Zeitung
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V Aus früheren Zeiten des prenß.
Abgeordnetenhauses.
Eine der charakteristischsten Erscheinungen im Zentrum war der rheinische Abg. Fransten früher Inhaber eines Kolonialwarendetailgefchasts in Soin, /V z v ____c. m__4.« . ul AM-n Ät-rntt«
Charakterköpfe waren auch die beiden Abgeordneten für Hohenzollern: der Hirschwirt Schmid von Gammerüngen, welcher so sachverständig und launig in Brauereiangelegenheiten sprach, und der 8ünts-1 gerichtsrat Graf, der sich rühmte, eurer der Führer der Studentendeputation gewesen zu sein, welche Sonia Ludwig I. von Bahem freimütig um die Entlassung der spanischen Tänzerin Lola Montez baten und dafür von der dankbaren Bürgerschaft Münchens mit achttägigem Freibier gelohnt wurden. Ein, ehrenfester aber bartköpfiger Mann war der schlefliche Bauer Conrad Meß), ein wahrhaft grimmiger Femd des Wildschadens, welcher eS mit der Fraktionsdisziplin so genau nicht mchm; ein eigenartiger liebens- | würdiger und bescheidener Typ des Oberschlestens der festen, und als am Nachmittag nach des Sohnes Rückkehr der Oberst in einen feste» Schlaf gefallen war, liest Walter fein Pferd satteln uud ritt in weniger als einer Stunde nach dem Hause der Mrs. Gilbert.
Ich konnte nicht wissen, daß es unhaltbar toar, bis "ich den Versuch gemacht hatte", antwortete der ^^^DM^Schicksal besser befestigter Plätze hätte Euch zur Lehre dienen können", sagte Cromwell und fügte das Versprechen hinzu, daß er ihn an den Ruinen seines eigenen Hauses aufhängen lassen würde.
Der Edelmann erbleichte und seine Lippen zmer-
vrnä und Verlag der znldaer Attiendruckerei in Sulbti.
„Daran bin ich schuld I" fügte Mary hinzu.
..Nein, ich allein!" versicherte Walter, und s« fuhr« sie fort, sich selber anzuklagen sich gegen, eitig zu bebauern und vereinigten sich endlich in dem Gelübde, daß sie, was immer geschehen möge, sich nie tnieba: von einander trennen würden. Das aber benutzte Walter, um sogleich hinzuzufetzen:
Damit wir ober wirklich nicht wieder getrennt werden können, müffen wir uns augenblicklich heiraten. ES ist dar einzige Slittd, unser Glück gegen alle Zufälligkeiten zu schützen."
„Wie!" rief Mary, „Du wolltest Deinem Batey auf seinem Sterbebette Trotz bieten?"
„Rein, dazu wäre ich nicht imstande", gab Walte, zur Antwort. „Ich meine, daß wir uns heimlich trauen lassen und unsere Heirat «st nach seinem Todt bekannt machen, wenn ich ihn wirklich verlieren soll.
„Dann täten wir doch Met, zu warten, bis a wirttich tot ist", meinte Martz.
„Durchaus nicht! Stirbt er, so verlmigt es di( Sitte, daß wir ein halbes Jahr mtt der Heina »aw ten. In diesen sechs Monat« «Ettto ab« sicherlich et» neue# Hindernis etntretm, bew U$ toitbet tU andere» «schlöffe, «ch bht> Hel fit« Ä
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Samstag den 26. November 1910.
37. Jahrgang.
Vorspann will man uns wohl brauchen, ab« aus den Bock läßt man uns nicht."
11.
Ein Knoten zerschnitten, ein ander« geknüpft.
