37. Jahrgang
S ulda, Mittwoch den 16. Februar 1910.
Mstes WtcrLt
uns
.age nicht zustimmen.
(wirtsch. Bgg.) hält in dieser risches Einschreiten für angezrigt
bessere»
gegen das Vereinsgesetz
zufolge wegen
ig« sei deshalb « sie nicht während
möchte.
die Mehrforverung in Höhe von 270,000
fit
durch Bechtlsen
an den Biehmi
Gründung
zuschalten für später Vorbehalten und der Paragraph im übrige» angenommen Ebenso gelangt zur Ln-
soL festgelegt «erde», daß bet btt preußische StaatSangehörig-
zirk wohnen. Wähler sechs
Liter für da» aktive Wahlrecht auf 24 Jahn fest. Auch so» der Wähler sechs Monate tm Dahlbe»
Retlamtnoiepeltrzrüe 26 »et tzoLtnraea wie, raupe, stadatt gesatzki.
SatatfonrdrnSmch Verlas der FnLLaer Lt> tin^nukerer in Knlda
2T<M*1#eet TR* en» fpetii re iletihtil* oder
Verweis a>
Abg.
Deutscher Reichstag.
Sitzung vom 15. Februar 1910, Afetzung der Beratung deS KaligesetzeittwurfS.
Redner sprach «ras Kanitz üb« den Zolltarif der Bereinigten Staaten. Er rät zur Anwendung des
der Vorlage »« die bizette Wahl
Antrag der Konservativen fordert Beibebaltung d«
strebt. Er hat nach d« „Franks, ßtg.* voe kurzem als Kommandeur des 7. Armeekorps einen Erlaß an di« Bezirkskommandeure gerichtet, der eine lebendige Wechselbeziehung zwischen de» aktive» Offizieren und denen des Beurlaubten»
«escheint tSglich mit R«rnahn»e der Sonn» nnb 8««tage, viertel' Mrkicher vezugrpreir ohne Vrtagerlotzn und Vestefigeld in 8«l»<i sowie auswärts 150 Ulf.
ersteren mehr mit den Hauptfragen des modern«! Lebens in Fühlung gebracht werden.
lntion des Zentrum«, die eine Neuregelung des Zulagewesens verlangt, angenommen.
verantw. Rebntttnr
i. v.: «. Detzler: für die Lnzeigen:
3 varzeter in -
in Bayern. Den nächsten Punkt der Tagesordnung bildet ein Referat deSHerrn Engelbrecht-Obe» dcich über bte kartographische Darstellung der Ao- bauvrrhälinisse des deutschen Reicher nach Ueaun
übet diese allgemeinen Bestimmungen dmauS ba3 Ge- i werde ,u beauffichUgen. Es wig«. ia b« Berlage dann ElrajbeMmmungeu uns im § 12 des 2. Tests bte xndjtifle Bestimmung, daß die Laudeszentralbetzörde teuiminen kann, tnro.eroeu die Borjchrijteu deS Gesetzes mch aui utchr geioerbmckßig betriebene Stellen- oder ttrbeittmachwette anjuweitden sind. Bor allem rotrb dadurch dte Wögl-chkeit gegeben, bte Arbeitsnachweise iu deaufsudtigen, bte als einbettige Arbeitgeber- ober Ardettneqmeroachweise tnt Laufe der letzten Jahre ent»
von Viedmarltsklafles; Einwandfreie wohl der Ledend-Btrh. als auch der
** Berlin, 15. Febr. 1910. Der Kaiser nahm heute einen Vortrag des Chefs des Zivil, kabinetts 9. Lalentini entgegen. — Bei leinet» diesjährige» Lusenthalt auf Korfu wird der Kaiser der Enthüllung der Achilles- Statue, die belanntlich an Stelle bei Heine-
Geld übrig, jetzt ab« liegt ma» all« 8 Tag« in einem anderen Hasen, da kommt der gesell» schaftliche Verkehr, auch mit den Vertretern und
nächst« Woche foü keine Sitzung bei Plenums ftatta finden, bannt bte WahlrechtSkommiffio» tunlichst bett ihre Geschäfte erledigen kann.
