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schaftskreise ist, so ist natürlich die Opposition gegen den Magdeburger Beschluß nur die logische Konsequenz. In Magdeburg war die Kernfrage der Diszi- plinbruch, und deren Beantwortung konnte von vornherein nicht zweifelhaft sein. Mit Absicht ist die Frage der Bridgetbewilligung an sich in Magdeburg fast völlig ausgeschaltet worden, und deshalb konnten auch die Gewerkschaftsführer die beobachtende Aurückhal- tung üben.
Aber die Frage der Budgetbewilligung ist damit n i ch t g e l ö st, und sie wird sicher bald den Parteitag wieder beschäftigen. Und dann werden auch die Gewerkschaftsführer Farbe bekennen müssen.
Darlehnsgesuch in Höhe von 40 000 Mk. vor. dieser Sachlage wird die Beschlußfassung für städtische Kollegium recht schwer sein.
* Mühlhausen i. Th., 16. Ott 1910.
man keine Mühe haben, es den Kleinen zu geben, die dabei an Gewicht zunehmen, eine gesunde Ge- stchtsfarbe bekommen und frisch und fröhlich werden.
Verlangen sie ab.r ausdrücklich Scotts Emulsion und weisen Sie Nachahmungen unbedingt zurück.
mehr als 6500 Stück gegen die Fangprämie von 10 Pfg, für das Stück eingelöst worden.
* Weimar, 15. Okt. 1910. Ein Gedietsaus« tausch in kleinerem Umfang wird voraussichtlich demnächst zwischen dem Großherzogtum Sachsen- Weimarund dem Herzogtum Sachsen-Meinin- g e n stattfinden. Das Grobherzogtum Sachsen- Weimar soll das vor den Toren der Stadt Jena liegende berühmte Bierdorf Lichtenhain bekommen und dafür das Dorf Köstitz, direkt an Pößneck gelegen, an Sachsen-Weimar abtreten. Vorerst werden sich indessen die Volksvertretungen der beteiligten Staaten mit der Sache zu befassen haben.
* Darmstadt, 16. Okt. 1910. Die Frau des In. stallateuid Heppenheimer hat heute in Abwesenheit ihres Mannes sich und ihr achtjähriges Kind imrch Oeffnen der Gasleitung im Schlafzimmer getötet.
Aus dem Nachbargebrete.
* Mendorf tu W., 16 Okt. 1910. Die hiesigen Kanarienzüchter verkauften die diesjährig gezüchteten Kanarienvögel (etwa 1200 Stück) an einen auswärtigen Händler. Es wurden durchschnitüich gute Preise gezahlt, sodaß mehr als 4000 Mark de» Züchtern zugute firmen. — Die ersten Schneegänse überflogen heute unsere Flur.
* Hanau, 15. Okt. 1910. Der Hessische Städtetag hat sich der Eingabe der kleinen Städte der Provinz Schleswig-Holstein an den Minister des Innern wegen der Berwaltungsre- form angeschloffen. Die Eingabe schließt mit dem Anträge, bei der bevorstehenden Reform der inneren VerwÄülNg den auf die Uebertragung der StaatS- aufficht über die kleinern Städte auf die Landräte gerichteten Bestrebungen keine Folge zu geben, sondern zu erwägen, ob es nicht im Interesse der Stärkung der Selbstverwaltung und einer größer» Wirksamkeit der Dezentralisation angezeigt erscheine, allen kreisangehörigen Städten der Monarchie die Stellung der sogenannten selbständigen Städte der Provinz Hannover einzuräumen.
♦ Frankfurt a. M , 15. Okt. 1910. Vom Frankfurter Verein für Luftschiffahrt find schon vor mehreren Monaten Schritte getan worden, das Reichsamt des Innern zu veranlassen, die geplante ReichSversuchs-Anstalt für Luft- schiffahrt nach Frankfurt zu verlegen. Für den Sn daß die Anstalt, für die von der „Jla" her noch beträchtliche Hilfsmittel vorhanden sind, in Frankfurt zustande kommt, find von privater Seite auch schon finanzielle Zuschüsse für die ersten Jahre in Aussicht gestellt.
