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5. Blatt.
X>rud und Verlag der Fuldaer Actleudruckerei le Fulda.
57. Jatzrgaug.
Deutsches Keich.
Ausland.
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mild, und Unnun auch nichtandiis, loiaas« dl. Du.ll-1 h^unbildm. soll! Kein Platz sllr d.se loya s "°d"e
bauern?
Auch tvtib zum Schaden bet Gesundheit zumeist von ". .re... VCXC—, rr'krtmthoTT
ost ideal gebenden Berufspolitiker nach Freiheit, Fort, schrill Volksrechteu und anderen schonen Dmgen, mag in Wirklichkeit der sehr reale Schrei Mebsmner Seden
heitskeime aufnimmt, verbrennt bei starkem Einheizen und trägt zur Verschlechterung der Lust bei
Aber nicht nur gesundheitsschädlich ist die lieber« Heizung der Zimmer, auch den Möbeln, den Zlmmer- dielen, Tapeten usw. ist sie schädlich. Eine gute Haus- tou hat im Winter stets einen Leimtops vorrang, um kleine Leisten und dergleichen, die durch die Zimmerhitze von den Möbeln abplatzen, sofort, ehe sie verlegt und verloren werden, anzuleimen. Jede derartige Leiste, die nicht innerhalb weniger Tage angeleimt wird, geht in der Regel abhanden, und das Möbelstück hat dadurch für die Dauer einen Schandfleck, denn genau dieselben Leisten sind schwer zu bekommen, die Anfertigung durch den Tischler ist sehr teuer. Ein Leimtopf überhebt daher vieler Aergernisse
Die Feuchtigkett bet Witterung zwingt auch, vor allem auf das Sch nhwerk zu achten. Die Gummischuhe sind die wichtigsten Erfordernisse jetzt für Alt und Jung, aber man behalte sie nur auf der Straße auf den Füßen und lege sie sofort nach Betreten bet Zimmer ab. Ein gutes Mittet, schadhaft gewordene Gummischuhe auszubessern, kann jede Hausfrau selbst anwenden, und es ist wichtig, ein solches Hausmittel zu besitzen ,ba durch Treten auf scharfe Steine, Glasscherben usw. Gummischuhe seht leicht schadhaft werden. Man nehme in solchem Falle ein nicht zu dickes Stückchen Kautschuk, schräge dessen Ränder durch ein scharfes und naß gemachtes Messer ab, betupfe dann sowohl die durchlöcherte Stelle, als auch das znge- Unittene Kautschukstückchen mit Terpentinöl, lege die betupften Stellen aufeinander und setzg sie 24 Stunden lang einem mäßig starken Druck aus. wodurchdre Vereinigung des Risses erfolgt Die so ausgebeffee- ten Stellen sind ebenso wasserdicht, wie die unv«,ehrten. Nicht vergessen darf man übrigens, daß die zu vereinigenden Flächen vor dem Betupfen mit Terpentinöl ganz trocken gemacht und von allem Staube befreit werden müssen.
N„ch wird zum Schaden Der Gesundheit zumeist uuti Auch die W a r r.t.e f l a s c^ e tritt in ben falten ’ Ufa' MtlÄÄl «”Ä"Ä Ä«. SU«*
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mit Körung zu versehen. Der Rehbock wirst ab. Der Dachs führt zu Baue. Den FnchS erlegt rMN mn der Hasmquäcke ober auf dem Anstand am Passe oder am Baue.
Der Imker hat jetzt vor allem für -ine warme Umhüllung seiner Stöcke Sorge zu tragen. Wird be- reife im November die Saite sehr streng, so daß der Frost lange anhält, find die Fluglöcher zu verengen. Wo man in der Sage ist, eine Erdüberwinterung vorzunehmen, die sehr empfehlenswert ist, mutz fte letzt bewerkstelligt werden. Vor allem ist aber auch für ungestörte Ruhe der Bienenvölker zu sorgen und vor Eindringen der Nässe.
