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M 265.

Soinsl.e »e« 19. «»»-md-, 191«.

«. fuldatf W Zeitung -

2. Blatt.

Drvü viti vrriog bet Zulvatt Aktien druckerei in Salbe.

37. Jahrgang.

Ausiand.

X Zur Frage der Oeffnuttg der Grenze» teilt d e allgemeine Rerchskorrejpondenr tntt, daß voraus,tch - lick noch vor Zusammentritt des Reichstages damit zu rechnen fei, daß unter sorgfältiger Seuchen-

wochen-Rundschau.

[:] Fulda, 18. November 1910.

wissen.

In England ist infolge der resultatlos verlau­fenen Vetokonfercnz die Verfaffungskrise ausgebrochen. Die liberale Regierung wird jetzt in Uebereinstim­mun g mit dem König nochmals einen Appell an das Volk versuchen, um so zu erfahren, ob das Volk ge­rn Hit ist, sich weiterhin durch das Oberhaus in seiner Gesetzgäung beschränken zu lassen oder ob seine An­sicht zu einer allmählichen Einführung des Einkamtner- systems drängt. Im Parlament werden deshalb vor­läufig keine wichtigst Vorlagen besprochen werden und mau erwartet, daß der Premierminister Asquith vom Könige die Vollmacht erhalten hat, Ende dieser Woche das Varlament aufzulösen. Sollte dies der Fall sein, dann könnten bis zu Weihnachten die Neuwahlen br­

auch gegen ___ ____

kommen, wenn das Unterhaus den betreffenden Ent­wurf dreimal in einer Wahlperiode angenommen hat. Das Oberhaus soll darnach kein aufhebendes Veto behalten, sondern nur eine gewiffe Aufschie­bung und Wiederholung der Unterhausbeschlüffe her­beiführen können; die aus dem jewelltgen Wahlglück hervorgegangene Mehrheit des Unterhauses kann durchsetzen, was sie will, wenn nur diese Mehrheit für eine dreimalige Beschlußfaffung vorhält.

endgültig beseitigt werde. Es würde also Preußen hiermit dem Vorgehen von Bayern, Baden, und Elsaß-Lothringen folgen.

*♦ Er will nicht teilen Das das Hauvtorgan der sozialdemokratischen allgemeinen Ärbeitervartei der Niederlande, bringt folgende Erklärung des holländischen Sozialistensührers

Männchen die Berufssorgen zu erleichtern, hat sie ihm den Aerger noch vermehrt. Wie das wieder gut­machen, ohne sich selbst etwas zu vergeben?

Ein plötzlicher Gedanke schießt ihr durch den Kopf: Wie, wenn sie das Streitobjekt aus dem Wege räumt! Wenn sie mal zu dem Möbelmann geht und die Sache gütlich schlichtet! Sie will es dem hoch und heilig versichern, daß die Rechnung bezahlt ist. Ihr Emil ist die Bravheit selber; das muß der Mann einsehen.

Frau Emma steht vor dem Möbelhändler.

„Ich komme in der Angelegenheit der Möbelrech­nung meines Mannes Professor Bremer. Die Quit­tung hat er, wie Sie wissen . . ."

„Ja, ich weiß, gnädige Frau. Die Sache hat sich bereits aufgeklärt. Ihr Herr Gemahl hat den Posten beglichen. Ein Irrtum des Personals, den ich tief bellage und gütigst zu entschuldigen bitte . . .'

Frau Emma fällt ein Alp von der Bnist:

„Wollen Sie mir nicht eine neue Quittung ge­ben?"

„Mit Vergnügen!"

Die neue Quittung im Handtäschchen, stürmt Frau Emma förmlich heim. Mit diesem Papierchen ist sie Siegerin. Wie wird sie den Triumph auskosten, wenn sie ihn erst ein wenig zoppckn läßt! Denn wirklich, ein ganz klein wenig Strafe hat er doch wegen seiner Grobheit verdient. Und dann wird sie Aühende Koh- len auf seinem Haupte sammeln, und er, er wird dann nicht anders können, als sie in die Arme nehmen und goldenes Frauchen nennen und wer weiß was . . .