Märkte.
* Frankfurter Getreidemarktbericht vom 17. Oktober Der heutige Wochenmarkt verlief in sehr ruhiger
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Seettf ®amnten wird von ime au»Wte6üd) tm rro&en ver» kauft und »war nie lofe m ch Sewicht oder Matz, fonbern rür tn eetpegett« Ortgtoaltzalchen tn Karton mit unterer Schutzmarke Micher mU dem Dortch). 6coti «. Bowne, 8. uu b. H. Frankfurt cu M.
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Stimmung. Landweizen mußte bei starkem A^ebol und schlechter Kauflust seitens der Mühlen im Preise weiter nachgeben. Landroggen war behauptet. Fremde Weizen waren ohne wesentliche Veränderung. Gerste ruhig. Hafer bet guter Bedarfsfrage zu letztwochtgen Preisen gehandelt. Mais ruhig. Futterartikel stetig. — Es notieren je nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer 20.20—20.30 Mark, aus dem Lande abgeholt 19 25-19.50 Mark, kurhessischer 2025—20.35 Mark, norddeutscher 20.50-20.75 3RL, russischer Nicolajeff 22 25—22.75 M., Saronska 22.50—23.00 M., Ulka 22’40-22.75 Mk., Azima 22.40-22.75 Mk., La Plata 22.25—22.75 Mk., rumän. 22.10—22.60 Mark, Walla
worden.
* Kassel, 16. Okt. 1910. In einer Versammlung des Kasseler Hausbesitzervereins kritisierte Architekt Paulig aus Frankfurt a. O. den Gesetzentwurf betreffend die Reichswertzuwachssteuer. Er stellte eS so dar, als handle e? sich um eine höchst ungerechte Besteuerung des Haus- und Grundbesitzers. Die Versammlung na am eine entsprechende Protest» erk ärung an.
* Eisenach, 15. Okt. 1910. Der wiedergewählte Oberbürgermeister Schmieder, der in der letzten Gemeinderatssitzung dem Finanzausschuß mitgeteilt hatte, daß er die Sitzungen des genannten Ausschusses solange nicht besuchen werde, als dieser seine jetzige Zusammensetzung behalte, hat in der heutigen Gemeinderatssihung erklärt, er werde künftighin an den Ausschußsitzungen des Finanzausschusses wieder teiln eh men. Die in dieser An- gäegenheit von den Stadwerordneten beschlossene Beschwerde gegen den Oberbürgermeister wurde daher zurückgezogen. — Von hier aus wird der „Deutschen Tagesztg.' geschrieben: Das Kurbad wird billig. Herr Kommerzienrat v. Drehse hat der Stadt seine Anteile tm Nennwerte von 150 000 Mk. für 40000 Mk. zum Kaufe angeboten! Das Bad ist vor zwei Jahren an die Terrain- und Ballgesellschaft verpachtet worden auf die Dauer von 15 Jahren. Diese hat aber an dem Fortbestehen des Unternehmens kein Interesse, denn das Kurbab war seither nur eine Konkurrentin des teuer angelegten Fürstenhof- Unternehmens und würde das bei seinem Emporkommen erst recht werden. Die Pächterin beabsichtigt, im nächsten Jahre die Kurkonzerte einzustellen und den Preis für das durch Automat zu verkaufende Wasser der Karolinenquelle, das seither 10 Pfg. kostete, auf 20 Pfg zu erhöhen. Der Kurdirektor ist entlassen worden und dessen Verpflichtungen sind der Fürstenhof-Direktion übertragen worden, alles Maßnahmen, die zur Hebung des Kurbades nicht beitragen können. Und so wird dann das ganze Badunternehmen, das mit so großen Hoffnungen ins Leben trat, bald nichts mehr wert sein. Die Kurbadgesellschast ist mit viel zu geringen Mitteln gegründet worden und hat jetzt Mühe und Not, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Es liegt deshalb auch dem Gemeinderctt ein
Deutsches Reich.
