Amt Geisa und Umgebung.
Aus Gberheffen u. den Hess. Remtern
| Aus Thüringen, 5. Dez. 1911. Auf bem Schacht Wintershall in Heringen stürzte der in den 40er Jahren stehende Bergmann Heinrich in einen Bottich mit kochender Salzlauge Er wurde so schwer verbrüht, daß er nach kurzer Zeit starb. — Zit Zi- furfer Regierung hat aus dem Abwurf der von I Munchhausm-Stiftunz, die sich auf über zwei Millionen Mark beläuft, eine namhafte Summe zur Abhal- tung von Schilehrkursen für Lehrer und Schü- ler aus den Orten des Bezirks Erfurt zur Verfiigung gestellt. Der Kursus wird voraussichtlich vom 19. bis zum 21. Januar in Suhl stattfinden. — Das Schöffengericht m Erfurt hat sich entschloffen, wenn
Lokales.
Fulda, den 6 Dezember 1911.
** Zn einem guten WeihnachtSgeschäit, sowohl für Käufer wie Berkäufer, gehören drei Dinge, erstens: Geld, zweitens: zeitig eintaufen, drittens: einerseits wissen, was man kaufen will und deshalb ander» seits: inserieren, was man zu verkaufen hat! Mit
So versucht er, die laut mahnende Stimme seines Hebens zu überreden. Ganz in Gedanken ver» funtan, bemerkt er gar nicht eine Equipage, die auf jemand zu warten scheint. Vis der Kutscher ehrerbietig den Hut zieht und Orlando die Morgcmosche Livree erkennt. ’
Er 6Iirfr um sich . . .
hinten an den .Aequaootti', den antiken Wasserwerken, deren hochauftagende geborstene Sau- lm diesem Test der römischen Campagna ein folck KEs^ehavürdigeS Absehen ßeTen erschimm^ Rasch lenkt er seinen Rappen der Stille zu Sein H-rz beginnt verräterisch zu pochen .
30 279.
Mittwoch 6. Dezember
58. Jahrgang.
®rÄMt Wt Sa"8 Erliebst aus, die kleine gtaiK,Äie Sei6e Spitzenkleid, nur lose in der bJau^ Band gehaltm, der herzfSr» ?ie garten Linien des Halses zur vollen Geltung bringt, das üppige schwarze Ge- ock unter dem breitkrempigen Strohhut mit dem liegenden blauen Schleier — dieses alles harmoniert ^lzend mit dem feinen dunklen Gesicht, dem roten Kirschmündchen und d-n funkelnden schwarzen Augen.
Gleich darauf ist sie im Wagen. Er reitet an ihrer Seite. Und zurück geht's gen Frascati
* Aus Franken, 6. Dez. 1911. In Neustadt a. S gründeten die Mühlenbesitzer vom nämlichen Unterfranken die „Nordfränkische Mühlenvereinigung- und setzten einheilliche Preise für ihre Produkte fest — In Damm bei Aschaffenburg wollte der Fuhrwerksbesitzer Wolbert Lehm holen. Dabei fiel chm beim Umkehren in der Lehmgrube die Deichsel au den Körper, sodaß der Unglückliche schwere Verletzun» ytt erlitt, an denen er gestorben ist. — Auf der Strecke Jossa-Brückenau-Wildflecken verkehren an Slmn- und Feiertagen in der Zeit vom 3. Dezember bis 25. gefiruj; Sonderz im, ab Jossa 6,52 Uhr, an Stadt Brückenau 749, an Wildflecken 8.33. Stadt Brückenau ab 5,55 nachm., Jossa an 6,40 Uhr. Die Züge sind für Wintersportfreunde aus Franken berechnet, die zum Kreuzberg wollen.
* Buchenb^g, 6 Dez. 1911. Hjcr brach ein Brand im Schulhaus aus, 6er dem Lehrer fast sämtliche Möbel beschädigte. Der Brand entstand im Schornstein und soll nach Ansicht des Schom- tia'Se Wochen im Brennen gewesen I in. Der Lehrer mußte die Wohnung räumen.
