Hörde, Bochnm-Gelsenkirchen, Esten und Dtülheim- Duisburg-Oberhausen eigene Kandivaten aufzustellen,
vermischtes.
gebracht, und die vorläufige Folge der leichl-
Aus dem Nachbargebiete.
traf in der Nacht zum 25. Juli auf der Land.'
* Sport. Der kommende Sonntag bringt für den 9. und kleinnen Bezirk des weftdeulschen Spielverbandes das Schlußverbanvsspiel der L-Klasse am Sportplätze »es .Ersten Fuldaer Fußballvereins" auf der Bleiche. Der Bezirk umfaßt nur 6 Bereine, wovon die Hälfte in der Klasse A und die andere Hälfte in der Klakfe B fielen. Die «ervandsipieltätigkeit hat im 9. Bezirk nach dem Schlußsptel ihr Ende erreicht, während in den anderen Bezirken Westdeutschlands bis April gespielt wird. u
* Münden, 24. Rod. 1910. Daß Bürokraten- ft ü d e nicht nur von Behörden begangen werden, lehrt folgender Vorfall, der ans Dransfeld berichtet wird. Ein dortiger Geschäftsmann hatte die Kosten eines Rechtsstreites zu bezahlen und schickte den Betrag an ben_ gegnerischen Rechtsanwalt, versäumte aber, 5 Bestellgeld beizufngen. Anstatt nun die 5 nach- zufordern, ließ fie der Rechts anwalt durch einen Miin-
zurzeit verfügbare Maffebestand beträgt 66 251,64 Mk.
♦ Kassel, 25. Nov. 1910. An Stelle des zum Reichsgcrichtsrat beförderten Oberlandesgerichtsrat Fuchs wurde der bisher am Landgericht zu Verden in Hannover amtierende Landgerichtsrat Dr. Jarjtz zum Oberlandesgeri chsrat bei dem hiesigen Oberlandesgerichte ernannt. Derselbe wird am 1. Januar 1911 sein neues Amt antreten.
I vom Tanze nach Hause bringen wollte. Rommel I brodle ntt dem Revolver und schlug auf den I Jungen Mann ein, der schnell die Flucht ergriff Dann mißhandelte und beraubte er das iunae Mädchen, das einen Schlüffelbeinbruch davon, trug. Erst als auf die Hilferufe Leute hinzueilten, ließ er von dem Mädchen ab. I» der Nacht zum 15. September überfiel Rommel in Borken Himer, rücks einen Mann; er beraubte diesen ebenfalls und fügte ihm schwere Verletzungen zu. Die Ver. Handlung endete mit der Verurteilung zu 7 Jahren
>der nächtlichen D emonstration§u mzü g e, die bekanntlich am 12. November anläßlich einer sozialdemokratischen Protestversammlung veranstaltet wur- den ist gegen den Redakteur Kaul vom sozialdemokra- tischen „Offenbacher Abendblatt", der den Zug angeführt und die Menge vor der Wohnung des Fabrikan- r Böhm zu Schmähungen auf diesen veranlaßt haben soll, Anklage erhoben worden. — Selbstmord durch Erschießen verübte der Kreisamtsgehilfe Hansult aus Gießen. Das Motiv zur Tat dürfte in nner finanziellen Mißlage des jungen Mannes zu suchen sem.
Frankfurt a. M., 24. Nov. 1910. Heute vormittag wurde die Leiterin eines Schuhwaren- Geschäftes in der Bergerstraße, eine 34jährige Stou, durch zahlreiche Messerstiche ermordet aufgesunden; der Mörder hat die Tote beraubt. Zwischen ihm und der Ermordeten muß ein län-
leben seziert zu werden. Es gilt als wahrscheinlich,; daß ste vergiftet wurde. Ihr Mann wurde in Hast genommen.
. . . , sich der Friedensrichter Metta- v a n t zuschulden kommen lassen. Das Schwurgericht in Auxerre verurteilte ihn unter Zubilligung mildern» der Umstände zu acht Jahren Kerker.
