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Leitung

Ausland.

der Kommandoruf des Exerziermeisters aus der Zer­

ging er zurück und sagte höflich zu

Julia war ebenso erfreut wie erstaunt über das, was Percy gesagt hatte, und es schien ihr ganz gleich- gültig, ob er es aus Zeitungen oder anderswoher wußte, wenn er es nur wußte. So lehnte sie denn die Einladung ab, indem sie kalt und fest erwiderter

„Ich danke Ihnen, lieber Onkel, aber ich brauche keine Primel«, und Walter braucht mich nicht. Kom­men Sie, lieber PercyI" Damit ging fie davon, doch kaum war fie einige Schritte entfernt, als sie, mit ihrem großen Respekt vor dem Alter, Percy im Flüstertöne befahl, sich bei chrem Onkel zu entschuldigen.

Katholische Kirche und monarchische Ordnung.

bekämpft, indem man ihm einen den Kasten entbrechen­den wirtschaftlichm Wert abspricht.

♦ Der mangelhafte Betrieb der französischen Staats. eisenbahMU. Im Senat tadelte JünourrierS

Druck und Verlag der Mdaer Lrtiendruckerei in Mda.

maßen gespannt sein.

^Tie Zahl der sozialen Gesetze, die Arbeltstiüe des bevorstehenden SessionsahschmtteS des Reichstages zieren sollten, schrumpft bedenk« sich zusammen. Das Arbeitskammergesetz darf nach dem heutigen Stand der Dinge als end» gültig gescheitert angesehen werden; es besteht sehr wenig Aussicht, daß noch in letzter Stunde eine Einigung möglich ist, da die Regierung ent« schloßen an der Nichtwählbarkeit der Arbeiter« selretäre sesthält. — Die Privatbeamten. Versicherung wird im preußischen Staats- Ministerium so langsam beraten, daß e§ al8 nahezu ausgeschlossen gilt, sie noch diesem Reichs« tage zu unterbreiten. In Preußen macht man nämlich keinen Anspruch darauf, in sozialen Dingen in der Welt voran zu sein.

ich habe meine Meinung doch ein. wenig zu siei aus­gesprochen. Lassen Sie mich hassen, daß ich Sie nicht

Salzsäule

Aber Walter blieb nicht lange allein. Mary war aus einiger Entfernung Zeuge des Auftritts gewesen. Sie kam jetzt geräuschlos herbei und legte ihre weiße Hand auf die Schulter des geliebten Mannes. Ihr Anblick schien ihm den Himmel zu erschließen, aber gleich ihre erste Frage verdunkelte sein Gesicht aufs t:eil? ghtn lieber Walter, hast Du ihn versöhnt»'

Der junge Mann ließ den Kopf hänaen

streuung aufgerüttelt hat.

Ja tch habe es gehört', gab Walter zur Ant­wort '.Der infame kleine Kerl! Aber Sie wissen Vater, Sie waren zuerst unhöflich gegen ihn — noch dazu iu Gegenwart der Geliebten, und keine Töpfe kochen leicht über.'

.Was war denn da überzukochenl' rief der Oberst unschuldig. .Wer hat ihm beim etwas getan? Aber da ist einer wie der andere, nein, Du bist ja noch zehn­mal schlimmer als er. Er ist doch nur ein, großmau-

Veutjcher Keich.

* Wilhelm Bruhn, der Reichslagsabgeordnete ür den Wahlkreis Arnswalde-Woldenberg trat in Woldenderg in einer oou seinen Anhängern veranstaltelen Volksversammlung auf. Die Ber- sammlung verlief aber, nach einet Schilderung des.Berliner Tageblatts", für Herrn Bruhn sehr unangenehm; es kam zu großen Tumulten, man drang mit Stühlen auf ihn ein und wollte ihn von der Rednertribüne herunterziehen; schließlich mußte er sich unter den Schutz der Polizei stellen.

[] Der Hauptausschuß der „Gelbe«", der natio­nalen Arbeiterverbände, war am Sonntag wiederum, in Magdeburg zusammen. Angeblich waren 200 Ver­ein« mit 110 000 Mitgliedern vertreten. Offenbar gibt man sich bei den Herrschaften nur mit runden Zahlen ab. Man sprach sich gegen den Boykott im Backerei- aewerbe aus und protestierte dann dringend gegen die Wählbarkeit der Arb eite rs ekr etär e zu den ArbeitLkammem. — Echte .Arbeiter'-Vertreter.

