M 259.
Samrtag U. November Ml
58. Jahrgang.
• fuldatr W Zeitung
4. Blatt.
vruck «ab Verlag der Zalbaer SrilenbraSerti tii Salbe.
«Aus wett und wissen.
Ein
,1 chen von Wiederkäuern. Dadurch stellt sich das 0 „Schlachtgewicht" bei Fischen viel günstiger, na«
wird den Rößlein spendiert.
zu kaufen. O Weh — sie ist geschlossen! Aber man
sammelnden Neffen daheim.
felsigen Hängen, tzelten Boote nnserm Schiffe, iten säumen den <Vrancc 5U-
K. Hie Zeit der Erkaltungen.
Lange u ch schweift der Blick hinüber zu der :
wie feurige Funken.
Allerlei.
Der Erfolg BrazzaS und seine Schilderungen be- vogcn die französischen Kammern Ende 1882 neue erhebliche Mittel für die Unternehmungen am Kongo zu bewilligen und Brazza die weitesten Vollmachten ’.h erteilen. Er wurde an die Spitze eines großm Verwaltungsapparates gesetzt und war dadurch in t*er Lage, nicht nur das ganze weite Gebiet zu erfor- chen und mit Stationen zu besetzen, sondern auch Frankreich so bedeutende Rechte am Kongo zu sichern, vß Belgien für sein Konigounternehmen ernstlich« Furcht bekam. In der Berliner Konferenz wurden dann die strittigen Gebiete abgegrenzt mit der Maßgabe, daß Frankreich das Mündungsgebiet des Kongo oad das Südufer des Pools an König Leopold bezw. Sm neugegründeten Kongostaat herausgeben mußte.
Dafür entschädigte sich Frankreich nach der beut« -chen Seite hin. Durch Verträge vom 25. Dezember 1885 und 15. März 1894 wurden die Grenzen zwischeri Kamerun und dem Congofran^ais so festge- lcgt, daß Frankreich im Süden den Sanga behielt und im Norden sich bett ganzen Lauf des Schari nutzbar machen konnte. Ferner erhielt es durch den Oberlauf des Mao Kebbis, der sich in den Benne et-
rinen Zugang zu dem Niger; außerdem »er- »schote Deutschland zugunsten Frankreichs auf sein r'.nsdehnungsrecht bis zum oberen Nil, das es sich rst im Jahre vorher durch ein Abkommen mit Eng- aud hatte bestätigen lassen.
Auch mit dem Kongostaate hatte Frankreich im '<a<- r, < 3<tt)re allerlei Grenzstceittgkeiten, die i)ließlich 1894 zu einem Abkommen führten, in dem ie Grenze durch den Ubangi, den Mbomu und die uniptwafferscheide bis zum 30. Meridian festgelegt ourde.
Doch Frankreichs Wünsche gingen noch weiter, s strebte nach Ausdehnung über den Tschadsee hinaus bis nach Aegypten und Tripolis auf der einen, fci§ zum Niger auf der anderen Seite. Bei diesem Bestreben fand es nun in England einen mächtigen Konkurrenten. England brachte, ehe Frankreich dazu 'am, die letzten Stämme am Niger unter seine Botmäßigkeit und sandte zugleich von Ostafrika aus eine große Expedition in das Gebiet der Nilquellen. Frankreich rüstete demgegenüber eine große Mssion unter den Offizieren Liotard und Marchand ans, die : vom Ubangi ausgehend, das Gebiet des oberen Nil , erreichen sollte und auch im Herbst 1898 vor den ; Engländern erreichte. Marchand setzte sich in Fa- i schoda fest, mußte aber auf Drängen Englands hin । wieder abziehen. Am 21. März 1899 kam in Son« <
Bald sind wir in Al Kanone. Vor uns liegt das Meer. Doch etwas anderes fesselt unfern Blick; es fft die Insel Pontikonisi, die „Toteninsel" genannt. Wer gedächte da nicht Böcklins Meisterwerk! - Düster, fast schwarz, streben die schlanken ernsten * Pinien empor, einen eigenartig fesselnden Kontrast:
Bald bringen uns die bereifftehenden Wasen zur hochgelegenen Eslanda. Ah, wundervoll jene Palme! Doch sie ist nicht die einzige, welche grüßt, tropische Gewächse sind hier heimisch. Große Sträucher bren- nendrotcr Geranien wachsen wild an s "
Jr» allgemeinen werden die Fischgerichte noch nicht genügend gewürdigt; auch auf dem Tische des Mittelstandes sollten See- und Flußfische viel öfter erscheinen. Besitzt das Fischfleisch zwar einen größeren Wassergehalt, so ist doch die Menge der stickstosshaltigen Substanzen annähernd die gleiche wie beim Fleisch der Säugetiere. Das Gewicht der Gräten und Schuppen pflegt im Verhältnis zum Fleisch wesentlich geringer zu sein, als dasjenige der Kno-
Besuch aus der Insel Korsn
Von A. Lehmkühler.
