Zeitung
uloaer
37. Jahrgang.
Fulda, Donnerstag den 27. Oktober 1910.
Erstes Blatt
j'ß 247.
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Rotationrdruckund Verlag der Kuldaer A!» tirndruckerei in Zulda Fernsprecher Nr. 9.
Lokaler.
Fulda, den 27. Oktober 1910.
V Großenlüder, 27. Okt. 1910. Die Eheleute Konrad Joseph Reith und Franziska geb. Bild-
*♦ Berlin, 26. Okt. 1910. Der bisherige russische Minister des Auswärtigen und künftige russische Botschafter in Paris, Iswolski, ist heute morgen, von München kommend, in Bersin eingetrosfen und nach einem Besuch der russischen Botschaft nach Petersburg weitergefahren. — Wie die .Deutsche Taaesztg.' vernimmt, werden die Arbeiten zur Vorbereitung des neuen W a ss e r g e s e tz e s für Preußen in den beteiligten Ressorts eifrig gefördert, so daß doch noch einige Aussicht besteht, die Vorlage bereits in der kommenden Tagung dem preußischen Landtage, etwa gegen Ostern, zu unterbreiten.
* Beim Reichskanzler fand am Mittwoch abend «in Diner statt, zu dem.das Kronprinzenpaar und mehrere Minister und Staatssekretäre erschienen svaren. Da der Kronprinz seine ostasiatische Reise tm Mittwoch nächster Woche antritt, so darf der besuch beim Reichskanzler gewissermaßen als eme kbschiedsvisttte angesehen werden.
I] Eine sozial-politisch« Rede des HaudelsmiuisterS. Bei der Einweihung des neuen Oberbergamts- zebäudes in Dortmund wies Handelsminister
Erscheint tliglich mkl Rnsnahme der So.m- ttab^eitrtage viertel- Wrlichi-Vezngspreis ohne Srimgerlohn und Bestellgeld in Zulda sowie auswärts 1-SvM.
Verautw- Sedaitemr
und Gutsbezirke.
Kreis Kirchhain: Die Gemarkungen Amöne»
Telegramme, die der Runtius nach Rom gerichtet, sind dort ebenfalls nicht eingetrosfen.
monatrbÄage: „zuldaer SeschichtrbMer"
Ausland.
r Die dentsch-tschechische» Ausgleichsverhandlungen stehen unmittelbar vor dem Abschluß. Es ist in den letzten Tagen eine Einigung über die Angelegenheit dm nationalen Kurien im Landtag und über die MinoritätSrechte erzielt worden. Dieser aünstiae Verlauf der Verhandlungen dürfte in der kommenden Reichsratssession und der Tagung des böhmischen Landtags die Beratungen wesentlrch f5r**n@btt Reform des österreichische« Militärstraf- prozesses, besten mittelalterliche Harten s. Z. aus An- laß des Hosttchter-ProzesteS mehrfach Gegenstand von Erörterungen warm, soll nach einer Ecklarung des Ministerprästdentm auf der Grundlage moderner Grundsätze erfolgm.
, find.
Und wer gehört zu den Unentbehrlichen? Lasten sich die Kon servativen ausschalten? Nein, — solange nicht etwa das Wunder einer rein liberalen Mehrheit die Welt überraschte. Läßt das Z e n t r u m sich ausschalten? Das war ja das Ziel der Blockpolitik Bülow's, die Herr Bassermann gern erneuern möchte. Herr v. Payer dagegen sagt, er wolle kernen konservativ-liberalen Block, da sich die Konservativen als zu wenig „opferwillig" erwiesen hätten. In der Tat hängen die Trauben, die Herr v. Payer für sauer erklärt, für die liberalen Füchse zu hoch. Die knappe Mehrheit, die 1907 aus kompromißwilligen Konservativen und Liberalen sich bildete, ist nicht wiederherzustellen; das ist eine arithmetisthe und zugleich eine moralische Unmöglichkeit. Die Mitarbeit des Zenttums wird nicht zu entbehren sein. Daraus folgt, daß die innere Politik Deutschlands zu der Methode zurückkehren muß, die bis Ende 1906 mit vielfachen, großen Erfolgen in Hebung war.
