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Wochenbeilase: „illustrierte Zonntagrzeüunss

38. Jahrgang

Fulda, Dienstag den 12. Dezember 1911.

Erstes Blatt

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Ausland.

etwas fo Unerhörte», daß wir selbst unfern Augm

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BerNn, 11. Dez. 1911. ! ; im Neuen PalarS bei '

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monatrbellager „Klldaer Eeschlchtsdlatter" sprech« JU.K

35*Rt find, daß --mehrfach nölst, ae. wesen ist, Fähnriche auf einige Monate vom KtikgS. schulkommando zurückzustellen, da verfüabare^H.atze nickt vorhanden waren. Gegenwärtig »trügt Außen über 10 Krieg-schulen, u. a. m Kastel und

" Englands Flotienprogramm. , weltbeberr . schende England war nie fo unstldständtg, ro-e in dieser Reit.' Es ist bei den Politikern an der Themse ,ur Manie geworden, bei all ihrem Tun nach Deutschland hinüberzuschauen und nach besten Han­deln sich selber ernzurichlen. Die alt« stolze «Selbst­sicherheit ist ganz dahin und die sorge vor Deutsch­lands Erstarken wird täglich ganz offen erngeflanden Daily News- schreibt, es habe Grund zur Annahme, daß die Admiralität bereits den Flottenetat erörtere, d-r irn Januar dem Kabinett vorgelegt werden I müffe Man erwarte eine Herabsetzung um mindestens 40 Millionen Mark, aber wenn da- Iveuticke Flottengesetz wieder revidiert werde werde England das Gleiche tun, was irSet dies kosten möge. Wenn jedoch das deutsche Flottengesetz unverändert bleibe, w'rde die Zahl der vorgeschlagenen Linienschiffe vier nicht über,chrei.en.

♦♦ Maßnahmen gegen die Ausländer in Frank- reich. Mehrere französische Deputiert- haben einen I Gesetzantrag eingebracht, wonach alle nn Namen des Staates, der Departements oder tet Gemeinden erteilten Konzessionen betreffend die Errichtung von Gasthöfen, Ra mos und Schankwtrtschaftm d,e Klausel enthalten müssen, daß unter^dem m diesen ; öffentlichen Lokalen angestellten Personal höchstens

10 Prozent Ausländer sem dürfen.

» Wirren auf Kreta. Die aufständische Bewegung auf Kreta zielt bekanntlich aus di« Loslösung der c*nM von der Türkei und ihre Veremrgung mit Greckenland hin. Die kreischen Abgeordneten wollen zum Ausdruck der Zugehörigkeit zu Griechen- land an den Sitzungen des griechischen ff ar la mentS teilnehmen. Daran hindern sie aber wie bereits gemeldet wurde, die kretischen «Schutzmachte, Enaland, Frankreich und Rußland. Durch Lerorl nung der Konsuln der Schutzmächte sind f«tzt alle Schiffahrtsgesellschaften angewiesen worden, kretische Abaeotdnete die nach Griechenland zu gehen beab« stchtigen nicht in die Schiffslisten einzulragen. i Matrosen von englischen Kriegsschiffen "vidieren im Hafen von Kanea alle nach Griechenland ab« sahrend^^^ jjja^oniew werden neue ®eraQll taten gemeldet. Die Bulgaren hoffen, durch den äußersten Terrorismus ihre Sache vorwärts zu bringen. Aus der Bahnstrecke Salonili-Uesküb wurden zwischen Elrumitza und Demirkapu von einem Streckenwärter ^rz vor der Ankunft des Postzuges zwei Bo ben entdeckt und entfernt. In Monasttr roinbe eine Frau, die zwei Bomben bet sich trug, verhastel.