In Korfti suchen wir die Post, um fiir unsere Ansichtskarten an die Lieben der Heimat Marken
auch schon kühle Erfrischung in Gestalt einer Kops- dusche. lind ein frischer Trunk vom nahen Brunnen, in einen! malerisch zerbrochenen Kruge (der Kru; ist nämlich nur halb, und ähnelt sv einer Mulde
~ .— Das Gewicht der Jahre. Wie von ärztliche' Seile festgestellt worden ist, nimmt das Gewicht innerer Organe des Menschen in höherem Alter auffällig ab. Die Leber, die in der Jugend des Menschen ein Normalgewicht von etwa 1500 Gramm hat, wiegt späterhin nicht mehr als 800 oder 900 Gramm. Das Gehirn verliert durchschnittlich 150
geneigt. In der Kleidung gilt es vorsichtig den Tem- peraturschwankungen zu folgen. Hier müssen sich namentlich Blutarme vor dem übertriebenen „Sichabhäc- tewvollen" hüten; ebenso bedenllich ist aber zu vorzeitiges .Dickeinpacken'. Durch das erstere tvird eine gefährliche Durchkühlung, durch das letztere eine gefährliche Verweichlichung geschaffen.
elenden Kranken- und Wassersüppchen verabreichen. Tr. Höber schreibt in seiner preisgekrönten „Gesundheitslehre': „Für Kinder, Rekonvaleszenten oder Leute mit schwacher Verdauung gibt es kaum eine nahrhaftere und wohlschmeckendere Speise als das Fleisch der Seefische, Meinbutten und Seezungen."
Bei jeder Art der Zubereitung fft es durchaus nötig, die Fische ordentlich dnrchzukochen, da sie außerordentlich viel Eingeweidewürmer haben. Ist ein Fisch nicht vollständig gar gekocht, so kann man unangenehme Einquartierung in den Leib bekommen. Deshalb ist es ratsam, aus allen Fischen, selbst den kleinsten, wie den Hürlingen, welche man sonst mit Haut und Haaren zu essen Pflegt, die Eingeweide zu entfernen, da gerade im Darmkanal das meiste Ungeziefer nistet.
Maisfelder, leere Aecker und blaue Disteln wohin mau sicht.
bewahrt sich stets als ein apetitanregendes Genuß- und wertvolles Nahrungsmittel, welches selbst von Magenleidenden meist gut vertragen wird.
..... „ , , l günstiger, na
mentlich bei großen. Jüngere, einfach abgesotten und schwach angesäuert, eignen sich ganz besonders als Fieberspeisen, sowie für vollsaftige Personen, Fallstaffnatnren, Staatshämorrhoidarier, Schlag-
FiMpepeu fLrGesnrrSe nud Arauke.
Von Dr En'rl Piff.
von ein Vertrag zustande, der die Einflußsphären veider Mächte in Nordafrika abgrenzte. Frankreich erzichtete auf das Nilgebiet und bekam dafür das wnzw Hinterland von Tripolis zugeteilt.
Svlt nun noch die Verbindung vom Süden „er Kolonie nach dem Tschadsee tatsächlich herzu« üellen dir durch die Herrschaft des Sultans Rabah ..m Tschadsee unterbrochen war. Es kam zu weit-
“2b 6%Tn Kämpfen, bis endlich im April französischen Truppen unter Führung Le»
Ä2aT Nabchs bei Küssen auf Kameruner «kbiet stürmten, wobei der Sultan fiel. Von ba war öle Verbindung endgültig gesichert und der große Be- sitz erfreute sich ziemlicher Sicherheit.
