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Leitung

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* Ackernutzung in Preußen.

deutsches Heid).

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den Betrieben von 2 bis 5 Ar war

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(Fortsetzung folgt)

In der landwirtschaftlichen Betriebsstatistik findet lick eine Ausstellung über die Ackernuyung m Preußen L L Betrieb/größmklassen, durch die nachgewle­sen werden soll, wie verschieden in diesen das Acker- land mit Feldftüchten im Jahre 1907 bestellt tourbe^ Danach fanden sich in den Zwergbetrieben von unter y2 Hektar landwirtschaftlich beimtzter Flache

zahl 82,97, bei denen von t, ...

woraus zu entnehmen ist, daß in diesen kleinsten Be­trieben von Fruchtwechsel und von allgemeinen Durch- schnrttshekturerträgen kaum die Rede sein wird Der Körnnfruchtbau nahm bei den Zwergbetrieben 20,3a v H in Anspruch, während 3,30 v. H. auf Gemüse­bau 2,22 auf Anbau von Futterpflanzen und 1,79 aus sonstige Ackersrüchte einschließlich der Rüben entfielen Kartoffel- und demnächst Körnecftiichtbau kennzeichnet also in stärkster Weise die kleinsten Betriebe; st-bauen Feldfrüchte vorwiegend für den eigenen Bedarf, und zwar das meiste zur menschlichen Nahrung.

□ Pom preußischen Etat, der sonst so geheimnis­voll behandelt wird, werden jetzt allerlei Mitteilungen in die Oefsenllichkeit gebracht. Danach entstehen im , neuen Etat durch die Besoldungsverbesserungen usw

Am dem Uachbaraebiete.

(♦) Obrrhiiubach, 6. Dez. 1910. Am letzten Sonn­tage hielt der hiesige Darlehnskassenvcrein

Vielleicht hat der Leser Gelegenheit gehabt, einen gut dressierten Spürhund zu beobachten, wenn er am Hellen Tage ein Volk von Hühnern beschleicht, das weder am Boden hinlänst, noch dicht zusammenge­schart ist, sondeni vereinzelt unter schützenden Zwei­gen übt. Kein m-nschliwes Airgesicht ist jemals auf­merksamer, keine menschliche Gestalt unbeweglicher. Ter Hund weiß, daß der eine Vogel nur wenige Fuß von seiner Rase, zwei andere in gleicher Entfernung!

zubrreiten. ,

Hier fand er in dem Lokalblatte die Anzeige, daß auf einem Pachchofe in der Rahe von Clisford Hall eine Wohnung für Rekonvaleszenten mit frischer

weiter zu haben sei. Eine gewisse Entsemung vom Schauplatz fehler Taten erschien ihm vorteilhaft, und als seine Verkleidungen fertig waren, mietete er sich auf einen Monat Pferd und Wagen, gab ein Pfand dafür und fuhr nach dem bezeichneten Hofe. Da er an die Leichenblasse seines Gesichtes gewohnt war, schien sie ihm nicht genügend, um ihm das Aussehen eines Rekonvaleszenten zu geben; er hatte sich daher dunkle Ringe unter die Augen gemalt

auf die Handgriffe versteht, und das tue ich." — Ein anderes Mal sage ich zu ihm: »Könntest dir mal die schöne neue Kuh an sehen, die mich fünfundzwanzig Schilling und einen Krug Ale gekostet hat. Möchte wissen, was mit ihr los ist. Sie sicht aus wie der Balg einer Kuh, die an der Wand platt gedruckt ist." Er aber sagt' »Hat nichts zu bedeuten; sie ist besser im Stande als neun Zehntel ihresgleichen — braucht nur eine kleine Nachhilfe — schicke sie nur mal nach meinem Arbeiksschuppen." — »Ach", sage ich, »dein Arbeitsschupven ist beinahe wie der Kirckhos: Jeder

Schwarzbrache liegen 3,94 v H. des Ackerlandes, mehr als in jeder anderen Größenklasse.

