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FMaerW Zeitung

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Fulda, Freitag den 1. September 1911

38. Jahrgang

in England zu urteilen, erscheint der Ausbruch eines

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meldete», befindet sich tw Wustnhaufen« Kranke»

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rn Knecht seiner Verträge, esvlutivu einstimmig i

angenommen, in der von

Ausland.

veranttv. »edakteurr LarkSchLtte;

für un» intt ge»

einer Ber- Herr, son- wurde ein«

NeNamendiepetttzeUe Pffl., der Meder» tzotmigeu wird entspr. Sadatt gewährt.

SstationrdrnSund Verlag der Fuldaer Ak» üeadrnSrrei tx Fulda

Der Werrmeister-Bezirksvereln Fulda wird daL S<^ Stiftungflfest, wie aus dem Inseratenteil |g

sogen. »Kölner Richtung* nicht» andere», ei» was eS von Anfang war; es weiß ohne Pfarrer Dr. Ri» lorowSki

fen keine als Siow den» da»

te Verhältnis, braucht er sich nicht kurv aufzuspielen;

gerade wegen der

motatsMase: „Foldaer Geschichtrbläüet"

vatbeamtenpeusionsversicherungsgefetz zur gelangen sollte, so kann er tim» großen Lei! diese»

Prrblem de» Tbrei HLltnifl der Arbeiter

Tharaktere Mer Helden

Probleme» gelöst, an deren Lösung fan realen Leben

ckch« rede ge» erteilt, Kran»

um in Marokko ^unsere Nägel einzu» rankreich wäre auch heute ~

veremSart worden a

Beendigung der wohlbehalten wieder bei dem nächtliche» «tötet und de«

b« Attentäter S chadenSersatzausprüche stellen. Dies« dürft« ziemlich hoch ausfaüea, denn Radoikowitsch hat infolge des Ueberfalles seine Wette verloren. Wie man sich erinnern wird, sollte er in einem

der Land« vom Vor«

wort* zu einem Ehrenabend im vollen Wortfinne für all« Beteiligten. Stürmischen Beifall zollte da»

heblichen Schaden an. Heut« morgen wurde «. a. auf diese Weise in einem Hanse in der Löherstraß« eine große lleberfchwemmung angerichtet, wobei bi« Decke eines anderen Stockwerkefl arge» Schabe» litt. Auch in einem Neubau der Josephstraße, wo baS Ausgußbecken verstopft war, nah« da» voll ausströmenbe Wasser seine» Weg durch die Deck« unb richtete nennenswerten Schaden an.

daß Dr. Radoirowulch - » beide» Sund«

^Wüst^us«

Lddecker überwies«

wieder in größerer Anzahl Fällen werden abend», al»

sperrt war, die Wasferhähn« aus

daß die Verwaltung dieser Bahn die Bedingungen des neulichen Uebereinkommens über die Wieder» anstellung der ausständigen Arbeiter nicht er» fülle. Die Arbeiter bildeten einen Streikausschuß,

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darauffolgenden Beisetzung in der Familiengruft in MafferSdorf die Rede. Daß die Leiche zwischen der Einsegnung in der FriedhofshaSe und der Beisetzung in MafferSdorf erst in dem Krematorium zu Druden eingeäschert werden sollte, hatten die Angehörigen offenbar böswillig verschwiegen, weit sie sicher wußten, das sie unter solchen Umständen auf die knch.

Die Leiche war zunächst in die Halle des inneren katholischen Friedhofes verbracht worden. Die kirch­liche Einsegnung war laut der Bisilenkarte eines An­gehörigen „zwecks tlebersührung der Leiche nach Massersdorft erbeten worden. Auch in der Todes- anzeige war nur von der feierlichen Einsegnung, die in der Friedhofshalle stattfinden werde, und von der

geliebt« Manns* und .rot« tonne» erwerbfltät^e Frauen, L 8. Schreibmaschinendam«, ihrem natür­liche» Beruf« zugeführt werd«?* Ma» erkennt.

ungen und Einrichtungen be» Verbände». Der erbautes

Lokales.