Adolf von Schaumburg-Lipp« fehlen Antrittsbesuch nach Uebernahme bet Reaierung be,m Kaiser. Der Kaiser verlieh dem Fürsten den Schwarzen Adlerorden. - Im Herrenhaus- hleltMontagnach mittag Bankdirektor v. Gwinner m Gegmwart des deutschen Kaisers einen «ortrag über die Baadadbahn. — Ter bisherig- itationaQtbera.e ReichstaqSabg. Prof. Dr. Contze, der wiederum als Kandidat in seinem Wahlkreis« H^rd'yalle aufaestellt war, ist an HerzlSbmung geftorben. Zweck? Ermäßigung der Gebühren nn deutsch, österreichischen F ern sprech v er «chr finden, dem Tag' zufolge, zwischen der deutschen und öi.er reichischen Telegraphenverwaltung zurzeit Berhand-

übrigen ist es richtig daß der verhängnisvolle Febler der Bülowschen „Staatskunst _ von 1906 bis $909 die Ausschaltung der stärksten und besten Partei der Reichstages war. Dar Zen- turü hat nicht „beiseite gestanden Zni Gegm- steil her wiederholt von ihm gemachte Versuch, an -;bm Arbeiten des Bloekreichstags teilzunehmen - C erinnern nur an b-“ m^ksteueran

<U”y T(t preußische Landtag wird vorauSsichthchaw 15 Januar, also wenige Tage nach den Reichs tagswahlen, eröffnet werden. In der erften s'tzung wird, wie üblich, der Fmanzmimster daS Budget und wahrscheinlich auch gleichzeitig die neue Steuer vorlaae einbringen. Ungefähr acht Tage vor Er Öffnung des Landtages wird em Auszug ?us dem Etat den Abgeordneten zugeheu, der die wiwtigsien Ziffern deS Budgets bereits enthalten wird. Nach der <maU deS Präsidiums und nach der Ronftttuterung wird voraussichtlich eine ungefähr achttägige Pause tintreten Ungefähr am 23. oder 24. Januar bc- ginnt dann die regelmäßige Tätigkeit des Landtage-. |

V Fi« neuer deutscher Zolltarif. Nach dem Stand am L Dezember bereitet das Reichsamt de- Innern einen neuen deutschen Zolltat f vor m welchen sämtlich« Handelsverträge, auch diejenigen mit Schweden und Japan, hmemaear- beitet wordeiz sind, außer dem mit den Bereinigten Staaten von Nordamerika, da hier ein Jntettmrstt' kum besteht. Die Ausgabe deS neuen Zolltarifs ist in etwa 8 Tagen zu erwarten.

q Eine neue tzeeresvorlag« sollte nach einer Meldung de» ,Berliner Tageblattes' die Regierung planen." Das Blatt «ab di-Meldung mit allem Vorbehalt wieder. Wir haben von vornherein an- genommen, daß di« Meldung ins Reich der Faoel aebört. Unser« Auffaffung wird jetzt durch eine Mitteilung der ,Post'bestätigt, die feststellt, daß von solchen Absichten vorläufig keine Rede fei. Daß in militärischen Kreisen angesichts der Verstärkung der Wehrmacht in Frankreich d e Frage erörtert wird, ob wir nicht dem franzöfischen Beispiel folgen müßten, liegt auf der Hand. Alles, was das Bert. Tagedl.' mitteilt, find im Grunde uickts als alte und vielfach erörterte Wünsche nstlilarischcr Kreise. Der Zweck, den da- ,Berl. Tagedl. m.t feinet Nachricht verfolgt, ist durchsichtig genug. Das Blatt glaubt jedenfalls, diese Meldung im Re ichs- t agSwahlkamps parteipoliti ch ausnutzen zu können. - In daS gleiche Gebiet fällt auch die , von uns wiedergegedene Meldung, wonach die Re. gierung beabsichtigen foHte, @mben als Kriegs- Hafen anszudauen. Auch diese Meldung ist, rote di. Post' erfährt, vollständig au8 den Fingern ge­sogen. An zuständiger Stelle fei nichts davon de- tannt. DaS haben wir auch gar nicht anders er.

b Dec „staatsmännische Gedanke", welcher der Bü- low'schen Blockpolitik zu Grunde liegen sollte wird nämlich dahin gekennzeichnet, daß die ungesunden Gegensätze zwischen der Rechten und der bürgerlichen sinken durch ein ausgleichendes Zusammenarbeiten überbrückt werden sollten, und darum heißt es werter: K infolge der Vorgänge, welche die Auslösimg des alten" und die Wahlen zum neuen Reichelag bestimmt •batten, stand bei der Ausführung biete? ®et>anfen5 gerade die Partei beiseite - tue stärkste des Reichs faag _ in der schon lange ein ähnlicher Ausgleich {mkf der einigendn- ttrast konfeffioneller Jnteresien fi°^Die Erwähnung der -konfessionellen Interessen" könnte den Verdacht erwecken, daß hier dem Zentrum der Stempel einet konfessionellen Packet aufgedruckt werden sollte. Richtiger hätte gesagt tperben sollen: I. . unter der einigenden Kraft der gemeinsamen Weift «infehauung und der mehr als dreißigjährigen Wirk Uamkett der Partei feftgelegten polnischen Grund.

wollen.