von uns muß heute oder morgen hinkommen." Aber Sie mögen es mir glauben oder nicht, Sir, als man mir das Tier zurnckbrachte und im Stalle anbinden wollte, war es so munter, daß cs mir beinahe ein Auge ausgestoßen hat. Die drei oder vier Nachbarin­nen, die es mit ansahen, schrieen hell auf und hoben die Hände in die Lust, als ob sie an einem Stricke gezogen würden, und Bet Morgan, die Kärrnerssrau, rief: »Gebt mir schnell den Melkeimer, daß ich sie melken kann!" — »Nein, aber Milch sollst du haben", gab ich zur Antwort und schenkte ihr eine Maaß Vier- pfennigsbranntwein aus Freude über die Kuh. — So kommt es, daß Will Hope jedermanns Freund ist. Für den Obersten hat er mit eigenen Händen einen Krückstock gemacht; seitdem kann der alte Herr keinen anderen gebrauchen. Walter schwört auf Mr. Hope, und Mary liebt ihn zärtlich, denn ec hat pe eines Tages, als sic noch ein halbes Kind war, aus dem Flusse gerettet; selbst die Grubenarbeiter haben immer ein freundliches Wort für ihn, obwohl er sehr streng mit ihnen verfährt; und was Bartley betrifft, so bin ich überzeugt, daß er seinen ganzen Wohlstand nur Will Hope zu verdanken hat. — Und wenn man nun weiß, daß dieser hier im Dorfe geboren und als blut­armer Junge sortgegangen ist! Und eines schönen Tages — mir ist, als ob es erst gestern gewesen wäre — kam er wieder an, arm wir Hiob, mit einem Bün­del auf der Schulter und seinem armen keinen Mäd­chen an der Hand. Ich darf wohl sagen, daß ich sie dazumal mit allem gefüttert habe, was nur irgend im Hause war."

»Wie sah das Kindchen aus?"

»Ein armes, keines, abgezehrtes Ding war's — aber' schönes goldenes Haar hatte die Kleine."

»Aehnlich wie das von Miß Bartley?" 'So ungefähr, aber Heller war cs."

Haben Sie das Kind seitdem wiedergesrhen?" »Nein, Herr, das ist nicht mehr möglich." »Wer weiß!"

»Wirvich nicht, Sir! Nachdem Hope aus immer hierher zurück,zickommen war, habe ich ihn eines Tages nach der Kleinen gefragt; da hat er sich, ohne mir

I zu antworten, hastig abgewendet, als ob ich ihm einen ; Schlag gegeben hätte. Die Kleine wird ihrer armen 'Mutter gefolgt sein, und nun er sie verloren bat.

von seinen Ohren versteckt sind, mit einem Wort, daß sie sich allesamt in seiner Nähe befinden und davon- fliegen werden, sobald er einen von ihnen erschreckt.

Sein Schwanz zittert, aber nur einen Moment, dann wird auch dieser zu Stahl wie die übrigen Glie­der. Seine Augen starren, seine lechzende Zunge schlüpft seitwärts aus dem Maule, aber er klemmt sie zwischen die Zähne; dann duckt er langsam, lang­sam nieber und schleicht wie eine Katze dahin, zwi­schen dem Klee oder Raps oder den Rüben, womit das Feld bestellt ist.

In gleicher Weife beschloß der ränikespinnende Schuft in der Schenke zur »Schwarzbraunen Kuh", sich seinen Opfern zu nähern.

Das edle Tier wartet auf die Ankunft seines Heim und fein Bemühen ist völlig uneigennützig; der Mensch ober, der hier auf den ersten^Tagesschimmer wartete, verfolgte nur eigene Interessen, als er sich vornahm, davonzuschleichen. Er wollte ein besseres Versteck aufsuchen, als ihm die Schenke zur »Schwarz­braunen Kuh" zu gewähren vermochte, da die Wirtin derselben sowohl Hope wie Walter und Mary herzlich ergeben war und nebst wachsamen Augen und Ohren eine gute Dosis Mutterwitz zu besitzen schien.

14.

Die Schlange.

Sobald der Morgen graute, brach Monkton auf und begab sich nach Derby, um neue Verkleidungen vor-

Achastlich benutzter Flache llionenMehrausgaben. Dadurch und 159 785 Hektar Ackerland. Der weitaus größte Teil Neuregelung der Verwendung der Eisen-

davon, 71,73 v. H., war nü Kartoffeln bebaut bei fo Aßt es, bei der Aufstellung des

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qehsts ihm gut. - Aber fo ist der Laus der Welt: Gott gibt Mäuler, wo kein Brot ist, und Brot, wo keine Mäuler find. Er aber weiß am besten, toa8 Not tut- sieht er doch beide Welten aus einmal, wah­rend mir nur das Leid der Erde vor Augen haben.

