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Leitung

«sulüaer

o Mit guten Vorsätzen

Ausland.

würde sic tun und es ist das Einzige, was mir Freude

demokratische .Offenbacher Abendblatt» (Nr ^l) einen neuen nicht minder unzweideutigen Beweis für die emstlich nicht mehr bestrittene Tatsache von der Religionsseindlichkeit der Umsturzpartei. Das Offen- bacher Blatt erklärt in einem Artikel .Zum Austritt aus der Landeskirche» offen u. a. folgendes:

Bon Seilen ter sozialdemokratischen Partei wird eine sehr rege Propaganda getrieben zum Austritt aus der Landeskirche.» . . , 3« dem Verein, der sich Kirche nennt, kann ein Sozial­demokrat nicht gehören, well dieser herein die Sozialdemokratie bekämpft. Praktisch komint das um in Lage bei der christlichen Kirche. Darum „heraus aus der Landeskirche!»

Damit ist Klarheit geschaffen: kein Christ kann in Zukunst noch Mitglied der sozialdemokratischen Partei sein — entweder Christ oder Sozraldemorrat. Beides zusammm ist Unsinn. Wenn andere sozialde­mokratische Blätter noch immer den kirchenfemdlichen Charakter ihrer Partei bestreiten, so halten wir ihnen des weitem das offenherzige Wort des Sozial,,.m Mmke in der Augsburger Protestversammlung gegen den dortigen Katholikentag entgegen:

Mer dem Sozialismus huldigt, kann nicht in bet Rttdte bleiben. Sonst ist er ein veuchler oder ein bummer Kerl.»

Ra also.

werden." t

Die „Rhein.-Westf. Ztg.» bemerkt über die Stun- ------ in" industriellen Kreisen gegenüber

M 269.

Donnerstag 24. November 1910.

ST. Jahrgang.

" „Gott segne Siel Miß Barüehi Sie fühlen Mit- leid mit uns», sagte der Diener. ©tauben Sie nicht Miß, daß ich auf ©eiten des alten Herrn stehe, im Gegenteil, ich habe in dieser Sache, wie in andem Dingen Mr. Walter's Partei genommen. Aber »un ich meinen armen, alten Herrn so bleich und stlll da liegen sehe als ob er kaum noch in tiefe Welt hin- eingehörte,'fange ich an, mir Vorwürfe zu machen. Ich hätte nie geglaubt, daß er sich die Dinge so zu Herzen nehmen würde — — "ber wie die Sache, stehen, Ms das Einzige, was uns übrig bleibt, daß wir die beiden wieder zusammenzubrrngen suchen, ehe der alte Herr die Augen schließt. Run wiffen wir aber gar nicht, wo wir den jungen Herrn zu Ducken haben, wiffen nicht emmal, in welchem Land« i er sich befindet. Bor vier Wochen etwa hat er aus i Dover zwei Zeilen an Miß Cliffotd geschieben, das ist alles, was wir von ihm gehört haben rthuen schreibt er doch aber, das versteht sich von selbst, und nun bitte ich Sie, Miß, uns seine Adresse zu geben. Nicht wahr, Sie schlagen es mir nicht ab? — Wir alle werden Sie dafür segnen.»

„Mary erblaßte und Träum strömten ihr aus den Augm.»

.O Sir», sagte sie, .ich gäbe alles in der SM I darum, daß ich im Stande wäre, Ihren Wunsch zu erfüllen. Ich kann mir denken, wer Sie sind, mein armer Walter hat mir oft von Mr. Baker erzählt, und ein Wort von Ihnen würde genügen, mich Jhrnn Verlangen geneigt zu machen, aber ich /anuJhn-n nicht Helsen. Walter hat nie an mich geschrieben, ich bin ebenso außer Verbindung mit ihm wre öte es sind und habe ebenso schwer barunter gelitten wie sein Vater Nie aber hat es mich so tief geschmerzt wie in diesem Augenblick. Mein Gott! fein Vater in Sterben und keines Sohnes Hand die feinige zu drücken! Keine Möglichkett, einen Blick der Liebe und Versöhnung auszutauschen, ehe der arme, alte 5>err die Streitigkeiten und Bestrebungen dieser Welt dahinten läßt und vielleicht zum erstenmal einsteht, wie llein und nichtig sie sind im Vergleich zu der Liebe unserer Angehörigen und im Vergleich zu dem Frieden Gottes!»

