Leitung
* fulüaer
Aus dem Nachbargebiete.
Ausland.
^^Die Blut- und AuSsauger des Volks sitzen nicht! m den Klöstern, die sind autzer^ilb der Kloster zu suchen. Wenn die Klöster Vermögen besitzen so ist rS rechtlich ererbtes oder ehrlich erworbenes Vermögen, das die einzelnen Ordensmitglieder ins Kloster mitgebracht haben. . .
Die Ordensleute sind die Vertreter eines Prinzips, heg Prinzips d er Ewigkeit; an dre Ewigkeit aber glaubt die modern gerichtete Welt nicht mehr «daran will fie nicht erinnert werden. Darum will man diejenigen aus den Augen schaffen, deren ganzes Leben auf die Ewigkeit gerichtet ist.
Das Leben der Ordensleute ist ein Leben der Entsagung, darum werden sie gehaßt non allen I Lebemenschen, deren Leben Genuß, also das gerade I Gegenteil von Entsagung ist.
ihrer freiwillig gewählten Armut und in ihrer Genügsamkeit sind die Ordensleute der verhetzten, nach Besitz und Genuß gierigen Arbeiterwelt ein Dom im Auge. Das alte satanische Wort tritt in seine Rechte:
I Lasset uns aus rotten den Gerechten, sem ~eoen ist | uns zuwider.
| Man glaubt in den Ordensleuten tue katholische I Kirche ins Herz zu treffen. Da man aber die Kirche vernichten will, sucht man immer zuerst ihre Orden zu vernichten; man hält sie für die Kemtruppcn der
Miw-ch de» 2. November 1910.
37. Jahrgang.
(Ein gefährliches Geheimnis.
14] Roman in zwei Bänden von Charles Reade-
5.
Mary in Lebensgefahr.
Deutsches Reich.
n Schiffahrtsabgabkn ans den deutschen Strome« c^u dem dem Reichdiage zugegangenen Gesetzentwurf Wer die Einführung von Schiffahrtsadgaben aus de» .natürlichen Wasserstraßen' werden dre Be- fahrungsabgaben in Tarifen geregelt, für Guter tn fünf Klaffen mit tonnenkilometrffchen Einheitssätzen, die für die einzelnen Stromabschnitte verschieden sind und 0,2 bis 0,10 Pfg., je nach den Klassen, betragen dürfen. Für später aufzunehmende Flußstrecken sind Zuschläge zulässig. Alle Tarr anderungen usw. müssen mit Zweidrittel - Mehrheit beschlossen werden. Die Abgaben fließen in gemeinsame Strom- kaffen die den Verbandsstaaten ihre Aufwendungen erstatten. Der Schiffer ist der Abgabenpflichtig«, für I ihn hasten Schiffseigner, Absender und Empfänger | der Güter. Für die Abgabenhinterziehung sind Strafen festgesetzt. In ihrer jetzigen Form tft dre Vorlage ziemlich harmlos. Der Gebührensatz von t[6 bW ifio Psg. pro Tonne und Kilometer wird zwar die Tarife beeinflussen. Aber dir Mittel, dre durch Schiffahrtsabgabeneinkommen, sind zu verwenden für die Herstellung größerer Fahrwassrrtlefen, für die Unterhaltung älterer Anstalten und zur Deckung der Verwaltungs- und Erhebungskosten. Ferner wird vorgesehen, die Kanalisierung des ! Mains (Aschaffenburg-Offenbach), des Neckars (Heilbronn-Mannheim), der Saale (Kreypau-Halle).
