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Zeitung

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Kirche findet.

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, fo mahnt Missionär seinen Lebensunterhalt bestreiten. L)te t Ausübung dieser Maßnahmen kann inan als Durch- Hälfte davon geht ab für den notwendigen Hcmsdie- MngniStioIk Blutverluste verhüten und sogar 1 __ I -rn • ■ k___ Hörnfothenhon oivnrt ‘"Xl Slk<irf ' - -

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schenleben retten.

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Zum Schluff« möchte ich noch die Leser dieser Zei­tung daraus aufmerksam machen, daß es nicht gerade ein Zeichen von großer Heimatliebe ist, antike Gegen­stände die oft ein beredtes Zeugnis ablegen von einer hohen künstlerischen Kultur in der alten Ful­daer Residenz, einheimischen Händlern oder solchen aus der Umgegend zum Wiederverkäufe anzubieten. Es gibt für den Fall, daß das Museum keine Ver­wendung dafür hat, auch genügend Liebhaber, die in

utl- Mit den alsdann verbleibenden etwa 20 Mark muß der Mffionär sich nähren, kleiden, Miffionsrei- sen machen und standesgemäß austreten. Das ist in den bescheidensten Grenzen nur möglich, ivenn der Miffionär entweder anderweitig noch Geldmittel er­hält, oder dadurch, daß er hungert und seine Gesund­heit'miniert. Das letzte ist gewöhnlich der Fall. Es gibt Missionäre, die nicht einmal im Winter, der in Japan streng ist, Feuer machen, die abends nur ein paar Süßkartoffeln essen, die jahraus jahrein nur Reis und Fisch und Fisch und Reis auf ihrer Mittags-

Herrichtung desselben gewinnen.

Gegenwärtig wird die evaugel. Knabenschule in der Borgiasstraße neu getüncht. Es scheint, daß man die alten, stetnemen Fensterbänke dieses Hauses, das einst zum päpstlichen Seminar gehörte, nicht wieder übertünchen will, Henn sie erscheinen gegenwärtig von der einst verständnislos darüber geschmierten Tünche gereinigt. Es wäre aber dieses Verfahren noch zweck­mäßiger gewesen, wenn man es auch an dem älteren Teile dieses Gebäudes angeivendet und zum^ Anstriche des Hauses einen wärmeren Ton gewählt hätte, etwa in der Art des Anstriches am Dechaneigebäude. Die Farbengebung, die dieses heute zeigt, belebte auch ehemals das Schloß und viele Barockbauten Fuldas. Wo der Sandstein nicht genügend dekorative Wir­kung hatte, wurde er mit einem rotwarmen Anstriche versehen und oft die Wände noch mit Fmchtschnüren in gleicher Farbe bemalt, wie dies an einem Hause I der Nonnengasse noch festgestellt werden kann, an- dem auch die Fensterbänke und Gesimse auf den Bewurf des Hauses gemalt waren. Auf keinen Fall sollte man aber steinerne Torbogen, Tür und Fensterbekleidungen mit einem Oelanstrich versehen, wie dies leider ge­genwärtig am alten Rathause geschieht. Eichenholz rmd Sandstein haben als echtes Material einen Oel­anstrich, mit dem man heute alles zuzudcckcn sucht, nicht nötig.

Samstag den 15. Oktober 1910.

ST. Jahrgang-

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[] Denkmalschutz»

Ist Japan für den Katholizismus verloren?

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den gebildetsten Heiden der Gegenwatt zu tun Die emrs v.’iuucsyuuiv» uiuuul- । Leute denken und wollen prüfen, erst weun sie le ». Hauptportale bald enffemt katholische Religion für gut, besonders «ls staats- - - - - - ' erhaltend erkennen, werden sie übertreten, dann

aber auch in sehr großer Zahl.

