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Edtotl gewährt.
Betetletisbrudunb Dttleg brr ^albatr 2t tiee»redetet ti Fulda Lrsssprrcher Lr. 5.
Fulda, Mittwoch Den 13. Dezember 1911
JahrgaW
Erstes Blatt
M 285.
wahren.
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halbe eine« derartigen E axfteUcn, werde je aBer \ Der Staattregienrng Mei
4- Liberale Wahimauöver.
c^etzt, töo die Reichstatswahlen vor der Tür HM es der fteifir Ttige Liberalismus für an« giFeigt, seinen ktüturlämpstitschen Gefireduugeu tin MänleläM umznhängen. Haustier Denn je lest man in der liberalen Preise öte Versicherung, bti
Gesetze wirksamer geschützt al- durch em Konkordat, ferner sei bedauert morde«, daß die Regierung
„An de« sächsischen höheren Lehranstalten find keine Lehrer tätig, Die den Modernisteneid leisteten, abgesehen vom katholischen Lehrerseminar in Bautzen. Diese Lehrer unterstehen Der Staa.sanfsicht und haben den Unterricht lediglich nach Dem von der obersten Schulbehörde bvrgeschriebenen Lehrplan zu erteilen. Die Regierung wird die Angelegenheit auch künftig int Auge behalte»; gegenwärtig sedoch liegt fein Aniah zu Befürchtungen bei. In Bezug «nf den Motnproprio. Crie* Habe er im Einvernehmen uni den- ^«ftigmmi- fler zu erklären: Wenn auch der Äegierrnig zur geit noch {eine authentische Äscherung au» Rom vorliege.
keine authentische Erklärung über das Motupioprio deS Papstes verlangt habe. Er könne mttledtn, daß ihm soeben ein Schreiben d«S sächitschen Gesandten in München oergelegt werbe» fei, wonach anzunehmen fei, bag die authentische päpstliche Erklärung bevorstehe in de« Sinne, tote ste die beiden Äanontften Hem« nttii EtzerS vorgelegt hätte», daß also d«S Motnpropri» auf Deutschland kein« Anwendung finde. Der katholische Bsichss in Sachsen habe bisher stet- seine Hand zur Aufrechterhaltung bti konfessionellen Friedens bereütotfltgft geboten. Tas Minisrerumt werde es nach ®te vor als seine Ausgabe betragen, b« Gewiss cnsfretheft auch der katholische» Staatsdürg«
— Tie S«ifedii:iu»g in Indien.
Aus dem am Dienstag mittag abgchaltenen Srb» mmMefi ta Delhi wurde «bei« «eorg V. 60a England inrmlich zumSaiservon Indien p?.fU«lerL lu Feierlichkeit £nb mü malerischer orientalischer Pr-chtentsaltuaz fi-tt; ^ Straßen waren orn tausenden von Zuschauern dicht go- füflt Die brstischen So -vcrne'tre ton ffebtee fuhrt«
I» weiteren Verlaus brr Sitzung wandte sich der Slaatsmimster Dr. Beck gegen den Vorwurf, daß die Reg eräug anfangs ihren Standpunkt nicht
iff nicht, und diese sicher- mst die wichtigste Aufgabe
ht Staat seguttzapen, die indrsche« Fürsten bt mti Gold und Siüxt bedeckten Wagen vor. Ter König und dir ttdnign v rtteße» da« Lager um 11% Uhr. geleitet von jux' EtaLmeistwn und einer Eskorte ton Husaren, Artillerie rni anderen Truppenteilen. Bet der Ankunft am Kaiseczelt wurden sie von dem BizekÄrig von Indien, Lord Hardmge, empfange«. Die zusammen;ezogenen Mtfikkapellcn spielten di« Nationalhymne. Der König und die Königin schritten sodann 3a bet von einem vergoldeten Thronhimmel überdacht«! Plattform, d« in dem D< ittelpunkt dti «igcheure« Amphithratfl errichtet worden war. Der König tiffnete die Feierlichkeiten des Feste« mit einer Netzt, die mit langanhaltendem enthusta- tischem Beifall ausgenommen wurde. Sodann erfolgte die Sodefung der KrS,u«g»proklomatio« durch einen Herold, wäh-end her dar Kvmgspaor vor bat Thron« stehend verharrte. Die versammelte» Taul.-nde rief«: ,®ett erhaüe den König!' Hierauf kündigte Loch Hardinge eine Anzahl von Gnadenbeweise« <m, die zum Gedächtnis an die Festlichkeit erteilt würden. Unter ihnen befindet sich eltu Spendung von fünf Mistione« Rupien für Zwecke des Tolksunterrichtes, ebenso eine Nn-"b( von Gnadengeschenken an untergeordnete Beamte und Soldaten sowie bie Begnadigung gewisser Ritten von Gefan- getiat Zrrm Schluß verkündete bet König, daß der Sitz bet Regierung des indischen Reiches von Kalkutta «ach Delhi vessl-L' werde« würde. .