Ausscheide» au» bene Reichsdienste mit lebhaftem Bedauern begleitet Als Zeichen äußeret Anew kennung für die von ihm geleisteten Dienste hat ihm der K«ftr ben Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub ««liehe». Z» seinem Rachfolger ist bet Gesandte und Vortragende Rat i» der politisches Abteilung des Auswärtigen Amtes «. Flotow ie Aussicht genommen, der wird im Auswärtigen Amt durch be» Königlichen Gesandten in Weimar Grafe» Botho e. Wedel ersetzt unrden.
Abgeordnetenhauses war bekanntlich «wogen wc ob sich Maßregeln treffe» ließen, um derart lose Dauerreden z« beschneiden, wie sie der Liebknecht bei b« L Lesung der Wahlrechts^
rche Gesandte in «rüffel, Graf v. Wallwitz, feinen Gesundheitszustand veranlaßt gesehen, f Privatleben zurückzuziehen. Nach fast KV
Deutsches Reich.
Die WchlrechtSvorl-ße ht dm KommiffiS«.
Die Wahlrechtskommission deS Abgeordnetenhau- fes hat am Dienstag ihre Arbeiten begonnen. Berichterstatter ist der ZentrumSabg. Tw Bell. Ein Antrag bet Freisinnigen fordert Einführung deS ReichstagSwahlrechts und ei» Antrag be» Zentrum», daS LebenSalt« für passive Wahlrecht auf 25 statt auf 30 3obr festzusetzen. Dann will ein Antrag be» Sozialbemokraten Ablehnung bet Vorlage und Einbringung einet neuen, bte daS Reichstagswahlrecht auf Preuße» überträgt und eine Neueinteilung bei Wahlkreise vornimmt Die Sozialbemokraten müsse» ihren Antrag zurückziehen, da « gegen die GeschHtsordnung verstößt, die vorschreibt daß über jeden Paragraphen ein« Vorlage zu verhandeln und abzustimmen ist. Die Diskussion wirb zunächst auf den ersten Satz bei Anträge» 1 beschränkt, der fordert: .Da» Wahlrecht ist für alle Wahlberechtigten gleich' Der ZentrumSredner erklärt sich Namen» feiner Fraktion für da» gleiche Wahlrecht E» enffpreche diese» Wahlrecht her Tradition und früheren Anstäge» her Zentr»m»ftaktion. Konservative und Rattonallideralr erklären sich gegen ba» gleiche Wahlrecht.
Rach wettet« Debatte wird da» gleiche Wahlrecht mit 15 gegen 13 Stimme» von ben Konservativen und iUJ.onaHiberede» abgelehnt Dafür stimmten Zen- trum, Freisinn, der Pole und der Sozialdemokrat Sodann wurde verhandelt über den st. Satz de» frei- finnigen Anträge», bet die geheime Wahl füttert Vom Zentrum, be» Raomtalsiberalen, den Sozialdemokraten und ben Polen erklärt man sich in kurze» Ausführungen fite die geheime Wahl, bk dann auch im Prinzip mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen wurde.
Darauf tret bk Kommission in bk Beratung bet
die Sdebigung der Geschäfte durch so lange Sieben, wie diejenige de» Abg. Liebknecht nicht erschwert werden dürfte. Ma» habe sich bereits in d« Fraft turn darüber geeinigt, daß künftig solch lang« Rede» von sozialdemokratischer Seit« nicht mehr gehalten werben dürsten. Eine Bestä»
respont 'iz zu melden, da» sich eine Beschlußfassung, in dies« Angelegenheft au» einem recht interessanten Grunde erübrige. Es soll nämlich d« Vertret« der Sozialdenwkratie die Erklärung abgegeben habe».
mäßige Stellenvermftllung ganz beseitigt und durch de» paritätischen Arbeitsnachweis ersetzt rotrb, da da» ab« zur Zeit nicht z» eneichen ist, werde» wir «n» mit d« Vorlage bescheiden und nn» in b« Kommission be, mühen, die Vortage so zu gestatte», daß sie alle» berechtigte» Wünsche» entspricht Ich beantrage die Verweisung d« Vorlage an eine Kommission von 21 Mitglieder». (Beifall)
(Abhaltung von Versammlungen unkt freiem Himmel ohne vorherige polizeiliche Anmeldung am 13. Februar) ein Strafverfahren etngeleitet werden. — Genosse Wolfgang Heine hafte e» unternommen, am vergangene» Sonntag i» ein« Wahlrechts» demonstratio» sich abfällig üb« be» Wert b« ©tro- ßendemonstrationen zu äußern. He« Wolfgang Heine wirb dah« in der DienStagSnumm« be» .Vorwärts" ordentlich adg«üffelt.