Da ist es denn von allergrößter Wichtigkeit, daß die katholische Mission gerade jetzt eine sehr eifrige Tätigkeit entfaltet. Nicht so sehr im Hinblick auf Einzelbekehrungen, als vielmehr durch Aufklä­rung des ganzen Volkes mittels Literatur, Presse und Schulen, durch Errichtung von Bildungsanstalten für tüchtige japanische Lehrer und Katechisten durch Seminarien zur Heranbildung eines braven, wissen­schaftlich hochstehenden einheimischen Klerus, durch Waisenhäuser und Krankenhäuser. Das hoch­entwickelte japanische Nationalgefühl verlangt von allen Missionsländern am meisten nach einem etn = hei mischen Klerus. Ist aber Japan für den ! Katholizismus gewonnen, so wird er in ganz Ost- cifien große Fortschritte machen, dmn zzapan hat mcht nur eine große politische Bedeutung für Öftesten es wird auch auf religiösem Gebiete die Führung übernehmen. Deutsche Staatsmänner und Gelehtte haben einen sehr großen Anteil an bem Aufschwung Japans auf materiellem Gebiete gehabt; mögen Deutschlands Katholiken nun dazu helfen, daß Japan auch auf dem religiösen Gebiete den Weg zur

3. Blatt.

vrvck und Verlag der «fulbatt Actiendruckertt in 8nlba.

Die wirksamste»» Hausmittel zur Blutstillung.

Don Dr. Thraenhart, Freiburg i. Br.

Das erste und dttngendste Verlangen eines Jeden, der sich eine Wunde zugezogm hat, ist "^urttch die Stillung der Blutung. Deshalb sagt schon Christo­phorus Wirsung in feinem Arzneibuche vom ^ahre 158«: Es trage sich nun das Verwunden zu, wie es wolle," aus Hauen, Stichen, Geschossen, Gefallen so ist erstlich vonnöten, das Blut zu stillen. Unzählig sind daher die Mittel, welche zu diesem Zwecke von je­her verwandt wurden. . ,

Wenn nun im täglichen Leben, draußen oder m der Häuslichkeit, eine Verwundung vorkommt so sott man folgende Hinweise wohl beachten. Zusammen­ziehung der verletzten Blutgesäße und eine Germ- rmng des austretenden Blutes bewirken verschiedene verdünnte Säuren sowie Alaun. Das letztere ist na­mentlich bei Barbieren beliebt. Sind sie beim Rasie­ren ungeschickt gewesen, so wird auf die kleine Schnitt­wunde ein wenig Alaun getupft, was die Blutung

würden, wäre es gewiß auch das geeignetste Haus zu i einem Museum. Man könnte die alte Kapelle im . Stadtschulgebäude zur Kapelle für die Schulkinder ein- i richten und die jetzt dort cmfgestellten Gemälde für die erste Zeit in das darunter gelegene Refektorium überbringen, bis später einmal die fttzt besetzten Woh­nungen im alten Rathaus st-i wurden. Die Gegen­stände, welche gegenwärtig im Refektorstun ausgestellt find, Men aber im Erdgeschosse des Rathauses g^. nügend Platz. Später ließ- sich vielleicht, da doch einmal das erfte Stock dazu genommen werden muß, auch das eine oder andere Zimmer im Geschmack älterer Epochen einttchten. Die großen Scheunentore des Hauses würden natürlich durch gotische Glassenster ersetzt und gewiß würde auch das schöne, unter der Uebettünchung schlummernde Fachwerk mit der alten Fensterordnung, wie auch das Ecktürmchen in feineren Jahren einmal Wiedererstehen. Vor nicht allzulanger Zeit hattm wir Gelegenheit, eine auf alteren Ausnah­men beruhende Rekonstruktion dieses reizvollen Fach- wetthauses im Geschichtsvereme zu sehen Ich wage auf eine Wiederherstellung jedoch nur zu hoffen, wenn sich einige wohlhabende Bürger zusammenfmden, um sich durch Stiftung von Beiträgen zur Herrichtung dieses Hauses ein unvergeßliches Denkmal zu setz em Sollte es auch nicht möglich sein, daß sich mehrere Männer der ruhmvollen Vergangenheit ihrer Vater-

’ ftabt bewußt, zu einem Vereine zusammen tuen ' würden, der es sich zur Aufgabe stellt, derartige ehr­würdige Bauten, teils aus Vereinsbeitragen, teils aus Sammlungen und zum Teil aber auch aus Beittagen der Stadtverwaltung in gutem Stande zu erhalten? Diese Vereinigung, vielleicht em Zweig des Ge­schichtsvereins, könnte ebenso durch Erwerbungen für das Museum ihre Tätigkeit bezeigen Ich habe be­reits früher einmal an dieser stelle auf die Notwen­digkeit eines solchen Vereines in einer Plaudere, un-

