uldaer
Fulda, Samstag den
Erstes Blatt
136.
im Auge.
von
gen an. der Pro-
Kreaturen all. 4. Deinem Heiland, deinem Lehrer, 5. Preiset Lippen das Geheimnis, 6. Sei gegrüßt, o Jungfrau rein, 7. Großer Gott, wir loben Dich. Die musikalischen Darbietungen werden durch die Böller vom Michaelsberg her angekündigt. — Allseitig wird die neue Anordnung begrüßt, daß die Prozession morgen zum ersten Male in doppelten Paaren, vier zu vieren geführt wird. Wünschenswert wäre es gewesen, wenn damit auch gleichzeitig die Verschiebung der Altäre: 1. Altar Pfarrkirche 4. Altar Domplah erfolgt wäre. Abgesehen von dem weit großartigeren Schlußbilde, das sich dadurch erreichen ließe, wäre sie mit Rücksicht auf etwa eintretendes Regenwetter zweckdienlich. In solchen Fällen könnte die 4. Station im Dome selbst ge- halten werden.
Bei der Prozession wird der Chor des Priester- seminars an dm einzelnen Altären folgende vierstimmige Gesänge zum Vortrag bringen: Am ersten Altar Sacris sollemniis und Tantum ergo, beide
vinz Tras os Montes nicht rasch genug vorwärts, da ein Teil der Wege zerstört ist. Der entscheidende Schlag wird erst in einigen Tagen erwartet. Nach Ansicht spanischer Militärkreise ist die Gefahr eines Bürgerkrieges über das ganze Land nicht ausge-
Grfcheint täglich «st Pnrnahme der So.in- ««dZeierta-e.viertel- jishrlicherverngrptek ohne Sringerlohn und Seßellgeld i« Hulda so- Mieaur«Srtr^.SvMk.
vrrant». Redakteur r
«art Schütter
ÄÄ woch-nM-se: .Illustrierte Somitagrzeitung"
deS Naturalismus, der Meister des modernen Sittenstückes, sein altes Tätigkeitsfeld verlassen hat, um dem modernen Ruf nach Idealen, nach Romantik, entgegenzukommen. Er ist allerdings in der Wahl der inneren Konflikte für seine Helden seiner Ber- gangenheit trm geblieben, ja er hat in den Strand- kindern Seelenzustände geschildert und seelische Verwicklungen vorgeführt, die an Verstiegenheit ein Letztmögliches bedeuten. Die Wandlung Suder- mannscher Muse, die an dem vorliegenden Stücke
*♦ Expräsident Castro von Venezuela ist in den Verdacht geraten, als Freibeuter mit einem Kriegsschiff das Weltmeer unsicher zu machen. Angeblich rnn er in letzter .Reit vor Haiti: mehrere amerika-....—--- —, , -......
nifdie Kriegsschiffe sollen ausgesandt werden, um sein zu beobachten ist, liegt rein rm Aeußerlichen. .licht Schiff zu überwachen. Der Präsident von Haiti hat mehr Männer tnt Gehrock, ober m ber: »rbcit-bluje, erklärt falls Castro sich an Bord des Schiffes befin- und entsprechende Frauengestalten W er uns den sollte, das er gekauft haben müsse, würde er dies vor, ferne Helden haben das Gewand ver Schiff als Piratenschiff behandeln. Die Amerikaner gangener Jahr^nderte angel^t Der Trama. _ rr,„ tnrr= n- $6- »rwlschen mit dem ersten der-1 liker, der zweifellos in Sudermann steckt, füflbarcr' Dampfer nach Europa' spedieren. Konsul I gewinnt dadurch die Möglichkeit, überwältigende Georg Grotstück, der Besitzer des Schiffes, Hai nun I Bühnenwuckungen zu erzielen. Aber es^ kommt alles verschiedenen Blättern auf Anfrage mttgeteilt,
daß er dies Schiff, das früher „Umbria" hieß, und ein ausrangierter Kreuzer ist, von der italienischen Regierung gekauft habe. Nachdem er es aber auf einer italienischen Werst ausbessern laffen, habe er es an die Regierung von Haiti verkauft, die es als deut- sches Eigentum unter deutscher Handelsflagge und mit deutscher Mannschaft im Hafen von Porte au Prmee auSgeliefert erhielt. Auf der Fahrt über den Ozean habe es jüngst in Las Palmas angelegt, um Kohlen I und Proviant etnzunehmen. Sein (Grotstücks) Prokurist und Kapitän, die sich auf dem Schiff befinden, hätten strenge Anweisung erhalten, eS von niemand betreten zu laffen. Die Behauptung, Castro befinde sich an Bord, sei deshalb eine Ungeheuerlichkeit. Heute, am 16. Juni, fei das Schiff in Port au Prince eilige- troffen und von der Regierung in Haiti bestens empfangen worden, die damit das größte Kriegsfahrzeug aller zentralamerikanischen Staaten besitze.
