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Zeitung

«fuldaer

: „Sieh mal, welch einen hübschen toten Jun-

Irren­

anstalt untergebracht werden.

ihn mit Rücksicht aus das lebhafte Interesse des Moffe- schen Tageblatts für den Umsturz auf den Händen getragen. In dem gewiß nicht „Beritalen" Pariser .Journal" werden diese Schilderungen von den, nichts weniger da „klerikalen" Berichterstatter Naudeau bc- stütigt. Naudeau erklärt auch, daß die revoluttonäre Regienmg in Lissabon nichtdie geringstetelr- graphische Mitteilung passieren kaffe, die ihr nicht gefällt. Wir erinnern noch einmal an das am 5. Oktober in Lissabon nach Paris aufgegebene Tele-

Schulnovev« bedeuten." I ben und brüllenden Pöbel geführt habe. Eine Ironie

Dom radikalen Standpunkte aus ist dieses Ur- ^es Geschicks ist es, daß der Korrespondent des Ber- tril unanfechtbar. Aber die badischen G e« ^er Tageblattes. Paul Block, '.nie uns Marcel Hutin uosieu sind eben klüger. Sie wissen genau, ^^er erzählt, von dem Mob zweimal ergriffen wurde, daß sie nut langsam Schritt für Schritt zum Ziele toe^ man jhp wegen seines glatt rasierten Gesichts für kommen tonnen und daß es am wichtigsten für sie e{n£n verkleideten Ordensmann hielt Hätte der Mob ist, zunächst dauernden und bestimmenden Einfluß hashwegs geahnt, wen er vor sich habe, er hätte aus die Gestaltung d«S öffentlichen Lebens zu ge-1 - --------- - - — - - ■

»innen. Dann wird alles ander« schon von selbst

Handel und Industrie.

* Berlin, 24. Ott. 1910. An der heutigen Börse ist es die Ge dfrage, die zurzeit unsere Geschäftstreise umsomehr in Atem hält, als der nahe bevorstehende Monatsschluß infolge der umfangreichen Spekula- tionsengagements die Nachfrage nach Barmitteln erheblich verschätst hat. Dies mußte einen Druck auf die Stimmung ausüben. Bemerkenswert wat die zunehmende Nachfrage nach Reichsanleihen.

Märkte.

fort: „Die Megramme melden, daß die Nonnen Widerstand leisten wollten, und daß sich ein kurzer Kampf entspann, in dem zwölf Schwestern verwundet wurden. Man'kann sich den Grund des Widerstandes dieser armen, hilflosen Geschöpfe leicht denken". Zahl­reiche Blatter verbreiten die Nachricht, daß eine eng­lische Nonne (namens Tipping) infolge der Drohun­gen der Revolutionäre irrsinnig wurde und sich vom dritten Stockwerk der Wohnung des englischen Ge- sandtschastssekretärs Gaisford, wohin man sie gebracht hatte, hinabfiürzte. In Univers vom 15. Oktober er­zählt der aus Lissabon entkommene P. Grape aus der Konotegation des hl. Geistes, daß die Revolutionäre auf mehrere Klöster den Straßenmob und befreite Sttüfltnge losgelaflen hatten, die dann dir Klöster

Jtß 245. pinsfag beit 15. »höbet 191«. 57. Jahrgang.

Sonderberichterstatters zu erhärten vermögen". Diese drei Bflder stellen dar:

L „Kugelspure, an einem von Soldaten beschossenen Kloster." D-»S Bild zeigt tat von Soldaten besetzte Fenster eines Klosters, etwa 70 Stellen zeigen, wo die Kugeln eingeschlagen haben!

2. „Gefangene Jesuiten." VierPatr^ wer­den von sechs Soldaten mit geschultertem Geweht

hallen mußte."

In einem Artikel des liberalen (Sortiere della Sara schildert ein Augenzeuge die erzreifenden Sze­nen, die sich in einem Saale abipieüen, wo einige hun­dert Schwestern von den Revolutionären interniert worden waren und sich auf höheren Befehl weltliche Kleider nähten, um dann in ihre Heimat vertrieben zu werden. In zMreichen Blättern schildern die Augen­zeugen die Entweihung heiliger Gewänder und Ge­fäße durch die revolutionäre Soldateska. Ein« legi« eine Stola um, der andere setzte eine Dischofsmitra auf, wieder ein anderer äffte die heiligen Zeremonien nach.