Auch im G arten ist vor allem Sorge zu tragen, daß alles vor Kälte und Nässe geschützt ist. Im Gemüsegarten sind vor Eintritt des Frostes Karotten- und Petetsllientriebe mit Laub zu bedecken, doch muß man Acht haben, daß dieses nicht naß ist und nicht zu schwer, da es sonst die Triebe erdrückt. An sonniger Stelle kann noch Wintersalat gepflanzt werden. Die Bohnenstangen und Pfähle find aus der Erde zu ziehen und zusammenzustellen. Die Gemüseüberwm- tenmgSräume sind an milden Tagen gut zu lüften. Im Obstgarten ist das Auspuhen der ObftbSurne in ausgiebigster Weise vorznnehmen. Wunden an Baumen find mit Baumktti zu verschmieren. Die Krone bet Bäume soll lustig sein, damit Sonne und Wind ungehindert 3i(tritt haben Dürre 3U
entfernen, da sie nur dazu dienen, Zufluchtsstätten för Ungeziefer abzugeben. Beer enabstr Sucher können verpflanzt werden. Vor Hasenftuß schützt man junge Obstbäume durch eine Hülle von Dornen am besten. Im Blmnmgarten find Rasenplätze mit verrottetem Stalldünger ober Mistjauche zu düngen. Rosenbäum- chm müssen aber erst, wenn sie die Blätter verloren haben, mtt hölzemen Hacken niedergeholt werden, die Krone ist oben und unten mit Tcmnenreiflg zu belegen und mit Erbe zu bedecken. Bei schönem Wetter bleiben Mistbeete bei Tag unbedeckt und werden fleißig gelüftet Die Georginenknollen find in trockenen, luftigen Kellern auf Stellagen aufzubewahren. Alle zu ■ überwinternden Pflanzen müssen gegossen werden.
Einbruch in die Wohnung der Gräfin Schwemn in der Bürgerstraße begangen und dort sur 12wu big 15 000 Mark gestohlen hatte.
* Offenbach, 4. Nov. 1910. Der hiesige Aerzte« verband hat an die Stadtverordneten eme Be« i ckwerde gerichtet, weil bte Ortskrankenkasse cOrtan alle der Anstaltsbehandlung bebürttigen Kranken nur dem Stadtkrankenhaus Überwerfen null. Der Verband erblickt hierin eine Schädigung der
)( Generalstreik ist Gemralunstml. Das Zentralorgan der christlichen Eisenbahner rn Elberfeld verbreitet sich über den französischen Eisenbahnerstreik in einem Artikel, der der besonderen Beachtung wert ist Wir können es uns nicht versagen, unseren Lesern den Hauptinhalt nachstehend mit^uleiten:
.Der französische Eisenbahnerstreik zeigt auch erneut daß die republikanische Staatsreform kein Allheilmittel für soziale Schäden bedeutet, im Gegenteil — nirgends wird mehr von Sozialpolitik geredet und weniger getan, als in Frankreich. Wenn heule die deutschen S:'°Ä'-7L""L SS“ SÄ U «B <w*> -»ÄLWSsSt'Äta
mies die Klage ab. . . ,
* Frankfurt a. M , 4. Nov. 1^0- Die Krimtnal-
in finanzieller Hinsicht «ls^auch insofern, als da- durch die wissenschaftliche Weiterbildung der Aerzte erschwert und unterbunden werde.
♦ Homburg v. d H, 4. Nov. 1910. In einem hiesigen Ladengeschäft kehrte ein junger Mann em, der, um in bequemer Weise mit dem Geschaftfe« Inhaber reden zu können, seine brenne n ö e Zigarre auf den Rand des Ladenttschs niederlegte. Bald daraus betrat das Geschäft eine Slutter mit ihrem fünfjährigen Töchterchen, um Einkäufe M machen. Bei dieser Gelegenheit geriet das Kmd zu nahe an den Tischrand, die brennende Zigarre drang dem Kind in das linke Auge. Die Sehkraft
Macbt würden sie ihre wunderbaren Programm, von Lma? sehr schnell vergessen haben. Unsere Kollegen sollen also nicht nur als Eisenbahner, fonbein auch als Staatsbürger aus dem verkrachten sranzouschen bahnerstreik und seinen Begleiterscheinungen die richtigen Nutzanwendungen ziehen."