Zur Weckschätzung der einträchtigen posttivm -Arbeit wird hoffentlich auch das beitragen, was der ibalbamilicke Aufruf der letzten Sitzung nachrühmt: cher klare, Helle, eherne Zusammen- ,klang der nationalen Gefühle. Wer den

roartet.

» Ein fürchterlicher Schreck it, 1» lesen wir tn der „Germ.", den Liberalen in die Glieder gefahren, al« sie erfuhren, daß der in bte rckchrländffch« E r st e ’ ’ * e... . n . L . . _ OQ «et »I ittmt (III CTtt

sprach Heldt über UnternehmetterroriSmuS schwarze Asten und Aussperrungen. Unter allgemeiner Spannung erkläcke der Minister Gras Vttzthum """„Die'Regierung steht auf dem Boden der durch die Gewerbeordnung gewahrten KoalitionSfret. beit. Sie erblickt in dieser em unentbehrliches Ru^ LUg im wirtschafrltchen Kampfe. Du Regierung wird da/Koalition-recht nicht verletzen lasten. wird eB aber

halten von Ausschreitungen, die unvertragl ch mrt £ Garinung sind D-e für di- -mrt chastlichen Kämpfe bestehenden gesetzlichen Bestimman- n.n oenuaen jedoch nicht. Darau» entstehen Gefahren für daS Wirtschaftsleben. Die Regte.

_ - ; u. daher bereit, r m Bundesrat für lv'ine entsprechen de Ae'n d e r u ng d e r R e ich-.

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ren. Die Regierung wird den sächsischen Berweter in der Strafrechtikommiffion auf bte Drrngltchkett der e.Ä ®S u«» --ch s» »«"»«“• i“ S -'ch'-" b-ch»°^k» ä,“Ä"uÄ mSSJ. ^nso jedoch der ungesetzlichen Verhinderung der AuS. Übung ^de, Koalitionsrecht-.- Lebhafter Beifall bei den Konservativen und Nattonalltberalen.)

♦ Karlsruhe, 11. Dez. 19U. .Di- badisch« Zweit« Kammer hat heute emssimmtg emem An. trag zugesttmmt, der die Emsührung der Verhalt, niswahl zur Zweiten Kamm e r für das ganze Land iordert und die Regierung ersucht, noch dickem Landtage eine entsprechende Vorlage zu wachen. Der Minister des Innern, Frhr.v. Bodmann, machte Bedenken Kettend und erklärte daß dte Regierung, bevor sie dte Erst« Kammer gehört habe, noch keine endgültige Stellung nehmen könne.

•» Zu den Reichstagswahlen.

Wahlkreis Fulda - GerSfeld - Schlüchtern.

H Au, der Rhön, 12. Dez. 1911. I» Hi"er ­würben am Sonntag von «nem Arbeiter auS Fulda der sozialdemokratische K.lender „Landbote und Flugblätterveckeilt, ebenso tu P o p penh a usen. Dort soll der Betreffende sogar tn bte ^olksveretnS' Versammlung eingedrungen setn und veckeltt habe . Wir haben schon wiederholt auf den Verwendungs -weck für sozialdemokratisch« Diakulatur hmgewtesev tn ben Ofen!

AuS dem Wahlkreis HerSseld-Hünseld-Roienburg

--- Hünfeld, 12. Dez. 1911. Der liberale Kan- bibat für ben hiesigen Wahlkreis, der Estenbahn. beamte Fiedler, hätt zurzeit in denverschwbenm Orten Wählerversammlungen ab. So sprach er in der letzten Woche in Großenmoor und Langen- sckwarz. Daß der FreisinnSmann, der nach dem Programm sckner Partei für die Besetttgung der landwirtschaftlichen Schutzzölle emtreten muß, d,e hiesigen Landwirte sonderlich für ferne Kandidat erwärmen wird, ist auSgeschloffen.

Wahlkreis Marburg-Mrchhai«.