Monkton begann zu gähnen; er wünschte allein zu sein, um die Pläne, die in ihm ansstiegen, zu über­denken.

Sie sind müde, Sir", sagte Mrs. Mawson; »ich will"nachsehen, ob Ihr Bett in Ordnung ist."

Er nahm es dankbar an, füllte ihr aber nochmals das Glas das sie wie ein Mann in einem Zuge leerte; dann ließ sie ihn allein, in seinem Sessel zu schlummern.

Schlummern, wahrhaftig! Nie hatten eines Men­schen Augen ruheloser umhergesehen; fein ganzes Wesen war in höchster Erregung.

Im ersten Augenblick, als die dramatis personae, denen er nachspürte, eine nach dcr andern von der a-auge dieser Schwätzerin herausbeschworen wurden, war er ebenso erfreut als erstaunt darüber, daß er, anstatt den Einen in diesem, den Andern in jenem Teile von England suchen zu müssen, sie alle gleich, sam unter feiner Hand vereinigt gefunden. Dann aber sah er ein, daß sie einander unbequem nahe stan­den und daß ihre enge Verbindung den Angriff be=

Ausland

*♦ Rückgang des französischen Handels gegenüber dcm Deutschlands. Im Lause der allgemeinen Be­ratung des Handelsbudgets in der Deputiertenkam­mer beklagte >P iss e n n i c r das Zurückgehen des französischen Handels gegenüber demjenigen Deutsch­lands und schob die Gründe hierfür den übertriebenen Eisenbahntarifen zu, sowie den unzulänglichen Trans­portmitteln, dem Ausrvandern ftanzösischen Kapitals ins Ausland und dem nicht ausreichenden ftanzösischen Fachunterricht. Segnungen der Republik!

** Nene Kämpfe in Französisch-Afrika. Wie das »Journal" meldet, ist im Kolonialministerium ein Telegramm eingelanfen, daß am 19. vorigen Monats in der Gegend von Drijele, der Hauptstadt des Sul­tanats Massalit, ein schweres Gefecht zwischen fran­zösischen Truppen und Eingeborenen stattgesunden habe. Eine Kolonne Schützen, kommandiert von dem Oberstleutnant Moll, wurden von den vereinigten Sttcitkrästcn zweier Sultanate angegriffen. Der An­griff wurde scharf zurückgewiesen. Der Feind flüch­tete unter Zurücklassung zahlreicher Toten, unter denen sich der Sultan Tadiadir befand. Dcr Sultan Toud- mourah, einer der ärgsten Franzoscnfeinde, ist ver­wundet worden. Auch auf französischer Seite waren zahlreiche Tote und Verwundete.

Die Parzellenbetriebe von % bis unter 2 Hektar landwirtschaftlich benutzter Fläche zeigen schon ganz andere Ackerbauverhältnisse Hier waren von 589 667 Hektar Ackerland nur noch ungefähr halb so viel wie bei den Zwergbetrieben, nämlich 36,77 v. H mit Kartoffeln bestellt; die Körnerftüchte nahmen 49 78 v H. in Anspruch. Mit Futterpflanzen wa­ren 5 67, mit Gemüse udn Rüben 2,79 und mit sonsti­gen Ackerfrüchten 2,38 v. H bebaut. Die Ackerweide und die Schwarzbrache taten hier auch schon mit 1,60 bezw. 0,83 v. H. des Ackerlandes auf. Bet den Par- zellenbetricben überwiegt der Körnerftuchtbau; erst an »weiter Stelle steht der Kartoffelbau, und demnächst macht auch die Gewinnung von Futter für die be- stächtliche Viehhaltung (Kühe, Schweine, Ziegen, Gc° Flügel) ihren Einfluß auf die Nutzung des Ackerlan­des geltend.

