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Zeitung

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veutiches Mich. u.J»n uu. «-«, w„-d-

> Religion i>, ” $i(b !o,i». -in ilÄi-msch-- «-b-ii-r noch d'm Sanbteanten.

annte7 Satz der Sozialvemokra . sich Haus in Jena geschafft, der sich m der Fabnk

M che „Volksstimme«'T«mtM tzt 1 y Gewerkschaft Kaiseroda durch Nmktppen nnes Weise über diese läng« als yku») I», gebrochen hatte.

Hafer

212.00

Juli

Reklamen- und Anzeigenteil.

vermischtes.

* Alter schützt vor Torheit nicht. Der 84jährige

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Amt Geisa und Umgebung.

* Geis«, 12. Juli 1911. Für die rechtzeitige Ent- bctfung von Schäden an den Bahnanlagen und Be­triebsmitteln und die dadurch bedingte Verhütung von Betriebsunfällen haben u.a Prämien erhalten I der Hilfsbahnwärter Hohn-Geisa, der Streckenarbeiter Senimelroib-Vacha, der Rottenführer Nennstiel, der Hilssbahnwärter Leun-Vacha und der Echloffer Wiegand-Gerstungen. x

* Schwickershausen in der Rhön, 11. Juli 1911. Der Bildhauer Schöppach von hier hat sich mit einem Mester die Gurgel durchgeschnitten. Wie man hört sollen geschäftliche Sorgen den Mann zu dieser Tat

Danzig Berlin Frankfurt München

Xur»er Setteide-wochendaricht bet PreiSberichtSstelle des deutschen Landwirtschaft- ratS vom 4. bis 10. Juli 1911.

Der internationale Getreide markt stand auch in

»Ns (56.

Mittwoch den 12. Iuii Mi­ss. Jahrgang.

Juni abgeblitzt. .

* Abstürze. Außer den drei Handwerkern, die am Sonntag auf dem von Hunderten besuchten Großen Mythen «Kanton Schwyz) zu Tode ge- stürzt sind, verunglückte noch ein schweizerischer Forstwächter bei einem Ausflug aus den Deut de Morries. Zwei Touristen stürzten am S ch a s b e r g, wie aus Appenzell gemeldet wird, denn Edelweiß- ! fachen ab, fo daß am Sonntag insgesamt m der Schweiz sechs Bergsteiger tödlich verunglückt sind. - Auf der Elmauer Halt bei K u f st e l n sahen Touristen am Montag in einiger Entfernung auf schwierigem Terrain drei Leichen liegen. Eine Rettungsexpeditlon brachte die Verunglückten nach Hinterbarenbad. Es sind zwei Damen und ein Herr. Sie waren am Sonntag morgen von Hinterbärenbad ausgebrochen, um die Etmauer Halt zu besteigen.

fahren.

Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 Kilogr. ,e nach Qualität, wobei das Mehr (44 brziv. Weniger ( gegenüber der Vorwoche in Klammern () be,gefugt ui ivie folgt:

Wagens ein Bem gebrochen hatte.

* Oberzella, 12. Juli 1911. Im Gememde- wald brach Feuer aus, das beträchtlichen Scho- den anrichtete. Handwerksburschen sollen durch Weqwerfen von Zigarrenstummeln den Brand verursacht haben. — Bei RdhrigShof zerstörte! ebenfalls ein Waldbrand 10 Acker Fichtenbestand.

« Empfertshausen, 11. Juli 1911. Hier fand das diesjährige Bundesschießen des Schiitzenbundes der Borderrhön statt. Das Fest nahm -m-n glanzenden Verlauf Den Königsschuß tat Herr Andreas L>iert I aus Stadtlengsfeld. Gegen 8 Uhr^abends zog man mit klingendem Spiele, nachdem sich Alt und ^ung köstlich auf dem Ffftplatze amüsiert hatte, wieder zu­rück in den Festsaal, wo ein gemütlicher Ball abgehal-

sistilche „Volks st im

fiber ehrlicher Werft- --befennt in

FÄÄ 5Wi'"5

Aus Gberhchen u. den Hess. Aemtern.