Diese» große Geschenk trug natürlich wesentlich dazu bei, die Begeisterung in der Feststadt überschau- men zu lasten. 3* Londe n ist die Proklamation von Delhi zur Hauptstadt von Indien völlig überraschend gekommen. Zwftifck an bet Weisheit der Maßregel werden geäußert. Nachdem schon die Teilung BengÄenS in zwei Berwccktungkprovinzen in Indien unaehaire Aufregung verursacht Heck, dürfte die Foct- nahme der Regierung von Kalkutta bei den dortigen Interessenten starke Gegnerschaft finden. In beiden Häusern des Parlaments wurde die Verordnung gestern bekannt gegeben. Die Führer der Opposition kündigten eine Besprechung der Angelegenheit für di« nächste Session an, wenn der König von seiner Reise zurück sei.
päpstliche« Stuhle abgeschlossen habe, so sei daraus I« erwidern, daß ein Konkordat einem mob .men
Motupraprio mit dem GerichtSverfassungkgesetz und bet sächsischen Verfassung »»»eteinbat fei. Der Erlaß bedürfe gut Anwendung bt Sechsen ohnehin n-ch dem Gesetz über bie Beaufsichtigung bet katholische» Kirche toet Jahre 1878 bei Plazet» der in evingelkis beauftragte« «tostet. Diese* Plazet werbe niemati erteilt werde«. Die Souveränität bti Rechtsstaatti
ernt wahre polirische Reform, bie uiywesselhaft timb- gibt, daß der Thr« ei« autokratische Regierung nicht anfttcht zu erhalte« wünscht, sondern sich und das BoH zu reformiere» bestrebt ist. Und doch beschuldigen Tschen-tschoo-tschong (bet Gouverneur von Jiirin) und andere de» Hof, daß er es seh der Koufusirm herbei- zuführen und da» politische Gleichgewicht zu stören suchte. Die» bewerft, baß bie Bc jchtv erdeführenden weder den Hof noch bie Situation selbst richtig der-
o. Interessante Zahlen.
Rach dem endgültigen Ergebnisse der Volkszählung vorn L Dq-mtor 1910 betrug bie onsan wesende Btvö ltttung im Deutschen Reiche «4 935 SA Personen (82040166 männlich« und 82885827 weibliche). Die Volkszählung vom 1. Deze-' ber 1905 hatte 29884851 männlich« und 30756638 iveidtusse, zusammen 60461489 Personen ergeben; die Bevölkerung ist mithin i r fetzten Iaht- fünft nm 4284504 ober «m 7,07 ». H. gewachsen. Im Jahrfünft 1900 (ti 1906 betrug Oie Beoölfe. nrngsznnahmt 4274311 »6et 7,58 v. H. Auf je 100 männliche Penonen kamen im Jahre 1910 102F weibliche. DaS Anwachsen bet Beoöike« na* iÜ danach «m 0,51 v. H. -nrückgegange«.
