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2. Bläh.

Vrnck inb Verlag der $ul6atr Uetleadruckrret in Snlbo.

Fische.

Ami Geisa und Umgebung.

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ste alsbald erlag.

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Aus dem Nachbargebiete.

* tziehen, 25. Juli 1911. Dem Vernehmen nach hat die hiesig« Handelskammer bei dem preußi­schen Minister der öffentlichen Arbeiten die Ausge­staltung der geplanten Nsenbahnen Alsfeld- Niederaula und Niederaula-Hersseldals Vollbahnen befürwortet.

* Melsungen, 25. Juli 1911. Verliehen wurde dem Obermeister Georg Schmidt zu Melsungen das

Aus Gberheffen u. den Hess. Aemtern.

X Marburg, 26 Juli 1911. Seitens der Stadt ist das Hö zcriop^'sche Grundstück in der Biegen- ft ui Et für 147CO3 Mark uns der irr der Frank- sirrterilraße bclegcne Persers Garten für 84000 M. erworben ivorden.

* Frankenhain b. Treysa, 26. Juli 1911. Au den Somwervergnügungen der Bewohner der hiesigen Um­gegend gehört seit Jahrhunderten der Besuch der Kirschenkirmes in unserer hochgelegenen fran­zösischen Kolonie. Auch diesmal herrschte deshalb in unserem stillen Dorschen ein buntes Leben und Trei­ben. Die Obstzüchter hatten alle Hände voll zu hm, denn nach altem Herkommen wird das Obst erst in Gegenwart der Käufer vom Baume gepflückt.

* Homberg, 26. Juli 1911. Gestern nachmittag war die Böschung an der Eisenbahn zwischen Gun-

Hinsicht nur an Goethe zu erinnern, der zwar schmerz­los gestorben ist, aber am Tage vor seinem Tode doch lange, qualvolle Stunden gräßlicher Todesangst und

Unruhe durchkämpfen mußte.

— Entschuldigung. »Aber Alois, schämst. Du dich denn gar nicht, so spät Heimzukommen? Dem Benehmen ist einfach unerhört!' — „D verzeih'! Ich kann einen Grund zu meiner Entschuldigung angeben.' — „9ia, welchen denn?" — wenn ich den jetzt noch wüßte! . . . Aber gut war er — daS kann ich Dir versichern!

vermischtes.

• Von herabstürzenden Sandmassen verschüttet wurde in dem Dorfe Faulenhorst bei Calbe a. Milde das sechzehnjährige Dienstmädchen Schulz und die ein und zwei Jahre alten Kinder des Landwirts Be- necke, als sie au? einer Gmbe Sand zum Spielen holen wollten. Alle drei erlitten den Erstick­ungstod.

* Der Teilnehmer an dem Wettfluge Petersburg- Moskau Urotschkin ist beim Dorfe Saizewo abge- stürzt. Sein Apparat wurde zertrümmert, Urotsch­kin bewußtlos ins Hospital gebracht.

♦ Entdeckung historischer Fresken. In dem Pan­theon der Florentiner Kirche Santa Croce wurde ein historisch außerordenflich wichttger Fund gemacht. Hinter dem Altar des berühmten Floren­tiner Geschlechts der Pazzi wurde eine alte Freske, der Triumph des Tode» von Andrea Or- cagna entdeckt. Das Werk ist ein Seitenstück zu den berühmten Fresken Benozzo Gozzolis aus dem Campo Santo, dem von allen Fremden besuchten Kirchhof in Pisa.