X Naliorrallibrrale Freibierversantmlungen. Herr Konsul und Regierungsrat Schwabach, der nationalliberal« Abgeordnete, kann es nicht lasten, sich die erschreckende Unkultur, die in Litauen herrscht, durch Freibier dienstbar zu machen. Er hat bekanntlich den früher immer durch e’ntn heimatlichen Abgeordneten vertretenen lttauischen Wahlkreis an sich gerissen durch eine eigenartige Agitation, dre | fogar Prozesse wegen Kaufes von Wahlstimmen rm Gefolge gehabt hat. Gegenwärtig betätigt er sich 1 wieder damit, Versammlungen mit Freibier und
Niedlichkeit und Liebenswürdigkeit zu schildern und von ihrem Fleiß und der Zufriedenheit der Lehrer zu berichten. Als sie 8 Jahre alt war, bedurfte Bartl ch eines überseeischen Agenten, und Hope erklärte sich bereit, diesen Posten einzunehmen und zu verwalten, bis sich eine andere geeignete Persönlichkeit dafür ge-
unden. , .. , , . i
Ehe er England verließ, wünfchte er fedoch seme - Tochter in der Nähe zu sehen und ihre Stimme zu hören; um aber seiner Aufgabe treu zu bleiben, nahm er zu einer Art Veckleidung Zuflucht. Zu drei em Zweck ließ er sich Schnurrbart und Backeubari tocta- en und fing an, seine Kleidung zu ändern, schaffte ich ein rotes Halstuch an und dunkelgrüne Hand- chuhe, die er zu einem tarierten Sommeranzug trug, eine Zusammenstellung, die seinen ästhetischen Sinn ebenso verletzte, wie sie von unseren verehrten Lesern abscheulich gefunden werden wird. Als alles bereit war, nahm Bartley sein kleines Mädchen aus einen Spaziergang mit und traf in der Rähe seines Hauses mit Hope zusammen. Der arme Hope sah sie kommen und fein Herz schlug laut.
„Sie sind's, Mr. Hope!' sagte Vartleh nut angenommenem Erstaunen. „Wie geht es Ihnen, lieber Hope? — Dies ist mein Töchterchen . . . Mary, lieb« Kind, gib dem Herrn die Hand, es ist ein Freund von mir."
Die Kleine sah ihm ins Gesicht und gab ihm die d^^Prächttg^Ding für ihr Mer, nicht wahr?" sagte Barüev „Gesund, kräftig, fleißig in allen ihren Stunden und, was das Beste ist, ein gutes Kind . . . em sehr gutes Kind." , ,
Vava«' sagte die Kleine, indem sie rot wurde und das "Gesicht hinter Bartleys Ellbogen versteckte; mit einem Auge aber guckte sie dahinter hervor mn zu flhen, welchen Eindruck diese Lobfpruche auf den ftem- den Herrn hervorbrachten. ,
Sie scheint alles zu sein, was ein Vater nur wünschen tarn', antwortete Hope in zaMchem -ron.
AugenblicSich fuhr die Kleine <ms ihr« -Stellung auf und ein nachdenklicher Ausdruck kam in ihr Gesicht während sihre schönen Klugen mit seltsam trgy-
Wühlend Mr. Vartley's Geschäft unter der Leitung Hope'z auf das Beste gedieh, seufzte Hope unter der nämfticken Trennung von seinem Töchterchen. Barüeh LL chm zwar versprochen, daß eine solche mcht stati- finden solle; aber zu den guten Eigenschaften Hope s gehörte auch eine seltene Treue gegen fernen 2kb«ü= gebet und die Unfähigkeit, ein gegebenes Woft zu ftrprfiMi Ass thm ÄarÜeh cu^cindiw ctfe »tc, wip öw Ä L Lolches jetzt Mary Baftlch hieß nur dann verborgen bleibm könnte, wenn stch innerungen der Kleinen, je älter sie wurde, trubtenrmd verwischten, das heißt, wenn st-felost so gut wie ine Welt in Bartley ihren wahren Vater sahZu^e er sch und ließ 2 Jahre vergehen, ohne sich seinem Kmve em einziges Mal zu nähern. ,
Dagegen verlangte er, sie — ohne selbst gesehen zu werden — aus der Ferne beobachten zu können, und das wurde ihm gewährt. Er versah sich nut emem der scharfen Doppel-Ferngläser, wie sie letzt statt des alten, schwerfälligen Teleflops zur See gebraucht werden, und mit seiner Hilfe beobachtete er die Kleine, während sie von der ins Vertrauen gezogenen Wärterin umhergeführt wurde, oder im Gesichtskreis des seltsamen Spions spielte. Sie war rosig, dick und runv, voll Lust und Leben, ein Anblick, bet des Vaters Herz mit Freude erfüllte, bis er sich plötzlich mit bittrem Schmerz darauf besann, daß er selbst aus ihrem glücklichen Dasein ausgelöscht war. Und es währte nicht lange, dann sah er sie nicht mehr; denn wie ein bei stieg es ihm vom Hetzen m die Augen er senkte den Kopf und ging zurück zu seinerArbeit seiner Wohlhabenheit, seiner Vereinsamung. Dennoch wiederholte er die Beobachtungen, auch war Vartleh tM- voll genug, ihm während feiner häufigen Abwesenheiten in jedem Geschäftsbrief von semerKlemenzue^ zählen, ihre Rügen Aus spräche zu wiederholen, ihr».
