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Samstag 25. Dezember Ml
58. Jahrgang.
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5. Blatt.
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Weihbijchof Likowski-
Sein goldenes Priesterjubiläum beging am 21. Dezember Weihbischos Likowski in Posen. Der Papst hat ihn anläßlich dieies feileren Jubiläums -um päpstlichen Thronaffistenten und römischen Grafen Ernannt. Weihbischof Dr. Eduard Likowski ist gebo» ten am 26. September 1836 m Wreschen. Seine erste geistliche Tätigkeit war die eines Vikars in Exin 1862. Nach zehn Monaten berief man ihn als Lehrer der Religion und der hebräischen Sprache an das Marlengymnasium in Posen Unter dem Erzbischof Przhluskt wurde er 1866 Professor der Kir» chengeschichte und setz kanonischen Rechts cm dem Priesterseminar in Posen und unter Erzboschf Le» l> 6 ch o w s k t auch Regens. Ms theologischer Be- tatet begleitete er 1869 den Erzbischof nach Rom zum Vatikanischen Konzil. Ms päpstlicher Hau»- prälat kehrte er zurück, um seine Tätigkeit als Regens wieder aufzunehmen. Als beim Ausbruch des Kulturkampfes das Priesterseminar in Posen geschlossen wurde, war Likowski gezwungen, seine Tätigkeit auf* -«geben. Die unfreiwillige Mußezeit widmete er ganz seinen wissenschaftlichen Arbeiten. Sein Haupt* werk, die Frucht langjähriger Studien, die erste Geschichte 'der unierten Kirche, brachte ihm den ersten Preis der Pariser Literarischen Gesellschaft.
Nach der Abdankung des Kardinals Ledüchowski al» Erzbischof wurde 1886 Propst Julius Din-
d e r Erzbischof voa Gnesen und Pos«. Der Kulturkampf hatte gerade bet Erzdiözese Gnesen und Posen schwcre Wunden geschlagen. Seit 1873 waren ferne Stellen mehr besetzt worden, dabei herrschte ein großer Priestermangel. Der neue Erzbischof war mit den Verhältnissen bet Diözese wenig bekamt. Er brauchte einen tüchtigen und erfahrenen Mann und konnte keinen geeigneteren finden al» Likowski. Dieser wurde Offizial und Generalvikar, kurze Zeit darauf auch Domherr und Wrihbischof von Posen, und nun beginnt die amtliche Tätigkeit Likowskis in der Verwaltung der Diözese, die bis heute keine Unterbrechung erlitten hat.
Nach dem Tode DinderS (t 1890) wurde Weih- bifchof Dr. Likowski zum Kapitularvikar und Administrator der Erzdiözese Posm gewählt, ja 'oa! Domkapitel hielt ihn für den würdigsien Kandidaten für den Erzbischöflichen Stuhl und setzte seinen Namen an erster Stelle auf die Kandi- dorenliste, die der Regierung übersanot wurde. Likowski wurde zwar nicht Erzbischof, jedoch unter Stablewrki wiederum Offizial und Generalvikar und zugleich tm Domkapitel zum Domdekan be. fördert. Auch unter Erzbischof StablewSki, der in den letzten Lebensjahren beständig krank war, trug Likowski die ganze Last der Verwaltung und übernahm, nach beffen Tode zum zweitenmal zum Admi- niftrator erwählt, eine schwierige Erbschaft, nämlich eine durch den Echulstrest aufgeregte Diözese. ES ist seinem maßvollen und besonnenen Verhalten zu danken, wenn setzt eine gewisse Ruhe eingetreten ist. Wenn heute die Verwaltung der Diözese geordnet ist, soziale und charitative Anstalten blühen, so ist dies zum großen Teil da» Verdienst be« Weihbischofs ' Likowski.
Der Jubeltag hat dem in den weitesten Kreisen hochverehrten Jubilar mancherlei Zeichen der Liebe' und Wertschätzung eingetragen, bot zu größeren,J allgemeinen Festlichkeiten aber kaum Raum. Denn die Erzbiözesen Gnesen und Posen find fett fünf Jahren abermals verwaist, und immer noch ist keine Aussicht, diesem höchst unerwünschten Zustande ein En'oe gesetzt zu sehen.