) ( „Zirkular 53". Der Hansabund dreht und wen­det sich gegenüber der Enthüllung feines Zirkulars Rr 53, worin mehr oder weniger eine Täuschung der Wähler durch die Reichstagskandidaten empfohlen wurde. Der DirLor des Hansabundes, Knobloch, selber „berichtigt' in der „Deutschen Tageszeitung", daß ein solches Zirkular „erlassen" worden sei Er ist auch bereit, die gewünschte eidesstattliche Erklärung abzngeben, daß dieses Zirkular nicht erlassen worden sei, „sobald Sie uns den Namen des Schreibers an­gegeben haben.' Natürlich sollte er dann zur Verant­wortung gezogen werden. Die „Deutsche Tagesztg." lehnt dieses unglaubliche Ansinnen mit Reck - .Zwischen den Seifet. IT -mch ■ - - - c ••

«Tuldaer

I Erklärung zu lesen. Loh das Zirkular =?orfcereitet war. Knobloch stricht nämlich immer nur ängstlich oon „Er­lassen". Bis zum Eriaffe ist es mit diesem Zirkular -nicht gekommen, da sich die Hinaussendung verzögerte und inzwischen die Veröffentlichung in der „Deutschen Tageszeitung' erfolgte. Das neuerliche Verhalten des

M 287.

Donnerstag 15. Dezember 1910. rr. öayrg«lg.

evangelische Kirche als Feindin der Monarchie zu | denunzieren. Es mag auch bemerkt werden, daß man ein sehr guter Bürger des deutschen Reiches und zu-, gleich Republikaner sein kann, wie daS Beispiel der freien Hansastädte erweist.

Wian kann auch bat portugiesischen Katholiken keinen Vorwurf daraus machen, daß fie der neuen Staatsgewalt sich unterworfen haben, nachdem diese einmal wirklich zur Staatsgewalt geworden war. Di- katholische Kirche lehrt ihre Gläubigen, daß fie der bestehenden Staatsgewalt Gehorsam schuldig sind, in den Monarchien dem Monarchen, in den Republiken der verfassungsmäßig berufenen Staats- gewalt. Sie verlangt von ihren Mitgliedern, daß sie der legitimen Obrigkeit auch die schuldige Treue bewähren und verbietet ihnen auf das strengste die Betelltgung an Bestrebungen zum Sturze der legi­timen Obrigkeit. Es hat also Herr Kardinal-Erz­bischof Fischer durchaus recht, wenn er sagt, daß dar gläubige kathol. Volk die festeste Stütze für die welt­liche Ordnung, also in der Monarchie für den Thron, bildet und ein Bollwerk gegenüber dem Anprall deck. nwuuniM^.» ~ hY„ smOhnuna "be§

a»,,t slrs »SÄtrv»?

Bestrebungen zum Umsturz gebilligt oder gar muer- stützt. An der Revolution in Portugal wie auch an allen ftüheren Revolutionen hat die katholische Kirche keinen Antell. Es ist deshalb eine nur durch be­wußte Fälschung mögliche und infame Ver- leumdung, was jetzt von den genannten Preßorganen zum Zwecke der konfessionellen Hetze behauptet und verbreitet wird. _______________

beleidigt habe."

„Narren tonnen mich nicht beleidigen", entgegnete der unversöhnliche Oberst.

Das war zuviel für den kleinen Mann.

„Darum stehen Sie so gut mit sich selber", be­merkte er, rot wie em Truthahn.

Der Oberst war buchstäblich starr vor Staunen. Bisher hatte nur er immer mit dem Bajonett an ge­griffen, war nicht in dieser Weise angegriffen wor­ben.