* Marburg, 12. Juli 1911. Der Regierungs­präsident hat dem von der Stadloerordnetenver- sammlung gefaßten Beschluß, die Stadtv erord. net enzahl aus 30 zu belasten, dre Bestätigung I

Neustadt (M.-W.-B.), 12. Juli 1911. Die hie­sige Stadt läßt augenblicklich zum Preise von 1500 Mark eine Freibank erbauen

* Homberg, 11. Juli. Der Landbries träger Hch. Schmidt in Kirdorf erlitt einen Hitzschlag und fiel tot zu Boden.

* Hatzfeld, 12. Juli 1911. Auf der abze- haltenen Hauptversammlung des Oberhefsischen I ! TiuristenvereinS, der zurzeit 770 Mitglieder zählt, I wurden für 1911 an Unterstützungen bewilligt: Verein Biedenkopf 40 Mk., Steinperf 30 Mk., Homberg 140 Mk., Lumdatal 50 Mk., Batten­berg 75 Mk., zusammen 335 Mk.

V) Fritzlar, 11. Juli 1911. Unter dem Vorsitze des Vorstehers der Königs. Präparanden- anftalf, Herrn Rektor Filthaut, hat sich hier em Verein für Jugendpflege gebildet. Für die Zwecke des Vereins, der schulentlassenen In-' I gend die notwendige körperliche und geistige Aus­bildung zuteil werden zu lassen, wurden, wie aus der „Fritzlarer Zeitung" ersichtllch, vom

I Regierungspräsidenten aus Staatsmitteln 173 Mk., vom Kreise 100 Mk. und vom Herrn Fabrikant Edmund Dietrich 100 Mk. gespendet. Dre ^ladt I stellt die erforderlichen Räume im „Hochzetts- I Hanse", sowie Heizung, Licht, Wasier und Be- I dienung; außerdem hat die Stadtverwaltung dre Errichtung eines großen Spielplatzes im Freren

I vorgesehen.

Offizielles Feftblatt der 58. Generalversammlung der Katho- likeu Deutschlands in Mainz erscheint vom 6. —10. August 1911 täglich zweimal, im ganzen zehnmal.

Das Festblatt enthätt ausführliche Berichte über sämtliche Veranstaltungen, u. a. die Reden, Be- schlüste, Vergnügungs-Programme, Müterlungen über die zahlreichen Einzelversammlungen, sowie ein vollständiges Verzeichnis sämtlicher Mitglieder und Teilnehmer der Generalversammlung, Nicht nur für alle Teilnehmer an der Mainzer Tagung, ton« bern auch für diejenigen, die infolge zu werter Ent­fernung und aus sonstigen Gründen nicht nach Mainz kommen können, soll das Festblatt em Orientierungsmittel und gleichzeitig em Erlnnerungs- blatt von dauerndem Werte bilden. Bestellungen auf daS Festblatt nehmen alle Postämter und Brief­träger entgegen. Das Festblatt kostet 1 Mark au| der Post abgeholt, 1.20 Mark mS Haus gebracht.

gtng ich bei ihn un packt en om Arm on reef em zo: _Du Franzos, du fchwernotzer Wullewu, wellst du gleich ushör?" Do dreht sich der ganz ruhig rem un sägt ganz geloste: „Du kein Sau hast, du kem Dür brauchst!"; do derbei hackt er als druff los. Boas wollt ich mach, behänk könnt ich mich nett mit ihm - ich geng halt hie on holte den Schlössel zom Holzstall: .Hee", soog «h, hot 'hr Hoi> banns all es, cs halt all, „laßt mir nut be Dür

verzog von Wenburg nach Naumburg und heiratete dort seine 70jähtige Richte.

* Eine SleiderbSrse für „alte Sach«" ist das neueste das B e r l i n sich zulegen will. Eine Markt­halle soll zum Börsengebäude umgewmidelt werden Jetzt ist London Zentrum für den Welthandel mit Men Kleidern und Uniformen die dott br großen l Mmgen umgesetzt unb bann nach °^n Weltgegmden I enwrtiert werben. Sine kontinentale Börse für ge­brauchte Kleiber und Uniformen ufro., eine Konkurrenz fflr London und eine Zentralisierung dieses Handels soll angeblich ein Bedürfnis fein.