anhäufenden Kohlensäure dazu, daß die Nervenkno­ten ihre Reizbarkeit verlören und die der Schmerz- empfindung äquivalenten Erregungen in den Bahnen der Nervenfasern nicht mehr gehirnwärts weiter pas­sieren ließen, so daß im Gehirn das Bewußtsein oder gar ein schmerzhaftes Gefühl des Sterbens gar nicht mehr zur Vorstellung komme und höchstens die Em­pfindung übrig bleibe, wie man sie beim Einschlafen hat. Man könne die Empfindung in diesen Momen­ten auch mit dem Gefühle eines durch Opium und andere narkotische Mittel Eingeschläferten vergleichen, bei dem die Gehirntätigkeit so tief herabgesetzt sei, daß eben dadurch selbst das Schmerzgefühl während des Vollzugs einer tief eingreifenden Operation aus­geschaltet sei. Als Beweise hierfür werden auch die in der Narkose vorgenommenen Vivisektionen, die Zeugnisse von für tot gehaltenen und die Aeußemn- gen von Sterbenden angeführt, die auf Anruf noch über ihren Zustand Auskunft geben konnten. Es werden ferner eine Reihe von berühmten Männern zitiert, dir sichtlich ohne Schmerzempfindung verstar- ben, und es wird schließlich auf das Beispiel der meisten kleinen Kinder verwiesen, die lächelnd wie beim Einschlafen aus dem Leben scheiden. — Die hier kurz wiedergegebene Theorie wird sicher nicht ohne Widerspruch bleiben, obgleich sie in sehr vielen, vielleicht den meisten Fällen zutrifst. Schließlich kommt es auch nicht auf den einzelnen Moment des

Aus Uirche unö Schule.

* Wiesbaden, 26. Juli 1911. Nach einer an den Kirchenvorstand eingelaufenen Mitteilung hat der tzochw. Herr Bischof Domimcus am 20. Jull d.J- tzeu Herrn Regens Dr. theol. et phil. A n io Öilsrich zu Hadamar unter Verleihung des Litels Hf-rrer' vom 1. August er. zum Rektor tot Maria Hilf-Kirche in Wiesbaden ernannt.

einer Ziegeleianlage in der Flur Wenigentaft erteilt. — Dem Gustav Kallenbach aus Weilar wird die Erlaubnis zum Betriebe der Schankwirtschaft auf dem Beyershofe unter der Bedingung erteilt, daß die Lokalitäten den gestellten Bedingungen entsprechend hergerichtet to erben. — Als Vertrauensmänner für die Auswahl der Schöffen- und Geschworenen wer­den gewählt im Amts g er ich ts bezirk Geisa: Bürgermeister Brehler-Geisa, Bürgermeister Peter Jos. Höhl-Schleid, Bürgermeister Kaspar Joseph Wingenfeld-Bremen, Landwirt Gregor Wehner-Ober- rothhof, Landwirt Kaspar Jos. Schuchert II-Borsch, Landwirt Franz Jos. Schäfer-Butüar, Färber Emil Schmidt-Geisa. — Den prinzipiellen sehr wichtigen Arnderungen der Ortsstattite der Gemeinden Dorn­dorf und Unterbreizbach wird das Fürwort versagt, da der Bezirksausschuß schwere Bedenken gegen dieselben trägt. — Der Bezirksausschuß ge­nehmigt die von den Gemeinden Wenigentaft, Butt­lar, Otzbach, Bermbach und Oechsen beschloffene Bei­tragsleistung zu den Gmnderwerbskosten der Eisen­bahn Wenigentaft-Oechsen. — Als Beginn der Hühnerjagd wird der 20. August und als Beginn der Hasenjagd der 15. September vorgeschlagen — Das Ortsstatut der Gemeinde Geisa über die Em- sühmng von Sperrzeiten für freiumherfliegende Tau­ben soll, nachdem eine kleine Abänderung vorgenom­men ist, der Bestätigung empfohlen werden.

* Dorndorf, 26. Juli 1911. In der hiesigen chemischen Fabrik kam ein Monteur der elektrischen Hochspannungsleitung zu nahe, wodurch er Brand- wund en an Hand und Arm erlitt.

* Oechsen, 26. Juli 1911. Seit dem 2. Juli wird der etwas schwachsinnige, 17 jährige Heinrich Schiertrumpf von hier vermißt. Ob er sich em Leid angetan hat oder sich planlos in den Fluren umherttcibt, weiß niemand.

* Herrenbreitungen, 25. Juli 1911. Der 17 Jahre "alte Arbeiter Sch. der in der hresigen Me- tatlroareufabrif von Zimmermann beschäftigt ist, wurde beim Auflegen eines Treibriemens auf die Tran-missionsschewe von dieser erfaßt. Dem Be- daukni-werten wurde der rechte Arm herausgerlssen.

