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weiß und oft bis in die kleinsten Einzelheiten sich informiert zeigt über Dinge, die in den cntfemtesten Diözesen der weltumspannenden Kirche sich ereignet haben.
— Tie U«ter»v«fserfchall-Apparate haben sich mit überraschender Schnelligkeit in neuerer Zeit m der Schiffahrt eingebürgert Und nickt nur dies — sie sind vielmehr längst für die Schiffsführer bet Nebel in der Nähe der Küsten zu unentbehrlichen Htlfs- Mitteln geworden. Die Apparate ermöglichen es den Kapitänen, deren Fahrzeuge mit sogenannten Empfängern ausgerüstet sind, den Standort der Feuerschiffe im dichtesten Nebel genau ausfindig zu machen dadurch, daß die an Bord der Feuerlchiffe befindlichen Unterwasserglocken bestimmte Signale unter Wasser abgeben, die durch die Empfangs- Äpparate der betreffenden Schiffe ausgenommen werden. So berichtete u. a. kürzlich der Kapitän des Norddeutschen Lloyd-Dampsers „ftöln*, daß er bei der letzten Heimreise, als er beim Verlasse des Kanals und beim Einlaufen in die Nordsee starken Nebel bekam, sich durch die Unterwasserschallapparate von einem Feuerschiff znm anderen sozusagen weiter „gefühlt* habe, ohne die Feuerschiffe, wie „Ter- schcklliug*, „Borkumriff*, „Norderney* uud „Außen- weser" überhaupt gesehen zu haben. Verschiedene Feuerschiffe wurden in solcher Entsernung paffiert, daß die Luftsiguale tticht vernommen werden konnten, wahrend die Uuterwassersiguale deutlich auszumachen waren. Ter Lloyddampser „Breslmt- ivar in gleicher Weise in der Lage, durch den Kanal längs der Sette, die Vie Feuerschiffe „Royal Sovereign East Goodwin", „Sandetti*, „West Hinder*, „Noord Hinder', „H-aks' ufw. bilden, durch die Benutzung der Ueterwasserschallapparate seinen Weg im Nebel mit Sicherheit zu finden. Die Schiffahrt hat sich tatsächlich mit dem Gebrauch der llnterwafferschall- fignal-Apparate vollständig vertraut gemacht und betrachtet dieselben als ein selbstverständliches Hilfs- mittel und durchaus notwendigen Bestandteil der nautischen Schiffsausrüstung, gerade wie den Kompaß.
— Entschuldigt. „Haben Ihnen meine Frühlings- lieber gefallen?' — „Na, wissen Sie, wir haben dies Jahr ja auch einen sehr schlechten Frühling gehabt."
M 285.
»ieitttai beit 15. Bejember tW-
57. Jahrgang.
vermischtes.
* Zum Kamps gegen den Schmutz in Wort und Bild. Der Buchdrucker W. in Berlin war vom Landgericht III Berlin wegen Vergehens gegen § 184 1 Str.-G.-B. verurteilt worden, weil er unzüchtige Schriften und Darstellungen verbreitet habe. Der Angeklagte hatte seit dem Jahre 1907 fortgesetzt Manuskripte unzüchtigen Inhalts erworben, in seiner Druckerei gedruckt und bis zum Ende des Jahres 1909 an die Mitglieder des „Vereins der Bibliophilen' geliefert. Der Angeklagte behauptete in seiner Revision, die Lieferung der unzüchtigen Druckschriften nur an Mitglieder des Vereins bedeute keine öffentliche Verbreitung im Sinne des Gesetzes . . . Das Reichsgericht verwarf jedoch die Revision. Die Lieferung der unzüchtigen Schriften sei stets dann öffentlich, wenn sie an einen unbegrenzten Kreis von Abnehmern geschähe. (Urt. d. R.-G. vom 18 11 10.) — Die Entscheidung ist sehr erfreulich. Sie bietet der Polizei die Möglichkeit, mit größerem Nachdruck als bisher gegen die Verbreitung literari- fchen Schmutzes vorzugehen. 1
* Im Gold verhungert sind zwet alte Leute in Mellendorf bei Reichenbach i. Schl. Als jüngst