Das Farmhaus, das jetzt die Familie Gilbert bewohnte, war einst ein herrschaftliches, von einem Wassergraben umgebenes Gebäude gewesen und befand sich zur Zeit des Bürgerkrieges in den Hmrden eines strengen Royalisten, d« es wie eine Festung in Verteidigungszustand setzte und mit seinem Dienst- p«sonal bemannt«. Der Erfolg dies« Maßregel war jedoch ein and«« als d« beabsichtigte. ®»et der Cromwell'schen Heerführer, d« davon erfuhr, schickte einen kleinen Tell fein« Mannschaften mit Kanonen und Sprengbüchsen ab, den Widerstand zu brechen, iu- deß « selb« weiterzog, sich nut Cromwell zu wichtigeren Unternehmung« zu vereinig«. Die Rundkövfe »«langt«, daß die „Festung" sich «gebe, woraus der Royalist, um üb« den Grad sein« Achtung für die Feinde kein« Zweifel M laffen, sein« Küchenmagd b^ähl, chn« die Herausforderung zum Kampfe auS einem d« ob«« Fenst« zuzuschreien. Nachdem da» arme Mädch« in dies« Weise str die Sühnheit da Besatzung Zengnik abgelegt, flüchtet« si« in dm tteft ZS Wik endlich, zwischen zwei Bierfässer» eingeklemmt, wieda aufgefundm wurde Die Croi» well'sch« Soldat« ab« gmgen mit Feuer m* Schwert an ihre Aufgabe. Nach Verlauf von via- undiwanzig Stunden war« die Mauern von einer Anzahl von Kanonenkugeln durchlöchert und eben so viele war« darin stecken »Erben wie Rosinen te einem Weihnacht-Pudding; die Tore wm« durch
Mrs. Caston war damit einverstanben schloff di« Mgeltüt und ging mtt den Worten: „B'ite, wirst Mary, suchen Sie sich zu fassen."
Mist Mary hatte die beste Absicht, ihr zu gehorchen; als jedoch Walt« ungestüm eintrat und blaß, «schöpft, ab« mit aufleuchtendem Entzücken auf sie zu stürzte, warf sich das junge Mädchen in feine Arme.
Das nächste, was die beiden taten, war, daß sie die Köpfe zurückbogm, sich gegenseitig betrachteten und in die klagenden Worte auSbrachm:
„Meine arme Mary, wie elend Du aussiehst!
Mein armer Walt«, wie blaß und angegriffen
daß leb«, der damit tändelt tl M prüf und e» mrch meist«« einbüßt."
(Fortsetzung solffi.)
Zu dm interefianten Persönlichkeiten be3 Abgeordnetenhauses gehörten die beiden evangelischen Mi- glich« bezw. Hospitanten des Zentrums v Gerlach und Dr. Brüel, dmen ich beiden naher gestanden habe. Tn Anschluß v. G e r l a ch S an das Zentrum hatte ungeheures Aufsehm erregt Der sruhmeAppeU lationsgerichtsprästdmt von Magdeburg war der Fuh-1 r« der konservativen Patel und b« politische Lehr« I Bismarcks, b« Rundschau« b« „Kreuzzeitung ge- I wesen Seinem Eintritt in die Zmtrumsftaktwn war b« bedmtungsvolle Austausch über die gegenseitige Stellung der gläubigen Evangelischen und Katholiken vorausgegangen, welch« in bet 1873 in Köln erschienenen Schrift „Vor den Wahl«. Em Mahnruf an das christlich-konservative Deutschland" vollständig toieberoegeben ist Dem Fürst« Bismarck waren die eng« Beziehung« v. Gnlachs zum Zentrum I übnaus unbequem; in ein« sein« gegen diesen gerichtet« Reden nannte er ihn ein« „Saulmheilig« . v Gerlach katholisterte stark; man erwartete vielfach seinen Uebertritt zum Katholizismus. Er hatte einen katholisch« Di««, b« « mir einmal in Köln mit den Worten vorstellte: „Das ist mein Katechismus. Ich habe an dem Begräbnis v. Gerlachs teilgenom- men Es «folgte von d« kleinen Kirche in her Ma- ttensttaße aus, an der Pastor Knak amtierte, dem seine (Segn« nachsagten, er halte daran fest, daß die Sonne um die Erde sich drehe. Bei d« Trauerfei« fehlte die ganze offizielle Welt, obwohl v. G«lach drei preußisch« König« in Ehr« gedient hatte; nur der alte Feldmarschall v. Manteuffel schritt mit an der ; I Spitze des Trauergefolges einher.