Deutlicher sieht man da« vermindert« Tempo bei Anwachsen« bet BeoStkernng noch au« folgende« Zahfen. Im Verhältnis per mittleren Einwohnerzahl roar d-.e durch schnttl siche jährliche Zunahme von 1906 bis 1910: 13,6 v. T. der Bevölkerung, dagegen im Jahrfünft 1900 bi« 1906: 14/» v. T. und im Jahrfünft 1895 bti 1900: 15,1 ». T. An bet Zunahme im Zer'raum 1906 bti 1910 waren alle «chietsteL« bti Reiches befedigL
Der Flächeninhalt deS D'ntschen
«eiche« betrat *•<» den 1ISSÄ! 540857,62 Quadratkilometer. Da «49^993 Em- wohnet gezählt towden, fo kamen auf 1 Quadrat« tilemeter durchschnittlich 120,04 El«- mahnet; am 1. De». 1905 kamen ans 1 Onadnch. kilometet 112,14 Einwohner. Abgesehen von bet Stadt Berlin, * welcher auf 1 Eluabrathlomtier 32666 Einwohner kommen, weisen btt größte Dicht« ans bie Hansastaaten Jamburg, Bremen ”• ^übed, in denen btt Reihe nach 2447,63, 1168,24 ueb 391,66 Pasmmn auf 1 Qnabratkilometer wo^mi; hierauf folgen: Königreich Sachsen (820,59)' Wnknb(363J4), Reust ä. L. West*
feien (204,01h Reust i. L (184,77), Hessen (166,7»^
Deutscher Reich.
»♦ Berlin, 12. Dez. 1911. Der Kaiser hörte am Die» «lag vormittag bie Vorträge des Ches« des Militärkabinett« und bti Kriegsmminer« v. Hee- ringen. — Di« im nächten Heereketat gefordert« eiste preußisch« Kriegsschule werd, wie jetzt Verlautet, in Bromberg erri&tet werden
*** Zur Reform des Preußische» WaPrechti. In einem großen Teil der Press« rottb in letzter ßeit wieder lebhaft die Frag« «irrert, ob für bie »Schfie Session bei preußische« Landtag« eine neue Wahl- recht4vorlag« zu erwarte« ist. Demgegenüber weift Vie .Deutsche Tages ztgft darauf hin, daß di« Regie- rnng nach dem Scheuern btt ersten Vorlage erklärt hat, st« werb« dem gegenwärtigen Landtag euren neue« Wahitechtsentwutf nicht vorlegt«, weil bet feinet Zusammensetzung bu Annahme einet Vorlage, bie den Wünschen und Anschauungen der Regierung entspreche, doch tos ausgeschlossen erscheinen müsse. Seither fei nicht daS geringste eingetreren, was zu einet Bendernng dieses Standpunktes Anlaß geben könnt«. Da« Matt glaubt ,mit aller Bestimmtheit" atosprech« |u können, daß an lernet maifegcbenben Stelle bet Plan erwogen wird, dem gegeimmtiigen Landtag ein« neue Wnhlrechtsvotlag« zu machen.
X Die Kkßettlotterie-Gemrinfchaft. Ter bayerische Staatsarmifter von Pjaff ist van emer zweitägigen Koufevtnz ans Berlin «ach München zurückgefehrt. Die Anwesenheit bti bayerischen Finanzmimsters in Btistn steht im Zusammenhang mtt ber LufsteS«ng des Reichseta«, zu dem Bayern diesmal ganz bringende Wünsche bezüglich der Einnahmen äußerle, sowie mit dem noch immer schwebenden Plan einer preußisch - süddeutichen Klassen lotterte. Es wurde beischWffe,, bas Inkrafttreten d r preußisch - süd- deutschen RlaffenLeUetit bti 1. Oktober 1912 zu vertäuen.
--- Aschageaburg, 18. Dez. 1911. Für ine bayerische Landtagswahl tat WahtkrerS AschsffLnbnrg-Otzeruimrs wurde» als Kandidaten des Ziutrumv «wstiiawig die bisherigen dLbgeorb» netcuGetfttndergtr und Oswald wieder ausgestellt.
Las Mvfttproprio vor ber Mfijchea Kammer.