Weltblätter aus dem liberalen Lager hat der Vatikan silbst abonniert — im ganzen dürfte die Zahl der tialich einlausenden Zeitungen und Zeitschriften kaum hundert übersteigeii. Der sprachlich feingebildete Kar- öinal Merry del Val durchblättert eigenhändig, außer italienischen, die in englischer, spanischer und ftanzo- flscher Sprache erscheinenden Zeitungen; die anderen gehen an Monsignore Benigni. Um nicht eine Reihe von Beamten halten zu müßen, welche die den Vatikan interessierenden Nachrichten anstreichen oder ausschneiden, ist eine stillschweigende Uebereiukunft mit Kar- diuälm, römischen Prälaten und Ordensleuten aller Nationen getroffen, daß sie, sobald ihnen eine Nachricht in den ihnen zu Gebote stehenden Blättern ihres Landes wichtig erscheint, diese der Staatssckretarie übermitteln. Totz auch die Nuntien, um sich manchmal längere Auseinandersetzungen zu ersparen, die betreffenden Zeitungsnotizen ihren Berichten beilegen, ist schon seit Jahrhunderten gebräuchlich. Dank dieser (Sbiri^tuirg finb »tn§ noch eine SJlcngt bei älteften Leitungen erbaten geblieben, Oie, den Nnnzmturve- richten beigefügt, im vatikanische Archiv aufbewahrt werden. , „
Dch nächste Umgebung des Heiligen Vaters, die Geheimkavläne Msgr. Breisan und Msgr. Pescini durchblättern tagtäglich die römischen Zeitungen und die Kunde aus der venettanischen Heimat oringenden Lokalblätter, lesen daraus Interessantes dem Heiligen Vater vor oder sie schneiden ihm besonders Wichtiges Air Aufbewahrung für ihn aus. Da die großen italienischen TogeSblätter einen ausreichenden Depeschen- dimst aus aller Herren Länder besitzen, wird der Papst über alle schwebenden Tagessragen unterrichtet. Ist in diesen Zeitungen aber etwas unzureichmd, oder gar veckchrt oder entstellt wiedergegeben, oder soll eine besonders wichtige Angelegenheit zur Kenntnis Pius X. gebracht werden, dann wird er darüber durch den Kardinalstaatrsckretär informiert, der bei seinen täglichen Wiorgenaudirnzen beispielsweise dem Papst aus einer katholischen auswärtigen Zeitung die betreffende richtige Nachricht in italienischer Uebersetzung nortegt die etwa ein liberales römisches Blatt, vorher in seiner Weise frisiert, den Lesern aufgetischt hat.
Zu bewundern ist es, wie der Papst, der doch im 76 Lebensjahre steht, mit so lebhaftem Interesse die Tagesnachrichten verfolgt, und wie er genau Bescheid
— Der Papst und die Presto.
Unter dieser Spitzmarke bringt der Zeitungs- Verlag (Rr. 48) einen für den Vatikan durchaus schmeichelhaften Artikel. Er sagt darin, daß es auf bem ganzen Erdball keine Regierung gibt, die über alles, was ihr Interesse berührt, genauer und aus- führÜcher informiert wäre, als gerade der Vatikan. Der erste, der dem Zeitungswesen große Aufmerksamkeit zuzuwenden begann, war Papst Pins IX., der während der großen politischen Umwälzungen in Italien nch andere Vorstellungen als seine Vorgänger von der Bede : ung der Presse angeeignet hatte. Er schuf die Anfänge des großen Zeitungsarchivs, das mit der vatikanischen Bibliothek verbunden ist Seitdem werden allen beim päpstlichen Stuhl eingehenden Zeitungen Ausschnitte entnommen, aus denen der Kardinalstaats- sekrl är dasjenige auswählt, was dem Papste vorzu- leoen ist. Das übrige wandert, nach Materien geordnet imb entsprechend eingebunden, in das Zeitungs- archio Weiteres Material wird von den einzelnen Abteilungen, besonders aber von den Bischöfen des Auslandes, geliefert, die verpflichtet sind, alles ihnen wichttg erscheinende einzusenden. Ta das lawinenartig anschwellende Nachrichtenmaterial andernfalls wertlos sein würde, ist die Registratur mit peinlichster Ordnung und Ausführlichkeit nach Schlagworten angelegt, unter denen im Augenblick alles Gesuchte zu finden ist Dem Geschichtsschreiber spaterer Zeiten wird also hier eine unerschöpfliche Fundgrube zur Verfügung stehen.