: I Mit wahr« Verehrung gedenke ich des früheren ! Unterstaatssekretärs im hannoverschen KultuSmimste- = rium, Geheimrat Dr. Brüel, eines der geistig 6er- vorragendst« Mitglied« des Hauses und eines der w«tvollsten Mitglied« des Zenttums. Dr. Brüel stand Windthorst schon aus der hannoversch« Zeit nahe. Der große Führ« des Zmtrums schätzte seinen klug« Landsmann ganz außerordentlich; wie recht er damit hatte, «kannten die übrigen Mitglieder der Fraktion mehr und mehr. Seine treu lutherijche Gesinnung hat Brüel nie gehindert, mit den katholischen Fraktionsgenoffen einträchtig im Parlament Hand in Hand zu geh«; er hat an b« geheimsten Beratung« I der Fraktion teilgenommen und sich überzeugen tonnen daß auch in den erregtest« Zeit« des Kultur- kam'pfes vom Zentmm nie etwas geschehen ist, was die Evangelischen als stelche hätte verletzen können.
ßen war der weitaus „gewichtigste" Abgeordnete seiner Zeit und wohl auch d« nachfolgenden Legislaturperioden. Sein wahrhaft kolossaler Leibesumfangs machte es ihm nicht möglich, in einer her engen Banke des eng« alt« Hauses auf den Donhosfsplatz sich imterzubringen; er saß mit Vorliebe auf dem Stühlchen welches an das Redn«pult tote ein Schwalbennest'angeklebt war. Wenn der Abg. Franßen sprach und in feiner urwüchsigen Weise für die Stimmung ------ — ; - - . in seinem Wahlkreise Zeugnis ablegte, hatte « stets Der Kölnischen Volkszeitung' hat er nur ein ^hc des Hauses. Reine Reden pflegte er nicht
...... ' " ' """ selbst zu fonigiCT«, sondem einem mit der Fed« wohlbewanderten Köln« Landsmann zur Durchsicht üöergeöen. Id) b<nui gute eilen gehori,
wie er neben dem Korrektor stehend, in unverfälschtem Kölschen" Dialekt und unverhohlen« Befriedigung faate: „Nicht wahr, Doktor, es liest sich gut!"
„Er ist da", sagte bU alt« 8«m.
dachte mir, daß « kommen würde.' Mollen Sie unten mH ihm sprechen?" .Nein, lieb« hi«." •
zukomm«. I
Die beiden Präsident«, welche von der Mitte d« j 1870« bis Ende d« 1880er Jahre die Geschäfte des . Abgeordnetenhauses leiteten, war« jeder in ferner Art Zierden ihres Amtes, v B e n u t gen d« in her Siedehitze des Kulturkampfes präsidierte, war eine vornehme Erscheinung und auch vornehm mjemer Amtsführung. So ausgesprochen« Pmteimann er war als Präsident betätigte « vorbildliche Unpartei- lickkeit, auch dem Zentmm gegmüb«. Seine I schästsfuhmng war eine ungemein sichere und auch gewandte, man möchte fast sagen elegante. Weniger elegant präsidierte v. K ö l l e r, d« v. Bennigsen abloste. Wer auch « war ein umsichtig«, tüchtiger Präsident, er hatte vor Herrn v. Bennigsen einen trockenen Hu-1 mor voraus, der üb« manche Schwierigkeiten hinweg-1 half Bei einer Unterredung am Präsidentenstuhl sagte er einmal, er teile die Abgeordneten in solche em,
I denen er trauen könne — d. h. bei denen der Prast-1 dent nicht genau aufzupassen brauche —, und in solche denen man nicht trau« könne und zu den letzteren rechne « mich. Dis auf einige Ordnungsrufe habe ich ihm aber doch nicht viel Kumm« gemacht- Einmal habe ich Her« v. Köll« zu einer Geschaftsordnungs- «ötterung „hinter meinem Rücken" SJeranltff ung ge= neben Wegen einer stark« Halsaffektwn hütete ich in Köln das Zimm«, als ich in den Telegrammen der Abendzeitungen las, daß ich am Nachmittag im
| geordnetmhause scharf angegriffen worden war. -öd) fuhr in der Nacht nach Berliii, um sofort zu antwor- t«. Da ich aber sehr Helf« war nahm ich auf dw I Tribüne ein großes Glas warmen Rotwems mit, nach 1 meinen Erfahrungen ein gutes Mittel, um Heiserkeit I vorübergehend zu brechen, oder doch zu lindern. He« 1 ö Köller hatte das Glas mit der v«dachtigm rMsstg- keit sofort bemertt und trat mit den Schriftführern in flüsternde Beratung, ob das nicht gegen die Ordnung des Hauses fei. Allgemeines Einverständnis ist, daß Alkoholisches nicht auf die Tribüne des Abgeordneten- . haus« gehöre. Ab« Herr v. Köll« erwog auch: ich
Arbeitszimmer.