* Damenwahl. In den studentischen Ausschuß, der die Festlichkeiten zur Hundertjahrff-tderU n- versität Breslau borbereiten u. leiten soll, wur- I ben 21 Studentinnen und nur 3 Studenten gewählt. I Da der Rektor die Wahl anerkannte, so wird man das Mirakel erleben, daß die Leiter derFchkommerse und I sonstigen Veranstaltungen Musenlochter und nicht IRu- sensöhne sind. Den Studenten Breslaus aber wird man die Anerkennung nicht versagen können daß sie da7 .Ehret die Frauen!" in ritterlichster Weise im Schilde führen und den Damen einen Remfall bereiten

2. Blatt

»ruck und Verlag der 5«lbaer »ktteabrnckerel in Sulbo.

wollen? , ,

♦ Der Kampf nm die volle Maß in München bat nuiimehr feine enbgiltlge Erledigung gefunden und das biertrinkende Publikum ist daraus als Sieger her- borqegangen. Bekanntlich ist gegen den Pachter des Münchener Löwenbräukellers M. Erwig und vier seiner Schenkkellner wegen versuchten und vollendeten Betrugs vor dem Landgerichte München 1 zweimal verbandelt worden. Beim erstenmal wurden die sämtlichen Angeklagten freigesptochen, in der zweiten ■ Verhandlung jedoch wurde Erwig zu 6 Wochen Ge- fängis und 3000 Mk. Geldstrafe die vier Schenk- kellner zu 1-3 Wochen Gefängnis verurteilt Es wurde damals gerichtlich festgestellt, daß die Schenk' kellner mit dem Einverständnis Erwigs „unter An­wendung von Kunstgriffen absichtlich sch^t emge- schenkt und dadurch betrügerisch gehandelt hatten Erwig legte gegen das Urteil Revision^ zum Reuhs- I neridjt ein. Dieses verhandelte dieser L.age über die Sache und verwarf schließlich die Revision. Dre Schenkkellner sind mit ihrer Revision bereits Mitte

wußte gar net wie uns geschehe wor — se hatte : gar net gefragt, ob se berste. Wir konnte gar nischt । gemach on moßte froh sei, baß mer noch die Noicht aus den Heubobe gekrich konnte.

Den annern Tag stand ich lchon freh uff und kocht gliech e Tepp voll Krimpelsupp on Kartoffel- semmete. Se warn au schon uff on hatte eFeuer in Ofe gemacht, daß die Platt gidht — ober ich sagt kei Wort derzu, stellt ihne das Fiehsteck hm, on se teße sich's got schmeck. Kaum aber, baß se fertig wäre, da blies's au schon, on se moßte fort. Die naus, on schon wieder en neue Trupp rein. Die m achtete grob so; die Kleider vor'n Ose ge- hängt, on in die Beiter. Rur enner legt sich net, der blieb uff on kocht das Fleisch, das se mitge­bracht hatte. Dobei legt er Holz an, daß ich ganz in Angst kam; ich hat Sorg, es geb e Feuerche. So gengs schon drei Tag, die eine gcnge on die annern käme — da sagt ich zn mein Mann, „weißte ebbes bos, ich henk e Schloß an den Holzstall on ich dhn so viel her, als se verbrenn dcrse, denn so konns net gegeh, der Winter sängt erscht ehe an, on onser Holz ist schon bedeutend zusomme geschmolze." Ich geh also her on hänge Schloß an die Dhür.

Ich war ordentlich froh, daß ich ben gescheute Eins all mit dem Zoschleffe gehatt hon, on stell mich in be Kech on schöl Kartoffel. Be ich ba fo steh', hür ich uff emol, doß be Gaisstallsdür wickt, ich guck nuis on seh, be sich zwä von bene Franzose bei der Gais ze schaffe mache — der ei hält be Dur on der anncr beugt die Gais los. Ich natürlich spring uff: .Heda', Jhrda! bos macht Ihr mit minner Gais? de Gais blitt im Stall 4 .Je spreng nui$, geb dem an der Tür en Stomp, daß er fliegt, on dem annern riß ich de Reet uis der Hand, on deck mich und will se widder fest mach — da werd de Stalldür von bruiffe zogeworfe un ich fenn im Dunkele.