Die Kolonie Congo-stangais ist etwa zwei Millio- neu Quadratkilometer groß und hat rund 3U Mill. Einwohner. An der Spitze der Verwaltung stcht ein Generalgouverneur mit dem Sitze in Brazzaville am rechten Kongoufer, gegenüber Leopoldville. Ihm unterstellt sind drei Gouverneure für die drei Vermal- tungsbezicke (Provinzen) Gabun, Mittelkongo und Ubangi-Schari- Die Ein- und Ausfuhr erreichte 1909 die Summe von 11,5 bezw. 13,3 Millionen Mark. ■ Die Entwickelung der Kolonie genügte Frankreich tinb besonders, den französischen Kolonialirtteceflar
Wir gehen durch die Straßen, auf welchen reges Leben herrscht. Da — ein großer weiter Platz, mit vielen (fafees und Restaurants. Es sind nicht wenige, die da im Freien sitzend, sich an Getränken verschiedener Art erlaben. Wir tuen cs ihnen nach, und bald sitzen wir hinter einem Glase Bier oder Limonade oder beim Kaffee. Run wird es Zeit zum Ausbruch, und rasch gleiten u* ■’ -
der „Ilde de
frischer und je schwächer gesalzen derselbe ist, um so. höher wird sei« diätetischer Wert. Zu Kaviar
nicht und um sie zu hebe« wurde 1899 der größte Teil b« Lande- (19/20) ae 40 Konzessionsgesellschäften auf 30 Jahre gegen eine feste Gebühr un 15 Proz. Gewinnanteil vergeben. Den Gesellschaften wurden die weitgehendsten Bffitz- und Nutzungsrechte ii6ertragen, während sie sich verpflichten mußten, das Land binnen einer bestimmten Frist aufzuschließen und zu bewirffchaften. Freilüh haben sich die Hoffnungen, die sich an diese ausgedehnte Konzessionserteilung knüpften, nicht bewahrheitet. Das Land ist nicht nur nicht erschlossen, sondern die meisten Gesellschaften stehen trotz deS Raubbaues, den sie treiben, am Rande des Ruins. Es find schon allerlei Rfformversuche gemacht worden. So hat man einer bestimmten Gruppe von Gffellschasten, der sogenannten Sanghagruppe, das ausschließliche Recht auf Ausbeutung des Kautschuks übertragen, während einer anderen Gruppe, der Duvivier Gruppe, das Monopol zur Ausbeutung der StaatSwaldungen in Gabun zugestanden ist. Von einer Handelsfreiheit im Congo-frangaiS kann man bei dieser Konzession-Wirtschaft natürlich nicht sprechen. Eine Reihe foliber, besonders englischer Firmen, die am Gabun und am Ogowe seit Jahrzehnten blühende Handelsniederlaffungen unterhielt, sind denn auch im Lause der Jahre verschwunden. An einen Teil derselben, die im Berliner Verttagsgebiet lagen, hat die französische Regierung Kvar eine Entschädigungssumme zahlen müssen, die übrigen gingen aber leer aus.
Ob die Sanierungsversuche der ftanzöstschen Kolonialregierung den Gffellschasten nun endgültig Hilfe bringen und die so stack gehoffte Blüte der Kolonie herbffführen werden, steht noch dahin. Jedenfalls wird für deutsche Kaufleute, wenn wir erft wirklich im Besitze eines Telles der Congo-ftan^ais sind, dort nicht viel mchr zu holen fein, cS sei denn, daß Deutschland die gesamten bestehenden Gesellschaften auftaufte und das würde ungezählte Millionen er- fordern, mehr vielleicht, als das ganze Gebiet wert ist.