Fulda, den 1. September 1911.

*♦ Tas Katafirramt Fulda ist, wie bet .Reichs­anzeiger' meldet, zu besetzen.

Jagdkalevder für den Monat September. Jtn Monat September darf folgendes Wild erlegt wer­den: Männliches Elchwild, männliches Rot- und Dammwild, Rehböcke, Dachse, Rebhühner, Wachteln, schottische Moorhühner, wilde Enten, Schnepfen, Trappe», Wilde Schwäne, Kraniche, Brachvögel, Wachtelkönige und alle jagdbare» Sumpf- und Wafferoögel mit Ausnahme wilder Gänse. Vom 21. September ab Drossel» (Krammetsvögel) und vom 30. September ab Birk-, Hasel- und Fasanenhähne und Hennen. Alles andere Wild hat Schonzeit.

eh. ElkktriziiätL.rerk Fulda. Auf verschiedene Anfragen, die seilens unserer Leser an uns gelangten, bringen wir nack folgende Mitteilungen aus sach­kundiger Feder: Die Stromerzeugung erfolgt durch

□ Es kann losgehen.

Der französische Botschafter Cambon ist gestern Hb end in Berlin Mieder eingetroffen. Die Marokko- Verhandlungen können also nun ihren Fortgang «eh- Jmen. Staatssekretär v. Kiderlen-Waechter weilt be­reits fett einigen Tagen in Berlin, und auch der Reichskanzler ist dort wieder eingetroffen.

Ob die Verhandlungen jetzt zu einer Klärung füh­len werden? Es wird einzig und allein darauf an- rommen, welche Instruktionen Cambon von Paris Niitgebcacht hat. Was Frankreich in Marokko eigent­lich erstecht, weiß man noch nicht recht. Soviel steht aber fest: Wenn Frankreich in dem neuen mit Deutsch­land abzuschließenden Vertrage das erreicht, was es will, daß bann auch, wie der „Temps* sehr richtig bemerkte, Frankreich für ihn zahlen muß, was er MN wert ist, auch wenn der Preis hoch sei. Daß Deutschland in Marokko keine Landerwerbun- 6en erstrebt hat, kann, wie Frhr. v. Zedlitz im „Tag* imSführt, als sicher gelten. Und in einem anscheinend offiziös inspirierten Arttkel des „Berliner Lokal-An­zeigers* heißt es ausdrücklich: „Bon Gebietsabtre­tungen in Marokko ist in Den Unterhandlungen zwi­schen der deuffchen und französischen Regierung über­haupt niemals die Rede gewesen!*

Welches nun die Verhandlungsgrund­lagen sind, darüber kann man aus den verschlede- sten sich direkt widersprechende Pressemeldungen kein AareS Bild machen. Rach dem „Temps* bestehen sie 'darin, daß Deutschland zunächst „mit Genauigkeit* ibie gegenwärtige Lage in Marokko, d. h. also das ^Brotettorat Frankreich 8, anzueckennen habe. Zu zweit wolle Frankreich Deutschlands wirtschaftliche Ansprüche in Marokko ga­rantieren und zu dritt gebe Frankreich Deutschland »Kompensationen* im K on go g eb iet. Wenn diese ^Grundlagen wirklich die von den französischen Diplo- tnaien ausgeknobelim sind, so wären sie wenigstens geeignet zur Weiterführung der Verhandlungen. Wir -'Müssen nicht ein Stück von Marokko h a- h en. Es genügt die Garantierung unserer wirt­schaftlichen Interessen. Ein stttttigch: Punkt aber wird die Frage der Kompensationen im Kongo fein. Ueber die Größe und die Lage des Mutretenden Gebietsteiles wird man noch zu Han­seln haben. Hoffentlich kommt man aber auch dar­über zur Einigung, denn gerade in diesem Punkte , Jeigte die französische Presse in den letzten Tagen ein Mffallendcs Entgegenkommen, wenn Deutschland Frankreich in Marokko mir freie Hand lassen wolle.