Pilgern an diese Grotte geeilt und haben sich glücklich geschätzt, mit ihren Lippen den Boden berühren zu können, der zuerst den Heiland der Welt aufgenommen und haben nur unter Tränen Abschied genommen von dieser hl. Stätte. Und jene vielen Millionen, denen diese» Glück nicht zuteil geworden, fte sind wenigsten« im Geiste hierher geeilt und haben den Heiland in der Krippe angebetet. Ist diese armselige Grotte, der man nun seit zwei Jahr tauf endenden eine beispiellose Verehrung entgegenbringt, nicht auch etn schöne» Zeugnis für Christ«» und seine überweltliche göttliche Sendung? Wo hat man jemals einem Menschen ähnliche Ehren erwiesen? Wo ist der Held der Geschichte, der Feldherr der
"fer stellvertretende Leiter des Reichs-Kolonial- Amt», Gouverneur Tr. Sols, ist zum Staats- Sekretär des Ko'onialamts ernannt worden.
Kaiser, der Dichter der Künstler, zu dessen Geburtsort die Geschlechter von zwei Jahrtausenden wall- fahrsn? Und wie lächerlich nehmen sich neben diesem
möglichst rasch durch die Blutbahn jagen könnte. Ein solche» Mittel, da» mit ungeheurer Geschwindigkeit da» Blut durcheilt, ist FluoreScin. Da diese» Mittel aber allerlei Mängel hat, so verfiel Pros. Wasser- marot auf den bekannten toten Farbstoff Losin, da» al» Transporteur de» ®iftrt Tellur durch den Körper dienen sollte. Auch da» Eosin verbreitet sich sehr rasch im ganzen Körper bot somit Aussichten, auch in die harte, nur spärlich mit Blutgesäßen versorgte Geschwulst seinen Weg zu finden.
Nach der Durchprüfung von mehreren hundert chemischen Verbkldungen gelangten von Wassermann und seine Mitarbeiter zu einem Eostn-Selen-Präparat, da» von einer Man« in der Menge von 2,5 Milligramm vertragen wird und nach ungefähr sechsmaliger Einspritzung dieser Dost» in die Blutbahn die Geschwulst zur Erweichung, Verflüssigung und schließlich innerhalb acht big zehn Tagen zum Verschwinden bringt Bei größeren Geschwülsten wirkt da« Mittel ostmals so stürmisch, daß die Tiere erkranken un'g zugrunde gchen — zweifellos infolge einer Aufsaugung deS rasch verflüssigten Geschwulstinhalts. Die Nntersucher beschränkten sich nicht auf Tiere mit künstlich erzeugten Geschwülsten, sondern wähltm auch solche, die von Hause aus an der Geschwulst erkrankt waren. Auch hier eine auffällige Heilung.
ES sei ausdrücklich hervorgehoben, daß v. Wassermann über nichts anderes als über Tierversuche berichtet und keineswegs eine Heilwirkung seine« Mittels für den krebSkranken Menschen behauptet ober auch nur erprobt hat. Es ist nicht ausgemacht, daß der Krebs des Menschen mit dem der Maus völlig wesensgleich ist; auch kann man noch nicht sagen, ob btt menschliche Organismus das Mittel überhaupt verträgt und ob es nicht, von der Rotfärbung des gangen Körpers abgesehen, irgendwelche schlimme Nebenwirkungen auSübt. Vor überspannten Erwartungen kann also im Interesse der unglücklichen Kranken nur gewarnt werden. Es wäre gewiß von ungeheurer Wichtigkeit, wenn es gelänge, ein sicher wirkendes Mittel gegen 'den Krebs, bei dem bisher nur eine örtliche Behandlung möglich war, zu finden. Vorläufig aber sind nur die Richtlinien zu einer neuen Krebsforschung gegeben.
Englands Vorherrschaft im Mittelmeer.