Die kleinbäuerlichen Betriebe (von 2 bis unter 5 Hektar) beruhen wirtschaftlich vorzugs­weise auf dcm Kömerfruchtbau. Hierfür benutzten sie von 1 280 613 Hektar Ackerland 61,27 v. H. Dem Kartoffelbau widmeten sie nur 20,44, anderen Hack­früchten 3,23, dem Gemüsebau 1,98, dagegen dem Bau von Futterpslauzen und Rüben 8,71 Hundertteile. Ackerweide und Schwarzbrache nahmen 2,79 bezw. 178 v H. des Ackerlandes in Anspruch. Die Ackcc- landnutzung steht auch hier zu einem Bruchteile unter dem Einflüsse der sehr ausgedehnten Viehhaltung. Ber den mittelbäuerlichen Betrieben (5 bis unter 20 Hektar), die 4 525 767 Hektar Ackerland ha­ben erreicht der Körnerbau schon 65,18 der Acker­fläche. Mit Zuckerrüben waren 1,14, mit Kartoffeln 1301, mit Gemüse 1,34, mit sonstigen Ackerfrüchten 3,98 ki. H. bestellt, während 8,21 v H. für den Anbau von Futterpflanzen und 4,34 zu Ackerweide bestimmt waren, 2,80 v.H. aber als Schwarzbrache dalagen. Die großbäuerlichen Betriebe (20 bis un­ter 100 Hektar), deren Ackerfläche auf 5 249 032 Hek­tar ermittelt worden ist, widmen dem Körnerbau davon im ganzen nur noch 62 00 v. H. und nur 8,85 dem Kartoffelbau. Zuckerrüben nehmen 1,88, Gemüse 0 86 sonstige Ackerfrüchte 4,54 v. H. in Anspruch, rJäennb auf Futterpflanzen 8,86, auf Ackerweide 8,30 tirb ruf Schwarzbrache 4,71 v H. entfallen.

(Lin gefährliches Geheimnis.

45] , 01! an ui zwei Bänden von Charles Rrade.

Mrs. Dawson", gab Monkton mit feierlichem Ernst zvr Antwort, »da Sie mir die Ehre antun, nach meiner Ansicht zu fragen, fo muß ich gestehen, daß es wie die Dinge liegen, sicherlich zu Zank und Streit, ja sogar zu einem Kampf auf Tod und Leben kommen muß."

„Das muß es, Sir, and auch Will Hope wird Partei nehmen müssen. Es geht zur Zett nicht mehr an jedermanns Freund zu fein, wenn das auch eigent­lich in seiner Natur liegt."

Montton's Augen schossen Jener; aber im nach-, ft»« Moment hatte er alle Anzeichen der Erregung niedcrgekämpft und fragte, wer Mr. Hope wäre.

Mrs. Dowson's Gesicht verklärte sich bei dem Ra­nen ihres Lieblings. »Wer: Mr. W ist? sagte te Jedenfalls der klügste Mann m Derbshnc, aber daneben leider auch Bmllep's rechte Hand. Er hat die Kohlengruben unter sich und, ist, was man em Faktotum nennt. Er ist der ge-chrcktesie Mann n England, er erfindet Maschinen und kann eb-nsc aut eine Geige machen, wie daraus spielen, und alle Uhren, und Taschenuhren und Schubkarren macht er den Leu. tcn wieder zurecht und nimmt ihnen keinen Pfennig dafür ab. Er macht sich zu gemein, und ich sage ihin das auch oft genug. »Warum läßt du dich so von allen überlauten," sage ich; »du hättest verdient, daß ich dir meine zerbrochenen Kannen und Töpfe zum Ausflicken bröehte." — »Das tue nur", gibt er zur Antwort; »es ist keine Kunst dabei, wenn man sich

5. Blatt.

vntck unk Verlag der Fuldaer Aetiendruckerel tu zulda.

M 281.

Donnerstag 8. Dezember 1910.