* Zur Wiederbesetzung des zweiten Bize- prLsidentenposten im Reichstage schreibt die ,W:
Die „Nationalzeitung" meldete, die national- liberale Partei verzichte darauf, im Präsidium vertreten zu sein. Einen formellen Anspruch darauf dürfte sie auch kaum noch geltend machen können. Denn sie ist nicht mehr die drittstärkste Partei im Reichstage. Trotzdem wird man ihr den Sitz wiederum anbieten. Die Reichspartei hat sich mit der Frage überhaupt noch nicht beschäftigt und wird erst unmittel- bar vor Zusammentritt des Reichstages Stellung dazu nehmen.
* Die Reichseinnahmen in Zöllen und Steuern belaufen sich für die Zeit vom 1. April bis 30. September d. Js., mithin für die volle Hälfte des Etats- jabres 1910, auf 701 Millionen Mark. Geschätzt sind sie für das ganze Jahr auf 1441 Millionen; der Voranschlag ist mithin Im ersten Halbjahr beinahe erreicht. Dabei ist zu berückstchttgen, daß die Brausteuer im letzten Monat des Jahres, im März 1911, stärkere Erträge erwarten läßt. Schoben haben sich im September die Einnahmen aus der Branntweinsteuer, wogegen die Zuckersteuer in ihren Erträgen nachgelassen hat. Die Erbschaftssteuer weist eine nicht unwesentliche Zunahme auf, und die Börsensteuern halten sich nach wie vor auf beträchtlicher Höhe, ebenso der Gmndstücksumsahstempel.
(♦) Die Zahl der Referendare ist nach dem Justiz-Ministerialblatt vom 1. August vorigen Jahres bis zum 1. August dieses Jahres nur ganz unerheblich gestiegen und zwar von 7694 auf 7701. Immerhin wird noch eine geraume Zett vergehen, bis ein einigermaßen normaler Stand erreicht fein wird.
)( Steuermäßigung bei längerer Arbeitslosigkeit. Die preußische Finanzverwaltung hat, so erklärt die ,Nordd. Allg. Ztg/, den Grundsatz aufgestellt, daß bei längerer Arbeitslosigkeit die Steuer auf Antrag immer ermäßigt wird. AIS Richtschnur gilt dabei, daß die Behörde bei einer zehnwöchigen Arbeitslosigkeit eine Verringerung des Jahreseinkommens um ein Fünftel anzunehmen hat und demgemäß ein Fünftel Steuer weniger berechnen darf. Einen Rechtsanspruch haben die Steuerpflichtigen nicht auf diesen Steuererlaß.
)( Mit der Einschränkung der Staatsaufsicht gegenüber der Selbstverwaltung hat sich am Freitag die Jmmediatkommiffion für die Vorberatung der Verwaltungsreform in Preußen beschäftigt. Wie verlautet, gehen diese Bestrebungen auf Erweiterung der städtischen Selbstverwaltung auf den neuen Finanzminister früheren Oberbürgermeister Lenze zurück.
Graf Hoensbroech agitiert für die Fortschritt- liche Bottspartei, lieber das Thema .Zentrums- Politik und Votksintereffen' sprach in Osnabrück .auf Veranlassung der Fortschrittlichen VolkSpartei vor einer außerordentlich zahlreichen Versammlung Graf Hoensbroech, der damit zum drittenmal« in diesem Jahre einen scharfen Feldzug gegen ba$ Zentrum unternahm." So berichtet die .Osnabrücker Zeitung'. Die Phrasen des Apostaten sind keiner ^Widerlegung wert. Uns interessiert nur, daß Graf Hoensbroech seit seinem Abfall der Reihe nach für folgende Parteien agitiert hat: Konservative, Reichs- Partei, Nationalliberale und jetzt Fortschrittliche Volkspartei; auch die Sozialdemokratie hat er schon gelegentlich empfohlen.