Inzwischen sitzt ihr Gatte vor seinem Schreibtisch und korrigiert Schülerheste. Kräftiger kenn sonst zieht seine Hand rote Striche unter die Fehler: Herr Emil ist miserabler Laune. Da braunen in dem leuchtenden Sonnenschein spaziert sein Frauchen und er sitzt im dumpfm Zimmer mit der geffttötendsten Arbeit. Es ist zum Davonlaufen. Mit grimmiger Lust spießt er die Böcke, von denen es in den Heften wimmelt. — Man­gelhaft! . . .

Fehler find dafür da, daß sie gemacht werden. Auch sein Wech braucht nicht vollkommen zu sein. Aber ihm schnippisch allerlei Bosheiten an den Kopf werfen, das

Die Quittung.

Humoreske von I. Jngendaay.

(Nachdruck verboten.)

„Hast Du die Quittung immer noch nicht gefun­den?" fragt Frau Emma ihren vor dem Schreibtisch sitzenden imb suchenden Gatten, den Oberlehrer Pro- sessor Emil Bremer.

„Rein. Sie ist verschwunden wie verhext! Und doch" weiß ich bestimmt, daß ich sie habe. Hab ich sie doch neulich hier aus dem Fach genommen und ein- gese^en als der unverschämte Möbelmensch mir die Rechnung schickte, die längst bezahlt war."

„Wenn sie sich aber nicht findet? Der Mann droht

„Ich kann die Finger hochheben, daß ich die 500 Mark bezahlt habe. - Aber freilich: Spricht der Rich­ter auch frei, die Leute denken sich doch das ihrige. Unangenehm, höchst unangenehm!"

„So weit darf es nicht kommen. Eher zahlen wir nochmal." , , ™

Bist Du verrückt? Ein kgl. preuß. Oberlehrer ist mit blauen Lappen nicht so gesegnet, daß er deren fünf mir nichts dir nichts ftemdrn Göttern opfert? Dor Kuckuck zahle zweimal!"

„Daim hättest Tu das Schriftstück beffer weglegen sollen! Aber bei der Helligen Unordnung, die auf Deinem Schreibtisch herrscht, läßt sich das Verschwin­den schon begreifen."

„Davon verstehen Weiber nichts!"

„Ja, so heißt es immer, tvenn man beim Herrn Gemahl Ordnung schaffen will: Nur ja keinen Finger tn ein Papierchen legen! — Nun haben wir die Qutt- tung Deiner Nachläffigkeit in dem Vellust der 500 Mk-Quittung Aber ich werde mich in Zukunft nicht mehr an Deine Einreden stören! Ich werde Deine Schreibsachen ordnen . . .!" , m

„Das wirst Du gefälligst bleiben lassen! Verstan­den?" Des Oberlehrers Stimme klingt gereizt.

„So? Damit uns Deine Unordnung nächstens nochmals so teuer zu stehen kommt?" kommt es spitz zurück.

Der Vorschlag ist, wie man fleht, recht radikal; daß die konservatwe Partei sich mit Händen u. Füßen

ist zu viel! Das ist Mangel an Respekt. Das ist Mangel an-Liebe. Das ist ein Betragen: Ungenügend!

Wieder treten dir roten Striche in Schützenlinie auf.

Ganz ohne Schuld — er muß es sich gestehen — ist er freilich auch nicht. Warum hat er die Quittung nicht besser oder vielmehr zu gut fortgelegt? Und allzu sanft ist seine Replik auch nicht gewesen. Nun ist der Kriegszustand da. Wenn sie nicht klüger ist . . .

Nein, er, der Mann, muß der Klügste fein und nachgeben! Kommt er ihr entgegen, so wird seine Emma — er müßte sie nicht kennen — auch abrüsten. Holder Friede, süße Eintracht! — „®ut" prangt un­ter der nächsten Arbeit . . .

Der kleine Willi ist, nachdem die Mutter gegangen war, mit sttllschweigender Erlaubnis ins väterliche Ar­beitszimmer gekommen. Dort beginnt er, tiefgründige Studien im Papierkorb zu machen.

Plötzlich fährt der Junge mit einem Jubelruf em­por .triumphierend ein buntes Blatt schwingend, und — stößt mtt dem Kopf gegen den väterlichen Ellenbo­gen, der den Stoß weiterleitet gegen das Tintenfaß: ein roter Sttom, fließt die Tinte über die Schülerhefte.