37. Jahrgang.

sowenig wollte der Wirt oas roigen, Szene den Rücken zugewendet W, Auch mchere bettet bezeugen, daß sie in der betreffenden Gastwirt, schäft wegen ihrer Arbeitswilligkeit 8emißhmrd-tt seien. Der Wirt und die Wirtin haben sie deshalb ebenfalls bedroht und ihnen gesagt, sie sollten sich schämen. Ein Zeuge will beobachtet haben, daß ein Mann den er für einen Kriminalbeamten hielt, an verschiedenen Stellen wiederholt »Bluthunde gerufen habe Bei den Verhandlungen am Dienstag bekundet der Potticr Hofmann als Zeuge daß die Leute von den Schutzleuten mit gezogenem Sabel vor sich her ge-, trieben wurden. Wen die Schutzleute erreichter^ bet- Sam einen Hieb über das Kreuz. Ern alter Mann,. bet ganz allein seines Weges ging, wurde zu Boden, geschlagen, obwohl er rief: „Ich habe doch gar nichts. getan!" Der Zeuge Papierhändler Dreh hat ebenfalls, beobachtet daß Leute ohne jede Veranlassung von der - Polizei geschlagen wurden. Diesen Aussagen wird. von anderen Zeugen widersprochen.- Der mifbcn 12. b M. vor bem Schwurgericht anges etzt gewesene Termin in dem Prozeß gegen die °ls Rädels­führer in den Moabiter Exzessen angesehene Per- fonen ist enbgiltig aufgehoben worden. Die Ver­handlung soll erst im Januar stattfinden - Ter Pol -, zeipräsident hat gegen den Vor w a r t s «traft anttag gestellt wegen eines Leitartikels der sch mit den Moabiter Stteikkrawallen beschäftrgt und in dem _ die Behauptung ausgesprochen wird die aufreizenden, Rufe aus der Menge seien von Poltze,beamten In Zivil aus gestoßen worden.

* Der „Kamps gegen den Zopf" nimmt in China immer ausgedehntere Formen «». In den tetzten drei Tagen Haden sich allein 11000 Chinesen bereit erklärt, das überflüssige Schmuckstück ihres Hauptes zu beseitigen. Aus dem Tod eines Heizers, der mit feinem Zopi in einer Transmission hangen blieb, von den Rädern der Maschine ersaßt und zermalmt wurde, hat die AntizopftLiga großes Kapitals geschlagen. Sechs reiche Chinesen gaben rhren Lands. leuten ein Beispiel, in dem sie die Zopfabschneldung zu einem großen Feste erhoben.

I, den Großbetrieben (100 Hektar und bart'(er), für die 1982 388 Hektar Ackerland nachge- wieicsind, bleibt der Anteil der mit Körnerfrüchten hebrnteü Ackerfläche hinter jenem in den großbäuerli­chen -und kleinbäuerlichen unö vollends den mittel- bäuerlichen 28 rtfdurften zurück; er nimmt nur 56,96 n .<-■>. des Ackers in Anspruch. Aus Kartoffelbau wer­den ll,91 v. H verwendet, also merklich mehr als in den großbäuerlichen Betriebe^ aber weniger, teilweise Diel weniger als in den mittel- und kleinbäuerlichen. Demgegenüber treten der Zrrckerrübenbau mit 4,73, ber Anbau von Futterpflanzen mit 11,35 v. H. starker als in asten übrigen Größenklassen hervor, naturgemäß auch der Anbau sonstiger Ackersrüchle (5,27 v. H). D'e '"ckerweide (5,29 v. HI ist hier am ftärfften nächst 3er der großbäuerlichen Wirtschaften, und in der

vermischtes.

* Ein Stahlluftschiff für den Passagierverkehr soll in H a n n o v e r gebaut werden. Die zur Aufnahme der Passagiere and Bedlenungsmamsschasten notwen­digen Räume sind innerhalb des Luftschisskorpcrs an­gelegt, so daß das Lufischiff den Eindruckeurerflie­genden Röhre macht. Dadurch ist eine völlige Ruhe bei der Fahrt von Passagieren gewährleistet.

* Wegen Verrats militärischer Geheimnisse verur­teilte das Kriegsgericht in Wilhelmshav,en den Obermaaten Jacob zu sechs Zähren Zuchthaus.

* Die ehemalige Zirkuskilnftlerin Duirien hat aus dem Flugfeld von Etamps mit einem Zweidecker den Rekord für Fliegerinnen geschlagen indem sie in 1 Stunde und 9 Minuten nahezu 60 Kilometer zuruck- legte. Die Dunkelheit zwang sie, den Flug abzubrechen.

