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M 242.

zreNag den 21. Oktober 19(0.

37. Jahrgang-!

* Waer W Zeitung »

2. Blatt.

Druck und Verlag der Zuldaer Aetlendruckerel in Zulda.

Ausland.

» Der Landtag von Istrien wurde geschlossen, 1?)Ci[ es darin zu wüsten Sturmszenen zwischen 'Kroaten und Italienern gekommen war.

* Von dem französischen Staatshaushalt für 1911 hat der berühmte und außerordentlich tüchtige französische Nationalökonom Klotz in einer aus­führlichen Arbeit ein Bild entworfen, das für die Franzosen recht beunruhigend wirken muß. Danach dalanzieren die Einnahmen und Ausgaben für 1911 mit 4 305 Mill. Francs. 1901 noch betrug diese Summe 3554 Mill. Francs. Bereits eingegangene Verpflichtungen und angenommene Gesetze werden in den nächsten vier Jahren eine Steigerung des Budgets um jährlich ungefähr 200 Mill. Francs bringen. Dazu kommen noch die Neuausgaben infolge von Gesetzen, die die folgenden Jahre unbe­dingt bringen müssen, wie ?, B. das Altersversiche­rungsgesetz, das jährlich das Ausgabebudget um 120 Mill. Francs erhöhen w-.rd. Dabei sind in den letzten 10 Jahren jährlich 140 Mill. Francs im Durchschnitt nachbewill gt worden; und in den 'folgenden Jahren werden Regierung und Kammer die Unsitte des Nachbewilligens schwerlich ablegen. Der Fortschritt des öffentlichen Aufwands seit dem Sturz des Kaiserreiches läßt sich in die Formel zu­sammenfassen, daß der sranzösische Steuerzahler für je 43 Fr., die er 1870 dem Staate zu zahlen hatte, gegenwärtig 100 Fr. bezahlen muß, also erheblich mehr als das Doppelte, und daß das Ende der steil aussteigenden Linie noch längst nicht erreicht ist, überhaupt nicht erreicht wird.

5 Der türkische Feldzug gegen die Drusen im Haurangebirge scheint nach den Meldungen des Expeditionsleiters Sami Pascha vollen Erfolg gehabt zu haben. Die in die Berge und Wüste geflohenen Drusen treibt Hunger und Durst zur Waffenübergabe. Auf Ersuchen Sami Paschas wird in Kürze eine Spezialkommission zur Steuererhebung in das Haurangebiet geschickt werden.

volkswirtschaftliches unö Soziales.

X Die wirtschaftlich schlechte Zeit läßt nach. Schon das Jahr 1909 erfreute sich einer gewissen Besserun g. Das erkennt man insbesondere auch daran, daß die Arbeiterschaft wieder ansängt, durch Lohnbedingungen das zurückzugewinnen, was in den letzten schlechten Jahren in ihrer Position verloren gegangen ist. Es sind nach vorläufiger Ermittelung für die ersten acht Monate dieses Jahres in Deutsch­land 949 Streike mit 77000 Beteiligten gegen 768 Streitfälle mit 48900 des Jahres 1909 zu ver­zeichnen.

~*e, größte» Vermögen in Preußen. Wir leben in einer Zeit der ungeahnten Kapitalsanhäufung, namentlich im letzten Jahrzehnt haben sich ungeheure Vermögen aufgespeichert. Wilhelm v. Rothschild m Frankfurt war bei seinem im Jahre 1899 er­folgten Tode sicher der reichste Mann im Reiche; er hatte damals 266 Mill. Mk. Vermögen ver­steuert. Nach seinem Tode teilte das Vermögen sich; fein Schwiegersohn gab 1908 noch 107 Mill. Mk. an und ein Einkommen von 4 Mill. Mk. Damit

die großen Ver«

Mill. Mk.