Klatsch! fliegt eine Hand an die Wange des Sün­ders, der mit einem Schmerzgeheul quittiert.

Hat sich denn alles gegen mich verschworen? knurrt der Professor, und sucht den Buben zu beruhigen, der alle Lungenregister losgezogen hat. Keine leichte Auf­gabe, da die väterliche Handschrift noch aus der Wange brennt.

„Komm, ich zeige Dir Bilder!" Er nimmt ein illustriertes Werk von Nansens Nordlandsfahrten aus der Bücherreihe des Schreibtisches, und bald schlägt der Junge, auf Vater Schoß sitzend, vergnügt in die Hände.

Der Professor wendet Blatt für Blatt. Auf ein­mal sicht er ein Papier, anscheinend ein Lesezeichen, das in ihm eine jähe Ahnung weckt. — Schnell entfal­tet er — Wahrhaftig, fie isffs: die lang gesuchte, schmerzlich vermißte Möbelquittung! . . .

„Hurra!" In einem Bogen fliegt Willi vom Schoß, und bevor er noch weiß, was eigentlich los ist, hebt ihn der Vater schon hoch in die Luft.

♦ I ** In der österreichischen Delegation hatte vor

Im Oberhause wurde am Donnerstag eine I einigen Tagen der Kriegsminister Freiherr v. S ch ö n- Resolution Roseberys über die Reform des >aich darauf hingewiesen, es sei notwendig, daß

W. London, 18. No. 1910. (Tel.) Unter, hause gab Premierminister Asquith die Erklärung ab, daß daSKabinett dem König ungeraten habe, das Parlament aufzulösen, nachdem gewiffe notwendige Maßnahmen getroffen und das Budget in der Hauptsache erledigt sei. Die Aus­lösung werde wahrscheinlich am 28. November

H. van Kol:

Die Rabl der brieflichen Gesuche um Unter» stüvunaen und Darlehen hat in letzter Zett er­heblich zugenommen. Früher habe ich hreruber schon im „Volk" erklärt und erneuere diese Erklärung noch­mals. Ich kann meine Zeit nicht dazu verwenden, um die Gesuche um Unterstützungen und Darlehen st'ten-- meiner Parteigenossen zu „beantworten, auch dann nicht, wenn Freimarken für Rückantwort, Zeug­nisse usw. beilegen. Man rechne also m Zukunst seitens meiner Parteigenossen nicht mehr auf Antwort derlei Geschreibsels. Amsterdam, H. van Kol.

Der frühere Besitzer großer Bergwerke in Indien und jetzige steinreiche Rentner van Kol erklärt also kurzweg seinen Parteigenossen, Die in der Hoffnung auf die soviel gepriesene Soli­darität und Bruderliebe der Sozialdemokratie es wagen, ihn um eine Unterstützung oder auch nur um ein Darlehen zu bitten: solches Ge- chreibsel werde ich in Zukunft nicht mehr be­antworten. Der Arbeiter, welcher Zeugnisse usw. einschickt, auch ein Freikuvert beifügt, erhält diese, zu seiner weiteren Existenz vr.lleicht un­entbehrlichen Schriftstücke noch nicht einmal zuruck.

♦ Aus Waldeck, 17. Roo. 1910. Für die wald­eckscheu Staatsbeamten und Lehrer bedeutet das soeben vom waldeckschen Landtage angenommene Gesetz bett, die Versorgung der Hinterbliebe­nen der Beamten und Lehrer die Befeitigung einer Belastung Seither war jeder Staatsdiener und Leh­rer verpflichtet, sy2 Prozent seines Gehalts als Ein­trittsgeld und 1^2 Prozent als jährlichen Beitrag zur Witwen- und Waisenkasse zu zahlen. Durch , das nun I angenommene Gesetz wird angeordnet, daß diese Zah lungen fortab auf die Staatskasse und die Schulver. I bände übernommen werden.

so ist der sogen. König von Großbritannien und Ir­land dem jeweiligen Ergebnis des Wahlglücks wider­standslos preisgegeben.