fa&t in der Stunde, da |ic rhrem Lehrer bte Huwtg- urg' darbringen wollen! Als der Rektor die Unzulänglichkeit seines Grundes em,ah, brachte er einen zweiten, ebenso unglücklichen und erklärte, daß die Inauguration ein Fest des Rektors sei, zu b«n er allein das Recht habe, nach ^ln em Gut dünken Einladungen ergehen zu lassen. Tatsache ist, daß diese Auffassung an den Hochschulen schon lange nicht wehr besteht, und daß der vorjährige Rektor, Professor Baudiß unter Hinweis darauf, daß die Jnaugu- rationsfeier ein Fest der Hochschule und nicht des Rcktors sei, allen anerkannten Verbindungen dos festliche Erscheinen gestattete. Allerdings knüpfte er die Bedingung daran, daß alle Verbindungen auch für die Aufrechterhaltung der Ordnung bürgten. Da die Vertreter der deutsch-radikalen Verbindungen darauf nicht eittgingen, verbot er überhaupt die Auffahrt. Dieser Standpunkt war von Gerechtigkeit und Billigkeit diktiert. Die von Pros. Frhr. v. Jüptner vertretene Praxis entspricht aber nicht der Wurde der Hochschule und er verletzt gegenüber katholischen Hochfckülem die Gleichberechtigung. Wie lange soll die Zurücksetzung im katholischen Oesterreich noch
fertigt erscheint. . .....
Eine eigenartige Wahrnehmung teilte jüngst em I Landwirt dem Wochenblatt des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern mit. Diesem war es ausgefallen, daß in einer Gegend in Franken von den Bauern ungewöhnlich hohe Preise für das Vieh verlangt wur-1 dm. Ein Sachkundiger teilte ihm hierzu aut Befra- gen mit daß die Bauern dafür nicht verantwortlich I gemacht' werden könnten, denn wohl selten besähe I dort der Bauer soviel Sachkenntnis, ein Stück nach ! seinem wahren Werte genau einzuschähen. rie schmd I \ traf die chandelsleuie, welche alle Stallungen besuchen, \ und da, wo sie zu einem Kauf nicht gelangen können üas Vieh dem Bauern im Preise so hinaufsetzen, daß keiner nach ihm das Stück Vieh erhandeln kann, treu bet Bauer sich dann immer daraus beruft, daß schon mehrere .fxmbler vorher einen höheren Preis geboten hätten Es ist dies ein Gegenstück zu dem alten Trick gewisser Händler, welche dem Landwirt einen bestimmten Kaufpreis Vorschlägen, der diesem aber zu niedrig erscheint. Der Händler zieht sich daraus zu- Irück und läßt den Bauer eine Zett lang durch ge= I öungene Helfershelfer besuchen und bearbeiten, die | dem Bauer viel weniger bieten und sich über den | höheren Preis lustig machen. Nachdem der Bauer I so allmüylich mürbe gemacht worden ist, kommt der I Händler wie von ungefähr wieder zu dem Bauer und dann ist es ihm ein leichtes, das Vieh billig zu er- ihandeln.
| Es wird gut fein, auf derartige Handlerpramken, wie wir sie eben mitgeteilt haben, beizetten einmal
I hinzuweisen. Denn daß derartige wenig reelle Ge- I vflogenhetten viel dazu beitragen, eine Fleischteuerung herbeizuführen, wird wohl niemand bezweffeln. Der- | artigen Mißständen muß energisch entgegengearbeitet
* Fleischtenernng rmd Handel. Es würde zu weit gehen und den Tatsachen nicht enffprechen, wollte man die Tleischteuerung a dem preisverteuernden Zwischenhandel M .
und daraus folgern, daß der Zwischenhandch sich m unverantworüicher Weise auf Kosten X ten bereichere. Anderseits Fleischteuerung gewisse Handle r k r e s , denen eine börsenmäßige Spekulationallcks, und die in bet Benutzung der Mittel zur Forderung Y Spekulation wenig wählerisch sind. _ ; Mancherorts hat man schon die Anfänge em es ! spekulativen Termingeschäftes nn Bieh beovachten ko^ nen Es befindet sich da noch eine Menge Vieh auf der Weide, das schon längst verkauft ist aber erst auf Abnahme wartet. An gleichmäßigen P«ff-n ist dieser Handel wenig interessiert, da das V-kanniweroen solcher den Einkauf und oaher auch den Gewmn b^ I einträchtigen würde. Mitunter unterlassen die Vieh.