Dieses Prinzip hatte man schon früher und die folgen davon sind denn auch nicht ausgeblieben. Bei Schaf­fung eines Museums mutz auch mit dessen Erweite­rung gerechnet werden, da ein mehrmaliger eines nach modernen Grundsätzen eingerichteten Mu­seums nicht ohne Nachteile für die AusstellungsobMe stattfinden kann. Das alte Rathaus und im Notfälle auch das daneben gelegene gotische Wohnhaus, das letzte Fuldas, dürften aber voraussichtlich sur viele Jahrzehnte genügend Raum zur Ausstellung antiker und vielleicht auch moderner Erzeugnisse der emhei- mischen Kunsthandwerker bieten. Auf diese Art wäre schließlich auch eine gewisse Garantie Vorhängen, daß die beiden Gebäude, die, wiederhergestellt,

Was ist denn nun bisher ans diesem Gebiete von der katholischen Mission geleistet worden? Man be­gegnet da vielfach dem Vorwurf, daß es die kath. Mission in Japan nicht verstanden hätte, den Be- dürsnisftn der modernen Zeit Rechnung zu tragen. Dieser Vorwurf wird von den Missionaren in Japan am bittersten empfunden, denn an richttgem Verständ­nis Hai es nie gefehlt, wohl aber an den Mitt ein, all' die Plane zur Ausführung zu bringen, welche die Zeitbedürfnisse erfordern. Bis 1907 war die ka­tholische Mission in Japan- fast ausschließlich in Hän­den von Franzosen. Diese französischen Mis­sionare hoben ein wahres Opferleben geführt, wie in wenigen Miffionsländern der Erde denn sie leiben an chronischer Geldnot. Der Bischof gibt j in Japan den einzelnen Missionären monatlich 2i Jen — 42 bis 43 Mark. Mehr kann er ihnen nicht geben, weil die Miffionsvereine ihm nicht mehr | Mellen können. Mit diesen 42—43 Mark muß j?er

täfel haben die statt mit der Bahn zu fahren, im Tage bis 150 Kilometer auf dem Rade machen, um weniostens ein Paar Mark monatlich für das Mis- fionsweck zu sparen. Große Erfolge „k°mien fie aus diese Weise frellich nicht erzielen. Früher war es ja besser. Früher erhielten sie noch von Miffionsfreun­den aus Frankreich Privatalmosen aber die haben seit dem unglücklichen Killtmkampf fast gau^ aufgehört. Da ist es denn Wittlich unrecht, diesen opferwilligen Missionären den Vorwurf zu machen, sie hätten es nicht verstanden, den Umstanden Rech nung zu tragen. Sie verdienen unsere größte Be­wunderung und unsere reichste Unterstutznjz. Wir Icht hat man sich aber in Deutschland nur wenig um die Missionstätigkett in Japan gekümmert Das kam hauptsächlich daher, daß bis 1907 die katholischen Missionäre in Japan ausschließlich Franzosen waren. Seit 1907 wirken aber in Japan auch deutsch« Franziskaner, deutsche Jesuiten und die Patres aus Steyl. Dieselben haben inzwischen katholische Blätter und Zeitschriften zur Aufklärung des )aparn- schen Volkes über den Katholizismus gegründet sie haben Aussätzigenheime, Krankenhäuser, Gymnasien, Katechistenschulen und Priesterseminare errichtet kurz, alles getan, was die mobeme Zeit von der katholischen Mission erwartet. Wenn nun viese ausreichend e Unterstützung unter den deutschen Katho- liten finden, so werden sie im Vereine mit den ftan- Mischen Missionären die große Aufgabe ctfuHan, welche der katholischen Kirche in Japan gestellt ist. Geldsendungm nach Japan farm man leicht und sicher mittels Postanweisung befördern. Man wähle rach Belieben unter folgenden AdrAen: 1. Msgr. Evtzque, Mission Catholigue, Tokio (Japan). 2. Msgr. Chatton, Mission Catholigue Osaka (<;apcm). 6.

