefährdeten Blocke wäre wieder einmal geholfen. Freilich müßte in Konsequenz der Vertagung der wichtigen Reichsfinanzreform auch eine B eam 1 enb esoldun g svo r la ge unerledigt liegen bleiben. Man hort, daß diesen Teuerungszulagen gegeben werden. sellem die Auslagen dafür denkt man durch eine Anleihe aufzubringen.
Das Herrenhaus hat sich in ber bergan- aenen Woche in erster Lesung mit der Polendo ?l age beschäftigt und die Vorlage an eine Kommission verwiesen, aus der der Gesetzen!- wurf kaum in seiner bisherigen F^m zurück- kehren wird. Kardinal Kopp hat bet der Be- rahing im Plenum eine außerordentlich eindrucksvolle Rede gehalten, in der er, wie auck, verschiedene Redner nach ihm, die großen Mangel der Vorlage und ihre Konsequenzen scharf beleuch- tete. Was Fürst Bülow, der anerkennen mußte, daß auch auf ihn die Rede des Herrn Kardinals Eindruck gemacht hatte, zur Verteidigung des Gefetzentwiirfes sagte, war weder neu, nochkonnte es von der Berechtigung, wie der Zweckmaß gkeit der in der Vorlage vorgeschlagenen Mittel zur Bekämpfung der Polen überzeugen.
Im Reichstag ist die Flottenvor- läge, die die Herabsetzung des Lebensalters der Linienschiffe und Kreuzer von 25 auf 20 >whre gesetzlich festqelegt, angenommen wurden. Auch das Zentrum hat für die Vorlage gestimmt, weil es sich von der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Maßnahme überzeugt hat. Es hat damit er- nent den Beweis erbracht, daß es an „nationaler Gesinnung" nicht hinter den Werteten zuruck- ftrfjt und die Interessen des Ganzen wohl zu wahren weiß, wenn es erkennt, daß eine Ablehm nng das Wohl des Reiches schädigen wurde. Bet Beratung des M a r i n e etats und der von der Kommission dazu gestellten Resolution bat ber Abg Gröber die Bedeutung der T a r t fb e rtrage in treffender und überzeugender Weise hervorgehoben und das Zentrum stimmte wwoh für die Resolution, die die Berücksichtigung von Tarifverträgen und das Hinzuziehen der Arbel- terausschüsse in den Marinebetrieben bei Rege- [Ung der Arbeits- und Lohnverhaltnnse wünscht wie auch für einen sozialdemokratischen Antrag, der die Beachtung der Arbeiterorganisationen in diesen Fällen fordert, der jedoch nut Hufe des Freisinns abgelehnt wurde. Bet der Bercuung des Militär et als trat besonders der Zen- trnmsabgeordnete General a._ D. H ä u 8 l e r für die zweijährige Dienstzeit bei ber Kavallerie ein und ber Abg. Erzberger brachte das rigorose Vorgehen der Kriegervereine nach der letzten Wahl zur Sprache.
Im Abgeordnetenhaus fand sich bei Besprechung des Justizetats Gelegenheit, u. a. Wünsche und Anregungen betreffend Zulassimg der Oesfentkichkeit bei Gerichtsveryaiidlimgen vorzubringen. Abg. R o e r e n beleuchtete dre Mißstände auf dem Gebiete des sachverstandi- aenivesens und forderte Schutz der Jugend gegen unsittliche Abbildungen, die unter dem Decknmn- td der Kunst verbreitet werden. Beim Handels- und Gewerbeetat kam es zu einer umfangreichen Mittelstandsdebatte, in der Abgeordne- ter T r i m b o r n in eindrucksvoller Rede bar« legte, in welcher Weise ber Staat die Färber»'" des Mittelstaiides betreiben soll. Abg. Dr. Pieper besprach besonders die Verbesserungen der Gewerbeaufsicht und führte Klage darüber, daß der Volksverein für das katholische Deutschland bei der Regierung und bei den Behörden nicht btc Unterstützung finde, die er als die kräftigste Organisation gegen die Sozialdeniokratie ber- biene.
Der König und ber flBahre. König tugal liegen als Opfer Neigungen.
Dom Carlos halt ,~teIIung toQr nichts Politi- ®igb2iSeerÄ eunb wissen"
fönlichkeit schien bem Könige die Wirgschafl für eine dauernde Regierung zu geben. Die Fwanzen des Königshauses waren arg zerrüttet. Die Zr nilliste genügte nicht mehr zur Deckung der Bedürfnisse und der Schulden.