Ter römische Korrespondent der „Köln. Vollste it u n g" ergänzt diesen Artikel des .Zeitungsverlag" durch einen interessanten Aussatz, dem wir folgendes entnehmen:
Richt richtig ist, daß der Vatikan auf „Tausende" oon Peilungen und Zeitschriften abonniert ist, und daß er noch mehr von frei'.villigcn Absendern zugeschickt erhält Das gäbe ja allein täglich eine Karrenladung ton Miekerreuaniffen, die von einem ansehnlichen Stab ton Beamten gelesen,ausgeschnitten und sortiert werden müßten. Kurz fei bet bieier ^legenhetterwahnt, daß auch die zeitweilig durch dw Presse gehende Noch — der Papst empfange tagt,ch Tausende Briefen und Postkarten - auf Unkenntnis der «ache be-
Aus dem NaHbargebiete.
w «icken,ell 12. Dez. 1910. Der Zentralver- band ch r i st l i ch e r T e x t > l a r b e i t e r Deutschlands, Ortsgruppe Fulda, hatte für Sonntag, den 11. Dez. im Saale der Gastwirtschaft Kramer alle Arbeiter und Arbeiterinnen zu einer Versammlung eingeladen. Dieser Einladung waren 117 Arbeiter und auch eine Anzahl Arbeiterinnen gefolgt. Herr Ge- werlfiiaflSfehetär Müller aus Bamberg wies m SSeien, überzeugenden Rede die Berechtigung, Notwendigkeit und Bedeutung der chrlsttich-nattona en Arbeiterbewegung nach und forderte d>e Versammelten zum Beitritt m die konfessionellen Arbeit^- und Arbeiterinnenvereine und in die christlichen ®eroeit- Icba -eu auf. Herr Pfarrer Haas und Herr Lehrer G e stier schlossen sich den Ausführungen des Redners an und erörterten noch besonders die uns von den Geanern drohenden Gefahren. Herr Lehrer Gehler erklärte sich m anerkennenswerter Weife unaufgefordert zur Leitung einest sozialen Kursus bereit. £>off ntlid) werden die Arbeiter diese Getegeupeu,
spanutheik oder Erschöpfung zur WZMst Unterstützung der Ernährung eines
~(W Stärkungsmittels bedarf, «reise jzu
fr Scotts Emulsion, denn diese ent«
• VTn hsiit in vollkommen leicht verdau-
L [//L4* luter und bekömmlicher Form wert'
ß volle, kräftigende Bestandteile. Ver-
langen Sie aber ausdrücklich Scotts „ ..... Emulsion und lassen Sie sich keine
‘•h-t^sV^ber vielen Nachahumngen auf- drängen, die dem Originalpräparat auch nicht entfernt gleichkommen.
sich weiter fortzubilden und zu schulen, freudig ergreifen und fleißige Kursusteilnehmer werden.
]:[ Mernes, Krs. Gelnhausen, 11. Dez. 1910. Zu Ehren des von hier scheidenden Herrn Kaplan Wolf, der zum Kuratus von Rommerz ernannt worden ist, veranstaltete der hiesige Männerverein, dessen Präses Herr Kaplan Wolf war, heute abend eine kleine A b f ch i e d s f e i e r. In kurzen Worten wies der Schriftführer des Vereins, Herr Lehrer Lohfink, auf die zweijährige segensreiche Tätigkeit des scheidenden Herrn Kaplan, sowohl tm Männer- verein, al8 auch als Seelsorger hin. Zur Ver- schönerung der Feier trug auch der hiesige Gesangverein bei, der durch seine schön vorgetragenen vier- timmigen Lieder bewies, daß auch im Spessart bte Gesaiigeskunst gepflegt wird.