(Fortsetzung folgt.)

... AuS dem Hanfabunde ist bekanntlich der Münchener Bankdirektor Freiherr v. Pechmann auggetreten, und zwar wegen der zweideutigen Hal­tung des Hansabundes gegenüber der Sozmldemo- kratie. Seine Stimmung, die er in einem langen Schreiben zum Ausdruck gebracht hat, gibt einem Leipziger .Rationalen», ober hanfaüundesfreundlichen Blatte Veranlassung zu folgender Warnung:

Es kann leicht gegeben, daß dem Freiherr» von Pechmann noch recht viele folgen, und baß so eine Organisation zerbröckel: wirb, ehe sie noch rcchl zum Schaffen gelangte. Will sie aber breies Schicksal »er* werben, so muß sie sich von dem bisherige» Gebanken- | kreise welchen unb sich wie der Roland von Hamburg mit Schild irnb Schwert auf die Grenzwaflt iieUcn daß umer nationales Dasein, die bürgerliche GeseUschafl U!tb bas benlsche Wirtschaftsleben von den herantobenden Wellen des internationalen Sozialismus nicht nern'ch.e.

macken kann.»

„Meinetwegen», sagte Bartley vorausgesetzt, daß sie sich begnügt, den jungen Menschen zu preistn, dte unüberwindlichen Hindernisse zu bellageu und Dich zur Geduld zu ermahnen, wäre nichts Dagegen etnju- wenben . Jedenfalls will ich mir die Sache über­legen.»

Inzwischen verlebte Oberst Cliffotd trübe Tage. Daß sein Sohn ibn verlassen hatte, tat ihm bitter weh, wenn er auch zu stolz war, es zu jetgen. »ußndem machte er die Erfahrung, ba^ wahrend er sAbst sich zwar allgemeiner Achtung erfreute doch Waller im Hause wie in der Nachbarschaft bei weitem beliebtet war. -

Eines Tages hörte er wiederholtes Imit^ Frm- dengeschrei und die Ursache desselben blieb ihm nicht verborgen. Bartley's Grubenleute waren auf em reiches Kohlenlager gestoßen und förderten Hunderte von Zentnern an das Tageslicht. Oberst.Lifford, der nicht Lust hatte, sich selbst unterBartleys Arbe.- ter zu mischen, sandte den allen Baker aus ErkunDt- lounaen eimtniefien unb von der Stunde an ließ sich s lichen Neuigkeiten zuzutragen die ihm zum ^eu schweren Anger bereiteten. Bartley wurde täglich inehr zum Rebenbuhler der eigentlichen H-Mchafü Die Armen kamen zu ihm, den Abfall der Kohwn z

In diesem Zustande wurde er täglich von Arzt und Wundarzt besucht; auch fernen Rechtsanwalt ließ er kommen und hatte wiederholt lange Verhand­lungen mit ihm.

Dies gab im Dorf viel zu denken und zu reden, tmd da sich nach und nach ein wahres Spioniersystem ausgebildet hatte, durch welches die beiden rivaliste- renden Magnaten Nachrichten über ihr beiderseitiges Tun und Treiben erhielten, Nachrichten die zwar nicht immer richlig waren, so erfuhr denn auch Mr. B<nt- ley, wie es im Hause des Gegners ftanb und faßte danach seine Pläne.

Denselben Tag, als Hope's Rückkehr erwartet wurde, bekam Mary einen Brief von ihm. in dem er ihr mitteilte, daß et durch Halsschmerzen und Fieber, die aber beide durchaus nicht besorgniserregend waren, n«h einen ober Zwei Tage am Reisen verhindert fein würde; bann aber traf ein Brief ein, den er nur un­terzeichnet hatte und der die Mitteilung enthielt, daß er einen leichten Anfall von typhösem Fieber habe und sich in ärztlicher Behandluiig befinde.

