Leitung
«Juldaer
Der Altar in Wetters.
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das
ist in
stern vnverletzt heraus.
Und nun hat er nach mehr als dreijähriger aben- tenerlicher Fahrt Unerschöpfliches zu erzählen. Hedin weiß, daß die ganze gebildete Welt seinen Worten lauscht, und sie wird ihm auch diesmal jvieder dankbar sein für das neue prächtige Werk, das er zum Weihnachtsfeste beschert hat und das so manche Sehnsucht der Herzen in die Ferne auf einige Zeit wieder stillen wird. Ein Forscher von anerkanntem Verdienst, ein Schriftsteller von hinreißendem Temperament, und dazu ein Zeichenkünstler, der auch dieses sein Buch wieder mit einer Fülle von Zeichnungen bereichert hat, die mit dem Scharfblick der photographischen Kamera wetteifern. Alles das tritt auch äußerlich in den, vornehmen Gewand vor uns hin, das die Eigenart der Brockhans'schen Verlagswerke ist. Sticht zu vergessen der dem Werke beigefügten Karte von Perfien, die als
Ueber -en Wert der Milch als Nahrungsmittel
zuführen.
Die gesamte Pflanzenwelt, vornehmlich der Wald, liefert Sauerstoff in Massen, unsere Zimmerpflanzen teaimen dabei gar nicht in Betracht.
W 277.
Samstag »eit 3. Bejemb« IW.
37. Jahrgang.
Auch möchten wir noch Hinweisen auf einen Mar- aufsatz, der demjenigen in Welkers schr nahe kommt. Es ist der Altar in der Kapelle zu Leibolz bei Eiterfeld. Vermutlich stammt er aus der Hauskapelle des alten Schlosses in Leibolz, das vor kurzem durch Brand zerstört worben ist. Auch hier eine überaus plastische Kreuzigungsgruppe voll Leben und entsprechender Haltung Würde dieser Altarafsatz von einem tüchtigen Meister renoviert und bekäme er die erspre- chendc Fassung und Umrahmung, so würde er ein würdiges Gegenstück zu dem Welkerser Mare wer- S«n to-
Sven Hedins „Zn Land nach Indien"*)
ent3£‘ unentbehrlich ist sie insolgedefsen auch sür SÄwache und Kranke. Nicht so notig ist der M.lch- aenuß für Erwachsene die sich in emem^gnt entwickelten körperlichen Zustande bcjinben. Immerhin sMte auch für sie die Mahnung dienen: mehr
Milch desto mehr Nahrung und Kraft. Es ist ja aus dem alltäglichen Leben zur Genüge bekannfi .ei- der jedoch zu wenig beachtet, daß dre Milch kusche Wangen unb frohe Gesichter macht gesundes Blut,
4. Blatt.
Druck und Verlag der Znldaer »etiendrcckere in Mda.
In Heft 11 des Kosmos f^reibt ®r Weber: Pflanzen nehmen die für uns ® °
lens-iure aus der Lust auf und atmen d-ssur dm unserm Leben notwendigen Sauerstoff aus. DaS ist ein sicheres Ergebnis der Naturforfchung - folglich ist es heilsam und tätlich .recht viele Zimmer- nssmiren ,u halten' So hört man das alte Lied immer wieder mit rührmder Beharrlichkettfingminnd - hält Zimmerpflanzen mit rührendem *
Run, wir sind selbst große Blumenliebhaber unb wissen sehr wohl, wie gut gepflegte Blutenstocke oder Blattpflanzen die Räume des Hauses zieren, ab er wir pflegen sie n i ch t um der Gesundheit willen, sondern aus rein ästhetischen Gründen. Es ist ein Ab er. glaube, daß sie die Lust verbessern. Jeder, der seine Blmnen selbst gießt, weiß wie unangenehm ber widerliche Erdgcmch ist, den die Blumentöpfe sofort nach dem Gießen aushmichen, zumal wenn sie vorher eingetrocknet waren. Das aber solle,: sie nach Vorschrift der Gärtner sein, ehe man den Pflanzen von neuem Wasser gibt, nan'.entlich außerhalb der Vegetationsperiode. Die Wurzeln werden sonst leicht faul. (Sumpfgewächse, wie Kalla, Oleander usw machen natürlich eine Ausnahme bis zur Ruhezeit.) Das ist ja nun weiter nicht schlimm mit diesem vorübergehenden Geruch. In wenigen Minutei: ist er durchs offene Fenster verflogen, aber „gesund' ist er doch «W- Gesund" sind