Julia bemächtigte sich ihres Bantamhahnes und führte ihn mit der Linken ab, während sie, solange sie im Gesichtskreise des Feindes waren, mit der erhobenen Rechten dwhte Sobald fie sich außer Sicht befanden, küßte fie ihn auf beide Wangen, brach in lautes 2a- Aen aus in das st- auch In Zwischenräumen immer wieder z^rückftel, gleichviel ob das Gespräch gerade ernst oder heiter war. Es ist ent M komischer Anb nk wenn ein Heiner Mensch einem großen Ohrfetgen gibt. Auch Walter, obgleich er seinen Vater ebenso liebte, wie bock verehrte, blickte zur Erde unö seine schultern schiss terte« ttt unterdrückter Lachlust

„Hast Du das gehört?" ftthr ihn der Oberst, wel- cher seinen Zustand bemerkte, an, indem er mit ftm-m Stocke deraestalt mtf den Stuhl schlug, daß Walt» sogleich in der Haltung eines Soldaten emporfuhr, den

♦* Die Friedensverhandlunge», die in Tirol zwischen der konservativen und der christlich-sozialen Fraktion statffinden, lassen einen baldigen gedeihltcyen Abschluß erwarten. Die deutsch-nationale und noch mehr die sozialdemokratische Agitation hat tn ber letz­ten Zeit einen solchen Umfang angenommen, daß eine rasche Beendigung des Bruderzwistes und Samm- lung aller Kräfte gegen den gemeinsamen Femd drin- gend notwendig wäre! — 2)te Aus gle ich s v e fr Handlungen zwischen Deuts ch e n und Tsch fr ch e n finden noch immer an allerlei Etckettefragen ei« Hindernis. Es scheint, daß die demokratischen Partei« diplomaten dem Zeremoniell noch mehr Bedeutung beimeffen, wie die zünftigen .denn sonst müßte M« Not des Landes Böhmen doch über solche Lachentch- keiten rasch Hinweggleiten lassen .Inzwischen ist bei den Polen dir Op P o sitlon8 lust im Zuneh. men: vor allem sind sie mit ihrem Vertreter, dem Ft-

Ein neues Fasscherkunststückchen macht gegmwLr- tia die Runde durch die evangellschbundlert,che Presse. I« dem von den portugiesischen Katholtken gegen Die Tyrannei der neuen Republik erhobenen Protest Tin» d«t sich die Wendung:

„Die «ntbohten Portugals, welche allezeit getteu ihren Grundlagen, sich sogleich der neu emgenchteten Stoatsgewalk untenvorfen haben . . .

In dem von den portugiesischen Jesuiten dem Papst überreichten Protest heißt cs entsprechendt)

„Man sagt, wir Jesuiten feien die hartnäckigsten Gegner der Reoublik und desvalb Härten wir mit gröberer Strenge al8 die andern behandelt werde« müssen. Das ist ein eiltet Vorwand, denn die Gesell, scha t hat gegen die republikanische Institution als solche nichts empiwenden. Als die abfaüite Regirrungssorm in allen zivilisierten Nationen herrschte, waren es Die großen Schriftsteller unserer Gesellschaft, die klar in ihren Werken die Fundamentalprmppten der wahre« Demokratie hervortreten ließen, Und heute^md gerad iene Provinzen unseres Ordens, die die schönste Ent Wickelung »eigen und sich der größten Freiheit «freuen, iu republikanischem Gebiete gelegen. Es genügt, auf die b Provinzen zu verweisen, dte dte JesuUen rn den Vereinigten Staaten besitzen. D>e angebltche Oppo» fition der Jesuiten gegen die demokratische Regierung besieht oliv nicht."

Mit der bekannten Kunstfertigkeit werden nun diese Aettßerungen dahin gedeutet, daß die katholische Kir­che eine Feindin der monarchischen Staatsgewalt sei; die Konsequenzen für die deutschen Verhältnisse liegen dann auf der Hand. Die B. N. 31. erinnern an dar Wort des Kardinal-Erzbischofs Fischer in seinem letzten Hirtenbriefe: „Wahrheit ist es, daß ein gläu­biges Volk eine feste Stütze auch für die weltliche Ordnung bildet und ein Bollwerk fft gegenüber dem Anprall des Umsturzes: Altar und Thron stehen allerdings nahe bei einander" und bemecken dazu: „Die portugiesischen Jesuiten und die Katholiken Portugals bezeugen durch chre Erklärungen urkundlich von neuem, daß dir römische Kirche sich mit jeder Staatsreform abfindet, wofern nur ihre Ansprüche berücksichtigt werden. Als Bollwerk gegenüber dem Ansturm des Umsturzes ist sie also wenig geeignet." Die „Nationalztg." wird noch einen Schritt deutlicher, wenn sie erklärt:

„Es ist em bedauernswertes Mißgeschick für den Kardinal Fischer, daß dieses jesuitische Bekenntnis zu den „Fundameittalprmzstnen der wahren Demokratie" just in dem nämlichen Augenblick das Licht der Oeffent« lichkeit erblickte, als auch fein neuester Hirtenbrief be­kannt wurde, in dem er zwilchen den Zeilen das Zentrum als Thronftuhe anpreift. Der Jesuitenorden steht, rote dem Papsttum, so ganz insbesondere auch dem Zentrum nahe, welches keine Mühe scheut, und jeden Preis bezahlen würde, um auch die Aushebung des § 1 des Jesuitengesetzes durchzusetzen, nachdem es sich schon für die Aushebung des § 2 f» sehr erkennt­lich zeigte. Solange diese mit den Konservativen eng Uferte Partei sich mit dem Jesuitenorden, trotz feiner republikanischen Tendenzen dermaßen tdenüfiziert, sollte fie es doch unterlassen, sich gleichzeitig auch als hervor­ragend zuverlässige Stutze ber Monarchie und deß Thrones anzupreisen."

Daß in diesem edlen Kreise auch der brave „R e i ch s b o i e" nicht fehlt, bedarf keiner besonderen Versicherung. Er ruft entrüstet:

„Das müssen sich die monarchischen Staaten und bi« Monarchen merken! Nicht sowohl bi« Freimaurer, als vielmehr die Jesuiten haben hiernach die demokra­tischen (Sebanien propagiert."

Daß „demokratische Gedanken' nicht identisch sind mit „republikanischen Bestrebungen", sollte eigentlich auch dem „Reichsboten" bekannt fein. Aber dies nur nebenbei. Die mitgeteilten Pröbchen der neuesten Verleumdungsaktion zeigen, daß ma« ganz allgemein die katholische Kirche als unsicheren Kantonisten in dem Bunde von „Thron und Altar" verdächtigen will, der es gewiß ernst meine wenn es sich samm handele, den Altar durch den Thron zu schützen, aber wenn der Thron das nicht mehr vermöge oder wolle von dem Thrmt, der Monarchie, zur Republik übergehe.

Es ist eine ungeheuerliche Verdächtigung, die hier ausgesprochen wird Daß die katholische Kirche nicht die Monarchie als die allein berechtigte StaatS- form anerkennen kann, ist selbstverständlich, fie er- kennt überhaupt nicht irgend eine Staatsform an, son­dern die in den einzelnen Staaten bestchenden S t a a t s.o r d n « n g e n, mögen, es Monarchist

rade günstig bestellt sei. Sie findet unter den Mattern die liberalen und bemotratischen in der Ucberzahl. So vermißt sie unter den konservativen Blättern u. a. die .Schlesische Zeitung'. Welche Zentrumsblätter vorhanden sind, wird nicht gesagt. Einen eigenartigen Eindruck aber muß es machetp wenn man erfährt, daß „Die Welt am Montag auf der Liste siebt. Die .Deutsche Tageszeitung stellt fest, daß dem Organisationsausschuß kem rechts- stehender Politiker oder Publizist angehort, abge- sehen von dem Professor Kekule von Stradomtz. Die bei weitem meisten Mitglieder des Ausschusses sind liberal, demokratisch oder sozialdemokratisch. Vom Zentrum gehört nur der Abgeordnete Erzberger dazu. Was das deutsche Zeitungsarchiv unter dtesen Umständen leiten wird, darauf kann mau einiger-

Er hat mich die ganze Zeit ausgescholten", sagt« er endlich. „Ich soll durchaus Percy bei Julia mi- stechm, gleichviel ob ich kann oder nicht, und soll Julia heiraten, gleichvick ob sie will ober nicht."

„Dann müssen wir tun, was ich schon vorschlug. ES gibt keinen anderen Weg. Wir müssen die Wcchv» Helt gestehen. Verheimlichung und Betrug werd« unsere Tocheit nicht wieder gut machen."