* Nied, 11. Dez. 1910. Obwohl die kaiho- lische Gemeinde sich mit dem Bau einer Heiztmgs- Anlage befaßt und eine neue Orgel anfchaffen will, soll die Kirchensteuer von 35 auf 30 Pfg. ermäßigt werden. Die jetzige Orgel stammt noch aus der alten Simultanktrche und wurde seinerzeit mit übernommen. — Schon seit Jahren ührt die Gemeinde Nied einen Kampf mit den Städten Frankfurt a. M. und Höchst wegen des Beitrages zu den Schul- und Ar men la st en für die in den genannten Städten arbeitenden, aber in Nied wohnenden Arbeiter. Die Angelegenheit hat schon mehrmals die Gerichte beschäftigt. Jetzt ist zwischen Nied und Frankfurt eine Vereinbarung dahin getroffen worden, daß Frankfurt für 1909 4800 Jb und für 1910 55’20 Jb bezahlt.
□ Amöneburg, 12. Dez. 1910. Bei der am 1. Dez. ftattgefunDenen Volkszählung wurden in der hiesigen Gemeinde 883 Personen gezählt (1905 862), mithin eine Zunahme von 21 Personen. — Am 8. und 9. Dezember weilte Herr Bergaffessor Brockhosf von der Firma Krvpp in Essen hier, um die von dr hiesigen Stadt ge- pachteten Quarzit-Sleinbrüche in Besitz zu nehmen.
* Mamz-Mombach, 11. Dez. 1910. Bekanntlich ‘ soll bei der nächstjährigen Tagung der tonischen Katholiken zu Mainz das Andenken an die vor hundert Jahren erfolgte Geburt des Hochseligen Mainzer Bischofs „Wilhelm Emanuel v. K e 11 e I e r" feierlich begangen werden. Ganz besonders aber soll sein Andenken dadurch geehrt werden, daß in diesen festlichen Tagen der Grundstein zu einem Denkmal gelegt werden soll, nämlich zu einer dem heiligen Herzen Jesu, dessen großer Verehrer er war, geweihten Kirche, die sich mitten unter den Fabrikschloten des Arbeiterviertels von Mainz- Mombach, wo ein Kirchenbau immer dringender wftd, erheben soll.
Scotti (imteflon wirb von uns cruslchitebUch tm itofeen vertäust uud n»ur nie lot* m ch fficroidjt ober Maß. sondern > ur in oerilenelten Cvifltrc.ltla)d)en tu Karton mit unterer -chuv> matte (Kicher mit bem S>kM). Scoti u Bowne. 9. tu. b. tz. iiaSa‘nMeUe: «etlittet MebUtnat-Ledertrur 90,', prima Htvzcriu 50 0, -ulterphoOvhoriHiaur« fialt «A uRterp^o«pyo.igr «urc» Seit»» *A Pu’o. traoent 3.0, fetufler arab. Summt >jiu 20 de!ill. 4t'a et 120,0, AUotzoi 11,0. Hieizu aromatUit!« Smutfiwmlt .limr. nn'orl. -nr mi-etfim««* ie - Tros«-.
* Las Vaterunser der Soldaten.
Erinnerlich ist das Wort des Kaisers, von dem wir nnlängst berichtet haben, das er d« der Ver- eibiquuq der Rekruten in Berlin gesprochen hat. Ich wünsche, daß meine Soldaten täglich das Vaterunser beten/ Tamr Hal natürlich die sozial- demokratische Presse nut Hohn und Spott gehabt. Die liberale Presse ist mit Stillschweigen darüber weaaeaanqen. * Wie recht aber der Kaiser damit hatte geht hervor aus den Veröffentlichungen, welche vor kurzem Generalleutnant Freiherr v. Stetnacter, der als junger Leutnant 1870 im deutschen Heere gegen d" Nm"-» M«nk, «-m°»l w. I» »■” W heran ..en des Gefechtes von Saarbrücken (2 August 1870? beschreibt er die Ruhe und Zuversicht und die ungebeugte opferreiche Tapferkeit feiner Mannschaften vom 40. Hohenzollernschen Füsilier-Regiment Ihib worauf führt er die prächtige, heldenmütige Haltung der Truppen zurück? Aus den religiösen Sinn und das Gebet. Er schreibt.