Sicherheit nach dem Abzug der Türken in jeder Hinsicht zu gewährleisten, haben die Engländer sich mit der Pforte dahin geemtgt, daß sie den dicht bei der ägyptischen Grenze, aber noch auf tripoli» tonischen Gebiet gelegenen Haien Sol um besetzen. England und Frankreich haben also von dem italienischen Beutestück rechts und links ein Ohr ab» gehauen. Sehr freundlich war das gegen einen so guten Freund, wie Italien für be de ist, natürlich «icht, aber es war jedenfalls tm richtigen Zeitpunkt energisch gehandelt, solange den Italienern durch kriegerische Aktionen die Hände noch gebunden sind und solange die römischen Diplomaten noch keinen völkerrechtlich unanfechtbaren Rechtstitel auf ganz Tripolis zu erwarten hatten. Den Italienern wird
weiter nichts übrig bleiben, als diesen böien Streich ihrer lieben Freunde von der Tripleentente mit guter Miene hmzunehmen. Solum, im Ouen der Kyrenaika dicht an der bisherigen ägyptischen Grenze, ist der beste Hasen im Mrttelmeer. England, rote wir es kennen, wird ihn zu einem sta'ken Flotten- stützpunkt ausbauen und dann in der Lage {ein, gelegentlich einmal daS mittelländische Meer von Malta biS Cypern abzusperren. Unsere Karte gibt ein Bild aller englischen, am Mittelmeer gelegenen Besitzungen, sowie Flottenstützpunkte, ©em neuer Flottenstützpunkt entwertet die tripolitanischen und m Zukunst voraussichtlich italienischen Häsen ganz bedeutend.
DaS Vorgehen Italien s mTripolitani« en hat bei England u. Frankreich den heißen Wunich erregt, sich auch eine tüchtige Portio» von dem f(tten Happen heruuterzurei- ßen,drssen Verdauung den Italienern augenscheinlich noch mancherlei zu schaffen macht. Während die Franzosen ihre Sahara • Truppe in die Oase IDianet im Westen Tripolis einrücken lassen, um, wie sie sich ausdrücken , die
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Eng/ancLs forherr.sc.ha/7 ''' im Mi/teimeer
gewaltigen Zeugnis aller Jahrhunderte von Christus an jene Gelehrten au», die nichts höher einschätzen als ihre Einfälle, bie uns beweisen wollen, baß Christus, falls er überhaupt gelebt hat, ja nicht in Bethlehem, sondern höchstens in Nazareth geboren sein könne?
Diese Grotte ist am Weihnachtsfeste begreiflicherweise ein Gegenstand besonderer Verehrung. Ganz Bethlehem, dessen größtes Fest dieser Tag ist, drängt sich zu den kirchlichen Feierlichkeiten, die vom Patriarchen von Jerusalem in der heiligen Nacht selbst mit großem Gepiäitgs abgehalten wenden. Alles strömt hinzu zu der Grotte, in der dichtgedrängt die Beter stehen, alles will niederknien an der Stelle, wo ein goldener Stern und die Inschrift: „Hier ist von der Jungfrau Maria Jesus geboren worden", bie heilige Stätte ber Menschwerdung bezeichnen. Manches an dieser' Weihnachtsfeier in Bethlehem, an dem Gesang, an dem Verhalten der heimischen Bevölkerung mag den Fremden, ber nicht mit den Verhältnissen bes Orients vertraut ist, abstoßen, aber dennoch wird sich feiner dem tiefen Eindruck, dm eine hl. Nacht in Bethlehem auSzuübm vermag, entziehen könnm. Wohl niemals bewegt der Weihnachtsgedanke so tief bas Herz, und wohl niemals klingt ber Engelsgruß so froh und süß in die Seele als im geheimnisvollen Halbdunkel der kleinen Grotte von Bethlehem.
Doch ist die Weihnachtsftmde nicht so an die Grotte gebtmben, als ob sie außerhalb ihr nicht auch gedeihm könnte, nein, wo immer ein Herz ist, das „guten Willens" ist, und sei es noch so arm, so vergessen, so verborgen, das wird zu einer Grotte, die auf» neue ben menschgewordenen Heiland ausnimmt, und von ihm toeit schöner, wett herrlicher auSge- schmückt wird als die Grotte von Bethlehem.
Die Geburtsgrotte in Bethlehem.
Von P. S.
(Nachdruck verboten.)
Bethlehem ist in diesen hefligen Tagen in aller Munde, in aller Herzen: von Bethlehem und seinem Ehristkindchen träumt schon das kleine Kind, und kr Zauber der Krippe in Bethlehem verjüngt selbst ben alternden Greis. Herrlich erfüllt es sich immer wieder, was einst der Prophet Michüus geweissagt: »®u Bethlehem im Lande Juda bist keineswegs die Geringste unter den Stabten Judas."