* Aus Thüringen, 26. Juli 1911. Der Kaiser । spendete 5000 Mark für die diesjährigen National- Festspiele in Weimar. Die Spiele, die bereits zu ! Ende aegangen sind, haben einen hochbefriedigenden i Verlauf genommen. — Wie schon gemeldet, sind bei i den Truppen-Uebungen auf dem Uebungsplatz in , Ohrdrufs drei Soldaten am Hitzschlag gestorben. Die : Zahl • der infolge der Hitze dienfttmfähig gewordenen Soldaten, belief sich auf 100. — Vor einigen Tagen war in der Fernsprechleitung Ruhla-Eisenach eine Betriebsstörung eingetreten. Die Ursache war ein dreister Diebstahl. Auf dem Rennsteig haben Diebe den zwischen 20 Masten gespannten Bronze- droht in einer Länge von 360 Metern durchschnitten und gestohlen. — Im Ort F l o h ist bekanntlich eine Typhusepidemie aus gebrochen. Etwa 30 Personen liegen an dieser Krankheit darnieder. Während die Krankheit anfänglich nur in gelinder Form auftrat, hat sie neuerdings, wahrscheinlich infolge der Hitze, einen bösartigen Charakter angenommen. Es sind bereits eine Anzahl Personen der Krankheit erlegen. — Auf der psörtischen Schuldomäne bei Bad Käsen wurde eine Arbeietrin vom Hitzschlag getroffen, dem

von Würzburg für ewige Seiten den zum Baue der Kapelle erforderlichen Grund und Boden als freies Eigentum schenkte und sich, ihre Erben und Nachfol- qcr verbindlich machte, rings um die Kapelle einen angemeffenen freien Raum zu lassen, derselben we er Licht noch Luft zu verbauen, jederzeit den Zutritt zur Kapelle zu gestatten und den hierzu erforderlichen Weg frei zu geben. Nach dem Tode der Gräfin sie starb am 21. Januar 1862 und liegt m der Kapelle zu Neuhaus beerdigt — wurde ihr Schwiegersohn Freiherr von Brenken Erbe des Rittergutes Neuhaus und Salzburg.

Nicht nur von der Fassade der schönen Kapelle grüßen die steingehauene lebensgroße Gestalt des Apostels der Deutschen sowie seiner treuen Mitarbei­ter Burchard und Willibald, auch feine nach unserem Fuldaer Bonifatiusdenkmal gefertigte Kolossalbüste ließ König Ludwig I. von Bayern in einem Fenster­bogen der Burgruine aufftellen.

Die schlimmste» F-iude der Kinder und die besonders im Sommer ansireienden Magen- und Daru.- kranlbeiten. Den besten Sckutz dagegen bietet eine rationelle Ernährung mit „Stu feie welches dem Organismus die zu ] einem Ausbau nötigen Nährstoffe zuführt und ihn dadurch gegen Krankheiten wld r- standsjähiger macht. Die im , Kufele" enthaltenen Mineral- und Eiweißfloffe fördern die Knocken- und Muskelentwicklilna auss günstiaft»

* Vacha, 26. Juli 1911. Mit einem Witz ist der Gerichtsdiener eines nahegelegenen Amtsgerichts hereingefallen. Kommen da vier Touristen die Straße entlang und fragen denselben: „Können wir hier wohl jeder ein Zimmer "neien, aber^nicht m einem Gasthof und jeder für sich allem? „Jawohl, antwortete der Gefragte. „Kommen Sie mit nur, ich habe gerade vier frei. Ich Herste D., bm Ge- richtsdiener und Gesängenenwarter. Statt jeder anderen Antwort erklärte einer der Herren- Ich heiße Kl., bin erfter Staat san- iu alt," der nächste Herr stellte sich ^als Oberlandes^ aerichtspräsident B., der dritte als Justizrat W. und der vierte als Forstrat M. vor. (Bekannte Jenenser Herren.) Bon einem weiteren Zureden hat dann

Osthech? v. d. Rhön, 26. Juli 1911. In der hier abgehaltenen B e z i r k s a u s s ch u ß s i tz u n g im 4 Verwaltungsbezirk wurde u_a. be­schlossen: Der Firma Hahn u. Drewes mWeni aentttft wird die Genehmigung zur Errichtung ______________mj । , i

Ausland.