auch die Ausdünstungen nicht die sich ständig von der Außenfläche der Blumentöpfe der Um- aebung mitteilen, aus den Lagern von Schimmelpilzen usw. die dort gedeihen. Vermindern kann man ja sie durch öfteres Abwaschen der Töpfe, aber nicht ganz beseitigen. Schadet schließlich wohl auch nichts — dagegen bleibt doch der heilsame Emfluß der Z»n- merpflanzen durch ihre „Atmung'. - Gemach! Em klein wenig Rechenschaft. Es wird nur wenige Lieb. Haber geben, deren Zimmerpflanze,: jährlich einen Zil- wachs von 1 Kilogramm an Holz, Blattern und^Wur- zeln liefern (in trockenem Zustande gedacht,) ^hen wir hiervon die darin enthaltenen »Salze ab, d. h. die Asche die beim Verbrennen zuruckble:be>: tourbe, so ist es' schon weniger. Weit geringer als dieser Rest ist das Gewicht des reinen hierin enthaltenen Kohlenstoffs: noch lange kein Pfund. Diese geringe Menge Kohlenstoff haben unsere Pflanzen aus der Lust in der Form von Kohlensäure aufgenommen, deren Sauerstoff ste steigaben — und zwar rund 1 Kilogramm. Nur dies eine Kilogramm Sauerstoff liefern einem großen Blumenzüchter feine Zimmerpflanzen während eines ganzen Jahres Er erzielt das nämliche Ergebnis, wenn er täglich etwa ein Hundertstel Kbm. ftische Luft in seine Wohnung herein- läßt, d. h wenige Augenblicke ein Fenster ansmacht. Die Luftmenge aber, die Tag für Tag nicht nut durch die offenen Fenster, sondern auch durch die Mauern in unsere Wohnung cinströmt, beläuft sich auf sehr viel mehr Diese Heine Rechnung erklärt auch den Aus- spruch PettenkoferS, daß eine ganze Linden-Allee gerade so viel Sauerstoff erzeuge, um einem Studenten in seinem Dachstübchen die notwendige Lebenslust zu-
ble alleneueste im Hinblick °uf die p°litische Weltlage ein aktuelles Interesse hctt. Aufnach die Winterreise der deutschen Leser,au
lichen Novemberstürmen in das Land der Sonne uno der Palmen. Ja unter Palmen . ■ > _
finb^eutmtoae ist die Erkenntnis von der hohen Be- beutuua ber Milch als Nabrungsmittel in alle Volks- Zf’ nebrunaen und ihre Bewertung liegt bann begründch daß sie alle für den Menschen nötigen Nährstoffe in leicht verdaulicher Form enthalt.
Die Milch stellt eine undurchsichtige, in si^r dim- nen Schichten durchscheinende, weißgesarbte Flussjgke sckmacken Geruch einen angenehmen Geschmack ves:tzr. Sie besteht' hauptsächlich aus Wasser, Fett, Kasestoff, letzteren der phosphorsaure Kalk als Knochenvuoner die bedeutendste Rolle spielt ~ r. h.
In Rüchicht darauf, daß die organischen Bestandteile der Milch in einer Form m 'hr enthalten sind, die eine vollständige Aufnahme derselben durch den Organismus gestattet, kann es als wahrschemlichgel- teu3 daß die Verwertung jener Bestandteile be: ettra längeren Anwendung der Milch, insofern diese dem Körper nicht im Uebermaß zugeführt wird nahezu Lständch vor sich geht. Unter
Rabrunasstoffen wird das Fett der Milch weit bester verwertet als das Fett des Fleisches. Vergleicht man in Be'ua hierauf das Fett des Eies, welches als em für bie menschliche Ernährung von de:: Natur vorg^ sehenes Erzeugnis angefegen werden kann m: dem ber Milch so findet man keine erhebliche Abweichung in^der Verwertung dieses Nährstoffes bei beiden Na^ rungsmitteln; beim das Milchfett wird durch den ' Organismus ebensogut verwertet wie das Fett des
Milch nahe kommt in ^r ^genschaft als Durftstillungsmittel das frische nattirliche --l'st, ches außer seinen erfrischenden Eigenschaften h einen zimtlich bebeutenben Nährwert besitzt und wegen seines ebenfalls sehr hohen Wassergehaltes a s Tnrst- stillungsmittel allen anderen Ersatzgetranken, denen der Nährwert fehlt, enffchieden vorzuziehen ist.