Herrlich liegt es da auf den Höhen von Judäa. Wie Jerusalem krönt es den Scheitel der vom Meere yer langsam auffteigenden Berge. Es ist eine Stadt «uf dem Berge, weithin sichtbar in die Lande, ein fajone3 Sinnbild seiner überragenden, weltgeschichtlichen Bedeutung. Lieblich schmiegt sich da» Städt- wen dem natürlichen Halbkreis ber Berge an, zierlich J«b feine weißen Häuschen an ben Abhängen be» Berges hingelagert. Bethlehem ist wie eine Königin, Me In ihrem Festschmuck erscheint. Ein reicher Mantel fruchtbar« Gärten, der Bethlehem von allen Selten »mgibt, vollendet den Reiz und den Zauber, den dieser" einzigartige Meck Erde auf ben Besuch« ausübt. ßa,4 Bethlehem, .du bist keineswegs die geringste unter fcn Städten Judas.
Doch darin besteht nicht sein Ruhm, seine Größe. . Dort wo am Südrand des Berg« ein großer »^verzweigter Bau unsere Blicke.auf sich zieht, dort M-bas Geheimnis seiner Größe verborgen. Dort ist stolzer Basilika umschlossen die stille Grotte, die M Herr des Himmel» und der Erde durch seine Menschwerdung in der ersten Weihnacht xu einem «vergänglichen Heiligtum gemacht hat. Dort hat M sich erfüllt: „Du Bethlehem im L-mde Juda bist MkSweg» die Geringste unter den SM« Juda-;
denn au? dir wird hervorgehen ein Führer, bet meinem Volke Israel etn Hirt fein wird."
Wie groß, wie gewaltig ist der Unterschied zwi- schm einst und jetztt Damals toat diese Grolle eine der zahlreichen Höhlen, wie ste in dem weichen Felsgestein jener Gegend häufig sich finden, finster, frucht und kalt. Und beutet Heute strahlt diese Grotte in reichstem Schmucke, ihre Wände, ihr Boden sind mit kostbarem Marmor belegt, au» goldenen und silbernen Lampen ergießt sich beständig ein mildes Licht durch den engen Staunt Und um diese» Kleinod zu schü- tzen, breitet eine herttiche Basilika ihre weiten, lichten Räume Über die stille Grotte. Leider steht diese Basilika verödet da, vernachlässigt, ja verunstaltet Infolge trauriger Berhälttnsse späterer Zeitm, aber noch läßt ste ihre einstige Pracht erkennen und zeigt uns, wie ein hochherziger Kaiser be» 4. Jahrhundert», Konstantin, die Stätte ber Geburt unseres Heilande» zu ehe« wußte.
Einst war diese Grotte unbekannt, verlassen, und nur zeitweise von armen Hirten benutzt, um sich und ihre Tiere vor Siegen und allzu großer Kalle zu schützen. Und beutet Eine wahre Völkerwanderung nach dieser einsamen Grotte hat seit jener ersten Weihnacht begonnen, tut» ckst bi» heute noch sicht zum Stillstand gekommen. Schon im 5. Jahrhundert konnten zwei komme Pilgeotnnen schreiben: Wir sind an diese Stättt« nicht al» die Erst«, sondern al» die Letzten gekommen, um die Ersten, au» allen Völkern schon vorzufinden. Ein heiliger Hieronymus fand hier bet der Krippe de» Heilande» nach ruhelosem Wandern die ersehnte Ruh«. Die den ersten Adels geschkechtern Storni entstammenden hl. Frauen Paula und Eustochium vertauschten die Reichtümer und den Prunk der Hauptstadt Storni mit ber Armut dieser Grotte, um in ihr da» arme Leben de» Got-
△ Ein neues Krebsheilmittel?
Eine Iber brennendsten Fragen ber ärztlichen Wissenschaft, ba« Problem ber Krebsheilung, ist in ein neues Stadium getreten. So viel läßt sich auch bei größter Skepsis mtt Bestimmtheit sagen angesichts der fundamentalen Entdeckung, die einer der bcheutendsten deutschen Experimentalforscher, Geh. Rat August von Wassermann, in der Berliner Medizinischen Gesellschaft vorttug und die er jetzt in ber Deutschen Medizinischen Wochenschrift veröffentlicht.