187

177 151

107

84

Berta von Krupp-Bohlen fürst Henckel v. Donnersmarck verzog von Ujest

Frhr. v. Goldschmidt-Rothschild Fürst Pleß

ist er schon an die 4. Stelle gerückt; denn nach der Statistik von 1908 verteilten sich mögen wie folgt:

Die größten Jahreseinkommen von 1908 waren: Frau v. Krupp-Bohlen 17 Mill Mk., Fürst v. Donnersmarck 12 Mill. Mk., Herzog v. Ujest 7 Mill. Mk., Graf Tiele-Winkler 5-6 Mill. Mk. as Vermögen einzelner dieser reichen Leute ist ganz rapide gewachsen; so hatte der Fürst von Donnersmarck 1902 „nur" 96 Mill. Mk., der Herzog v. Ujest „nur" 59 Mill. Mk. Und heute' diese Riescnsummen. Eine gründliche Beleuchtung dieser Vermözenszunahmen, die der bekannte gemaßregelte Regierungsrat Martin in einem eben erschienenen Buche „Unter dem Schrinwerfer" vornimmt, zeugt, daß Eisen und Kohlen es sind, die die Millionen geschaffen haben. Tie Untersuchung leistet dem Ge­danken Vorschub, daß die Bergwerke verstaatlicht und die Grundlage unserer Industrie, Kohlen und

Eisen, Allgemeinbesih werden sollen. Lieber ein Staatsmonopol als ein Privatmonopol. Bei den Eisenbahnen hat man damit gute Erfahrungen ge­macht. Die Bildung solcher Riesenvermögen halten wir für ungesund; sie müssen selbst ihrem Besitzer zur Last fallen, da er die Verantwortung kaum mehr zu tragen vermag.

Aus dem Nachbargebiete.

♦ Ans der Rhön, 19. Okt. 1910. Zur Errich­tung eines neuen Aussichtsturmes auf dem Bayer hat Frau Geheimrat v. Mosengeil in Stadt­lengsfeld dem dortigen Rhönklub-Zweigverein den Betrag von 500 Mark zur Verfügung gestellt.

* Hachenburg, 20. Okt. 1910. Zum Hachenburger Automobilunglück wird mitgeteilt, daß die am Leben gebliebenen Teilnehmer an der Fahrt so ziem­lich wieder hergestellt sind. Die Meldung verschiedener Blätter von einem Haftbefehl gegen Henney hat sich nicht bewahrheitet.

Hattenheim, 18. Oktober 1910. Kartoffel- liebhaber machten hier glatte Arbeit. Auf einem Acker war man mit dem Ausmachen der Kartoffeln fertig geworden und hatte diese in Säcken wohlverpackt zum Abholen bereit gestellt. Dies machte sich ein Fuhrwerksbesitzer, der gerade mit seinem leeren Wagen vorüberkam, zu Nutzen, er lud die Kartoffeln auf und fuhr sie in seinen Keller.

* Erfurt, 19. Okt. 1910. Die Stadtverordnetcn- sitzung beschloß einstimmig den Vorort Hochheim auf Grund eines zwischen beiden Gemeinden und der Regierung ausgearbeiteten Vertrages ab 1. April 1911 einzugemeinden. Die Eingemein­dungsverträge über Ilversgehofen und Hochheim werden alsdann im November dem Landtage zu­gehen.

* Darmstadt, 18. Okt. 1910. Der Landwirt Georg Zahn in Hering i. O. hat die bei ihm be­dienstete minderjährige Katharina Balmerth aus Velbrunn entführt. Wie man hört, soll sich das Pärchen nach Amerika gewendet laben.

* Wiesbaden, 20. Okt. 1910. Die Kriminalpolizei nahm den 13ji ri en Schüler fest, der vor kurzem einer Metzger,ran auf der Bismarckpost zwei Hundert­markscheine entwendet hatte. Der jugendlicke Tauche­nichts fiel seinen Mitschülern durch große Geldaus­gaben auf. Leider ist von dem Betrage der größte Teil verpulvert.

* Nassau, 19. Okt. 1910. Der Oberpräsidenl Hengsterrberg war hier zur Besprechung resp. Be­sichtigung in Fragen des Gelbachtalbahn- Projektes eingetroffen. Das Ergebnis der Kon­ferenz dürfte sür dies Projekt günstig fein, da sich der Oberpräsident durchaus zustimmend aus­sprach.

vermischtes.