]j[ Dresden, 12. Doz. 1911. Von helvorcageudfien kaüMscheu LtrchemcechMehrevn itz bereits nach- gewiesen worden, daß daS fetzte Moiuptoprio des Papstti für Deutschland pvarttsch nicht m Betracht lvmm n f-atm. Damn hätten sich auch die Ratio- tKifitbtralen Mrieven geben tfriiroen. Ader so ein dtSchan Hetze gegen den Katholizismus ifi ihnen von Zeit zu Zeit Bevülfnis. Heule verhandelte bie sächsisch« Zweite Kammer über bie ualio- naUtbecele Jntetpellation, wie bie Sfe- gierung bw Schul« gegen ben ModemtstkEb zu schützen geben Et und roie sie sich zum fSngsien Motitproprio bti Papstes stelle? In oet Be- ■grünbuiyi bet Interpellation fragte bet Abg. Nietzs chke ben Knilttimmistet, ob an sächsischen A» st allen Lchter «nierrtchten, bie ben Modetnisteu- nb geleistet hätten. Sei bcS bet Fall, so müsse gesordert werden, doch sich ihr Unterricht lediglich auf bie Religion erstreck«. Er verlangt«, das? bet Staat feinen Lehrer anstelle, bet ben Ei» geleistet habe. Zu dem Moluproprio übergehend, bezeichnete Mctzschke ti als unerläßüch, baß bie deutschen Re- giernngm vom Papste btt ausdrückliche Erklärung verlangen, bet Erlaß erstrecke sich mcht auf Deutschland; b« sächsisch« Regierung solle dazu bie JÄttzckive crgrnien. Ma« müsse zu ber Annahme gelangen, die katholische Kirche deal sichtige, ben teliyiöfen Zw «spalt in Deutschland zu verschärfen. Das SMatepreprie gefährde bie Grundlagen der Rechtssicherheit. — Kultusminister Dr. Beck erwiderte:
Liberalismus trete für Die Freiheit jeder religiösen Hebeiyeugun^ em. Wenn man bie Liberalen so reden hört, tfrrmtc man beinage glauben, es gäbe keinen : enikchiebeueren Schützer eer rrligiöfen greihert als ben Freisinn. Gegenüber dem Wahlmtfrn' des Zen- bin«3, ber dem Linksilberalismur die Maske vom Besicht reisst, gebärden sich die liberalen Blatter, al$ ob ihnen das bitterste Unrecht angetan werde, und sie weisen ti mit Entrüstung von sich, bafj sie erfüllt seien von KuliuakampfbrstreLvnge«.
Sv ieW lasst sich nieraanu durch die lllvsslnilds- gebätbe des Liberalismus täuschen; sind bie Wahlen lerft vorüber und sollte e* vrn> Liberalismus gelungen jein, mit Unterstützung dti reliAMsfeindlichen Vmstmzer die Mehrheit im Reichstag 3.1 gewinnen, bann wird er fein« Maske stillen lassen. Und toa8 bann die christlichen Kirchen, vor allem aber die Katholiken Deutschlands zu erwarten haben, batüber führt die Versanoenheit eine beredte Sprache.
Es ist eine historisch seMehrnde Tatsache,, daß ber Liberalismus die Seele und d-er Träger des Kulturkampfs d« ivor Zcchr». Lvar. Dai- stn vermag alles Leugnen des LiberMsmus nichts S ändern. Wer man trmrcht gar mcht ßo weit in e Vergangenheit ^urückzue-hen, um d-n Liberalismus seiner religionsfeinalicher Haltung ANd seiner Kulturkampfsbrstrebungen jj.u überKhreri. Wer war «8 denn, dcc im deuts hen Reich den Ferree- Rummel anzettclie? Der Liberalismus im Bunde mtt ber Sozialbemokuefe. Sie nahmen die Hin- Mrun, einer notorischen Mörders zum Anlaß, um «ine Hetze in Szene zu sehen wie .sie turnt je bage- Arrsen ist. Und das Berliner Tageblatt .und bte Dass. Zig., die sich jetzt so sehr entrüsten, daß bet Wahlausiatf bti Zmtrumr auf die Gefahr«, die den christtichen Religionen vo: tu et Wiedeaerrichtung ibet Herrschaft bei Libecasi-'nms Lrohen, waren der 'Tummelplatz ber verlogeisslM .Hetze gegen .d« katho- Mche Kirche. Nachdem bet Liberalismus mit feinem > Ferrev-RunnMl einen qnundlichen .Hereurfall erlebt Lotte, bot sich ihm bald varaus ein «kir>iinfchtet An»- loß zu einer ntier Hetze. Es war die A 0 >rr a • mäuS-Enzyklika. Wa? feer Liberalismus sowohl in ben Parlamenten wie in der breiten Oeffent-' lichkeft au3 dies.