Die Aufgabe, die von Wassermann sich stellte, be- stand darin, chemische Mittel zu finden, die von der Blutbahn aus automatisch in die Krebsgeschwulst gelangen und ihre Elemente zerstören. Diese Aufgabe war völlig neuartig, denn die bösarti' gen Geschwülste bestehen aus 'denselben Zellen, aus benen sich bestimmte Gewebe des normalen Körpers zusammensetzen; das Krankhafte liegt in der ungeheuren Fortpflanzungsfähigkeit dieser Zellen. Während also die spezifischen Mittel, die wir zum Beispiel gegen Diphtherie anwenden, ein dem gesund en Körper fremdes Lebewesen, einen Eindringling, vernichten, fordert da» Krebsproblem einen Stoff der die entarteten Sprossen be» Organismus selber treffen, dagegen die Zellen gleichen Stammes soweit sie im Verband der normalen Gewebe tierbiteben sind, schonen muß.
Es zeigte sich nun bet Versuchen, die eigentlich zu anderen Zwecken angestellt warm, daß die Na-' triumverbindungen zweier seltener Metalle, be» Selen» und de» Tellur«, sich in KrcbSge- schwülstm nicht mit dem Stützgewebe, sondern mtt, den spezifischen Krebszellen vereinigen. Versuche an Mäusen, bei denen Krebs und andere Geschwülste vorkommen und sich vm einem Tier auf das andere überimpfen lassen, ergaben, daß tle krank- haften Wucherungen durch die erwähnten Stoffe erweicht, einige Male ganz beseitigt wurden, aber nur bet direkter Anwendung am Ort der Krankheit; wurden sie in die Mutbahn gerächt, so versagte ihre Wirkung auf die Geschwülste, und sie zeigte« eine erhebliche Giftigkeit, an der He Versuchstiere oft zu Grunde gingen. Da» -Mittel hatte also die unschuldigen Körpeyzeüen verntchtot, Vie bösartigen aber durchschlüpfen laffen. Es mußte daher ein Transportmittel gesucht werden, da» be» Gift
X Sott mau bei offenem Fenster schlafen?
„Was Speise und Trank für ben Magen, das ist reine Luft für die Lunge: was Gift kür jenen, das ist verdorbene Lust für biefe!* Möchten doch alle dies überaus wahre Wort de» grosten hygienischen Praktikers Sanitätsrat Dr. Karl Niemeyer beherzigen. Was nützen alle Genesungsheime und Kurhäuser für Lungenkranke, die von wohltätigen Men- ; scheu und Vereinen und Versicherungsanstalten auf ! dem Lande und in Luftkurorten errichtet werden, wenn das Hebel nicht an der Wurzel gefaßt wird, wenn man nicht die eigentlichen wirklichen Ursachen ber Lungenkrankheiten mit Rat und Tat zu ber- Hinbern sucht? —
In unbegreiflicher Leichtfertigkeit bergiften sich täglich Tausende und Abertausende ihre Lunge und
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Tie nette französische Feld-Nuiform
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Die französische Kammer hat beschlossen, eine neue Infanterie - Uniiorm einznsühren. Sie sott tefebofarben fein. Die Infanteristen erhalten außerdem als Ersatz für das Käppi einen Heim.
damit ihr Blut und 'ihren ganzen Organisnlus durch Einatmung von verdorbener Lust. Daher die enorme Verbreitung aller Arten von Lnngenkrankheiten, vom einfachen Lungenspitzenkatarrb bis zur Lunssen- schwindfncht, ganz abgesehen von dem vielen Siechtum, welche» nicht in der Lunge allein haust, sondern von dort den ganzen Körper ht Mitleiden- *w bilden gerade ost bie wichtigsten Räume unfern Wohnungen gefährliche unheilschwangere Lufthöllen, nämlich die Schlafzimmer. Wer das nicht glaubt, mache einmal frühmorgens einen Rundgang und überrasche seine Bekannten noch im Bett ober hn Schlafzimmer, bevor die Fenster geöffnet sind. Da bringt ein fo widriger, verpesteter Dunst einem entgegen, daß säst der Atem vergeht. Und in dieser Atmosphäre bringen bie Leute täglich ungefähr acht Stunden bei Tage» zu, also den dritten Teil ihre» ganzen geben». Ist e» da ein Wunder, wenn sie morgen! mtt trägen Gliedern gnd trüben Sinnen