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Leitung

* fwldaer

an der guten Sache an den Tag tritt, befto Krfteuliche;^ Körper ziemlich viel LslziftM_^sLdS!L. ifi.MtUl.

5 Gegen die Kurpfuscherei.

Soeben wurde in Berlin ein gefährlicher Kurpfusch scher, der naturheillundige „Professor" Mistelsky , zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt, zu derselben Zeit, als das angesagte K u r p s u s ch e r g e s e tz dem

diae Forderung deS Deutschen AerztevereinS gewesen. Dafür läßt sich geltend machen, daß die Voraussetzung die seinerzeit zur Aufhebung führte, der Bildungsgrad deS deutschen Volkes sei hoch genug, um dm Quack­salber vom wirklichm Arzte zu unterscheidm, sich als nicht gutreffenb herauSgestellt hat. Außerdem kommt in Betracht, daß die Ausübung der Heilkunde durch nicht approbierte Personen in fast sämtlichen europäi­schen und in zahlreichm außereuropäischen Staaten, so in Oesterreich-Ungarn, Frankreich, Rußland, Italien, Schweden, Norwegm, Belgim, Holland, den Vereinig- tm Staaten von Amerika, Brasilien usw. verboten ist. Gleich wohl glaubt der Entwurf diesm Weg nicht neben zu sollen. Es muß damit gerechnet werden, daß es zu allen Zetten und bei allen Völkem Hellbeflisiene ohne wisimschaftliche Ausbildung gegeben hat, und daß von jeher in weiten Volkskreisen die Neigung be­standen hat, sich gerade von diesen behandeln zu laflen. Eine solche Erscheinung läßt sich nicht ohne weiteres durch gesetzliche Vorschriftm befeitigen. Em allgemei­nes Verbot würde höchstens dahin führen, die Aus­übung der Kurpfuscherei der Oeffentlichkett noch mehr zu entstehen und sie in verborgene Winkel hineinzu­treiben, wo sie dann, well unbeaufsichtigt, um so üppi­ger gedeihen und um so größere Schädigungen Hervor­rufen würde. Gerade die heimliche Ausübung um­gibt allzu leicht die Kurpfuscherei mit einem Nimbus, der ihr Ansehen in den Augen der Menge hebt und ihren Geschäftskreis erweitert. Ein allgemeines Kur­pfuschereiverbot würde daher nicht nur in weiten Krei- sm auf Widerstand stoßm, sondem auch in der Pra- xis sich auch nur mit großen Schwierigkeiten durchfüh­ren lassen. Ferner ist darauf hinzuweism, daß auch in denjenigen Staaten ,in welchen die Heilbehandlung durch nicht approbierte Personen verboten ist, die Ver- hältniffe sich anscheinend nicht anders, insbesondere nicht wesentlich günstiger als in Deutschland gestaltet

fm den Charakter bilben. Diesen guten Einfluß auf die Erziehung übt die dauernde gute Lektüre auf jeden gefet ans, auch auf den erwachsenen. Von doppelter Wirkung ist sie gewiß auf die Kinder, deren Gemüt ja so empfänglich ist für alles. Ja, für alles - für alles Gute und auch für alles Schlechte. Liegt m der Empfänglichkeit der Kindesseele für alles Gute der hohe Wert eines guten Buches, so liegt in ihrer Empfänglichkeit für alles Böse der unendliche Scha­den, den das sicher wirkende Gift schlechter Lektüre unfehlbar bringen muß. Nur zu deutliche Beispiele hierfür liefern fast wöchentlich die Gerichtsverhand- hmgen über jugendliche Verbrecher: Schlechte Lektüre war die Triebfeder zum Ver­gehen. Kein Wunder daher, wenn einsichtige Leute sich zusammmschließen zu Vereinen, deren Hauptzweck die Bekämpfung des Schmutzes in Wort und Bild ist. Welche Mühe geben sich die berufenen Erzieher des katholischen Volkes, die Geistlichkeit und die Lehrer­schaft, um unsere Jugend vor der Verseuchung durch schlechte Lektüre zu bewahren. Nicht oft und nicht eindringlich genug können Zeitungen und Zeitschrif-

— Was bet Mensch wert ist. Unter diesem Titel brachte unlängst eine französische Wochenschrift einen — auszugsweise auch in verschiedene deutsche Blätter übergegangenen — Aufsatz, worin die Rede war von der angeblichen Entdeckung eines Chemikers, daß der menschliche Körper durchschnittlich etwa 1700 Gramm Kalzium enthalte, und daß das Kilo« qramm dieses »kostbaren und teuren, nur schwer zu erlangenden Stoffes" mit 40000 Mark bezahlt werde, daß also der innere Wett des Menschen allein an Kalzium 68000 Mark betrage. Daß der menschliche

ten, dir es mit ihrem Leserkreise wohl meinen, oor schlechter Lektüre warnen und gute empfehlen.