.Wollt Ihr gleich be Dür offloß!" Aber — Heiligerei — be schuppe jo den Rieel vür. Zu­gleich hür ich, bee näve dron be Sänstallsdür uff- gexeffe werd on wie Sau dott Krisch, als bann fe om Speeß steckt. „Ihr kwlluncke! Ihr Svckbuwe!

der letzten Woche unter dem Eindrücke beunruhigender Rachrichten über die Ernteaussichten in Rußland und ben Vereinigten Staaten. In letzterem Lande soll die außergewöhnliche Hitze den MaiSertrag sehr geschmä- lert haben, während die ungewöhnliche Dürre in Zen- tralrutzlaud die Ernteaussichten sowohl für Weizen als auch für Roggen und Hafer stark herabgemindert hat. Trotzdem konnte in Deutschland der Preisstand bei vorletzten Woche nicht aufrecht erhalten werden, da das fruchtbare Wetter die ErnteauSfichten vielfach ge­bessert hat, und die bevorstehende Ernte bereits einen Druck, besonders auf Herbstlieferung, ausübte. Fü> Weizen konnte Herbstlieferung nicht den alten Preis behaupten, da die Provinz mit größerem Angebot tu Reuweizen auf den Markt kam. Roggen war zu An- fang stark begehrt, um indes nach und nach abzu- flauen als das Angebot von neuem Roggen den Mark! zu beeinflussen begann und die amtliche Ernteschatzung für Winterroggen in Preußen zu Anfang Juli gegen- über der Schätzung Mitte Juli im vorigen Jahre nut einen Ausfall von 474 000 To. oder 6 Prozcm ergab. Von diesem Ausfall entfallen indes allein 107 000 To. auf die Provinz Sachsen, 84 000 To. auf Brandenburg, 61000 To. auf Ostpreußen und 55 000 To. auf Schle­sien Nur in Hessen-Nassau und in der Rheinprovinz hat die Schätzung diejenige des Vorjahres übertroffen. Hafer konnte den Stand der Vorwoche nicht behaupten. Auch russische Futtergerste ist endlich von ihrer außer- gewöhnlichen Höhe e-was heruntergegangen. Dagegen hat Mais infolge der erwähnten Vorgänge in den Ver- einigten Staaten eine enorme Preissteigerung er-

Weizen Roggen ( + 1 ) 170 (4-2 ( - 1 ) 172 ( - 6 ( j 175 ( ( + 1 ) 198 (

t0?P^a " sag ich, „doch e Familienuugleck, mit Sau bonn met bie Hallunke gefitzt !" Do war mersch als öb be Schickebäckern eroenk lache bäht! So sagt se „bene wor se fett genunk?" Do über­mannt mich ewer der Zorn. „Nochbetn", ree, ich ihr »o- Nochbetn, bee tonn Se mich a noch gestechel in mimm Schmerz boß bStt ich eroer nett von Ihr gebacht, baß Se fo gar kei Härz hätt. „Na sägt fe bo „ich hon mehr Verstaub bee Härz.

BoaS ich bobruff sollt sog, rovßl ich im Augen­blick net, deshalb dreht ich mich rem on ging in ntinn Ern. Kaum bat i* aber der Schlitt nie ge- tD hü »uck ich borch be Hennerdür m Hof on seh, be bo en FranzoS steht, on Säustallsdur m der Lanb hot on mit dem Sabel kurz on klei hackt. Ich morn nock ganz nißer mir on in nitnner Kurasch

Aus dem Nachbargebiete.