Wie kannst Du von Tocheit sprechen, Mary?

„Vergib mit, lieber Walter; aber eS war der Gipfel der Torheit. Nicht, daß ich Dir die Schuld zuschieben möchte, da« wäre un großmütig; aber wir buchen uns nicht heiraten. Denke nur — Mary Bartley — schließe eine heimliche Ehe, und wir geben dann auch noch, ganz wie andere junge Paare nach den Seen, um dort unseren HonigmonÄ zu verleben - eine solche Srckheitl Wer es war doch 8ai Mter* hielt sich natürlich an den naiven Schluß­satz der Selbstvorwürfe, die Mary sich machte.

„Richt wahr!" rief er eifrig zustimmend „Ach, bitte, laß uns nächste Woche ben Ausflug »lebet» holen." „ , ,

Weber nächste Woche, noch nächsten Monat, noch nächstes Iaht, überhaupt so lange nicht, bis unsere Vechetratung veröffentlicht und aller Welt bekannt ist."

„Gut, Mary', antwortete Walt«, „Du hast zu be­fehlen und ich zu gehorchen. Ich sagte es schon vor- hin und wiederhole c8 jetzt: wenn Du Dich mein« nicht schämst, wie könnte ich mich Dein« schämen. Sprich ein Wort und ich geftche meinem Vater uns« GcheimniS noch heute mittag, tn Gegenwart von Iu- lia Elifford und John Baker und fordere sie auf, e» jedermann zu sagen, daß Ich mit ein« Frau verheiratet bin, die ich verchte, die ich mehr liebe al» irgend ein anderes Wesen auf Erden und deren Liebe und Ach. tung mir üb« alle» geht.'

Mary schlang Ihren Arm zärtlich um den Racken chres Gatten und, wie eS bet großherzigen und liebe- vollen Frauen oft geht, wenn ihren Wünschen kein Widerspruch mefr entgegensteht, fing nun an, die an« dere Seite der Smhe zu betrachten. kForts. f.)

(Ein gefährliches Geheimnis.

51] Roman in zwei Bänden von Charles R ead e.

„Ja, für eine Köchin oder einen Koch.'

"Für jeden englffchen GeMleman"

„Für einen wenigstens lehne ich das ab."

'Ein englischer Gent—leman zu sein?"

„Rein", entgegnete der Oberst heftig, „Kohlen für ein interessantes Produkt za halten."

„Run", sagte Percy nach momentanem Zögern, fein In—tereffe an Kohlen zu neh—men, heißt kein

__tereffe an der R—ation nehmen, denn unsere ation ist weder groß durch ihre m—ächtige Flotte poch durch ihre w—iuzige Armee - "

Hier schnaufte der Oberst.

— oder ihre unbedeutende M—iliz, sondern durch ihre M—M—amrfaktnren, und diese wiederum han­gen ab von M-aschinen, die durch Dampf ge-trieben werden Die D—ampfm-aschmen bedürfen aber der Kohlen. Unsere M—aschinen verrichten die Arbeit von fünfhundert Millionen Menschen, und die Kohlen find es, die sie in Bewegung setzen. Die M—aschinen werden' oon anderen R—aliouen nachgeahmt werden, aber Kohlmfelder, wo feine sind, kann man nicht schas- fcn. Sollten sich dieselben je erschöpfen, so werden andere Rationen uns überflügeln, denn unser Land ist klein, und wir werden zu einer W—acht zweiten Ranges herabsinken. Deshalb sage ich, daß jeder Engländer, der über fein eigenes Vaterland liest und ßch in Gedanken beschäftigt, auch im Si—ande sein müßte, von sich zu sagen, daß er in einer K—ohlen-- -rube gewesen ift." , r ,