nhie Rechnung mit dem Himmel hatten meine Heute alle gemacht. Von meinen katholischen Soldaten var nicht ewer der nicht die Zeit der^Ruhe zum Beichten benützt hätte, und die Evangelischen traf ich mehr wie einmal auf der Feldwache beim Lesen ihrer Gebetbücher. Ein frommer, kerngesunder Zug ging damals durch unsere Leute, und bildete d>e Grundlage für Ane Manneszucht, die die stärkste Kraftprobe überstand und nur dank der es möglich war, so manchen Fehler der Führung auszugleicheu und wirkungslos zu machen.
Zum Schluß findet dann der Verfasser noch lqeiide herrliche Worte, die ganz besonders m unserer heutigen Zeit der Beachtung wert sind:
„Es muß aber immer und immer wieder darauf hingewiesen werden, daß über allen technischen und taktischen Fortschritten in der Armee nicht vergessen werden darf, daß die moralischen Eigenschaften der Truppe, die sich in der Manneszucht außer», es sind die die Grundlage jedes militärischen Erfolges bilden Ohne sie ist keine wahre Tapferkeit. Wo aber sitzen die Wurzeln der Manneszucht i In enter wahr en Frömmigkeit und in einem ®ott vertrauen, weicht ünftLewußtsein, daß der Pflichttreue big tn den Tod der ewige Lohn wink!, das Aergste auf fidb nimmt. Familie und Schule müssen in Entwicklung und Pflege dieser Eigenschasten Hand m Hand gehen. Mit Gott für König und Vaterland! Religiöse Grundlage hier wie dort — das ist die wichtigste Forderung unserer ÖC%ie Schilderung der gräßlichen Schlacht von Vionville oder Mars-la-Tour (16. August) schließt Frhr. v. Steinäcker mit folgenden charaktervollen Bemerkungen:
Die Leute, die die Last des geschilderte» Kampfes m feiner ganze» Furchtbarkeit und Schwere eh^nvoll bis zu Ende getragen, vermochten esnurdurchch.e wahrhaft brave Gesinnung, durch den Geist, der s>e beseelte. Das Haus, in dem Gottesfurcht und Gehorsam gegen die Ellern herrschte, die Schule, 'N der mit Weisheit dem Religionsunterricht der ihm gebührende Platz gewährt wurde, hat in gemeinsamer Arbeit einen Nachwuchs herangebildet, der zu beten und zu gehorchen gelernt, infolgedessen aber auch, wie öa$ (eme Pflicht, in den Tod zu gehen, sich nicht scheute. Möge das nie vergessen werden!"
Mark, d. germg gwährte jeton 9Ukr3 ^Lebendgew) 00—00 M., (Schlachtgew.) 00-00 TO. B. ®uiien< a. vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwerles (Sebenbgew.) 45-47 Mark, <Schlachtgewtt75 -78 M b. vollfleischige jüngere (Lebendgewicht, (Schlachtgew.) 66-73 Mark, c. mäßig genährte rungere und gut genährte ältere (Lebendgewicht) 0- 00 Mark, (Schlachtaew. 00-00®!., d. gering genahrtelLebendgew.) 00—00 Mk., (Schlachtgew.) 00-00 M. C. F«rsen und Kühe: &• vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes (geben bgero.) 42—47 Mark, (Schachigew.) 75—84 M-, b. vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Ldgeio.) 41—44 Mk., (Schlachtgew.) 76 -79 M., c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte lungere !lüde und Färsen (Lebendgew.) ii—89 TO., lSchlachtg.) 72—75 Mark, d. mäßig genährte Kühe und Fmsen (Lebendgew.) 23-L1 Mk., (Schlachtgew.) 46-62 Mk., s gering genährte Kühe und Färsen (Lebendgew.) 18 -23 TO® iSAIaAtaero.) 41-50 TO. v. Gering genährtes Jungvieh lFreffer) (Lebendgew.) 00—00
