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p. lieber Entstchnngsursacherr der Erdbebe« mit besonderer Berücksichtigung des Bebens vom 16. November 1911»

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einzelnen Gesteinsschichten auf, oftmals verbunden

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Erdbeben! in diesem einem Wort lösen sich alle Schrecken der Menschheit aus, rote wir es erst vor wenigen Tagen auch in unseren Landen erleben konnten, wo ganze Städte in ihren Grundfesten er­schütterten. Ohnmächtig steht der Mensch vor diesen Naturgewalten, die zu bannen thm nie gelingen wird, deren Furchtbarkeit er aber dadurch mildern, sa auf ein Minimum beschränken kann, daß er sich mit ihren natürlichen, in der ganzen Entwicklung des Erdballs bedingten Ur­sachen bekannt macht. Aufklärung allein schützt hier vor übertriebener Furcht!

Einem interessanten Buche „Der Erdball, seine Entwicklung und seine Kräfte” von Aua. Ste­chers, Techn. Sekretär der chaisnlichen Hauptstatwn ssÄrErdbebensorschnna in -Straßburg (bet I. F. '.Schreiber in Eßunaen a. N. und München er- schienen, Preis geb. 18 Mk), entnehmen wir über die Entstehungsursache der Erdbeben und ganz besonders — an Hand

O A Berg

einer vorzüglichenKarte— ,

über unser südveuisches Zchütternngsgebiet die nach­

folgenden awklärenoen Zer en:

Dir Erdbeben von weiter Erstreckung langer Bauer und anhaltender Heftigkeit sind das äußer­liche, fühlbare Zeichen der Auslösung von Spair- mrnsgszuständen in der festen Erdrinde, welche Lagen­änderungen der GesteinZschollen, also Dislokationen, seien es Faltungen, Senkungen, Hebungen usw., im Gefolge hat. Da diese Erdbeben mit der Architek­tur der Erdrinde bezw. mit den gebirgsbildenden Vorgängen- in engster Beziehung stehen, so ist ihre Bezeichnung als tektonische oder Disloka - tions» Erdbeben eine recht zweckmäßige; sie allein werden zu sogen. Weltbeben, indem sie Wellen entsenden, welche die Seismometer mehr als eines Kontinents weithin in Bewegung setzen, während den Vertretern der beiden übrigen Bebenarten, die Einstürze und die vulkanischen Beben, lediglich eine ganz lokal beschränkte Bedeutung zukommt.

Wird das innere Gleichgewicht der Erdrinden­schollen gestört, etwa durch den Faltungsprozeß, das Absinken von Schollen usw., so treten plötzlich und .ruckweise wagrechte und senkrechte Verschiebungen der

mit einem Brechen und Nachstürzen. Die gleitende Reibung der rauhen GestemSschollen löst dann die elastischen Erdbebenwellen auS. Selbst der langsamste Foltungs- oder Senkungsvorgang ist ohne eine zahl­lose Menge von einzelnen Erschütterungen nicht denk­bar. Die Summe der geschehenen Bewegungen wird sich natürlich nicht auf einmal vollziehen, so gehen häufig dem stärksten, sinnenfälligsten Erdstoße, dem sogen. Hauptbeben, eine wechselnde Anzahl schwäche­rer Vocheben voraus, und eine weitere Reihe von Nachleben wechselnder Stärke folgt nach, bis die Schollen sich wieder gesetzt, also für einige Zeit eine neue Ruhelage gefunden haben.

Einen tiefen Einblick ih die Wirkungsweise dor heutzutage in der Erdrinde tätigen gebirgsbildenden Kräfte gewähren uns neuere Untersuchungen, und namentlich die hier beigefügte von C. Regelmann für das Siebergsche Werk „Der Erdball" entworfene Karte, die in bisher unerreichter Anschaulichkeit den innigen Zusammenhang von Erdbeben mit dem tek­tonischen Aufbau des Landes zur Darstellung bringt. Es braucht natürlich kaum betont zu werden, daß die darin angedenyeten Erdbebenherds nicht etwa als

Internationale Parlaments-Statistik.

Der obere Teil der Sta­tistik gibt die absolute An­zahl der Ab­geordneten in den einzelnen Ländern an, während der untere Teil die Durch­schnittszahl der Einwoh­ner bezeich­net, die in den einzelnen Ländern von je einem Ab­geordneten vertreten werden.

67C

58h

576

503

*33

397

Österreich

Deufubland

Österreich

67000

fng/anef 62.000

vordneten /

Zur Krönung des englische» Äönigspaares j« Indien.

