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Zeitung

Marktbericht.

Frankfurt, 18. April 1910. (Getreidemarkti

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Weizen

230 (+ 2

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Reklamen- und Anzeigenteil.

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Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 222.50 (- 3.75 ), Juli 218.50( -4.75) Budapest April 211.25 (— 17.35), Paris April 205.25 (— 0.45) Liverpool Mal 173.20 (— 5.30), Chicago Mai 166.45 (— 7.70), Roggen: Berlin Mai 156.50 <— 4.00), Juli 162.25 ( —4.25) Hafer: Berlin Mai 156.00 (— 2.00) Juli 161.25 (— 1.75) Mk. per 1000 Kilogramm.

I« d,e Fremdenlegion sind nach einer Statistik im Jahre 1909 insgesamt 1220 Elsässer gegen 399 im Vorjahre eingetreten.

' * Srium 10jährige« Sohn hielt ein Kaufmann m Paris im Keller in einer Kiste versperrt. Der arme Junge war m t Ketten gefesselt.

Kurier Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des deutschen Landwirtschafts. ratS vom 12. bis 18. April 1910.

I Durch erneute Preisrückgänge der aniertkanischen I Börsen angeregt, haben die übrigen Exportgcbiete ihre Forderungen in der Berichtswoche wieder merklich herabgesetzt, und namentlich die Dringlichkeit des rus-

I fischen Angebots trug zeitweise wesentlich zur Ver- I flauung des Weltmarktes bei. Gefördert wurde die Abwärtsbewegung durch die allgemein günstige Ge­staltung der Witterung und die dadurch bewirkte Besserung der Ernteaussichten sowohl in Amerika als auch in den europäischen Produktionsgebieten. Deutschland hatte in der Berichtswoche schönes und für diese Jahreszeit ungewöhnlich warmes Wetter, ! doch wären für die späten Roggensaaten sowie für ein gutes und gleichmäßiges Auflaufen der Früh­jahrssaat Niederschläge schon dringend erforderlich. Vielfach wird berichtet, daß der Roggen namentlich auf leichten Sandböden infolge mangelnder Boden­feuchtigkeit sein gesundes Aussehen vettoren habe. Das Angebot auf den inländischen Märkten hielt sich wei­ter in mäßigen Grenzen, und darauf ist es wohl auch zurückzuführen, daß die Preise an den Provinzmäch­ten durch die Fläue des Weltmarktes kaum sonderlich in Milleidenschaft gezogen wurden. Es gilt dies namentlich für Weizen, dessen knappes Angebot bet den inländischen Mühlen meist zu unveränderten Preisen Aufnahme fand, aber auch Roggen und Hafer

* Durch Sturz aus einer Schiffsschaukel wurde in Dortmund ein zwanzigjähriger Seemann tödlich verletzt w

M 89.

Mittwoch 6« 20. llpril 1910.

57. Jahrgang.

Ausland.

* Ei« militärischer Diebstahl in Frankreich soll jetzt seine Sühne finden. Der Unteroffizier Des- champs, der beschuldigt war, im Militärlager von Chalons eine Regimentsmitrailleuse ge­stohlen und sie nach Deutschland geschafft zu haben, ist aus Deutschland nach Paris zurückgekehrt und ver­haftet worden. Er leugnet beharrlich, der Dieb zu sein, und erklärt, er sei nur wegen Ueberdrusses am Dienst fahnenflüchtig geworden. — Aus Toulon wird gemeldet, daß dec Torpedobootsmaat Le Mevel seine Schwägerin enfführt und sich wahrscheinlich in das Ausland geflüchtet hat. Es heißt, Le MevA habe die Pläne von mehreren Untersee­booten mitgenommen.

* Der Erzbischof von Toulouse hat am Sonntag auf allen Kanzeln seines Kirchensprengels einen H i r- te nb rief verlesen lassen, der sich mit den Wahlen zur Kammer beschäftigt. Der Kirchenfürst verwahrt sich ausdrücklich dagegen, Politik namentlich Partei­politik zu machen. Sein einziges Bestreben sei auf Wahrung der kirchlichen und religiösen Interessen ge­richtet. Er mahnt eindringlich, nur solchen Bewer­bern die Stimme zu geben, die sich für die Wieder- yerstellung der kirchlichen Rechte einsetzen. Die in den letzten Jahren angenommenen Kulturkampfgesetze werden als lasterhafte, infame und ftrchenschänderische Gesetze bezeichnet-

. Flottenmanöver, an denen etwa 100

Kriegsschiffe teilnehmen, haben in der Nordsee begon- rte« Die blaue Flotte unter dein Befehl des Prinzen Battenberg besteht aus 35 Schiffen, die rote unter Ad­miral May aus 63, darunter acht Dreadnoughts Die Uebungen erstrecken sich über zehn Tage.

* Um türkisch-bulgarische Grenzzwischenfälle end­gültig aus der Welt zu schaffen, hat die bulgarische Negierung der Pforte den Entwurf eines Grenzregle­ments überreicht, nach dem längs der Südgrenze Bul­gariens eine neutrale Zone geschaffen werden soll, die die beiderseitigen Soldaten nur unbewaffnet passieren dürfen.