** Die Grubenkatastrophe von Radbod kommt jetzt erneut vor dem Bochum er Landgericht Mr Ver­handlung. Es handelt sich um eine Beleidigungs- llage des Zechendirektors Andree und der Zechenver­waltung der Grube Radbod gegen den verantwort­lichen Redakteur der „Bergarbeiter-Zeitung" Theodor Wagner. Bereits im Oktober 1909 war gegen Wag­ner verhandelt worden. Die Verurteilung Wagners erfolgte damals zu 300 Mk. Geldstrafe, weil er dem Bergwerksdirektor Andree in der „Bergarbeiter-Zei­tung" vorgeworfen hatte, auf die Frage des Setgin« spettors Hallender: „Hier sind noch Lebende, was ist zu tun?" geantwortet zu haben: „Was lebt, das lebt; wir muffen heraus!" Das Gericht hielt den Wahrheitsbeweis nicht für erbracht, sondern hielt für festgestellt, daß sich Direktor Andree den ganzen Tag über persönlich an den Rettungsarbeiten beteiligt, Verwundete gerettet und als einer der letzten ans der Grube herausgefahren ist. Gegen dieses Urteil ließ Wagner beim Reichsgericht Revision einlegen. Das Reichsgericht hob daraufhin das Urteil auf und ver­wies die Sache an die Vorinstanz zurück. Das Reichs­gericht stellte sich dabei auf den Standpunkt, daß nicht nur die wenigen Sätze des Artikels, wegen deren Strafantrag gestellt worden war, zum Gegenstand der Verhandlung hätten gemacht werden müssen, sondern auch darüber hinaus die Angriffe, die der Artikel all­gemein gegen die Zechenverwaltung erhebt und in denen er sie beschuldigt, im Interesse des Zechenkapi­tals die Opfer der Grubenkatastrophe preisgegeben zu

haben. Vor allem liefen die Angriffe daraus hinaus, daß die Verwaltung die Gmbe hat unter Wasser setzen lassen zu einer Zeit, als noch lebende Bergleute in der Grube waren. Diese Anklagen kehrten mit der größten Bestimmtheit mich auf dem vom Deutschen Bergarbeiterverband, den Hirsch-Dunckerschen Bergar- beitem und der polnischen Berufsvereinigung kurz nach der Radboder Katastrophe in Berlin abgehalte­nen allgemeinen Bergarbeitertag wieder. Das Bochu­mer Gericht wird nunmehr festzustellen suchen, ob und inwieweit diese Behauptungen der Bergleute auf Wahrheit beruhen.

* Anläßlich des Kirchweihfestes kam es in der ver­gangenen Montag Nacht in mehreren Wirtschaften in Pirmasens zu schweren Schlägereien und großen Ausschreitungen. Im Verlaufe einer Schläge­rei wurden von den Streitenden mehrere Revolver- schüffe abgefeuert, und einer der Beteiligten an der Bmst schwer verletzt. Als die Polizei einschritt, wurde sie von den Radaubrüdern mit Stühlen und eisernen Gegenständen beworfen. Die Polizei zog blank und einem der Streitenden wurden zwei Finger durch einen Säbelhieb abgeschlagen. Ein Schutzmann wurde durch Stuhlhiebe am Kopfe erheblich verletzt; es gelang der Polizei schließlich, die Haupträdelsfüh­rer zu verhaften.

* Einen Koffer mit 30 000 Mark Inhalt gestohlen hatte ein Reisender, der gleichzeitig mit einem Ham­burger Viehhändler im Bahnhofshotel in Husum abgestiegen war. Der Reisende verließ mit dem Früh­zuge Husum in der Richtung nach Flensburg. Durch telephonische Verständigung gelang es der Polizei, den Dieb im Zuge zu ermittän und ihn in Haft zu nehmen. Dm gestohlenen Koffer hatte er noch nicht geöffnet.