Msgr. Berlioz, Mission Catholigue Hakodate (>za- pan). 4. Msgr. Cousin, Mission Catholigue Naga­saki (Japan). 5. Missionshaus Stehl ,postlagernd Kaldenkirchen, Rheinprovinz. 6. Kloster^ Frauenberg bei Fulda, mit dem Bemerken: „Für ^apan.

der Stadt ansässig sind und die gern dieselben Preif- inblen wie jene. Die Gegenstände blieben dann in ihrer Heimat und es wäre die Möglichkeit vorhanden später einmal ein Bild althandwerttnaßigen Streben» in unserer Heimat entwersen zu können.

Anettemmng ist den Magistratsmitgliedern zu zol­len, die es veranlaßten, daß der gegenwärtig nur zum Durchgänge dienende Kaisersaal von einer Türe zur anderen, einen genügend breiten Gang bildend, abgesperrt wurde. Schützt diese Einrichtung auch nicht gegen das Beschmieren der Wände, jo mahnt sie doch imwechin daran, den Saal nur <" ~ _

gang, nicht als Kinderspielplatz, zu Zusammenkünften ner. oder als Frühstückslokal zu benützen.

augenblicklich stillt. .

Eine andere Klasse von Mitteln bilden mit dem Blute eine teigige, klebrige, kittartige Masse und trock­nen bann zu einem Schorfe ein. Dazu gehören Stär­kemehl, Kreibe, Gips und vor allem Kolophonium, welches sich stets gut bewahrt. Man streut die Stoffe am zweckmäßigsten dick auf ein Waüebäuschchen und bindet sie auf der blutenden Stelle fest.

Aehnlich Witten poröse Körper, welche das Bim in sich aufsaugen, an ihrer Oberfläche trocknen und mit der Wunde verkleben. Derattige Mittel sind lose Scharpie, welche aber von ganz sauberer Leinwand sein muß, und Watte. Auch der Feuerschwamm ober Lösch Papier kann im Notfälle von Nutzen sein. Diese Mittel müssen einige Zeitlang mit Druck auf der Wunde festgehalten werden.

Ebenfalls blusstillend wirken kalte Einflüsse. Die Kälte beschleunigt einerseits die Blutgerinnung und reizt andererseits die Gesäße zur Zusammenziehung. In der Häuslichkeit ist es daher das einfachste und beste, eine Wunde sogleich unter die Wasserleitung zu halten und längere Zeit hindurch einen energischen kalten Wasserstrahl darüber rieseln zu lassen. Dadiwch wird die Wunde gut gereinigt, die Gefäße ziehen sich zusammen, und das Blut steht meist sehr bald. Nach­her muß man natürlich noch einen kleinen Lchutzver- banb auflegen. In noch stärkerem Maße kann man die in dieser Beziehung günstige Wirkung ber Kalte ausnutzen, wenn man sich zur Winterszeit im Freien eine Verwundung zugezogen hat. Man legt bann Eisstückchen auf die Wunde ober bedeckt sie mit bem in einen Schneebeutel verwandelten reinen -raschen- tuche. Freilich ist Vorsicht nötig, da gar zu lange Ein­wirkung der Kalte audj Nachteile bringen kann.

Bel schwereren Verletzungen, besonders^bei Ver­letzungen der großen Gesäße, läßt aber die »rotillungs- krast aller dieser Mittel im Stiche. Und gerade hier ist schnelle Hilfe um so notwendiger, weil bis zur An­kunft des Arztes oft schon eine Verblutung eingetreten ist. Deshalb werben in vielen Samariter-, sanitä!§=, Krieger- und ähnlichen Vereinen Verbandkurse ab­gehalten, in denen die Mitglieder auch die Kompres­sion großer Gefäße zum Zwecke der Blutstillung er­lernen. Wenn bei einer solchen schweren Verletzung kein berartiger Sachverständiger zur Stelle ist, so wende man als ein sehr gutes und augenblicklich wirksames Hllfsmittel den Fingerdruck cm. Er wird so misgefühtt, daß man bas blutende Gefäß durch statten Fingerdruck gegen feine Unterlage, womöglich gegen den Knochen, verschließt, oder daß man es zwi­schen den Fingem zusammenpreßt. Die letztere Art ist nur möglich bei Lappenwunden, bei Wunden der Lippen, Wangen, Ohren. Der Fingerdruck muß na­türlich ununterbochen ausgeübt werden, bis der Arzt kommt. Bei Verletzungen der Arme oder Beine müs­sen diese hoch gelagert werden. Durch schnelle, ener- ... .. _. ... — - » •---1 ver-