Das freie Zusammenarbeiten aller positiven Kräfte, die Verständigung von Fall zu Fall zwischen der Rechtm, dem Zenttum und den Nationalliberalen (soweit letztere gutwillig sind) — schließt die Berücksichtigung berechtigter Wünsche jeder mitarbcitenden Partei in sich, schließt aber die Herrschaft ein et Partei, also namentlich die liberale Polittk im Sinne des Abg. v. Payer, entschieden aus. Kurz- soll liberal regiert werden, so wüsten die Liberalen' gefälligst eine liberale Mehrheit stellen.
Wenn sie das nicht können, so müssen sie Bescheidenheit lernen!________
Deutsches Reich.
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Aus dem Nachbargebiete.
Ehe ein solcher Umschwung einträte, mußte natur- < sich der sog Sieg der Linken auf seinen Umfang und - -seinen politischen Wert genau geprüft werden.
i Was heißt „Linke"? Was heißt „Sieg"? Wenn die Liberalen der Rechten einige Mandate abjagen sollten, so wäre das ein mehr oder minder großer Erfolg, aber ein Sieg im konstitutionellen Sinne iäge erst vor, wenn die Bereinigten Liberalen aus eigener Kraft die Mehrheit int Parlament bilden könnten. Hält Herr v. Payer das überhaupt fut möglich? Dann würde er den Gipfel des politischen Aberglaubens erreicht haben. Jeder Sachkenner weiß daß der Liberalismus eine Portion Mandate an die Sozialdemokratie verlieren muß. Won den etwaigen Gewinnen in den konservativen Gefilden ist also eine gewisse Verlustziffer von vornherein in Abzug zu bringen. Wer wird nun den verbleibenden Reingewinn auf die erforderliche Hundertzahl zu schätzen wagen? Wohl aber gibt es Leute, die den liberalen Reingewinn auf Rull oder gar Mnus schätzen.
Sovick steht fest: eine l ib er al e M ehr h eit wird es im Jahre 1911 und bei einer nachfolgenden WaU nicht geben. Also kann es auch keine rein !liberale Regierung geben. Herr v. Payer denkt nun vielleicht an eine rosa-rote Mehrheit, au einen Groß- ! block von Liberalen und Sozialdemokraten. Sollte der Fall eintreten, so würden erst noch der Kaiser und Bundesrat zu befragen sein, ob sie sich auf ein liberal-sozialistisches Mi, chmiNist e r Ku m nach dem französischen Muster einlassen wollen. DcE würden wir nicht eher glauben, als bis wir es sehen, und wenn wir es sähen, so würden wir diesem rosaroten Block eine noch viel kürzere -Dauer als dem Bülowblock in Aussicht stellen.
Die Regierung braucht eine arbeitsfähige, positive Mehrheit. Auch wenn die Minister noch mehr liberale Neigungen haben sollten, als Fürst Bülow sie sich anerzogen hatte, so würden sie doch Rücksicht nehmen müssen auf die anderen bürgerlichen Parteien, die zur Bildung einer positiven Mehrheit unentbehrlich
Das Kaiserpaar in Brüssel.