Die Sicherung der deutschen wirtschaftlichen flnteteffeii in Marokko ist von großer Be- peutung, weil diese Interessen schon jetzt im Susge- Pirte außerordentlich umfangreich sind. Gerade zu Beginn der Verhandlungen kommt aus französischer thielle noch dazu Me Nachricht von neuen An - stiufsverhan dlungen der Deutschen im A u s g e b i e t. Nach einer Meldung des Parffer »Journals* aus Tanger sollen zwei deutsche Kauf- Wte augenblicklich mit den Notabeln der Stadt Kei- äwt wegen Gebietserweiterung unterhandeln. Diese Stadt liegt im Susgebiet, das sich südlich von Aga- >lr befindet, und ist auf dem Wege nach Tarudant, her Hauptstadt dieses Gebietes, gelegen. Die Deut­schen sollen bereits Gelder deponiert haben zwecks Ankaufs von Gebietsstrecken. Ein Bruder der Na- tabcln, ein einflußreicher Scheich, erklärte jedoch, daß Gebietsverkäufe an Christen nicht statthaft seien.

Die Parteien füi die Verhandlungen, sind zur Stelle, des Dramas letzter Aft form beginnen. Möge er bald zu einem glücklichen Ende gelangen und der Ungewißheit, die auf den Völkern lastet, ein Ende Machen.

Wie nach einer Meldung der Frankfurter Zeitung ans Rom berichtet wird, wird dort von glaubwür­diger Seite versichert, daß Italien von Frankreich als Entschädigung für den Bruch der Algeciras-Akte aiißec voller Handlungsfreiheit in Tripolis auch Xeite des von den französischen Truppen besetzten Hinterlandes fordern werde.

* Eine Berliner Marokkoversammlung. Am Mitt­woch abend fand tu Berlin eine öffentliche Volksver­sammlung zur Stellungnahme in der Marokkofrage ftaft Um der Kundgebung den Parreicharaktet zu nehmen, hatte man versucht, als Redner Abgeordnete der verschiedenen Parteien zu gewinnen. Doch hatte istan voreilig die Namen von Vertretern der Fort­schriftlichen Volkspartei, des Zenttums und der Nationalliberalen in die Oesfentlichkeit gebracht, was '-sir Folge hatte, daß die Herren entschieden gegen ilnen solchen Mißbrauch protestierten. So beschränkte sich die parlamentarische Vertretung unter den Red­nern der Abends auf konservattve Partei und Wirt­schaftliche Bereinigung, doch unterließ der konserva­tive Redner nicht, zu bemerken, daß er hier nicht als Parteimann, sondern als Volkswirt rede. Den Vor­sitz führte Justizrat Wagner, der President des Ostmackenvereins. Sehr stark vertreten warfen die Alldeutschen, deren Führer vollzählig erschienen wa­ten. Als erster Redner sprach der konservattve Abg. p. Böhlen dorf-Kölpin. Er Dtrtrat den Standpunkt, daß Deutschland unter allen Umständen vollwertige Kompensationen Verlangen müsse, und da- tzu gehöre auch brauchbares Küstenland, nicht unsiche­res Hinterland. Ferner sprach ReichstagSabg. Latt- rManu über Import unb Export Deutschlands nach Md von Mawkko, Professor Dr. Graf D u m o u l t n-

teiligt glaubten, in ihre früheren Stellungen wieder aufzunchmen. Falls die Forderung nicht sofort er­füllt wird, drohen die Arbeiter zu streiken und be ­haupten, daß sie nicht allein alle Bahngewerl- schaf11er, sondern den Transportarbei- b a n o hinter sich hätten. Versuch« des Handels­amts, die Arbeiter zum Abwarten zu bewegen, blie­ben bis jetzt erfolglos. — Auch unter den B e r g- arbeitern Englands, besonders in Südwales, gärt es ganz bedenklich.