ZI D« Eisenbahnetat steht bi d« Budget- ko mmi ssio» de» preußischen Abgeordnetenhauses seit DtenStag zur B«atnng. I» der GeneraldiSkus- sio» üb« die finanztechnische Seite be» Etat» wie» b« Referent hi», daß die Tilgung der Eisenbahnschulden nicht, wie ter Finanzminister im Plenum auSgesühft habe, zu gering, sondern ausreichend sei Dte HSHe de» Betrage» zu den allgemeinen Staatsausgaben sollte staatsrechtlich gebunden w«den Der Finanzmmist« imb ba Eifenbahnmintstet erklärten sich mit ter Bll- düng einverstanden, bezeichnete» ater dte Schuldentilgung al» unzureichend. Dte GeneraldiSkusston wurde noch nicht zu Qmbe geführt
X I» der Justizkommtsfio« deS Reichs- tage- wurde b« Erpresserparagraph in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen.
X Streichung am Marinetat. Dte Budget- kommiffion des Reichstages verhandelte bei fort»
DK fozialdemokrattsche» WchKe«ASdemonstf ftoneu habe» auch am Montag eine Fortsetzung a> fahre». Ueberaft dort, wo gnade Stadtverordneten» fitzung« waren, wie in D o r tm n» d, Halle ufio. fuchten die Genoffen durch irgendwelche Anträge, meisten» über die Haltung ter Polizei während der Sonn» tagsdemonstrationen eine Gelegenheü zu kräftigster Demonstration im Sinne deS Reichstagswahlrechte» zu machen In Dortmund haften sich während dies« Stadtverordnetensitzung, die sich mü einer vou ben Sozialdemokraten beantragten Petition für ba» Reichstagswahlrecht an da» Abgeordnetenhaus zu befassen hatte, Tausende und Ab «tausende do» Sozial» demokrate» vor dem Rathause angesammelt, um für diesen Antrag zu bemonftrieren. Die Verhandlung wat um so interessanter, al» diese De» monstratio» von de» Dortmunter Genosse» veranstaltet wurde, obgleich die Dortmund« Sozialdemokraten ihre Wahl nur den Dortmund« natie» nallib eraleu Stimmen verdankten, die bei d« StadtverordnetenwaU für die Genossen eingetreten sind. Undank ist halt eben bet Welt Lohn. Die Polizei ließ die Leute au8einanbertreiben, wa» ohne Zwischenfälle geschehen konnte. — Auch in d« bayerischen Hauptstadt München gab» Demonstrationen vor d« preußische» Gesandtschaft — Auch Straf- Verhandlungen wird ba» Vorgehen der Genosse» im Gefolge hab«. Ab« diese Strafprozesse werden sich nicht auf ben Abgeordneten Stadthagen beschränken, ter in Lichtenberg auf dem Wismarplatze eine Rede hiett: Gegen die ReichstagSabgg. Ledebour, Stadthagen und Fisch« toirb d« .TS gl. Rundschau"
Fortschritt und erklärt sich mft ter tiu Kvmmissto» einverstanden.
(not!) stimmt gleichfalls dem Gesetz, ein Etappe auf dem Wege zum ge»
____ _______,_____u, .... die Vorlage einschlage, verdiene vor allen unteren gemachten Vorschlägen ben Vorzug, weil er sich am engsten an die historisch geworbenen Vechällnisse der Kaliindustrie anschließe. Die Befristung der Betriebsgemeinschaft auf 20 Jahre scheine ihm etwas zu wett gegriffen.