Mary beschwor Mr. Bartley, sie zu dem Kranken reifen zu lassen; er schlug es rundweg ab und hatte dafür allerdings sehr triftige Gründe; auch sie zu Ms. Caston reifen zu lassen hatte er weniger Lust j als je.

So standen die Dinge, als eines Tages ein alter, schwarzgekleideter Mann mit weißen Haaren, der höchst anständig aussah, mit einem Wagen des Ober­sten nach der Farm gefahren kam und mit bewegter Stimme fragte, ob er Miß Mary Bartley sprechen könnte.

Sie bekam so selten Besuch, daß von einem Ab­weisen nicht die Rede wat, und so wurde denn auch John Baker ohne weiteres zu ihr geführt.

.O Miß Barüeh!» tief der alte Mann, der viel zu aufgeregt war, um mit müßigen Redensarten Zeit zu verlieren, .wir sind in großer Rot in Clifford Hall, Mr. Walter ist fort, hat keine Adresse zurückge- läffen und mein armer Herr liegt im Sterben.»

Mary brach in einen aufrichtigen Schreckensschrei aus

AU5 dem Uachbargebiete.

* Lauter (Rhön), 23. Nov. 1910. Aus Grund der Ortsbestchtigung unb von Zeugenausfagen wurbe bet Schwiegersohn des toten Händlers Schiereth Schreiner Gustav Schlereth von hrer, wegen dangen den Verdachts, seinen Schwiegervater ermordet zn Haden, verhaftet.

♦ Bebra, 23. Nov. 1910. Der hiesige tfraelt tische Frauenverein kann aus ein 50iahrrges Bestehen zurückblicken. AuS diesem Anlaß sand eine würdige Feier statt.

* Frm.kst.rt a. M, 22. Nov. 1910* Am hiesigen Hauptbahnhose wurde ein Kellner aus Elberfeld in dem Augenblick verhaftet, als er ein unter falschen Vorspiegelungen angeworbenes Machen em öffent­liches Haus nach Bayern brmgen wollte Aus der bet ihm vorgefundenen Korrespondenz wurde das schänd­liche Gewerbe des Mädchenhandel» bewiesen. - Ein Güterdam vfer rannte beute in der Nähe des hiesigen Hafens einen großen Kohlenprahm von Mathias Stinnes derart a n, daß die Steuerborb’ wand eingedrückt und btt Ladung unter Wasser gesetzt wurde. m .

* Hofgeismar, 24. Roo. 1910 Zum Besten der hiesigen Steintinverschnle findet am 2. De-

Bochum kann er nähere Adressen ersahrm bei dem i Zentrum wählenden Polen, der dreserhÄ' MW wurde, ob er denn verrückt sei, und dem Arbetter der, well er Zentrum wählte, die 50 Mk. Weihnach^ge-1 schenk seitens bes Werkes nicht, erhalten soll Viel­leicht löst er dann auch die Preisfrage, wie ~ W in Einklang zu bringen sind mit dem spmche eines Bochumer liberalen ^ndusttiellen man solle im Arbeiter den Menschen achtm. >zm oberschle. fischen Industriegebiet wird man ihm einen Berg­arbeiter nennen, der nach mehr als zwanzigichriger Ar­beit auf einer Grube wegen feiner «ttminabgabe fürs Zentrum entlassen wurde. Auf bet Rückreise wurde es sich empfehlen, bei der Stummschen Werksverwal­tung in Neunkirchen anzuftagen, wie sie ihren jüng­sten Wahlanschlag mit bet Erhaltung des »Besten im Menschen» zu vereinigen wisse._______________

ickeinen die Sozialdemokraten in den eben Schiin-Mchni« b<8 R-Ich«'-«s W treten zu sein. „

Wenn man den „Vorwärts» als das Sprachrohr der sozialdemokratischen Reichstagsmitglieder anspre- chen darf, dann beabsichtigen die Genopen m diefer Taauna eine besondere G l an zl e ist u n g zu vollbringen. Zunächst bezeichnet das ^t ^le Tat­sache daß der Reichstag nicht, tote zuerst beabsichtigt war' aus den 8., sondern erst auf den 22. November einbetusen worden war, als Vet s ch l eppungs- t a k t i k, durch die man einer gründlichen Erörterung der polittschen Lage und einer eingehenden Kritik der Regierungspolitik au8 dem Wege gehen wolle. „Aber, so sagt der „Vorwärts»,

„emschrSrilen können diese polttischen Faffeure d„ Kritik wohl durch solche Machenschaften, völlig h. n b e rn Tonnen fie baran die Sozialdemokratie Nicht. Es

's» ä&.

bie Fehler bet Reichspolitik aufzubecken.