Danach scheint also der Verdacht, eS handle sich um ein Freibeuterschiff, sich nicht zu betätigen. Merkwürdig bleibt allerdings, daß nach Newyorker Depeschen gerade die Regierung von Haitt, die das Schiff I doch gekauft hat, sich durch seine Ankunft in ihren | Gewässern Gewässern beunruhigt füllen soll. Die
Einschreiten der Regierung.
* Dia, auf der Stift nach Europa. Der Dampfer „Ipiranda" mit dem Expräsibenten Porfitio Diaz au Bord, ist in ber spanischen Stabt Vigo vor Anker gegangen. ~
♦ Die Lagt ii Portugal. In Dreitfe und Pon« teoebra sind einige Güterwagen, Geschützteile, Gewehre und Mnnition konfisziert worben, die ber ____ Hamburg konnnenbe Dampfer .Gemma' in Villagacria ausgeladen hatte und die für die pottu« giefischen Emigranten bestimmt waren. Die letzten großen Truppenverschiebungen gellen nach zuverlässigen Berichten aus Vigo der Niederwerfung der monarchistischen Erhebung in ber Provinz Tras öS Montes, deren Gebiet vorwiegenb unwegbares Gebrrgsland umfaßt «nb sich an den Wahlen zur Nationalversammlung, wie jetzt bekannt wirb, garnicht beteiligt hat. Am Dienstag schlugen die Monarchisten los. Den Regimentern aus ber Stadt Neal schloffen sich etwa 600 ber von
mit Musikbegleitung, von dem ehemaligen Domkapellmeister Cohen in Köln; am zweiten Altar Verbum supernum mit Musikbegleitung von Cohen I und Tantum ergo von Hani sch, dem früheren Organisten am Dom zu Regensburg; am dritten Altar Salutis humanae mit Musikbegleitung von Cohen und ein zwe tes Tantum ergo von Hanisch; am vierten Altar Aeterne Rex mit Atusikbegleitung I o. Cohen und ein drittes Tantum ergo v. Hanisch.