Zu den besten 9tebnem des Hauses gehörten Stöcker und Richter. Stöcker pflegte stets gana frei ,u fine eben Richter bediente sich eines Zettels
mit einigen Notiz«. Die Richtersche Methode ist meines Erachtens die bess«e. Jed«, der absolu frei spricht setzt sich der Gefahr aus, einzelnes zu ber- neffen ' auch Wichtigeres. Ganz unbedenklich konnte das eigentlich nur Windthorst tun, und auch nur, weil !« wiU daß sein schwaches Augenlicht ihn verhinderte in der Debatte irgendwelche Aufzeichnungen zu benützen. Zum Teil aus dies« Zwangslagehatte ück bei Windthorst jenes staunenswerte Gedächtnis ! entwickelt das chm ermöglichte, alle Einzelheiten ein« sechsstündigen Verhandlung festzuhalten und in der Erwiderung auf alle Einzelheit« von Belang zurück-
tm, ab« « faßte sich schnell.
„Gut", sagte er; „ich habe nach bestem Wissm und" Gewissen für mein« königlich« Herrn gekämpft und kann auch für ihn sterben." __.
Das sollt Ihr, Sir", lautete Cromwell's Antwort.
Am nächst« Morgen gab Cromwell d« wie alle dicken Leute seine gutmütig« Anwandlung« hatte, andern Befehl. „D« Narr hat sich eingebildet, Recht zu tun", sagte er; „man lcssseihn laufen.
Der „Starr' war dann so stolz auf sein zerstörtes Haus daß « die Trümmer desselben mtt Kugeln und Brandspur« stehen lieh und sich eine andere Wohn- stütte suchte, und König Katt II war kaum fett vier Wochen im Lande, als « dm Geirrn« zum Saronet ernannte Was von dem alten Herrenhaus noch benutzt w«dm konnte, wurde fortan vm einer Generation zur andern, dem Pächter übettassm. ^ivei StaatSzinnnCT ab«, die noch ihre alten Balkendecken hatten und mtt den Reliquien des alten Hause» <mS- staffiert war«, dienten dem GeschästSfuhr« be8 Sa- rondS al« Absteigequartier, wenn « zur Besichtigung der groß« Besitzung herkam.
Jetzt war« diese beid«, durch Flügeltür« Verbund««» Zimm« Mary Bartleh eingnäumt ®e- dcmkenvoll sah sie am Bogenfenster ihres Schlasge- machS. Plötzlich wurde sie durch lauten Huffchlag, her in b« Nähe des Hauses mied« verfknmnte, ans ihrem Sinn« auf geschreckt; sie sprang auf und st<md atemlos, mtt klopfendem Herzen mitt« im Zimm«, di iw nllchstm Augenblick MrS. «astm» in die Berber-
wisse « es besser. ,
Auch der denkwürdigen Sitzung habe ich *l»
kämpferischen Presse ein. Einige Tage nachh« sagte mir Abgeordneter v. Meyer: „^ch habe ein« J I von meiner Frau bekommen Sie ist f h z da ich jetzt nicht wiedergewahlt werden wmde -enn willen Sie: meine Bauern stehen noch aus b Standpunkt des Dreißigjährig« Krieges. $err ö- Meyer-Arnswalde wurde aber doch ^sultuttampfts aus der klein« Minderheit d« des KultuLmP! - überdrüssig« Konservativ« wurde eine große Mehr- beit Der Abgeordnete für d« pommerschen Wahlkreis Amswalde war übrigens eine der sympathuch- ften Erscheinungen des Abgeordnetenhauses^ der sich allgeLer Beliebtheit wegen seines urwüchngen Juniors - von ihm ist das geflügelte Wott «Es geht auch so" — und allgemeinen Ansehens wegen sein« Unabhängigkeit erfreute. Er hat davon eine Pro e abgelegt, welche In parlamentarischen Kreisen ost « sSHt wurde v Meyer gehörte zu den entschiedenen Gegnem der Kreisordmmg, für
Füch Bismarck sich einsetzte. Der MinisterJ*» vnne n, Gras Fritz zu Eulenburg ließ ihm emes Tages sagen, er solle bedenk«, baß « Landrat sei. Die Antwort des ßenn von Meyer ist in „Gotz von Berlichmg« nachzulesen. Der Minister soll bei Entgegennahme der Antwort gesagt hab«: Ein famos« Kerl is er
Abg Zaruba, von dem einer der damaligen Frak-j ttonsdicht« des Landtages fang:
Zamba, der ein Organist und Ziegeleibesitzer ist.