Händler auch die Besuche bei den Landwirten um zu beweisen, daß kein Vieh auf dem Lande steht daß I her Viehmangel also ein sehr großer ist, damit aber
auch eine Viehpreiserhöhung gerechffertigt eM-wi. Verhältnis ohne Schuld oer «lager»,
Große Kommissions- unb ^ant>lerfmnen PL geltend, das Mädchen hätte noch neben.
Zeiten ber fogenannten Blehnot drnch i^e - u au^r geoft g ' Verhältnis gehabt und I nur gewisse Bezirke berechn, Jedem Handler^tft em I her exn *a Fanten küssen lassen. Ans besonderer^ Bez ^agt wird, jammern die G^nd der Beweisaufnahme gelangte das Ge-
L-7°ui d-m Land- Ufa Wfato M».
löbiiis vorlag und der Bräutigam zur Aufhebung berechtigt gewesen sei, denn eme Verlobte, die sich mit anderen treffe und küssen lasse, nchmr dem Verlobten jedes Vertrauen. Das Gericht
♦ Vom Main, 4. Nov. 1910. In Nied mußten mehrere Fortbildungsschuler, dre sich grave Veraehen gehen ihren Lehrer schuldig machten, rar Anzeige gebrach" werden. Sie hatten Feld- mäuse gesetzt; ferner hatten sie den Haupthähn d« Gasleitung abgefperrt, sodaß die Lampen p otzlich
^De?n°Land wirt ist es nicht möglich, künstlich die Preise zu treiben, denn wenn fern - em-
tam“m®rel.1Äurb-Ys« ,”«• I Mn«
bringen und dort bis zum nächsten Markte ttchen last fen. denn bis dahin verlieren die ^iere,_ bie haustg eine lange unb cmstrewgende Eifcnbahnfahrt hinter sich haben, sich mit anheim Futter begnügen muhen und in ungewohnte Verhältnisse geraten, biet an Gewicht unb noch mehr an Ansehen, gar.mcht gU reben von b-n nicht unbebeutenben Kosten für Macht, Futter und Wartung. Der Verkauf iuir, uperni ^er Pxrvano erouai vietlu <.r
Regel vorgezogen, wenn auch zu niedrigeren str..M. ^r Kaffenmitglleder sowohl
Sehr oft wirken mich aufreizende Artikel m den Ze-1 ««Sie, ... .... ... ...A »u ha.
tunaen über „fleischverteuernde Agrarier Prefetrei- benb. Das Fleischnotgeschrei ist dem fpekulatwen
I fymbel eine willkommene Gelegenheit, dre fteife willkürlich heraufzuschrauben, da die Preiserhohrmg vor den Augen ber Konsumenten mittlerweile gerecht
wärmen, sondern burch tüchtige Körperbewegung und kalte Waschungen. Richt selten kommt es vor, daß die Wärmeflaschen, wenn man sie nach längerer Zett wieder einmal zur Benutzung hervornimmt, Beulen zeigen und eingedrückt find. Um diese wieder vollständig zu glätten, fülle man die Wärmeflaschen mit Erbsen gieße Wasser darauf, schraube bie Flaschen zu unb stelle sie an einen warmen Ort. Nach kurzer Zeit quellen bie Erbsen sodann und treiben die Beulen ber Flaschen nach auswärts. Rur nmß man bann bie Flaschen zu rechter Zett offnen, sonst platzen fte leicht. Die Erbsen können ja, wenn bie Flaschen sauber waren, nachbem man sie gewaschen, zum Kochen benutzt werden.
Für die Tafel bietet sich als Festbraten an erster Stelle die Gans. Kastanien, weiche sich jetzt für die Familientafel zur Beilage für die Gans, aber auch für die Festtafel in reicher Fülle barbieten werden auch als Karamel-Kastanien gereicht und bieten in dieser Form einen Ersatz für die süßen Speisen. Man nimmt 500 Gramm Zucker, die man mit einem : Liter Wasser zum siebenten Grade kochte, so daß Ka- : ramel entsteht. In diesen taucht man bie auf em ‘ Holzstäbchen gesteckten Kastanien, welche vorher ge- . kocht unb abgeschält fein müssen. Erkaltet hastet bei Karamel an ben Früchten. Verzuckerte Früchte ziehen leibet leicht bie Feuchtigkett der Lust an und halten sich nicht lange. Karamel muß bei offenem Fenster bereitet werden, weil der Zucker, fo dick eingekocht, Dämpfe entwickelt, welche die Augen angreifen.