* Alte Leute. Im Alter von 117 Jahren wurde, wie aus G n e f e n geschrieben wird, die Ortsarme Marie Werner in Schekjewo bei Znin auf dem dor­tigen evangelischen Kirchhof begraben; die Fran hat sich bis in die letzten Tage ihres Lebens guter Gesund­heit erfreut. — Hochbetagt, nämlich 102 Jahre alt, ist in P a p a u bei Thorn der Arbeiter Jgielski ge­storben, der in seinem Leben nie krank gewesen ist. — Seinen 104. Geburtstag feierte dieser Tage wohl und munter der Schuhmachermeister Zaborosks in Ta­rn o t s ch i n. Zu feinem 100 .Geburtstage erhielt der Greis vorn Kaiser ein ansehnliches Geschenk.

* Auch die Wände haben Ohren. Dieser Tage trafen vier Damen aus Bits ch in Lothringen abends in Hagenau beim Einsteigen in ein Abteil dritter Klasse zusammen. Wie es nun io Gebrauch ist, wurde auch hier als Gesprächsthema eine Familie in den Mittelpunkt der Unterhaltung gestellt. Kurz und gut, die Frauen, von denen die älteste das Wort führte, unterhielten sich über das ins Rollen gebrachte Thema von Hagenau bis Bannstein, indem alle bösen Seiten an den Leuten aufgedeckt wurden und auch gar kein Wort des Lobes zu hören war. Zwischen Bannstein und Bitsch wurde nun die Debatte geschlossen und eine der Damen stand auf, um im Rebenabteil desselben Wagens ihr Gepäck, das sie dort niedergelegt hatte, herbeizuholen. Aber — welch ein Schreck fuhr ihr durch Mark und Knochen! Hier im Rebenabteil faß ja in aller Gemütsruhe leibhaftig auf der Bank d i e Dame, die den Gesprächs gegenständ der dreiviert el- ftünbigen Unterhaltung abgegeben hatte! Die Auf­regung und Farbenänderung bei den drei anderen kann man sich natürlich auch leicht ausmalen.

** Wegen Spionage hat das Zuchtpolizeigericht in Toul den im Mai bei Menil-la-Tour verhafteten Demerle aus Kahlhausen zu vier Jahren Ge­fängnis und zu einer Geldstrafe von 2000 Frank verurteilt und seinen Mitschuldigen Schloup zu fünf Jähren Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 2000 Frank.

** Der Mörder der New-?)orker Mrffionarin Elsie Siegel, der Enkelin des bekannten deutsch-amerikani­schen Generals Franz Siegel, scheint in Texas ver­haftet wordm zu sein. Das junge Mädchen war im Juni vorigen Jahres in einem chinesischen Restaurant in Rewyork von einem Chinesen namens William Leon auf dessen Zimmer mit einem Handtuch erwürgt worden. Die Leiche war dann mit Chlorkalk bestreut in einen Koffer gesteckt worden. Elsie Siegel hatte sich seit einiger Zeit in der inneren Mission NewyorkZ betätigt. Ein Freund des Mörders hat im Verhllr dazumal geftanben, von bet Mordtat unterrichtet ge­wesen zu fein. Auf Gmnd feiner Angaben wurde

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der Steckbrief erlassen, der jetzt zur Verhaftung des Mörders Leon geführt zu haben scheint.

* Eine Fälscherbande wurde in Charkow (Ruß­land) verhaftet. Sie bestand aus Männern und Frauen, insgesamt 16 Personen, und hatte syste­matisch sechs Jahre lang durch gefälschte Quittungen Postämter und Banken gebrandschatzt.

— Unter Freundinnen. Fanni: „Der abscheuliche Mensch, der Herr Braun hat gesagt, ich sähe wie dreißig Jahre alt aus!" — Berta: „Das ist ja der bare Unsinn!" — Fanni: „Nicht wahr?.. . Sag' einmal offen, was glaubst du nach meinem Aussehen, wie alt ich wäre?" Berta: „Na, so gegen vierzig!" .

Literarisches.