Zweites Beispiel: Auf einer andern Eifenbahn- linie hatte ein großer Unfall stattgefunden; ein Teil des Eisenbahnkörpers war zerstört, große Herstellungskosten waren erforderlich und die Aktien fielen um 20 Prozent.
(Fortsetzung, folgte
Nicht nm zum Revolutionieren 1
Erhaltung der Revolution gehört Geld, viel Geld. Die Klöster aber stchen ta dem falschen Verdacht, un- aezählte Reichtümer zu besitzen, was liegt näher, als! iAen, die man für überflüssig, ja für nachteilig und schädlich erklärt, ihr Vermögen wegzunchmen um die eigenen letten Taschen zu Men? Kem Besitz ff zwar rechtmäßiger zusEmengekommen alz ^t K o- sterbesitz. Darnach ftagt aber em richtig« RevRutt^ [nör nichts. Zwar tLffchen sich die Raubritter der Neuzeit, denn das ungcheuere Vermögen der Kloster existiert nur tn ber Phantasie erhitzter kirchenfeindlicher
schien, in häufige und ungezwungene Berührung gebracht wurden — nämlich durch Bartleys Habsuch. Seine Geschäfte in der Heimat sowohl wie nn Aus ' lande konnten ber besonderen Leitung entbehren uni er forderte Hope zur Rückkehr nach England auf, toi ihm derselbe in seiner Lieblingsbeschäftigung, das heißt im Spekulieren, zur Seite stehen sollte- die Wahrheit zu gestehen, war Bartley nur zur Ausführung gegebener Aufgaben tüchtig, wahrend es ihm durchaus an Erfindungsgabe gebrach. Hopedagegen war reich an gesunden, wenn auch außergewöhnlichen Ideen Seine Gmndsätze beim Börsenspiel waren, nur gute Papiere zu kaufen und alle Zeitkäufe: zu vn- meiden, weil sie mit zu großem Rffcko verknüpft sind, dagegm jede Panik, die nicht durch dauernde ober unüberwindliche Ursachen hervorgerufen wird, zu bedeutenden Einkäufen zu benutzen. Eine große Di- sttiktsbank z. B. machte Bankerott und dre Aktien einer großen Eisenbahn gingen infolgedeffen um 30 Prozent zurück. Hope machte seinen Prinzipal und schulet darauf aufmerksam, daß dies nur durch einen Irrtum veranlaßt sein konnte. Die Dividende der Effenbahn war durch den Zusammenbruch der Bank nicht um 1 Prozent gefallen, konnte überhaupt nicht davon beeinflußt werden. Die Mionäre der Dank hatten zufällig auch Wien jener Bank besessen, hatten diese auf den Mackt gebracht und dadurch ihr Fallen veranlaßt.
Jetzt aber", fügte Hope hinzu, „befinden sich diese Papiere in Händen, welche sie festhalten können und werden, bis dieselben von den augenolicklichen lächerlichen 85 zu ihrem Normalwett, der zwischen 10o und ’ 115 schwankt, zurückgckehrt sind. Legen sie leben Schilling, über den Sie verfügen können dann an
l ich werde das auch tun." Baftleykauste für 30 000 - Pfund dieser Wien und hatte nach Verlauf von 3 ■ Monaten 20 Prozent daran gewonnen.