♦ Brüssel, 26. Okt. 1910. Das Kaiserpaar besuchte heute morgen mit dem König und der Kö üflin der Belgier, rote gemeldet, die Ausstellung für alte belgische Kunst, wo viele Werke deutscher und anderer frember Galerien untergebracbt sind. Am Nachmittage besuchten die kaiserlichen Gäste mit dem Königspaar das Rathaus. Der Bürgermeister Max begrüßte in einer Ansprache d,e Galle, indem er auf die herzliche Freundschaft hm- rotea, die zwischen Deutschland und Belgien besteht. Der Kaiser erwiderte in französischer Sprache nut ] einigen Worten des Dankes, worin er seiner Freude Ausdruck gab, daß es ihm vergönnt sei, m dem
1 schönen altehrwürdigen Rathaus der Stadt Brussel zu weilen, und außerdem zollte er dem Gewerbefletß Der Belgier Worte hoher Anerkennung. Aus die Begrüßung folgte ein kurzes Konzert. Utiterdessen hatten auf dem Rathausplatz die Vereine und Gilden Brüssels Ausstellung genommen. Das Kaiserpaar trat'auf den Balkon und nahm die Huldigung der Brüsseler Bevölkerung entgegen. Der große Rathausplatz, der schon viele solche Feiern gesehen | hat, nahm sich diesmal besonders stimmungsvoll aus, da die Menschen die Häuser bis zu den Dächern hinauf besetzt hatten. Tausende von Menschen riefen dem Kaiserpaar kräftige Hochrufe und Vive l’empereur! entgegen. Gegen 5 llhr verließen die Gäste das Rathaus und kehrten in das königliche
Di? Handausgaben des LandesstempelgesetzeS in der Fassung der Bekanntmachung vom 80 ^$um 1» nebst Ausführungsbeftimmungen sind b" allen Haupt- zollämtern und Zollämtern zum Preise von 1 Mark zu
* Die Schwenkung des ehemaligen rabiaten Sozialisten und jetzigen Minister-Präsidenten Briand, der sich bei Gelegenheit des Eisenbahner- , Streikes zu geradezu — preußischen Maßnahmen gegenüber den Streikenden entwickelte, hat eme Krisis im Ministerium im Gefolge. Zwischen Briand und dem Arbeits - Minister Viviani befielen schon seit längerer Zeit Meinungsverschieden, heilen, die sich durch tue scharfen Maßnahmen Briands gegen die Streikführer noch verstärkt haben. Zweifellos ist eine Rekonstruktion des Kabinetts unvermeidlich, zumal auch • eer Acker- bau-Minister Ruan zurücktreten rott'1.
• Tie türkischen Anleiheverhandlungen mit Deutschland werden in K o n st a n t i n o p e l gesührt. Englische und amerikanische Finanzleute sind ebenfalls an dm Pforte mit Angeboren herangetreten. Um Frankreich zu versöhnen, hat die Türkei einige Zugeständnisse betreffs der in der Türkei lebenden Atgterer und ^E^Di^stack/' Politik des griechischen Kabinetts Veniselos findet in Athen selbst lebhaften B-tfall. Jeooch ist man auf Gegendemonstrationen der alten Pertonenparteien in den Provinzen gefaßt. Dte Truppen sind in den Kasernen zusammengezogcn. Es herrscht überall Ruhe.
: Dem Vorgehen der Engländer und Russen in Persien widmet die türkische Regierung fortdauernd die größte Aufmerksamkeit. Nach einer Meldung der Köln Rtg/ wird in Konstantinopel erwogen, ob es angelernt sei, türkische Truppen m annähernd gleichet Stärke wie Rußland Enswnd inPersien einrüden zu lassen. Dabei wird : zunächst beabsich igt, die türkischen Staatsange- ■ hörigen zu schützen. Es spricht aber auch die Er- wäauna mit, daß das türkisch-mohamedamsche In- : teresse eine Austeilung Persiens durch Rußland und > England nicht zulassen dürfe. Um freie Hand zu
Aus Mrche und Schule.