* Frankfurt, 11. Juli 1911. Zeugfelbwebel Müller wird hin gerichtet! Der Kaffer hat nämlich bas für Müller von her Hanauer Pulver­fabrik, von feinem Vater unb ^m-mftühecen Pfarrer rlnaereichtr Gnabengesuch abschlägig b e-! schieben und bas am 1. April vom Oberkriegsge­richt über Müller wegen Morbes verhängte r.obes- urtell bestätigt. Müller dürste noch un Laufe dieser Woche der Staatsanwaltschaft . beim Landgericht Frankfurt a M. zur Vollstreckung des Urteils uber4 geben werden. Bekannllich hatte das Kriegsgencht als erste Instanz wegen Totschlags auf 1j Jahre Zuch - Qlt* Bad"Wildungen, 11. Juli 1911. Am Sonntag und Montag beging die hiesige Schützengilde das Fch ihres 50jährigen Bestehens. — , ®et" eines Wildunger Fuhrwerkes ging auf einer Gefchafts- lour das Pferd durch. Der Besitzer wurde erheb­lich verletzt. Der Wagen teilweise zertrümmert. - Im nahen Bergfreiheit fft wegen einer jdiphtheritts-Epibemie bie Schule geschlossen worben. Pis jetzt sind 12 Schulkinder erkrankt.

Hunderte von blühenden «iuder« sterbe» n jedem Sommer- an Brechdurchfällen, ptergegen biele' eine rationelle Säuglingserncihrung mit „Kuse!e nnd Milch den besten Schutz. „Kusele' macht oie Milch leichter vervaulich und verhütet bie Darii- gärungen. Ueberhaupt macht „Stufete" unb fein reicher Gehalt an Nährstoffen den gesamten Orgam»- mus und damit auch den Magen und Darm w dei tandssähiger gegen Strankheltskeime.

* AUS Thüringen, 12 Juli 1911. In ber Thüringischen Metall-Jnbustrie kündigt ber Unternehmer - Berbanb eine allgemeine A u s - fverrung an, wenn einige Streiks mcht beendet werden Es würben 40,000 Mttallarbeiter, davon in Eisenach etwa 1600, von ber Aussperrung de- } troffen werden. - Die Neffeltal-Bahnlime Grollen-1 i gottern-Eisenach, die vor einigen Wochen fthr aus- sichtsreich schien, muß ebenso wie das alte Nesseltal- Bahnprojekt vorläufig als abgelehnt getten Ter preußische Eisenbahn - Minister hat die Bedürfnis- frage verneint. — Die Erfurter Schiieider-^iinung feierte ihr 500jährigesBestehen. — In Winters- Idorf wurde andern neuen Schützenkönig!, Brauerei- besitzer Stoffe, ein Racheakt verübt. Em noch un- I bekannt gebliebener Täter ließ 50 Hektoliter Bier auslaufen nnd fügte der Dampfmaschme allerhand Schäden zu. Man wandelt eben nicht ungestrafl

I unter Palmen.

** Aus der Frauzofeuzeit.

Erzählung einer allen Fuldaer Bürgersfrau.

«Frau Nochbern" foog die Schickebäckerin, (der Schickebäcker wohnte gegenüber dem „Stern", bet heutigen Bäckerei Plaut, in der Karlsttaße), .,Frau Nochbetn, hat Sie's beim schon gebiert ? Die Franzose ho t richtige Macke- kriegt bei Leipzig unb für diesmal hon fe geniink, se müsse reiirier, die Ruffe unb ’ne Deutsche hon es bem Kaiser besorgt, daß er durchgehe' muß. Gestern abend war mein Philipp im Rädcke', da bat en Reiter von Kassel eingestellt vnd der hat's hergebracht; heut wird's ausgeschellt, damit sich die Berjct dernach rechte, denn die Franzose komme hier durch und wir werde ebbe? gewahr werde. Ich hab' gleich zum Meister Kv'ps am Sänmarkt geschickt, der soll mir die zwei Säu totstcch, heut roch, denn mer weiß net, bee s noch gewerd koun. E tot Sau tonn mer ehnder versteckel be e laroenbig/

,@o' sagt ich, „dos senn met ewet schönne Ncuigkeite, jetzt werd's doch end lick emol Ruh' gebe — besser wär'sch aber doch, wenn's se den Rapo- leuni fest gehalle hätte, on hätte ihn eingesteckt; ich hon Sorg, fo lang der frei umläuft, gitt's kei Ruh. Acwet deßhalb schlacht ich mir Sau noch nett, es eß mer noch zu freh, on se es noch nett fett geniink."