vorhtt ein« Denkschrift üb« das Zulagewesen gewünW und zngefichert ward« war. Staats- sekretär von Tirpitz errotbnte: Früh« bannten
Denkmals, m dem Park, des Schlosse- Achilleion aufgestellt wird, beiwohnen. Bei diesem Aufenthalte auf Korfu wirb es sich entscheiben, ob b« Kaiser da- Schloß behalten, ob« roiebet verkaufen wird. Es hat sich schon früh« heran»» gestellt, daß daS Schloß für de« Haushalt des IkaiserS zu groß ist. Auch müssen die Räum« teilweise renoviert w«ben, da sie sthr feucht und ungesund sind. — Sine nette Matrosen- Artillerie-Abteilnng soll jetzt auf Helgo- land, wo zurzeit nur eine Kompanie liegt, gebildet werben. Die wachsende strategische B«. beutung, die durch ben Bau der großen Hafen» anlagen verursacht wirb, macht eine Verstärkung
Abg. 3R«»| (frf. Bp.) meint, man solle doch nicht da» ganze private Stellenoermittelungswese» mit der Zett zurückdrängen, denn die kommunalen und gemeinnützigen ArbeftSweise könnten doch nicht in dem Matze indimdnalifier«, wie bi« privaten. Die vorgeschlagenen Strafen seien viel zu hoch, auch habe « Bedenke» gegen den 5 12. Wir find gern bereit, an d« Beseitigung ter aus diesem Gebiete bestchende» Mißstände rnitzuarteiten, ab« einen ganz ehrenwerte» Stand zn erdrossel», dazu vermögen roh nicht bte Hand m bieten. (Beifall bei ben Freisinnigen.)
Abg. »ritaee (Soz) ist im großen und ganze» mit bet Vorlage einverstanden, wenn ste ihm auch im einzelnen nicht wett genug gehe. Am besten wäre nach unterer Meinung bi« Verstaatlichung der ganze» Stellenvermittelung.
Abg. ßwter»R (Pole): Wir können speziell mit Rücksicht auf tat «rbeitsverhältnifle in ben Ostmark« die allmähliche völlige Ausmerzung der private» Stellenvermittelung nicht billigen. Sie Vorschriften über die Konzessionittnng find so dehnbar, daß ste für un» unannehmbar sind. Wenn bte Vorlage in der Kommission nicht gründlich wrbeffert rotrb, müssen rote sie ata lehnen.
Abg. Dr. «urckhardt (wirtsch. Bgg.) ist mft b« Vorlage einverstanden, fort en aber, daß die Arbeitsnachweise ter Arbeiterorganisationen unter keinen Um- stänken benachteiligt werben.
Die Debatte wirb geschlossen. Die Vorlage geht an eine Kommiffion von 21 Mitgliedern.
Hierauf vertagt fich ba» Haus.
Mittwoch 1 Uhr: ArdeitSkammerg esetz, Hausarbeitsgesetz und Gesetzentwurf bete. Aenderung
Bezirken. Domänenrat Rettich-Rostock berichte, üb« die Tätigkeit des Ausschusses für Handels gebrauche bei Futter» und Düngemitteln. Ein letzter Vortrag des Hofrats Prof. Dr. Kellner- Möckern «stattete Bericht über die vom Reichsamt des Innern unterstützten Fütttttmgsvttsuche.
* Zu« Oberpräfidenlen der Provinz Brandenburg ist anstelle des in den Ruhstanb tretenden Wirk!. Geh. RatS von LöbeU bet Unter» staatSsekretär tm Lanbwirtfchaftsministerium Wftkl. Geh. Rat von Conrad ernannt worben, v. Conrad, steht im 53. Lebensjahr. Er gehört, 11 Jahr, lang als konservative- Mttglieb bem preußischen Abgeorbnetenhause an, fett 5lA Iah«, ren ist « Unterfiaatssekretär im Laub Wirtschafts- Ministerium, nachbem « vorher 3 Jahre lang, Chef b« Reichskanzlei war.