* Zwei Matrosen ertrunken. Me aus R e v a l gemeldet wird, wurden von dem Unterseeboot Alli« gator" zwei Matrosen von einer Welle fortgespült"
* Durch den Fahrstuhl getötet wurde im Franziska- Krankenhaus zu Kreuznach der 37jährige Hausdiener yetter von Winzenheim. Er war mit noch einem
* Klein-Auheim, 24. Nov. 1910. Bei der Sektion des erstochenen Wllhelm Jung wurde der Täter Gut- mann vorgeführt. Er behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben. Auch wurde der Begleiter des Gutmann sowie die sechs Begleiter des Jung vernommen. Es ergab sich folgender Tatbestand: Die Burschen hatten die Wirtschaft um zwei Uhr nachts verlassen. Die sieben Klein-Auheimer waren vorausgegangen und hatten auf der Mainbrücke, die kaum einen Meter breit ist, dem Gutmann und seinem Begleiter aufgepaßt. Als die beiden kaum die Brücke betreten hatten, bekam Lei! mit em« Latte einen Schlaa aus die Brust. Leik und
vertrieben, als er sie angriff und die Ladenkasse zu plündern verlachte. Später suchte er in einer Wirtschaft das Dienstmädchen zu erdrosseln; das Mädchen konnte jedoch noch um Hilfe schreien, worauf der Unhold das Wette suchte. Diese Mord-
$■$> Fernsprechanschluß unter Nr. 429 erhielt Herr K. Hildebrandt, Leipzigerstraße 12. (Giesels Brauerei).
— Der Gesangverein Liederkranz, der älteste Gesangverein Fulvas, feiert tm nächsten Jahre fein lOiöbr. SliitungLfen. Wie uns bekannt geworden ist, beabsichtigt der Verein die Feier in einer würdigen angemessenen Form zu halten. Es soll ein Gefangs- wettftren damit verbunden werden.
(*) Aus die Kreisgeflügelausftellung, die am Samstag und Sonnlag im Stadtfaat staitsmdet, sei nochmals aufmetlfam gemacht. Die Ausstellung ist recht gut beschickt. Ais eine Seltenheit wird ein Jtalienerhahn mit 3 «einen gezeigt. Die zur Förderung der Beranstallung gestifteten Ehrenpreise sind rm Schaufenster des Herrn Rudolf Bamberger aus- gepellt.
ein planmäßiges Vorgehen, sondern auf einen getrübten Geist schließen lassen. — Legen versuchter Meuterei in dcr Gefangenentelle ie§ hiesigen Gerichtsgebändes erhielt der Kellner
* Die Streikunruhen in Südwales. Während in Tonhpandy Ruhe herrscht, brach gestern der Aufruhr in dem benachbarten Aberdare-Tale aus. Trotz Regen und Schnee sammelte sich eine nach tausenden zählende Menge von Streikenden und Frauen und leisteten der Polizei, die fie zu gerftreuen versuchten, frusten Wtberftanb. Die Polizisten hieben mit ihren Knüppeln auf bie Menge ein, bie sie mit ihren schweren Stöcken bewarf. Auch mit Stangen, Häm- mem, Knüppeln und Messer setzten sich bie Aufrührer zur Wehre. Etwa sechs Polizisten tourben beriefet. Die Zahl der Verwundeten soll nahezu 100 betragen.
* Unruhen in Spante». Eine neueStreikbe-
w e g u n g ist in Barcelona ausgebrochen, wo 10 000 Arbeiter jede Arbeit verweigern. Die Lage wird besonders ernst dadurch, daß die S t u b e n t e n bie Unruhen schüren. Der Gouverneur erklärte, er werde unerbittlich und mit größter Strenge gegen jede Beeinflussung Arbeitswilliger Vorgehen. — In den Rio Tinto-Minen hat bet Ausstand (vergl. 2. Blatt der heutigen Nr.) unerwartet zum Generalstreik ge- ftihrt. Die Gendarmerie mußte mit flacher Klinge die Streikgruppen auseinander treiben. Die Cafös, die Läden und Hotels sind geschlossen. Die Fremden haben die Stadt Huelva verlassen. Das Kanonenboot „Runez de Bilbao" ist dort eingelaufen. Die Lage wird allgemein als äußerst bedenklich geschildert - Aus Saragossa wird ein blutiger Zusammenstoß Zwischen Karl ist en und Republikanern gemeldet. Die Streitenden warm sehr erbittert und gingen mit allerlei Waffen auf einander los Eine Reche der Streitendm wurden schwer verwundet.