Auch der Katholische Lehrerverein Fuldas möchte allen, die am hochheiligen Weih- nachtsfeste ihre Lieben mit einem Buche beschenken wollen, hllfteiche Hand bieten. Das freundliche Ent- gegenkornmen des Herrn Buchhändlers F. I. Rein­hardt hat es dem kathol. Lehrerverein ermöglicht, eine Ausstellung guter Jugendschristen zu veranstal­ten. Diese findet vom 1. Dezember an im Lo­kale der Buchhandlung von F. I. Rein­hardt statt. Preiswert ist alles Ausgestellte. Wer nur wenig Mittel zu einem Weihnachtsgeschenke an­legen will oder kann, der findet auch für kleines Geld Gutes. Jedem ist es gern gestattet, den Geschäftsraum genannter Buchhand- tun g zu betreten, um die ausgestellten Jugend- schristen anzusehen. Dabei wird niemand zum Kaufen oder Bestellen genötigt werden. — Je deuüicher das Interesse des Volkes

wurden vorgenommen.

** Im Kampfe um das Frauenstimmrecht sind in den letzten Tagen englische Minister wiederholt ter Gegenstand tätlicher Angriffe ge­wesen. Der Minister des Innern, Churchill, und seine Wohnung wurden stets von Polizisten be­wacht, zumal in Briefen, die der Minister^von Frauenstimmrechtlerinnen erhalten hat, angedroht wird, daß sie ihm seine kleine Tochter Diana ent­führen und solange verborgen halten wollen, bis Englands Frauen das Stimmrecht erhalten haben.

** Revolution in Honduras. Rach einer Mel­dung au» Tegucigalpa, die über San Juel bel Sur nach Newyork gelangt ist, sind die atlantlschen Hafen im Departement Comahagua (Honduras) von Revolutionären unter Führung des früheren Prüftden- ten Bonilla besetzt worden. Die zur Wiedereroberung der Hafenorte aus gesandten Regierungstrup­pen sollen sich dem Feinde angeschlossen

Reichst zuging.