-m Anlaß an Hetze gegen die katholische Kirche und ihre Einrichtungen geleistet hat, ist ja bekannt. Der grnze Hass des Liberalismus gegen1 bie katholische «tvche kmu ,sttr Au-Äxruch zu SeQ-tun 1 btg Jähret 1911, als der «tue AnMeid bei katho- Hfchen! Gsistirchen, der M n d ernist en et d, vom Dopst gcjeibert trnrbe. Obwohl es sich hierher um eine zsaty und gar innere Zlngelezenheit der katholisch en Küche h-md-lte, glwaüe M ber Liberalismus berc-htiKt, sich in diese reu' kirchliche Angelegenheit eimnischen 511 körnen. Sir wollen bei dieser Gelegenheit nur feirnr erinwmi, was ber frrisiimige. Mz. Schecke- im MichÄig Auftrag sein« Par-1 te'i horderle. Er forderte, drrsi kein K «kho l i k, der dm Mobernksteneid gelckstrt Halle, in Ankunft tin Startsamt bekleiden dürft, weil das den stoat-1 liehen Ztoeressen n-iderfpreche. Er führte weiter ans, । dass kerneW tat fest iicherr icherz, ber den .Blöder- >
stistemid tz-,<iftet babe, i-ii förteihtug b«s Religions- unie-michls und die Schutau'stcht auvertrauk werden dürfe und er sprach ihm das Recht ab, im >«cr Reichstag gewählt iverbtn zu lönncin. Die Ausführungen des Abg. Schrader erfuhren durch den freisinnigen Abg. Wremer n-xh eine ausdrückliche Bestätigunrg. Diessr eilt irrte im Relchrtag ausdrücklich, dass bet1 Alla. Schvaoor mir ausgesprochen habe, was ber' Arc sinn verümge. Würdig faßt zu alle dem, tixti l feer Freisinn in de« letzte» Zähren an Äunbstiungen: feinet Siiitudamyfgdüj'tt geleistet hat, ein Jfctuel des HaLens« Professors Dt Erich Ha">-LWrr sfiuden diesen Artilel in oemfäben 23erI. Tageblatt, idv8 Hie Krstna>jesrmg feer liberalen .Kulürckampsbe- sttebungen im Wahlaufruf des Zentrums als tor» lagttic BehMptuo?c,i unb als Skandal zu bezeichnen toeet Prof: stör 'jarnacf p-nckl«uniert in füaem Ar-
Ml «ls Wahlpa-ele dti Liberalismus: Hromt zogen Rvw, b | «essen den K»- th olizina» und «egr alle, die sich zeftwemg mit be-m Zentrum verbündet haben.
. Wir denlep, s-’efe Auswahl genügst um bte wahren Ahfichirm des Abera! ismuss ins rechte Acht i« friM?en. Wenn «westchtZ dieser Tcrtfachen die libe- Wc Presse und tue libe olen Wahlagitsivr-n sich ge- tzeu ben Vorwurf, daß der Lirerslismuh oer Dorkam- Wr eines rrmeu Kulinckimpfti ist, wenden. st> besxi- tfe* sie hoHi’t nur, wie unangenehm ihnen jetzt Iw MchAanchs l:i Wahrheit ist. Nach allem Ge- ifofli-m kann eS Ztin Z».kfckl mehr fern, an iw8 » fick, im letzten Ende b-i den be nstehrnden Wahlen handeln wird. Cs gilt den Kampk um bi« 'christliche Weltanschauung, und in erster Linie werden t» die deutschen Katholiken fein, gegen die sich bet Ansturm des iviedet zur Herrschaft gp [langten Liberalismus richte« würde. Ae erwähnten ,Vorgänge in den Parlament« rurd die Aensserungen 1 libevokoc Wottfützrer lassen bie Absicht deS Lider al iS- imt§ aus das klarste erkennen. Es ist nichts als ein«
dem Zentrum ungünstiger WahllmSsall zu einer Betätigung l« libesel ■ Lutturkamvsrbestrebunge» ähren wirb. Ta» svLfe sich jeder AenrrumSwähIer toi Augen hrüi«. Aber cu<b die Anhänger btt christlichen Wcktaujchaui.ng i» fSeu übrig« Parteien soll- « sich der AekN fein, die ihrer Wckltsn- chauung vom LWemliSmto droht.