** Das republikanische Ministerium in Portugal hat es nicht verstanden, sich die Gunst der Massen zu erwerben. Selbst die Revolutionäre sind nicht mit den erwählten Vollstreckern ihres Willens zufrieden. Mitglieder revolutionärer und republikanischer Vereine zogen Mittwoch abend mit Musik und Fackeln vor den Sitz des republi.anischen Parteidirektoriums. Es heißt, daß die Kundgebung den Charakter einer Oppo-' sition gegen die provisorifche Regierung gehabt habe. Das Haupt der Revolutionäre Machado dos Santo? bringt in seinem Parteiorgan eine unverkennbare Gegnerschaft gegen gewisse Handlungen der Regierung zum Ausdruck. — Aus weiteren spärlichen Meldungen geht hervor, daß die Unzufriedenheit in der Armee stetig wächst. Anlaß zu Kundgebungen des Mißvergnügens des Offizierkorps gab die Willtür der Machthaber, die unfähige Offiziere auszeichnelen Und zu hohen Stellen beförderten.
X Hoffnungsvolle Jugend. Zwei Schüler der hiesigen Oderrcalfchule haben seit längerer Zeit in emer Ziganenhandlung am Gleitweg Zlganetten ufro. en:wendet, angeblich im Gesamt- betrage von über 100 Mark. Die beiden Lang, finger wußten die Gelegenheit wahrzunehmen, wenn die Inhaber n des Ladens sich in ihrer etwas abgelegenen Wohnung aufhielt. Sie gingen dann in den Laden, eigneten sich bis zum Ein- treffen der Verkäuferin ungeniert größere Mengen der herumstehenden Zigaretten an und kauften I dann zum Schein auch kleine Mengen. Von I
Ausland.
♦ Die Wiedereröffnung des österreichischen Reichs» rats erfolgte gestem ohne Zwischmfall. Der Finanz- mbiifter brachte das Budget unb das Budgetproviso- rium ein unb hielt dann seine Budgettede. Daraus trat das Haus in bie Teuerungsdebatte ein. Der Sozialdemokrat Glöckel tadelte den Präsidenten Pattai, weil er T o l st o i keine Gedenkrede gehalten habe. Während unb nach seiner Rede brachten die Sozialisten heftige Ruse gegen die Regierung aus.
♦* Das Befinden der Königin von Belgien ist nach dem gestern abend ausgegebenen Krank, heitsbericht fortgesetzt günstig. Der Minister deS Aeußern und der Kriegsminister haben die aus Anlaß des Namensfestes des Königs für Sams- tag in Aussicht genommenen offiziellen Bankette abgesagt. Der deutsche Gesandte von Flotow überreichte im Warnen deS Kaisers und der Kaiserin einen prächtigen Blumenkorb für die Königin.
, * ®nefen' 24, Noo. 1910. Zum Weih. .Gutmann wehrten sich gegen. Die Ueüermacht. Gut-
blschos von Gnesen ist Domherr KloSke da- mann zog das Messer und stach blind drauf los Auch selbst ernannt worden. « hat Verletzungen erhalten. Der schwerverlebte Huna
Aus Kirche und Schule.
■t" Fulda, 25. Nov. 1910. Vom 20. No» vember ab ist Herr Pfarrverweser Breitung in Weimar zum Pfarrer daselbst kanoniich be- stellt worden. Vom 1. Dezember ab wurde Herr Kaplan Ludwig Braun von Großentast als Kooperator nach Zella (S.-Weimar) versetzt.