Dafür ist die abendländische Kultur schon 3U weit vorgedrungen. Die Diskussion dreht sich in ä P hauptsächlich um die Frage ob das j a Pan i s ch^ Volk protestantisch ober ksstholisch wer­den soll. Für den Protestantismus spricht zwar die hohe Ächtung, welche Deutschland in Japan ge­nießt allein die freie Forschung und der Mangel eines einheillichen Glaubens stoßen Japan wieder ab. Arn Katholizismus gefällt ihnen das ftstgeschloft lene Lehrgebäude, der einheitliche Kultus und die Hochhaltung und Betonung des Autorttätsprinzipes, wie sie es in keiner anderen Religion finden Aber es sind auch in Japan jene großen Vorurteile gegen die katholische Religion verbreitet, die man bei un» mit d« Marche' zusammen ein schönes ein- allenthalben findet. Allein daJapar: noch> nichNur beitlicbes Blld bieten würden, der Nachwelt er- den Protestantismus engagiert ist, s dl - ffÄta Sm«nmuS »ich, * W«. M >» n-ch .Ut

die Wohnungen in diesen Häusern jetzt noch den An- wunden werden konntem Tue HauMchg ä -M- L W bS*Ä?.Ä»di-

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gleich ^der leicht entstehenden Meinung, ich verstehe denn der Umschwung in der religiösen Meinung ist nur xu tadeln entgegenzutreten, möchte ich nicht un- noch zu jungen Datums Außerdem ist ^zapan em terlassen an dieser Stelle auf einige Neuerungen hin- Land hoch entwickelten Autoritatsgesuhle^ und beS- zuwZL die Anerkennung und zum Teil Nach- halb erwartet das Volk jedeAndng von den su^ abmuna verdienen Im Laufe des Sommers wur- renden Geistern, ^apan ist infolgedessen em g 8 STR 5SF&N&. d-- *MH> »»" d.m MiMM-nd gfc.jja »>-- *

häßlichen Oelanstrich befielt. Es wäre nur wün- h“ Geaenwatt m tun. Die

schenswett, daß auch der eines Gotteshauses unwür­dige Stubenlmkanstrich am £ ,L1 ' ‘

würde. Gewiß könnte Staat und Stadt für manche Eichenholztüre mit einst blanken Beschlägen hier An­regung empfangen. Auch die Hausbesitzer, die alte schöne Türen an ihren Häusern haben, wären im Falle einer Nachahmung nur zu beglückwünschen. Was ich hier von der Haustüre sage, gilt aber auch für die Zirnmertüre. Wie ist es doch zu bedauern, daß das schöne Hoftor und die zweite Haustüre am LandratZ- amte noch nicht in den Zustand gesetzt worden sind, der eines alten Patrizierhauses und gewiß auch eines Landratsamtes würdig ist. Die ganze obere Nonnen­gasse, die auf das Tor hinsuhrt, würde durch eine

Rumpelkammer verkommen lassen, als daß sie die­selben dem Museum für immer schenken. Welche In­teresselosigkeit mau oft einem derartigen Unternehmen mtgegenbriugt, erfuhr ich noch vor kurzem, als ich je- •nanben darauf aufmerksam machte, einen fast wert-1 tofen Gegenstand, der aber in einem Mufeum feinen Zweck erfüllt hätte, diesem zu schenken. Man gaß mir zur Antwort: „Dann werft ich es lieber auf ben Speicher, ob es hier herumliegt ober dort, sehnliche Ansichten habe ich schon mehr wie emmal zu Ohren bekommen. Man üeht daraus deutlich, daß das Pu­blikum in vielen Fallen gar nicht weiß, weichen Zweck ein Museum hat und das ist erklärlich. Diese Un­kenntnis entspringt aber auch aus ber Tatsache, daß man es hier noch nicht zu einem gedruckten Führer | durch das Museum gebracht bat, der denjenigen, welche in guter Absicht die Ausstelluna besuchen, die Orien­tierung ermöglicht. Den Aussichtsbeamten ist es na­türlich unmöglich, auch nur die geringste Auskunft über die Gegenstände zu geben. Das Fchlen einesFüh- cers ist mir aber nur erklärlich, wenn ich annehme, daß man sich bewußt ist, in diesen Räumen nie eine übersichtliche Ordnung schaffen zu können, und dazu dürste selbst die beste Museumsleitung nicht imstande seins