* Der Einfluß der Katholiken in der sozialen Organisation Frankreichs. Kürzlich hat die „Hu- manitfi" klagend festgestellt, daß sich „ganz m der Stille" starke christlich-soziale Arbeiter, p r g a n i s a t i o n e n bei den Eisenbahnen gebildet hätten und daß die Geistlichen bei den Eisenbahn- gesellschasten manche Entlassene wieder unterge- bracht haben. In der Kammer selbst hat nun der sozialrevolutionäre Deputierte Briquet, als er die Obstruktionsanträge auf Wiedereinstellung der ent» faifenen Eisenbahner begründete, ein anderes Wildnis ähnlicher Art abgelegt. Er sagte: „Wah­rend ihr die Gewerkschaften bekämpft, die immer die Republik verteidigt haben, bilden sich überall kacho- lische Gewerkschaften, die die Arbeiter rekrutieren, beherrschen und tyrannisieren." Wenn , man die falschen Ausstellungen Briquets abzieht, bleibt immer die Tatsache übrig, daß aus sozialent Ge­biete die französischen Katholiken rühr ig 9 * worden sind^ Las ist nun sett kurzer Zett das

«S® ÄSw.% bom Bizekönig in Mulden erbetene Lpezialkrcvit für eine Militärresorm und dw Entwicklung der chinesischen Schiffahrt auf den Flüßen der Mand- schnrei ist von der Zentralregierung in Peking bc- ^E^Jur*Laqe in »ttbanien. Die Verhandlungen »wischen den Mallisoren und der Pforte sind definitiv ^gebrochen. Der Erzbischof von Skutari ist gereist. Die türkischen Truppen haben ihre Ope- Rationen wieder ausgenommen.

Markte.

• Frankfurter amtliche Notierungen der Biehmartt- preise vom 24. Juli 1911. Auftrieb: 0000 Rinder, 340 Ochsen, 29 Bullen, 549 Färsen und Kühe, 208 Kälber, 156 Schafe, 873 Schweine. Preise für 1 Zentner: Rinder: A. Ochsen: ». vollfleischige, ausgemäftete höchsten Echlachtwertes höchstens 7 Jahre alt < Lebendgewicht) 50—56 Mark, (Schlachtgewicht) 91—97 M., die noch nicht gezogen haben (ungejocht) (Lebendgewicht) 52—55 M., (Schlachtgewicht) 90—95 Mark, b. junge fleischige nicht ausgemäftete und ältere ausgemäftete (Lebendgew.) 44—48 M., (Schlachtg.) 80- 87 M., o. mäßig genährte junge, gut genährte filtere (Lebendgew.) 38-41 M., (Schlachtgew.) 70—76 Mark, d. gering genährte jeden Alters (Lebendgew.) 00-00 M., (Schlachtgew.) 00—00 M. B. Bullen: a. vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes (Lebendgew.) 40— 46 Mark, (Schlachtgew.) 73 —76 M., b. vollfleischige jüngere (Lebendgewicht) 36 —40 Mark, (Schlachtgew.) 60—66 M., o. mäßig genährte jüngere und gut genährte filtere (Lebendgewicht) 00-00 Mark, (Schlachtgew.) 00—00 M., d. gering genährte (Lebdgew.) 00-00 M., (Schlachtgew.) 00 -00 SR. C. Färsen und Kühe: a; vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes (Lebendgew.) 00—03 Mark, (Schachigew.) 00—00 M., b. vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren (Ldgew.) 40—45 M, (Schlachtgew.) 74—81 M., c. 1) wenig gut entwickelte Färsen (Lebendgew.) 38—43 M., (Schlachtg.) 73—83 M., do. 2) ältere ausgemäftete Kühe und wenig aut entwickelte jüngere Kühe (Lebendgew.) 37—42 M., tScklachtgew.) 69—78 M., d. mäßig genährte Kühe u. Färsen (Lebendg.) 30- 34 M., (Schlachtg.) 60-68 M„ e. gering genährte Kühe und Färsen (Lebendgew.) 18-22 Mk., (Schlachtgew.) 41—50 M. D. Gering genährtes Jungvieh (Fresser) (Lebendgew.) 00—00 M., Schlachtg.) (<o—00 M. Kälber: a. Doppelender feinste Mair (Levendgew.) 00 — 00 M., (Schlachtgew.) 00—00 M. b feinste Mast- (Bollmilchmast) und beste Saugkälber .Lebendgew.) 00—00 M., (Schlachtgew.) 00 - 00 M., mittlere Mast- und mite Saugkälber (Lebendgew.) c0-55 Di., (Schlachtgew.) 85—93 M., d. geringe Saugkälber (Lebendgew. > 43 -48 $7., (Schlachtgew.) 73-81 M. Schafe: A. Stallmasttchase: a. Mast- lämmer und jüngere Masthämmel (Lebendgew.) 42—00 Mk.. (Schlachtgew.) 88-00 M„ b. ältere -l'iaNhämmel und aut genährte Schafe (Lebendgewicht 00- 00 DL, (Schlachtgew.) 00-00 Di., c. mäßig genährte Hammel und Schate (Merz.Schafe (Lebendgewicht) M -00 M., (Schlachtgwicht) 00- 00 Mark, d. Martchjchase v-er Stiederungsschase (Lebendgew.) 00 - 00 M.( Schlacht- gew.) 00-00 M. B. Weidmastlchase: —. 8> ch wem e: a vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht (Lebendgew.) 48 - 50 M, (Schlachtgew.) 62—64 M., b. vollfleitchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht .(Lebendgew.) 47- --49 M., (Schlachtgew.) 61 63 M., c vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht (Lebendgew ) 48-50 M., (Schlachtgewicht.) 60 - 63 M , d vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebend- qe,vicht (Lebcnog. w.) 49 - 49.50 M., (Schlachtgew.) 61- 62 Mark, e. Fet.ichweine über 15 ) kg Lebendgewicht iLebdgew.) 49 59 M., (Schlachtgw.) 61—6:1 Mart, । unreine Sauen und geschnittene Eber (tiebenbgeiu.; 00 - 00 M., (Schlachtgew.) 00 - 00 M. — Marktverlaus: Der Rindeihandet verlies ruhig; es wird voraussicht­lich geräumt. Bei Kälbern flauer, bei Schafen ruhiger Geschäftsgang; >s wird auevedauft. Am sschweine- markt bleibt bei belebtem Geschäft nicht viel übrig.