% Tie schwedische» Herbftmanovrr werden wegen de» epidemischen Auftreten» der akuten Kinderlähmung unb wegen des Wasser­mangels eingestellt. Man fürchtet, daß der (bisher unbekannte) Erreger der Kinderlähmung durch die Truppenbewegungen weiter getragen werden und dadurch ein weiteres Umsichgreifen der Krankheit begünstigt werden tonnte.

*• Die erste Schulkonferenz in China ist soeben in Peking unter dem Vorsitz von Chang-Chien, des Präsidenten des Pcoöinzialpaslaments von Kiang- Su beendigt worden. Die Konferenz hat die Ent­scheidung getroffen, daß der Schulbesuch üom_ 6. bis 14. Lebensjahre für alle Kinder obligatorisch sein soll. Ian wird ein Alphabet aufstellen, das mit Hilfe von 40 Wortcharafteren für alle Dialekte dec chinesischen Sprache eine Einh ei ts sch r ift darstellen wird.

** Das neu« japanische Kabinett ist unter dem Präsidium des in Frankreich erzogenen Marquis Sai- onji zusammmgetreten. Bemerkenswert ist, daß zum Minister des Aeußern der bisherige Botschafter in Washington, Vicomte Uchido, ernannt wqcden ist.

das Braunkohlenbergwerk Ostheim bei Malsfeld, und zwar direkt ab Zeche mittelst Dampfturbine» (Turbogeneratoren). Die Versorgung der Zentrale mit Kohlen geschieht durch eine Drahtseilbahn. Der Strom (Drehstrom) geht durch eine Fernleittuig, welche auf Ersenmasten verlegt werd« soll, durch da» Fuldatal, dann über Schlitz, Salzschlirf, Groß«» lüder nach Fulda, und von hier eventuell wetter nach dem Kaliwerk Reuhof. Eine zweite Leitung von HerZkeld über Hünfeld nach Fulda ist für später geplant. Beabsichtigt ist, die Städte Roten­burg, Hersfeld, Hünfeld, sowie die Kreise Roten- bürg, Hersfeld, Hünfeld, einen Teil von Ober» hefsm, die Landgemeinden des Kreises Fulda sowie den größten Teil bet Rhön anzuschließen. Mit ber Stabt Fulba ist bekanntlich ein Stromlieferungsvertrag auf 30 Jahre getätigt unb hat bie Genehmigung ber städtisch« Körperschaften gefunden. Di« Konsumenten in dies« Gebiet« mögen sich beglich eine» beabfichtigt« Stroman- schlufle» ftühzeftig an die „Vorbereitende Gesellschaft für den Bau und Betrieb der Ueberlanbjentrale Fulda und Umgegend, Fulda, Mtttelstraße 2* wenden, da mit dem Bau der Zentral« in aller Kürze wird begonnen werden. —

* Rur eine Anregung. Die Nachricht, baß eine burchgreifenbeAenberung iuBezug ans btt schrift­liche Abgangsprüfung an beu höheren Schulen bevorstehe, eilt, Me versichert wird, be» Tatsachen voran». Es scheint sich um eine Anregung zu han­deln, die die dieSjähriae Schul-Konser«z beschäftigt hat; doch dürfte ein« Entscheidung noch nicht gefeite

liche Einsegnung, nicht rechn« konnten. ES haudett sich demnach um ein« grob« Täuschung. Dm amtieren* den Geistlichen trifft kein« Schuld.

Das Apostolisch« Vikariat in Dresden hat in dankenswerter Weise ein« „Fall* aufgeklärt, der ohne diese Aufllärung gewiß oft ausgmuyt würde, um die Nachgiebigkeit der Diözesanbehörds darzuttm, wenn es sich um bi« Kremation von Leichm vor­nehmer Katholikm handelt.