Daß man angesichts dieser Tatsachen, die auch von nichtkatholischen Journalisten bestätigt werden, sich in Portugal einfach «ist, Leugnen verlegt und da­mit glaubt, wieder alles in Ordnung gebracht zu ha­ben, ist außerordentlich bezeichnend für die moralische Verlotterung der provisorischen Regiening der neuen Republik. Man verftcht aber diese unsauberen Ma­chenschaften, wenn man bedenkt, daß hinter all diesen Dingen die F r e i m a u r e r l o g e steht. Sie hat den Haß gegen die Orden, insbesondere gegen die Jesuiten, geschürt und sie spinm auch die Lügengewebe, in die die ganze Welt gehüllr werden soll. Aber die Greuel im Lande der Revolution sind zu groß, als daß man sie einfach wegtelegravhieren könnte. Wie im vorigen Jahre in Bareelona, so bringt auch biet die Wahrheit durch tmb zeigt die revolutionären, kuchen- und staats­feindlichen Elemente, denen untere Sozialdemokraten zuiubeln, in ihrem wahren Lichte als moralisch verlumpte Bestien.

eskortiert.

3 „DaS Innere eines Klosters nach der Revolution." Das Bild zeigt den Raum emes Klosters in Verwüstetem Zustande ; Tische und Stuhle liegen zertrümmert am Boden, ein Schrank ist aufge­brochen, ein Klavier teilweise zerschlagen.

Dazu veröffentlichte das Blatt noch einen Artikel seines angegriffenen Lissaboner Vertreters, in dem es u. a. heißt:

Im Hauvtquartier sitzen neben dem Kommandan­ten stets Politiker als Beratet, und wichtiger als diese noch sind jene Führer der Revolution, welche hinter den Kulissen die neuen Minister ernannt haben und ins Hauptquartier tomren, um dem Kommandan­ten Befehle zu geben. Die. bedeutendsten unter ihnen find die Besitzer des „Seeolo" und der „Lutta . Letztere arretierte am 9. Oktober nicht nur den ®enerab anwalt der Jesuiten, sondern auch se-ne Familie we l der Advokat sich unter Berufung auf das Berufsge­heimnis weigerte, Angaben über das Vermögen des Ordens zu machen. Diese Männer sind die wirktlcheu Herren von Lissabon und Portugal. Die Soldateska lagert, Gewehr im Arm, in ihren Kasernen ober tn Kirchen, deren Türen erbrochen wurden. Hier erscheinen «errietet des Hauplquartiers, meist in Zivil, und bringen Befehle. So hieb es: V erh ast e t a 11e Mönche und Nonnen, und es begann eine ^agö auf Priester, die auch die säkuläre Geistlichk^t zwang, I sich zu verbergen. Die nun beginnenden PI und e - rungen der Klöster sind telegraphisch beschrieben. Auch vergriff sich die Soldateska an Privateigentum. Der Ruf: .In diesem Haus stecken Priester oder Polizisten" genügt, um Kolben gegen die Tur und Kugeln in die Fenster krachen zu lassen.

Schon vor acht Tagen waren in dem erzliberalen Heraldo de Madrid photographische Aufnahmen von den Schandtaten der portugiesischen Revolution zu ! scheu: ein Bild stellte eine Anzahl Schwestern dar, dir man mit auf sie gerichteten Pistolen und Sa­beln ivieVerbrecher durch eine der Hauptstraßen Lissabons führte. Seither haben alle möglichen illu­strierten Zeitungen der ganzen Welt ihren Lesern Darstellungen der zerschossenen, geplünderten, zerstör­ten, geschändeten Kirchen und Klöster vorgefuhrt. Wie wird uns dir portugiesische Regierung die Entstehnng dieser Darstellungen, die weiter nichts als eine Be­stätigung der Schilderungen im .Tag" sind, zu erkla-

folgendes:

Ich war eben geg-n 1 Uhr verkleidet ausgegangen, um für unsere Patres und unsere Zöglinge einen Zw stuchlsort zu suchen. Gegen 3 Ubt begann bte Um- imaeluna des Klosters. Man wollte verhindern, daß uud) nur einet entkomme. Boni stuße des kleinen Hügels aus, auf dem das Kloster steht, wurde dann von Solvaien, Männern und Frauen auf alle Fenster des Hauses das Feuer eröffnet, wahrend ewige Elende das Etnoangstor erbrachen und nach den Oberen fragten. Sobald diese erschienen zielte man auf sie, ohne ihnen auch nur zu emem Wort Ze» zu lassen Pater Ftagues sank sofort tot zu Boden, Palet Barros Gomes hatte noch Zett, nieder­zuknien, um zu sterben. Aub mich haben die Atten­täter längere Zett gesucht, sodaß ich mich versteckt

+ Das sozialdemokratische Schal- ideal.

Die badischen .Genossen"' führt»» zur Rechtfertigung ihrer Budgetbewilligung an, daß es ouÄ 'hre positive Mitarbeit gelungen sei, eme Neide wichtiger Gesetze mit liberal-fortfchrtttttchem Geiste zu erfüllen. Als das Glanzstück dieser Ge- setze wurde die Schulnovelle genannt, und zwar nüt einigem Recht. Die badische Soztal^mokrat« bat zweifellos dem badischen Schulgesetze den Stempel ihres Einflusses aufdrücken Knnen. llm so bedeutsamer ist, daß die radikale Sozial­demokratie sich mit dem bad.schen .Erfolg alles andere als einverstanden erklärt, vielmehr chu als geradezu belanglos hin stellt. Ter Reichstags­aba. Kunert, der bereits in Magdeburg den badi­schen Genossen scharf entgegentrat, hat jetzt m dem sozialdemokratischen Hauptorgan in zwer längeren Artikeln die Wahrheit über die badische Schulnovelle darzustellen unternommen. Seine Ausführungen servierten unsere Aufmerksamkeit, weil sie ,n schar­fen Zügen das sozialdemokratische Schulideal ver­anschaulichen. „ .

Kunert stellt al» Programmsatz vorauf: „Dre Schulsrage hat für unsere Partei drei große Prm- »ipalforderungen: die Durchsetzung der WeUilch- feit, die Erringung der vollen Unentgeltlich­keit und die Organisierung umfassender Einhett- lichkeit", und untersucht dann, wie die dadtfche Schuinovelle sich dazu verhalte. Bezüglich des ersten Programmpunktes macht Kunert bte interes­sante Feststellung, daß die Behauptung Franks m Magdeburg, man habe sozialdemokratischersetts tn der zweiten Kammer die Abschaffung des Religions­unterrichts — die Weltlichkeit der Schule ße» fordert, aber der Antrag sei niedergestimmt worden, eine „absolut unwahre, ja groteske Publika- tion" sei; er spottet: „Was in Baden nicht alles möglich ist: ein niemals gestellter Antrag wird von den bösartigen Gegnern in der Kammer dennoch niedergestimmt." Aus den Parlaments-

ren suchen?

Die .Germania" führt noch einige Beispiele aus dem Sündenregister der portugiesischen Revolution auf Grund auswärtiger Angaben an: Die spanische Epoca teilt unter anderem mit, wie das

b e n ist! Man sollte es kaum für möglich halten, daß jemand auf diese offensichtigen Sckwilldelmauöver em- aehen könnte, sei es aus Dummheit, ober aus Bosheit, und doch lesen wir in der „Kölnischen Ztß. folgende tragikomische Meldung:

P M at hos, bet Letter des Jesuttenbkattes Portugal, vor besten Gebäude tn ber Nacht zum 3. b. Mts bte ersten Aufkäufe flattfanben, will sicherem Ver­nehmen nach die Republik anerkennen/'