2. Blatt.
« Vntck vertag der zuldaer Lctiendrnckerei in S»üb«.
ausmftatten. Sonst kommen eben die I Stoßen Ho^u^en^gegen,^da^ untetft^en’roiTtl- We nichft Aus Ostpreußen wird berichtet:
„Trotz der Jubelhymnen im Mm. Danwfb.^M Mtaet?7rotz d"a"Äa^n des Voftiand.es deS litauischen Wahlvereins ^ S^r ^S'ber’lOoÖo @in.
Hörern, meist kleinen Leuten und Atbettem, gesv rn
Personen und 15-17 Achteln „Liebesgaben -B'-r.
Bei der nächsten Wahl wird es ihm wohl schl.cht
«,hd°Zs BL^di- -°ch
liberale Politfl schwärmen, *’<• fiph5ren ttL
IHer üiuuyuu QU < r-ri
Mi* Hebe Vefteblungen lehnte oa-> ------ — , - . .
ab weil es zu Gunsten des Angeklagten annaym daß, sich d!e Beleidigung auf den 8°° Bauer beschmE. In der Haupt-Verhandlung wurden dwseVeweis I anträge, natürlich um sie ungestraft die Oeffen ftch feit bringen zu können, ttotz ihrer Ausstchtslostgkeit wiederholt, jedoch abermals abgelehnt. ~er „demokratische" Beobachter in Stuttgart, d« auch sonst gerne angebliche Skandale des Klerus verbreitet, gab nun in einem einseitigen Tendenzbeticht über die Verhandlung gegen den Staplizifftmus worttich die B weisanttäge wieder. Emer der Beleidigten, Pfarrer K o l b von Ennabeuren, lietz «trasanttag stellen ^ Redakteur des Beob. wurde von der Strafkammer Sttittqaft zu 100 Mark mit den üblichen Nebenstra- ftn verurteilt. In bet Begründung wird ai» gefühft, daß keiner ber vielen Zeugen auch nm. bas geringste änzugeben vermocht habe über eine Verseh- lung des Pfarrer K., und so dürfe ohne weiteres gesagt werden, daß diese Behauptungen nicht nur nich bewiesen, sondern direkt widerlegt seien. Das Urteil ist eine Warnung für jene dunklen Ehrenmänner einer gewissen Sensationsvresse, denen die Ehre eines Geistlichen vogelfrei dünkt. ____
△ Das Geheimnis der Bosheit. |i
Eine auffällige Erscheinung der Gerichte ist diel!
baü wo in einem Lande die Regiemng ge-11 mÄ^ird und die Rmolutton eine Republfl gründ dft immer der etste Akt der rMolutionäreren Regretimg chre^ Verlnögms^ "dft Mißhandlung teilweise Mch Ermordung und Austreibnng der Or- densl?utV Immer »ergreift sich die Solution am Eigentum, an dem natürlichen und Schlich g rotierten Rechte und an dem Leben der Ordens leute Das Fundament revolutionärer Regienmgm 1 wird Immer glittet mit dem Blut leute und Priester, das um Rache zum Himmel schreit. I Diele Tatsache bedarf umsomehr dar Erklärung,« als die Ordensleute sich um die öffentlichen Hmdck I be8 Lebens nicht kümmern, am allerwenigsten und zu I alleftetzt um die Politfl.