Lachend und grrnsend und die Nachbarin anstoßend' einen schweren Krankhettsprozeß, die Barbenwinken sie uns Grüße zu. Junge, hübsche Mäd- : cholera", Hervorrufen. Die Lebern von Seefischen chen mit dunklen Augen und feingeschwungenen haben einen starken Tranaeschmack, sind daher nicht Brauen plaudern miteinander. Männer, lebhaft in ' zu genießen. Wenn der Schellfisch nicht frisch ist Rede und Geberde, sitzen vor den primitiven „Som- kann er großen Nachteil für die Gesundheit bringen' mmerrestaurants". i sobald das Fleisch weich, die Flossen blaß, der Ge-
.Hellauf wirbelt der Weiße Staube. Sonst fährt i ruch widerlich ist, bann weg damit! Sonst bildet es sich gut auf der Landstraße, die gewiß nicht zum ' er ein billiges, äußerst gesundes Essen. Stockfisch wenigsten wegen des Achilleion (der Besitzung des ist ein Gericht für gesunde, nicht für schwache Magen. Deutschen Kaisers) so gut imstande ist. ! Man kaufe nie gewässerte Stockfische, denn durch
Aber was ist das? Tragen die Weinreben hier , das Wässern in Kalkwasser verlieren selbst die faul silbergraue Blätter? Ach nein, Gärten und Aecker ■ gewordenen ihren verräterischen Geruch. Heringe und Weinpflanznngen find mtt einem Nebeltuche be- j dürfen nicht alt, dürr nnnmenartig zusamnrenge- deckt. Es ist der helle Staub, der auf allem lagert, j schrumpft und gelbbraun sein, sonst sind sie unge-
Hohe Lehmmanern, messt mit trockenem Gestrüpp sund und können sogar Fischgift enthalten, welches besteckt, umgürten die Gärten. Doch auch Riesen- in seiner Wirkung das gefährliche Wufftgift noch kaktnshecken stehen, nnbfftechliche, stachelige Wächter, übertrifft. Bücklinge und Flundern gehen bis zum beim Eigentum der Besitzenden. Kleinverkause durch viele Hände und erleben dabei
Sauce", welche auch den feinen Artgeschmack etwas beeinträchtigt. Daher sind hierzu sowie zum Backen (Panieren) besonders geeignet jene Fische mit nicht ganz feinem Geruch, wie Barbe, Karpfen, Schleie, Barsch, Weißfisch, Seezunge.
bild dort in der Mauernssche grüßt herüber. Nun sind wir bei dem Denkmal des Grasen von der Schulenburg angelangt, der im Jahre 1716 die Stadt gegen die Türken siegreich verteidigte. Es gehört inst der Zitadella zu den Sehenswürdigkeiten Korfus.
Oleander mit vollen, rosenroten Blüten säumen den Weg. Brombeergerank an steinigem Abhang: bunf- ler "Efeu an verfallenem GemäNr. Oelb
Schon sind wir bei Achilleion. Es ist eine im hellenischen Stil erbaute Villa, welche Oesterreichs unglückliche Kaiserin Elssabeth sich vor 20 Jahren er- richten ließ. Kaiser Wilhelm läßt nunmehr bauliche Veränderungen vornehmen, ein Zeichen, daß fein Geschmack ein anderer ist, als der der unglücklichen Fürstin.
Wir kommen durch prächtige Anlagen. Dort ist ein Dämpfender Achill", und hier ein „Sterbender Achill" in Ueberlebensgröße (von Hecker 1884 geschaffen). Laubgänge, großkronige Palmen bieten kühlenden Schatten. Aurikeln säumen die Wege. Sie find verblüht. Doch als das Kaiserpaar im Frühiahr hier weilte, standen sie gewiß in voller Pracht.
Eine Sonnenuhr, antike Bronzen, Marmorsta- tuen — wie Apollo, die neun Musen zieren Pack und Terrasse. Die Lust erzittert von dem Gesang zahlloser Zikaden.
An einer Seite der Billa stcht ein großes Gerüst. Im Innern wird auch umgebaut — die kas- fettierte Decke der Vorhalle wird anders gestaltet. Hier ist ein farbenprächtiges Wandgemälde. „Der Triumphzug des Achilles". Stolz stcht der Sieger auf seinem Streitwagen, den Leichnam des Hcktor am Boden schleifend.
Die kleine Kapelle enthält ein Bild: „Christus vor Pilatus", eigenartig beleuchtet. Wahrscheinlich fällt von oben herab elektrisches Licht und. bewirkt so, daß sich die Figuren fast plastisch abheben. Eine liebliche „Stella del mare" schmückt den Altar.
„Die Erde mit ihren Elementen" behandelt das Deckengemälde der Vorhalle. Noch ist ein Madonnenbild auS Majolika bemerkenswert.
Doch das Schönste ist tvohl der Blick von der Terrasse. Da leuchtet das herrliche Meer, da grünt der weite Park. Fern die Küste mit malerisch sich hinziehendem Gebirge.