„Guck, entgegnete der Oberst oon oben herab, „er Dann ja jeder sagen, er wäre in einer Kohlengrube ge­wesen, auch wenn es nicht wahr ist — aber da Sie sicht allein in den Zeitungen darüber gelesen, son- dein die Artikel derselben auch auswendig gelernt haben, wie ein Lehrbuch, so müssen Sie natürlich in eine Kohlengrube hinuntersteigen. Nur tun Sie es allein Mld verschonen Sie andere damit. Du, Wal­ter, irnnft indessen Derne Kusine im Walde spazieren Mr und ihr die Primeln zeigen." r

n fteitt) eingedrungen sino, ihn überfallen, ihn mit kaltem Wasser begossen und ihn geprügelt haben; es ist vielmehr vor dem Schöffengericht in Bonn ^eugen- etblirf) feitgefteUt, daß der zu 1 Genannte, Gras Fincken- stem, zunächst längere Zeil nach dem Emdrrngen der übrigen unten geblieben ist und dann spater nur m I die Wohnung des p. Feith htnerngesehen hat, ohne Frith überhaupt zu sehen, ohne ein Stuck von ,hm an­zurühren und ohne sich in irgendeiner Welse an dem Ult zu beteiligen. Der Genannte zu 2 bat sich bei der ganzen Angelegenheit ebenfalls sehr zurückhaltend ver- j halten, er ist nur etwas eher hinaufgegangen. Die Bestrafung der beiden ist lediglich erfolgt, weil Gemem- schaftlichkeit mit den anderen Beteiligten insofern an» genommen worden ist, als die beiden zwammen mit den übrigen zur Wohnung des p. Ferlh gefahren sind. | Das scharfe Urteil, das von der Oefesntlichkeit ge- fallt wurde, erklärt sich daraus, daß man der Mei­nung war, die beiden seien die Hauptschuldigen und die eigenülchen Radaumacher gewesen. Wir wun­dem uns zwar nicht, daß die beiden verurteilt wnr» ben; denn ein Hausfriedensbruch liegt jedenfalls vor und wenn die Schuld der beiden an sich gering ist, fo heißt es hier wie in vielm anderen Fällen „mitgefan- gen, mitgehangen".

11 Zur Fleischteuerung soll nunmehr tn Sachfen etwas geschehen. Kurz vor Weih­nachten soll der Beruhigungsbacillus in Gestalt enter Kommissionsberatung auf das sächsische Volk losgelassen werden. Wie das,Leipz. Tage­blatt' erfährt, hat die sächsische Staaisregierung beschlossen, die vom Minister des Innern, Grafen Vitztum von Eckstävt, im Vorfchlag gebrachte Sachverstä ndig en ko m misf ion zur Bera­tung über die geeignetsten Mittel und Wege für Abhilfe der bestehenden Bieh- und Fleifchteuerunz auf Samstag, den 17. Dezember, nach Dresden i nW »ufrieben, unb bfeft

einzuberusen. An den Beratungen der Konserenz I(mge bestehende Mißstimmung kommt jetzt täg- nehmen etwa 30 Herren, Bertreter der ^.andwirt' L, ■ heftiger zum Ausdruck. Den sachlichen Streit- schäft, des Fleischergewerbes und der sächsischen bildet die Wasserstraßenfrage Dez Großstädte Dresden, Leipzi g, Chemnitz, Plauen I >qg0[mf[u& verlangt, daß nunmehr, da die Pläne ser- i V. und Zwickau teil. Das Fleischergewerbe sind, der Bau auch wirklich in Angriff ge-

wird durch Sie Ottrmeiffa bezw. stellv. Ober- nommen werde. Die Finanzverwaltung kann aber

z r Dresden Leipzig und Chemnitz zu der Konse- s , m,j bejn Markt erhältlichen Beträge für renz eingeladen worden. I dringende Eisenbahnerfordemisse und für die r.Mt

)( Dir Gründung emeL beusschen Zeünngsarchivs SchwchtsMe benötigt werden. Auch wird der Ka- ist bekannllich schon vor engerer Zeck gefordert henie, da genaue Kostenberechnungen vorile-

Tageszetrung- eqotgit. sjub ueuemmt worden. Tas an sich ""^rf ver, lens^t ‘ »on mehreren Parteien überhaupt grundsätzlich

Han abunbes, der bisher schon infolge seiner sonder- nehmen soll nun m bte umges^t w^en. Gs | st.....C1 ....----o-tt« entfbreAe«,

verloren hat, noch vielen anderen Mitgliedern btt Au- gen über die wahre Natur des Bundes offnen. >

lung von ' Auszügen aus dem Hauptinhalte der

der die wahre Namr oes Bunoes offnen. I großen deutfchens.Tag«flreffe, dte voa^ eurem^neu- -----------