* * Fulda, 27. Okt. 1910. Morgen, am Festtage der hl. Apostel Simon und Judas, wird der Hochw. Herr Bischof an 15 Alumnen des Priesterfemi- nars die Tonsur und die vier niederen Weihen erteilen. Die Namen der Weihekandi. baten sind folgende: Johannes Lindt aus Frank- furt a. M., Wilhelm Ullrich aus Mica, Fridolin Füller aus Flieden, Joseph Kreß aus Riesig, Alphons Lins aus Wachstedt, Joseph Lotz aus Anzefahr, Kranz Joseph Beier aus Meindroth, Valentin Haas aus HÄnershos, Karl Hohmann aus Mardorf Joseph Klüber aus Steens, Joseph Muller au» Hofbieber, Hermann Ramb aus Momberg, Karl Scheller aus Ho Heber, Hermann Seifert aus H>l- berk Alexander Werthmüller aus Dipperz. Die Ordinanden gehören, mit Ausnahme der beiden Erstgenannten, sämtlich der Diözese Fnlda an Die Weihe findet am Hochaltäre der Domkrrche statt und beginnt um 8 Uhr. Die Erteilung der Tonsur wird der Sängerchor des Priestetsemmars durch vierstimmigen Gesang verherrlichen.
++ Fulda, 27. Okt. 1910. Auf Anordnung dee Herrn Unterrichts-Ministers wird der seit 1. Juli bk Js. burch den Königl. Kreisschulmspeklor Wulf in Fnlda verwaltete katholische K-reisschulaus» sichtsbezirk Fulda dahin geteilt, daß der Aussichtsbezirk Fulda fortan nur noch die katho- lisch en Schulen in den Kreisen Fulda und Schlüchtern sowie die israelitischen Schulen m Fulda und Flieden umfaßt, dagegen die katholischen Schulen m den Kreisen Gelnhausen und Hanau-Land zu einem besonderen neuen katholischen Kreisschulauf- sichtsbezirk Gelnhausen -Han au vereinigt werden. Die Verwaltung dieses Kreisschulausftchts- 1 bezirks Gelnhausen-Hanau ist nebenamtlich dem 1 Regierungs- und Schulrat Bottermann übertragen.
bürg und Rauschenberg.
e Wegen der Erhebung des einmaligen Kanal- beitragrS hatten im Mai dieses Jahres 152 Hausbesitzer Beschwerde beim Bezirksausschuß bezw. Provinzialrat in Kassel eingeretcht. Nach Ansicht des Magistrats waren von diesen Beschwerden^ 132 verspätet oder unzulässig, sodaß nur noch 20 übrig blieben. Wie nun das ,Kreisblattt, anscheinend aus amtlicher Quelle ersährt, sollen die Beschwerden zurückgewiesen worden sein. Den Beschwerdeführern ist bis jetzt keine Nachricht zugegangen. Sollte o veaier vor, inu , die Mitteilung richtig sein, werden, rote wir ver- entzückenden An- nehmen, die Hausbesitzer mit dieser Entscheidung
gendes aus:
„Die Berfammlung nimmt davon Kenntnis, daß die Löwenbrauerei unb daS Franksurter Brauhaus immer noch laut Tarif nur sozialdemokratische ÄUWMW Arbeiter einstellen. Die Berfammlung erblickt fciern heute in voller körperlichen und geisti- barin einen Raub an der Koalttionssreihett ntchtfoziat- Rüstigkeit ihre goldene Hochzeit. Die
bemokrattsch gesinnter Arbeiter. Die Versammlung I et«-- fanb heute morgen in unserer Pfarr« ÄÄ”Äe,n- bie '*TÄTÄ.»S..i wU 21/IUdIvUvIH lu tlUlvUvH.
führen daraus an:
Landkreis Fulda: Forstgutsbezirk Thiergarten, die Gemarkungen Maberzell, Haimbach, Glälerzell, Kämmerzell, Lüdermünd, Lülierz, Horas, Riesig, Lehnerz, Petersberg, Künzetl, Dirlos, Pilgerzell, Engelhelms, Edelzell, Salzschlirf und das von den Landwegen Fulda-Horas, Fulda-Niestg und Niefig-Horas umgrenzte Gebiet des Frauen- und Kalvarienberges.