.No", sägt be Schickebäckern, „ich will Ihr ja kei Fürschrifte mach, ich bon nur Sorg, es geht uns ;o bee mer immer gehört ho', — se hon dem Bauer überall, bo se herkomme senn, dos Vieh vte dem Stall geholt, mir nischt, dir nischt, be Bauer au roch berzu gehaue, banu's sie's net wollte gut­willig hergeb." .Ach" ioog ich „bei bene Bauer do es vill, do kenne se ebbes gehol, ober an minn ennc Säuche, da leibte bene net os."

So genge mer ausenander. Richtig, die Schicke­back.in Hal recht! Kei Woch vergeng, ba waren se ba! Tncwe im Stern gengs zu, wie im ewige Lawr: Offezier, Saldote, Gepäckwoge, net zu be« schricde! Gege Obend tone se au zu uns rie in die Stute. Tie Tornister ob, bie Mäntel on bie Stiesel uis on in die Beiter nie, bos wor eins. Wir

Haudel «ud Industrie.

♦ Berlin, 11. Juli 1911. Die heutige Börse zeigte ein besriebigendes Bild. Die Sttmmung war durchau» zuversichtlich, und einige Spekulations- werte verzeichneten Preissteigerungen, wie z. -o. Montanpapiere und Bankaktien. Das Uebrtge war ft adil. _______________

c^bt Dieb, laßt gleich be Sau geh!" on boberbei hoher ich uis Leibeskräfte roibber be Dür on stamm mich mit aller Gewalt derwidber on bee ich so recht fest wibderbreck, bo fährt fe off er mol uff, on ich stertz ballee zum Hof ennie- rch kom fcho zespät, grob eh ich noch bee mie Sau des Schwänzche rengelt on io ber Hofdür nuis in be „Ohm" verschwind!. Der von bene zwä, dem ich den Stomp gegewe hat, der dreht sich rem, fchlook wer de Hofdür vor der Roas zo und dreht der Schiesse! von lmnße rem. Ach du Lewer ei, ach du Heiligerer! mre Säuche, mir Sau!!" , . .

cvch mich nett lang besonne on renn noach m de Ohm Jo, des ich hie kam, war von mmner Sau nischt mehr zu höre on zu sehe! Ich warn ganz ulket mir, ich hör. laut geschrert on honn mrch am Koov kregt für lauter Verzwerselung — da macht Die Schrckebäckern des Ladesenster uff, on refft mer zu: „Boas hat See denn Fran Nochbetn, daß See io bettetlich flennt, es denn e Ungleck bassrert?" Ich könnt nur mit dem Koop genick, denn der Hals war mer be zugeschniert. „Es denn ebbesmrt Ihrem Mann oder mit ber Keng Ich konnt nut ge- schüttel on maßt mich gewaltsam saß. --No sagt be Schickebäckern „bann§ jo ker Familieungkck es, bo brucht ©e sich doch aa ndt an be Haar je

veranlaßt haben.

* Stadtlengsfeld, 11. Juli 1911. Wiederum ist hier ein E inbru ch s b i ebst ahl ausgeführt wor­den und zwar in die August Hillersche Wohnung am i ~r*<^är«tfnnnt von Kracht

Steinweg. Den Eüibrechern fielen ca 20 Flaschen! Obet-Schloßhauptmann Obetfileutnant von itracyr

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin

(— 1.00), Sept. 198.50 (—2.25), Budapesi Okt.19o.80 (4- 0.70-, Livervool Okl. 158.20 (4- 0 05), Paris Juli 201.25 (-7.20), Chicago Juli 138^5 (-0/20). ütoggenl Berlin Juli K9.25 (- 4.25), Sept. ^6.2o (- 3.50). ßafet: Berlin Juli 164.75 (— 4.o0), Sept. 103LO (- 3^00). Mais New-York Sept. 116.70 (4- « 4O> Fu"«- aerfte cif. Hamburg 123.50 (— 4.0.) Juni a t 123.^0 ®_ 3.75), Juli 121.00 (— 3.00) Herbst 1 !0 7o (— 1.50, Mark per 1000 Kilogramm._______________ ,

Literarischez.