Hübners Geographisch-statistische Tabellen. Fortge- fühti und ausgestattet von Universitätsprof. Dr. Fr. v. Juraschek ft. 59. Ausgabe für 1910. Verlag von Heinrich Keller in Frankfurt a. M. Preis der elegant gebundenen Buch-Ausgabe 1,50 Mk., der Wandtafel-Ausgabe 60 Pfg.

Es ist kaum nötig, diese Tabellen besonders zu empfehlen, die sich wegen der großen Reichhaltigkeit und Zuverlässigkeit des auf engem Raume und für billigen Preis gebotenen statisttschen Materials mit Recht des besten Rufes erfreuen. Auch die vorliegende Ausgabe zeigt wieder manche wertvolle Ergänzung. Nm eingefügt sind die Zählungsergebnisse der Kraft­fahrzeuge im Deutschen Reiche von 1910, Angaben über den Verkehr außerdeutscher Krafffahrzeuge, die Hauptergebnisse bet Jagdverhältniffe in Oesterreich, die Ein- und Ausfuhr von Wild und Wildfellen in Oesterreich-Ungarn, dem Deutschen Reich, Frankreich, Italien, Belgien und der Schweiz.

Humoristische Erzählungen für jung und alt. Von Hans Reidelbach. Mit 20 Origtnal-Jllu- ftrationen. 8. (VIII, 244 Seiten.) Regens­burg, Verlagsanftalt vorm. G. I. Manz. Brosch. 3 Mk., gebundm 4 Mk.

Wer die Geschichten — Ein Bauchredner — Der Hostitoler — Die gestohlene Kuh — Die rettende Ohrfeige — Die Nürnberger henken keinen — Der verzauberte Muff — Der Großmogul — Eine Fliege als Lebensretterin — und die vielen andern lieft, wird vollauf befriedigt sein und das reizende preiswerte Buch immer wieder gern zur Hand nehmen. Das Merkchen eignet sich vornehmlich auch zur anregenden Lektüre für unsere liebe Jugend und somit zur An­schaffung für Schüler- und Volksbibliotheken. Der Verfasser ist Ehrmmitglied des Bayerischen Real- schulmännervereins und steht als Professor einer Mit­telschule selbst mitten unter der Jugend und weiß es, wie feine trefflichen Geschichten zeigen, so recht das zu erraten, was die Jugend am liebsten liest und dabei neben guter Unterhaltung doch reiche Belehrung findet. O. v. T. .

Märkte.

Ms. Kassel. 19. Okt. 1910. Der vom Obstbau« Verein für den Regierungsbezirk Kassel heute hier im Stadtpark veranstaltete O b st m a r k t für Kur- Hessen war ungewöhnlich stark beschickt, ein Beweis für die außergewöhnlich fruchtbare Obsternte, die wir dieses Jahr auch im hiesigen Bezirk gehabt haben. Die Leitung des Ganzen lag in den Händen des Königl. Garten-Inspektors Huber, des Leiters der Obstbau-Anstalt zu Oberzwehren und Vor«' sitzenden des Obstbau-Vereins. Die ausgestellten und zum Verkauf ausgebotenen Früchte waren vorzüglich verpflegt, durchweg prächtige in die Augen stechende Exemplare. Die Zahl der Aussteller be­trug über 100, welche im Ganzen über 1000 Zentner Obst an gefahren hatten. Es waren darunter die feinsten und edelsten Sorten vertreicn. Bis zum Abend war die Hälfte verkauft, durchschnittlich zum Preise von 13—16 Mark pro Zentner. Graven­steiner brachten 16—18 Mk., die verschiedenen Rei« netten erzielten 13—16 Mk., Kasseler Reinette 14 bis 15 Mk., Goldparmänen 12—15 Mk., Schöner von Boskow 15—16 Mk., geflammter Kardinal 12 bis 14 Mk., Gold-Pc pping 12—15 Mk., Butterbirne 20—24 Mk., Pastorenbirne 26 Mk., Kochobst 8 bis 10 Mk. pro Zentner.

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