Und dabei waren längst in auswärtigen Blättern so genaue Einzelheiten über die Ermordung des Geist­lichen verbreitet, daß an der Tatsache gar nicht zu zweifeln war. Es heißt, daß auch noch ein anderer Journalist, G o m r s d o s S a n t o s, der Leiter der Libertad, den Revoluttonären zum Opfer gefallen sei. Die Libertad war bezeichnenderweise schon 8 Tage vor Ausbruch der Revolution wegen ihrer unaushorti- chen Warnungsrufe an die Regierung unterdrückt wor­den Ein ans Lille in Frankreich gebürtiger Lazarist namens Espinouse entging mit knapper Rot dem Tode und floh nach Patts. Hier schilderte er emmr Mtt- arbeitet des Univers die Schandtaten der Klosierstur- mer aus eigener Anschauung. Besonders verdient er­wähnt zu werden, daß er die Behauptung der Regre- ruiig und der kirchenfeindlichen Presse, es ser von den Klöstern ans auf die Revoluttonäre gefchoflen und fo erst der Sturm auf die Ordenshäuser veranlaßt wor­den als plumpe Erfindung und dreiste Verleumdung kennzeichnet. Ferner versichert er, daß der Versuch, einzelnen Banden die Greucliaten in den Klostern zur Last zu legen, mit den Tatsachen in grellem Wider­spruch stehe, da in Wirklichkeit der Klostersturm wohl vorbereitet war und von Soldaten. Männern und Weibern gleichzeitig in allen Stadtteilen unternommen wurde. Ueber seine Flucht unk die Ermordung der beiden Lazaristen Barros Gomes, des Oberen des .Hauses in Arroios, und des Visitators Fragues erzählt der entkommene Pater Espanoufe

• Frankfurter Getreidemarktbericht vom 24. Otto. .r. Arn heutigen Wochenmarkt mußte Lanbwerzen bet feh­lender Kauflust seitens der Mühlen und wesentlich stärkerem Angebot fremder Weizensorten weiter nach­geben. Lanbweizen notierte 20 Mark Roggen wurde iu unverändertem Preise gehandelt. Gerne tu guter Ware gefragt und über Notiz bezahlt. Hafer bet reich­lichem Angebot zu letztwöchtgen Notierungen ge. hanbelt. Mais ohne Veränderung. Mehl wrrb von den Mühlen nicht billiger erlassen. Futterartikel matt. — Es notieren je nach Qualität: Weizen, hiesiger und äßetterauer 20.00- 00.00 Mark, auf dem Lande abgeholt 19.25-00.00 Mark, kurheffischer 20 00 -00.00 Mark, norddeutscher 20.00—00.00 Mk- russischer Nicolaieff 22.25—23.00 M., Saxonsla 22.oO—23.00 M., Ulka 22 50—22.75 Mk., Azima 22.00-22.50 Mk., La Plata 22.25—22.75 Alk., rumän. 22.00—22.50 Mark, Walla Walls 22.50-23.00 M. - Roggen, hiesiger, 15.25 bis 00.00 Mk., auf dem Lande abgehott 14.25—1450 Mark, Pfälzer 00.00-00.00 M. - G e r ft e h,«s. 16-50 bis 17.25 Mark., Pfälzer 16.75—17.50 Mk, fränkische 17.00-17.75 Mk., Riedqerste 16.50-17.25 Mk., ungarisch, 22.00—23.60 M-, russische Futtergerste lT25-12.o0 Ak. — Hafer, neuer, dies. u. Wetterauer la.75—16.25 Mk., kur Hess. 15.50—16.50 Mk.. baqer. 15.25—16.2o Mk,. La Plata 00.00-00.00 Mark, russischer 16.25—17.00 Mark. - Mais (Mixed) 00M-00.00 Mark, Donau- mais 14.00-14.20 Mark, La Plata 14.00—14.2a Mark, Odessa 14.25—14.50 M., russischer 14.23—I4.7o Mark. — Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier — Mehl: stetig. — ES notieren nach Qualital. Weizenmehl, hiesiges, Ar. 0 31.50—32 00 Hit., ludd. Nr.0. 31.50- 32.00 Mk , hiesiges Nr.l 29.50 -30.00M-, süddeutsches Nr. 1 29.50 -30.00 M„ hiesiger Nr. 3 26 50 - 27.00 M., südbeutsches Nr. 3 26 50—27.00 M., hiesiges Nr. 4 22.50—23.00 M-, süddeutsches Nr. 4 22.50 - 23.00 M. - Roggenmehl, hiesiges, Nr. 0 24.25 bis 24.75 M., do. Nr. 01 23.25—23.75 M., do. Nr. 1 22 25—22.75 M. Alles per 100 Kilo mtlufroe Sack lokohier. Futterartikel: matt. - Wetzenschalen8.73 bis 9.00 M., Weizenkleie 8.23-8.50 M., Roggenkleie 8.75-9.25 M., Weizen-Futtermehl 14 50-14.7» M-, Biertreber. getrocknet, 12.75—13.00 M„ ,®aWe.tme 12.50-12.75 M-, Rapskuchen 12.25—12.7» M„ Palm-, kuchen 12.00-12.25 3«. Alles per 100 Kilo netto erf-f- liv loko hier bet Abnahme non 10900 Kilo.