Bis 1869 bestand in fast allen Bundesstaaten ein sogenanntes Kurpsuscherewerbot. Erst mit Emfüh- cung der Gewerbeordnung ist in diesem Rechtszustand eine Aenderung eingetreten; freilich lag sie nicht in der Absicht der verbündeten Regierungen, aber im Reichstag wurde ein auf die Einführung derKurier- fr eibeit abzielender Antrag angenommen. Die Mehcheit nahm an, die bestehenden Gesetze seien nicht nur unwirksam, sondern überflüssig und auch unwürdig für die Bildungsstufe und die Urteilsfähigkeit des Volkes; das Volk bedürfe nicht mehr solcher gängeln­der Maßregeln, mit denen es vor Unglück bewahrt wer­den solle. Seitdem ist die Ausübung der Heiltätigkeit in Deutschland ein freies Gewerbe, das jedermann ohne Rücksicht auf Kenntnisse, Vorbildung oder Verleihung usw offen steht. Rur für die Bezeichnung als Arzt usw ist eine Approbation in der Gewerbeordnung vorgeschrieben. Diese Gewerbefreiheit hat im Lause der Zeit große Mißstände zur Folge gehabt. Die Zahl der Personen, die ohne Befähigungs­nachweis das Heilgewerbe ausüben, ist außeror­dentlich gewachsen und unter diesen wieder die Zahl derjenigen, die gemeinhin als Kurpfuscher be­zeichnet zu werden pflegen. Nach dem vorhandenen Zahlenmaterial wurden z. B. in Berlin im Jahre 1879 28 nicht approbierte Krankenbehandler und im Jahre 1907 1349 nicht approbierte Krankenbehandler gezählt, das macht bei einer Vermehrung der Gin- wohnerzahi Berlins um 60 Proz. eine Zunahme um fast 1600 Proz. Für Preußen betrug die Zahl solcher Krankenbehandler im Jahre 1898 2402, 1907 6873. Dabei erweitern diese Personen durch stacke Schrif­tenverbreitung und durch ausgedehnte Re­klame fortdauernd das Gebiet ihrer Tätigkeit. Nach einer Zusammenstellung des Dr. Neißig-Hamburg sind in Deutschland von 1888 bis 1901 nachweisbar 1 724 000 von nicht approbierten Krankenbehandlern verfaßte Bücker zum Preise von über 14% Millionen Mack verkauft worden. Ein einzelner Kurpfuscher hat z. B. von seinem Reflamebuch über 1 Million Exem­plare abgesetzt. Die Reklame der Kurpfuscher tritt in den Tageszeitungen, den illustrierten Blättern, Volks­kalendern usw. anschaulich zutage. Ausführliche prah­lerische Anzeigen schildern ihre Fähigkeiten und Lei­stungen, bringen mit erdichteten Unterschriften ver­sehene eingehende Berichte über die angewandten Me­thoden, die erzielten glänzenden Erfolge, u. suchen auf diese Weise immer neue Kunden anzulocken. In einem vekannten Kurpfuscherprozeß wurde festgestellt, daß der Angeklagte monatlich über 5000 Mk. für Reklamezwecke ausgegeben hatte und ein Jahresinkommen von etwa 160 000 Mk. bezog. Dabei ist der Blldungsgrad der Kurpfuscher in der Regel sehr niedrig. Heber den Stand der Kurpfuscher fft folgendes zu er­wähnen: Rach einer Statistik von Dr. Dietrich sind bon 1735 männlichen Kurpfuschern 258 kleine Land­wirte und Häusler, 587 Handwecker (herunter 206 Barbiere und Heilgehilfen), 300 Handels- und Ge­werbetreibende, 76 Arbeiter, 218 Beamte und beamtete Personen und von 669 weiblichen Kurpfuschern 49 Hebammen, 14 Masseusen, 15 Pflegerinnen, 220 ohne besonderen Beruf, sonst Arbeiter- und Handwerker- frauen u. dgl. Zudem haben die Kurpfuscher große Vereine um sich tierfammdt; sie haben sich allmählich aller medizinischen Gebiete bemächtigt, behandeln un« terschiedsl^ und ohne Ausnahmen innere und äußere Leiden. Die Staatsgewalt hat es von jeher als ihre Aufgabe und ihre Pflicht erachtet, die Volksgesundheit zu schützen und die Allgemeinheit vor Schaden an Leib und Leben zu bewahren. Aus dieser Rücksicht sind die Seuchengesetze, das Rahrungsmittelgesetz, das Fleischbeschaugesetz und andere entstanden. Eine rich­tige EckenntniS ist nut dem wissenschaftlich geschulten Arzte möglich. Die Maßnahmen zur Bekämpfung kön­nen deshalb so lange keine volle Wirksamkeit entfalten, als Kurpfuscher ohne jede staaüiche Aussicht und Kon- tröffe solche Krankheiten ausnahmslos und unbe-

M 275.

Donnerstag den Dezember (910.

37. Jahrgang.

Deutsches Reich.

* Religion ist Privatsache, posaunen die Sozial­demokraten in die Welt hinaus, gleichwohl können sie keine Versammlung abhaltm, ohne die Religion in den Staub zu ziehen? In einer großen öffentlichen Versammlung, bei der auch halbwüchsige Jungen her­beigezerrt wurden, verstieg sich, tote das „Franks. Bollsbl." berichtet, der sozialistische Redner ans Würz­burg zur folgenden lügenhaften Aeußerung: Droben in der Neustüdter Gegend fei eine Frau imBeicht-

ift das für den Verein, dem es vielleicht im nächsten Jahre unter der gütigen Mitwirkung des Herrn Buch­händlers Reinhardt ermöglicht wird, eine Jugend­schristenausstellung großen Stils zu veranstalten.