König Ge­org V. hat nach seiner Krönung zum Laster von Indien dre Krönungsstadt Delhi als Hauptstadt des Lanres anstelle Kalkuttas er­klärte. Sowohl die Lage Delhis im Jnuets des Lanoes, als auch politische uns klimatische Rücksichten ha­ben den König hierzu bewegt. Delhi, eine uv« atteZtast, war früh, die größte Indiens und am Anfang des 16. Jahrhun­derts Die siksi- benj des Groß­moguls.

in Delhi:’. "? Delhi.die neue Hodp/s/odt

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gleichzeitig angesehen werden dürfe«, vielmehr sind sie eine Zusammenfassung alles dessen, was in den letzten 600 Jahren an größeren Ereignissen hervorge­treten ist. Es zeigt sich da, daß das süddeutsche Schollenland und seine Gebirgskerne noch immer un­ter einem au- Südosten und Süd« kommenden Steindruck liegen. Die Alpen wollen verrücken unter dem Einflüsse der Schwereoerteilung. So drücken sie zunächst da» Molaffeland gegen b« mittel rheinischen GrundgebtrgSkerne und das Böhmische Massiv, so daß wir, namentlich im muldentiefsten, drei Reihen von Erdbebenherden treffen; wir dürfen es sozusagen mit ansehen, daß allenthalben in den Muldenlinien Senkungen und in den Sattellinien Aufbiegungen (Hebungen) sich vollziehen. Der Jurakeil, der im Untergründe des Sundgaus weit ins Rheintal hin­eingetrieben ist, pflanzt die tektonischen Kraftwellen energisch in das Rheintal hinein und erweckt dort eine ganze Reihe von lokalen Erdbebenherden und Herdlinien; sie liegen teils seitlich in den großen Rheintalspalten, teils in der als Bruchlinie deutlich hervortretenden Mittellinie. Vogesen und Schwarz­wald stemmen sich als Horste ebenfalls dem Drängen nach Nordwesten kräftig' entgegen, sind aber genötigt, durch zahlreiche Beben, welche von ihren inneren Herden ausstrahlen, sich immer wieder dm nötigen Raum zu verschaffen. Sodann finden wir Erdbeben­herde auf der Grenze zwischen dm Granitmassen und den Schollen der kristallinen Schiefer, so beim Titi­see, am Belchen in den Hochvogesen und bet Remire- mont an der Westflanke der Vogesen. Die Gneis- unb Schieferfalten, welche von dm Granttstöckm gleichsam gerammt werden, sind immer so lange seis­mische Akkumulatoren, bis die Elastizitätsgrenze überschritten wird, dann gibt es Brüche und kräftige Erdbeben, wie sie namentlich vom Titisee aus oft weithin den schwäbischen Schichtenbau durchzittern. Tas Lothringische Stufmland und die alten devoni­schen Festlandsreste im Hunsrück und Tamm» stem­men sich dem von Südosten kommenden Drucke breit entgegen, geben die tektonischen Kraftwellen weiter an die Eifel und lenken sie in das belgisch-westfä­lische Kohlenbecken (Lüttich-Aachen), in welchem seit Jahrhunderten recht kräftige Auslösungen durch Erd­beben stattfinden.

Die in der Karte eingetragenen tektonischen Struk­turlinien lassen das Vorherrschen der Streichrichtung SW-NE deutlich erkennen. Die hoch empor getriebe­nen Grundgebirgskerne haben, soweit sie zutage liegen, eine kräftige Schraffierung erhalten, welche dis SW-NE-3fM<f)tung andeutet, in der die Falten des alten Variscischen Rumpfgebirges streichen, das die tiefste Unterlage von ganz Südwestdeutschland bildet. Diese Schraffierung ist also unter dm Flächen des Deckgebirges (durch Pfeile angebeutet) fortgesetzt zu denken. Dagegen hat sich das wichtigste geologische Ereignis im Gebiete der Einbruch de? Rheintalgra­bens (1000—2000 Meter tief), in meridionaler Rich­tung vollzogen. Ader auch die Richtung SE-NW ist

vo« freier Bedeutung, vor efiee ta b* vordGÄhot Ecke »ena Ries «x gegen NWr He-- [leg! «ff de, logen. Sigart-Lirae, welche Kfcti feya de» Katzenbuckel he Odenwald dnüderzie-t, eene €tn* tursLetde, indem deS herrImsche Streiche» in do» bei Fichtelgebirge» bmetnragL DeStzoü M de» R«S der seismisch empfindsamste PunS der zsnzsl 23- täfel; «der auch sonst ziehen tuLt Cerrocfungilbtie» und Grabeinbrüche in dieser Rui taug, |. B. da Boömleegrabm und die DorMrüenplaÜe te Schwarzwald.