(00-00 Mk. Kälber: ». Doppelender feinste Mast Lebendgew.) 00-00 Mk., (Schlachtgew.) OO-OO TOt, b. fernste Mast- (Bollmilchnmst) und beste Saugkälber (Lebendgew.) 52-56 Mk., (schlachtgew ) 86 - 93 TO. e. mittlwe Mast- >md gute Saugkälber (Lebendgew^ 47-51 Mk., (Schlachtgew.) 80—86 Mk^ ü. geringe Saugkälber (Lebendgew.) 00-00 TO!., (Schlachtgew.) 00—00 Mk Schafe: ». Mastlammer und lungere Masthänimel (Lebendgew.) 36—37 TOf., (Schlachtgew.) 76—78 TO-, b. ältere Masthäminel «"d gul genährt. Schafe (Lebendgewicht) 30-31 Mk., (Ächtachtgennchl) 72-73 Mark, c. mäßig genährte Hammel und schase (Mer,-Schafe) (Lebendgewicht) 27 -23M., (Schlachlssw^) 63-67 Mk., d. Marschschafe oder '^'^erungsscha e (Lebendgew.) 00-00 Mk-, (Schlachtgew.) 00-00 TOt, Schweine: a. Fettschweine über 3 Mitner Lebend, qewicht (Lebendgew.) 00—00 M., (schlachtgew. 00-0^> Mark, b. vollfleischige Schweine über 21/» Ztr. Lebend qewicht lLbdg.) 53.00 - 54.50 BU., (Schlachtgew.) 66.00- 68 Mark c. vollfleischige Schweine über 2 Ztr. Lebend, aewicht lÄbendgew.) 53.00-55.00 TO., (Schlachtgew, 65,00 - 68,00 M., d. vollfleischige Schweine bis zu s Ztr. Lebendgewicht (Lebendgew.) 58 00—55 00 M, ?Schlachtgew.) 67,00-70,00 TO., e. fleischige Schweme (2ebbgero8) 52.00-59.00 Mk., (Schlachtgew^) 66-68 Mark, f. Sauen (Lebendgew.) 52.00 Mk.,
00 Mark. — Das Rindergeschäft rmckelte sich langsam ab und hinterläßt Uederstand. Der ^alberhandel gestaltete sich lebhaft. Der Geschaftsgaiig bet Schafen war rege, es wird geräumt. Der schweinemarkt ver- lief mäßiq rege und bleibt em Teil unverkauft. De? Weihnachtsfestes wegen wird der Hauptmarkt auf Dienstag, den 27. Dezember, verlegt.
ein Zähler die Behausung betrat, fand er den.84 Jahre alten Wohnungsinhaber und dessen,74sähr ge Schwester in hilflosem Zustande auf. Die Ctube war nicht geheizt und das Geschwisterpaar war auch sehr mangelhaft bekleidet, so daß beide nahezu erstarrt waren. Auf Anordnung der Behörde wurden sie nach dem Krankenhause in Reichenbach geschafft, wo beide bald darauf an Entkräftung starben. In ihrem Nachlasse wurden Wertpapiere m Hohe von etwa 20000 Mark gefunden.
* Napoleons Herz gefunden? Der royalistische Senator Boissy d'Anglas hatte jüngst vom Kultus- Minister die Erlaubnis erhalten, tn der Königsgrust der Abtei von Saint Denis Nachforschungen zu halten. Der Senator war nämlich auf Grund gewisser lieber lief er ungen zu der Annahme gelangt, daß sich in dem besonderen Eisenschrei», der die Herzen der Könige von Frankreich birgt, auch bte Herzen Ludwigs XVI. und feiner nächsten Ange- hörigen befänden. Trotz eifrigster Nachforschungen blieb diese Vermutung unbestätigt, dagegen sand Boissy d'AnglaiS eine Urne, geziert mit dem Gold- buchstaben „N/. Der Deckel dieser Urne war so fest angeschraubt, daß er allen Versuchen, ihn zu öffnen, widerstand. Deswegen konnte eme Fest- stellung nicht erfolgen, ob etwa das Herz Napoleons I., dessen Initiale jenes Gefäß zeigt, wirklich darin enthalten war. Aian weiß, daß Napoleon auf St. Helena den Wunsch ausgesprochen hat, daß fein Herz in der Abtei von St. Denis beigesetzt werde, doch fehlen alle doftmientarischen Beweise dafür, daß jenem Wunsche willfahren wurde.