a. Pflichtexemplare ablieseru! Es wird hauptsächlich von Privaten und Vereinen oft versäumt, der Königl. Universitätsbibliothek in Marburg ein Pflichtexemplar ber von ihnen in Druck gegebenen Jahresberichte und sonstigen Druckschriften zu übersenden. Da es der Behörde unmöglich ist, von jeder neuen Druckschrift Kenntnis zu erhallen, die Vollständigkeit der Sammlung einer Universitätsbibliothek jedoch von Wichtigkeit ist, wird aus die Einsendung ber Pflichtexemplare wiederholt auf- merksam gemacht. , m
△ Für da» Metzgergewnbe ist eine wrchtrge Be- stimmung getroffen worden. Durch Verfügung des Ministeriums für Landwirtschaft rc. vom 17. Mai b. I. ist angeordnet, daß das Blut der durch HalSschnitt (Schächtschnttt) getöteten Tiere all- gemein als untauglich zur menschlichen Nahrung anzusehen ist. — Diese Verfügung, deren Bestimmung in vielen Städten, so ht Hanau, schon längere Zeit in Anwendung kommt, wird von den j hiesigen Metzgermeistern nicht gerade freudig begrüßt werden. Hier herrschte schon immer Mangel an frischem Tierblut, daS für die Herstellung der billig- sten und daher gangbarsten Wurstsorte, der Rot- wurst, benötigt wird. Schon bislang wurden von den hiesigen Metzgermeistern große Blutmengen von der Lauterbacher Wurftfabrik bezogen; jetzt wird auch all' daS Blut in Wegfall kommen, das hier bei den wenigen Schächtungen gewonnen wurde. Den israelitischen Metzgermeistern wird aus diesem Wegfall ein wesentlicher Verlust entstehen und die künftige Bedarfsdeckung an Blut dürfte für daS ge- samte Metzgergewerbe schwierig werden.
L Zm Sommertheater gab man gestern daS Schauspiel»Sttandkindet' von Hermann ©über» I mann. Es war ein recht stattliches Sperrfitzpublikum erschienen, um fich daS historische Drama ©über- | mannS anzusehen, mit dem der einstige Häuptlmg
Aus dem Nachbargebiete.
b. Dittershausen, 16. Juni 1911. Nach 14tägiger schwerer Arbeit ist der Sockelstein zum Krreger- Denkmal auf dem Weinberg angelangt. Der Stein war Eigentum ber Gemeinde Kohlgrund. Diese hat ihn dem Kriegerverein Dietershausen un- entgelllich überlassen. ES ist ein Sandstein, söge- nanntet Findling, von glasartiger, dichter Strucktur, ähnell in Härte und Gewicht dem Basaltitem, halt über 4 Kubikmeter und dürfte 150—160 Zentner schwer sein. Zu seinem Transporte mußte ein eigener Wagen gebaut werden. Die Steinbruchgesellschaft halte Achse und Räder zur Verfügung gestellt. Wagnermeister Aha und Schmiedemeister Plappert Haden chn fahrbar gemacht. 8 Pferde, 4 Ochsen und 8 Kühe mußten ihre ganze Kraft aufwenden, um ihn fortzubewegen, zwei Tage wurde gefahren, die steilsten ©teilen und Kurven roerben mittels
auf die opernhaste Ausstattung an. Die »Strand« tinber* haben durch diese Ausstattung im Königl. Schauspielhaus in Berlin einen Erfolg erzielt. Unser Sommertheater hatte mit anerkennenswertem Bemühen eine entsprechende Ausstattung angestrebt. Daß ihm das Wagnis nicht völlig glückte, muß man verzeihen. Aber da in diesem Stück der Ausstattung, den glänzenden Massenszenen mit, übrigens nickt rot«, sondern schwarz-bekreuzten preußischen Ordensrittern eine wesentliche Bedeutung zukommt, ging hier die Wirkung ziemlich restlos verloren. Viele Besucher konnten überhaupt den Gang ber Handlung gar nicht verstehen. Vor allem wurde infolge des beschränkten Bühnenraumes die Schlußszene, in der zwei mächtige Signalfeuer brennen müssen, nur wenigen klar. Die Schauspieler, die sich redliche Mühe gaben, dürsten vielleicht auch etwas mehr Wert auf eine deutliche Sprechweise legen.