* AuS Oberschlestm, 31. Aug. 1911. Der kathok. Pfarrer Dr. RieborowSki in Reichthal ver­öffentlicht der Tremonia zufolge eine Erklärung, daß er, nicht Graf OpperSdorf f, Verfasser des Ar­tikels in Nr. 32 deS 291 en er „Kcckh. SonntagSblatteS* ist, in welchem das Zentrum bekanntlich schwer ange­griffen wurde. Er sagt, daß er habe warum wol­len vor der jetzt so eifrig, aber verhüllt betriebenen Ueberleitung deS Zentrum» in» christlich-sozial-natto- nale (!) Fahrwasser, und daß er sich In ein auswär­tiges Blatt geflüchtet habe, well die „Leibwache bei Herrn JuliuS Bachem*, der Augustinusverein, sich vollständig in ben Händen bei „Kölner Richtung* befinde und e» heute noch in der Hand hab«, lebet kleinere unb mittlere katholische Blatt, bat „Köln* nicht zu Will« ist, durch Absprechm be» ZenttumS- CharcckterS zu ruinieren, namentlich aber einen allzu mutigen Redakteur bmtanb brätle» gu m» chen*. — Daß ein katholischer Pfarrer so etwa,

Deutsches Reich.

** Berlin, 31. Aug. 1911. Der Kaiser machte Donnerstag vormittag einen in ben

Tiergarten. — Der Kronprinz Donnerstag vormittag in Potsdam wieder eingetroffen und hat im Marmorpalais Wohnung genommen. — Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg kehrte Donnerstag bonntitag von seiner zweieinhalb Mo­nate langen Aftikareffe zurück. Die Ankunft im Hamburger Hafen erfolgte um 10 Uhr. — Der Großherzog von Baben unb der Fürst von Waldeck statt« heute nachmittag dem deut­schen Reichskanzler Besuche ab. Später empfing bet Reichskanzler den Besuch deS türkischen Thron­folgers. — König Friedrich August von Sachsen ist heute nachmtttag auf dem Anhalter Bahnhof eingetroffen und vom Kaiser empfangen worden. — Die nächstjährigen Kaiser» Manöver werden in bei Torgauer Gegend stattfinden. Nach deren Abschluß wird der Kaiser zur Erinnerung an die Schlacht bei Torgau ein Denkmal Friedrichs des Großen einweihen. Die Sammlungen für das Dmkmal haben bisher etwa 13 000 Mark ergeben.

** Der türkische Thronfolger Iufsuv Jzze- d i it ist gestern nachmittag in Berlin eingetroffen rmd vom Kaiser empfangen worden. Der Prinz nahm im kaiserlichen Schloß Wohnung. Der Kai» ser verlieh ihm be« Schwarzen Adlerorden. Am Abend fand bei den Majestäten im königlichen Schlosse eine Tafel statt, an der die hier bereits zur Parade «ingetrofsenen Fürstlichkeiten mit Ge­folge teilnahmen.

)( Herabsetzung der Frachtsätze für künstliche Dün­gemittel? Die LandwirtschaftSkammer für die Rheinpcovinz hat an den Landwirtschaftsminifter eine Eingabe gerichtet, in der sie um Herabsetz­ung der Frachttarife für künstliche Dünge­mittel, ähnlich tot« bei den Futtermitteln, ersucht. Die Landwittschastskammec beruft weiter eine Kon­ferenz von Sachverständigen aus allen Teilen der Rheinprovinz, in der wettere Maßnahmen zur Linde­rung ber Futtecnot in der Rheinprovinz beschlossen werden sollen.

** Zur Ausführung des Fleischbeschau-Gesetzes sind neue ministeriell« Amveifimgen besonders zur Besei­tigung von Zweifeln unb Verschiedenheiten ergangen. Danach sollen die Zollstellen von der Befugnis zur srlbständigen Zurückweisung vermurL-widrig eilige» führten Fleisches im allgemein« nur bei der Bean­standung ganzer Sendungen Gebrauch mach«. Teil, beanstandungsn sollen durch die Zollstellen nur in solchen Fällen ausgesprochen werden, in denen die Wiederausfuhr der verbotswidrig emgeführten^Teilr für bie Beurteilung beb Restes der Sendung durch die Beschaustelle bedeuttmgslos ist.