+ -?ie BonisatiuS-Kapekle ans der Salzburg bei — Neustadt an der fränkischen Saale.

D« 1° Juli d. I. war der Gedenktag einer einzig­artigen Bonifatiusfeier, die vor siebzig Jahren im mchrn Frankenland stattgefunden hat. Sluf der Salz- kuro iener einst fo prächtigen Kaiserpfalz an der fron-

M -m S»i lA d» Sto- Amifrirften Geora Anton von Stahl, Bifchof von ££ Sri w» ®-«f «7

Eichstätt und Johami Leonard Pfaff, Bicho, von Fulda, als die Nachfolger der vor elMmdert ^ h vom M. Bonifatius hier geweihtm eff e Oberen der neu gegründeten Bistümer Wurzburg, Eichstätt und Buraburg bei Fritzlar em. Die ecken Bischöfe ware.t die h<. Burchard, Willckald und Wizzo ge- wesen Im reich geschmückten Burghof wurde der Grundstein zu einer Bonifatiuskapelle gelegt an der Stelle wo Baureste der ursprünglichen Burgkapelle ausaearaben worden waren, und zwar auf dem Gmnv und Boden des Grafen Werner von Haxthausen wel­cher 1837 beziehungsweise 1840 Besitzer des Rttter- giiies Neuhaufes, sowie eines Teiles der Salzburg burc? Kauf geioorben war.

Ter Wächter am Grabe des hl. Bonifatius, Bischof Johann Leonard von Fulda, hielt bei der Grund­steinlegung die Festtede. Auch König Ludwig L von Bayern mit ansehnlichem Gefolge sowie der Bi­schof von Rottenburg und viele andere hohe Ehren­gäste waren erschienen. Bischof Georg Anton von Bünbuig war der Bauherr dieser Bonifatius-Basi- lika die er auch am 8. Oktober 1848 feierlich ein- tvei'hm konnte. Graf Werner von Haxthausen, der kiele Opfer dafiir gebracht haben soll, erlebte die Vollendung nicht. Nachdem derselbe am 30. April 1842 verschieden war, ging fein Besitztum an feine Wi'.we Gräfin Elisabeth von .Haxthausen, geb. Frttin von Harff-Dreiborn über. Diese übergab dem Bischof von Würxburg eine am 21. April kb4^,.^befertigte Uri’inbe, kraft welcher sie dem bischöflichen Stuhle

tershausen und Guxhagen infolge der herrschenden Trockenheit in Brand geraten, und die Vorbei­fahrenden konnten beobachten, tote das Feuer auf ein Roggenfeld übersprang und wie es mit rie­siger Schnelle sich verbreitete.