Wir haben immer geglaubt, daß sich m der Kurze der Reden der Meister zeigt. Leider aber haben wir die traurige Erfahrung schon ^it langem machen müs­se« daß gerade die Sozialdemokratie die Nedner- tribüne des Reichstags als den geeignelften Ort zu betrachten scheint, ihre gehässigen Angriffe aeaen die Regierung und die anderen Parteien vom Stapel zu lassen und ihre verhetzenden Verleumdun- unt« das Volk zu schleudern, und es sind mmer wieder dieselben „ollen Kamellen, die man da zu hören bekommt. Die sozialdemokratstchen Reichstags abgeordneten bekommen doch auch ihre Diäten. Ja, ist denn der deutsche Steuerzahler nur dazu da, mit seinem Gelbe die Hetzereien der Genossenzu unter­stützen? Muß er nicht auch von dieser Partei, die sich immer mit so ungeheurem Pathos als die eigent­liche Bolkspartei bezeichnet, Positive Leistungen imd nicht immer nur eine Politik der reinen Verneinung

in ihrer Aktion vorschweben sollen, wie er auch die Notwendigkeit betonte, getreu die wohlbekannten päpstlichen Direktiven zu befolgen, denen. die Mit glichet deS Kongresses zu wiederholten ^ialln aus drückliche und kindliche Huldigung behmbet habe» - Das katholische Blatt,Avventre b Italia meldet aus Mobena, baß her Heilige Vater an den Erzbischofvon Modena em eigenhändige- L-chiei-

gerichtet hat, in dem er seine Freude über den Ausgang des Kongresses unb über die von bai Katdoliken gesaßten Beschlüsse ausspricht. Damit fallen" schreibt bas Blatt weiter, alle bösartigen Jnfin'uationen der Liberalen, als ob eme u. iißbl li- BÄK - -Ä SS

? ' d m Kathoiikenkongre- einen ausgeprag en Cha- rakler gefunder und christlicher Demokratie auf vräaten (Rach einer späteien Plelvung ertlari t Vätore Roman--, daß in dem Briefe des h - j>nLra an ben Erzbischof Bruni von Mobena lciner lei Urteil über bie von dem Katholikentag „gefaßten Beschlüsse» enthalten gewesen in.)

* Die Bersolgung der Orden m Portugal. Regierung in Lissabon gab .demGouverneuruuD dem Bifchos von Macao « Kolonie in Sudchiua telegraphisch bte Anwe ung den Erlaß über bie Ausweisung der Sefurtt unverzüglich in Anwendung bringen. — Än^esichU

der Trennung von Staat und Kirche, die da» P blikanische Regiment doch schon flrengeduragefuhrt ■ hQi tft zücht recht verständlick, rote es dann noch : Dem Bischof von Macao Anroeifungen zu "tet nprmna Die Herrschaften von Lissabon schkinen über sich unb ihre Politik sich selbst noch utchi klar aeroordtti zu fein. Der Draht weiß weiter schon zu mclben, daß sich ein Teil der Jesuiten nach Braplien die anderen nach Cochinchina und> englisch^Jnb » beaeben wird. Der neue Präsident von -vrapiien reiat keine Lust, das von seinem Vorgänger erlassene kutturkämp^cische Dekret, das den vertriebenen por- tugiesijchen Jefuiten ein Asyl m Brasilien versagt,

4** Selbstverwaltung für ^Aa^. Det Muuster des Innern Winston Churchilletllarie m einer Rede in Highbury, er protestiere gegen die Beschimpf fungen der Unionisten auf die irische Pattei. Die Stunde für die Aussöhnung j | tj.,» Nolke fei jetzt gekommen. Irland, frei m allem, was es berechtigterweise selbst angch^ werde in furipr Seit feinen Platz in wahrer unlöslicher Bet “Ä m 'Ä d"*™- ”'e. ! es die tapferen Buren getan hätten, untet bem Bei- fall bei Kolonien und der großen englisch Republik und zum Verdruß jedes europäischen Neben- buhlers von Englands Größe.__

Protestant Alliance.