Katholische Eltern! Laßt Euch nicht be­tören durch die Anpreisungen eines Buches durch ir­gend einen Verkäufer, durch den wohlklingenden, viel­leicht gar religiösen Titel oh et durch das harmlose Titelbild eines Buches! Laßt Euch nicht anlocken durch den billigen Kaufpreis einer Broschüre frag­lichen Inhaltes! Vertrauet auf die Er­zieher Eurer Kinder! Besucht dievom Kath. Lehrerverein veranstaltete In­gen d s ch r i f t e n au s st el l u n g in der Buch­handlung von F. I. Reinhardt. Die Bü­cher, die Ihr dort unter der Ueberschrift: .Vom Ka­tholischen Lehrerverein empfohlen!" erblickt, könnt Ihr getroft kaufen und Euren Kindern ohne Bedenken in die Hand geben.

Und schneit's und stürmt's und friert’» da draußen auch noch so sehr; ganz unbekümmert darum, im war­men Stübchen, um den Tisch geschart, Höri jung und alt am langen Winterabend die schönen Erzählungen, die der Familie Nettester, des Lehrers bester Schüler, mit Heller Stimme, aus dem neuen, vom Christkind bescherten Buche vortich. - Und wenn die kleine Liefet im Lesen gute Fortschritte macht, bringt Christ­kind im nächsten Jahr auch für sie ein schönes Buch.

R. H.

haben.

Die Vorschläge des GntrourfS bewegen sich auf einer mittleren Linie. Im § 1 ist oorgefchrieben, daß nichtapprobiecke Heilbeflissene (übrigens auch an Zieren) den Gewerbetrieb her Behörde an zuzei­gen haben. Ebenso müssen (§ 2) sie über ihre per­sönlichen Verhältnisse, nanienllich über ihr Vor­leben und ihre Vorbildung, Auskunft geben. Auch die Anlegung von Geschäftsbüchern, die vorzu­legen sind, ist vorgeschrieben. Sehr heilsam ist dann die Besttmmung, die den nicht ärztlichen Heilbeflisse­nen die B ehan dlun g v on ansteckenden und gemeingefährlichen Krankheiten, Ge­schlechtsleiden und Krebs, verbietet (§ 3). In dem­selben Paragraphen wird ihnen auch die Anwendung der Hypnose sowie von Betäubungsmitteln (außer örtlichen) und Einspritzungen unter die Haut oder in die Blutbahn untersagt. Rach § 4 dürfen diese Ge­werbetreibenden weder Arzneien (für Menschen und Tiere) abgeben, noch ihre Kunden für deren Be­zug an einzelne besondere Bezugsquellen verweisen. In tz 5 ist ausgesprochen, daß den Heilbeflisscnen unter Umständen her Gewerbebetrieb untersagt werden kann. Dies gilt namentlich dann, wenn durch die Ausübung des Gewerbes Leben gefährdet, die Ge­sundheit geschädigt ober die Kunden aus gebeutet wer­den. Die weiteren Paragraphen beschäftigen sich mit Strafandrohungen.

Die Vorschriften des Entwurfs können bei rich­tiger Ueberwachung durch die Behörden recht segens­reich Wicken. Eine Beschränkung der so üppig blühen­den Kurpfuscherei ist wohl mit Sicherheit zu erwarten. Daß das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird, ist nicht zu erwarten. Gewisse Behandlungsarten, die sich in vielen Kreisen großer Beliebtheit erfreuen, (z. B. Lahmann, Kneipp) werden von dazu geeigneten Personen auch weiter aus geübt werden können. Einige Abänderungen wird her Reichstag gleichwohl noch an her Vortage vornehmen müssen.

haben._____________

Aus Kirche und Schule

klagten zum Tode, einen zu 15, zwei andere zu 8 Jahren Zwangsarbeit und letztere drei außer- dem zur Zahlung einer Entschädigung von 20000 Franc?. Drei Arbeiter wurden steigesprochen. Der allgemeine Arbeiterverband hat nunmehr beschlossen, gegen das Urteil des Schwur­gerichts von Rouen Einspruch zu er Heven und am nächsten Montag in Paris, Reims, Mar­seille, Lvon und Havre Protestversammlungen abzuhalien. In der letzteren Stadt fanden schon gestern nachmittag mehrere Massenversammlungen statt, an denen etwa 5000 Arbeiter terlnahmen. Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen Man». I schauten und Schutzleuten. Fünf Verhaftungen

genbe Sätze:

.... „ferner ist beim Kriegsministerium angeregt | worden, den Truppenteilen nahezulegen, daß nur die in Landesverbänden organisierten Kriegervereine ossr- zielle Beachtung finden möchten. Bedenken, dreser An­regung zu entbrechen, liegen nicht vor. Von allen Dienststellen soll bereits hiernach verfahren werden. Es würden dabei in Betracht kommen z. B. dre Ent­sendung geschlossener Abordnung zu den festlichen Ver­anstaltungen, das Spielen der Regrmenls- musiken in Uniform ufro."