D« besten Frakttonsdicht« des httter« Eenr^! hatte die Reichstagsfrattwn des Zeu^ms n dem jovialen Psarrer Westermay« von St. P^er in Mu chm, der so schöne Schnadahüpfel machte, z. B. au; zwei seiner geisttichen Kollegen: - . t
Schmidt (Aichach) unb, Borowski, zwei Domkap Der ein^hat'sehr wm'ge, der andre falsche Haare.
Ab« die Landtagsftaktton zählte damals anch emen wahren Dichter von Gottesgnad« in ihr« Atme, einen, dessen Namen in ber 1«»-°
Helm Webe
ÄSu« »TÄSWÄÖiffi L d°, Rückseite der Dmck.
lad)... d« H-ase- nl-deesch-i-b. V" “
In der Fraktion gab es überhaupt allerhand Talents So war ein ausgezeichneter Pottratist der Ab- nerrbnete Fanssen, bet Landrat des Kreises Heins-
U.ck.en nickt bestätigt wurde und spat« lange Vor- I Ntzmder des rheinischen Provinzialausschusses war. Er K-Nd in w-»I«e» Si-ichm I-d°
: in meisterhaft« Weise festzuhalten. Eine größere An- ' rnbl solcher aelegentlich «fftandmer, leise karrikieren- ' ber Porträts aus dem Abgeordnet«hause zieren mein
Mary schrieb, wie es Mr. Bartley gewünscht W, und rühr am nächst« Tage zn Mrs^stberti dem sie Mrs. Eaftan umarmt und ,chc ^n SW Vaters übergeben hatte, wAe sie m hapliche Logierzimmer geführt. Hier ,chr«b sw \o- gfeiffi an Julia Clifford, ihr zu sagen, wosiestch be- fmche, um damit auch Watt« die notige Weisung zu
Mm folgenden Morgen traf Walter ermüdet ämffiigt und reuevoll in Clifford Hall ein unb tvard fugte ich in seines Vaters Krankenzimmer gewief«. D« Oberst streckte ihm die nbgmmgerte Hand entgegen.
„Sieber Junge, ich dachte mir, daß Tu kommen wurdest - mir haben uns zum letzt« Mal cntzwett
Walt« benetzte seines Vaters Hmd mit Trmim, und von der Entstemdung, die in letzter Zeit zwischen ihnen ftattgcfunb« -hatte, war nicht wett« dte Rede
Tie elfte Sorge des jungen Mannes war, zwei erfahrene .9tanfennxitierinnen aus Derby romm«M laffen, die Tag und Nacht in der Pflege feines^Va^ abwechftln und hem Krank«, so r»st er dmiach v«^ langte,H Erfrischungen und Stärkungsmittel reich«
Wer auf die Geschichte unserer deutsch« Paria-11 mente zurückschaut, kann wohl die sonst verpönte । Aedensatt von der „guten alten Zett gebrauch«, i denn wenn auch die Klag« üb« d« Riedergmig be? Parlamentarismus übertrieben sind, die Any-cht, datz I vnf«e Volksverttettmgen vor einem Menschenalter I eine größere Anzahl interessant« und origineller Man. ner zählten, als es heute der Fall tjt, wird kaum aus Widerspruch stoßen. Besonders m den hitzigen ten des Kulturkampfes fehlte es dem preußisch« Ad- aeordnetenhauses ebenso wenig an erregten und an- regenb« Sitzungen wie an hervorragend« und b-> merkenswerten Geiste«. Einer ber wenigen noch Lebenden, die in jenen Kampfzeiten mitten drin standen, Jvstizrat Dr. I u l i u s B a ch e m, hat m sein« kürzlich erschienenen „Lose Blätter aus meinem Leben" die wir vor einigen Tag« kurz besprochen haben, auch ein Kapitel vom preußffchen Abgeordnetenhaus eingefügt, in dem er einige markante i-barak-1 terföpfe mtt raschen Strich« zeichnet. Bachern «zahlt:
Als ich 1875 in das Haus eintrat, war Herrn, v. Mallinckrodt schon heimgegangen; aoer Windthorst, die beiden Reichensp«g« und Frhr. v. Schorlem«-<Ust standen auf der Höhe ihres Wittens. W i n d t h o r st, agt Bachem, so klein an Gestalt er war überragte | alle die Freunde wie die Gegner. Ich d"be oft an das' Wort Georg v. Vinckes über die drei gescheit« Hannoveraner denk« müssen, die dmiwls gleichzeitig dem Parlament angchört«: „v. Benmgs« ist , ehr gescheit, Miguel noch gescheiter und Windthorst ist so gescheit wie die beiden zusammen." In parlamentarischen Kreisen zirkuliette auch das Wott: „Wenn die drei einig sind, setzen sie durch, was sie wollen. Sie waren ab« allerdings, wenigstens m dm 1870er Jahren manchmal nicht einig. Was Windthorst vor allein auszeichnete, war der sichere Blick für das, worauf es in einer Frage ankam. Er hatte einen ganz mett- würdigen Instinkt, der ihn stets das Richtige treffen ließ Wenn wir anderen einmal anderer Ansicht waren hinterher mußten wir uns immer wieder sag«: er war doch der Klüg«e. Da Windthorst in die Er-' örteruiig fast aller Frag« eingriff, konnte er umnoglich in alle Einzelheiten sich einarbeiten. Ab« die ent- scheidenden Gesichtspunkte erfaßte er auf den ersten Blick mit erstaunlicher Sicherheit; erwies den Weg, die Tetailarbeit manchmal anbe« überlassend. Immer war« einige Mitglieder damit beschäftigt, ihm das Material zufammenzuttagm. Am wenigst« konnte Windthorst natürlich die ungeheure Korrespondenz, meld'«, ihm oblag, allein «ledigen, schon well seine schwachen Augen ihm das Schreiben auft- äußerste er- , .—----------------..
schwetten ober vielmehr nahezu unmöglich macht«. & Bammtemehmer unb Rentner in Bonn. Fran- Eino Reihe von Jahr« bittierte er ;ine.n Sttrttar, | - •? -
nnb er diktierte nicht mehr, als ab|otut notwendig! war In der Fraktion hatte er imm« mehrere Pri- vatsttr"täre mit verschiedenen Ressorts. Windthorst war überaus vorsichtig in schriftlichen Seugerungen und bat meines Wissens keinerlei Aufzeichnung« hinterlassen,- er bat auch nach feinem Tode der Partei keine Schivieriakeiten bereitet und Anlaß zu Indiskretionen aeaeben Selbst hat er meines Wissens mein als einen Zeitunasartikel geschrieben und nur sehr wenige^dck- . —. ä v < ♦.r X. n<TT PT TITl L Clll
Cromwell verurteilte den rohalisM« EdMam zum Tode, lecfi K b« Versuch gemacht, fin unhaltbares Gchsiud? gu vettMgm.
toerbe vielleicht daraus Hinweisen, daß Fürst Bismarck ^« etti große» GtaS mit Nussigkent Mas-
s« mtt Kognak) nehm sich stehe» habe. Und er tteff d« Rotwein passier«. ,
b a m «^gÄn^DteMrmMst-"‘wta **£J
durch wckch, di- ««
wurden Wegen Abdrucks dies« Enzykiika wa.en Redatteure von Zentrumsblätte« zu hohen Siralen oenlttellt worden (dettenige des .Westfalischen Mer- kur" »n einem Jahre Gefängnis); darum beschloß das ! Zentmm^ das Aktenstück im Abgeordnetenyaufe zur d« in ihrer Mtne, ^rlesung zu bringen damtt es^o ta bie
°der sein Epos „Dreizehnlinden" sälische Edelmann suhr. wahrend and^^ Patt^ erregtesten Zeiten bti kirchenpolitischm
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doch! .