von früheren Ministerien ansehnliche Vorschüße aus den Staatskassen auf die Zivillise befom- men. Die Abzahlung machte SckMerigkeitemEs war nun eine der ersten Taten des Ministers kni0 franco, daß er einen Strich durch die Vor fch'isse machte und außerdem die Zivilliste des Ko- was erhöhte Er tat diü§ ohne und gegen das Parlament das für ihn in dieser Frage ebenso- wenia wie in irgend einer anderen Frage zu haben war Kein Wunder, daß die Umtriebe, die uch bald über den Kopf des Munsters hinweg
hen fiönia richteten, daraus neue Nahrung fSten Sell dem tS. Mai des vorigen Jahres hat Portugal aufgehört, ein Verfassungsstaat zu An. An diesem Tage erklärte Herr ^oao Franco, nackidem er eine Woche zuvor das Parlament auf^löst hatte, die Diktatur des Ministeriums. Was er seither an Reinigungsarbeit im öffentlichen Leben Portugals geleistet hat, bewies, daß es ihm mit seinem Programm ernst war. Dem an den Finanzen des Staates fressenden Gunst- lingswesen, das von Parlamentariern und hohen Beamten betrieben wurde, sollte ein Ende ge,etzt werden. Die Verwaltung sollte vereinfacht, die Gebahrung der Staatskassen sorgfältig überwach! werden. Dem -itieberen Beamtentum sollte durch Erhöhung der Gehälter Lust und Liebe zur Arbeit eingeflößt werden, während die unverhatt- nismäßig hohen Einkünfte d--r obersten Beamten vermindert werden sollten. Mamhe dieser Absichten hat Joao Franco tatsächlich durchgefuhrl. Aber der Zwang, den er anwendete artete m ärgste Brutalität aus, und diese Politik hat sich gerächt in dem schrecklichen Ereignis vom vergangenen Samstag. König Carlos und der Kronprinz wurden auf einem offenen Platze der Hauptstadt von einer Rotte Bewaffneter meuchlings niedergeschofsen. Den portugiesischen Königsthron hat nunmehr bestiegen der bei dem Attentat leicht verwundete 18jährige Prinz Manuel unter bem Namen Manuel II. Ministerpräsident Franco ist ins Ausland abgereist. Zum Präsidenten des neuen Kabiuets wurde der Admiral Ferreira do Amara ernannt.
In Deutschland hat sich in der bergange- neii Woche mit vieler Ausdauer das Geriichl erhalten, daß sowohl der Reichsschatz sekre- tär, wie auch der preußische Finanz- Minister ihr Abschiedsgesuch einreichen wer- den. Bezüglich des Herrn v. Stengel darf man wohl annehmen, daß er, wenn auch nicht sofort, vom Posten eines Reichsschatzsekretärs zurnck- tritt, da über die von ihm vorgeschlagenen Steuerprojekte sich bisher mit den Führern des Blocks keine Einigung erzielen ließ. Auch die Tage des Freiherrn von Rheinbaben scheinen gezahlt zu sein, denn auch er ist bei ben Blockleuten nicht besonders genehm. Mit bem Rücktritt des Reichs-
Krieg ist furchtbar, ruft ihr mit den bkmhen Lip- pen eines Vaters, bem dre tückische Kugel den Sohn genommen - aber er muß feilt! Und wie die Tiere des Waldes und ber Wüste miteinander raufen und ringen, so ringen und raufen bte Menschen miteinander, Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Ich bin ein armer unwissender Mann, aber aus ber Stille meines Stübchens möchte ich hm- austreten auf den Schauplatz ber Welt und mit ben Flammenworten eines Elias zurnsen den Großen und Gewaltigen dieser Erde: „Krieg dem Kriege!" ,
Halt ein, Matthias, du wahnwitziger Schwor merl Sie werden dich verspotten und dir zurufen- Gehe heim zu den Schafen deines Vaters! Ich aber sage euch: DerFluch Gottes wird euch treffen, die ihr den furchtbaren Würgengel her- aufbeschworen habet ans seiner Ruhe. Hütet euch ihr frechen Franken! Das Blut derer, die durch euren Uebermut erblassen, wird auf euch fallen, und ber Krieg, ben ihr heretnschleiidert tn unsere Lande, wird euch zerschmettern in seinen Folgen.
Weihnachten 1792.
Gar traurig ist mein Gemüt am heiligen Abend, ich habe ein Tannenbämnchen angesteckt mit etlichen Lichtlein, aber es ststrd mir ganz schwer ums Herz, wenn ich an wie trüben Ereignisse denke, die unsere Stadt und unser rheinisches Land erfüllen. So weit ist's gekommen! Unser kurfürstlicher Herr hat gestern seine geliebte Residenz verlassen, weil er vor den drohenden französischen Kriegsvölkern nicht mehr sicher ist. Auch unsere braven bezopften Soldaten sind mit ihm abmarschiert und statt ihrer liegen die Kaiserlichen in unseren Kasernen.
Winter 1792.
Viel fremdes Gesinde haust in unserer Gegend und übt arge Bedrängnis. Das schwan» brot kostet heuer elf Stüber, früher feckis.