Kreis Hünfeld: 1. Das Gebiet des Stoppelberaes, umfassend die Gemeindebezirke Arzell, Betzenrod, Buchenau, Dittlofrod, Eiterfeld, Gleftnham, Körnbach, Leimbach, Malges, Mauers, Meisenbach, Mu en- dach, Neukirchen, Oberstoppel, Odensachsen, Rhina, Steinbach, Unterstoppel, Wehrda und die Gutsbeztrke Fürsteneck, Wehrda von Stein und Hohenwehrda; 2. bas Gebiet des Soisberges, umfassend die Gemeinde- bezirke Mansbach, Oberushaufen, Soisdorf, Solstieden, Treischfeld, Unterufhausen, sowie die Gutsbezirke Ober- mansbach und Mansbach-Unterhaus; 3. das Gebiet des Stallberges, umfassend die Gemeindebezirke Groven- tast, Kirchbasel und Rasdorf; 4. das Gebiet des Haselsteins, umfassend die Gemeindebezirke Haselstein unv
I Oberaichenbach; 6. bet Forstgutsdezirk Burghaun.
Kreis Gersselb: Sämtliche Landgememden
Ausführung von Bauten und baulichen Aende- rungen außerhalb der Ortschaften versagt werden, wenn dadurch das Landschastsbild gröblich verun- ftalter werden würde und dies durch die Wahl eines anderes Platzes, durch eine andere Bau- geftaltung oder durch die Verwendung anderen Baumaterials vermieden werden kann. Die Gebiete,-in denen diese Bestimmungen Anwendung finden, sind sür jeden einzelnen Kreis des Regie- rungsbezirkes im Amtsblatt' angegeben. Wir
Wenn die Linke siegt ...
In W i es b a b e n hat dieser Tage der Abg. v. P a v e r ftüher schwäbischer Blockdemokrat, letzt fort- sittlicher Volks?arteiler, eich Rede gchalt-n, in der die Rechnung recht klar angekrmdigtwardroaus gestellt werden soll, wenn die Linke siegen wurde
Herr v. Payer schreibt der Regierung die n cht sehr Rühmliche Rolle des „A b w a r t e n s zu. Wenn bei den nächsten Wahlen die Linke siege, so werde die Reaiemng ihre Politik darnach einrichten und wenn bÄ”< L.i° 1L, L"?! fere Regierung Grundsätze habe, scheint Herr v. Payer für ausgeschlossen zu halten Er vergißt and), baß bei uns zu Lande das parlamentarisch Regierungssystem noch nicht emgeiü^t fftt Aber wenn auch Herr v. Bethmann-Hollweg sich nach der parlamentarischen Methode richten wollte, scwurde er nach einem Siege der oppositionellen Linken doch 'nicht sich selbst zum liberalen Geschäftsführer mausern wollen oder können, sondern der etwa notwendige System wechsel würde einen Person en wechsel de
rart schütter
jSuluX. ivoch°nb°i,°se:„MuffrietteSonntagsjeitung
'te > m hr k Revolutionäre geglaubt' haben mögen. 'ltd)e Anordnung des Reg.eruugsprastden n auf , Die Bezsihunaen zum Auslände sind noch nicht ge- Grund des § 8 des Gesetzes vom 15. Juli 1907 wahrt haben. o . r n - b TO,“.nfrfien nrhnot knb bie schwerste Frage, die Ordnung der Danach kann nach Anhörung von Sachverständigen
und' L"'«-»«K m°>. üb«. | und d-, G-m°md-°°.st°°d-- bk
S «bi« n. ® = b t« « <««■««. I>°«pln°ch nick» in i« »-»-»-» .*.«1 «■ DI-bk Hi. Stuhl »»dm R-m-m- «"* ” Qia « rechnet bereits aus, daß der nationalliberale Telegramme ihre B estiM MUngNicht er Kandidat mit dem sozialdemokratischen in die Stich- reichten, mußte die RuiittaturiuL'iadride n wähl kommen werde, wenn die Konseivativen wieder Spezialkuner zu ihm entsenden, um »hm den Wunsch den erwarteten Slimmenrückgang und die national- bes Papstes mitzuteilen, daß er persönlich m. Rom liberalen einen ebenso erheblichen Stimme umwachs | Bericht erstatten 'Ee. ,Dre^ausM)rliche chiffr^te erhalten werden. Manchmal kommt e» bekanntlich anders, als man denkt. Bei den Wahlen irn Jahre 1903 haben die Konservativen in runden Zahlen 7000, die Sozialbemotraten 5000 und die Liberalen für ihren Zählkanbidaten 2000 Stimmen erhalten. Im Jahre 1907 betrug die Stimmenzahl der Kon- wrvatwen 11,575, die der Liberalen 1760 unb die bet Sozialdemokraten 3179. Wenn die „Boss. Ztg. versichert, in Ladiau-Wehlan habe sich '
schrittliche Volkspartei im engen Bunde mit den Nationalliberalen die Ausgabe gestellt, das Werk der Zertrümmerung der feudalen Hochburg de- Junkertilms im Osten, das in Oletzko mit solchem Erfolge begonnen wurde, sortzusetzen, so sieht das angesichts der früheren Wahlergebnisse doch etwas nach vorzeitiger Verteilung des Bärenfelles aus.