Treysa, 5. Dez. 1911. In der Stichwahl ß^r@äJtTOrbnelT3?CrfaTnmIun9 (2- Klaffe) wurde £^ff?hHrr?raUQel6aC,16er H°°ö. der schon früher a d)tn ®oHe9lum angehörte, mit 28 Stimmen
HUI.,
Mr Tküsikk 1(5 kkrtmlm.
13] Roman von Ade le Böttcher.
„Nun wohl mein Sohn - laß uns ein offenes ®?cr. sN' emander reden! — Du weißt: sobald du dich fUbstandig machen oder verheiratm willst — es -ünn sehr bald sein, ganz nach deinem Belieben — b0L n£r hundertfünfzigtaufend Franken. ®ei Ooerst gibt Graziella beinahe das Doppelte Dies zuiammen reicht aus, im einen Hausstand zu zründen/ 0
„Ja, sie war schön, die goldne Kinderzeit Orlando! Herrlich schön!-
Graziella ruft es mit voller Begeisterung au'1 ^^ttfksien Innern heraus. Sie schwelgt förmlich in den ihr so teuren Erinnerungen Ihre Wonnen Ä' Ewarzen Augen fkahlm'-einBild heitersten Frohsinns, unschuldsvollen Glücks
b^enJ,cI’ ^aseati nähern, um so fester wirb Orlando's Entschluß:
dch werde kein Esel sein
6er le.n trften Stein auf meinem Lebensweg stolpern. Die gute kleine Graziella I Wo findet man gleich wieder ein Prachtmähel wie sie!"
(Fortsetzunglol^t.)
L * Offenbach, 5. Dez. 1911. Der 16jährige Sohn der Fam.lie Ostar in Hanstadt stürzte beimSchlach- Schweines in ein Tranchiermesser I und war foforttot.
, . * Frankfurt a. M., 5. Dez. 1911. Erschossen ?as sich ln vergangener Nacht ein Kassierer der Mit- leideutschen Kreditbank namens Joel. Die Ursache des Selbstmordes ist nicht bekannt. $
* Homburg, 6. Dez. 1911. Eine eigenartige ift kürzlich hier zutage ge- treten. Bei der Tiefbohmng zeigen die in die Erde Fakten Eistnrohre eine außerordentlich starke mag- netische Kraft, die auf den Einfluß des Erdman- n ett s mus zurückgeführt wird. Eiseme Gegenstände, zumteil von erheblichem Gewicht, wer6en von den magnetisch gewordenen Rohren angezogen und I festgehalten. Zwar hat man im Ausland bei Tief- ^f0" üh"kiche Erscheinungen beobachtet, doch ist in unserer Gegend bisher bei solchen Anlässen so starker Erdmagnetismus bemerkt war- 5' wissenschaftlichen Kreise find
w°i6en ®rtoetnUn9 bereits aufmerksam gemacht
.dieErde wieder kräftig .befeuchtet' ist, auf manchen Wiesen viele Hunderte von Mauiwursshaufen sehen gleichsam als wollte d.r Maulwurf nachhoten was er im Sommer nicht verrichten konnte.
'* Die Kriegsmarine. Ausstellung, die jetzt an mehreren Tagen b,s 10 Uhr abend« geöffnet ist, erfreut riet) fortgesetzt eines großen Interesses. Besondere Au,, nierkfamkeit wendet man den Torpedobootenzu dieser Schiffsklaffe, die statt der Kanonen den Torpedo I als alleinige Waffe haben. Ein n r u e ft e s T o r p e d o - boot ist in der Ausstellung im Modell vertreten. Torpedoboote sind die kleinsten Schiffe der Flotte aber I auch die gefährlichsten. Schwarz von Farbe, fahren sie SE^n Scharm mit Schnell,ugsgeichwindigkeit auf ea 3(XX) Meter an das feindliche Kriegsschiff heran, I schleudern die Torpedos aus den auf dem Oberdeck I liegenden Rohren, drehen und eilen wieder davon Die I Torpedos laufen jetzt feldfttätig immer 3 Meter unter I Wasser und immer geradeaus weiler gegen das «iel mittels eigener Maschine. Stöbt der Torpedo mit der Spitze gegen den Boden des feindlichen Schiffes, dann wird die im Kopfe befindliche Sprengladung zur Explosion gebracht, und der Schiffsboden wird einae- I drückt. Das so verwundete Schiff legt sich schief und I wird dadurch kampfunfähig. Ein Torpedo kostet 1 18000 Mk., aber baS Linienschiff, das durch einen einzigen Torpedo kampfunsähig gemacht wurde, kostet 50 Millionen Mark. In der Ausstellung find 2 Torpedos in kriegsbrauchbarem Zustande vorhanden. Die I Torpedoboote werden erfolgreich bekämpft mit Schnell- ladekanonen kleineren Kalibers — eine solche Waffe ist I I ebenfalls ausgestellt —. Sie verliert ihren Wert bei Rächt, die vor allem für Torpedoangrisse benutzt wird. Aber dann tritt noch eine wertere Wasse gegen die Torpedoboote auf, der Scheinwerfer. Man sucht die Umgebung auf Torpedoboote ab und findet man solche, weiden sie durch die Kanonen vernichtet. Doch find sie auch glücklich rangekommen, so müssen fie, nach dem sie die Torpedos geschleudert, wieder zurücksabren, und auf diesem Rückzüge wird der Feind sie sicher zulammenschieben. Nirgends in der Flotte ist im Kriege i der Dienst gefährlicher als an Bord eines Torpedo- bootes; nur charakterfeste und mutige Leute kann man hier gebrauchen, denn sie sollen sterben können.