Nur «in «»tschlefsener «nd «ntschts- den er »'«-Uf g«ss«n de, Btfc«reli8iau» vermag bti Unheil abzuweorden.
grolle TSwsMUiß feer christlich gejinxteM Wohler, wenn ber ftftfiimige Wahiaufnis u. c bie Fndeom- fen evthäli .Freiheft für jede religiöse llederzeu- !,gung*. Als bti Zentrum im Reichstag seinen An- .trag etebra&te, ben Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu '.nicken, daß die bestehende» Beschränftmzen der MioiSfen Freiheft beseitigt werden, da war ti ber Liberalismus, bk Nat-uimllLrralen und bie Frei» sinnigen, bie gegen diesen Antrag ftinHiten unb ihn tz» Fall bringen lalfen.
Ei» starre ZentamSsrakti»« im ReichS.- liy allein ist ünftanbe, ke KuituokEpsHeiüste des Li- -eraNrnmS bt SS^tch r halfen. Wr h-ben gezeigt, r stark bte Snlinrtompfsti'nmnvg im Liberalismus
und er kann keinem Zweisck unterlegen, baß et«
X M ziviM WÄIM der Mel
««f bem Kriegsschauplatz in Trrpolitauieu hat ei«« neue Pertti« türkischer Aftmftät eingesetzt. Rach einer amtlichen italienischen Meldung hält«, d« Italiener ra Benghast ton fe'udiichen Angriff abaeroiefen. Die Meldung tojagt:
W. Re«. 12. Tez. 19U. I» der Nacht zum 10. De- zember griff der Feind in Benghasi heftig einen Teil der vorgeschobenen Üattenftchen Stellungen an, wurde aber nach kürzet» hechem Ratnpfe durch eine» »en btt» 3. Batarvo» bti 79. Z»sant«eie-8tegimenrS Münzend durchaesühnen vajonetlangtrss zurück- atroeifea. Dr, «erlafte bti Femdes waren 36 Tot«, to« auf btw «ampifelbe li# a gelassen wurde», »ab außerdem zahlreiche Tore uud Berwunde-e, bie unter dem Schutze der Nacht jortgeichaffl wurden. Die Jtaltrner hatten 8 Tote unb IS verwundete.
• Aom, 11. Nov. 1911. Wte ans Tripolis gemeldet wird,wurde« 8 Aeroptaue, die sich in den letzten Tagen über den Lagern von Mejolata und Tagtnna btfaaton, von ben Arabern beschossen und vollstäHdig zersttzrt. Uetor dti Schicksal der Avis- tifet ist nichts bekannt.
♦ R«, 12. Dtz. 191L Wie General Ecmeva der Regie, tmg «itterft, wurden bet einer Erkundung am 10. Dezember im Hanfe einer Amraß in der östlichen Oase vier menschlich« Augen ange« nagelt gefunden. ES handelt sich offenbar um «in Nachspiel ber Grausanrkerten, die an den italienischen Soldaten verübt mtttton.
W. Konsttuttwapel, 12. Dez. 1911. Nachrichten au8 Smyrna bestätigen, daß bie Aus Weisung tor Italiener a«S dieser Stadt zurückgezogen worden ist, weil ti sich habet um eint falsche Auslegung des detteffento« Beseht« durch die Lokal- behörd« gehandelt hab«.
Ausland.
** Deutschland und Italien. DaS römisch« Blatt ,Popnla Romano' Hedi die großen Anstrengungen hervor, dt« der deutsche Botschafter in Konftanimopel mache, um daS Leben der itt der Türkei lebenden Italiener zu schützen und ermahnt gleichzeittg die deutsche und üalienchche Presse, bie Polemik abzubrechen, die, wenn sie fortgesetzt werde, einen gesähr- lidje« Nieder schlag tu der öffentlichen Meinung beider Staaten zurück!akscu würde, bie feit mehr als 30 Jahren verbündet seien und setzt mehr al« je großes Interesse Jiueresse daran hätten, auch weiterhin eng verbündet zu bleibe».
* Tte Vertrauensfrage über Marokko. In Frankreich erklärte sich oie Regierung damit einverstanden, daß bi« Erörterung des deutsch-französischen Ad- lommens in tor Kammer am 12. Dezember ansäugt, wacht« aber zur Bedingung, daß all« Rachmiltags- ßtzungen hierfür toftnnmt werden, während bie Vormittagssitzunge« für die Budgeldercuungen verwendet wecden. Die Debatte wird vier bis fünf Tage dauern. ES sind 33 Redner gemeldet.