Wir besteigen die Wagen. Nun geht es wieder zurück. Noch grüßt uns das weiße Schloß, ans dichtem Grün lugend: Wie ein Märchenschloß liegt es da.
An Sommerrestaurationen: „Das schöne Land" und „Gebrüder Sibert" — primitive Bretterbuden, ; fahren wir vorbei. Doch nein, da wird ja „Halt" - gemacht! Aha — die Pferde sind durstig. Da kommt I
Ein Pope kommt des Weges, ernst, gemessen. Ein Händler mit leeren Körben reitet heim. Er sitzt seitwärts auf seinem Efel, und schlenkert hn Takt mü den Beinen. Ei, dock der Wanderer! Sein Rock ist nicht voll Löcher, dafür aber mtt einigen Dutzend der verschiedensten Lappen geflickt. Eine wandelnde Mnsterkacke!
So KM man überall .fesselnde Bilder,
Schon fett Tagen zieht unser Schiff seine Bahn durch die blauen Wogen des Mittelmeeres. Des Südens warmer Hauch umschmeichelt wohlig unser Antlitz.
Es ist Sonntag, Sonntag auf dem Meere. Ein feierliches Präludium rauschen die Wogen. Ilm blauen Gewölbe des weiten Gottesdomes leuchtet, eilte „Ewige Lampe", die funkelnde Sonne. Die großartige Herrlichkeit der Natur, sie predigt eine gar eindringliche Sprache von des Schöpfers Größe und Allmacht.
Die Straße von Otranto haben wir passiert. Gegen Mittag kommen wir immer näher der Küste von Epirus. Noch halten wir kurze Rast nach der Mahlzeit, denn nicht bei der größten Hitze soll an Land gegangen werden. Schon ragt die Insel Korfu aus dem Meere hervor, das Ziel unseres Laudcms- fluges.
Es ist 2 Uhr. Nun werden wir ausgebootet. Neugierig steigen wir an Land.
! öffnet sie wieder, und so können wir denn den Kans’ slußkandidaten, für Leute mit blauroten Köpfen i aiffchließen und die Karten mit vielerlei Marken und chronischer Verstopfung. Ueberhaupt sollte man I bekleben, gewiß zur großen Freude der briefiuartem Fischgerichte viel häufiger statt der gebräuchlichen
______________________ Kleinverkaufe durch viele Hände und erleben babet 1 , ... .
Wie dürr und trostlos alles umher! Verdorrte so mancherlei, sind deshalb vor dem Genuß aufs > Gramm; während es in der Blüte des Menschen :3C'rK" '— -----*■ T' ' peinlichste zu säubern. Die schweren, fetten Sprotten ‘ durchschnittlich 1165 Gramm schwer ist, hat es im
erfordern einen guten Magen. Ueberhaupt sind für ! Alter nicht mehr als 990 Gramm an Gewicht. Auch einen schwachen Magen ganz zu verwerfen alle jene geräucherten oder marinierten, in der Kneippraxis
Schon vor 2t0 Jahren sagte der berühmte holländische Arzt Leet>enhoek: „Ich ------- ch.ch... habe die Ersahruttg gemacht, daß mir, wenn ich unwohl war, gesottener Fisch besonders gut bekam. , .. . ■ - ------------ — -<•—
Ich halte darum auch im allgemeinen Fischkost für !?el.unjere §aut, Nasen- und Rachenschleimhäute, t- - — r . --------------„ --------- ----------- weit gesünder als gewöhnliche Fleischkost, besonders durch fleißiges Luftbaden, Tiffatmen in frischer
zum blauen Meer und den heiterlächelnden Himmel , für Leute, die sich nicht viel Bewegung mache:,, weil ^uMstn bet offenem Fenster, in tüchtiger Durchbildend. Ein unsagbarer Frieden, heilige Ruhe ist erstere int Magen und Darm leichter zerkleinert und , J“’}8, uni> kräftiger Funktion zu erhalten. Damit über die Toteninsel ausgegossen — wie Feiertags- ' verdaut wird als letztere." Freilich kommt dabei [mb /Non ausgezeichnete Verteidigungsmittel gegen frieden. j viel auf die Fischart und die Zubereitung an. Die “!e Angriffe der Wintertemperatur gegeben. Gerade
Die Sonne brennt nicht wenig heiß, da mir die Schuppenfische mit ihrem zartfaserigen, blätterigen ; W °urf man im täglichen Lüftbaden nicht nachlas- Landstraße zum Achilleion, unweit vom Dorfe Gu- Fleisch sind durchweg leichter zu verdauen als die ,en- nur die Zeitdauer des Luftbades selbst wird na- ftari, hinanfahren. ! Fische mit glatter Haut, wie Aal, deren Fleisch zu 1 Irlich immer kürzer werden müssen, je mehr die