Für die Festtafel sorgt im Uebrizen in reicher Fülle die Jagd, die in vollem Gange ist. Rot- und Damwlldtiere werden geschossen. Die Treibjagden auf Rehe, Hasen und Füchse werben-fortgesetzt. Dir Bälge von Fuchs, Fischotter, Marder Und Katze werden gut, weshalb der Fang fleißig zu betreiben ist. Die Fasanenjagben nehmen ihren Anfang. Aus ben Fluren ftnb Rebhüünerschirm« aufzurichten und
ften können.
Die Vorurteile in den exklusiven Kreisen und na> mentlich beim Adel sind noch zu tief eingewurzelt als! daß man ihnen mit logischen ob« moralisch« Gru» ben beikommen könnte. Auch bet bekannte Erlaß bes Kaisers zur Einschränkung bes Duellunwesens hat eine volle Wirkung nicht gehabt. Zwar hat sich die^ Unsitte, soweit bas Militär in Betraust kommt, einigermaßen in bie Dunkelheit verkrochen, sodaß man öffentlich sehr wenig davon hört. Die Gifchflanze bluht ab« auch im Dunkeln üppig werter unb von Zeu zu isuenvayn« mu gu«.>. -------•
Zeit sickert immer toieber etwas durch von empor en ben ^wahre Deutschland davor!' Zustande wie m
Duellflandalen. Eine solche Nachricht wird auch fetzt I Fettreich sind in unserem monarchisch regierten <ttaat.= wieder verzeichnet. | wesen unmöglich. Frankreich hat heute drei -
von denen eins — angeblich zwischen einem General I p f Schrei unserer deutschen fich so
und einem Landrat — schon zum Austrag gekommm | „ebenden Berufspolitiker nach Freiheit, Fort-
sein feil. Der Landrat erhielt einen lebensgefährli
chen Schuß durch die Brust. Man hat sofort mit allen m iU5,r[na)lru „„ —»•••./. „* c »nlitüchen
Mitteln versucht, die Sache zu vertuschen, und nad) beT Futterkrippe fein. Uefibe ber po Ä S tuan aud) nicht, welche tieferen Grunde für ” R* m""btrbaren von
das Massenbuell vorhanden gewesen >md. Anderer-1 seife hört man aber auch nicht, daß die vorgesetzten I Behörden mit den ihnen zu Gebote stehenden Machtmitteln einschreiten, um bie Fortsetzung bes skandalösen Unfugs zu verhindern. Es sind harte ab« auch
ebenso zutreffende Worte, welche die .Frankfurter Zeitung" diesen Ausschreitungen gegenüb« findet. Das Blatt bemerft u. a.: .
Dieie Art von Gesetze sverhöhnung sind wir! ja leider schon gewöhnt; men« st« h'« S^ch un großen betrieben 'wird, so beweist da», wie unverfroren bte sogenannten Stützen von Thron und Altar — denn bei sind ja bte privilegierten Duell.Raufbolde — Gesetz und Recht mit Füßen treten, unb wie wenig traft es bie höheren Stellen mit der Unterdrückung M» Duells nehmen. Und dre Sertch liche Abndunak Wie e» bannt anSfieht, dafür ist die weitere 9J&ttilung kennzeichnend, daß bee. Ornaten welche auf Grund einer Anzeige »an zwei ^»ldaten über das Duell Vernehmungen anstellen wollte, dies von der Militärbehörde untersagt mrb ben Srlb.uen eine Aussage über ihre Beobachtungen »er- boten feie solle, da Die Untersuchung von militärischer Seite erfolutn solle. Danach sind also, wie M auch DorauSiufei?m war. Offiziere am Dnell beteil>sU
Kriegsministertum dagegen etwas Durchgreifendes tun wird, glaubt kein Mensch mehr.