* Limburg, 24. Nov. 1910. Dem Pfarrer 2Ö. Gotthardt in Wehrheini wurde die Pfarrei Well mich, demTikularptarrer Expositius F.H e u ch e. wer in Niedernhausen die Pfarrei Uüngen und dem FrühmessereioerweserH. Schmidt in Hersch. Lach se.Pfarre» Hellenhahn übertragen.
m.JL92'0 ,be 3“neiro' 25. Nov. 1910. (Tel.) DI< ta Ü ben Kriegsschiffen brachj
bem Augenblick aus, als der Kommanbant be»
„-rmas Geraes" von einem Diner auf einem ftanzö»' « Kreuzer an Bord seines Schiffes zurückkehrte<' 3,toei Offiziere unb einige Matrox
b12 ^iberftanb leisteten, wurden unter bem Ruft .Hoch die Freiheit", ermordet. Andere Offizier« wurden schwer verwundet. Die Revolte brach gleich» zeittg auch auf den Schiffen „Sao Paulo" und „Bn» 21a ays- Offiziere wurden an Land gesetzt. Der Matrofe^oao vom „Candido" übernahm das Kom-j mando über das Geschwader, das reichlich mit LebenZ)
* Hofgetsmar, 23. Nov. 1910. G r o ß f e u e r wütete heute abend in der Mühlenstraße hierselbst. Vermutlich in der Werkstätte eines Tischlermeisters brach das Feuer aus, das sich in wenigen Minuten auf das Wohnhaus verbreitete. Ein ziemlich großer Vorrat von Holz gab dem Feuer reiche Nahrung, sodaß sich die ^.mwcchner des Hauses mit knapper Not retten konn- H"- Die Nachbargebäude wurden durch das Eingrei-
”^9en Mehren geschützt. Die Abgebrannten sind sämtlich versichert.
. △ Dtarburg, 24. Nov. 1910. Ein qefähr» ^cher Straßenräuber stand heute in der Person des 25 Jahre alten Arbeiters Rommel aus Borken vor dem Schwurgerichte. Der Anaeklagte, der schon während seiner Dienstzeit tn Mainz wegen gemeiner Verbrechen zu 1 Jabr
bener Gerichtsvollzieher einziehen, der des» wegen besonders von Münden nach Dransfeld kom-
wodurch 7^» Mk. Kosten entstanden, S< naturfi^ von dem Schuldner ebenfalls mit eingezogen wurden. 0 81
» Gemünden a. W , 24. Nov. 1910. Ausländische Elter an der hiesigen im Bau befindlichen Teilstrecke der Bahnlinie Gemünden—Zirnrnersrode haben tn der Jtacgt eme Lokomotive einen hohen Damm her- u«t-rgetoorfen. Die Maschine ist so beschädigt daß sie unbrauchbar geworden ist
9?oä- \910- H-ute begeht bie hiesige ole ischerinnung bas Jubiläum ihres 175- jahr,gen Bestehens.
. Himburg, 23 Nov. 1910. Heute nachmittag traf, der Apostolische Vikar von Norwegen, Herr Bischof
J 3e'. zum Besuche unseres Hochw. Herrn Bischofs hier ein unb wird bis morgen hier verweb en.
* Mannheim, 24. Nov. 1910. In dem Lager» teuer der Oggersheimer Brauerei fand beule' morgen eine Explosion statt, die sofort alles? Brennbare tn Flammen setzte. Der Brand grifft in kurzer Zett auch auf das über dem Keller befind- liche Faßtager über, das in kurzer Zeit ein Raub der Flammen wurde. Leider haben bei dem Brande jroet Arbeiter von 40 und 45 Jahren sehr schwere Brandwunden erlitten. Ter Schaden beträgt nach vorläufiger Berechnung 40,000 Mark
Letzte Nachrichten.
w. Frankfurt a. M., 25. Nov. 1910. ($elegr.> Heule früh geriet der bei der Firma Chemisch« Fabrik Silicium in der Mainerlandstraße beschäl tigte Arbeiter Leo Bohn aus Alfingen bei Würz« bürg zwilchen die Puffer zweier Eisenbahnwagen und wurde zu Tode gedrückt.