X Fürstliche Zagdreisen nach Afrika scheinen in Mode zu kommen. Gegenwärtig ist noch ein
X Die GewerychaftSpreffe über Magdeburg.
Al» eine große geschlossene Organifation mit fast ,-ei Millionen Mttgliedem, stacken Finanzen, einer weitverbreiteten Presse und einem gewaltigen Be- amtenstab bedeuten die .freien' Gewerkschaften für die sozialdemokratische Partei recht viel; ja in nian- rfjen Fällen ist die Partei direkt auf sie angewiesen.
Es ist mm sehr ausgefallen, daß die Geweckschasts- führer zum Teil dem Magdeburger roten Parteitag ganz fern geblieben, zum anderen Telle aber in den Verhandlungen sich große Zurückhaltung auferiegten. Wenn man allerdings berücksichtigt, daß die Gewerkschaftsführer im Gmnde ganz eines Sinnes sind mit den Badensern, über die in Magdeburg wegen der NudgeibewiMgung der Stab gebochrn werben sollte, bann wird die Zurückhaltung erllärlich. Man wollte offenbar vermeiden, für sie eintreten zu müssen und dadurch die Mißstimmung auch auf die Gewerffchasten iu übertragen. Denn, wenn auch die Gewechchasts- sthrer mit den revisionistischen süddeutschen Genossen völlig einverstanden stnd, so tonnte doch der „Dis- ziplinbruch 'der Süddeutschen nicht weggeteugnet ober beschönigt werben, und es hätten die Geweckschasts- fihrer stch ins eigene Fleisch geschnitten, wenn sie die Berechtigung zum Ungehorsam gegen die Beschlüsse früherer Parteitage zugogeben hätten. Also war Schweigen das Beste.
Jetzt aber kommt das Organ der Generalkom- mission der sozialdemokrattschen Gewerkschaften, das „K ° rtesp 0 nbenzbla11", und spricht aus, daß es mit dem Magdeburger Parteitag und insbesondere mit der Abnmrksung der Badenser durchaus u n° z u f r i e d e n i st. DaS Blatt begleüet die Meinungsäußerung des Parteitags, die dm Beschluß des Nürnberger Parteitags bestätigende Resolution bes Par- teivorstanbeS sowie den das kaudinische Joch für die Revisionisten aufrichtenden Antrag Haase-Zubeil, der neuen Disziplinbrechern dm Ausschluß androht, mtt folgmdm Ausführungen:
12 50—12.75 M., Rapskuchen 1235—12.75 M., Palm-, kuchen 12.00-12.25 M. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier bei Abnahme von 10000 Kilo.