* „Kirchliche Einsegnung und Feirerkstatliuig*. Zu diesem Titel melden versckiedene Zeitungen von der kirchlichen Einsegnung und nachherigen Bei- brennung der Leiche des Großindustriellen Kom­merzienrats Alfred Giuzkey, Ehrenbürgers von Maffersdorf. Auf Anfrage erklärte zu dies« Meldungen das Apostolische Bikariat im Königreich Sachsen:

RechtSschutzabteilu«! wünschte Auskunft in Rechts lenk assen in vielen n; ein«

Sparkasse gibt ben Mitgliedern, die etwa» zurucklegen können, hohen Zins Die Ueber»

schlisse dieser Kasse fließen bent " sforch

des BetoandeS zu. Erwähn« wir zum

Frankreich die Rückkehr auf den Boden der Algeciras» ffte gefordert wird. Auf kein« Fall dürfe gebulbet >etbflL daß Frankreich auS der Bevölkerung Marob- , o$ feine Wehrkraft ievgänzt und verstärkt. Sin- ■ ttlschimgen t d »bie» anderen Staate» in ben es Marokkostreit Mßten mit Ruhe,

Mft

beste Beweis für Jacobis dramatisches Können, daß trotz dieser Gedankmfracht sein Siück in Ausbau und Dialog nicht an ein solches Frachtschiff, weit eher an eine schmucke, wohlproportionierte Segel- sacht erinnert, die reich von Wimpeln, köstlichen Proben eines gesunden Humors, umflattert wird. Wie für ben Verfasser so war sür ben Benefizianten Rudolf Dittmar gestern ein Ehrenabenb. I» der dankbaren Rolle des Fabrilbesitzers Franz Rambach zeigte er sein ganzes Können und verdiente sich redlich Lorbeerkranz, Blumen und Beifall, die ihm gespendet wurden. Auch bie anbetn Mitwirkendeu taten ihr bestes zu dem Erfolge. Herr Söll, et als Ooeringeuierrc Karsten, Frl. 5te als Ada, Gustav Rorb als Kallmcyer dürfen von bem Autor be« sondern Tank jür eine ideale Verkörperung seiner Bühnengestalt in Anspruch nehmen.

h Werkmc ister-Bezirksverem Fulda. Am heu­tigen Tage vollenden sich z to a n z i g I a h r e, seit der Verein als Mitglied des großen deutschen Werk­meister-Verbandes gegründet wurde. Was dieser Verband auf dem Wege der S e l b st h i l f e bis fetzt geleistet, sei hier in einigen Zahlen kurz aus» gedrückt. Die Mttgliederzahl des in 900 Bezirks- Vereinen über ganz Deutschland verbreiteten Ver­bandes bettägt zur Zett 53000. Die bisherigen Lei­stungen setzen sich folgendermaßen zusammen: AnSgezahltcS Sterbegeld 8 000 000 Mark, Unterstützungen an Mitglieder 2 300 000 Mk., an Witwen und Waisen 3 000 000 Mk., E nt- schödigungen aus der Brandverficherung 80 000 Mk. Gesamtleistungen mithin 13 380 000 Mark« Das gegenwärtige Vermögen des Ver­bandes beträgt: Sterbekafse 10 422 279 Mk., Ver­bandskasse 2 000 000 Mark, Brand-Versicherung 600 000 Mk., Gesamtvermögen mithin 13 022 279 Mk. Diese Zahlen beweisen aus das deutlichst«, wieweü der Verband seinen Mttgliedern in den verschiedensten Lebenslagen, fei es nun Trauerfäll, Erwerbslosigkett, Invalidität, Krankheft oder son» stiges Familienunglück helfend zur Seite gestände» und manche Not gelindert hat. Die im vorig« Jahre gegründete Stellenlosenunterstü wird nach Ablaufs der Karenzzett ebenfo wirken tote die übrigen Einrichtungen, von ben« bie nachstehenden besonders hervorgehoben sei«: Einen kostenlosen Stellennachweis, eine

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