Beigefügt ist diesem Erlasse bann eine „Zusam­menstellung derjenigen Vergünstigungen, die den Lan­deskriegerverbänden von den Protektoren durch Gesetz sowie durch behördliche Verordnungen zugebilligt wor­den sind." Hier kann man lesen: „Nur die dem Lanheskriegerverbande angehörenden Kriegervereme werben zu Paraden und zur Spalierbil­dung vor Sr. Majestät dem Kaiser und König zu-1 SJ{ow 27 ^ov. 1910. In Rom ist vor wenigen gelassen." - Man fragt sich erstaunt, welchem Zwecke $ fcei 80j^rigc Prälat Johannes de Monte! dies alles dienen soll. Will man mit Gewalt den @bler üon Treuenfest, an Bronchitis und akuter Lun- nichtangeschlossenen Kriegervereinen die Freude am flcncnhünbung gestorben. De Montel, der aus Süd- Soldatentum verekeln? Sind diese alten, auf natto- ftmnmte wat es, der in den Jahren des bent­nahm Boden stehenden Krieget nicht für würdig be-1^lwckampfes ben Verkehr her deutschen Bi- funden worden, ebenfalls vor dem Antlitz des Kaisers m{t bet Kurie besorgte, was allein schon genü-

etscheinen zu dürfen? Man kann nur dem dringenden ' - ben Dank aller deutschen Katholiken zu

Wunsche Ausdruck geben, daß diese Verfügungen I Nach dem Regierungsantritt Leos XIII. be- schleunigst wieder aufgehoben und auch den igzi eine neue Aera in der Kirchenpolitik Preu-

nicht dem Landesverbände ^gehörigen Ktiegewet- . eng unt> in b(ejnt Jahren her Wiederherstellung bes-

einen, die sich ebensosehr die Pflege von Monarchen- sxrer'Beziehungm zwischen Berlin und Rom entfaltete treue und Vaterlandsliebe angelegen sein lassen, die I ^Mat de Montel eine ganz hervorragende Tätigkeit gleichen Rechte eingeräumt werden. I in geftung der damals schwebenden Geschäfte. In

)( Eine landwirtschaftliche Studienreise nach jenen Jahren entstanden auch seine Beziehungen zur Deutsch-Ostafrika plant die deutsche Land- preußischen Gesandtschaft in Rom. Der Hl. Vater ivirtschastsgesellsc! oft, und zwar in der zweiten Hälfte wie der Deutsche Kaiser erkannten seine Verdienste des Jahres 1911. Die Kosten für diese Reise werden durch hohe Auszeichnungen an. Heber seine Tätigkeit sich auf etwa 5500 Mark stellen, worin Ausgaben bei der Besiegung des Kultuckampfes wird der „Köl- für alkoholische Getränke, Trinkgelder, Wäsche und nischen Vztg." geschrieben:

persönliche Ausrüstung nicht enthalten sind. — Es ist I @r roar Unb blieb dies bis in die letzte Zeit hinein ' wirklich nicht einzusehen, was die deutsche Landwirt-1 der Vertrauensmann der damaligen Bischoss, jetzigen ! schafl an einer solchen Reise für ein Interesse hat. Kardinals Kopp; und seiner Geschicklichkeit ist es zum i ri-uie die 6000 Mark für diese Reise aufwenden I guten Teile zu verdanken, daß d,e Kurie sich auf 3 u •

“*.•«' ä«"!* L'ÄLL'L'ÄM'AL wurde. Seine

Landwirte anzusehen. Und roa» sollen sie dann I Öamöiiged2ätigteit unterlag und unterliegt zip»r zwie- Ostasrika lernen < I ,pzniger Beurteilung. Es ist aber nicht zu bezweifeln,

J- Die Verfafsungsvotlage für Elsaß-1 daß er nur von dem Gedanken, dem Papst und der Onthrinnpn wird Blättermeldunaen zufolge den I Kirche zu dienen, geleitet wurde. Seine diplomattsch- LothrlNg SRnnbeSraiS am 12 I vorsichtig-gewissenhafte Art war es, die ihm von

Verfafsungsausschuß des Bundesrats am manchem preußischen Katholiken den Tadel zuzog, das Plenum des Bundesrats am 15. Dezember I al8 eI JU langsam und zögernd auf die damals beschäfligen. Zu diesen Beratungen werden die I von Berlin gemachten Vorschläge ein.

