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Violinvirtuosin Sophie Roeder, eine Schwägerin des Grafen Komarowski, wegen dessen Ermordung in Ve- »edtg der Prozeß Tarnowska spielt, verhaftet. Sophie ,Roeder, eine Schülerin Jsayes, gab noch im vorigen Jahre in Rußland und in den Balkanländern Kon­

zerte und erfreute sich auch der Projektion der griechi­schen KSnigsfamilie, vor der sie wiederholt spielte. Vor einigen Wochen wurde sie noch im Prozesse Tarnowska

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W. Berlin, 22. April 1910. (Tel.) Ein ae- fährlicher WohnungSbrand kam gegen 11V, Uhr in der Langenstraße im Osten zum Ausbruch -

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-r. Wettervoraussage aus Grund lokaler Beobachtungen für Sonntag, den 24. April 1910: i-nlB heiter, teils trübe, zeitweise Niederschläge. 14' §> höchste feit gestern mittag 12 Uhr:

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• Unschuldig drei Monate im Gefängnis gesessen hat der Arbeiter Rybok in Beuthen O--S., der un- «r dem Verdachte, einen Geflügeldiebstahl ausgeführt IM haben, von der Stcaflammer zu sechs Monaten Ge- ängnis verurteilt worden war. Neuerdings hat sich eine Unschuld herausgestellt, worauf er aus dem Ge- angnis entlassen wurde.

* Auf dem Linienschiff „Zähringen" riß bet der Kohlenubernahme in Wilhelmshaven die Trosse, sodaß die von ihr gehaltene Kohlenlast in den Prahm zurückfiel. Durch die herabfallenden Kohlen wurdm fieben Mann, ein Bootsmannmaat, ein Ober­matrose und fünf Matrosen, getroffen und zum Teil schwer verletzt.

* Gestrandet ist auf der Tegeler Platte in der Nord- I“ em unbekanntes Schiff; eS gilt mit der Mann­schaft als verloren.

i * Einem riesigen Saecharinschmuggel, der von zwei Apothekern in Budapest seit Jahren in der ganzen , Monarchie betrieben wurde, ist die Polizei auf die Spur gekommen. Die Zollhinterziehungen werden ans 10 Millionen Kronen geschätzt.

* ®in Riesensireik droht in der englischen Baum- Wollindustrie. 160 000 Weber in Lancashire wol- lm wegen Lohndifferenzen tn den Ausstand treten.

* Bei einem Empfang beim Zarenpaare wurde die Fürstin Galitzin, Obcrhofmetsterin am mssischen Hofe,

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i als Zeugin vernommen.

* Roch im Angesichte de- l'odeS schrieb der Kommandant be8 kürzlich verunglückten japanischen Unterseebootes seinen Rapport. Der Offizier schrieb bis zu seinem Tode, gab genau die Ursachen des Unfalls an und verzeichnete, welche Mittel angewandt worden find, um das Boot wieder an die Ober, i -«■ ----- «--------—>

fläch« zu dringen. Vor allem lobt er den Mut I ?? &ra<5 £ etne ^0 Köpfen bestehende Iami- der Soldaten und ihre heroisch« Todesverachtung I te ,n Lebensgefahr. Während 9 Personen durch Dann beschreibt er, wie da- Atmen schwerer und 6ie Feuerwehr gerettet werden konnten, wurde ein schwerer wird. Zuletzt bittet er den Mikado, für siebenjähriges Kind als verkohlte Leiche unter dem die Hmterbliebenen der im Dienste des Vaterlandes I Bette vorgefunden.

® L0'6,”- . t M W Berlin, 23. April 1910. (Tel) Ein schweres

- . 3» einer KoPenmiue bei Amsterdam (Ohio) Br an dun glück, bet dem ein zweijähriges Kind find durch eine Explosion achtzehn Arbeiter den Tod erlitt und ein achtjährigen Mädchen durch 8etote t worden. Sechs Leichen find bereits geborgen. I einen Axthieb des die Tür sprengenden Retters und

Bet« Transport eines UnterftebootS auS dem I zwei weitere Kinder durch Brandwunden verletzt wur- Dock ereignete sich gestern im Hafm von Ports- den, ereignete sich gestern nachmittag in der Ratheno- mouth em schwerer Unfall. DaS Unterseeboot 1 werstraße. Bei den Löscharbeiten zog sich ein Schutz- verlor daS Gleichgewicht und legte sich aus die I mann Brandverletzungen zu und mehrere Feuerwehr- Seite. Dabei ergoß sich die Säure der im Innern I reute erkrankten an Rauchvergiftung. Der Vater der deS Schiffes befindlichen Batterien über die bei I Kinder ging gestern aus, um Arbeit zu suchen seine Sette geschleuderten Matrosen und Dockarbeüer. I Frau begab sich an ihre Aufwattestelle und schärfte dem Mehrere von ihnen erlitte« schwere Brand- ältesten Kinde, einem achtjährigen Mädchen ein, auf wunden. I bie Geschwister gut zu achten. Dann schloß sie die