* Di« kretische Fragt. Die Mächte haben erneut der P-orte bie Versicherung gegeben, daß sie nicht zugeben werden, daß kretische Abgeordnete ben Sitzungen bti griechischen Parlaments detwohnen werden. Außerdem hat Venizelos erklärt, daß das ParlaMenl die k«tijchen Abgeordneten nicht auf- nehmen werde.
** WufjiMb. Der Minister de» Innern hat in bet Duma einen G.fetzeMwurs über bte HrliSattion m »en von tor Mißernte betroffenen Gonverne- menlfc erngebracht. Die dazu ersvrdertiche Gesamt- summe beträgt 350 Millionen Mark, wovon 125 Millionen bereits ausgtgeden fmb.
** Teuerung auch in Amerika. Daß auch in Ländern ohne Schutzzoll, ht ausgesprochenen Freihandeli- ländern, tote Amerika, eine Teuerung besteht, ist bekannt. Jetzt hat die Handelskammer bti Staates Neuvvrk m einer Resolutton ber Regierung b« Bereinigten Staaten empfohlen, eine Kommission zu ernennen, welche bie Urf neben ber S Steuerung ber Lebenshaltung untersuchen unb über Maß- nahmen zur Abhilfe beraien soll.
" Die mmrarchistische Strocgnnfl i» Portugal. Wie feer Londoner ,Ttmer" aus Lissabon gemeldet wirb, haben die portugiesisch«! Moiuuchifien kürzlich Bieber in einem spaiücheu Grenzort beraten, tote sie gegen bte portugiesischen Gewalthaber Vorgehen solle». Der Be- richterstatter will nuS vertrauenswürdiger Quelle wisse». dass König Manuel zuerst dem Pta» der Roqalijrcn zugestimmt fjäbe, die nach einem erfolgreichen Eindringen eine BoUsabstimmung darüber Hervorrufen wollten, ob der Thron ihm, Ranuel, oder Dom Miguel von Braganza gebühre. Nachdem jedoch zwei Söhne Miguels an feem jüngsten Ernbruch über die Grenze teüpenomme» und dadurch für ihr Hau» eine grosse« Zuneigung toi ben Rohattsten erworben hatten, habe der König angebuteu, zurückzustehen. Die Rohalrfien hätten ibn jedoch gebeten, teuren derartigen Entschluß zu fassen, weil sie der Ansicht seien, daß bei ben tiefen Meinungsverschiedenheiten in den Reihen bei Republikaner ein kleiner Anstoss genügen würde, um die Empörung zu entfesseln. Laut Nachrichten, die in Lissabon eingegangen sind, befände sich eure Bande ton mebrererr Hundert Verschwörern nahe bei Grenze zum Einbruch in Portugal bereit. Die Regierung und bie Presse sollen jedoch ber ganzen Bewegung wenig Be- beutung beilegen.
** 3« Ehnm habe« trotz to» WaffeuMstandti raub um StzchktaHcknvang weiter« Gefechte statt gesunde», bie zugunsten der Kaiserlichen ausfielen. Tie Nachhut Tlchangshungs rft tn der Nähe von Pukau fo gut wie vemuchlet worden. — Ans ein Telegramm bti Gouverneurs von Kirin, daS bie Hoftmrtei heftsi, rrttisierle, hat bie Kaiserin- S itroe mit einem ©feilt geantwortet, daS für die Lage her Dynast« b zeichn end fit:
.Ich nahm bie Abdankung bei» Regenten en «nfe in Hebereintrimtmmg mit den Artikeln feer Konstitution werden tot Premierminister und ba6 Sabi. nett bst- Pflichten der Verwaltung «nb der Ernennung übernehmen. Die -einjigen, die tom Hes der- bleiben, find daS Siegeln tot Edikte durch de» Kaiser, bie Abhaltung von Audienzen nufe die Kontrolle tor Zeremonien durch den Kaiser, bet ton bei Lasset in- Witwe unterstützt wird. Da, ist sehr verschieben ton ton Praktiken der bisherigen Regierang, als bie (alte) KaiseriwWrttve noch selbst dfe Zügel bet Regierung