Ob es für England gut oder schlecht ist, haben

mirfhma in England Eine echt englische Eigenart in erweitertem Umfange «-öffnet werde. Ter findet wst B darin daß die herrschenden Lide- preußische Landwirtschaftsmunster ™

L vondem Koni Laugen, er soll schon jetzt, Staatsministerium

ehe noch das Volk über die Oberhausfrage bei dm. ohne srellich

lmolle'zwischen'de'n’ftr'eitenVenParteien übernommen | roerbe^im^SfeTner^libe^den Mehrhck?von stinem | gang ,aufweisen und der chronische, Mchmay^ “ '■■■*■■* Recht zum Pairsschub so ausgiebig Gebrauch machen,

„Durch meine Schuld ist das Papier nicht wegge­kommen!" betont er scharf.

„Dann vielleicht durch meine? Wie?" repliziert sie stack ironisch.

„Zum Kuckuck nochmal, laß mich in Ruhe mit Deinem Gedöns! Hab was Besseres zu tun, als Objckt Deiner spitzen Zunge zu sein . . .!"

Bums! fliegt schon die Zimmertüre hinter der hinausrauschenden Gattin ins Schloß. So grob ist der Emil noch nie gewesen. Immer hat sie ihn für den sanftesten, liebevollsten, besten aller Männer gehal­ten. Aber jetzt ist feine wahre Natur zum Durchbmch gekommen. Brutal ist er! O sie arme betrogene Frau! . . . Und wie ein Sturzbach fließen die Tränen. . . .

Der Schmollkrieg beginnt Beim Mittagsmahl kein Ton, als das Tellerklappern und ein „Bitte!" „Dan­ke!" Der kleine 4jährige Willi schaut verwundert bald den Vater, bald die Mutter an.

„Mahlzett!" Der Gatte und Vater zicht sich in sein Studierzimmer zurück. Er verzichtet auf ben ge­wohnten gemeinsamen Spaziergang I

Das ist in ihrer Ehe noch nicht vorgekommen. — „Gut!" Frau Emma wirst sich zurück. „Dann geh ich allein!" Zupft das Haar zurecht vor dem Spiegel, drückt das angehauchte Taschentuch gegen die geröteten Augen, setzt den Hut auf und geht. Ohne Abschied!

Das ist auch noch nicht vorgenommen.--

Strahlender Sonnenschein draußen. Ein Glitzern und Flimmern auf Straffen md Plätzen. Ein Singen und Klingm in den Lüsten. Ein Lachen und Scherzen der lustwandelnden Menschen. Welt, tote bist du schön.

Nur Frau Emma sieht nicht die Sonne, Höck nicht die Vöglein, beachtck nicht die Passantm. Sie seufzt nur. Ost und tief. Besonders wenn ihr ein junges Pärchen begegnet, das engzusarnmengeschrniegt einan­der zäcklich in die Augen schaut. Das gibt ihr einen Stich ins Herz. Warum ist sie auch so schnell erregt gewesen und hat ihm scharfe Vorwürfe gemacht? War es denn sicher, daß die Quittung fort »ar? Und wenn auch; war dieser Verlust nicht viel leichter zu ertragen, als Unstimmigkeit, Zank, Unfrieben? Statt ihrem

y Die Bersai nnaskrisisEnqlani) Parlament zu, und das englische Volk hat doch auch ’ .. ,. ,, I efn gutes Recht zu erfahren, welche Zugeständnisse

Das englische Volk wird jetzt vor dre folgenschwere I &. &errtn jm Oberbause gutwillig machen npfMTt- nh «8 fern altes Zweikammer-1

shstem unter zeitgemäßer Umgestaltung des Herren- ° * • • Deutschland würde ein so schroffes Vorgehen Hauses beibehaltm oder zum Einkammersystem ^nen gesetzgeberischen Faktor viele fckedlich übergehen soll. gerichteten Wähler verstimmen. In England scheint

Was die gegenwärtige Regierung und die liberale dnc foI Z g3lrfung „icht zu fürchten. Im

Packei anftrebenift nicht eme Reform des Ober- ^eile geben die Liberalen sich den Anschein, als

Hauses, sondmi dessen Lahmlegung Das Ober. ob ®be ber jetzige Zeitpunkt und die gegenwärtige

Haus soll nicht mehr ein gleichberechtigter Faktor der I stimmung be8 Volkes für ihren Vernichtungskampf Gesetzgebung sein, fonbem es sollen Gesetze aller Ack bag Oberhaus außerordentlich günstig sei. dm Willen des Oberhauses zustande | unb Iann auch nicht sein. Wir brauchen

uns um das Schicksal des englischm Oberhauses keine Sorge zu rnachm und tonnen es ben Irländern schon gönnen, wenn sie auf diesem nächsten Umwege zu ihrer Home Rule (Gleichberechtigung) gelangen.