’ Frankfurter amtliche Notierungen bet Viehmarktpreise vom 17. Okt. Austrieb: 1339 Rinder, 431 Ochseih darunter 36 öfterreich.,31 Bullen, 877 Färsen u. Kühe, 886 Kälber, 407 Schafe, 1940 Schweine, keine Ziegen. Preist für 1 Zentner: Rinder: A. Ochsen: a. vollfleischige, ausgemäftete höchsten Schlachtwertes höchstens 6 Jahre alt (Lebmdgewicht) 50—56 Mark, (Schlachtgewicht/ 89—97 M., b. junge fleischige nicht ausgemästete mrd ältere ausgemästete (Lebendgew.) 44—49 M., (Schlachtg.) 80—88 M., c. mäßig genährte junge, gut genährt« ältere (Lebmdgew.) 40 -42 M., (Schlachtgew) 74-77 Mark, d. gering gmähne jeden Atters (Lebendgew.) 00—00 M, (Schlachtgew.) 00-00 M. 8. Bullen: a. vollfleischige, ausgewachsene höchsten SchlachtwerieS (Lebendgew.) 45—48 Mark, (Schlachtgew.) 75—80 SR., b. vollsteischige jüngere (Lebendgewicht) 40 Mark, (Schlachtgew.) 66 Mark, c. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere (Lebendgewicht) 33 March (Schlachtgew.) 60 M., d. gering genährte (Lebmdgew.) 00-00 Mk., (Schlachtgew.) 00-00 M. 6. Färse» und Kühe: a. vollsteischige, ausgemästete Färsen höchsten Echlachtweries (Lebmdgew.) 44 -49 Mark, (Schachtgew.) 79—88 M., b. vollfleischige, ausgemästet« Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren (Ldgew.) 43—47 Mk, (Schlachtgew.) 80-84 M., c. ältere aus« gemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Lebmdgew.) 36—44 M., (Schlachtg.) 69—82 Mark, d. mäßig genährte Kühe und Färsen (Lebmdgew.) 25—31 Mk., (Schlachtgew.) 50-60 Mk., | e. gering genährte Kühe und Färsen (Lebendgew.) 00—00 M., (Schlachtgew.) 00—00 M. D. Gering genährte-
1 Jungvieh (Fresser) (Lebendgew.) 00—00 M., <Schlachtg^ (00—00 Mk. Kälber: a. Doppelmder feinste Mast I (Lebendgew.) 00—00 Mk., (Schachtgew.) 00—00 Mk, I b. feinste Mast- (Bollmilchmast) und beste Saugkälber 1 (Lebmdgew.) 60—65 Mk., (Schlachtgew.) 100—108 M. c. mittlere Mast- und gute Saugkälber (Lebendgew.) 56—59 Mk., (Schlachtgew.) 95—100 Mk., d. geringe Saugkälber (Lebendgew.) 51—53 SRt, (Schlachtgew.) 86—90 Mk. Schafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Lebendgew.) 36—38 Mk., (Schlachtgew.) 76—80 SR-, b. ältere Masthämmel und gut genährte Schafe (Lebendgewicht) 30 Mk., (Schlachtgewicht) 60 Mark. c. mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz-Schafe) (Lebendgewicht) 27 Mk., (Schlachtgw.) 64—65 Mk., d. Marschschase oder Riederungsschase (Lebmdgew.) 00—00 Mk. (Schlachtgew.) 00—00 Mk., Schweine: a. FeUschiveu.e über 3 Zentner Lebendgewicht (Lebmdgew.) 00—00 M., (Schlachtgew. 00—00 Mark, b. vollfletschige Schweine über 2H» Ztr. Lebendgewicht (Lddg.) 57 — 58.00 Mk., (Schlachtgew.) 71— 73 Mark, c. vollfletschige Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht (Lebendgew.) 57.00-58.00 M., (Schlachtgew.) 71,00—73,50 SR., d. vollfletschige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht (Lebendgew.) 57.00—58.00 SR., (Schlachtgew.) 73,00-74,00 SR., e. fleischige Schweine (Lebdgew.) 57.00-57.50 Mk., (Schlachtgew.) 72-73 Mark, t. Sauen (Lebendgew.) 53.50 Mk., (Schlachtgw.) 67 Mark. — Das Rtndergeschäft verlief lebhaft; bet Ochsen zum Schluß abflaumd. Der Martt wird nahezu geräumt. Kälber werden bei ruhigem, Schafe bei lebhaftem Geschäftsgang ausverkaust. Der Schweine- Handel war rege; es verbleibt etwas Ueberstand.