Im Stadtschulgebäude sind nun keine geeigneten Räume zur Erweiterung des Museums vorhaiiden, aber in seiner unmittelbaren. Nähe befindet sich ein Haus, das gegenwärtig nicht recht in seine Umgebung hin einpaßt. Ich meine das alte Rathaus am Stein­wege. Es bietet in seinen Patterreräumen genügend Platz, und wenn sie zweckentsprechend hergerichtet

Man war in Deutschland vielfach bet Ansicht, daß Japan für den Katholizismus verloren fei. Diese pessimistische Ansicht ist unbegründet, denn daS japa­nische Volk ist von Haus auS tief religiös. Wohl hat das mächtige Eindringen der abendländischen Kultur bei ben führenden Klaffen einige Jahrzehnte hindurch das religiöse Empfinden zurückgedrangt - beim Volk auch das nicht einmal -, aber schon ft« etwa 10 Jahren hat die Reaktton eingesetzt. Die reli­giöse Frage ist in Japan wirklich zu einer brennenden Tagesordnung geworden. Gelehrte Zettungen und Zeitschnsten beschäftigen sich nut ihr in lebhäster Weise. Man hat längst emgesehen, daß bte moderne Weltanschauung, welche als Begleiterin der abend­ländischen Kultur nach Japan gefommen 'st, den guten alten japanischen Geist niebeitoirft, ber Japan groß gemacht hat. Besonders verhängnisvoll wirken in dieser Beziehung die modernen schulm ohne Gott, speziell die höheren Mädchenscyulen, denn in ^apan ist die Frau immer die Trägerin und Bewahrerin des nationalen Geistes gewesen. Es ist durchaus falsch, wenn man bei uns die japanische Frau als Sklavin ansteht. Dieser nationale Geist die Rücksicht auf das Staatswohl verlangen gebieterisch die Umkehr v den Irrwegen des modernen Unglaubens Ist das aber einmal erkannt — und es ist erkannt folgt auch der Erkenntnis die Tat, denn in ^apan ist die Rücksicht auf das Staatswohl einfach cmsschlag-

Vor einigen Tagen besuchte ich die »Ausstellung 1 ,on Kunst und Handwerk in drei Jahrhunberten zu Lauterbach Erstaunt war ich gar nicht, als ich Ae mit feinem Verständnis znfammengestellte Samm- d--n »«0-1- G°I»m-ck»d ---»»EU bewußtfein, das man in Lauterbach, wie überhaupt i Hessen, auf den ersten Blick herausfinden kann, bu g- ■en mir dafür, daß die Ausstellung etwas ordentl ches werde. Noch vor kurzem hatten wir Gelegenheit, in diesem Städtchen einen imposanten Festzug, den man ein Triumphzug der Landwirtschaft nennen konnte, ?u bewundern. Vielleicht zu einem letzten Appell wa­ren hier die alten Nationaltrachten, so viel man deren noch habhaft werden konnte, vereinigt und un­willkürlich mag es manchem beim Anblicke dieser male­rischen, fröhlichen Gruppen im Herzen geklungen ha­ben: „Hessenland, Heimatland usw. I