- 5*1 Schöfftngerichtrveihandlunqen. Der 15jährige
Wkißbinderlehrling I. L. von Loras erhielt in der gestrigen Sitzung wegen Diebstahls eines Porte- monnais mit 16.20 Mk. aus dem Schranke einer fremden Wohnung in Horas 3 Tage Gefängnis. — Weil er den Bahnarbeiter A. L. mit einem harten Gegenstand an der Schläfe verletz'e, erhält der wiederholt wegen Körperverletzung vor- bess aste Arbeiler G. 91 von hier eine Geldstrafe Mark. — Eine Strafsache gegen einen! lljayiigen hiesigen Burschen, der wegen Diebstahls angcklagt war und einem hiesigen Schuhmacher- meister, der sich in dieser Sache wegen Hehlerei zu verantworten hatte, wurde vertagt. — Zwei andere I Strafsachen endeten mit Frettprechung.
Aus dem Nachbargebiete.
. 4 Wirtheim, 4. Dez. 1911. Eine Volksver- a1!!8*^etfammlung fand gestern abend dahier statt. Zahlreich halten sich die Männer und Jüng« । ‘ir*0® eingefunden, die Jugend war fast ausnahms- los ba; wahrlich ein gutes Zeichen. Nachdem Herr I Pfarrer Weigand die Veriammlung begrüßt und I W eine vortreffliche Schilderung der Ideale des Volksvereins begeistert halte, sprach Herr Kaplan Hahn über die uns feindlichen Strömungen im Liberalismus auf wirtschaftlichem, politischem und religlösem Gebiete. Die in den Schlagwörtern: .Freie Wissenschaft, freie Kunst, freie Schule- zum Aus-1
I .?Iud£ r°lnme.nbe l'b rale Weltanschauung fand eine scharfe Kritik. Reicher Beifall dankte dem R.dner. ,jtn "U'chlusse an diesen Borlrag beleuchtete Herr Pfarrer Weigand die Auffassung des Liberalismus von Freiheit, von Toleranz auf religiösem Gebiete m der 'Praxis schildernd die Lage der Katholiken Deutschlands. Die Bersammlung schloß unter einem Unbrurf, bet bet allen Teilnehmern treue Anhäng-1 lichkeit an den Volksverein Hervorrufen und bewah-1 ren wird. ’ I
I angesichts dieser wunderbaren Figur einer tiefen ’stüb,' ruitg erwehren. Möge nun diese schöne Neuheit m
®’t bekennen, fügt der Kunstwort hinzu daß öum Glossieren dieser Ankündigung jedes Wort
J-tzt erkennt er die Umrisse der über ein Skiz- öenbuch gebeugten Mädchengestalt.
Mut GlMälffchung durchzuckt sein soeben
Äbke8 Doch sofort schämt er sich dieser Empfindung.
®ro?icIIar ruft v, sich zu einem fröhlichen Tone zwmgend.