Für die Hausfrau hat die weit billigere Milch einm noch ganz besonderen Wert insofern, als sie sich SS SWS Ä«u Ä Milcherzeugnisse noch viel zu wenig S/wurdigt, W- der Abendmahlzeit vollkommen ersetzen können.
Aus Gesagtem geht zur Genüge hervor, daß d.e Aufgabe, welcher die Milchwirtschaftfirdu emährung zu genügen hat, darin besteht, tvi oer w Annen und Reichen eine gleich wertvolle U>eife 1ben Kindern das beste Ersatzmittel für die Mullermuck und Kranken und Schwachen Erquickung und r^bst m bietm In der Butter soll sie Tisch und Kucke mit dem' edelsten Speisefett versorgen und m den Käsen teils kräftige Nahrungsmittel, teils hochge- schätze Genußmittel liefern
Es ist aber nicht zu leugnen, daß beimGenuss der Milch eine gewisse Vorsicht am Platze ist. denn eine frisch ermollene Milch, die bis zujhrer Ablieferung in den Haushalt nicht bie sorgfältigste Behandlung erfährt, ist zum Frischgenuß ungeeignet. Um sich Nutzer vor Gefahren, die der Genuß roher M ch mit sich bringen kann, zu bewahren sollte die Milch selbst von Erwachsenen nur m gekochtem Zni-sind genossen, Säuglingen und kleinen Kindern me anders als in fterelifiertem Zustande gereicht werd«. Rem lichkeit und Abkühlung der Milch sind daher, abge- ebm von der die Tötung ber Keime bezweckenden Behandlung, dem Sterelisieren, Maßnahmen deren strengste Besolgung die beste Gewahr für emegun stige Nährwirkung des Milchgenusses leistet. Es gllt dies nicht nur für die Kindermilch, sondern auch für bie sogenannte Kurmilch, die besonders Genesenden und Schwachen eine gedeihliche Nahrung darbieten
») Zu Land nach Indien durch Persien, Seistan, Belutschistan. Bon Sven Hedin. Mit 308 ein» und mehrfarbigen Abbildungen und zwei Karten. In zwei Bänd« elegant gebunden 20 Mark. Auch in 86 Lieferungen zu je 50 Pfennig. (Leipzig, Brockhaus.)
®iC^eit wichtiger als das Fett sind die Eiweißstoffe; die hohe Bedeutung des Eiweißes für die Ernährung ist allgemein bekannt, seit Liebig's grundlegende Forschungen es zum wichtigsten aller Nährstoffe und zur hauptsächlichsten Quelle aller Muskelkraft gemacht haben^ Daher kann auch das Bier wessen fern er Armut an stickstoffhaltigen Bestanbteilen die Flei ch- nahrung niemals ganz erjetzen; als Beweis bafur dient die Tatsache, datz tue Biertrinker ihren Etwe®- bebarf mit Vorliebe in Käse, dem wichtigsten Milch-
di-EIE'-ft- 'Mm bei ber Ernährung die unter dem Namen „Kohlehydrate' bezeichneten Nährstoffe, zu deuen dcr m der Milch vorkommende Zucker gehört. Sie sind für Ernährung bet Tiere sowohl als des Menschen von außerordentlicher Wichtigkeit; beniiie« rst nmmd«- feolich bewiesen, daß diese ftlckstoffftcten Nährstoffe b-i ihrem Verbrauch im Körper Muskelkraft zu l:e- ™ di- Ti.m,ilch '°. d°i Au'i-
des tierischen Skeletts unbedingt erforderlich ist so muß den Säuglingen die Wohltat der Mutterbrust oder eine künstliche Milchetnährung zuL«l werden, wenn die körperliche Entwicklung des Kindes eine normale sein soll. Daraus folgt schon, daß sm die Säuglinge, denen aus irgend einem Grunde die Mutterbrust sagt bleiben muß, sowie für die Kinder tn ben ersten Lebensjahren die Milch das wichtigste Nahrungsmittel bildet das die Natur bietet. Die Kinder brauchen notwendig Milch; sie genießen nichts lieber als solche- es ist eine wahre Versündigung gegen 6>e> suudheit und Leben des Kindes, ihm.die Milch zu