* Dcr Moabiter Krawallprozeß in Berlin dürft« jetzt aus ber Periode der endlosen Widerspruche her­auskommen. Nach Mitteilung des Staatsanwalts am Montag haben sich 70 neue unparteiische Zeugen ge­meldet die nach ihren Erfahrungen aussagen wollen, wie die Exzesse sich abspielten 42 von die m Per­sonen sind vorgeladen. Em Angeklagter Küche, der mit Steinen geworfen hatte, wollte auf der Polizei­wache gemißhandelt fein, während cm gleichzeitig dort anwesender Zeuge aussagte, die Beamten seren eher M anständig gewesen. Auch Zeugen behaupteten, dem Manne sei nichts geschehen. Der Angeklagte Trepkowski ist Gewohnheitstrinker und hat schon °ft Krakehl mit der Polizei gehabt. Er weiß von nichts mehr Auch andere Angeklagte haben vergessen, was eigentlich passiert ist, sie wollen angetrunken gerne,en fein — Ein arbeitswilliger Kohlenarbeiter war m einer Schankwirtschaft mit Gummischlauchen und Fäusten bearbeitet worden, well er erkart hatte ihm ei es egal, wo er tätig fei. Bei ber Aussage dieses Zeugen kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwi­schen dem Gerichtspräsidenten und dein Verteidiger ®r Liebknecht, der die Fragestellungen bemängelte. Der Gerichtshof erklärte die Beanstandungen der Fragen für unbegründet. Der Zeuge konnte nicht nut Be-

Ltterarisches.

„Der Bürge", von Hall Ea ine. 3 Bünde in einem Bande, ungebunden 5 Mk., geb 6 Mk. (Verlag Degener, Leipzig).

Der Autor hat sich bereits durch verschiedene R> mane großen Stiles in der ganzen Welt einen glaw, zenden Namen erworben, vor allem durch den „ i lorenen Sohn" und durch den „Manksmann". „Der, Bürge" wird feinen Ruhm noch erhöhen. Es ist eme stacke Speise, die uns da vorgesetzt wird und sie braucht stacke Herzen, sie zu würdigen. Daß die gewaltigsten Leidenschaften enffesselt werden können, ohne wie es jetzt in der deutschen Literatur Mode ist, das feinere sittliche Empfinden zu verletzen, hat Catn« in diesem Werke glnzend bewiesen. Dabei fesselt der, Roman von Anfang bis zu Ende in einer ganz selten unzutreffenden Weise. Die straffe Linienführung und, die knappe Dasstellungsform sind bei ihm In ausge­sprochener Weise Vertreten, daneben ober auch eine In­nigkeit des Gefühls, wie man sie nur selten findet, ein tiefer sittlicher Ernst, eine so echte Realistik und eme so vorzügliche Art der Verwebung der Naturschilde- rung in die vorderste Reihe der zeitgenöffischcn^Ro» manfchriMeller stellen nmß Eine eingehende schil- berung des Inhaltes wäre nicht leichtes» außeror. denllich reich ist der Roman. Zwei schöne nordische Iützen finb in diesem prnchiDOÜen mobetnen Roman verflochten: Zwei Stiefbrüder ,durch eigenartige Um­stände voneinander getrennt, treten sich unbekannt auf das entschiedenste im Leben entgegen, der eine, um den Fluch ber Mutter an seinem Vater zu erfüllen, ber an- bere, seine Schuld wieder gut zu machen an der verlas­senen Mutter und den Ihrigen Zwischen beiden steht die von beiden geliebte, lichtvolle Gestalt eines liebens­wert cn und auftpfcrnden WeibeS. Rach den häckesten und schrecklichsten Schicksalsschlägen begegnen die »rü­ber sich ohne sich zu kennen als Verbannte in den Schwefelmienen. Die Bruderliebe zwingt sie doch ohne daß sic es ahnen, in ihren Bann, bi» schließlich der eine als Bürge für den andern den Tod erleidet.

macht worden. , ,

** Den Kampf gegen den Jesuitenorden betrachtet die »Tägliche Rundschau", das Organ des Evangelischen Bundes, bekanntlich als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Wir hatten unlängst ihrer Be­hauptung widersprochen, daß der Orden eine Kamp­fes organlsation gegen den Protestantismus sei Das will das Blatt nicht gelten lassen, sondern es behaup­tet nach wie vor, daß die Gesellschaft Jesu „satzungs- mäßig den Protestanttsmus bekämpfe". Das ist zwar nicht wahr, aber es Ist zwecklos, mit Leuten zu streiten, die sich nun einmal nicht belehren lassen wol­len. Rur auf eine Stelle in der Auslassung der »Täglichen Rundschau" möchten wir eingehen. Das Blatt schreibt nämlich in Nr. 565:

.Der Jesuitenorden vermag sich daher die Sym­pathien der ganzen kalholischen Bevölkerung auch jetzt nicht zu erwerben; er wird vielmehr, wie schon betont, allen den Katholiken, die heute schon unter dem Druck des »Sykophantentnms" stöhnen, erst recht unwill­kommen fein müssen."