Tas Luft-, Licht- (Sonnen-)bad für Gesunde uiid Kranke nach dem neuesten Standpunkte der Wis­senschaft sowie auch nach t eigenen Erfah­rungen dargestellt von Dr. med. A. Kühner, Herzog!. Kreisphysikus z. D. (0.30 Mk.) Zweite Auflage. Hof-Verlag von Edmund Demrne m Leipzig.

Da viele noch in Unkenntnis über die Art und Weise der Anwendung sowohl wie der Wirkung des Lust- bades dahin leben und infolgedessen einen der wich­tigsten und wirkungvollsten Heilfakioren zu( 'hrem eigenen Nachteile unbenutzt lassen, so durfte vor- liegende darüber aufklarende billige ®d)nft des be- rannten Autors allseitig willkommen geheißen werden.

ganz offen: kann die Macht der I

„Nur der Sozialem vernichten, weil

K,‘ i'tfias:

h,“®“ säx* «w- D«« |et^Unb lin”berfelben Nummer wirb berichtet, baff I In Äalien in Argenta in ber Provinz Ferrara nur 9207 Einwohner °^.EachoM bet der Volkszählung angaben, während ^932 erklärt^, baff sie keiner Religion angehörten, dre I stim,ne" fügt bann bei: Sozialismus

83% Äiewe

" » gjn ehrlicher Liberaler. Maximilian @atbtn | [teilt in fein« .8«'«* (»• ”>

beste Note von allen Parteien aus. Et schreibt.

Wer hat die Reichsfinanzreform ermöglicht. Das kl ent rum? Die Reichsveificherungsordnung? Das lanb in ein Kaiserland wandeltet Das

Kein irgendwie wichtiges Ge.etz ist gege" festeste durchgebracht ivorden. Sie hat sich als d te f est-li e t n ke h ct Reichspollttk bewährt.. .

Das Zentrum kann sich mit bestem Recht, als die Partei^'der zuverlässigsten Patrio t en vor des Wählers Blick stellen."

^^Jch geng roibber in be Keech on srhält mie Kar­toffel steter, ober d°8 Härz wor wer f- schwer on ich moßt nur bro bänk, bee ich boS ganz 3»»^ feUt rem breng nur mit Dele on Zwlbbel zom Schmälze. D? Dräne leese derbei als be «ade rönnet, on bee ich bo mit minne traurige Gedanke so bo sts^, do geng uff eimol bie Keechebür uff on de Schicke, väckern kom rie. .Nochbetn", ^gt K .lofffe öo§ Flenne, boß konn jo nischt gehels, Krieg te

Minn« d-td-i h-nn. So dann m,«fch «lchl , imntt fo itnn doch die Franzose au Diansche, de eß wann, fe nehmes halt, wo ft's sekreg kenne.

roff Se mol Ihm Mann on frehsteckt ment ze 'Imme be hon ich Euch ebbeS »um Brrfeche g- itocht' wos ich allewill uis bem Schlot boat." Do Lat ft m fthenne Krengel Worscht onn-r bem Scheetz evüt on 4 frisch S-backeneBauerschdume.

®,e mich doß ewer von ber Schlckeback«» g freut Hot, tonn ich Euch net befchne Ach-'ch moßt

'mit zwä senn d?ch' die d?ei Aale, on blinn fe ast bes met fterb-'"

- Ler schlaue Witt. .Warum borgen Sie den« dem Herrn Ptoseffor immer nur zerriffene Herr Witt?" — .Sehr emsach — am andern hat der Profeflor gewöhnlich vergeffen, daß , Schirm geborgt ist und läßt ihn reparieren; ' i dies geschehen ist. verlange ich meinen Schirm 1