Durch ein Gelöbnis haben sich dte Ordenstatte verpflichtet, allein Gott und dem Wohle ihrer Mit- mCnS aber^sind doch keine VerbrechenGottzu dienen, arme Waisenkinder aufzunehmen, die Jugend zu unterrichten, Greisen und Greisinnen ein Asyl zu aewäbren sich der Notleidenden anzunchmen. Kranke M pflegen, mit einem Sorte die Werke der Barm-
Lieben und Wicken der OrdenÄeute ist, doch der höchsten Aneckennung und des höchsten aller Erweck, die für das Gute noch esti empfängliches H«z haben und die nicht von blindem Haß und von den bomiertesten Vorufteilen erfüllt find. Der ungläubige Positivismus des August Comte dem ja die portugiesische Revoluttonsregierung Äs einem! Evangelium huldigen will, hat doch das Wort geprägt, „vivre pour autres", leben für andere! Wenn aber irgend jemand nur für andere dann ist es der kÄholische Ordensmann und die katholische
Alle Revolutionäre der Neuzeit geben vor, im Namen der Humanität zu handeln, sie verkünden immer mit großem Pomp nach dem Vorbild der ftan- zösischen Revolutton die M e ns ch en r echte
Im Ramm der Humanität erlanbm sich aber die revolutionären Phrasen- und Messerhelden die groß- ten Grausamkeiten und Brutalitäten gerade gegen solche, die ganz besonderm Anspruch haben auf schütz, well fie durchaus wehckos find; man proklamiert die Menschenrechte und das erste, was man tut, ist, daß man die Menschenrechte bei Ordensleuten und Priestern in den Staub tritt und sie ben Besten und Edelsten gegenüber geradezu leugnet Gibt es eine widerlichere und ekelhaftere Heuchelei?
merisch suchendem Blick in die Ferne starrten = Bei- ! den Männern war es klar, Saß die Stimme de- Va- ! ■ etS ihre Erinnerung erweckt hatte. _ '
Barlley trat uni einen Schritt zurück, sodaß ihn das Kind nicht sehen konnte, und hob warnend Den Finger auf. Hope nickte zustimmend und sprach für den Augenblick nicht mehr, während Bartley ihn zum Mittagessm und ber Besprechung eines Geschäftes em- iub — So sah er fein Kino noch mehrmals, ehe er abreiste, und Barlley ließ sicks angelegen sein, ihm alle Kunstfertigkeiten der Kleinen vorzusuhren Sie mußte ihm ans dem Klavier voftpielm; zeigte ihm, wie sie ihren Heinen Shellands-Ponny zu reiten verstand; sprach sodann mit ihrer Gouvernante französisch oder doch etwas dem Aehnliches und nahte an ihrer kleinen Mim mich ine — Alles zur Unterhaltung de« fremben Herrn. Wozu fie aber auch aufgeforbert würbe, immer gehorchte sie mit liebenswürdige Lächeln und ohne jede Spur jener falfchen Bescheidenheit, die immer ein Deckmantel bet Selbstüberhebung und Etteflett ist.
Wer William Hope genauer kannte, hätte in dieser Vielseitigkeit des Kindes die Verwandtschaft mit ihm entdecken können, die angeerbte Fähigkeit, ;o viel Verschiedenaftiges auf einmal zu lernen.
Mit zugleich stolzem, ftohem und bettübtem Herzen ging Hope nach dem Festlande hinüber. Seine Tochter war lieblich, gesund, glücklich und gut erzogen, aber sein eigen war sie nicht mehr, nicht einmal dem Namen nach. Ihre Zärttichkeit gehörte einem Frem- ben, und was William Hope von Mary Barlley trennte, war mehr als der englische Kanal.
Es würde den Leser nur ermüden, wollten wir ihm ■ olle kleinen Vorkommnisse dec nächsten 5 Jahre aus- : führlick schildern. Sie lassen sich in die wenigen Zei- . len zusammendrängen, daß Hope hin und wieder flüchtig mit seiner Tochter zu,ammentraf, dabei jedesmal seiner Stimme einen anderen Klang zu geben wußte und dadurch ihre Erinnerungen an difte stimme allem Anschein nach verwirrte und mislo,chte. - Dann aber kam eine Zeit, in der Vater und Tochter - dmch einen Einfluß, ber am wenigsten bc$u _ geeignetJ
* Die Obstruktion im mährischen L-mdtage bat r orläufig gesieat. Die seit Donnerstag abend mit Unterbrechungen andauernde Sitzung des Landtages ist am Montag 2 Uhr nachls geschlossen worden. Die nächste Sitzung findet am Donnerstag statt.