* Gudensberg, 26. Juli 1911. Ans dem Boden eines hiesigen Geschäftshauses geriet der Lager- borrat an Zündhölzer durch Selbstentzündung in Flammen. Da man durch den mächtigen Qualm sofort auf den Brand aufmerksam wurde, konnte rechtzeitig eingegriffen und das Feuer gelöscht werden.

A Harten, od, 26. Juli 1911. Seitdem die .Wunderdoktoren" in Hartenrod wieder ihr Geschäft eröffnet haben, herrscht in diesem Or e wieder ein so reger Fremdenverkehr, daß (ür die- dort Uebernachienden die Gasthöfe nicht ausreichen. Es soll deshalb, wie man hört, ein Kurbaus ein­gerichtet werden. Im Heilinstitut ist übrigens jetzt auch ein studierter Arzt beschäftigt.

* Vom Knüll, 26. Juli 1911. Wie in jedem Jahre, so hatte sich das am vergangenen Sonntag auf dem Knüllköpfchen abgehaltene K n ü 11 f e ft eines außerordentlich starken Besuches zu erfreuen. Trotz der enormen Hitze waren Touristen aus allen Richtungen herbeigeeilt, um sich das fröhliche Trei­ben des Festes anzusehen und den wundervollen Ausblick von dem Knüllköpfchen zu genießen. Be­sonders zahlreich waren wieder die Schwälmer in ihrer malerischen Tracht vertreten und erregten die Wanderung der anwesenden Fremden.

Deutsches Reich.

* Der Deutsche Kriegerbund hat soeben seine 34. Ubgeordnetenversammlung abgehalten. Er nahm erneut Stellung zur sozialdemokratischen bezw Ge- werlschaftsfrage. Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Westphal-Berlin betonte dazu: „Obwohl in un­serem Programm jede Erörterung politischer und re­ligiöser Angelegenheiten ausgeschlossen ist, so ist es selbst.'erständlich, daß wir unsere Stellung zur So­zialdemokratie genau präzisieren. Es ist also gleich­gültig ob jemand von unfern Kameraden liberal oder konservativ ist, oder ob er dem Zentrum an­gehört. Wenn er nur die monarchische Gesinnung auf seine Fahne geschrieben hat, so ist er uns hoch­willkommen. Ter Kriegerbund hat die Pflege der vaterländischen Gesinnung in den Vordergrund seiner Bestrebungen gestellt, und so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß kein Kamerad der So­zialdemokratie angehören darf." Es sei aus­geschlossen, daß Arbeiterkameraden eventuell freien Gewerkschaften angehören, deren revolutionäre Ten­denzen durch die Verhandlungen des Dresdener Ge­werkschaftskongresses erneut bargetan seien, wohl aber christlich-nationalen Ge Werk­werkschafte n.

[1 Geistige Oede des Monismus. Im „Berl. Lagebl." verzapft ein in den allerweitesten Kreisen gänzlich unbekannter „Franz Sauer" eme Zusam­menstellung „Monistischer Wahrheiten . Diese Auslese konfuser Gedanken der Ritter von der „Bor- aussetzungslosigkeit" beginnt mit dem vom Stand- Lunkte der Vernunft absolut „voraussetzungslosen Satze: „Es gibt keine ausgesprochene Wahrhett, Heren Gegenteil nicht auch wahr wäre; denn es kann keine einseitige Wahrheit geben; sie muß alles um­fassen, um das All zu durchdringen." — Offenbar will Herr Sauer sagen: Ich, Sauer, bin ein kluger Kerl, ein großer Deuker, aber wenn ein anderer das Gegenteil behauptet, dann hat auch er recht.

Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens.