Staatssekretäre Mandel und Zorn v. Bulach in I Von einem Tadel he Mantels wegen seines Zö- Berlin ei wartet. Es bestehe kaum ein Zweifel, I gem§ gegenüber ben preußischen Vorschlägen durch daß die Vorlage in allen wesentlichen Bestimmun- deuffche Katholiken ist uns nichts befannt. Dagegen am die Zustimmung des Bundesrats finden erinnern wir uns, daß maßgebmde polittsche Führ« werde Die Vorlage dürste dann innerhalb der! der deuffchen Kacholsien der Ansicht waren, Fürst

Die Knochen bestehen nämlich zum größten Teil au8 phosphorsaurem Kalzium. D,e angegebene Menge von 1700 Gramm Kalzium mag auch wohl stimmen, aber mit her Kostbarkeft des Kalziums ist eS nicht weit her, und das Metall ist gar nicht so schwer zu erlangen. Ganze Gebirge bestehen aus Kalzium. Verbindungen, wie z. B. Marmor, Kreide, Kalksteir und Gips, und das Metall Kalzium wird heute i,. so großen Mengen hergestellt, daß man es hundert' kiloweise kaufen kann, das Kilogramm für etrou 7 bi? 8 Mark. Die 1700 Gramm Kalziummetall, hie man aus den Knochen eines Menschen darstelleil könnte, hätten also einen Wert von 12 bis 13 Mark statt 680 0 Mark. Es wird aber wohl niemand auf den Gedanken kommen, Kalzium aus menschlichen Knochen zu gewinnen, solange anderes Rohmaterial noch billig zu haben ist. Die in einem menschlichen Körper enthaltenen Kalziumverbindungen sind als Rohmaterial für die Gewinnung von Kalziurnnieiall noch keine 50 Pfennig wert Mit dem Vermögen, das wir in uns tragen, ist ei also nichts. Der menschliche Körper enthält nichts, was als Stoff im chemischen Sinne besonders wertvoll wäre. , Die chemischen Elemente, aus denen der menschliche Körper aufgebaut ist, dürfen wir zu den „billigen* rechnen. Ein Chemiker, der einen menschlichen Körper in öu chemischen Elemente zerlegte, würde nach dem Markt- preife der einzelnen Stoffe auch nicht annähernd die Summe von 100 Mark erzielen, es sei denn, er hätte jemanden erwischt, der wie die Morgenstunde „Gold im Munde" hatte.

— «in Schlattberger. „Nun, Fritzchen, woran hast du deine Tante, die du vom Bahnhose abholtest, erkannt? - Fritzchen: „Ich hab ihr vorher ge- schrieben, daß sie als Erkennungszeichen em Schaukel­pferd in der Hand halten soll."

- «in Seßhafter. Richter: „Nach Ihrem Straf­register zu urteilen, scheinen Sie ein sehr bewegtes Leben hinter sich zu haben." — Angeklagter: „I» Gegenteil, Herr Richter, ich habe saft immer gt* sessen!" **■ ’