* An der türkisch-montenegrinischen Grenze sind, trotzdem die türkische Gesandschast wiederholt um eine Intervention ersucht hat, die Zustairde unver- ändert. Seit -sreitag wird längs der ganzen Grenze ein lebhaftes Feuer zwischen Montenegrinern und den türkischen Blockhäusern unterhalten, ^n Anbetracht des Ernstes bet Lage wird eme Be- ! waffnuna der mohamedanischen Grenzdorfer durch- geführt. Von der Gesandtschaft in Cetmze wurde betanntgeceben, falls das Feuer nicht eingestellt werde, würde ein regelrechter Angriff auf die montenegrinische Stellung erfolgen. Die Lage tm Wilajet Skutari ist glerchsalls ern-r, man erwartet sehnsüchtig die Ankunft von ^ruppen.
I In einem bulgarischen Dorfe bei -tonastir sind zehn Tynamitboniben beschlagnahmt worden.
I__ Der Oberkommandant von Älbaiiieii meldet,
daß bei Dibra ein Kampf mit einer Bande l Albanesen ftattgefunben habe, wobei sieben Aida, liefen getötet und einige verwundet worden seien.
| * Wegen der auf Kuba herrschenden Gärung
wurden 700 Mann amerikanischer Truppen nach
I Pinar bei Rio gesandt.
* Dem chinesischen Staatsrat ist durch ein Edikt I der Auftrag erteilt worden, die Denkschrift der Konstitutionskammer über die Schaffung eines Parlaments zufarnmeu mit den Pwvmzialland- tagen in Beratung zu ziehen und dem Throne m einer allgemeinen Audienz Bericht darüber zu erstatten I Das Volk sieht dem Ausgang der Beratungen mit
Kirche.
Nimmt man dazu die fortgesetzte Hetze gegen dre Orden, die foftgesetzten maß- und schamlosen Ber- dächttgimgen und Veckeumdungen derselben, dann ist vickes, wenn auch nicht alles, erklärlich; es bleibt immer noch ein Restbestand übrig, der sich nicht erklären läßt und das ist es, was wir „Das Geheimnis der Bosheitt nennen.
II AnS bet Rho», L Nov. 1910. Die Jung. Viehweide der Rindviehzucht-Genoffenschaft de landwirtschafflichen Kreisverems Gersfeld war KÄmer mü 6 Pferden, 6 Bullen und Rindern, zusammen 53 Tieren, besetzl- De f trieb Satae am 21. Mai, der Abtrieb am 1. Dt, tobet 2Rmder erkrankten kurz nach dem Auftrieb .nh ninoen ein, 12 wurden vorzeitig abgetrieben, geweidet. Letztere 27 Rinder wogen uuu, -------------- | beim Aufttieb 15220 von 5410
r, die gehören ms Pfund, das tft Es ist dies
Panoptikum. A in"nbe?mcht des ^anhaltend regnmfdjen Som-
* Stuttgart, 1. Nov. 1910. Im Apnl d. I > zufriedenstellendes Resultat. ^5«
würbe bckannüich ber Redakteiit Gulbranson üom kpredmet beträgt diese Gewichtszunahme emen
nnn<mm. bafi I Wanderausstellung der deutttch«u
»» ber@KftS der Rdöu lahlreich vertreten sem. .0^0» werden überall zur Ausstellung ^r^baverischen Rbönickafen, die ihrer Zweckmäßigkeit halbn Überall eftigeführt werden sollten bewrwers^elUg^ laden worden. ,Die^Khonschafh Ü f in
obnenbem und dauerndem Absatz für bitten Die deutsche Landwirt chastsgesellschaft hat
ft- R«ch»!- .£F?5. sskovember
SFSE gwg.
gezüchtet' werden, sollten ans der obengenannten
großen Ausstellung mcht fehlen. _
* Geisa, 31. Oki. 1910. Gegenwärtig werben
LLlSHM-S
o-i Qff 1910. Die Stabtschulbeputation toählte'in' ihrer letzten Sitzung ben^ Miwlschullehr« - Joseph Müller m Hanau zum Rektor der yiv- 8,’S1'«. ®„ 31. Olt. 1910. 416224 ». betrüg? die Gewinnsumme, welche der von Weinberg'sche Rennstall in diesem Jahre seinen P e r d m verdMki. Der Stall Waldfried steht damit an ber Spitze aller deutschen Rennstalle.