Für die Milchwirffchast kommt bie Milch verschiß bener Haustierarten, des Rindes, des Schases^ b« oieae und des Pferdes in Betracht Die Milch des Rindes die Kuhmilch, nimmt jedoch tut allgemeinen die hervorragendste Stellung ein, well ste einmal in aröüter Menge erzeugt wird und zweitens als unnut- Albares menschliches Nahrungsmittel, sowie zur Her- stellung von Butt« und Käse am meisten Verwendung
sübrt Selbst die kalte Jahreszett tut dem steigenden Milchverbrauch keinen Abbruch, da bie schwach er- mm- Mlck in geschlossenen und fest zugedeckten S.T- S. "ww °»d>°«"”■
Hl dal Zu glücklicherer Stunde konnte nicht wohl ein 1 B»ch „KiL -l- dl-I-- N-U- »ml!>;
Mit gespannter Aufmerksamkeit verfolg die ganze Welt ben Todeskampf des persischen Reiches, an dessen Sterbelager bie »barmherzigen Samariter , England unb Rußlanb, sitzen, um — die Erbschaft eifersüchtig zu überwachen! Wird das Reich des Cyruki und Darius das ehemals das ganze ungeheuere Asien be- herrschte, aber schon seit Jahrhunderte unter dem Sande seiner Wüsten unb Trümmern seiner einst gewaltigen Städte wie begraben liegt, sich noch einmal aufraffen, seine Krankenwärter vertagen unb nochmals dem Orient seine Gesetze vorschreiben?^ D:e Geschichte einer halben Welt ruht in dieser «tage, unb nun fommt kein Geringerer als Sven Hedin, der berühmte Entdeckungsreifende, um uns die Geheimnisse Persiens zu entschleiern und die ungezählten Tausende seiner Leset mit sich zu führen zu einem Erobermig-zuge in das Land ber Sonne unb des Löwen ^nd wieder ist es ein Siegeszug des Forfchers wie des Schriftstellers M R0s- dmch P-ch-» I» „„„ teilen atenleueWen Dnechqnenim Tib-l« dl, er mit seiner größten Tat, der wunderbaren Entdeckung des „Transhimalaja', krönte. 40061 SMometet von Saturn am Schwarzen Meer bis llttiM, von wo ihn die englisch-indische Eifenbahn an den Rand der Hochebene Tibets befördette, und von dieser unge- beueren Strecke 2400 Kilometer schaukelnd aus dem Sckiff ber Wüste, dem Rücken des Kamels, solch eine Leistling nur so als Vorspeise hat wahrlich etwas fast Uebermenschliches unb flößt vor dem Wagemut und der hartnäckigen Ausdauer ihres HeldenAmnier wieder Bewunderung und Staunen em. Und was $at £>eotn wieder alles erlebt und gesehen, welch uberwaltigenbe Flucht von Bildern führen seine Feber und sein Zei- lieber an dem gebannten Auge des tefer® tnrüber! Wie ein Sturmwind fegt es durch die ersten Kapitel des neuen Werkes. An ben Ufern be3 ©cb - zen Meeres, in Batum, steht bie Revolution m hellen Lammen bie Sttaßen sind nur noch _ber Schauplatz Mr Mord' unb Totschlag unb für bte Salven der rul- rtidien Kosaken; jeden Augenblick kann eine Bombe die Naphtareservoirc eichünden und die Stadt m em Feuermeer verwandeln! Hedms spnchivortlu) g. wordenes Glück läßt ihn diesem Sodom und Gomorrha entiommeu. Bei Tag und Nacht von .ur- dischen Räubern bedroht, weiß et sich bis " das Herz von Wersten durchznschlagen, bis an den Rand
: Wüste, deren Erforschung der Zweck dMes Landweges nnck Indien ist. Die sengende Glut de- ^age- Ais
' ,u 4i5@tcb im Schatten!) unb die ^jWuer der , Nacht haben auf ihn keine Wirkung Schaeeiurmen und Nebelmauern bietet er Trotz, unb wo selbst d