Doch wollen wir nicht vergeffen, daß die eng- ländischen Wähler schon manchmal allen Prophckm eine Nase gedreht haben.

enbet sein, unb wenn blefe bte jetzige Regierung be-, (tätigen, bann würbe sich ber König veranlaßt sehen, durch bie Ernennung einer großen Anzahl gefügiger neuer Mitglieber beS Oberhauses bas Wibersttrben bieses HauseS zu brechm. Bei bem ganzen Verhält­nis ber Parteien, wie es zurzeit liegt, gebm »lebet bte Iren unter ber Führung Rebmonbs bie ausschlagg^ benbe Stellung unb auch mit ber Arbeiterpartei muß etwas geredjnet werben. Die Iren sinb deshalb froher Zuversicht unb glauben durch ihr Eintreten für die ! liberale Regierung Kapital zur Erreichung ihrer Ziele, _______ _____________

besonders ber Erlangung ber Homerule schlagen zu Ebenso begreiflich isst wmni Die x r one wuw i °der Ablehnung vorgelegt.

können. Die Konservattvm machen der Regierung I Freude an ber geplanten Ausschaltung ber erften Stanu A^aahme ober ist nicht zu erreichm, also wird einen großen Vorwurf barauS, daß sie sich auf die Iren mcI hat. Die Krone von England hatihren Einfluß 9 Verlangen des Volkes willfahrend,

1 »I« m« LdtaW» ®db.J>U SaW*”' I «uf d» wÄ&dÄ M ’M— ..

«ur™uu,lu v« ™_____a-, gegen die gesetzgeberischen Beschlüsse des Par- ' ™ 1910 *<m

I tzen müsse. Jedenfalls wird England in ben nächsten laments, tote es im preußischm Staate der Krone

“ 11 . ä .- c v / ... v..r. . C* Im I c • it?nlÄ-ia nam jHitnnoärrtr fiICS PPTTI

gegen einen solchen « «MS I 2*

wehrt, ist sehr begreiflich. Man braucht ba IetneS= na^b^jgwaMf pichen Peers

Wegs bi bte liberalen Verdächtigung«! wegm Herrsch- ihrer Mitte gewählt unb bie durch Eniennung sei- such, d-, Adels, S b« a”« bPmm, lele«, 2. dl. ---I» >h---A"»

zusttmmm. Sine erste Kammer als Brems 8» Oberhause säßen, 3 die aus außerhalb des

über ben jeweiligen Mehrheitsbeschlüssen b« (T? stehenden Persönlichkeitm gewählt seien.

rung gegen Ueb-reittmstundUeberspannunL sur wün- wttb^d^En tw. ckeUn^ni^t aufgeh^^em | MU K tone kckne < L

Die Schleppenträger ber Sozialdemokratie bie badischen $ at i o n all ib e r al en, haben am Sonntag in Karlsruhe ihren Parteitag abgehalten. kannttich haben diese Liberalen mit bem „national im Ramm einen Großblock mit der revolutionären So­zialdemokratie geschlossen. In Karlsruhe hat man mit aller wünschenswerten Deutlichkeit gesagt, daß man an diesem Großblock festhalte. Wir habm nichE da­gegen. Umso eher wird bie „national -liberale Partei Bavens von der Bildfläche verschwinden, ihre . । ht{ mtt ameruanlscyem wtiuc uic «cHunuua . UU| utc

zehrung wird zur galoppierenden schwi sch I. versuchten, unb auch bie Arbeiterpartei, welche bte verloren an ben. Man hat m Karlsruhe gelärmt unb »nerhöck b^ , Osbome^pmchs verlangm, stü- Veto gegen

geistert über ben Großblock getan, es geht ben Herren ^ru^un^ b- höchsten „ .... --------- r t

aber wie ben Kindern im Walde: sie 11 Wochen eine Krisis durchzumachen haben, wie fie in und im deutsch«! Reiche dem Bundesrat als dem

bte Angst zu verbergen. H^^p^nde Angst l gt Geschichte wohl noch kein Gegenbeispiel Organ ber verbündeten Souveräne »usteht, hat die

auf ihrer Brust, dem, jebem nicht ganz vom Himmck , hat. Krone von Englanb seit langer Zeit nicht rnchr. Das