Oesterreich drohte eine Kabinettskrl- fiS Bekanntlich war den Christlich-Sozialen bet chrern Eintritt ins Ministerium dte Bildung eines Arbeitsministenums zugesagt werden, zu dessen Leiter Dr. Gaßmann ausersehen mar. I Dwse Zusage einzulösen, hotte Boron, Beck! bisher nicht für notwendig befunden. Damit erntete er bei der freisinnigen Presse naturl ch reichen Bet fall und auch die sozialdemokrattsche Preste stab sich ben Schein, als ob ber einem Drucke ber sozialbemokrati cheu Partei nochoebend bos den shristlich-Sozla en gegebene Verivrechen nicht halten könne. Unter dlchen Umständen mußten die Christlich-Sozialen mit Nachdruck auf der Erfüllung ib^r Forderung bestehen, und sie machten das Verbleiben nn Ministerium davon abhängig. Mit dem ^§1^1- ben ber Christlich-Sozialen aus bem Kabinett &. Ä« d-s »nift?.atoente«.un;l haltbar geworben fein, unb so zog Baron Beck es vor nachzugeben. Er erschien persönlich zur Beratung des Parteivorstanoe.) im Rathouse und einigte sich mit demselben über den Umfang, den dos Ressort des Arbeitsministerlums bekommen fall. Eine baldige Lösung der Frage steht nun- "^Die^K^o n g^- Angelegenheit wird demnächst voraussichtlich in Belgien zur Zufriedenheit beider Parteien erledigt werden. Die belgische Volksvertretung nahm bekaimtlich am meisten an der Bestimmimq des Verlragsent-
aeben -m bewegen, beim dieser Hot sich jetzt zu Wenn man aber auf die Aufammea- neuen ^Verhandlungen bereit erklärt, bte vor f tzung der Arbeitskammern zu sprechen allem die Beseitigung der Kronstiftung ans der T-ommf, dann häufen sich Bedenken cms Veden Vorlage zum Ziele haben. . ken und wir muffen sagen, daß wir uns me
In Nordamerika nimmt bte Erbitte- @Qd bül{) gans anders gedacht haben. ZunaM rung und ber Kampf gegen bte Trusts schärfere 6ei)n,uecn to;r eS lebhaft ,daß man für die lech- Formen an. Das ist nicht mehr zu bertoumern, Angestellteii nicht eine besondere Abteil- ivenil man bedenkt, daß die^letzte überaus■>* diese somit im Kern
volle Finanzkrisis zum guten Teil auf die Ma- ung - ' g^ießgtaa wird hier das
chenschaften der allniöchttgeil Trustleme zurnckzu-1 ganz auoft> müffen Dann gefällt es
fuhren war Präsident Roosevelt beredet eine Versäumte nachholen müssen. Dann gep Vosichöst an den Konareß vor, in der er neue uns nicht, daß der Vorsitzende^vonder Regt^ Maßregeln gegen die Trusts in Aussicht stellt, rung bestellt wird, zumal der Vorsitzende so ost Die Stellungnahme gegenüber den Trusts spielt Stichentscheid zu geben hat. Man sollte auch im Wahlkampfe eine große Rolle, die Wahl- bje Selbständigkeit mehr wahren. Vedauerlich Programme sämtlicher Kandidaten enthalten das , bie Reiter- und Gewerkschafts- Versprechen, dem unheilvollen Wirken der Trusts l . b|e Kammer nicht gewählt
hat onoekündigt, daß er im Falle seiner Wahl gestritten werden wird. Das Wahlvn ahren die Einführung von Gefängnisstrafen gegen die selbst ist nicht nn Geiehe geordnet, der verantwortlichen Beamten ber Trusts durchsetzen rat soll alles regeln können Nicht einmal di« werde, da bie Gelbstrafeu ohne Wirkung bleiben. tK[)ejme Wahl ist gesichelt. Die Verha.ttiiÄvaht " ------------- t nun f^isttativ, ihre obligatorische Einfuhr,
x Ser Arhe!tMaMergesche6tUM. ;en|t haben^bei' den Wr^Äbern die Vorstände
man wissen, wie die Vorstande der Berussge- nossenschaften gewählt werden; der mittlere und kleinere Unternehmer ist hier meist nicht vertreten, nur die Großen geben den Aon an. Die Arbeiteransschüffe sind gar nicht geeignet, Träger des Wahlrechts zu sein; denn sie sind
ten, ist der' Entwurf eines Gesetzes über Arbeits- kammern erichienen, deren Errichtung im deutschen Reichstage in mehreren Anträgen wiederholt von den verschiedensten Parteien gefotocu wurde und die bereits im Jahre 1903 der erste deutsche Arbeitskongreß als eine unumgängliche Notwendigkeit bezeichnete. Es läßt sich nicht i ;r kennen Rie-
leugnen, daß die durch den Gesetzentwurf zu nicht Mtgatoriich>«^^iteoausschuß haben regelnde Materie außerordentlich schwierig ist, senoetriebe, die keinen Ärveiterausmmg m- aüer das kann weniger als Entsihüldigung für (z. B Krupp) und dann^sind die Arb.ster^ die Länge der Wartezeit als vielniehr für die cher Unternehmungen flanj <f cxt ycr, wcfMe&m Smänocl beä G-s-tz-S gelten. man ben “’SSein.
Von den vielen Vorschlägen, bie in der leihen, so muß man sie zuvor obttgator m Oeffeutlichkeit gemacht worden sind, hat der I fiihren; diesem Bestreben sind wir gar nich