' fbste Boden unter den Füßen weicht, wo m unaus M- licken Regengüssen die Salzkruste, die Vie r berflache : ber persischen^Wüste trügerisch überdeckt aufweickt wo : nch unterirdifche Seen und Ströme offnen unb ihren Vdbut an Menschen- unb Tierleben fordern, wo d« Bodenlose in Nacht unb Grauen ihm entgegcngahnt, L gerade b?gwnt Hedin ben Kampf. Unb wie « he abgefeimten tibetischen Spitzbuben hmters Licht zu! fuhren weiß, so überlistet er auch bie Gewalt und ~ucie ber Elemente. Ein Abkömmling beS Propheten Mu- hammed ist fein Führer, unb über Wege, bte nocy teilt Weißer betreten hat, fährt er wie ein Kolumbus auf bohem Schiffsverbeck, auf sicherem Kamel über bau Meer der Wüste, Unetschtockenheit und Milt als «egel aufgefetit unb von frischem Wind des yorld)erbumge= getrieben, bis am Horizont bte Palmen Winten und et in> Sckattcu einet Caie lackend « I tte uberfianben.n Schrecken zurückfchaut. Das hohe Lied der Wüste singt in diesem neuen Werte Hedin, und wie er ea§ tote Land zu beleben, bie Atemzuge ver Erde zu be- liuschen, wie er fein Schauen und Wissen an -rt mid Stelle zu Resultateii von großer wcheiffchchtlicher i Tragweite herauszuarbeiten weiß, diese seine emmen e Kunst zeigt er wiederum. Hier zeigen sie uns die blutigen Rassentämpfe zwischen den Türken und christlichen Armeniern; dort zieht sie eine sttahlenglorto.e um den paradiesischen Frieden einer Oase wo bie Kronen ber Palmen rauschen die unterirdischen Bruti- nen plätschern, und in ber stille ber Nacht em Echo von den Liedern des unsterblichen Sängers Hafts aus den Rosengärten von Schiras hinüberweht. Von den Spuren uralter Städte, die im Sande von Jahnau;enden verwebt sind, führeii uns diese Lichtbilder nutten in die Zentren des persischen Lebens, in die Hauptstadt Teheran ober in bie Handelsstadt Tabns. Unb von ber Fülle bes Lebens schweift die Sckildenmg in das Reich des Schwarzen Todes, durch Gegenden, wo die Pest Dörfer und Städte entvölkert unb bte Let- chenkarawanen bie Verkehrsstraßen beherrfchem Hedm findet die Wege, die einst der große veneztanifche Entdecker Marco Polo gegangen ift, unb er zeichnet am
hOr ^^oebeuticmie Kunstwerk in Welkers ist sicherlich eines Besuches wert, und gewiß wirb mancher Bewohner ber Stabt Fulda die kurze Reise Nicht scheuen um ein Kleinod aus seiner ehemaligen Stiftskirche zu betotnibcm. Er findet da ein hervorragendes Meisterwerk aus jener Zeit, bie nur von Unwissenheit ober Bosheit als finster unb rückständig öer= schrieen werben kann. Dieses Werk wird ihm hundertmal mehr bieten, als die modernen nichtssagenden Schablotienftauren aus Zinkguß oder Terrakotta, oder die krassen Oeldrucküilder des Leidensweges, die man jetzt in so manchen Kirchen findet. ,
Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch> auf em anderes Kunsffverk aus ber ehemaligen Stiftskirche aufmerksam machen. Es ist der Kruzifixus, - ber Wand beim Eingang m dre
Seminariumskapelte Kreuz, das
für Kinder, Erwachsene «nd Kranke.
Von Dipl.-Jng. und Chem. v. Sobbe.
Erst das Kind, bann das Rmd, Was noch frei, zur Molkerei.
der jetzt cm
Sakristei der
hängt Offenbar ist es ___
in der früheren Abieikirche vom Triumphbogen herabhing, wie das in ben alten Domen unb Konventskirchen stets bet Fall war. Dem Künstler haben die Werke Riemenschneibers vorgeschwebt, unb er hat sich bemüht, sie in würdiger Weise nachzuahmen. Leider ist der ganze Kmzifixus mtt gewöhnlichem Firnis überstrichen, — so, wie man eine Türe anstreicht — unb kann beshalb unb auch aus bem Grunde,.weil er zu tief hängt, die volle Wirkung nicht ausüben.