Verlassenen ist es sonnenklar, baß dies Bunbnis nur Streikunmhen in bem Kohlenrevier von Süd- einzige Bremsmittel von gesetzgeberischem Wege, auf

ben Genossen zum bauernben Vorteil gereicht. 13B a I e 8 haben in ber letzten Zeit an Heftigkeit $uge= ba3 bie Krone im Noffalle zuruckgreffen komiie, »ar

Wäoler, bie einmal bem roten Feinsliebchen die 9^etn< ber Heiden Parteien, weder die Ar- die Mobilisiemug bet Lords des Oberhauses gegen

Schleppe gebogen, werden kaum mehr spater m ihm bk Minmbefltzer, zeigen Neigung zm bedenkliche Beschlüsse ber Gemeinen Wenn nun das

den Wolf sehen — wenn die Führer einmal ander I nieblgldt Schon ist beiden Teilen unermeßlicher Veto des Oberhauses auch wirkungslos gemacht wird, »offen. ' Der badische Nationalliberalismus wtrd bald ^sm, aber bie Arbeiter Haden erklärt,' ~ --------------

nicht mehr sein. Bemerkenswert an der Karlsruhe hungern, als zur Arbeit zurückzukehren, wenn

Tagimg >var ber bornierte Haß ^gen das Zm ' ihnen gestellten Bedingungen erfüllt

ber miverhüllt zum Ausbruch kam. Der ^en. Wenn bisher die offene Revolution in je-

Parteiführer Rebmann der einige mtt^seiner Motz- \ Uezickm noch nicht ausgebrochen ist, so liegt bas blockpolittk nicht emverstandene nationalliberale Blat- daß bie Arbeiter immer noch eine gewisse Schm ter geschmackvoll Mistfinken namtte, proklamiecke b n zahlreich dorthin aus London gesandten Po-

Kampf gegen das Zentrum: "Der Angelpunkt um I 9g bm Militär habm. Im Interesse einer ben sich bei uns alles dreht ist dec Kampi 8^ ^ ^Wichen Weiterentwickelung des Wirtschaftslebens Zentrum", und werter: „Ww stellen als emmutigm I enalischm Bergbau wäre es aber zu wünschen, Willen fest, daß es zum Wesen der nationalliberalen b 0 Minister Churchill, der die Vermitt-

Partei gehört, das Zenttum zu bekämpfen. Auch den I h<m streitenden SBarteien übernommen

Konservativen schwur man Fehde b^,'einen 2Beg zum Frieden findet. k Recht zum Pairsschub so ausgiebig Gebrauch machen, I

bekannte: „Auch wenn wir beschließen Würben, mit Griechenland sind die Wahloorbereltun- ba^im8 Oberhaus sich eine Mehrheit für bie Selbstent- bem Zenttum ober ben Konservativen rusammmzu- b|e ncue Nationalversammlung in vollem ^chtimg finben werbe. Rach unserm Gefühl mußte

gehe», bte Wähler wurden fflt 1,2 ®ange. Venizelos reift im Lande umher, um fein englische König sagen: Laßt mich erst das Er­folge verweigern Ganz richtig Die Programm vor ben Wählern zu entwickeln. Rur bei gebni§ ber Volkswahlen sehen; nach ber Stacke und

der Wähler .ntt den ®moff<m ist » ge- theffalischm Agrariern wird er sich kaum Gehör g Beschaffenheit der neuen Mehrheit werde ich bann

diehen, s° in «“J»“JÄTbSenMÄ «nnen, ba biefe verlangen, baß Venizelos eine Mgemäßen Entschlüsse soffen.