In den Obstbuden am Wege locken Früchte; da ' einer grobfaserigen, mit Schleim durchsetzten Masse! Temperatur, namentlich am Morgen, sich abkühlt. Das kommen auch schon Neine Buben und Mädchen her- ! verkocht. Auch die Nabrung der Fische ist von gro-5 Schlafen beim offenen Fenster — wobei direkter Zug angelaufen. Wie die A'.tgcn strahlen. Sie bieten ßeni Einfluß auf die Güte ihres Fleisches- Raub-' natürlich zu vermeiden fft — wird die Schleimhäute Zweige mit Pflaumen und andere Früchte bar. fische haben besseres Flc-sch als solche, welche'mn wirksamsten für den Angriff kräftig trainieren. »Tapp, tapp", so stapfen die nackten Füßchen im Schlamm und Aas freffe::. Karpfen aus schlam- Besonders wichttg ist für die Abhärtung der Schleim- Staube der Landstraße neben den Wagen einher. ■ migen Gewässern, die das Moos, d. h. dem. Moos ^>utc das Gurgeln mit nicht zu nxtrmem Wasser. Das Und frohbeglückt leuchten die Kittderaugen, so man ähnlich« Auswüchse bekommen, sind mitunter giftig § Gurgelwasser darf nur sehr wenige Grade über der das Obst für kleine Münze eintauscht. ,i Während der Laichzeit ist das Fleisch aller Fische ' Temperatur decAußenluft gehalten werden, wenn nicht
Hm und wieder sieht man das Einheimische. ' geringer, oft soaar schlecht bekömmlich; die Eier >cinc Verweichlichung der Schleimhäute die Folge fein
Runzelige, kupferfarbige Gesichter alter Frauen, das ' (Rogen) von Hecht und Barbe können dann (Mai 1^ Auch zu heißes Essen macht die Schleimhäute
Haupt mtt einer tnrbanartigen Haube bedeckt. ' bis Juni) gesundheitsschädlich werden, letttere selbst ‘ 5cii" Nahen kalter Witterung sehr zu Eckältungen
Großen Einfluß auf Verdaulichkeit und Geschmack der Fische hat die Zubereitung. Im allgemeinen sind gesottene leichter zu verdauen als gebratene. Wie das Rindfleffch, so kann auch der Fisch saftig und kräftig, die Brühe dagegen kraftlos werden, und umgekchck, je nachdem man den Fisch in kaltes oder gleich kochendes Wasser bringt; in letzterem stalle gerinnt die Außenseite gleichsam zu einer Hülle, welche Saft und Kraft zusammenhält. Dem Wasser möge man etwas Salz und Zitronen- saft beigeben, aber weder Zwiebeln noch Pfeffer noch Lorbeerblätter, weil dadurch der seine arthafte Geschmack der Fische zerstört wird. In dieser Weise zubereitet bieten namentlich Lachs, Forelle, Felchen, Affche, Schellfisch ein ebenso schmackhaftes als rasch und einfach zubereitendes und leicht verdauliches Gericht, welches auf dem Tische der Gesunden wie Kranken und Genesenden viel öfter erscheinen ollte. Frischer Lachs fft geradezu der „Kalbsbraten »er Gewässer". Schwerer verdaulich, aber für Ge- unde durchaus noch zuträglich, werden die Fische chon durch Beigabe Oer beliebten „holländischen
a. o , p. . _ Die Zeit der Schnupfen und Katarrhe ist da. Die
ler ’trfeu an verfallenem GemäNr. Oelbäume, schönen Insel int Meere. Lange noch weilt man ^Nebcl des November prüfen des Menschen denen die Jahre ihre Runen in die alten, rissigen ‘ auf Teck: das Großackige einer Sommernacht hält lx’a7l<$,e!t Organismus auf feine Widerstands- Stämme geschrieben; und ein ftommes Muttergottes- , uns tut Banne. Sternschnuppen fallen vom Hiinmel lstylgleit hm. Es ist eine der wohltuendsten Ein-
mn-----«x! --r. r .s m . .-....-2- O.- nchtungen der Natur, daß sie nur sehr langsam von
der sommerlichen Hitzeglut in die strenge Winterkälte
uns hinübersührt, um dem menschlichen Organismus Zeit zur Anpassung zu lassen- SBenn trotzdem fo viels Menschen an Uebergangskrankheiten, wie Schnupfen, Katarrhen, Fieber, zu leiden haben, so ist das meist
Uylt „vuuu.mt uui= 5"s. Zeichen dafür, wie veffchieden die Widerstands- Ich für meine Person der einzelnen beschaffen ist. Hier heißt es
* * • • - , nachheffen durch ein wirklich .naturgemäßes" Ver
halten. Bffonders die .Einsnllstore" der Krank-
Zur Geschichte von Französisch- Kongo.