6r ^S^btrSSaäettY^&Se , XÄ SdkiiA j ^Uin, der im^aÄtfTberitten Abteikttche , Eib Als Adalbert von Schleiftas den letzigen Dom Kte wurden die alten Kunstwerke, als nicht mehr rettaem'äß und vassmd, bei Seite gchellt ober an arme Kffchen verschenkt Die Grabplatten bet verstorbenen Fürstäbte wurden benutzt, um den damals noch offenen Waides graben zu überdecken; und wenn Emer diesen Schatz zu heben verstände, wurde er manches interessante Kunstwerk ans Licht ziehen.
Der genannte Altar wat ein Flügelckltar mrs dem ^abre 1420' jedoch war nur noch das Mittelstück io- &nb n w l ber geöffnete Altaraufsatz In der ehe- Hiaen Kapelle zu Welkers nicht Raum genug ge- sundcn hätt? Auf dem Mittelstück ist di- Kreuzigung Christi in prächtiger
nuc einen Sette die Reiiefviioet von Valentinus und Antonius ©remita, auf der anderen Jakobus Major und St. Sebafttanus.
Die Figuren der Kteuzigungsgmppe sind voller Leben und Bewegung; jede einzelne Figur au^g prägt charatteristisch. " Nichts schssblonenhaftes dem man beute fo v el ach begegnet. Der Meister hat nut mnzer Seele an dem Wecke gefchaffen und hat ferne innersten Gedanken unb Wie 'u d°s .Kunstwerk hinein gelegt Ueberaus rührend dargestell ist die
Gruvpe ber frommen Frauen unter dem Kreze, st nehmen wicklich Anteil am Leiden Ehrfftt. Das tiefste Mitleid hegend und inniges Mitleid weckmd tritt mis bie Mater dolorosa entgegen. Bon unsäglichem Schmerze überwältigt, ist sie dem Zusammensinken nahe und wird von Johannes unb einer ber heiligen «rauen aufrecht gehalten. Mit reichem Schmucke an- aetan kniet Magbalena unter bem Kreuze unb fchmtt vertrauensvoll in bas Antlitz Christi. Neben ihr bie Henkersknechte; aber nicht fo, wie sie gewöhnlich bar- aeftettt werben: wüffelnb um ben ungenahten .rock des Heilanbes, sondern wütend sich raufend um das Kleid Zu beiden Setten des Kreuzes halten fünf bis sechs Reiter auf ihren Pferden; ein Jude höhnisch und ichadenftoh mit Rohr und Schwamm; gegenuber in strammer Gattung der römische Soldat mit der Lanze Das Pserd eines anderen Reiters hebt dre Bord chuse und richtet sehnsüchtig den Kopj zum Ge- kreuiiaten empor. Offenbar wollte der Künstler den Gedanken des hl. Paulus im R°merbriff zur Darftel- Tnnn b-inaen- .Das Harren des Geschöpfes ift etn Ha?rci?auf die Offenbarung der Kinder Gottes Denn wir ivissen baß alle Geschöpfe seufzen unb m ®e- burtswehen liegen immer noch." Es ist ber Gedanke, ben euch ber Dichter ausbrückt Mit ben Worten.
Es geht ein allgemeines Weinen, So weit bie stillen Sterne scheinen, Durch alle Abern bet Natur.
Es ächzt unb ringt nach bet Verklarung, Entgegenharrenb ber Gewährung, In Liebesangst die Kreatur.
Geradezu erschütternd aber und überwältigend der Ausdruck im Angesichte des Herrn wie er orößter Liebe und in" den bittersten Schmerzen den ^mps der einem noch lange vor der Secke sttht. Neben dem Kruzisixus hängen die beiden Ochacher d hier bekleidet erscheinen. Seiber hatte dieses Kunstwerk im Lause der Zeit sehr gelitten und war vor ewigen Jahrzehnten von ungeübter Hand mit areff.-n Farben überstrichen worden.