* Frankfurt, 26. Juli 1911. Das vor kurzer Zeit gegründete Frankfurter Komödien- Haus ist finanziell zusammengebrochen. Das von Direftor Karlheinz Martin mit der Mitgift feiner Frau, der Schauspielerin Traute Carlsen gegründete Theater, war dem Untergang geweiht als die Carlsen sich von Martin scheiden ließ und ihr Vorbehaltsgnt von 200 000 Mk. zurückzog. — Auf der Rödelheimer Gemarkung betoohnen mehrere Tagelohnerfamilien ein zerfallenes Gehöft. Die Leute betreiben das Hundekotsammeln. Zwischen den Tagelöhnern Münzer und Geher brach nun nachts ein Streit aus. Am andern Morgen fand man Münzer tot auf. Geher, der festgenommen wurde, legte ein Geständnis ab und erzählte, daß er dem Münzer einen Schlag mit der Mistgabel versetzt habe. Der Getötete ist am 3. Oktober 1854 in Kleinfee bei Hersfeld geboren.

* Friedberg, 26. Juli 1911. Ein Frankfurter Blatt meldet, der Zarenhof werde Ende August hier eintrefftn. Seit ungefähr 14 Tagen befinden sich Beamte der politischen Polizei zu Elberfeld hier.

* Wetzlar, 26. Juli 1911. In der Dill und Lahn zeigten dieser Tage die Fische ein sonderbares Benehmen. Sie schwammen rückwärts, schlugen Zick-Zack-Richtungen ein, machten die wunderlichsten Wendungen und konnten mit leichter Mühe gefangen werden. Man sand nach der „Frankfurter Zig. bald die Ursache des absonderlichen Verhaltens dieser Schuppenträger. Haben da zwei Mühlenbesitzer m Dorlar, Kreis Wetzlar, vor einiger Zeit chre Muhle in Katzerrfurt (Station der Bahnstrecke Gießen- Köln) in eine Hefenfabrik umgewandelt. Diese Fa­brikanten stehen nun außerhalb des Hesen-Ring^ , und verkaufen billiger. Um aber die billigen Preise; behaupten zu können, müssen sie die auf dem Spi- ; ritus (einem Mitprodnkt der Heferifabrikation) lastende erhebliche Steuer zu vermeiden suchen; fte. lassen daher den Spiritus einfach in die Fluten dc^ , vorüberfließenden Dillslufles laufen, ruc Folge» davon sind: Billige Hefe aber betrunkene

* Buttlar 26. Juli 1911. Bei den qebungen der Arbeiten am hieUaen Schul- neubau erhielten die Eid- und Mameia,betten Jq. Hahn-Buttlar, die Zimwerai betten Jnft.^' bett’ Hünfeld, die Tif lsiei- uns Glaserarbeften ;toi. Manuel-Buttlar, die Anstriche, ar bitten Jis. Tmer- aari-Geila, die Schlosserarbetten P. Abe'-Buttlar und die Kiempuetaibeiten S. Sckcks r-Buttlm.

Sicflaiiuii- uu»

— Ist das Sterben schmerzhaft'? In Charles Beardleys .General Practitioner" untersucht ein Mt- arbeiter dieser medizinischen Zeitschrift die Frage, woher die den meisten Menschen tief innewohnende Furcht vor dem Sterbm kommt; für ihre Beantwor­tung begnügt er sich nicht mit dem Schlagwort des Selbsterbaltunastriebes oder dem Goetheschen AuS-., ........

sprach vM btt .süßen Gewohnheit zu leben". Er Sterbens, sondern auf das an, was ihm m kürzerer geht von der Annahme aus, daß diese Furcht von ! und längerer Dauer »orangegangen ist auch d, Vorstellungm herckhrt, die wir in früher Jugend ! nagende Sorge um liebe Angehörige mW körperliche samt der Gespensterangst und manchem anderen und seelische Ornaten, und man braucht m btefet Aberglauben durch Erwachsene eingeimpst erhalten ™,r nn 1,1 ,nnn,’rn hfr ,rnar tomer5=

haben, die entweder selbst an die Schmerzhaftigkeit des Sterbens glauben oder sich der Erweckung der Todesfurcht -um Zwecke der Einschüchterung bedienen, und sucht den Nachweis zu erbringen, daß das Ster­bm ein rein vegetativer Akt ist, der dem schmerzlosen Verwelkm einer Blume gleicht. Der Empfindlich» kettsgrad der Körperzellm und speziell der GefühlS- nerven stche in bestimmter Abhängigkeit von der Un» Versehrtheit der Gefühlsnerven, und jede das allge­meine Wohlbefinden de» Einzelnm mindernde Ein­wirkung führe durch dm lähmendm Einfluß der sich