• Franfstirter emttiche «»tieroufleu der Biestmarkri preise vom 17. Oll. Alisrircd: 1527 Rmder, 465 Ochse«, darunter 00 öiterreich.,31 Bullen, 1081 Färsen u. Kühe, 3aO Kälber, 423 Schafe, 1979 Schweine, kerne Ziegen. Preise für 1 Zentner: Rinder: z. Ochsen: ». vollfietschige, ansgeinäftete höchsten Echlachtwertes hObstens 6 Jahre alt ( Lebendgewicht) 60—56 Mark, (Schlachtgewicht) 89-97 M„ 'h. junge fleischige nicht auigemaftete utti> ältere ausgemästete (Lebendgew? 44 —49 (Schlachlg.)

80—88 M., e. mäßig genährte junge, gut genährte älter» iLebendgew.) 43—44 M., (Schlachtgew.) 77—79 Mark, d. gering genährte leben «Itecü (äeb«bg«D.) 00-00 M, (Schlachtgew.) 00-00 M. ö. «uklrm ». vollfleischige, ausgewachsen« höchste« (Lebendgero.) 48-51 Mark. (Schlachtgew.) 80-85 M h. nollfteffchige jüngere (Lebendgewicht) 46 Mark, (Schlachtgew. 1 76 Mark, a. mäßig genährte iuirgere und gut genährte älter» (Lebendgewicht) 33 Ltark, (Schlächtaeiv., 60 R., d. gering genährte (Sebeubgero.) 00-00 Ml, (Schlachtgew.) 00-CO M. C. Färsen und Kühe: a. vollfleijchtze. ausgemastete Färsen höchsten SchlachtwerteS (Lebeubgew.) 43 -48 Mart, lSchachigew.) 77-86 M., K voSsterschtge, auägewaRete Kühe höchsten Schlachtwert« bis zu 7 Jahren (Lbg«».) 43—46 Mk, (Schlachtgew.) 80—83 M„ c. ältere au3» ae,Miete Kühe und roeiug gut entwickelt» Mirger« Kühe und Färfe« (Lebendgew.) 34 —42 M-, tSchlachtg.) 71-81 Mark, d. mäßig genährte Kühe und Färwn . Ledendgew.) 23—25 Mk., (Schlachtgew.) 46 -54 e. gering genährte Kühe tnti) Färsen (Lestenbgew.l Oy 00 M-, (Schlachtgew.) 00—00 M. D. Gering genährtes Jiluavieh Fresser) (Lebeubgew.) 00—00 M., (SchlachtgO ?00-w Ml. Kälber: a. Doppelenber fernste Mast (Lebeubgew.> 00-00 Mk., (Schlachtgew.^ 00—00 Mk, b. fernste Mast- (Bollnulchmastl unb Veste Saugkälber Lebeubgew.) 60-61 Mk., (Schlachtgew ) 100-107 Bi. e. mittlere Mast- unb gute Saugkälber (Lebeubgew.) 55—59 Mk., (Schlachtgew.) 93—100 Mk., d. geringe Saugkälber (Lebeubgew. > 50—54 Mk., (Schlachtgew.) 80—90 Mk. Schafe: e. MaMämmer unb lungere Masthämmel (Lestendgew.) 34—38 Mk., (Schlachtgew.) 75-78 M-, b. ältere Masthämmel unb gut genährt« ..Schaf« (Lebendgewicht! 33 Mk., (Schlachtgewicht) 72 Mark, c. mäßig genährte Hammel und e^afe (Merz-Schafe - (Lebendgewicht) CO Mk., (L-chlachtgn».) 64- 65 Mk., d. Marschschase oder Siteberungsfchche (Lebendgew.) 00-00 Mk.. (Schlachtgew.) 00-G) DL, Schweine: u. Fetlschweine über 3 Zentner Sebenb. gewicht (Lebendgew.) 00-00 M., (Schlachtgew. 00-00 Mark, b. vollfleischige Schweine über 2«/» Ztr. Lebeud- aeroidjt (8bbg.) 56 - 57 50 BL, (Schlachtgew) ,0- 72 Mark, r. vollstettchige Schweine über 2 Zri. Lebend- gewidjt (Lebendgew.) 56 00-58.00 M., (Schlachtgew.) 71,00 73,00 M-, d. vollfleischige Schweine dis zui 2 Z,r Lebendgewicht (Lebendgew.) 56.00—57.50 M., (Schlachtaew.) 71,00 -74,00 DL, e. fleischige Schweine (Sebbgem ) 56.00-57 50 Mk., (Schlachtgew.) 72—<4 Mark, t. Sauen (Lebendgew.) 00.00 Mk-, (Ächlachtgw.) 00 Mark. — Da? Rinbergeschäft war zu Marktbegmu lebhaft und flaute bann ab; es verbleibt etwas Heber» ftanb. Kalber und Schafe werden bet ruhigem Ge­schäftsgang abgesetzt. Der Schweinehanbel verlief mäßig rege und hinterläßt lieber ftanb.