** Die Moabiter Affäre der englischen Journalisten. Auf die Eingabe des Vereins der ausländischen Preffe in Sachen der bei den Moabiter Vorgängen von der Polizei irrtümlich angegriffenen sremden Journalisten hat der Minister des Innern an den Vorsitzenden des Vereins ein Antwortschreiben ge« ichiet, das als Ergebnis der Untersuchung olgendes seststellt:
Das von den Herren Lawrence und Genossen be-1 setzte Automobil hielt an einer Stelle, wo die Polizei > soeben m t Waffengewalt gegen eine znsammengerotlele Menschenmenge halte einschreiten müssen. Mehrfache Aufforderungen eines uniformierten Poltzeiwachtmeislers I »um Weiterfahren halte der Chauffeur unbeachtet gr- . lassen. Da Überdies einer der Automobilinsassen im Wagen aufrecht stand und lebhaft in der Richtung des zurückwetchenden Volkshauiens gestikulierte, war ein KrmiinalwachUneister der Meinung, daß das Auto mit den Exzedenten in Verbindung stehe, und forderte es mit dem Rufe: Auto weg! nochmals auf, sich zu ent» fernen Als das Automobil trohvem noch immer halten blieb, und aus der Richtung desselben sogar ein ©temrourf «folgte, sahen sich drei uuiformieiie Schutzleute, die gleichfalls Genossen der Ruhestörer vor sich zu haben glaubten, veranlaßt,dieAbfah« zu erzwin- gen unb »u diesem Zweck von der Waffe Gebrauch ,u machen. Unter biefen Umständen ist der bedauerliche Irrtum d« Beamten wohl erklärlich, zumal den Beamten bekannt war, daß schon bei früheren Straßen- unruhen im Automobil hin und her fahrende Personen die Exzedenten unterstützt und geleitet hatten. Wenn die betreffenden Herren sich daraus berufen, daß sie an anderer Stelle von Polizeibeamten durchgelaffen worden seien, so überJeben sie, daß damit keine Gewähr sür ein gesichertes Hin- und Hersahren in dem ganzen Tumultgebiet gegeben war.
Schloß zurück.