In ber Tat, es ist gerabezu himmelschreienb, wenn man sieht, wie gerabe diejenigen, welche bte ersten Stützen von Thron unb Altar sein solle", und die stärksten Grundpfeiler ber staatlichen Orbmmg bar- stellen sich mit einer Dreistigkeit ohnegleichen über Gesetz unb Reckt wie über Moral und Religion Jinweg= setzen unb sich nicht einmal angesichts des logischen Unsinns, wie er im Duellunfug zu Tage tritt, ein ;uenig schämen. Rock» betrübenber ab« ist bie Tatsache, baß diese Verachtung von Gesetz und Recht von den obersten Behörden nicht energisch verfolgt und betraft sondern stillschweigend gut gehe iß en wird. Das ist wahr und wenn man es auch noch so sehr leuantn möchte, die Bestrafung eines Osfizters wegen Duellunfugs ist keine entchrende Strafe, im Gegenteil sic hilft in gar vielen Fällen sogar zur Beförderung mit; weigert sich aber ein Ofsifier die Duellunsitte mitzumachen, befolgt er also als treuer Staatsbürger bie Bestimmungen bes Gesetzes, dann ift et entehrt unb wirb mit Schimpf unb Schanbe a u s bem Heere ausgesto ßen. Daraus refulttert für ben Offizier geradezu diePflich t, sich gegebenenfalls auf bas Duell einzulaflen.
Gegenüber b« sozialbemokratischen Aust iehnung gegen Ordnung und Gesetz verlangt man, daß
• Harleshausen, 4. Nov. 1910. Auf der Landstraße nach Dörnberg oberhalb unserer Dorfes kam vorgestern ein Radfahrer, welcher im schnellen Tempo die Kurve am Ankgange des Habichtswakdes pasfierke, infolge der Nässe zu Fall unb geriet in ein in entgegengesetzter Richtung fahrendes Fuhrwerk. Die Pferde schlugen wild um sich, sodaß der Radfahrer erheblich verletzt wurde. Das Fahrrad war derartig beschädigt, daß der Verunglückie sich zu Fuß zum nächsten Arzt begeben mußte. ,
* Witzeuhaufen, 5. Nov. 1910. Hebet f ü n s z i g Wohn häufet sind in den letzten zehn Jahren hi« neuerbaut worden, dabei sind die Ersatz- bauten nicht milgerechnet. Die Einwohnerzahl von Witzenkausen ist in den letzten 15 Jahren von 9200 auf 4000 gestiegen, fo daß sich noch im vorigen Jahre ein Wohnungsmangel fühlbar machte, dem aber jetzt abgeholsen ist. .
* Hofgeismar. 4. Nov. 1910. Ber einem Pferde der 4. Eskadron deS hiesigen Dragoner- Regiments Nr. 5 ist dieBrustsruche festgestellt worden. „
* Kirchhain, 2. Nov. 1910. Wre man hoit, soll im laufenden Herbst nicht mehr mit dem Bau
Praktische Ratschläge sürNovember.
Von Joh. Bartels.
Nach all« Bauernerfahrung pflegt in unser« ge- mäftiaten Z-ne der November der unfteundlichste Herbstmomrt zu sein. Regen und Rebel sind seine Sianamr und d« Schnee, wenn et kommt, pflegt nicht lang" liegen zu bleiben. Bringt aber bet November Ausnahmsweise schon richtige Winteikalte und starrenden Frost, so behaupten die Bauernfpruche daß niSt cid Minter stecke, d. h. daß er nicht lange andauere und daß der ganze Winter em gelmd« sei. Besonders gilt der Katharinentag (26 ) 'n bieser Be- »iebuna als Mecktag. Friert's an diesem Tage, so ist d« ganze Winter ein Plackwinter. Sangt ab« der November uns Schnee, bet bereits liegen bleibt, so gilt Äm Sanbmann als Zeichen eines fruchtbaren Jahres, bas folgen soll.