Gr sieht, wie die weiße Gestalt zusammenfährt dann rasch aussteht und ihm entgegeneilt
„Orlandos Du hier?" Er springt vom Pferd.
„Guten Tag Graziella! Was tust 6u hier in der «Sonnenglut?*
r ”“$? eine Skizze der Acguadotti. Schon lange hatte ich die Absicht, doch es wurde nie etwas dwaus. Heute aber, wo der Schirokko alles in die ä'Mr®r,5n'Swb-a 616 '•m"6 -
enSu#\?„rite"8klm 23o"9m *“ *N ifr . .^5 faßt ihr ein paar anerkennende Worte über b°t x c1 hübsche Bild und fügt, einem plötzlich austmichcnden Entschluß folgend, rasch hinzu: $ nickt Eowwsis beu ^ch. Wenn du aber
nicht nutkommst, reite ich wieder zurück.*
ihren Augen leuchtete es auf
beinahfS? ”’lt ~ natfirIi^! 3d> bin ohnehin
Und leichten SchMes, das kleine Hetz in stüt- ' Rcchpm fciT19' WWÄ ne ne6cn lhm und dem ,
Benehmen der jungen Prinzessin gegenüber hat sie hin fitr r FCaU&ett 'nuß also wohl vollständig korrekt sein, uno der Vater mit feinen über- ftrengen Gmndfätzen sieht zu schwarz.
Bah, er will nicht weiter darüber nachdenken — £r ^ »achste Zeit wird er die Villa Fortuna mei- öcn' “n.b di« ganze dumme Sache ist vergessen. nnrtoJ°3mb *et'kuten besteigt er bereits am
SÄ Äf a feinen um nach
6in wundersamer klarer Sommertag
In bläulichem Dust dahingestreckt die ganze rö- Mische Campagna. Kein Lüftchen regt sich Keta tar8e‘n3hth^e-i. E^ie auSgestorben die ganze Na- mit b^mbf5rrBerM 17 "^blaue leuchtende Himmel nZÄ herabglühenden Sonnenball. Orlando hat den weißen Tropenhut zum Schutz gegen die mordenschm Sonnenstrahlen in ten R^len l6^00011- Die Zugel schlaff haltend, läßt er den Rappen traben, wie er will.
Dabei veffucht er, sich in Gedanken nur mit Gra- ziella zu beschäftigen.
Was sein Vater sich eigentlich einbildet! Als ob er je daran gedacht hätte, Graziella zu heiraten um chrer großen Mitgift willen! — Eine brave Frau will er haben, und das wird das Mädchen sein — sein lieber kleiner Kmnerad. — Er kennt Graziella ganz genau - und sie ihn - fie passen samos zu einander.
2. vlatt.
»rurf und Verlag ter Seiöaer Sctientnufevei in Suita.
vermischtes.
* DK Festung Köln «nd die Flieger. Ter Flieger Werntgen, der ohne Genehmigung des Gouveruc- ments ble Festung Köln überflogen und damit gegen ein militärisches Verbot verstoßen hat, bar? in Köln ntdjt mehr fliegen. Wahrend cie MiliiärverMaltung otSber den Exerzierplatz Merheim-Riel für Flua- ubungen unenigelllich zur Verfügung stellte, s^ll oieses Entgegenkommen mit Ende des Jahres auf- hören. *
nen$tam^ f r$aItU3Ö lfLrec^ ««tariert. Der Klei- i sisiitfnvollstem Herzen, und Orlawdo - ÄBfibt83an3 i^lich in der Gesellschaft des lieben i ~ irtzt da Sonjas blendende Schönheit Schatt^^t unP-sdstinglichen Reize nicht in den ehnÄ 5euV aussiehst!- lächelt er, sich
etrnag zu ihr herabbeugend. „Blau steht 6ir wirklich am besten. Schön als Kind 9 r ’rfl^
Sohlen blickt sie ihn von der Seite an.