Für dar von zwei Erdbedenlimm durchschnittene

Einbruchsbecken des Bodensee» ließ sich durch Wio- berbohmg ber FemnivelleinenS «n bex Ufern der Betrag der teils stetigen, teils ruckweise» neuzeitliches Schollmimkungm ziffernmäßig und einwandfrei Nachweisen:

Seepegel |» Konstanz Senkung

von 187*—1890 : 85 ms

von 18M—1890: 163 ,

von 1817-1890: 317 ,

Höhenmarke Lindau, Hafen 1869 -1895: 15 ,

, Bregenz,Bahnwärterhau» , 41 ,

, Haidt , 48 „

, Fußach, Hafendamm „ 57 ,

» * „ H 48 „

. Stegen* Hasen „ 100 „

E» sank Im allgemeinen der Seegrund stärker ol­der Wcffscrspiegel, namentlich im südlichen Userge- läiche. Auch liegen gut fundierte Anhaltspunkte da­für vor, daß der Seespiegel am Ende der Würrn- ciSzeit auf etwa 410 Meter über Normalnull gelegen hat; zur Zeit der Wahlbaubewohner, also vor etwa 2500 Jahren, stand er auf 400 Meter, während er heute auf 395 Meter gesunken ist. Die Erdbeben im und am See sind lediglich Begleiterscheinungen dieser mit der fortschreitenden Gebirgsbildung zusammen­hängenden Schollmverschicbungm. Auch beim Peden vom 16. November 1911 haben sich im See Verände­rungen bemerkbar gemacht.

Großes zur Erklärung dieser Naturvorgüuge ha­ben Forschung und Technik geleistet, deren Ergebnisse in für die Allgemeinheit verständlicher Weise August Sieberg in feinem Werk „Der Erdball, feine Ent­wicklung und seine Kräfte" (mit über 250 Text­illustrationen und 58 Tafeln in Schwarz- Md Mehr­farbendruck. Verlag von I. F. Schreiber, Eßlingen a. N. und München. Preis geb. 18 Mk., auch in 20 Lieferungen ä 75 Pfg. durch jede Buchhandlung zu beziehen) niedergelegt hat. In Wort und Bild bc handelt Ä die gesamte Erdphysik, die Beziehungen der Erde zum Weltall, ihre Entstehung und geo­logische Entwicklung, die Gebirgsbildung, Vulkane und Erdbeben; dm Schluß bildet eine Anleitung zur Erdbebenbeobachrung. Wer sich in dieses Buck vertieft hat, der kann sich auch die scheinbar unnatür­lichen Vorgänge in bet Natur auf natürlichstem Weg! erklären.

Der gegenwärtige Stand der Streitkräfte in Tripolis

viele Soldaten zu Boden, ohne den Femo wirklich gesehen zu haben. 6» ift zutreffend, daß die Türken ihre Geschütze in dem von den Italienern eroberten Amzata zurückgelaffen hoben, welk ber Transport un Sanoe unmöglich war. Entmutigt sind die Muhamedaner aber keineswegs, in dieser Woche wollen sie wieder zum Angriff vorgehen.

Durch den letzten Erfolg der italieni­schen Trup- pm in Tri­polis fiel den­selben die vor dcrStadlTri- polisiiegmde Oase Ain- »ata in die Hände. Die türkischen Streitkräfte mußten sich weiler in'S Innere zu- tuckziehen, wodurch die Belagerung der Stadt Tripolis durch dieTür- ken und die ständigen kleinen Plän­keleien un-» möglich wur- den. Unseres Karte zeigt die Stellung der feindlichen Truppen rote sie vor einigen Tagen war. Weit hinetn in's Land sind danach die Italiener noch nicht ge- kommen. Alle Briefe italienischer Offiziere betonen Die Schwierigkeit ber Bekämpfung der Araber, du in ganz kleinen Trupps an die Italiener heran- fchleichen und recht gute Schützen find. So fallen

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Das Bismarck-National-Denkmal.

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Das Preis, gericht zurPrü- üng der Enl- würfe für das Bismarck- Na- ional - Denk­mal hat sich für den Ent- warf des Pro­fessors Will). Steil ent- chieden und hn zur Aus- ührung aui der Elisenhöhe beiBlngerbrück beft im mt Stets ist bei feinen neuen Plänen bei dem Molto des Rundtem­pels geblieben und hat ihn auf einen lang- gezogenen Un­terbau gestellt, bet den Berg

in künstlerischer_____* ------------—- ■. — ■ —-

Ruhe adschkießk. Im Innern ift der Tempel durch. Türmen erweitert und mit diesen den ganzen Tempel Rischen gegliedert. Die nach Außen vortreten, womit umzogen. Im Innern beS Tempels umziehen unter ein im Aller luu; sehr beleürs Motiv ausgmvmnutrm, j ber Kuppel Mauerstreifen ben Raum. Auf ihnen Ausbuchtungen brr Nischen hat Kreis zu stumpseir wirb in großen Lettern die Geschichte der Einiaung