() 3m Wahlkreise Mfihlhcim-Wippersurth-Gum. mttsbach Mt nunmehr die Enffcheidung üb« die Nachfolgeschast de» «bgeorbneten be Witt- Di« Zentr»rn»partet ist fich der Schwere ihrer Ausgabe bewußt Es gilt nicht allein den KreiS zu verteidigen, e» gilt auch nach der beispiellosen Zen- ttumShetze ter letzten Monate den Beweis zu erbringen, daß trotz alledem die Wähler fest« denn je zu» Partei stehen. Und die Begeisterung war mental» vorher so groß, wie in diesem Wahlkampf. Au» allen! Berichten, die über 27 Sonntags-Versammlungen im Wahlkreise vorliegen, geht hervor, daß die Zentrum»-' wähl« von groß« Kampfesfreudigkett beseelt sind, Alle Redner, unter ihnen die Abgeordneten Herolds Giesberi«, Racken, Dr. Deck«, Klocke und Bey« hab' ten unausgesetzt das Ohr der Versammlung. Dtzf Pole» haben üjte Kandidatur zurückgezte gen und beschlossen, für ben Kandidaten deS Ze» ftumS, OberlandesgttichtSmt Marx, etnzutreten-
)( Segen die Schmutz- und Schundliteratur. ZuMi Etat de- Reichsamtes des Inner« habe« bte Ates geordneten BehrenS und Lattmarm mit Unterstützung ter Wirtschaftlichen B«einiguna im Resolution eingebracht, den Hem zu ersuch««: 1. noch in dies« Reichstagssesston
vorzulegen, wonach zum Zwecke eine»
zig Jahr, seit den sozialpolitischen Februarerlass« deS Kais«- verflossen find. Dies, Erlass« sollte* wie bekannt, eine großzügige fozialpollttsche Aers etHleiten, und obgleich kurz darauf bte Aers Stamm folgte, di« ganz ändert geartet war, s« tst schließlich dann doch manche» auf diesem Gebiete geschehe«. U« so erstaunlicher und be* trübender — schreibt die .Soztale Prarrs^ —. ist di, Zaghaftigkeit und da« Zaubern brr Regierungen gegenwärtig. Wetthin verbreitet ist. bi, Neigung, an dte Stelle der zielbewusst« Sozislr^vrm wieder eine seotimerftale WohUättA^
Huna« zwischen Landwftischaft und Industrie.
_ e. Stockhausen.Abgunst und SüSkind- München referierten fiter di, deutschen Städte. Ss werten gemacht: Auffaffung ter @d
verzinslich, Kapitalanlage, sondern eU Wohlfahrt», einrichtung; Unterftützun- ter genossenschaftlichen
l Abg. Dr. Richlin (Els.): Die Vorlage gibt ttt schweren Bedenken Anlaß; wir befürchten durch sie vor allem eine schwere Beeinträchtigung d« elsässischen Kaiimdnstrie. Der Vertret« Slsaß-Loth. rlugens im Bundesrat ist deshalb auch aufgtfotbert wotaen, alles zu tun, damit die Vorlage im Bundesrat nicht zur Annahme gelangt. Wir werden b« Vor-
Abg. v. Damm ( Materie ein gesetzgeberisches und meint, der Weg, den di
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chutzeS d« Jugend gegen die Sckutz» und Schnndliteratur bte Bestimmungen der §§ Ziffer IS und 42» der Gewerbeordnung «gchqtf und entsprechend erweitert werden; 2. durch Bete
Handlungen mft den Bundesstaaten darauf hmztps wirken, Maß r e gela >ur Herbeiführung eines wirksamen Schutze- gegen die schweren Echädigungeui
MdaerWZeitllNf
imm«h Fuldaer EeschfchftblAter"
Abg. Werner (Resp.): Es muß Vorsorge getroffen werden, daß unser Kali nicht zum Schade» der heimischen Landwirtschaft an Amerika verschleudert wird. Unsere Landwirte haben in ben letzte» Satiren das Kalt mit Apothekerpreise» bezahlen müssen. Die Kommission wird daher dafür sorgen müssen, daß es »nf«en Landwirten zu billigen Preisen zur Verfügung gestellt wird.
Abg. v. Dannenberg (Deutsch-Hann.): Ei» Drittel sämtlich« Kaliwerke liegt in Hannover. Die Besürch- tun gen, die an dieses Gesetz geknüpft Worten sind, werten sich bald als unzutreffend Ob« als übertrieben Herausstellen. Die Vorlage liegt im Interesse der Kaliproduzenten. Die Lohnverhältnisse sind weit besser als der Abg. Hue es hingestellt hat. Da ein groß« Teil der Kaliproduzenten Ausländ« ist, sollten wir schon aus diesem Grunde dem Staat Aussichts» besugniffe einräumen zur Sicherung der große» wirtschaftlichen Interessen. Nehmen Sie die Vorlage an, wenn Sie nicht wollen, daß wir mit den Amerikanern ptfer Monopol teilen müssen. (Beifall.)
Abg. Brandy» (Pole): Wir haben alle ein- Interesse baran, den Bauernstand zu erhalte»; d« »reußische Staat ab« zwingt durch seine Koi^nisation Die polnischen Bauern zur Abwanderung vom Lande. In der Vorlage ist keine Sorge dafür getragen, daß die Kalipreise im Inland niedrig gehalten werden. Hoffentlich geht aus der Kommission etwas Er- j sprießliches h«vor. (Beifall.) ! Es wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Die Vorlage geht an eine Kommission von 28 MUgliedern.