»Densst bu noch daran, Orlando?-
8^i6 - Wenn wir zwei - du r“f ^l0Lneinc Wadel und ich, der langaufgesckoft jene Bursche — auf unfern Pferden durch die Campagna ragten — — schön war« doch, wie?-
„O, wie schön!-
fiiwe?bm,;TVk"n a?11 r^9eIn ßht^ni und nie etwas ftiPen, weil die Angelschnur sich stets verhedderte — * _ w, v^.rr wenn loir Blumm pflückten und du die BÄn„eTm °-»°E -» m,!-d,. L fonoers schone Blume zu holen __-
bu?ann Dank die Arme um meinen -ars legtest und mir einen schallenden Kuß gabst —" wurd«, U2',;Ttot^U zusammen ausgesckolteu Mm -- toh toiebet -innial nichts gefangen nah,»——-"b jebC8 bOn un8 die Schuld auf sich
iq, Tie rasche Räumung bcs städtischen Schul' gevandes durch dis Schulkinder hat sich schon mehr' fach bet Probealarmierungen als möglich ermiefen- JJian wollte sich vergewissern, ob bei eintretender Erfahr die Schuljugend schnell und ohne Unfälle ba.; Freie gewinnen kann Wie ro:r von beteiligter «eile hö rn, war die kürzliche Ankunft dezw. Durchfahrt des Zeppelinluftschiffes „Schwaben" gewisser- makcn auch eine Alarmierung. Aus da- Signal „Zeppelin kommt!" hin waren in einer halben Staute alle Schulräume geleert. Diese Nachricht roirb^ben Eltern der Kinder zur Beruhigung bienen.
5) Eine Beobachtung aus dem Tierlebeu teilt uns em ?efer unserer Zeitung mit. Danach tonnte man I m diesem Sommer und Frühherbst, besonders aber
Grummet-Ernle, die in vergangenen Jahren I in bie Augen fallenden Mauliourfshaufen auf den I ^^efen in bet Umgebung der Stadt nirgends I wahrnehmen. Bekanntlich ist dec Maulwurf! sehr nützlich burch Vertilgen von Ungeziefer aller Art; nur wegen bes Aufwerfens der Erve ist er der ! Landwirtschaft und dem Gartenbau in etwas schäd-1 lich- Dieses Jahr vermochte der unterirdische Be-1 wohnet, wahrscheinlich infolge der allgemeinen Trocken-1 beit, mit seinen schaufelartigen Vorderfüßeu die Erde | nicht auszuwühlen; baför kann man jetzt, nachdem |
«uf dem Liuienschiff „Prenßm" sind wahrend einer »d).eBubung in der Kieler Bach', anscheinend infolge unvorfichllgen Hantierens mit einer Granate an einem Geschütz, zwei Mann erheblich ver- letzt worden. Die „Preußen" ist in Siel eilige» nu‘,*n • Utl6 Verunglückten gelandet, die sogleich m bas Garnifonlaiareft fibergeiübrt wiirden.
"ach der Spieldose segnende Christus. Aus dem Prospekt einer Glaswarenfirma in Berlin gibt der Kuilsttvart folgende Warenempfehlung wieder: ^setzlich geschützte, gerechtes Auf- fegnenbe Heiland mit
Selbstanklage wegen Unterschlagung von Mündelgeldern wurde in H a m b u r a der ^u. stizrat Wätke verhaftet. Den Anstoß z/den Ver^ ""^suungen, die sich auf 200 000 Mk. belaufen, gab der finanzielle Ruin seines Bruders, des Be- sttzers emes Holz- und Sägewerkes in Altona, der «na !n Zahlungsschwierigkeiten befand,
ait3 denen ihm der ^ustizrat immer wieder in der Hoffnung half, daß eine finanzielle Gefundung des Unternehmens chm die Möglichkeit bieten würde die f Zahlungen setzt einzustellen sich genö-
gen Hennen6 3ufti$Tat fehte Verfehluw
M *. Fünfzigtausend drahtlose Stationen. Ein, di°?^ JÄT «b .großzügige Einrichtung Hai die amerikaiilsche Regierung getroffen. Um d« rttMar rrf “ s ’ Fischerboote vor Un.