W. Mülhausen (Thüringen), 24. Nov. 1910. Die Soualdemokralen errangen bet der gestrigen Stadtverordnetenwahl sechs Mandate in der dritten Abteilung. Bisher hatten ste nur zwei Ver« tretet im Stadtparlament.
W. Limburg, 25. Roo. 1910. (Tel.) Die Frage der L a h n t a » a 1 i s a t i o n ist in ofern in ein neues Stadium getreten, als Direktor Ban,a in Limburg ein Projekt ausgearbeitet hat, das statt der 300 Tomten-Schiffe solche von 210 Tonnen-Schiffe vor« sieht. Dadurch wird der Bau bedeutend verbilligt und eine Rentabilität gesichert. Ter Lahnkaual- verein wird die königliche Regierung bitten, das Projekt auf seine Kosten nachprüfen zu lassen.
W. Posen, 24. Nov. 1910. Bei den Stadt«, verordnetenwahten wurden in der zweiten) Abteilung durchweg Deutsche gewählt, im Ganzen 10. 1
W ßanea, 21. Nov. 1910. (Telegr.) Infolge, x Eröffnung der Kammer im Namen
des Königs der Hellenen protestierten die mufelmannischen Deputierten abermals beim Präst« dmm und den Konsuln.
Ueber den Aufstand in Mexiko ist Zuverlässiges noch immer nicht zu erfahren, da die Regierung strengste Zensur übt, und die Nachrichten von der Grenze ungenau sind. Ter Finanzminister erteilte auf eme Anfrage über den angeblichen Ausbruch einer Revolution in Mexiko folgende telegraphifche Antwort:
eme Zusatzstrafe von 4 Monaten Zuchchaus. —
^orgelte n abend wurde in be. Altstadt ein . -t.-o, »vv,
Hausierer von dem 25jährigen Roßwärter Kraft ?en Wunsch ausgesprochen hatte, nach ihrem ite überfallen und beraubt. Die auf dieHckferuse " '* ' " ' ""
herbe geeilten Leute hielten den Straßenränder fest und übergaben ihn der Polizei. , - * m „
* Höchst, 24. Nov. 1910. Hier ist bei einem Hund ! 6c4 Regelung einer Hiitterlassen.
Tollwutverdacht festgestellt. Ueber zehn >rt- ' |c$ ber Friedensrichter Metta-
schäften ist daher toieberum die Hunde sperre verhängt worbet,.
* Fnrdberg, 24. Nov. 1910. Gestern „acht sind au§ tiem hiesigen Zuchthaus zwei schwere Verbrecher entsprungen. Die Gendarmerie und die Lonzelorgane sind in der ganzen Umgebung auf der Suche. > ° '
*" Flieden, 24. Nov. 1910. Vor kurzem rouröen zahlreiche Arbeiter ans unserem Orte und der Umgegend von der Firma Schäfer, welche den hiesigen Bahn-Neubau, bezw. Babnhois-Er- Weiterungsbau ausführt, entlassen. Der Grund der Entlassung war nicht etwa Ärbeitsrnangel oder fchlechte Witterung oder schlechte Arbeitsleistung seitens der Entlassenen, es sind vielmehr für die Entlassenen ebeniooiel und noch mehr Ausländer i .... . g** «■ ouut
eingestellt worden; auch wird trotz des schlechten “ ° . Is -ut,0,nalen Zuchthaus verurteilt wurde Wetters wettergearbeitet. Die Entlassenen waren “a’,m öer Tracht zum 25. Juli auf der Land« größtenteils fchon den Sommer und Heibst bei der >lta»e Zwilchen Großenenglis und Kleinenenalis Firma tn Arbeit. Der Grund der Entlassung soll einen jungen Schmiedegesellen, der ein Mädchen