'tten stellt er fest:

„Danach ist Religion als llnterrichtsgegenstanb unb zwar als bevorzugtester in ben Lehr- unb Lektwns- plan ber badischen Elementarschule ausgenommen wor­den. Gegen die ausdrückliche und inhaltsschwere Aus­nahme ist — rote das Dokument scharf hervorhebt — von keiner Seite Widerspruch erhoben worden. Auch nicht der schüchternste sozialdemokratische Protest wurde laut, als Schüler, Lehrer unb Vorgesetzte ber Lehrer unb Lehrerinnen, soweit sie birekt und aktiv an bet Er­ziehung unb Erteilung bes Unterrichts — insbesondere des Religionsunterrichts — beteiligt sind, zu Hunoen- tausenben ben klerikalen Mächten von neuem für un»

gramnt ber Lazaristen: „Wir wohlerhalten, Fragues, Barros-GomHs tot, Espinouse verschwunden, lieber andere beunruhigende unsichere Einzelheiten," bas am 11. Oktober in folgender Form in Paris an seine Abreffe gelangte: „Wir wohlerhalten außer beun­ruhigenden, unsicheren Einzelheiten." Einer Zensur, die solche „Kunsssiücke" fertig bringt, darf man alle nur möglichen Entstellungen, Verdrehungen und FA- schunzen zutrcmcn, und deshalb hat die Verwah­rung der portugiesischen Regierung für uns absolut keinen Wert, sie kann vicknehr unser Mißtrauen gegen alle offiziösen Meldungen, sowie gegen alle zum Zweck j der Beschönigung der Revolution purgierten Privat- I Meldungen nur noch verstärken.

Hinzuweisen ist auch auf eine Nachricht des Preß- telegraph, der vor einigen Tagen mit aller Befttrnrnt- heit meldete:

Alle Nachrichten über die Ausschreitungen de? Volkes aeqen bte Mönche sind in ben letzten Tagen unterdrückt worden. Die Regierung will das Ans- lanb glauben lassen, daß vollkommene Ruhe im Lamd. herrscht. Dies ist jedoch k e i n e s w e g s der Fall. D i e Angriffe aus di« Ordensmttglteder halten an.Noch immer wird Jagd au Mönche g», macht, Ne angeblich in Kellern, untertrbtschen Ge­wölben unb Gängen verborgen fein sollen, unb der Mob räuchert mit Pech und Schwefel die unterirdischen Gelasse auk, um seine Wut an den Vertretern der katholischen Kirche auSzulaffen.

«bsehbarr Zeil unterstellt wurden."