.... Eine einheitliche Partei tut uns so bitter not wie einheitliche Gewerkschaften. Vielleicht erscheint einigen Genvfim diese ewige Einheit schon etwas langweilig und ein frischer fröhlicher Parteikrieg wäre ihnm schon weit lieber. Wenn solche Auffassungen in der Partei Platz greifen sollten, dann dürsten sie mit dem ernfteften Widerstand der deutschen Gewerkschaften zu rechnen haben. Unsere Gewerkschaftskteste. haben das größere Interesse daran, daß die Partei einheitlich und geschlossm bleibt. Sie werden jeden SBerfuO), eine Spaltung herbeizuführen, nachdrücklichst bekämpfen. DaS erklärt es auch, weShalb die meisten der auf dem SRegbeburger Parteitag anwesenden Gewerkschaftler gegen den Zusatzantrag Zubeil und ® en off en stimmten. Wir wollen durchaus nicht bestreiten, daß durch den unglückseligen Nürnberger Beschluß die Budgetverweigerung zu einer Frage der Disziplin gemacht worden ist. Eben deshalb erschien uns schon damals dieser Beschluß so gefährlich. Aber so hoch wir auch die Disziplin achten, die auch wir von jedem, ob hoch, ob niedrig, verlangen, — höher steht uns doch die Selbsterhaltung der Partei, der Einheit der Partei, die durch die blinde Durchsetzung eines nicht für alle Berhältniff« passenden Beschlusses in Stücke zu gehen droht.
Von diesen Auslassungen deS Korrespondenz« blattes' der Gewerkschaften hat die radikale Presse, die feit Magdeburg in Freude nur so schwelgt, einen »ganz eigenartigen Geschmack auf die Zunge" bekommen. Sie ist überzeugt, daß der Weg der Gewerkschaften nicht der ist, „aus dem der Emhett und Geschloffmheit der Partei gedient werden tonn'.
Der „Vorwärts' fft über die Stellungnahme des Korrespondenzblattes, die „allen zukünftigen Diszi- plinbrechem geradezu einen Freibrief" ausstelle, ganz aus dem Häuschen geraten, und er gibt der Generalkommission einen deutlichen Wink, den Verfasser deS Arttkels abzuschütteln:
„Wir glauben deshalb auch, den Artikel der Nr. 40 des .Korrespoudenzblattes' nicht als die Ansicht der gesamten Generalkommission der Gewerkschaften anleben zu dürfen, sondern lediglich di« Privatmeinung des leitenden Redatteurs d«S ,Komefpondmzblattes', der in feiner Voreingenommenheit für revisionistische Bestlebungm sich der Konsequenzen seiner eigenen Aeußerungm für die gewerkschaftliche und parteipolitische Disziplin kaum bewußt geworden ist."
Ob die Genecalkotnmisston dieser Aufforderung Folge leisten wird, erscheint uns noch nicht ausgemacht. Der Verfaffer des Artikels konnte sich mit Recht darauf berufen, daß die meisten der auf dem Magdeburger Parteitage anwesenden Geweckschaftler gegen den Zusatzantrag Zubeil gestimmt haben und daß die Gewerkschaftskreise für die Aufhebung der Nürnberger Resolution eingetreten find, „die die Gefahr künftiger Spaltungen der Partei heraufbv- schwört." Wenn das die Ueberzeugung der Geweck-
_ Mffe, ei« V-lksnahrungSmittel. Die Zeit der Nüsse ist gekommen. Die Rußliebhaber aber beklagen mtt Recht, daß der Preis für dieses außerordenütch wohlschmeckende Obst so hoch ist. Denn dteRusse smd nicht nur eh Leckerbissen, wie so viele Menschen aw nehmen, die gewohnt find, die Russe nur zur Weihnachtszeit zu genießen, sie haben emen großen Nährwert. Die Anpflanzung von Nußbäumen und die Verwertung der Ernte zu Eßzwecken sollte tut Interesse des Volkes durchaus gesteigert werden. Mmoe. stens täglich sollte man Nüsse genießen, denn die Untersuchungen des spanischen Arztes Munoz haben ergeben, daß die Nüsse einen außerordentlichen Nährwert haben. Was die chemische Zusammensetzung 'betrifft, so enthält die Nuß, wie andere ähnliche Früchte, Fett, Kohlehydrate, Zellulose, anorganische Salze, Wasser vfro. Außerdem findet sich aber in der Nuß ein eigen« tünlliches Alkaloid, dem sonderbare Wirkungen zuge- schrieben werden müssen. Als bei ben Versuchen ein gesunder Mensch mittags und abends alz Nachtisch je acht große Wffe verzehrte, stellte sich bereits nach wenigen Tagen vermehrter Blutzufluß nach der Haut und den Schleimhäuten ein. Gesichtsfarbe und Lippen würben intensiver rötlich. Würbe bie Nußmenge gesteigert, so traten Nasenbluten, auch Kopfschmerzen oder Schwindel auf. Daraus e^ibt sich, daß für Blutarmut eine derartige Nußkur vorzüglich ist; doch soll man überall da recht vorsichtig fein. Wo allgemein« ober lokale Blutüberfüllung sich geigt. Der amerikanische Professor Dr. Haffa hat gefunben, baß bie Nüsse an Nährgehalt sogar verschiebene Käsesorten Übertreffen.