* Den italicntschen Katholikentag hatten bte Blatter be8 intemationalen Liberalismus dahin auszn- ichlachtcn versucht, daß sie behaupteten, bet Pap|t ft ehe der Veranstallung als Gegn r gegenüber Dazu hatte eine tmgelck-ckle Auslassung des romtsch-ofsi- nöfen Blattes' .Olfervatore Romano' nut bte Ver­anlassung gegeben. Nun wird aus Rom gemeldet: Muich'se C.i polti, her dem Papste den Tcxt seiner Schlußrede am ilaltrnifckun Kakhotitentage von Rko- t-eim hatte zukommen lassen, erhielt cmen Buef, u- cem der päpstliche Staatss-kretar dem Marchese milteilt, daß der Heilige Vater mit großem Vergnügen von dieser Rede Kenntms genommen ade und'Worte wohlverdienten Lobes für »en Marchese ausgesprochen habe, der mit so viel Kompetenz der Versammlung präsidierl habe, seine öelmteit treue sich lebhast über bie genannte hoch- innige Ansprache, mit der der Präsident m treff- ichcn, schö.ien Worten dre hohen und roichngen Rick liiiien berüorgelroben habe, die den Katholiken

2. Blatt.

Druck unb vertag der gutoaer Aetiendruckeret in fiulba.

** Kein dentsch-tschechischcr Ausgleich. Der b o h-! mische Landtag ist am Dienstag vertagt worden nachdem der Oberstlmidntarschall und dre mei­sten maßgebenden Persönlichkeiten der Landtagspar­teien sich gegen eine Fortsetzung der Verhandlungen ausgesprochen haben. . , 1

** Der französische Senat hat die Vorlage ange­nommen, durch welche die tägliche Arbeitszeit der unter Tage beschäftigten Bergarbeiter auf acht Stunden herabgesetzt wird.

** Will Frankreich Monako eutjteden? Der grö­ßere Teil der Bewohnerschaft von Monako verlangt nach dem „Journal» die Entfernung aller vom Für- ten zur Verwaltung des Fürstentums berufenen Fran­zosen. Die Menge veranstalttte kürzlich eine Kund­gebung gegen den Generalkommandanten Admiral Hautefmille unter den Rufen: „Nieder mit den^ran- zosen! Tod den Franzosen!» Unter diesen Umstan­den ist die französische Regiemng, bet aller Achlltng vor der Unabhängigkeit des Fürstentums sest entschlos­sen, zu verhindern, daß an den den Begierden der Gegner Frankreichs ganz besonders ausgesetzten Punk­ten der Riviera ein Herd franzosenfeindücher Treibe­reien geschasfen werde. Es sind affe Maßnahmen ge­troffen, um erforderlichenfalls ein entschiedenes und rasches Vorgchm zu ermöglichen.

*» Tie religiöse Hetze in den englischen Wahlkampf htneinzutragen, sind bie Orangemen, Der Evangelische Bund Großbrttameus, bemüht. I Er veröffentlicht eine Kundgebung, roottn er ferne Mitglieder auffordert, nur jene Kandidaten M unter, nützm, deren Protestantismus (lies Romhaß) üoer ieben Verbackt erhaben ist und nachdrückltch alle zu betören, die sich als lau ober feindlich «roiefen. vn diesem Zusammenhang stellt die Kundgebung Tc!t, daß eine große Anzahl von Aiitgltedern des IbiterhaufeS, die bei Den letzten allgemeinen Wahlen mit protestantischer Hilfe durchgebrungen feteti, öte protestantischen Wähler und dw Jnteresien des Protestantismus vecraten hatten, indem sie m Der Sache des Thronetdes sich auf bte Seite der Gegner stellten. Die Protestanten sollten sich die Namen dieser Deputierten für bte kommenden Wahlen cut merken. Da auch der Premierminister sich iftr die Beseitigung der Formel des Krönungs- eides aus,prack, gehört auch er zu den Feinden der

--------■ ----—— crßjtten und sie durften denselben unentgeltlich mit.