glud§fallen durch Witterungsumschläqe und Stürm, zu behüten, hat sie 50 000 drahtlose Empfm,gsstatw
dem ersten Ding, dem Gel de, ist's so eine eigene Sache. Man sagt und klagt, die Zeiten seien so schlecht, man müsse sparen. Run ja, aber Weihnachten ist nur einmal im Jahre, und obendrein benutzt man die Gelegenheit immer mehr, mit „praktischen" Sachen eine Freude zu bereiten, mit solchen, die der andere ohnehin braucht. Rian darf daher die Weihnachtsausgaben nicht allesamt dem Konlo „Geschenke" ober „außerordentliche Ausgaben" aufbürden, wenigstens nicht insoweit, als bie Gaben ben Angehörigen zuteil werden. Im übrigen aber, will und muß man rechnen, dann vergesse man nie, daß billiger Kram, billige Ware stets das teuerfie ift! Sieber etwas weniger, aber gut und brauchbar! Unb zum andern: zeitig einkaufen! Man sollte meinen, bas wäre für jedermann leicht burch- zusühren, jedoch die große Mehrzahl der Menschheit will das noch immer nicht ein leben. Jetzt ist noch kein Laden überfüllt, jetzt ift bie Auswahl noch grof;, jetzt hat man auch noch genügend Ruhe unb I Stimmung. Kau e man also ruhig nach Maßgabe | seiner Mittel schon jetzt: jeder Geschäftsmann lagert sehr gern bie erstandenen Sachen und schickt sie erst I kurz vor dem Feste ins Haus. Aber freilich, sollen I bie Käufer sich zeitig einstellen, so muß auch der I Verkäufer zeitig genug feine Darbietungen anpreifen I und sich genügend oft in „empfehlende Erinnerung' I bringen. Das Schaufenster genügt zur Reklame in I der Weihnachtszeit nicht. Sian bat da zuviel zu I scheu, man kann sich nicht sammeln, vieles aber, das man gern haben möchte, sieht man auch wieder I nicht. Da können nur oft wiederholte wirkungs-1 volle Inserate dem Ucoel abhelten. Wohl zu l keiner Zeit werden Inserate so sehr studiert, wie I vor Weihnachten! Das sollte jeder Kaufmann be I denken! Vergesse man doch nick t, welch' enormen llmsatz Versaudgeschäste in der Weihnachtszeit er-1, fielen, die ja nur auf Jnseratreklame angewiesen I s
* Marburg, 6. Dez. 1911. Der ordentliche Pro- I fessor bet Rechte, Prof. Dr. Heymann hier, hat ben [an ihn ergangenen Rus nach Halle ab gelehnt. I—.Mit ber Ausführung bes geplanten Kreis- ,V,9 erdenkmals soll ber bekannte Berliner Bilbhaner August Gaul, der Schöpfer zahlreicher erlesener Tierbildwerke, betraut werben. Das Star- burger Denkmal soll bie Gestalt eines monumental rotnenben Löwen zeigen.
r Bauerbach, 5. Dez. 1911. Zahlreich baten ftch die Mitglieber des Volksvereins zu ber am Sonn« | tagben 3.Dez. anberaumten Volksvereins.Ver- lammlung in ber Baumgart'schen Gastwirt- ichaft etngefunben. Herr Volksvereinssekretär Gott- barbt aus Frankfurt a. M. sprach über Schutzzoll- Pouttk unb Steuerhetze. Der Redner erntete nach ZB'Uß Rtner vorzüglichen Ausführungen großen oessall. Ter Gesangverein Lieberkranz brachte einige Ickone Gesangsvorträge zu Gehör unb sorgte für bie
Unterhaltung. — Unser neues Schulge- tu, x l,m R^baii ferliggefteat; es hat kürz- uch bas Erdbeben gut überstanden, ein Beweis für ferne vorzügliche Bauart. '
Unmuiig wendet Drlm;t>o sich ab. Die ganze Auseinandersetzung berührt ihn überaus peinlich.
Dec Marchese aber steht auf, geht ein paar Mal im Zimmer hin und her und bleibt bann kurz vor dem Sohne stehen.
, wäre sehr unklug vor dir, wolltest du dir eifiesn?jutte wie Graziella Morgano verscherzen!"' Wirf x s ^bichen Orlandos Augen dem finsteren Blick des allen Herrn aus
»Wie meinst bu das, Vater?"
Sn s^;'nC‘“e' ? .1?äre sbhr unklug von dir wenn du di^ in eme Liaison mit jener Russin einließest!'
">>n eine uai on mit Prinzessin Sonja Orloff?
Daran habe ich nie gedacht!" J *Jru,n$
„Um so besser!'