Erste Beratung des Entwurfs eine-
Stellenvermittlergesetze».
Staatssekretär des Innern Dr. Delbrück: DaS «Stellenvermittlttgewerbe hat einen Umsang und eine Bedeutung angenommen, an die noch vor 20 Jahren kaum jemand gedacht hat. Die steigende Nachfrage nach Arbeit und Arbeitskräften drängt auf eine Zusammenfassung und Organisation der Stellenvttmitner- und Arbeitsnachweise auf öffentlich rechtlich,r Grundlage unter Leitung des Staates hin. verbündeten Regierungen sind nach gründlicher Prüfung zu der Ansicht gelangt, daß wir noch nicht so wett sind, -i t getarnten Arbeitsnachweis als eine öffentlich-rechtliche Einrichtung mit paritätischer Verwaltung, also unter gleichmäßig« Beteiligung von Arbeitgebern und Arbett- nehmern als Zroangseinrichtung zu organisttten. GS würbe Damit eine aanze Reihe von StellenvermMler», die ihr Gewerbe in einroanDheier Weise führ-v, brot» f los und Damit die Frage der Entschädigung für diese i aktuell weiden. Der Gesetzentwurf stellt sich dah« ! grundsätzlich auf den Standpunkt, daß dte privat» Stellenvermittlung zu konservieren, ater auch gewissen Beschränkungen zn unterwerfe» sei, um die tatsächlich vorhandenen Mißstände z« beseitigen. Deshalb soll Dte Konzession nur an einwandfreie und . zuverlässige Personen «teilt werden, wenn tüt Bedürfnis dazu vorliegt. Ei» Bedürfnis wirb nicht al» vorliegend erachtet, wenn schon gememnützig» Stellennachweise bestehen, die dem voryandeu-n Bedürfnisse in angemessen« Weise gerecht werden. D->o«rrch werben Die gernemnüyigrn Vermittlungen zur Herrschaft gelangen. Die Stellenvermittlung Darf nicht mit ge-
<ia ganz besonderem Maße auf sich gezogen Haven. (StaDurd) wird es möglich sei», sestzustelleu, ob dies« .Wadjroeiie etwa gegen die guten Sitten ob« das Gesetz verstoßen. Der Verband deutsch« ArbeitSuach. jweife. Der sich Die Propagierung Der paritätischen «rdeitrnachwesse zum Ziel gesetzt hat, hat auSdrüttlich i anerkannt. Daß man zurzeit nicht roeiter gehen könne ,tas der Entwurf «s getan hat. Ich hoffe Datier, daß 'M dem Hause möglich sei» raub, ben Entwurf unser» fintiert zu genehmig««.
. Abg. Dr. Pfeiff« (Ztr.)-. Daß diese Hoffnung in Erfüllung geh«» wird, vermag ich doch nicht zn glauben. Gewiß bedeutet der Entwurf eine» erfreuliche» Fortschritt, bittet aber auch Anlaß zu mancherlei Bedeuten. Die Vorlage gibt eilte genaue Definition der • Staute, tae unter Das Gesetz fallen. Besonders wohl.
tätig roub das Gesetz dadurch wirten, daß verboten ist, itatiB Die Sttllenvttmittt« Nebengewerbe betreiben. Bei den Srraftaittmmunge» »«mt ,en wir, daß nicht auch bte bestraft werden, die tm Austrag eine» Stellen»«, mittler» etn Bedengeroerbe betreiben. Sehr zu begrüßen ist, daß bte Gebühren durch die Behörden festgesetzt Werden sollen. Dte Stellenvermittl« müßte» verpstich» tet weiden, fährt ich Geschäftsberichte vorzulegen. Dadurch würde Die Beaufsichtigung erheblich «leichtert. Betienltich ericheint mir die Bestimmung, wonach SteUen- Vermittlern Die Konzesfion entzogen werden soll, wenn te fich ein sog. Exirahonorar versprechen oder geben I taffen, ba derartige Honorare häufig freiwillig gegeben I weroen. Die Borfchrifttn des § 12, wonach Die Land» i »emraldehvrd« destimmen .tonn", in wieweit das Ge- setz auf Nicht gewerdsmägig betriebene Stellen» ob« lirbetunadjrociie anzuwenden sind, geben uns nicht fcNtu genug. Unj« Joeal ist, daß die private gewerbs»