Zunächst wird wohl auch die »Tägliche Rund- schau" elnschen, daß sie sich lächerlich macht, lvenn ie im Namen der Katholiken reden will Das mag te für Katholiken tun, die mit ihrer Kirche zerfallen ind, aber die erdrückende Mehrzahl ber deutschen Ka­tholiken wird es runbtoeg ablehnen, ein fo fanatisch katholikenfeindliches Blatt als ihr Sprachrohr gelten zu lassen Aber wir drehen den Spieß einmal um. Wenn die »Tägliche Rundschau" im Namen der Ka­tholiken sprechen will, so dürfen auch wir wohl einmal im Namen von Protestanten reden. Es ist doch eine Tatsache, daß eine große Anzahl von Pro­testanten den Evangelischen Bund rundweg ablchnen, weil sie in seinem Tun und Treiben eine schwere Gefährdung und Störung des konfesstonellen Friedens erblicken. Was würde nun die »Tägliche Rundschau" sagen, wenn wir des­halb die Niederlassung des Evangelischen Bundes im Deutschen Reiche verboten sehen möchten?

wurde u. a. auch beschlossen, im Februar flachsten Jahres das 25jährige Jubiläum des Bereins zu feiern. Als Jubiläumsgabe wurden 200 Mark zu einer Pfarrbibliothek und 50 Mk. für die schuler- bidliothek verwilligt. _,

„!" Aus der Rhön, 7. Dez. 1910. Die Rhöndörser stehen jetzt im Zeichen des eleklrt- chen Lichtes. In Gersfeld, Hettenhaus n und Rothemann sind derlei Anlagen schon vorhanden, und in Lü ter, Rönshausen und Döllbach m An­griff genommen. Wie man hört, geht auch Weyhers mit dem Gedanken um, eine elektrr- che Lichtanlage zu schaffen. 3» diesen Anlagen wird in den meisten Fällen die Wasserkraft be- nutzt, so in Lütter die sogen. Mittelmühle. Bis- ber brennt in dem eben genann en Orte schon bas elektrische Licht in der Brauerei und Wrrt- schast 'selbst, im Pfarr- und Schulhause, rn der Kirche und einigen anderen Gebäuden. Die Ar­beit/ welche von Herrn Backes-Fulda geleitet wird, schreitet rüstig vorwärts, sodaß m futter Zeit alle Besitzer mit diesem so praktischen Lichte verleben sind.' — Der Landwirt Andreas Keßler in Völkrsleier fiel von der Scheunenletter aus die Ter ne und erlitt einen Schädelbruch, so­daß sofort der Tod eintrat.

* Obertiefenbach, 6. Dez. 1910 In der hiesigen Mord fache, die ununterbrochen das Tagesgespräch bildet, war gestern wiederum der Untersuchungs­richter aus Limburg hier,, in .^egleltung mehrerer Aerzte und Juristen. Die Lerche des Bilderhand lers Kersting wurde ausgegraben und im .-Ethans von neuem untersucht. Wie verlautet, soll man den Schädel mit der Schutzverletzung abgetrennt haben, um ihn für die etwaige ssMere Verhandlung zu präparieren Es folgte eme nochmalige Orts- besichtigung; auch Schießversuche wurden angestellt. Die weitere Vernehmung von Zeugen und Sach­verständigen dauerte den Nachmittag über.

beutenb erschwerte. ,

Aber auch bas wurde ihm augenblicklich Var, daß es ein Fehler sein würde, von vornherein einen festen Plan für seine Handlungsweise zu entwerfen. So vorteilhaft ein solcher unter Umständen fein mag — immer wickt er in gewisser Weife lähmend auf die SchnelliÄeit der Bewegungen; hier aber mußte jeder . —,—a --------- „ ..

Wechsel der Situation ebenso rasch benutzt als eckannt, | Milch, frischen Eiern, selbstgebackenem Brote und jo jeder Schuß im Fluge abgefeuert werden. ' ------ r t rc:“