” * Genosse Dr. Liebknecht, ein deutscher M wm 1 Ja- > den mangelhaften Betrieb der Staatsetfenbahnen,

Nach dem „Berliner Tageblatt" soll Genosse Rechts- > »'ick, der Wissenschaft und der Polttt! vom r. ^a °en g -------

I n ouwn.At her sich m Amerika mchhäü in I nuar des nächsten Jahres ab herausgegeben werden ober Republiken sein. Dar tut natürlich die evan-1 LkbHtttht. ^halten haben tata er I soll. Natürlich soll das Institut streng neutral

gelische Kirche ganz e^nso, wie »A näh« eavi^n ® des Deut- gehandhabt werden. DaS Werk gliedert sich ln

zu werden brmicht. Ist eS vielleicht jemals d«Pro- » gj** ben deuflchen Militarismus zehn Abteilungen, die einzeln für je sechs Mark teftanten In Hamburg eingefallen, ihrer republckani- fch-n- Kmse«und g g ««Ssührt^ er sei im jährlich bezogen werden können. Es trerden aller- schen Regierungsform die Aneckennung zu berroct- m Felde zog aber tot geworden und dmgs nicht weniger als zweckAbtelftmgen abgegeben

s ras äs» » ä

: SA8ÄÄEA ÄS? tÄ KÄS

schlunam und sei ein Humbug. Die Ausbeutung Der Kinderarbeit tn Amerika fei schändlich. Die Demo­kratie stehe nur auf dem Papiere, in Wirklichkeit be- ftebe ein Dispotismus des Kapitals. — Man wird Herrn Dr. Liebknecht nach feiner Rückkehr an die Äscherungen gebührend erinnern müssen.

♦ Di« Begnadigung der Bmmer Borussen stellt sich wen« man dir Tatsachen sprechen läßt, nicht so schlimm dar wie man anfangs glaubte. Der Vater deS einen der Begnadigten, Graf Flnckensteln, Mit­glied des Reichstages und des preußischen Herren- hauseS, fenbet dem „Berliner Tageblatt" ein Schrei­ben, worin es heißt:

Die Noti, in Nr. 613 Ihrer Zeitung „Zwei Bonner Borussen begnadigt", dis erst heute zu meiner Kenntnis gelangt ist, gebt von durchaus unrichtigen | wMchUchen Verhältnissen aus, Unrichtig sst eritenS, baß die Studenten Graf v. Finckenstein und v. Qut» storp Einjährige waren. Beide Haven bisher ihrer I militärischen Dienstpflicht mcht genügt. Unrichtig st

Peccy hatte zwar ferne Lust dazu, dessenungeachtet liger Schulfuchs, Du aber bist ein em Ha-

er zu^nnd sagte höflich zudem alten Herrn: senfuß erster Sorte, der dasteht und sich emen solchm "..Wir leben in einem freien Lande; aber ich fürchte, Biffen vor dem Munde wegicynappen ß

- - ■ ... s2tbe- lieber Vater,bedenke« Sie nur, daß dieser

Bisse« ein lebendiges Frauenzimmer ist — eine junge Tarne, die ihren eigenen Willen W unb bte man nicht erobern kann rote einen französischen Adler oder das Blld am Gallion eines Schiffes. Wenn Sie doch auf vernünftige Vorstellungen hören wollten.

„Kein Wort weiter", schnaufte der Oberst, indem

^Verzechm Sie., aber ich habe noch eine andre Sache oon Wichtigkeit mit Ihnen zu besprechen", begann Walter von neuem; „jener unglückliche Prozeß

Der geht Dich nichts an, und Du brauchst mir Deine Ansicht darüber nicht zu sagen. In Dir steckt nicht mehr Courage und Kampfstn« als in einem Sverlingsweibchen. Ich verzichte auf Deine Gesell­schaft und Dein fttedfertiges Geschwätz. Mit einem Hafenfuß h«be ich feine Geduld!" Dabei hiickte der Oberst davon und lieh seinen Sohn sichen wie eine