Von W. Roß-Hamburg.
Die Lösung der Marofloftagen ist in einer Entschädigung Deutschlands durch sranzöstschen Kolonial- besitz am Kongo gesunden worden. Unsere Les« werden daher gern etwas über dieses Land hören wollen.
Französisch-Kongo ist die südlichste bet west, afrikanischen Kolonien Frankreichs. Hervorgegangen ist dieser Bffitz ans einigen unbedeutenden Niederlassungen am Gabunfluß, die lediglich als Flottenstützpunkte 1839 von Frankreich gegründet wurde«. Me erste Stadt war Libreville am Nordns« des Gabun, die durch befreite Negersklaven aus den übrigen französischen Kolonien angelegt worden ist. Frankreich erweiterte daun im Laufe der nächsten Jahi> zehnte seine Besitzungen, itritem es mehrfach Forschungsreisen in das Innere des Landes unternehmen ließ, die zum Abschluß von Verträgen mtt verschiedenen Häuptlingen sührten. 1862 gehörte der Republik bereits das ganze Küstmgebiet vom Rio Muni bis zum Kap Lopez. Aynies, der 1867 bis nach LambarenS am Ogowe vorgedrungen war, schloß mtt einer Reihe von Häupüingen Verträge ab, wodurch sie sich unter den Schutz Frankreichs stellten und sich oerpflichteten, die Handelsniederlassungen y* fördern, die man am Fluß errichten wollte. Die Erfahrungen, die man aus den bisherigen Reisen gewonnen, bewogen den Schiffsleutnant Savorgnan de Brazza, der das Land während seines Dienstes auf einem der westasrikanischen Stationsschiffe kennen gelernt hatte, die Efforfchung und Erweiterung diffeS fran- wsischen Besitztums zu seiner Lebensaufgabe zu machen. 1785 unternahm er in Gemeinschaft mit Bal- lay und Marche die erfte Reise, die drei Jahre bauerte utzd ihn bis ins Kongogebiet führte- Nach Frankreich zurückgekehrt, verstand Brazza die Bedeutung diffeS Gebietes, das damals durch die Foffchungen Stanleys sehr bekannt geworden >oar, seinen Lands- :euten so verlockend zu schildern, daß er. nunmehr ch Auftrags der französischen Regierung, Ende 1879 eine zweite Reise unternehmen konnte, die ihn bis m den Alima, einen Nebenfluß des Kongo, führte. Auf dieser Reise gründete er die Stationen France- ville am oberen Ogowe und Brazzaville am Kongo und schloß mit dem Häuptling Makoko einen Vertrag, wodurch die Republik in den Besitz des Landes Brazzaville und dem Ubangi kam.
iiebt mehr als 990 Gramm an Gewicht. Auch von der Milz ist nachgewiesen, daß sie 100 bis 200 _ ... . Gramm ffnbüßt. Im Gegensatz zu diesen Organen
üblichen Katermittff, wie Rollmops, Hering, Neun- verliert das Herz nichts von semem Gewicht, sondern äuge, Sardinen, Sprotten. Dagegen ist leichtverdau- nimmt bi« m das hohe Alter zu. Das Herz eines lich und von außerordentlich hohem Rährweck der GreffrS ift etwa 100 Gramm schwerer als das eines Kaviar. Je großkömiger, lockerer (nicht schlffmig), lungen Mannes.