H==SBa====^==a!S==:^=^=i^== I Tür ab und nahm dm Schlüssel mit sich. Eine Stttnde

Der Kampf im Bairgewerbe. bekm Wegsein der Mutter suchte das älteste Kind . Ä1 „ ö I in der dunklen fensterlosen Kammer seine Schuhe und

* Die «dligung i» Berliner Baugewerbe. Nach, steckte zu diesem Zwecke ein Licht an; mit diesem kam dem dre verschtedenen Arbeitewerbände fich bereits I sie den tn der Kammer hängenden Kleidem zu nahe mit d«a SchiedSftwuch^des Berliner Gewerbegerichts und dieselben fingen Feuer. Das Kind öffnete die unverstanden erklärt hatten, hat gestern auch die I Fenster und schrie um Hilfe. Während die Feuerwehr Gen«alversammlung deS Verbandes der Bau-! alarmiert wurde, eilte ein auf demselben Flur wohnen-1 geschäfte von Berlin und Umgegend dem SchiedS. der Maler mit einer Axt herbei, um die Türfüllunq spruch gleichfalls zu gestimmt. Damit ist der I einzuschlagen. Dabei wurde eins der Kinder verletzt. I Friede im Berlmer Lohngebiet auf drei Jahre bis Die Feuerwehr drang durch ein Zimmersenster in die I 1. Aprtl 1913 gesichert. I Innenwohnung, verschaffte dem Qualm Abzug und

Der, Deutsche Arbtttgeberbund für da» Bau- löschte mit einiger Mühe das auch auf den Dachstuhl -ewerbe mmmt zu der Einigung in Berlin in einer I und die Nebenwohnung übergespmngene Feuer. In g°n» .unnSttg scharfen Erklärung Stellung, in der I dem an gebrannten Bette ihres Balers lag das zwei-1 83 . i jährige Töchterchen als Leiche. Das Kind scheint im

Durch den Abschluß emeS Sondervertrags zwischen I Schlafe von dem Qualm erstickt worden zu sein dem Verband der Berliner Baugeschäfte und den Ber- ! W. Vraa 23 Avril 1910 (3"<A \ h»m liner Arbeiterorganisationen erfährt die allgemeine MU;

Situation keine Aendernng. In den übrigen I oohmtschen Orte Asoh beging em Steinmetz da- Beutfdben Arbeitgeberverbänden wird die Nachricht von I ourch Selbstmord, indem er in eine Felsen- dem Zustandekommen eines Sondervertrags in Berlin höhle kroch, diese zumauerte und darin aufqe-1 jroar lebhaft b ebouert werden, aber die bisher I schüttetes Dynamit zur Ervloiion brachte I glänzend bewährte Einmütigkeit nicht stören. Die am I w gBnafnn 99 /o-.r ■. ' •, I

15. AprU ausgesperrten 80 Prozent (?) aller beschäftig. 191s0' (Tel.) Die verrott-

ten organisierten Arbeiter werden im Reiche nicht rof«e d/rgrus, eine geborene Pnn-

früher wieder eingestellt werben? bis die I ^ssin Elisabeth von Hessen und bei Rhein legte I Gewerffchastsführer fich bereit erklären, die zur prak. heute das Gelübde ab, sich dem Dienste der Nächsten, tischen Durchführung der abzufchließenden Verträge I liebe zu widmen.

unerläßlichen Bestimmungen anzunehmen. I W. Moskau, 22. April 1910. Der Dieb, der! w

dietze», 21. April 1910. Die Bauunternehmer die Juwelen aus der Uspensky-Kathedrale ae.

oon Gießen und Umgegend haben die Aussper-1 stöhlen hat, ist heute in der Person eines jungen “ ^ung aufgehoben, so daß alle Arbeiter I Bauerns mit Namen Femin ermittelt worden. Die die Arbeit wieder ausnahmen. Durch Ver-1 geraubten Kostbarkeiten sind an der von dem Dieb Handlung soll vereinbart werden, unter welchen Be. I angegebenen Stelle wiedergefunden worden.

dmgungeu für die nächsten Jahre der Friede er« I W. New.York, 23. April 1910. (Telgr.) Dian halten bleiben könne. - schätzt, daß Mark Twain ein Vermögen von

y. Berlin, 23. April 1910. Im Lohngebiete einer Million Dollar hinterlassen hat, das mit Aus. Berlin find etwa 36 000 Bauarbeiter be-l nähme von wenigen kleinen Legaten an seine Toch- sch äftig t, die nach den VerbandSbeschlüffen täglich I ter Klara fällt, die mit dem polnischen Pianisten einen Etreikbeitrag von je einer Mark leisten I Gabrielowitsch vermählt ist.