Vom radikal«sozialdemokratischen Standpunkte ist deshalb der scharfe Tadel durchaus berechtigt:

„Also kein Antrag, kein flammender Protest, nicht I gr(juenflofter de la Trinas von den revolutionären einmal das zahmste 'Wort des Widerspruchs; stumm I eTftürmt und geplündert worden ist, und sahn wie die — Fisch«, so hält man seine programmatrfchen I > v-e. tn-*,»«»

Forderungen hock, so verficht man „bte Abschaffung" bes Religionsunterrichts, — di« Schulweltlichkeil."

Als Ersatz hierfür wurde die Bestimmung an­genommen, daß Kinder von Diffibenteu gegen ben Willen ihrer Eltern nicht zum Besuch des Rekigions- Unterrichts gezwungen werden können, dir von Kunert folgendermaßen charakterisiert wird:

Eine starke verklausulierte, gesetzliche Bestimmun , -vn 'der eine wmnge Minderheit profitieren foll- Wohl m, eine pesitwe, ja eine koioffale Leistung der spezistsch badischen Schulpottlik." .

Mit den beiden anderen Programwpuukten sieht es nicht viel besser aus. Das „Prinztp der Un- rntgeltlichkeit des Unterrichts, der Lern- unb L ^"Uttel sMwe^er Berpflegung" tst ebeMow-nP , ^Men. Nonnm beleidigten, an Mären und am ££■ ISWJSSV•»''LL

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fommt zu dem Schluffe^ Marctt Hutin den Sturm auf das Jesuttenklostcr von

„Die Ablehnung der WeltttchketLderllitencheltllch- ^^lhas: Betrunkene Soldaten zogen test und auch fchl'-kUch ^Meßgewänder an und äfften Litaneien

S,e^la"bk?e^ieTÄunr^^^^ wurde durchwühlt oder ver-

sckrirts des intoleranten Aberglaubens unb rücksicht- wüstet, um der armen Jesuiten habhaft zu werden, losesten' Klaffettaegenfätze m r allen ihren moralisch ver- Derselbe Berichterstatter erzählt von ernten Kloster- wüslenven Folgen. Das mußte aber wieder für jeden I s ch w e st e r n, die man mit schußbereitem Gewehr Sozial-emokmlen dir Ablehnung der badischen R^olver wie Staatsverbrecher durch den johlen-

, , _ „„rnnrirpn 1 Motten- Sieh mal, wetch einen yuojchen roicii

Daran kann man ersehen, zu I aen ich Dir tn dir Wiege gelegt Habel" Arn andern

Mitteln die neue Regierung greift. $aae traf eine Genchtsksnrmiffivn aus Motho zur

behaupten wagte, es fei kern ^nziM Ausnahme des Tatbestandes tm Orte ein. Als man

renb der Revolution ums Leben gekomimn, ist^fckct(au ,ur Vemehmung Herbeimsen wollte, sprang mehr als zynische Unverfrorenheit, aber sie 0 9$ „ tn {,en jeidj. Der Verhandlungsleiter, Assessor

einen Schritt weiter und hat sogar einen HaftbeM fr* fofort das Wasser und brachte

gegen den Geistlichen Lourenzo Mathos, den VTj>n Lebensgefahr die Frau wieder aufs Leiter des Blattes O Portugal, erlasse» °bwoh J Die Bedauernswerte wird in einer Irren-

schön „am 4,Oktober vom Mob erm orbe »ot- ^me.^ wAen.

2. Blatt

9arf Verlag bet Zuldaer Xetienbruderd in Mda. ' .

kommen.

Das soziaidemokratifche Schulideal ist selbstoer- ständilch für bte badischen revisionistischen Genossen das gleiche, wie für ihre radikalen Gegner. Die Herren Frank und Kolb find ab« zu schlau, um durch die off en e Proklamierung ihrer letzten Ziele I hie bürgerliche Hammelherbe kopfscheu zu wachen. Um io anerkennenswerter ist es von dem niditaten Herrn Kunert, daß er die durgerl.chen Streife auf die drohende Gefahr aufmerksam macht. _________

c Lpfer der Revolution in Portugal.