6 Tie Gemeinde Welkers schte nun ben Plan, den Altamussatz durch einen erfahrenen Meister Herstellen ,« ;<!»en und ihm eine entsprechende Umrahmung zu geben Kirchenmsler Link in Würzburg hat dieses Meisterstück fertig gebracht. Er säuberte di« ganze Krevzigungsgruppe von dem entstellenden Schmutz erneuerte den gemusterten Goldrand der Ruckwand und faßte die Figuren in entsprechende Farben. Zu dem Mittelstück fertigte er zwei neue Flügel an, auf denen er die Todesangst Christi im Oelgarten, die Geitzciuug, Krönung und Kreuzttagung malte, so daß -ctzt der ganze Altar den schmerzenrelchen Rosenkranz durstelli Ist der Flügelaltar Wgettappt, so cr- scheiuen dem Beschauer Mariä Verkundlgung und Mariä Heimsuchung, gemalt nach mittelalterlichen Vorbildeni in einer Kirche zu Wurzburg. Zu be.den Seiten des Tabernakels hat Link das Opser Melchise- d/chs und das Opfer Jfaks sinnig ,n Reliefbckdern
' Kindern, wie Erwachsenen darf die Milch als Nahrungsmittel nicht entzogen und durch minderwer. fine Kunsterzeugnisse ersetzt werden. Man muß brüt- ni<6t nut bei Stinbem, Jonbetn -nch Sei Kr»>»chkn" nicht weniger, mehr Eingang fmbet. Die Klnber sollten so viel Milch wie irgend möglich erhaltm, und für Erwachsene ist sicherlich die Milch ebenfalls ein sehr wertvolles Nahrungsmittel; denn
Was der Mensch noch trinken kann Das ist die Milch, die nährt den Monn, Macht frisch das Herz nicht blos allem. Auch klar den Kopf und stramm die Bem.
NaLurwisieuschastiicher Aberglaube.
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halb bie Milch ein so mustergültiges Nahrung-inittel , ist, folat aus ihrer Zusammensetzung die aus Fett Eiweiß und Kohlehydraten besteht, stosse, bte der Mensch zum Leben unbedingt notig hat, ohne deren Einverleibung er allmählich dahmsiechen wurde Nicht zu unterschätzen ist daneben der Gehört der Milch an mineralischen Bestandteilen, da ste zum Ausbau des Knochengerüstes dienen. Vielleicht dürste diejenigen der Leser, welche der Tatsache eines hohen Nährwertes der Mllck mit Mißtrauen begegnen eine m Zahlen aus gedrückte Zusammensetzung von der Richtigkert
Mrfnaten überzeugen. Eine normale Kuhmilch srir.» 3 50 Pcoz. Eiweißstoffe, 4.60— 4.80 Proz. Milchzucker, 0.75 Proz Mineralsalze^ Diese Bestandteile sind zum Teil in dem in der Milch bis zu 87,7a Prozent enthaltenem Wasser gelost, zum Teil bann verteilt Der hohe Wassergehalt macht die Milch auch zu einem vorzüglichen Durststillungsnut- t{j r„baü sie uns gewissermaßen Speise und Trank m aleicker Zeit bietet. Welch erfrischendes Labsal in der Hitze "des Sommers ein Glas Milch ch, weiß eder der es nicht verschmäht hat aus eigener Er- fnbru'na den nach Erfrischung Durstenden bietet die Milch in ihrer Eigenschaft sowohl als Vollinckch, als auch als Mager- oder Buttermilch ohne Zweifel einen fMenben Trank. Somit ist bie Milch auch als ausschließlich angewanbte Nahrung bei ben verschiedenen Altersstufen des Menschen bas von ber Natur bar- Äotene vorzüglichste unb mustergültigste Nahrungsmittel 'In fast allen größeren Bettleben, wo bte Muskelkraft unb bie Arbeitsausdcmer bet 2eute tn Anspruch genommen werben, hat sich bte Much als ’ Etfrischungs- unb Stärkungsgetränk vorzüglich emge-
ftoriwnt wie eine ungeheuere Fata Morgana bett stacke Knochen unb rüstige Arbeitskraft gibt Wes- HeeIzug Aleronbers bes Großen mit seinen Maze-- Nabrungsmittel
boniern burch Belutschistan. In ber Oase Tebbes ist er als einziger „Heibe' Augenzeuge der alljahruchen Religionsspiele, dieser blutigen Orgien bes schiitffchen Faiiatismus, unb, wie um ben Unterschieb ber ^ahr- taiisenbe zu verivischen, Werben auch ihm wahrhaft ägyptische Plagen beschert, Heuschreckenschwärme. bte wie Regenschauer bie Wege überschwemmen, auch Scklangen unb Skorpione, bie sein Zelt beschleichen.
S(ber aus zahllosen Gefahren führt ihn sein Glücks-