Also meine Erwartungen bezüglich der Äusst l-1 lung bie am 11. Oktober geschlossen wurde und nur dazu dienen sollte, bei den Städtern, besonders aber bei der Landbevölkerung das Verständnis sur den chr- würdgien alten Hausrat zu wecken wurden nicht ent­täuscht Näher auf die Veranstaltung emzugehen, liegt nicht in der Absicht des Verf. dieser Zeilen. Rur will ich hier noch einmal erwähnen, daß neben einer „Bau­ernstube und Küche" auch em „Rokokozunmer , ein Empirezimmer" und eine „Biedermeieremrichtung bem Beschauer ihre Reize offenbarten Man sieht schon daraus, daß es den Lauterbachem, die übrigens sich ernstlich mit bem Gebauten tragen, nun em ständiges Museum zu grünben, bttannt ist, welchen Zweck ube^ , Haupt eine derartige Ausstellung haben soll. Leider ist man sich dessen inFu 1 da noch nicht bewußt, mau glaubt einfach, es genüge vollkommen, wenn man den bem Museum geschenkten Stucken ein Mach gewahrt. Wie wenig zweckentsprechend aber die Räumlichkeit n sind, in denen unser städtisches Museum untergebracht ist, muß jedem einleuchten, der in seinem -eben ein­mal ein modern eingerichtetes Kunstgewerbemiifeum mit Interesse besucht hat. Im Grunde genommen soll nämlich so ein Institut vom Standpunkte des Kunsi- gewerbes ausgehen, nur bann kann ber Haudwerter und Laie sich ein Bild von der kulturellen Entnncie-

• berg machen. Dies ist aber dem in den beiden «aten bet Stadtschule untergebrachten Museum gänzlich un­möglich. Vor allem liegt es klar auf der Hand, daß der Bau zu engt geworden ist, um alle die Gegen­stände zu fassen. Daher mah es auch kommen, vag so manches, was hier und da in der Stadt zu haben fft, gänzlich unberücksichtigt bleibt, bis es von fremden Händlern für wenig Geld gekauft^wird und nach aus­wärts wandert. Die einzelnen Stilperioden und Ge­werbe müssen in einem Museum dem Beschauer ge­schlossen vor Augen treten, wenn sie mitten sollen, an-1 derensalls nimmt ber Beschauer denselben Eindruck mit nach Hause, den er bei einem Althandler be­kommt Nur indem man ganze Einrichtungen zu­sammenstellt und jede in einem geeigneten Raume un- terbnngt, ist es möglich, dem Beschauer em Bild aus einer vergangenen Zeit zu geben Aber auch der Hand­werker kann nur bann die Vorteile und Nachteile älte­rer Wohnräume studieren, wenn er sie als solche vor Augen sieht. Unserer raschlebigen Menschheit wird es gewiß keinen Schaden bringen, wenn man sie immer Dieder an die beschaulichen Epochen der Vergangen- ftjt erinnert und ihnen die Fundamente zeigt, auf jenen unsere heutige Kultur aufgebaitt ist. Wie lann ein Meister dem Besteller ein behagliches Heim schaf­fen, wenn et nicht durch Anschauung die Grundbedin­gungen selbst herausgefunden hat. Ein Museum soll bildend auf den Besucher mitten, nicht nur seine Neu­gierde befriedigen. Bit sehr würde auch hier die Liebe zur heimatlichen Scholle gehoben, wenn man mehr anschaulich auf die Geschichte unserer Stadt und des Landes hinwirken würde. Jetzt ist es noch ein leichtes, genügend Gegenstände zur Einnchtnng einer Bauernstube unserer Gegend und eines Biedermeier­zimmers zu bekommen, auch ein Empirezimmer ein- zurichten dürfte nicht allzu schwer fallen. Was weiß die jüngere Generation noch von der Lebensweise, der Bekleidung und den Gebrauchsgegenständen unserer früheren Landbevölkerung? —

Es sollte auch von Zeit zu Zeit darauf hingewie- fen werden, daß das Mufeum. gar nicht die Gegen- 'tände immer geschenkt haben will, sondern sie auch als Leihgabe gern willkommen heißt. Auf diese Weise haben andere Museen so viele Sachen, ja sogar ganze Sammlungen, erhalten. Man muß sich vergegenwär­tigen, daß es gar viele Leute gibt, die sich eiubll- ben, sie könnten solche Gegenstände vielleicht noch spä­ter teuer Derlaufen und die sie daher lieber in einer

Allerlei.

— Protzmtnm. „ .. Die Müllers sind eigentlich sehr nette Leute!" — „Allerdings — nur schade, dap sie jeden Sommer die billigsten Badeorte besuck-en. Beim Empfang ihrer Ansichtspostkaricn muß man sich immer genieren!"