R^r lein: Die F,rma Schäser hat in der Nähe | vom Tanze nach Hause bringen wollte. des Baugeländes eine Kamme mit Schlafräumen Spiriluosenausichank und Speisewirtschaft errichtet und tneielbe teuer an Auswärtige vermietet. Da nun die Arbeiter von hier daheim schlafen, chr Essen von da Mitbringen oder fich bringen lassen und ihre sauer verdienien Pfennige nicht in der Schäfer'fchen Kantine m Bier und Fusel umietzen, ist einfach em grofeer Teil der hiesigen Arbeiter entlassen und da- für Ausländer eingeiieUt worden, welche sich, wie i versichert wird, bei ihrer Einstellung durch Unterschrift verpflichten müssen, in der Kantine, foiveit L die Platze reichen, zu übernachten uno dafelbst zu I Zucht hau- 8 Fahren Ehrverlust^ ««n -ss-n- ,Das Trinken kommt dann bei diesen Leuten Lite? Polizeiaufsicht ^'Verlust und Stellung von felbii. Die Entlassung ist umso bedauerlicher, * —
, . .-Die fraglichen Kabelmeldungen sind unsinnig übertrieben. Die Unruhen in Tvrreon und Umgebung sind von kemerlei Bedeutung; die Regierung ist Herrin Der Vage. Es ist feine Rede davon, daß irgend em eolbat zu den Aufrührern übergegangen ist oder daß dre Slädte Chlhuhua oder Puebla in Gefahr waren in ihre Hände zu fallen. Die Regierung steht in tele« graphsichem Verkehr mit dem ganzen Lande und dem Anstande. Die Lage ist nicht bemnuhtgenb; der einiige ®runb der Beunruhigung sind die von übelwollenden Leuten ausgehenden Senfationstetegramme."
Die Presse in Mexiko ist ohne Nachrichten. Das Kriegsdepartement gibt bekannt, daß in allen ßrten, wo Unruhen vorgekommen sind, die Ruhe wiederhergestellt ist, außer in der Stadt Guerrero. Anscheinend authentische Nachrichten aus Eipaso besagen, die mexikanische Regierung habe alle Städte im nördlichen Akexiko wieder in ihrem Besitz.
» Zu der revolutionären Bewegung in dem Hafen von Rio de Janeiro, der Hauptstadt Brafiliens (vergl. 2. Blatt), wird neuerdings gemeldet, daß es sich um eine Insubordination ohne politischen Charakter handle. Die streng durchgeführte Zen- sur verhindert wettere Nachrichten. Die brasilianische Gesandtschaft in London empfing aus Rio de Ja- netto ein offizielles Telegramm des Jnhatts, daß die Besatzung des Li 'ienschiffes „Mmas Geraes" gemeutert und den Kapitän und drei Offj. ziere ermordet hat. Tie Leute verlangten höhere Löhnung und weniger Arbeit. Später meuterte auch die Mannschaft des Linienschiffes ,Sav Paulo". Beide Besatzungen hätten gedroht, Rio de Janeiro zu beschießen; tatsächlich seien auch einige Schüsse abgegeben worden. Tie Regierung versuche, die Uebergabe beider Schiffe ohne Kampf zu erreichen. Tas Heer sei regierungstreu und die Stadt ruhig Gestern sind die aufrührerischen Schiffe, die die Nacht über sich auf dem freien Meer aushielten, in den Ha en zurückgekehrt.
,, J e 'snuanung >tt umfv vedauerlicher, ♦ Mendorf 23 Nov iqin «,»: als der Winter vor der Tür steht. Die Erbitterung Pfeiffer wurde dttser Taa/« dem Gastwirt
den hiesigen Arbeitern ist begreiflich; denn Der
die Entlassenen arbeiten sonst in Frant,urt und • Sam JJi“rf.unb entkam.