ruht. Den P o st d i e n st für den gangen Vatikan — also für alle darin wohnenden Prälaten, Beamte, Militärpersonen, Schweizergardisten, Diener, eingerechnet Papst und Staatssekretär - besorgen Tag für ^ag Ei (nicht uniformierte) italienische. Postbeamte, von denen der eine zweimal des Morgens, der anoere zweimal am Nachmittag den Weg von der Zentralpvst zum Apostolischen Palast zurücklegt. Die Postsachen, b. h. eingeschriebene und geivöhnliche Briefe, Karten, Pojt- anweisungen, Zeitungen mb berg! tragen sie anausi sällio in schwarzes Wachstuch eingeschlagen, ähnlich wie Reifende ihre Musterkollektiouen. Die für die Hauptbüros (Majordomat, Staatssekretarie, Palast- Verwaltung) bestimmten Postsachen werden dorlhin bireft gebracht, und eingeschriebene Briefe läßt sich der Postbeamte in ein mitgebrachtes Buch quittieren. Die an den Heiligen Vater adressierten Schreiben werden an die Anticamera abgeliefert und an einen der Ge- heimkapläne des Papstes abgegeben. Alle anderen vatikanischen Postsachen nimmt ein dazu bestimmter Beamte in Empfang, der rechts beim Aufgang zur Majordomustreppe in einer Holzbude sitzt, worin die einzelnen vatikanifchen Beamten ihre Briesgesächer haben und gdegentUd) nachfragen, ob Post für sie ange- fommen ist. Postpakete an den Heiligen Vater werden von der Zenttalpost an den apostolischen Spediteur abgeliefert, der sie wie auch die Eisenbahnkolli an den Palastoerwalter toeiterbeförbert.
Em eigentliches Pretzbureau besieht im Vatikan nicht wohl em Pressedienst. Die für den „Offer- öatme Romano" bestimmten Mitteilungen und Informationen erteilt lediglich der Kardinalstaatssekretär selbst oder im Verhinoerungsfalle fein Substitut, Monsignore Canali, bem Direktor dieses Blattes, der sich zu diesem Bchuf um die Mittagszeit in die Gemächer des Kardinals begibt. Der übrige vatikanische Nach- richtmdienst für die katholische Presse des In- und Auslandes liegt in den Händen des Monsignore Benigni, Unterstaatssckretär für die außerordentlichen kirchlichen Angelegenheiten, der auch persönlich den bet Staatssekret wie genehm erscheinenden Journalisten Auskünfte erteilt.
Wie werden nun Papst und Staats sekre- tär selbst informiert? Die Verleger bet großen katholischen Zeitungen des Auslandes senden ihre Blätter fieiwillig an die Staatsfekretarie, auf einzelne
Bei UebermüdLMg
infolge von veruftuyen Anstrengungen netznie uiäu Scotts Emulsion, die sich zur Wiederauffrischung der gesunkenen KSrperkräste in vorzüglicher Weife
Dresden. MathUdenNr. 2?m, 80. Jsej. 1909.
„Di- mir üb-rs.ndl- Fiaickc Sc-ti- Emulsion hade ich i» iirtä» selbst ü.rbraucht, mid fdbou nach tirtc Halben mutite ich weder frisch, die Müdigkeit ließ nach, ich ^beTam ein besserer AuSIchm. Rach ««rbramtz
iSiurlfton war i» rok.'tr -<wtg in »sr s° 'ft meinem ichwcron 8crufe w eder n-chaeh.-n kannte. Id» PrnpEi !wbs ich rieifach empfohlen, una überall >v->rde >nir ««rn der U.folL beilätiüt" , .