Mehl: unverändert. — Es notieren nach Qualität:( Weizenmehl, hiesiges, Str. 0 31.50—32.00 Mk., lüdd.
Nr.0. 31.50-32.00 Mk., hiesiges Nr.l 29.50 -30.00SR.,
«ad Sun heim, ben ». Roo. 1909.
Da mein (Ui.tet.ten M . iü M gdaleoa von Geburt an ichr' »art und fchwäqlich war und außer Muttermilch nicht» Beiträgen rooRte, fo habe ich es schon von feinem 3. Monat an Scott» Smul'ton nehmen l ffen, ueb jni.it in nur aauz kleine i Stetig n (‘/lÄufliriöffti voll), je.och regelmäßig. Dies hat der Skrioen sehr gut getan und sie über laichend gekräftigt, fo daß fte he ite u.tt 5 M naiev 11 P und wiegt, durchaus träfttg ist und alle», was man ihr, dem Älter angem ffen, zu effen gibt, richtig cirunUtl ichturkt und gut verträgt. Dabei ist der Appetit dec Kinde» auch em W guter. 68 t'i meine Uebetjeugung, daß Scott» Emulsion >ür solche Sinter eine große Wohltat ist, und tch werde fie allen Mülletv, wo ich kann, empsehlcn
( ej.t Rosa Scholl
Ein Hauplvorzug von ScottS Emulfion ist ihre- leichte Verdaulichkeit, ein Punkt, der besonders dann in Betracht kommt, wenn es sich um ein Kräftigungsmittel handelt, das man den Allerkleinsten gibt. Da das Präparat außerdem wohlschmeckend ist, wirb
Aus dem Kreise Kirchham, 16. Okt. 1910. Der für Lehrer aus den Kreism Marburg und Kirchhain vorgesehene, auf eine fechStägige Dauer berechnete Turnspiel-KursuS in Marburg fand am 15. Oktober seinen Abschluß. Die Üebungen wurden abgchalten in der Turnhalle und auf dem Spielplatz« der dortigen Nordfchule und bestanden im wesentlichen aus Freiübungen und Turnspielen, unter welch' letzteren die Ballspiele eine besondere Beachtung fanden. Wenn die Teil- ------------- -----.