Westfalen das ganze Jahr hmduch, auch im Winter. Ler fa?"n' über^ da? Vecm^.,^ k Ä %nrlu r 8 = Nun haben ste, um daheim sein zu tönnen, mitten an „ n e7e i a e n n f t e?f A Ta ^ro‘6et
in der Sommerszeit ihre sichere Arbeit au aeaeben I -uz 01',e J e i ge nos, ens ch a f t soll mit Genehmi-
und arbeiteten für weniger Geld hier. Jetzt ^vird I f“"8 keiney Abschlagsvcrtei-
ihnen einfach der Stuhl vor die Tür gesetzt und ste Ip«9 /folgen. Nach dem auf ber Gerichtsschreib-rel
T2ET?? T 8an”n “‘“j"""- * Ä KiÄSS
<T,„ I jüäs«*’ »?”"«? -u bE?ch»--n. D»
In der zweitm Klasse die Wahl des Spenglermeisters f, tn der ersten Klaffe die des DirettorS Z i e g ■
♦ Eisenbahnunfa«. Bei dem Eisenbahnübergange nach Lykwen (Oiiprcußen) wnrde ein Wagen mit „ - . --------- v.t ,tuuu| uumvniaier an- i Insassen aus Gioß-Buchwalde von einem
finnigen Streiche war die Entsernung von der liesen. In einem Eiergeschäfie wurde er d»rA i riebwagenzuge ü berfahren uns zertrüm- Anstalt. T-r -,n- h,r rnI h;„ «>..!" ^' ^eichllsie wurde er durch | wert. Die beiden Insassen wurden getötet.
* Mit Leuchtgas Vergiftet haben sich in Franken» lhal (Pfalz) die Schnctdermeistecseheleute Fritz Dolle und deren erwachsener Sohn. Der Beweggrund find zerrüttete Familienverhältnisse.
Die Jacht des Zaren, .Riarewo", ist am Mitt- woch plötzlich ge,unten, das in Petersburg begreiflicherweise großes Aufsehen erregt. Das Schiff war im Moika-Kanal dicht neben dem Gebäude der _ | »h^iralität, alio mitten in Petersburg, verankert.
A»s b sher unbetannfer Ursache sank die Jacht ut anaenenwtte wenigen Minuten. Die Hebungsarbeiten Erden 9R,ihe «" ^7°-----777 **v7“ "" -«uurt fofort begonnen. Die kostbare Emrichtuna der Jacht
-^?o.^A^ärz zwseinen^»/, Jahren Zuchthaus | ist volluändig zerstört. 0 ’
* Unter verdächtige» Erscheinungen starb in
Leipzig eine 43Mrige Frau, die vor ihrem Tode
hatte Hut und Manlel im Laven zmückgelaffen.
och im Lause, be§ Vormittages gelang es ber > ------»uui um uuaj einem
rirtminal-PoIizet, ben Täter, ein n etwa 33 Jahre Zungen Manne am F a h r st u h l beschäftigt, der nicht allen Man, m verhaften. Das Publikum funktionierte. Plötzlich setzte sich der Fahrstuhl erwischte ihn für einen Augenblick und hätte ihn Bewegung und Fetter, der den Kopf im Schachte ae'yncht, wenn nicht die Polizei mit ber blanken s^t das Genick gebrochen, sodaß er so-
®r ^at. stch nach seiner durch, daß d r Bremsklotz einer Lokomo- Linlieferung in das Gesangnis mit et em Taschen, tive brach. Alle Versuche, sie fortzuschaffen sck ei- meffer so schwere Verletzungen beigebiacht, daß lerten, sodaß die Lokomotive auf dem G.eis dcmon. an seinem Aufkommen gezweifelt wirb. Wald. | liert werden mußte.
... 7 7 <. "7"’ -vv.., schmidt hatte im Laufe des Vorm tlaqes bereits
Rachbarsleuien beobachtet, wurden sie zur A»ze ge zwei Raubmord . Versuche in der Be oer- na rn t n ' , I (trage unternommen, d'e jedoch glimpflicher ab-
I tnlrtrt Cy. 1.. m ? . r < Hi* *
Die Meuterei in Brasilien.