Endlich habe ich an all« Beratungen über die aus Revision der M a i g e s etz e abzielenden Vorlagen teilgenommen. Man wußte nicht, was man dabei mehr bewundem sollte, Windthottts Klughett od die Entschlossenheit, mit der Bismarck das Werk der Reviswn betrieb, das so große Anforderungeu an sew^ Sttbswett«gnung stellte. 'wlm mußte er sich abwenden, mit dmen er em i es Stuck Weges zu- sanim« gegangen war. Aber als weitblickender Realpolitiker erkannte er klar, daß der paragrapyenrelche Ban der Maigesetze gegenüber dem seichlossen« WidetttMde des katholischen Volksteils nicht austecht zu erhalten war, und so legte er selbst Hand an, ihn abzutragen. Mr die Aussichtslosigkeit des^Kultur- kcnnpfes gebrauchte er das Bild von der -..sagt) zu Pferde hinter Wildgänsen.
Bismarck wurde in jenen Jahren schon stark von der Ischias gequält. Langes Stehen verursachte ihm große Beschwerde, und so sprach « manchmal sitzend. Es kam oft stockend, sozusagen stoßweise heraus, ab« immer war« seine Reden höchst wirkungsvoll, stets I sprach er tote einer, ber Macht hat. Und nur einer, der Macht hatte, nur ein Staatsmann von so gewaltiger Autorität wie Füch Bismarck war statt genug, dm durch kirchenfeindlichen Radikalismus und kirchm- scheuen Dokttinarismus in der Sackgasse festgefahrenen I Staats wagen umzudrehen. Wie schwer es ist, «einet verfahren« Situation die Wendung herbeizufuhr«, I haben wir unter Bismarcks Nachfolgern hinreichend er- I fahren. _______________
Sn geMMches Geheimnis.
341 flvwan i» nmei Bänden von Charles Reade-
Diese Freunbiichkeit und ungewöhnliche Fürsorge für ihr Glück unb Behagen ließ Warh's Herz von Dankbarkeit überströmen; sie warf sich Mr. Bartley um den Hals und überhäufte ihn nttt Liebkosungen; der alte Fuchs ließ üch das ruhig gefall« und benutzte die Gelegenheit, ihr zu sagen:
,Cs versteht sich von selbst, daß zwisch« Dir und Walter Clifford es nicht anders werd« darf als bisher ' sich will damit nicht sag«, daß Du ihn völlig entmutigen und zur Verzweiflung treiben sollst; nur Geduld hab« sollt, Ihre beide. W« warten kann, kommt früher ober später an das ersehnte ytel.
O lieb« Papa!" ries Mary, „Du yast mehr getan'rak zu trösten, öle Mrs. Easton oder sonst irgend L» il «L-. Dcnn,ch W- i». d-i mH d« träne Ausflug erfrischen wird, und bin Dir sehr, sehr
| | VlIIVTVlf f. - il - - 1 u ^7 z
eintta^MÄ einen Artikel eingesandt, welcher eine, das Hous Ar«berg betreffeude Rehtsfrage zum ©ecenftanb hatte. Um so mehr Artikel hat Wmdt- horii insviriett, und nicht nur in der Äentrvmspresse. Gute Beziehung« unterhielt er »amentlich ^zu dem I Berliner Bettret« der „Frankfurter Zeitung, welche in den siebziger imd achtzig« Jahr« des Longen | Jahrbunberts eine scharfe Gegnerin des Kulturkampfes ir ar, wie sie von 1906 bis 1909 den Bülawblock .iftig Vertreten und gefördert hat.
Sines der tüchtigsten Mitglieder ber Zentrums sral'si n war Frhr. v. Huene; er war namentlich in 7, i-auzfragen eine Arbeitskraft ersten Ranges. Libero.- Blatt« stellten wiederholt seine Ernennung zum Finanzminist« in Aussicht, ebenso rote sie mehrfach bi. Berufung des Frhrn. v. Schorlemer-Älst an die Si itze des Limdwirtschaftsministeriums als be° voritihrnd ankündigim. Ab« weder der eine »och bei o,teere Zentrumsführer wurde Minister. Als ich einmal Fchr. v. Hucne fragte, wie es mit ferner Mi- niftc-.iüiibtbaliir stehe, «klärte «, es sei nichts daran und tat dabei den oft« zitierten Ausspruch: „Als