/ itt A»fflhriid es Gedeimnis. nehmen. Sie schmeichelten Bartley und sprachen ihm * »» Vb wmilfviliuii». Lu GtMen mit einer gewissen Geringschätzung von

Koman in urctBänden von Charles Rcode h)em Oberst, was sie früher nie gewagt hätten. Und m -t, »ttnrh I bann aefchah etwas, das den alten Soldaten mehr

So graste denn Bartley emg^ y Irrste als alles andere Er war Eigentümer des zu einem Ausflüge Lust Han- „ö«) tonnt, mit Atn l Bodens der Gemeinde imb aller

an di- See reifen», fugte er, aber nicht besonder» gan-m und ^«rchme einer klei-

steundlich, hinzu binne nen Bierschenke, zu der etwa andetthalb Acker Land

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ge^eIL um mein t olu: das Ganze wett war. Durch geschickte Verhandlungen

„Damit sic D-r vim Walter E.lM°ro vor,wroayr bie ^ovberullfi „ach und nach etwas

„Ja, Papa», gab Mary ruhig ö»r Antwort das U;lb ll)ar ,n1 Begriff gewesen, den Handel

... mir Xreube I Pfund abzuschließen. Als nun aber der

junge Mann plötzlich fortging, fiel es ffem Besitzer des Hauses nicht ein, mit dem hochmütigen Oberst weiter zu verhandeln; er begab sich vielmehr zu Barttey und dieser erstand die Keine Besitzung im Laufe non fünf Minuten für 1200 Pfund, zahlte sogleich ein An- gdb, liefe mit unerhörter Geschwindigkeit den Kauf­kontrakt ausseyen, und ging, sobald er sein neues Eigentum in Besitz genommen hatte, mit entern Heer von Arbeitern ans Werk, ein Arbeiterdorf, das heißt eine Straße von 80 Häusern, aufzubaueu. Diese waren zehnmal besser als die alten Dorshütten des Obersten, und so liefe sich voraussehen, daß auch nicht eines leer stehen würde. Besonders von den Gruben­leuten mufeten sie eifrig gesucht werden und sichtlich erlaubte sich keiner von ihnen, dem gestrengen Besitzer den Mietzins schuldig zu bleiben. Die Bierschenke Mte'^ örtgesühri werden, war ihr doch wied^um durch die Gmbenarbeiter eme Kundschaft gesichert, auf die um so fester gerechnet werden durste, da Bart­ley sich sofort bereit erklärte, das auszuschenkende Bier in bester Qualität selbst zu brauen.

Alle diese Dinge zusammenz-nommen wurden zu viel für den Oberst, der ohnehin seit Jahren an Po­dagra litt. Ein heftigerer Anfall, als er je zuvor ge­habt warf ihn auf das Krankenlager unb bte Schmer­zen stiegen aus den Füfeen höher und hoher tn bte übrigen Teile feines Körpers.

Vr .Vorwärts» zählt all die Punkte auf an Denen die Sozialdemokratie bei den Netchstagsver- ftanblungen etwas auszufetzen hat Da bletbt aber audi fein Gegenstand und kein Gesetz verschont, über die das Blatt nicht die Lauge einer unsimchtbaren . m in < n d u ,t r t e 11 e n « 1111 <• » -----