nehmer ausnahmslos befriedigt sind, ist dieses Wall» 22.75-23.25 M. - Roggen, htestger, 15^0 daS ausschließliche Verdienst des Herrn Turn- bis 16.40 Mk. auf^em^°»de^bgeh°lt 14 40-14.70 lehrers Fischer H aus Marburg, Es Meisters der Mari^ Planer16 50_17 50 Mk, fränkische turnerischen Technik, der eS versteht, für das ^b.5g-i7.50Mk., Riebgerste 16.75-17.25 Mk., ungarische Turnen zu begeistern und von dem man lernt, 22.25—24.00 M., russische Futtergerste 12.25—12.75 SR. wie man die Schuljugend für dasselbe gewinnt. -Hafer, att hief u WMerauer 15.5^1 E Mk.,^r- Auf feine Anregung hat sich auS den^^Tellneh- 16^5-17.00
ment eine Turnfpiel-Veretmgung gebildet, welche _ gjjoig (Mixed) oo.oo-oo.oo Mark, Donau- im Laufe des Winters an bestimmten Ternnnen mai8 14.25—14.50 Mark, La Plata 14.00—14^5 Mark, in Marburg tagen wird, um die einzelnen Spiele Odessa 14.20—14^40 SR., russsscher -m,°hv>d zu b-Ip-ech-n. Stfatnungen nungen auszutauschen und Neuerungen zur Ver- Weizenmehl, hiesiges, Sir. 0 31.50—32.00 Mk., jüdd. wertnng vorzubereiten. Gestern sand eine turne- gir 0. si.5O-32.oo Mk., hiesiges Nr.l 29.50 -30.00SR., neriscke Vorstellung statt, zu der die Landräte der süddeutsches Nr. 1 29.50-30.00 M., hiesiges Ni^d Kr-i!? Wtnburg und . b« DggJjW gi“ ÄS «Ti.
meister von Marburg und die beiden Bolksschul-1 22 23.00 M. — R 0 ggenmehl, hiesiges, Nr. 0 24.25
Rektoren erschienen waren, die den Leistungen 2475 M., do. Nr.01 23.25-23.75 M., do. Nr.l ihre volle Anerkennung zollten. An demselben 22.25-22.75 SR. Alles per 100 Mo mk ustve Sack T-g- Dielt auch der !i«i-°rMW-nt Dr R-U- einen lehrreichen Vortrag über den Wert des g ^5_g 25 gjj., Weizen-Futtermehl 14.50—14.75 M., TurnmS, vom medizinischen Standpunkte beurteilt. , getrocknet, 12.75-13.00 SR., Malzkeime
X Kassel, 16. Ott. 1910. Herr Kaplan Wehner ------- *-•—
ist vom Hochwürdigsten Herrn Bischof zum Dröses des kathol. Gesellenvereines und Herr Kaplan Dr Müller zum Präses des Jünglingsvereins ernannt worben. — Als ber Verein zur Bekämpfung bes Schmutzes in Wort unb Bilb im vergangenen Sommer bie hiesigen Papierhandlungen unb anbere einschlägige Verkaufsstellen aufforberte, für bie Folge anstelle bet berüchtigten „Nick Satter" unb ähnlicher Schundbücher, nur aus gewählt einwandfreie Bücher zum Lesen anzubieten, so erzielte er einen ganz nennenswerten Erfolg, wie die Mustemng ber Auslagen in Schaufenstern unb Schaukästen zeigte. Diese Geschäfte sollen ben Schulbehörben zur Berücksichtigung namhaft gemacht werben, wogegen ber Besuch solcher Geschäfte, bie bet kürzlich erneut zugegangenen Vorstellung bes Vereins nicht folgen, burch die Lehrpersonen ben Schülern verboten werben soll. Letztere Maßnahme ist burch ein Rnnbschteiben an bie Leiter ber Schulen vonseiten bet vorgesetzten Be- hörben als statthaft unb empfehlenswert bezeichnet
mecklenburgischer Herzog im Innern Asiens einer Jagd- und Forschungsreise begriffen, das kommend« Frühjahr bereitet sich nun König Friedrich August von Sachsen für eine bet' artige Reffe vor.
Hamsterplage ist in diesem Jahre so groß seit Jahren nicht. Während in den letzten Jahren höchstens 2000 getötete Hamster bei der «stabt» bebörbe zur Ablieferung kamen, sind jetzt in den ersten vier Wochen der Herbstfangperiode schon