Beruhigt zündet der Marchese Silvio Carnpanelli sich eine neue Zigarette an und leitet das Gesvräck auf em weniger heikeles Thema ewracy
t ,D-e vertraulichen M-ttellungen seines Vaters beschäftigen Orlando den ganzen folgenden Taa
Hat er wirklich seiner Bewunderung für die frMn, &«ge Russin so unoerhohlm Ausdruck gegeben? - nd bewundert er sie überhaupt so sehr? __' «v.»
Pochen seines Herzens gibt tz.uttich Antwock auf diese Frage. 1
Ja, wozu es leugnen? Sonja hat völlig von lel-
Gedanken Besitz ergriffen. — Aber war das nickt schon manchem hübschen Mädchen vorher gelungen? , Vraziella hatte stets über seine harmlosen Hofmache- jyien gelacht ober darüber gespöttelt. Neber sein 1
^bbewegung des rechten Arrues. Die Sta- ™ea 'v Zentimeter groß mit Lelglas vorn versehen, °wr weiß-mattem Glas, ein Kunstgegen- nuten fffirilton . — jsi Pflicht eines jeden
guten Christen, heute auf der Hut unb auf das Seelen, heil ferner Kinder mehr wie früher bedacht zu sein.
Mittel gegen allerlei Versuchungen des bösen Ger,tes erscheint die zeitgemäße, große Er" Ww des segnenden Heilandes sehr geeignet Der Ablrck dieser herrlich ausgeführten Figur unseres — Di, Er- ' »1 ?"cht auf jeden einen tiefen unb . Die Er- unvergeßlichen Eindruck. Die Figur ist vom bekannten " ^Ctr I'?nz Barwig meisterhaft modellier"
flrn?‘6en Kopf mit einem unsichtbaren MPnb hnmU Ersehen, welcher die schöne Statue tote hie ta, "scheinen läßt. Zieht man
^vrnhL®^1 angebrachte Spieldose auf, erklingt die bekaimten . Segenliedes und gleich. iSÄtfÄS- s? L1LL Enttahmrr oder Fälscher von Milch gefaßt werden , förmlich die ganz/ Leidensgeschichte des Heilands tosen und deren Bestrafung nach § 10 des Nahrungsmittel- 3U tannen Das ist der Heiland, der für uns geblutet gesetzes möglich ist, hinfort nur noch möglichst hohe ' gestorben ift Kein Mensch kann sich
Gefängnisstrafen zu verhängen, tia Geldstrafen ver ° nnaefickts dieser -----
sagen So wurden zwei Milchhändler aus Gispers.
leben bereits zu je 14 Tagen Gefängnis vemrteilt.
* Dermbach, 6. Nov. 1911. Gestern fand die behördliche Abnahme des Rohbaues der hie- si g en neuen Schule uno ihrer Nebengebäude statt. Es wurde eine eingehende Besichtigung des Baues vorgenvmmen. Das Resultat war äußerst gunsttg, da sowohl hinsichrlich des verwendeten Mate- I rials als auch der Ausführung der einzelnen Teile der Schule zu Beanstandungen kein Anlaß vorlag.
* Stadtlengsfeld, 4. Dez. 1911. Heute mittag wurde Gastwirt Endter aus Reidhardtshausen roieoer dem hiesigen Untersuchungs-Gefängnis zu- I geführt. Wahrscheinlich haben sich nun Verdachtsmomente in der Brand st iftungsanaelegen- h e i t gefunden. — Von heute an ist in d j Gasthäusern um 12 Uhl abenas Feierabendstunde. 2L bie ftemblänbischen Arbeiter (Kroaten usw.) bürfen w°n um 9 Uhr keine Getränke mehr verabreicht wer- f .....^... ,Cy„enoe „euano mit
ben. Das letztere hat seinen ©runb in ben Lärm- ^°Ächem Arm. Die Statue ist mit Musik montiert szenen und Schlägereien, bie neuerdings durch die r ' ‘ ”
fremden Arbeiter hervorgewfm werben.
* »iefelbach, 4. Dez. 19H. Gestern brach hier Feuer aus. Dem tatkräftigen Eingreifen berOrts- teuerroehr gelang es, bas Feuer auf seinen Herb zu beschränken.
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Zeitung«