Kritik ergießt. Da ist der Etat, die Mitttar- mi bem Hanfabunde: .. „

Marinesorderungen, die Milttarmvaltden, die Reichs- 18miten dec O-ffentlichkeit Meinungsanpe-

wertzuwachssteuer, die ReichsversicherungSordnung, ruH^t uiveter Großmbustrie unkrbreilen, bte dis bie aeiamte Sozialpolitik, die neue Sttafprozeßord- ^nuna des Haiffabundes m Etstaanen darüber fetzen nun« an allem ift zu tadeln und auch das Gute, was winde», in welch großem dichvettmttms c,>e..un!che Re Dottaaen bieim, wird in verhetzender Weise in 6it[cr Ktei'e zu her Agitation der Mmdesleunng Heben, den Staub gezogen. Gewife ist an den verschiedenen zM können hinzusügen, daß auch Herr K t r - Vorlagen mehr oder weniger noch zu bessern; aber dorss vom Kohlensyndikat sich scharf aolehnend ge= das ist doch das Wesen eines jeden Gesetzes, daß es än^ert hat und daß et erklärte: wenn der Hansa- -luf der einen Seite Rechte bringt, während es dem Bunb 5 Millionen Mark Mahlgelder mtsbringe werde mderen Besckränfungen oder Lasten ausettegt. Des- n an demselben Tage 7 Millionen Mark haben, um halb kann man aber doch nicht die ganze Gesetzgebung gtflen diesen Hetzhund auftreten zu können.

tn Grund und Boden verdammen. Das ist aber das ... <$>ag Beste, was der Mensch immer hat", find

Ziel bei Genossen Nichts, was mit der jetzige Ge- J£i'6traIcu ^Wer aber bie Freiheit des Geistes

sellschaftSordnung zusammenhängt oder von thr g^ untergräbt, der sündigt gegen das Veste, was der schaffen wird, dars dem Volke Freude machen, und Mensch immer hat», sprach Herr Rebmann der Fnh-

d« Vorwärts» drückt es ja auch tn dürren Worten bc£ badischen Nalionalliberalen in einer seiner letz-

aus/toenn et schreibt: ten Reden. Zu diesem Besten gehört doch wohl auch

Richt minder heiße Kämpfe stehen noch bevor da b(c gliche Uebetzeugun g, aus der ein dmt-

bie Regierung wegen ihrer gesamte« reakuonäien l.o- Staatsbürger sich zu einer $ a 11 ei & e t eit nt litik jur «erannoortuu8 gciogen rotrb, rote Witte H Zugehörigkeit zu einer anderen ablehnt. Die

im Anfang der SchmigSperiode gescheben muß. Totengtaber dieser Freiheit aber find unsere - Sb

Wit haben zu den anderen Parteien bas Ver- beraten Herr Rebmann möge sich eine Fahr­kranen, daß sie nach Möglichkeit dafür sorgen werben, unb aIj$ Kufeprediget zu feinen Patteigenof-

dafe die sozialdemokratifchen Baume nicht m Den nßrf. mreufeen kommen. Unterwegs kann et schon Himmel wachsen, sondern daß sie emet sozialdeinokr^ Mannheim auSfteiqen unb Dort Bekehrungsversuche tischen nnftuchtbacen und nut bet Veryetzung des bEitthmen an einem dortigen Fortschrittler, der einen Bottes dienenden Wahlagitation tut kaufmännischen Angestellten einen Revers unterzeich-

lament energisch einen Sitegel aorschteden. |ttn Ke^ bgß et nicht dem Deutschen Handlungsgehtl- tfl- . — 1 1 1 '-7— —------ fenverband angehöte. Herr Rebmann selbst aber fahre

•jv .j.m„14> I zunächst nach Opladen und sorge bafür, daß bie Ar

deutscher netcy hritn in der Eisenbahnhauptwerkstätte ihr staatlich ge-

♦ Austritt ans der Kirche ist sozialdemokratische währleistekes Wahlrecht frei ausäben dürfen. Qo-= PMeffache. dann erkundige er sich in Düsseldorf, weshalb manche

Wähler der zweiten Klaffe ganz gerne geneigt waren Wir haben schon mehrfach den religionsfeindltchen ntcum zu wählen, wenn sie Gewißheit Hütten, daß Charakter der Sozialdemokratie "achgewitten. jLte ocntrum dieser Klaffe den Sieg erringe und einzelnen Fälle, die dafür lymptomattsch sind, steheii bie liberale Herrschaft gebrochen würde. In

noch in Erinnerung. Nun bringt soeben bas sozial-1 , ______