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♦ Berschutttt wurden auf dem Paulschacht der Mansfelder Gewerkschaft bei Ei Siebe« durch niedergehendes Gestein drei Bergleute. Der Hauer HSisel war sofort tot; die Bergleute Töpfer und ;6aiet erlitten Verletzungen.

I * Getötet wurde der achtjährige Sohn deS .Winzers Wolf in Kirchweiler (Pfalz) dadurch, daß er einen von der elektrischen Hochspannleitung diS auf einen Meter aus die Erd« herabhängenden Draht berührte.

f * DaS Berliner Openchm» ist von dem Ministet deS Königlichm Hauses und dem Finanzminister zum Kaufe angeboten worden, da eS seiner bisherigen Be» ifamnung dauernd nicht mehr gewidmet werden könne. Der Magistrat hat darauf beschlossen, über den Kauf deS geschichllichen und künstlerischen Baudenkmal- in Verhandlungen mit Krone und FiSku- zu treten.

4 Von der Lustschiffahrt. Auch in König-- berg wird jetzt eine Luftschiffhalle errichtet werden. Die wichtigsten Vorarbeitm sür den Bau der Halle sind bereits in die Wege geleitet, so daß die Ausschreibungen zu den arbeiten an der etwa ISO Meter langen Halle, die in Eisenkonstruktion auSgesührt werden soll, in den nächsten Tagen er- solgen werden. In der Nähe der Halle werden noch eine Kaserne für eine Luftschifferabteilung und eine Wasserstoffaasanstalt errichtet. — Der neue Zeppelinballon hat den Namen ,L Z 7* erhalten. DaS Luftschiff wird aller Voraussicht nach zu Pfingsten eine größere Fahrt antreten. — Der chemische Verein sür Lustschiffahrt wird in den nächsten Tagen von Heidelberg und Mannheim auS Nachtfahrten zur Beobachtung des Halleyscheu Kometen unternehmen. — In dem aviatischen Meeting von Nizza fand bei prächtigem Wetter der Höhenbewerb statt. Lathanr, der auf seinem Antotnette-Eindecker bis zu 656 Meter aufstieg, trug den ersten Preis von 10,000 Frank davon, während der Farmanpilot Chavee mit 644 Meter den zweiten Preis von 5000 Frank gewann.

• Haarsträubende Zustände wurden in der Ret- dmgsanstalt Karol in enseld bei Greiz aufge­deckt, in der verwahrloste und fittlich gefährdete Zkinder zwangsweise erzogen werden. Der Haus­vater und Lehrer Köhler wurde verhaftet; er hatte fich eine schändliche Behandlung seiner Pflegebefohle- «en zu schulden kommen laffen, auch Unterschlagungen begangen.

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Letzte Nachrichten. -ft Fulda, 23. April 1910. ®er heutige Schweine- „ - , ™ _ I markt war mit 9 Läufern und 320 Ferkeln betrieben

W. Homburg, 23. April 1910. (Tel.) Das Bezahlt wurden für Läufer 35 Mark, für Ferkel Ka:s e rp aa r ist mit der Prinzessin Viktoria Stufe I 20, 25 und 30 Mark pro Stück J

heute vormtttag 9.50 Uhr im Sonderzuge nach 0 Neustadt a. S., 22. April 1910. Der vom Ä a w 8 a938 artfJA Qi n r, m, • pwoe^anbe Unterfranken für rotgelbes Franken.

r». Dessau, 23. April 1910. (Tel.) Auf emen meh dahier veranstaltete 4. Zuchtvieh markt Ähm,Schießstande vor der Stadt stehenden war mit 66 Bullen und 11 Kalbinnen befahren °[ten wurde am frühen Morgen gestern I Es wurden 15 Bullen für 8999 Mark verkauft em Schuß abgegeben. Die Kugel zerriß dem Sol-' Der Durchschnittspreis betrug 600 Mark Den daten zwe, Fmger. I teuersten Bullen für 1080 Mark verkaufte Sauer-

_ r?™”' 23- Npril 1910. (Tel.) Die ,Kons. I Rieden an die Gemeinde Hollstadt. Die Arbeiter-

korr. schreibt: Es erscheint fraglich, ob das Be-1 kolonie Simonshof verkaufte ihren mit dem 2 Preis treben Herrenhauskommission, die Schwierig-1 ausgezeichneten Bullen für 900 Mark an die'Stadt- ketten der Wahlgesetzreform auszugleichen, von j gemeinde Neustadt a. S. 10 Bullen wurden

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