kern Zuruck mehr gibt. Die „national liberalen Fü^ ^fock bei bem Zusammentritt der neuen Natronalver-1 Eigenartig ist ferner, wie die Liberalen dem an- ter werden noch Jagen muffen. Die Geister, bie w 1 Lammlung ein Antrag auf Enteignung bes gesamten ^ff^n Ob er Hause bas Recht ber Verteidi- riffen, werden wir nicht mehr los. ,. I theffalischm Großgrundbesitzes einbringt, während Ve-1 8 8 „nd der Aeußerung der eigenen Willensmeinung

Gegen das Duell arbeitet die deuffche An t t- ^os die Absicht hat, nur nach unb nach bie dies-1 LrirSnfen ^ollm Die Mehrheit beS Oberhauses d u e l l-L t g a, bie soeben in Stuttgart ihre General-1 bezüglichen Wünsche ber thessalischen Agrarier zu er- , , < bekannüich längst geneigt erklärt, eine ver- versammlung unter bem Vorsitz des Grafen Adalbert!^ !Mnftigere Zm'—setzung des Oberhauses anzunch-

von Erbach abgehalten hat. Es wird noch große Mexiko sind infolge eines an einem Mexi- ^gleich in ben Steuerfragen das Vorrecht

Mühe kosten, ben bem Gesetz unb jeber Ditlichkett ^er in ben Vereinigten Staaten geübten Lynch- . Volkskammer gesetzlich festzulegen. Die Liberalen Hohn sprechendm Duellunfug zu befeüigen Zu tief geeichtes scharfe Zusammmstöße zwischen Mexikanern bief Vorschläge zur Güte" ohne weiteres ab, ist das liebet eingewurzelt, als daß der bloße gesunde unb Amerikanem erfolgt. Die Mexikaner haben nicht 1 . 1 lL Kammer mit entscheidender Vollmacht Menschenverstand über es triumphierte. Wenn von I nur verschiedene Geschäftshäuser demoliert, Personen Inberbauvt nicht mehr wollen. Aber nun for- oben das Beispiel gegeben würde, wenn klipp und klar angegriffen unb verletzt, fonbetn habm auch wieder- . , konservative Mhrer des Oberhauses mit erklärt würde: „Wer sich duellieck. Ist ein gewöhnlicher I ^o(t einen Sturm auf bte amerikanischen Konsulate ver-1bafe man bie rogen. Vetobill, über bte das Verbrecher!" und solchen Verbrechen schonungslos alle I sucht ,sodaß sich die amerikanische Regierung veranlaßt I ~ ~ befragt werben soll doch erst bem Oberhause in Privilegien des Standes entzogen würden — von dem I gesehen hat, offiziell hiergegen Protest einzulegen. Hof- „ ctorm vorlegm.' Schön, sagt bie Regierung, Tage an gäbe es kein Duell mehr unb empfände nie- f^ttich gelingt es halb, ben zu Hellen Flammen ent- » £ « f ® ben Gesetzentwurf, doch bürst ihr Ihn mand mehr das Bedürfnis, seine Ehre mit dem Blute fachten Haß ber Mexikaner gegen bte Amerikaner zu ! ^nehmen ober ablehnen, so wie er ist; auf Ab- eineS anberen zu — beschmieren! besänftigen, bamit nicht etwa »eitere politische Ver- Änderungsvorschläge läßt sich bie Regierung

In Frankreich sinb bie Finanzkreise infolge | Wicklungen daraus entstehen. _ nicht ein! — Das mag wohl liberal sein, aber

des Abschlusses bet türkischen Anleihe durch die dmt---------------------------- loyal ist es nicht. Das Abänderungsrecht steht jedem

schen und österreichischen Bankkonfockien in begreif-! - — - -- — " "" ' ' " *"x

lich: Bermruhlgung geraten und sordern von den ver- -- - - ■ ■■ - . ..■ . ..

antmortlicbeTi ßcitcm bet frctn^öfifc^cii ^ßolitu iu bw= I - - - ;, -

?er Angelegenheit Rechenschaft. Die Regierung sucht Frage gestellt: ob es fern altes 3 » e i t a mm e t Lb zunächst durch Beschwichtigungsversuche zu helfen des üerrer

und kündigt an, daß die deutschen und österreichischen Depots bei ber Bank von Frankreich gekündigt werden und bie laufenden Kredite entzogen werden sollm. Die deutsche Großfinanz wird dm Schmerz zu ttagm

erfolgen.

Deutsches Reich.