* Die türkische Deputiertenkammer beschloß, die < Dauer des Dienstes im Heere auf 25 Jahre festzu- |f?cn, wovon drei Jahre bei der Fahne abzuleisten |ino. ]

' Palme und handel

Nekern ckis hauptsächlichsten Lestan-steile der einzid da. gebenden pflanzen-roargarine Sanella, die au» feinem Pflanzenfett unter dem Schutze de» D.R.p. nr loocni mit süßer Mandelmilch hergestellt wird: daher besitzt Canella da» feine Mroma foivte den milden, nugartigen Wohlgeschmack», wie überhaupt alle Ci genf(haften und nvIZ5fli «***<» Uaturbutter. Die Verwendung von süßer

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2. Blatt.

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. * Bon einem Automobil wurde in Alten ess en ein noch unbekannter Mann überfahren und ge- ©u'j n— ®el ?? aldfisch bei Eisenach fuhr ein Schlosser auf fernem Rade gegen ein Automobil

vermischtes.

tm Anschluß an den Artikel

im gestrigen 2. Blatt teilt man uns von sachverständi­ger Seite mit: Der richtig vergiftete Hafer ist keineswegs an die Farbe geknüpft. Die Farbe ist nur un Schutzmittel vor Verwechselungen mit nicht ver- grsteten Hafer. Die gesetzlich vorgeschriebene rote Farbe £ ? *° ® ’ 1 kunun gszeichen des vergifteten

Haiers, nicht das Gift selbst. Rotgefäcbtec Hafer, des- fen -Horner immer weiß sind, kann darum sehr wohl ZUt vergifteter Hafer sein.

- ) 162 ( 4-1)

— 1) 172 ( 4- 2)

— 3) 170 ( )

— 2) 158 ( )

Roggen Hafer

, . * Neuwahlen in Australien brachten einen oedeutenden sieg der Arbeiterpartei über die dis- h-nge Regierungspartei. Fisher, der Führer der Ar- oeiterpartei, wird voraussichtlich Ministerpräsident.

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227 (— 1 ) 155 (

Frankfurt 232-/, (4.1 ) 163 (

München 236 (— 4 ) 158 (

• Frankfurt a. M., 18. April 1910. Amtliche No- tierung der Brehmarkt-Preise. Zum Berkaus standen 642 39^ ‘«Mn.40 1068 Kühe und Juugrinder,

326 Kälber, 24a Schafe und Hammel und 1866 ®™'oe,ne- prahlt wurde für 100 Pfd. Lebendgewicht: Dcfrfen: a. vollste ischige, ausgemästete höchsten Schlacht-

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* Ei«ru Hundertmarkschein hat eine Frau auf der Fahrt von Fraustadt nach Liffa aus eigene Weise ®’e befQnb sich >n der Nähe des Fensters des Eisenbahnftipees und machte sich mit ihrem ö» schaffe». Plötzlich riß ein Windstoß ihr den Hundertmarkschein aus der Hand und trug ibn davon. In Laßwitz stieg die Frau aus, um ihr verloren gegangener Geld zu suchen, leider ver- gevens.

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wertes bis zu 6 Jahren 44—49 M., b. junge fleischige nicht anSgemSstete und filtere auSaemfistete 40—43 M., ». mäßig genährte junge, gut genährte filtere 37-39 $1, d. gering genähne jeden Alters 31—00 M. Bullen: k vollfleischige höchsten Schlachtwertes 40—43 Mark, b. vollfleischige jüngere 36-39 Mk., c. mäßig genährte jüngere u. gut genährte ältere 00—00 Mk^ d. gering genährte 00—00 Mk. Kühe u. Jungrinder: a. voll- fleischige, ausgemästete Jungrinder höchsten Schlacht- wertes 40—45 Mk., b. vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten EchlachtwerteS bis zu 7 Jahren 37—42 Mk. c. ältere ausgemfistete Kühe und wenig gut entwickelte' jüngere Kühe und Jungrinder 31 biS 36 M., d. mäßig

u,ut... ,... „n,nmnn„ , genährte Kühe und Jungrinder 25—28 M., e. gering

und starb an den Folgen einer genährte Kühen. Jungrtnder 20-22 M. Bezahlt wurde

verletzuna 9 e,ner etl,ttenen Schädel- für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: a. feinste Mast-

. . I (Vollmilchmast) und beste Saugkälber 57—60 Ml.,

■ 1 b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 53—56 Mk., | c. geringe Saugkälber 48—50 Mk., d. filtere, gering genährte Kälber (Freffer) 00—00 Mk. Schafe: a.. Mastlämmer und jüngere Masthämmel 39—41 Mk., (Schlachtgewicht 78—82', b. filtere Masthämmel und gut genährte Schafe 33—00 Mk. (74 -00), c. mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz-Schafe) 00-00 Mk. (00—00), Schweine: a. Fettschweine über drei Zentner Lebendgewicht 00.00 M., b. vollfleischige über 2’/t Ztr. Lebendgewicht 00.00 M., c. vollfleisch. über