Bltina zwei Koransprüche: .Wer bi« Wahrheit sagt, der zittert nicht." und „Die Lüg« ist nur erlaubt, wenn sie zur Rettung führt". Der BeMreter der Anklage führt auS, di« vierzehn Araber nahmen ihre Zuflucht zur Lüge, um der Gerechtigkeit zu entgehen. Sie feien gemeine Mörder, die bte italienischen Soldaten von hinten angegriffen Mt-n, Der Verteidiger da. gegen betont, daß ihm die Schuld der Angeklagten nicht erwiesen scheine; man dürfe «tcht verurterlen, wo keine Klarheit herrsche. Die ganze «Verhandlung verurteilt sämtliche Angeklagten zum .Tode nach der ortsüblichen Weise". . . ,

Tie Verurteilten waren zunächst gefaßt, jedoch Qenm Abend fingen einige von ihnen tn der tertoat- tun™bei balbig-L Vollzug- zu zittern an In der Nacht konnten nicht alle Schlaf ftnben. Um 3 Uhr morgens wurden sie von den Karabtneri geweckt. Man batte beschloffen, ihnen die Augen zu verbinden, um ihnen ben traurigen Anblick des Vollzugs zu ersparen. AIS b'ie Verurteilten erfuhren, baß sich rhr Schnksal erfüllte, fingen sie an, Allah anzurufen, bte einen ruhig, die anbern aufgeregt. Aber lernet bon ihnen sprach ein Wort mit ben ZaptieS (den türkischen Gerr barmen), bi« man mit bet HenkerSarbeit betraut hatte, um sie ben italienischen Soldaten zu erffaren.

Am Brotmarkt mitten in bet Stadt war wahrenl bet Nacht ein Galgen mit vierzehn Schlingen er. richtet worden. Eine Inschrift in ttalientschet uiid arabischer Sprache besagte: „Ausgehangi, tocdjtc an» 23 Oktober auf italienische Soldaten schossen. Uw 4 Uhr morgens wurden die nach dem Brotniarkt suh- renden Straßen abgesperrt, nur Journalisten * uni Offiziere wurden durchgelassen. Im Gansemarsch our. den bie vierzehn Verurteilten hetangefuhrt, elnew ein und em Knradlnere, ba He® foÄgtn Vr SBinbe ben Weg nicht hätten finden können. ° Einige muhten geschleppt werden, °^Zu gleicher^Zeif^wecken"'sie bann auf ein kleine-, bewegliches Gerüst gestellt, die 3°V"eS legen ihnen 'ne Schlinge um ben Hals. Emer bietet feinen Sopf st--- willig dar, andere müffen gestutzt werden. da sie stU n6nii'ä(6tia sind, zwei von ihnen rufen inbrünstig Allrt, an. Die ^anwesenden Bürger unb Soldaten wagn faum zu atmen. Eine Minute spater wirb das Gerüst, auf dem die vierzehn stehen, weggezogen. die Schlmg ■ ließen sich zu und der Tod tritt sofort ein.

8 k'cc Soldatenkordon wird eingezogen, aber einige Journalisten und Neugierige btetben zuruck um zu sehen, welchen Eindruck der gräßlich« Anblick aus bw Araber macht, wenn st« nach Sonnenaufgang au • nelien Dst ersten Eingeborenen, di« sich einzeln zei- aen sind tief bewegt, sie wenden den Blick ab und ent- fernen sich sofort. Dann aber kommen sie mGrup- pen, bleiben stehen und besprechen sich. Gesichtt^ >ie sonst meist undurchdringlich find, verraten ooa} manchmal eine tiefe Bewegung; sie ziehen sich äuxu“ unb führen ein leise- Gespräch. Da- Kommando hat viele Spione in den Kaffeehäusern und an '

sich die Araber einzufinden Pflegen, verteilt, u Kommentare zu sammeln.

vz ßm halbamtlicher Nachruf auf

Für dir Regierung hat die AnfeckiMNg eines R«iMags-Nach;rufz in dem S^enwacklgen tzasie besondere Schwierigkeiten. Ter Reich.tag war fn feiner zweiten Hälfte ganz anders geworden-, in Folge deffcn mußte auch das R - gi eru ngj^ s h ft .> m ganz anders werden, wenn es mit umge- Joanödten Parlament gedeihlich Wecker °^bei e wollte. neue Regiemngswetse ging aber nich. durchweg'vorr neuen Männern aal; 0jca e ob eiche Leitung an der allein verantwortlichen Stelle lag in den Händen eines Mannes, der auch in ber Blockzeit an der zwoithöchsten Stelle bereits tätig jgewesen war. Herr v. Bethmann Hollweg muß bet Der Beurteilung dec ersten Hälfte bet Periode so vorsichtig sein, daß er sich nicht se-bst bet.