Die Lügenhaftigkeit der kirchenfeindlichen inttr- nationalen Presse wird durch die Vorgänge m Portu-1 «al wieder deutlich illustriert. |

Zuerst hatte man versucht, die Ursache der Revo­lution dem portugiestschm „Klerckalismus" Kn die Schuhe zu schieben, dabei aber nicht bedacht, daß es einen portugiesischen Klerikalismus überhaupt nicht gibt, daß em Teil der Geisüichleit und selbst der Bi­schöfe zum Freimaurerorden in Beziehung stan^n. Dann suchte man, als die Ordensleute in barbarischer Weise getötet, mißhandelt, beraubt unb vertrieben wurden, diese als Verbrecher hinzustellen, indem man ihnen nachsagte, sie hätten Bomben aus die Menge geschleudert. Bekannttich trug die Wahrheitsliebe der Berichte über die kirchenstürmerischen Revolutionäre den: Lissaboner Mitarbetter des Berliner „Tag" ^Be­schimpfungen von feiten der „neuen ^Regierung" in Portugal ein, zu deren Verbreiter sich besonders die liberale „Voss. Ztg." machte. Den Angriffen des portugiesischen Ministers ttat der „Tag" u. a. dadurch entgegen, daß er drei Bilder nach an Ort und Stelle aufgenommenen Photographien veroffenllrchte, »die besser als Worte die Richtigkeit der Angaben des

vermkschter.

* Eine Höllenmaschine im Postpaket erhielt der Berliner Hofmaler 'Arthur Fischer zugesckttk,, dem schon fett mehreren Monoton wiederholt Etpteffer« btteft gesandt wurden, tn denen er zur Hergabe von 30000 Mark eulge'orbert wurde, andernfalls mau ihm mit der Blendung der Augen drohte. Den Brieffeubungett folgten halb Pakete mit unflätigem Inhalt. In diesen Tagen wurde dem Hofmaler wieder einmal ein Postpaket zugestellt, dem ein Bries mit folgendem Inhalt fceigelegt war: .Es ist mir endlich gelungen, Belastungsmaterta! gegen Sie zu ammenzubtingen. Oeffnen Sie bte Kiste und Ste werden ftainien " Herr Fischer übergab jedoch die'Sentmna, eine Strcichhoizfchachttl. der Krtminal- vottzei und'diese ließ sie tm chemi chea Laboratorium öffnen. In dem Augenblick, als die Schachtel heraurgezogen wurde, erfolgte ein heiliger Knall, und eine hohe Feuerfätrle sch^ zifchcnd en por. Wte sich h-rausstellte, war m ber Streichholzschachtel eine Riischung von Sckicßpalver und Biitzlichtpulver enthalten, baS durch eine geschickt angebrachte Zünd- öonidfung zur Expofion gebracht würbe. Eine unvorsichtige Hantierung hätte ohne Zweifel eine Blenbung des Empfängers zur Folge gehabt. Auf bte Ergreifung bes Erpressers finb 1000 Mark Be­lohnung ausgesetzt worden.

» Ein tragischer Vorfall ereignete sich auf einem Gehöft in der Bauernschaft Steinbrünsdorf bei Valdorf (Bezirk Minden). Die geistesgestörte Frau eines dort wohnenden Heuers, Blutter von vier kleinen Km dem, hatte in der Rächt ihr jüngstes Söhnchen in einen auf dem Hofe befindlichen Teich geworfen und nach einiger Zett die Leiche mit einer Bohnenstange wieder heraus gefischt. Die Irre begab sich dann in ihre Wo^lung zurück, legte das tote Kind in die Wiege mtb weckte alsdann ihren schlafenden Mann mit den

NunseiMackimein lieber Sclwahahahan - ■h Sie sehen, Direktor, es geht nicht. Heiser bin O ich unb ich singe nicht. — So?Ntch sehe nur, baß W Sie unvernünftig sind. Ein Künstler ber nicht Q sofort leine Schachtel Fays ächte Sobener Mineral- 1—1 Pastillen zur Hanb hat, wenn er eine Jnbispostkion r=n sürchiel, müßte um eine Monatsgage gestraft |QP| werben. Lassen Sie sich mal schleunigst Sodener __ holen. Jetzt ifl's zwei Uhr; um acht Uhr singen |h| Sie, und es müßte mit dem Kuckuck zugehen, IHI ivenn die Sodener Ihre Stimmbänder nicht frei’ W triegten! Sodener kosten nur 85 Pfg. die ül Schachtel, man weise aber Nachahmung zurück.