^Offenbach a M., 31. Oft. 1910. Zur H af en- arbeiterbewegung schreibt die --Öffenbache Volkszeitung": „Für welchen .Ehrenmann sich die Virsch-Duncker" und „Freien inkl. „Abendblatt ins Zeug legen, beweist ber Umstand, daß Grodck - s° beisit ber Entlassene — vor 3 Monaten den Lnkomo tivführer Blickhäuser beim Gericht des Diebstahls be= schuldigte. Die Sache sollte 2 ilghre ö^uckliegen^un durch Zeugen erhärttt werden. Die Untersuchung er- gab, baß Grödel bem Gericht blauen Timst vorgemacht hatte; Amtsanwalt Dr Aull bezeichuete die Flunkereien Grödels als „ganz gewöhnliche Denun- »iaiion" Die Leugen wußten kein Sterbenswörtchen £ tan «Ä« *,««** und bedrohte nunmehr softgesetzt den Mukhauser- darauf wurde er von ber Verwaltung entlassen. Der Hafenausschuß hat vorgestern bte Enllaffung gutgeher ßen. Die moralisch Geohfteigten find dre Hirsch-Dun rf?r die Rr-ien" und bas „Abendbl.
'* Gi/ßen' 22. Okt. 1910. Wiederholt ist es vor- gekommen, baß Archttetten und Baimnternehmer vom ursprünglich genehmigten Bauplan abwichen und ub« Straßengttände hinweg Balkone und Erker am Hause angebracht haben. Die Stadtverordntten- Bersammlung hat Wiederholt die Entfernung stl cher eigenmächtig hergestellter über die «Katze
Wer allerdings die katholischen Orden nur aus I Tendatzromanen und Hintertteppengeschichten /ennt, I wer sich nur von gemeinen Sudlern und den ärgften I Kirchenfeinden über das Ordenswesen ber katholischen I Kirche belehren läßt, bei dem begreifen wir es, daß I er die Ordensleute haßt. Aber selbst ein solcher auf Lügen und Verleumdungen sich gründender Haß gibt I keine Entschuldigung für Brutalitäten, Grausamkeiten I und die schreiendsten Ungereebtigteiten.
Fehlen Ordensleute gegen Staatsgesetze, handeln sie gegen das Wohl bet menschlichen Gesellschaft, gut, 1 dann mache man ihnen ben Prozeß, aber man erkläre | fie nicht für vogelfrei unb für außerhalb aller Gesetze, I aller Rechte und alles Schutzes stehenb
Die geschworenen Feinde aller gesellschaftlichen Ordnung, die Anarchisten, überhaupt die ausgesprochenen Prediger aller Gotüosigkeit, läßt man in Ruhe; einen vielfachen Mörder, Bombenwefter und Brandstifter, feiert man als Helden und benennt nach ihm Straßen und öffentliche Plätze, Ordensleute aber behandelt man, als ob sie der Ausbund aller Verworfenheit wären.
Der Kampf gegen Ordensleute und Priester ist eine ungeheuere Feigheit, deren man sich schämen müßte! Leute brutal zu behandle«, bte >ich nicht wehren können, ist Feigheit niederster Sorte; wenn gar solche, die mit allen Machtmitteln ausgerüstet stift», sich an wehrlosen Personen »ergreifen, dann tft die Feigheit riesengroß.
Die feigste und gemeinste Tat des Berliner Mob bei der Moabiter Revolte war, daß man einen pro- tfttanttschen Geistlichen aus dem elektftschen Wagen riß und ihm mißhandttte. Welch eine Heldentat!