Dobeir finden wir in dem halbamtlichen Rach- tufe, den die „Nordd. Akkg. Ztg." soeben ve^ bffentlicht, den Versuch, der B l ock P o l it-k des Fürsten Bülow einen „staatsmäwülchen Gedanken Uachzurüh.nen, aber zugleich darznlegert, daß die Parieikonstell-ition in der Blockzeit nur vorüber, gebend sein konnte. Ferner sucht der Nachfolger -des Fürsten Bülow sein Eingehen auf die^Fmanft Notia in der Ausgestaltung durch die neue Mehrhelt Mt bet damals gegebenen Zwangslage wegen Der Auffrischung der Reichseinnahmen zu ent- schuldigen, cn ^uKsührungen, die sich auS der eigen, 'drtiqen Lage der Bethmann'schen Regierung ergeben, Praucht man nicht zu scharf ins Gericht zu gehen. Um so weniger, als die Regierung der ^chverten Dälsie bet Reichstagsperiobe bie gebührende An skrkenuung zuteil wenden lc zt und auch dem -Zentrum eine bckondere Genugtuung nicht ver-

9eHelt$re8k*, 11. Dez. 1911. Die Zweite Kammer beriet beute über ein« nattonall,berate Interpellation und -inen konservativen /UÜÄr'Will--daß Deutschland sich in darlSchutz- btt «r^itSwtllig-n unb Weik würdig behaupten soll, bet muß auch dafür treibrnben gegen Interpellation,

stich«, daß in der inneren Entwicklung da- f r Ud- muS, ebens° -in«tzia bemvk^ .sch« Antnpeualwn sich-S»-!,-- «dte UÄ'S Ä

-------. statt. Für di« Nationalliberaien sprach Bleyer, für Deutsches Reich. artetto."^«abe&en^n^Äb«^unb vrrlangten

: d«L?Smm?unkde» BenttumÄeX Fianksurt würbe heute abend tm Saal« des Komr

f:l Neustadt, 11. Dez. 1911. Sonntag abend fand bist selbst im Saale de» Herrn L. Bauer eine B e r- ammlung bei B olksv «reln» statt, w-lch- zuastick ckne allgemeine Z ent tzu mSv ammlung sein Me Herr VolkSverei^-Serre. tär Gotthards aus Frankfuck a. W. j^T.a^,“b”h(°g allaemckne politische Lage und beleuchtete bckonder», wie « eingangs bemerkte, d-S Agitationsmateriat d e t Gegner, welche hauptsächlich tn ucherenft mil Kandidaten von der Rechten bi! ^zur * » gesegneten Wahlsteise in Bestacht konunm k-mn. D« weiteren beschäftigte er sich haupffachlich mit Herrn

Ger lach und fetzte die »ehmchtungm di^S ^>!>rvn diirck Fahlen unb Tatsachen tn • rechte Licht. Jebeüsalls^aten bte Ausführung^ de» Herrn Gock hmd? äußerst belehrend und orientierend, wie dte g«. spannte Auftnerksauckeit bewies, welch« bis » tj" ten Satze cmhielt. Mit einem warmen Appell an btt Peffammlung, die gute Sache des Vol^veremS nicht nur mit Geld, sondern auch durch agitatorische Müe hiffe förbern zu helfen, schloß « seme stefflichm « » tiihriinnen Herr Pfarrer Ebel teilte darauf noch mit, daß'M von unferer Seite zu Kandidat nur das Mitglied d-r deutsch f . in! e n Varrei, Herr Rupp, in Frage tarn men könne and zog eine hrtetjante scheu di-sein Herrn und Herrn Dr Bredt. Wie

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m Ftage-kommen, ^^gstümlichkeit durch fern

lockteichsiags teilzunehmen - ll« Weckel nicht allckn

rfcC' ölb — ist V0M ’o“*i**" -—' . “ , , - tolefefc worden. Das Zentrum ist damals geh in-