Wer bet Entkräftung, Abge-
• Frankfurter Getreidcmarktbericht vorn 12. Dez. Am heutigen Wochenmarkt war das Geschäft sehr schleppend. Landweizen wurde von den Mühlen nicht aekaust und war der Preis nominell. Fremde Weizen waren in effektiver Ware etwas billiger, wahrend Lieferungsware zu unveränderten Preisen gebandelt wurde. Roggen laa matt, Gerste ruhig. Hafer in guten Qualitäten gefragt und über Not,, bezahlt. Muis feit, Mehl unverändert, Futterartikel ruhig. KZ notieiten nach Qnalitäti Weizen hiesiger und Wetteraner 20.00-20.10 Mk., aus bem Lande abgehRt lS.0v -19.25 Mk., kurhessischer 20.00-20.20 SIL norddeutscher 20.25-00.00 Mk., russischer Nicolaiess 22 00—22.50 M., Saxonska 21.85—22.25 TO., Ulla 2 f85-22.50 Mk., Azima 21.75-22^5 TOL, La Plata 21 75—22.25 Mk., rumän. 21.75—22.25 Mark, Walla Wallo 00.00-00.00 M. — Roggen, hiesiger, 15.00 bis 15 25 Mk., auf dem Lande abgeholt 14.00—14.2a Mark, Psälzer 00.00-00.00 M. - Gerste hies. 16.50 bis 17.25 Mark., Pfälzer 16.75-17.50 Mk, fränkische 17.00-17.75 Mk., Riedgerste 16.50-17.25 Mk., ungarische 22 00-23.00 M., russische Futtergerste 12.50—12.7a Bt. — Hafer, neuer, hies. u. Wetteraner 15.75—16.25 Mk., knrhess. 15.50-16 50 Mk., bayer !5.25-16La Mk. La Plata 00.00- 00.00 Mark, russischer 14.25—14.75 Mark. - Mais (Mixed) 00.00 - 00,00 Mark, Donaumais 14.00—14.20 Mark, La Plata 14.00—14.2a Mark, Odessa 14.25—11.50 9)1., russischer 14.25—14.75 Mark. — Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — Mehl: feft. — Es notieren »ach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 31.00—31.50 Mk., siwd. Nr 0. 31.00—31.50 Mk., hiesiges Rr.l 29.00 -29.50 M., süddeutsches Nr. 1 29.00 -29.50 M„ hiesiges Ar. 3 2600 26.50 M., süddeutsches Nr. 3 26.00—26.50 M. h;eftge§ Nr. 4 22.00-2 .50 M., süddeutsches Nr. -. 2200-22.50 M. — Roggenmehl, hiesiges, Nr. 0 23.50 bis 23.75 M., do. Nr. 01 22.50-22.75 M., do. Nr. 1 2150-21.75 M. Alles per 100 Kilo inklusive Sack loko hier. Futterartikel: fest. - Weizenschalen 8.75 bis 9.00 M., Weizenkleie 8.50-8.75 TO., Roggenkleie 9 75-10.00 M., Weizen-Futtermehl 12 ^0—12.7a, Bi , Bieilreber,' getrocknet, 12.75—13.00 TO., TOatoetme 12,50—12.75 M„ Rapskuchen 12.25—12.7o TO., Mm- (uchen 12.00-12.25 M. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier bei Abnahme von 10000 Kilo.
» Srnntfuitcr amtliche Notierungen der Bichmarktpreise vom 12. Dez. Auftrieb: 1537 Rinder, 4W Ochlen darunteftOV österrch., 50 Bullen, 106o Färsen u.Kühe, 310 Kälber, 345 Schasc, 1935 Schweine, keine Ziegen. Presse für 1 Zentner: Rinder: L. Ochsen: s. vollstesschige, ansaemästete höchsten Schlachtwertes hochflens 6 Fahre alt (Lebendgewicht) 49—55 Mark, (Schlachtgewicht 91—95 TO., b. junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemästete (Lebendgew46 —49 TO., (Schlachtg.) 83—89 TO., c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere iLebendgew.) 41-45 M., (Schlachtgew.) 75-83
3. Blatt.
Vrittk und Verlag der znldaer Rctiendnickerei ie $nU>a