11 Für unsere Jugend ist das Beste gerade gut genug!

Man schreibt uns: Nicht zaghaft und schüchtern Jat sich her Winter eingestellt. Selbstbewußt unb mit rüstigem Schritt ist er ins Land gekommen. Mü dem rauhen Alten zog auch sein ungefüger Anhang ein. Die Nordlust ist keine milde, liebkosende Süd­länderin. Wie raub unb toilb ist ihr Streicheln! Mit ihrem Stuber Saufetointy jenem pfeifenden Wildfang, mag es niemand zu tun haben. Doch muß man sich wohl ober übel mit seinen Besuchen abfin­den. Wie gefürchtet ist jener Wichte rite Tante die zauberkundige Kälte; erstarren laßt chte Macht bie Natur. Weithin über die schlafende Erde bereitet Frau Holle ihr Tuch. Ernstes Schweigen in der Na­tur — traurige Gebe nab und fern. Das Menfthen- herz, ein Feind bet Traurigkeit, verlangt auch tm Winter nach Freuden. Rur einzelne kann tue Natur Wenigen Menschen bieten. Die großen und allgemei­nen Freuden bereiten sich bie Menschen einander tm trauten Heim. Mit dem Weihnachtsfeste werben {te verbunben. Reich und arm, groß und klein freut stch auf Weihnachten. Am deutlichsten tritt die Freude bei bet Jugenb zutage. Eltern, Paten unb «wt= wandten wetteifern, die Kinder zu erfreuen. Ge­schenke aller Art, Wertvolle und nützliche, wertlose und unnütze .finden sich unter dem Weihnachtsbaum. Zeugnis legen sie ab, von der Einsicht unb dem «inn her Geber Ja, manche berichten auch von Leichtsinn und Unverstanb her Schenkenden. Wertvolle Geschenke sind nur die, w eiche einen guten Zweck zu erfüllen im ft an de s t n b. Das gilt von allen Geschenkarttkeln, besonders aber von den Büchern, die her Jugend beschert werden -

Ein gutes Buch ist ein schönes Ge­schenk! Ueber den großen Wert guter Lektüre sind sich alle Erzieher einig. Ter Gesichtskreis wirb er­weitert, der Verstand gebildet, die Vorstellung beleot unb bie Phantasie auf den richtigen Bahnen geleitet. Die Charaktere, die eine gute Geschichte enthalt, eifern für Nachahmung an, beeinflussen den Willen und hel-

schränkt behandeln dürfen.

Es wirft sich zunächst die Frage auf, ob zu dem früheren Rechtszustande zurückzukehren unb ein allge­meines Verbot für das gesamte Reichsgebiet in Vor­schlag zu bringen ist. Ein solches Verbot ist eine stän-

»uhl * d„«m G-Wch-N «W «xd-n., »--Umml-qch.» W-W°ch-I-N-» Rnch-.

well von ihrem Manne eine schlechte Zeitung gehalten lag gelangen. ___

werbe und — jetzt kommt noch der größte Blodsmn I--- - —

dies sei für eine Frau ein Anlaß zur Ehescheidung (1) 2lUSlüHv.

— Weiter kann man die Aufhetzung gegen die Ne-

ligion nicht mehr treiben! Man greift die Geistlichen ♦ Das Urteil von Rouen. Gelegentlich veft an und zwar in einer Sache, wo sie ganz wehrlos Quaiarbeiterausstandes in Havre hatten mehren; ind, wo sie durch das hl. Beichtgeheimnis zu Sttll- ^tbej(et &en Führer einer Kolonne von Alberts' chweigen verbunden Wd! „Es fft schon gutz wenn I totgeschlagen. Das Schwurgericht in

das Voll noch bei Ze;H erfahrt, wohin das Ziel der 8 verurteilte, wie gemeldet, einen der Ange- Sozialdemokraten geht. I - - ■ ” —1 —v— •••

♦ Gegen das unkameradschaftliche Vorgehen des Landeskriegerverbandes gegen die ihm nicht angehö­renden Vereine wendet sich aus Anlaß eines Falles, der in Westfalen spielte, eine an bie „Rhein. Wests, atg* gerichtete Zuschrift von „unterrichteter militä­rischer Seite". Sie meint, daß her Landeskriegerver- band mit feinem Vorgehen gegen jene Vereine von amtlicher Seite her eine gewisse Unterstützung erfahre und bringt einen Erlaß des Kriegsministeriums zur! Veröffentlichung, der jüngst in Umlauf «fleht wurde. Die Behörde sei sich wohl, ffihrt die Zuschrift au8 der Tragweite ihres Schrittes nicht völlig bewußt gewesen, denn wenn auch ein Zusammenschluß aller Kriegervereine im Landeskriegerverband erwünscht fet, so würde es doch von bedeutender Kurzsichtigkeit zeu­gen, diejenigen Kriegervereine, die bisher den An­schluß ablehnten, dabei aber als Gegner der Soztal- demokratie treue Stütze des Thrones sind über dre Achsel anzusehen, und durch ein Hinabdrücken auf die zweite Stufe zu verbittern. Der Erlaß des Kriegs- minifteriums ist datiert vom 13. Januar 1910, kam aber in diesen Tagen erst in Umlauf. Er enthalt fol-

2. Blatt.

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