' worden mitw-tibetten. Wer d>e Kundgebun- tMckerh"al» wst die Rachckcht lasen. ta|

gen Sükow's von Mist Dezember “ J" 6"- ^d allerdings nachträglich mttgeteffi, daß Herr 8ße- ’ßairiat 1907 genau verfolgt ^t' w-rß ubttgen», ß w^b Monaten dem Katholischen Leh-1

Mcköw erst nach und "°rh von einer vo sich g n cttö^Qnb 6cigttreten ist und dte Regierung von die- -Behandlung deS Zentrum sich rur rucksichtÄos w Die „Straßburger

Uervehmung hat treiben laffen. Rchenbe. vndien 1 m auf» Fälfchen, um der Regierung

Luch daran erinnert zu werden daß er « "°ch P- ^eMLat vorMh-k-n. Sie schreibt, der L einem späteren Jahre, d.e bewahcke Kunstves b„ schmählich" Übergang«.

-Zentrums in bet Gewinming ber m itt ^rbm ist, habe 2000 Mitglied«« tm Lande unb bar- Einie als Muster und Vorbild für 1500 Katholiken. Run figuriert ab« im Jahr-

tzleichspolitir bezeichnet hat Angesicht dieler e 8,y fflr 1910, dem amtlichen Ov-

kcnntntS erscheint fteMtz f-m Veffuck> der Zentmm» verein», auf Sette 170 Elsaß-Lothringen

pusschallung erst recht leid; feritS befferc mit nur 1170 Mitgliedern insgckamch D« Katholisch«

Was nun d-r Rückblick aus bte Swett«, vckl°^ Qtfrc0)erbanb .Wt ungffähr 850 Mitglieder tn El- U-P. d-- EU1LLV«? JwS SÄ. ewV-* dl-.

chunzSpokitik fett 1909, der Rkuch-w.Nzier ha e „ Effahruna besitze al» die jungen Herren vom

fachlich die Gckchäste nur anabbongng von benjar K^^^Dmtichen Lehcervereinr für Elsaß" eien führen können in dem Sinn da^er nicht Katholik mehr oder

Iben persSnhichen « bS Kammer bte erdrückende Pro-

schüft bestimmlsr Parteien für bte G e sawthi. . . ,e Mehrheit nicht im genngsten beeinträchtt-

Arbeiten erhob; bte Sachej ^anft^M^ryeti ^aterlanb"

< ist noch nicht in Gefahr!

freien Spiel * Eine neu« Kriegsschule. Der nächste HeereSctat .. Zlf i,. btt Tat die dürfte die Mittel zur Errichtung «tuet neuen Krugs- ; gar tu 0» -«,«1 v. « h _ ™ f*on Qemetbet

x Rtito MMN Ställen unb dkl Mei.

Nach dem Arabcraufftanb vom 23. unb 26. Ott- vollwaea bie Italiener bte Tobesstrase an den Arabern, bte mit ben Waffen in bet Hsmb getroffen mürben durch Erfchteßen in ben Rücken. Tas italienische MilttSr-Sttafgesetzbuch kennt zroet Arten des Erschießens, von denen bet Schuß öl« bie ehrenvolle, bet tn ben Rücken als dte ehr- los« gilt? Nach italienischen Utsttl scheinen aber bte Maffeneckchteßuugen auf bie trabet noch mchl genügend Etnbruck gemacktt zu hao«n und i mfl»° hat deshalb vierzehn Angeklagte, die | teilweise wegen Krankheit oder Verwundung Ä? noch ’nw P*-*. »um Tod .nach der ortsübttchen Weste, 0. y durch den Strang, verurteil!. T.es« Todesatt tiiU nämlich bei den Mohammedanetn als fchuup - I fich weil eie Seele nicht durch den zugeschnurtkn

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ti(4"$iMman6B”

L käu ä- * streiten. ihr« Sch" . beT Leutnant

wmt besümmtcr t ' - Nautische Mehrheit nicht

i ber w erledigenden Aroetten eryov, ot« n*

Sui ft e sich jedesmal selbst ihre Meho° m Hett erobern". c f . ~h),T

; Diese Rückkehr zu dem .freien ®»l«J

aller positiven Kräfte" hat in »« wvk I ««R« '"Ss"ist"Mt"zlichsch°n gemeldet

<sie en Block der Linken oder gar rosaroten Groß- Mock neue Lähmung unb Verwirrung herbeiführen