Nm 9 Uhr erschienen die Majestäten und der Königliche Hof zur Galaoper im Königlichen Theater. Auf dem Wege durch die illuminierten Straßen überall stürmisch begrüßt. Das Theater bot, mit irischen Blumen dekoriert, einen kntzu»en^rn — n-,-x.- .„l" “JS mi, d-m ®dki4.®krwn
Maiestäten nüt Hoch- und Hurrarufen Hände- Flugzeug wurden heute vormttlag, nachdem tlalschen und Bravorufen. Am Nachmittage hatte infolge eines Unfalls und einiger Abänderungen der Kaiser den Prinzen Viktor Napoleon, den I an dem Apparat eine längere Unterbrechung und Bräutigam der Prinzessin Clementine empfangen. in Eiger Woche erneut günstige Probeflüge
I stattgefunden hatten, fortgesetzt. Der Apparat
voikwirtschasiiicher und Sozial». »Ä
♦ Frankfurt a. M., 26. Okt. 1910. In einer längerer Flug unterlaflen. Heute nachmittag Versammlung des Ortsverbandes der deutschen Ge- - " ' " u""' ,p #t*
werkvereine, die sich u> a. auch mit dem V«hallen der sozialdemokratischen Gewerkschaften befaßte, wurde auf die einseitigen Tarifverträge in her Löwenbrauerei und dem Frankfurter Brau- Haus hingewiesen, die gezwungen sind, nur sozial- demokratische Arbeiter einzustellen. Eine emsttm-
I mig angenommene Resolution sagt hierüber fol»
Sndow darauf hin, daß die Arbeiterfrage „den Wohlmeinenden mit ernster Sorge fülle . <
„Je mehr die staatliche Gesetzgebung, j- mehr die ! freiwillige Fürsorge des Bergbaues »um Wohle der , Bergarbeiter getan hat, um so weiter Jcbetnen mir uns von dem Ziele eines gedeiblichen V«ballniffes zwischen Unternebmern und Arbeitern, einem ver- trauensvollen Zusammenarbeiten dieser beiden Teile zu entfernen. Muß es nicht befremden, zu sehen, rote die Wahlen zur Knappschaft ausschließlich von politischen Gesichtspunkten beherrscht würben, ober ! wie für die Wahlen der Sicherbeitsmanne,: nicht vor allem die Sachkenntnis und Erfahrung der Gewählten, sondern das Maß seines Vopt isch en Radikalis, m u s entscheidend waren, und so die besten Absichten Gefahr laufen, in der Wirkung in ihr Gegenteil verwandelt zu werden! ? Dem Oberbergamt werden hier noch schwierige Aufgaben erwachsen. Ab« es wird — und ich hoffe, der Bergbau wird dasselbe tun — unbeirrt seinen Weg geradeaus gehen Wao auf bem Wege sozialer Fürsorge gefchreht, das tun wir .,m heS Keroifkens willen, weil und soweit wir es für!ns7re"Cbriste^pflicht halten. Aber auf der and«n Seite müssen wir auch darauf achten daß d« Beraban selbst darüber nicht zugrunde geht. Dahm gehört auch, daß diejenigen, welche die Verantwortung iür den Betrieb tragen, in den Grenzen ihrer Betriebs- sühmng das Heft nicht aus der Hand verlieren.
Daß die Arbeiterverhältnisse im Ruhrrevier eine überaus gesährliche Entwicklung nehmen, darin hat Sr-dow nur zu sehr recht. Die Bergleute des Ruhrreviers und auch die Hüttenarbeiter verdienen mehr, als weite andere Schichten der Bevölkerung. Warum trotzdem diese gemeingefährliche Unzufriedenheit und Verstimmung? Von der Macht osigkett, von der willkürlichen Behandlung der Arbeiter. Der Bergarbeiter und der Hüttenarbeiter des Ru^r- reviers hat wenig ober gar kein Recht. ;hm steyl die ungeheure Gewalt des riesenhaftesten Groß- I kapitals gegenüber, das sich als „Herr im Hause sühlt. Die Gefahren, die die Arbeiterfrage des Rubrrcviers in sich birgt, wären viel harmloser und «.uguuiv die Beziehungen zwischen Bergarbeiter chaft und j bekommen, scheint die Türkei fogat genetgt ^u iem ZechenverwLng, zwischen Hüttenarbeiter u. Werks- die Spannung zwischen Griechenland und der Türket Verwaltung längst auf eine gesunde Grundlage ge- zu beseitigen. rn-aieruna mitten in
stellt, wenn die Unternehmer den Herren-Standpunkt | i In Portugal steht die Regierung mmen aufgeven uno mit c... -----------
nisationen Tarifverträge abfchlöffen, so roiej in anderen Berufen zum Teil seit Jahren schon be-