W Paris, 25. Nov. 1910. (Tel.) Aus Rio be' Janeiro ging bem hiesigen „Courier ou Bresil" ein' Telegramm zu, wonach alle Truppen der Armee so.) wie die gesamte Polizeimannschaft den Befehl erhiel»! ten sich in den Kasernen marschbereit zu halten. Den Artilleriereglmentern wurde befohlen, die die Stadt/ umgebenden Anhöhen mit ihren Geschützen auf das erfte Signal zu besetzen. Die Bevölkerung hat volles h.«rtmUCn Verhalten der Regierung. Matrosen> des Panzerschlsses „Minas Geraes" haben bie von' zahlreichen Kugeln durchbohrten Leichen ihres Schiffs./ ^°"danten und dreier Offiziere an Land gemacht/ t-n EAufinecksamkeit der Truppen auf sich zu lew- zuttickkehrm" ^ ""behelligt an Bord ihres Schiffe,!
Anstatt Der e.ne der Uebeltäler ist ein Russe, bie resolute Veikäuser.n^^m.t' dem^Küchenweffer der andere, der Sohn eines hiesigen Beamten, *" fI- ------" --- -• - - -
hat sich, als er merkte, daß bie Sache ruchbar wurde, aus dem ©taube gemacht.
= Beim Rodeln brach gestern ein Schüler
be§ Landerziehungsheims Bieberstein ein Bein.,-------------,uu,ie. ™ y(0t0.
™utöe ,n das hiesige Landkrankenhaus ein- sucht des Verbrechers bürste doch wohl nicht aus geliefert. ein planmäßiaes Voraeben innh,r„ m.f
er hat Verletzungen erhalten. Der schwerverletzte Jung
Pontedera bei Pisa, 24. Nov. 1910. Der I to“c bl?n der Brücke noch heruntergegangen und lag KardinalSanminiatelli-Zarabellaist gestorben nebern, b«n Eisenbahndamm, wo er jedenfalls zusam- mensturzte. Er hatte einen Sttch am linken Oberarm
- . , »ei bie erfilagabet durchschnitten hat. Gutmann wußte
Lokaler. n.itbt- daß VC den Jung so schwer verletzt hatte. Er
a rk m t nach Hause und morgens auf seine Ar-
Fulba, ben 25. November 1910. beitsstelle, wo er von dem Gendarmen verhaftet wurde
(♦) Die nächste Sitzung ber Stadtverordneien-Ver- 101°- 171500 Mack wur-
sammlunq finoet Aiontaq den 28. November 1910 ^auausschuß für Errichtung eines neuen K es- abends 71/« Uhr statt mit folgender Tagesordnung: > " " ' * Stadt krank en Haus mitsamt
1) Errichtung einer Lehrer, unb Lehrerinnenftelle ?toei Kesseln vorbehaltlich bewilligt. — Wegen an den katholischen Volksschulen. (Dr. Raabe) ---- *
2) Erricbtung einer Lehrerinnenstelle an der evangl Volksschule tBüttner). 3) Kenntnisnahme des vom Provinzialrat festgesetzten Blietsentschädigungtarifs für Volks chulledrer und Lehrerinnen und Bewilligung der für die Lehrerinnen erforderlichen Kosten (Breitenborn). 4) Kenntnisnahme von einem in einer Streitsache ergangenen Urteil. (Rang). 5) Veräußerung eines Grundstücksstreisens an der Nord- eite der oberen Sturmmsstraße. (Rübsam.) — In geheimer Sitzung: 6) Gewährung der freien Dienstwohnung an einen Schuldiener. (Singer).
♦ Eilbestellungen für CrlSfenbungen. Die Reichs- »oft wird vom 1. Dezember ab versuchsweite die i Eilbestellung von Paketen, Einschreibesendungen, Sendungen mit Wertangabe und Postanweisungen auch für Ortssendungen emsühren, während bisher nur gewütmliche Briessendungen zur Eilbestelluna .............. „„ Bl„lwwltll UIUH ein ian,
an ben Empfänger tn den Orts- und Landbestell- aerer Kampf stattqefunden Haden Der Mörder bezuken des Aufgabeortes zugelassen waren. hatte Hut und Mantel m E XÄ'