Jrn Ganzen mahnen uns biese Wetterregeln, uns vor Erkältungen ju schützen, was aber kemesw gs burch Uederheizung b er 3 t m m e t beroirtt wird, Im Gegenteil die lleberheizung der Zimmer ch bie Ursache ber meisten Eckalttmgskrankhetten Di Ueberheizmig hat eine Austrocknung da Stubenlust zur Folge, die auf die Schleimhäute der N^e und des Halses wirkt und Schnupfen, aber auch Kroup und Diphtherie hervortust. Für das Wohnzimmer rst durchschnittlich eine Temperatur von A-w Grad Celsius für das Kinberzimmer von 18—20 Grab Celsius unb für bas Schlafzimmer von 14-16 Grab Celsius nötig. Will man die Zimmertemperatur richtig messen, so ist das Thermometer in Manneshohe und in richtiger Entfernung vom Ofen anzubringm .
Aber nicht nur eine Uebaheizung ist Mdlich, fonbem auch die mangelnde Zufiiht frischer Lu; t Jebes geheizte Zimm« ist mindestens bretmrf tim Tage etwa eine halbe Stunde lang ju lüften. Spcw- |«ne Hausfrauen brauchen dabei uAt zu für-^en bah die Wärme des Zimmers dadurch enchihrt trird ;nt> die Heizung unnütz geschch- Ein mit «duffetes zimmer heizt sich besser, als ein schlecht gdüfteteS.
—-- “ 7 Hebe vngesetzlichkett mit unbeugjamet Strenge unta-
n -rmmer wieder der D«ell«»srtg. drückt unb sofort geahndet werde. Und da soll das [J wxvvv Duell im Heere, das doch auch strafrechtlich ver-
Die himmdschreienben Duellskanbale die von Ze« b(rfm .„ n{(rt nui geduldet, sondern eS soll sogar die .u Zeit bekannt werden, haben bekanntlich zu jen« ! D u e l l P f l i ch t für Offiziere beibehalten wecken! ato^en Bewegung Anlaß gegeben, bte in der Grün bag Kriegsministerium sich gegen bte Abschaffung düng ber Antibuelliga gipfelte Dte Anttdudltga M der Duellpflicht imrn« noch sträuben: sie mutz be- gewiß ihre Schuldigkeit in vollen Maße «« ^, V» feiü t werben.
Lt vor allem ben moralischen Erfolg aufzuwetfen, o«
?n d« Mannhaftigkeit liegt, mit welch« Mmm« mts'--
ienen Gesellschaftsklassen unb Berufsarten, bte bem Dtiellunfug leichter verfallen, gegen ben tollen Unfug öffentlich auftraten. Zur Beseittgung des UnwefenS aber bat die Antidudliga Praktifch nÄ mcht viel lei-
** I« Wien hat sich wieder einmal ber Fall «' eianet, baß die hohe Unioersitätsbehörbe seiest ne l Vertreter zweier k ath o l i s ch er tu b em t-n- vetbinbungen, bie ihre Aufwartung machen wollten zur Türe h in au s g e w o r s e n hat. ^r Mann mit berartig feinen Manieren ist fern ander«, als ber Rektor ber Wiener techmfchen Hmtzphule, Professor Freiherr v. Jüptner. Zur Refersinmigu- rcrtion wurden je zwei Vertreter jeher deutichrabrkalen Verciubung in Wichs zugeiassen^ nur t.e mer katholisch- beutschen b« .Rortka unb -IfUdolftna wurden abgewiesen. Well. . . . „kern .
Sein Platz für die dynastisch-gesinnten, glaubenotreucn Sttwmtcn bei ein« Feier in einem Hanse, bas latfev llichcköniglich ist,, an einer Stave die Monarch,ich
"'^Frankfurt a. M., 4. Nov. 1910 Ein Dienstmädchen halte em Lerhättnts mit einem Handwerker, das zu einem Veriobnis geführt haben soll. Die Parteien gingen später wwder auseinander. Das Mädchen vertlagte den Bräutigam auf Grund § 1300 B. G. B. Es wurden von dem Bräutigam 1200 Mk. Schadenerfatz ge- foibert. Vor der Zivilkammer des Landgerichts machte der Bräutigam, von demi behairptkck wurde, er bcke das Verhältnis ohne Schuld der Klägerin
wecken- denn es handdt sich hier m gleicher Weise m das Interesse der Konsumenten wie der Produ- xenten unb schließlich auch um ba5 Interesse des reel- len Teiles des Händlerstandes.
Nachbargebiete.