2 Ztr. Lebendgewicht 54.00-56.50 Mk., (Schlachtgewicht

671/*—69), d. vollfleischige bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht 54.00-56.00 Mk. (68-70), e. fleischige 52V»—54.00 Mk. (67—69), k. Sauen 00-00 Mk. (00—00). Das Rinder- iwcueioemarrr i ■ ^schäft verlief lebhaft und hinterläßt nur unbedeuten-

Obwohl am heutigen Markte eine im allgemeinen staue « Ueberstand. Kälber und Schafe werden bei gutem Tendenz vorherrschend war, konnte sich Weizen infolae I aukverkaust. Der Schweinemarkt verlief gedrückt des knappen Angebots im Preise behaupten. Roaaen <>s\b ? «l unverkauft. — Der auf Montag, den

liegt dagegen sehr flau bei großer Zurückhaltuna^des f"^nde Hauptmarkt wird der israelitischen

Konsums. Gerste ist ohne Handel. Hafer ebenfalls I vertage wegen auf Dienstag, den 26. d. M., verlegt. ^°Ä?^Eftagt bet fortgesetzt reichlichem Angebot. Aus-

ländische Brotfrüchte in prompter Ware, speziell russt- scher, fest. La-Plata-Weizen vernachlässigt. Land-Weizen ging zum Schluß der Börse bis auf 22.75 Mk. zurück Es notieren je nach Qualität- Weizen, hiesiger und Wetterauer 23.00 — 23.25 Mark, kurhessischer 23.00— 23.25 Mark, norddeutscher 23.00—23.25 Mk.. tufT 23.75—24.50 M., Redwinter 00.00—00.00 Mk Kansas 00.00—00.00 Mk., La Plata 23.25—24.25 Mk" Rumän. 00.00—00.00 Mark, Roggen, hiesiger, 1600 bis 16.30 Mk., russischer 00.00-00.00 Mk, rumänischer 00.00-00 00 Mk, Gerste hies. u. Wetterauer 00.00-B Mark, Pfälzer 00.00-00.00 M., Ried 00.00-00.00 M Hafer, hies. 16.25—17.25 Mk., bayer. 16.25—17.25 Mk. württbg. 00.00-00.00 Mk., russischer 16.75-17.50 ML, I ruman. 00.00 -00.00 Mk., La Plata 00.00-00.00 Mk Mais (Mixed) 16.00-16.25 M., russ. 16.40-16.60 M. Donaumais 16.40-16.60 M., La Plata 16.25-16.50 Mk. Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — Mehl: nachgiebig. Weizenmehl Nr. 0 31.00—31.25 Mk, Nr. 1 29.50 -29.75 Mark, Nr. 2 28.50-29.75 Dl' I Br- 3 27.50—27.75 Mk., feinere Marken 0.50—1.0» M. hoher. Roggenmehl Nr. 0 23.50—23.75 M., Nr. 1 ^0-20.75 Mk., Nr. 2 16.50-16.75 Mk. Alles per

100 Klio inklusive Sack loko hier. Futtermittel: ruhig I Weizenschalen 10.50-10.75 Mk., Weizenkleie 10.00—10.25 Mark, Roggenkleie 10.00-10.50 Mark, Futtermehl 12.50—14.00 M., Biertreber, getrocknet, 13.00—13.60 Mark. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier.

konnten ihren Preisstand mit wenigen Ausnahmen gut behaupten Für die Gestaltung der Situation am Einer Markte war indes der Umstand von Wichtig, kett, daß durch da» Zurückweichen der Auslandsforde- rungm allmählich eine Annäherung des Berliner Mai-Preises an das bisher wesentlich höhere Wett- nweau des Weltmarktes erreicht wurde. Die Folge davon war, daß sich wieder mehr Abgeber für Liefe- rung zeigten, aber zu den gedrückten Preisen fehlte e» mich nicht an Deckungen, denn die Möglichkeit auf ®aft8 des Mai-Preises Ware von draußen heranzu- ziehen besteht z. Z. nur bei argentinischem Weizen, der aber kaum den kontraktlichen Anforderungen ent­sprechen dürste. Die übrigen Herkünste bieten noch keine Rechnung, und ebenso wenig ist zu entsprechenden Preisen im Jnlande guter Weizen zu kaufen. Immer­hin stellte sich Lieferung zum Schluß 3%—4% Mk. niedriger als vor acht Tagen. Bei Roggen beträgt

Tagen eingetretene Rückgang ungefähr 4 Mark, sodaß zwischen dem Termin und der Ware kaum noch ein Unterschied besteht, während die Preis­differenz noch vor kurzem 10 Mark betragen hatte. Hafer war zu den wenig verändetten Preisen der Provinz schwer verkäuflich: nur für feine Qualitäten zeigt sich Begehr. Futtergerste war entgegenkommen­der, Mais zu wenig veränderten Preisen offeriert.

SS stellten sich dir Preise für inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000Kilogr. je nach Qualität, wobei daS Mehr (-j-) bezw. Weniger (—) gegenüber der Borwoche in Klammern 0 beigefügt ist rote folgt:

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