ä Fernsprechverkehr. Seit dem 1. April v. I. sind folgende ausländische Orte zum Sprech- verkehr mit Fulda zugelassen worden: Amsterdam, Gouda (Niederland), Praestö, Hillerod (Däne- mark), Bürste, Hamme, Vtiove, Tamise, Tubtze (Belgien) und Zizlau (Oesterreich-Ungarn). Im inländischen Sprechverkehr ist zu erwähnen, daß Fulda zmn unbeschränkten Sprechverkehr mit sämtlichen Orten der Oberpostdirektionsbezirke Erfurt, Braun- schweig, Darmstadt, Dortmund, Frankfurt a. M., Minden (Westtalen) und Würzburg zugelassen tft
tru Die Heuernte ist zum großen Teile in unserer Gegend bereits beendet, an einzelnen Orten aller- dings noch im vollen Gange. Das Wetter war seither der Ernt; recht günstig, daS Heu brauchte nicht lange zu liegen und kam trocken in bte Scheune. Das Futter ist deshalb auch recht würzig uns bietet durch seine Beschaffenheit einen Ausgleich I für die vielleicht hier und da wegen des fehlenden Regens etwas geringere Menge. Auf Milch und Butter wirb das jedenfalls einen guten Einfluß
Ausland.
• Die Stichwahl-Parole in Oesterreich. Die christlich soziale Partei Oesterreich» überläßt die Haltung bei den Stichwahlen ihren Landes-Patteileitnngen. In verschiedenen Bezirken haben fich diese, so behaupten Wiener liberale Blätter, sür ein Zusammen- Sehen mit den Sozialdemokraten entschlossen. So in )berösterreich und Salzburg.
♦♦ Hebet die Prozesfionsstörung m der ltallentschen Stadt Fabriano wird noch berichtet: Die Kirchen- feinde bemächtigten fich deS Banners, zerrissen und zerstampf len eSnnbbeleibigtenbiePt testet, die entsetzt entflohen, und den Bischof, der mit dem Allerheiligsten unter dem Baldachin niederfiel. Ein Kompagnie Schützen eilte noch rechtzeitig herbei, nahm den Bischof in die Mitte und begleitete ihn zur Kirche. Dian kann fich kaum eine größere Roheit denken, als eine solche wüste und brutale Störung einer Fronleichnamsprozession durch die Kirchenfeinde, die für sich »Freigeister* und »Freidenker* sein, aber dabei anderen nicht bie Freiheit gönnen wollen, nach ihrer Uederzengung und nach ihrem Glauben zu leben.
♦ Antimilitarismus in Spanien. In den Kasernen der Garnisonen von Sevilla, Bilbao und Ma- brib wurde viele Tausende anttmilttaristischer Schriften beschlagnahmt. In den Redaktionen anarchistischer Zeitungen wurden ebenfalls gewaltige Mengen solcher Schttstm konftSziett. DaS OfftzierkorpS zeigt sich schr beunruhigt und verlangt ein energisches
Deutsches Reich.
* Berlin, 16. Juni 1911. Prinz Adalbert von Preußen traf zur Besichtigung der Kruppschen Werke mit 20 Kapitänleutnants, bte gleich ihm Hörer der Marineakademie in Ktel sind, in Essen ein. - Staatssekretär v. Tirpitz hat sich Seute auf dem Schulschiff „Undine" von Wilhelms- aven nach Helgoland begeben. — Für den 17. Ium at der Reichsschatzsekretär die Reichsbevollmachtig- ten für Zölle und Steuern nach Berlin zusammen- gerufen. Gegenstand der Besprechung ist die Handhabung des Zuwachssteuergesetzes.
♦ Bon einer Zusammenkunft der Dretbuudmimster, die ein Wiener Blatt angekündigt hatte, ift an den Berliner zuständigen Stellen nichts bekannt. Str ist bisher auch nicht verabredet worden.
+ Oberkirchenrat und Apostolikum. Auf verschiedenen Berliner Zkreissynoden ift bekanntlich jüngst der Wunsch laut geworden, daß die Konfirmanden nicht mehr ans das apostolische Glaubensbekenntnis verpflichtet werden sollen. Auch die Jatho und Genossen wollen sich picht dazu bekennen und fordern Parallelexemplare, die deullich auSsprechen, daß mit drm Verlesen des Apostolikums beim Gottesdienste kein Bekenntnis zu dem Inhalt abgelegt werden soll. Der evangelische Oberkirchenrat hat nunmehr eine Kundgebung trlaffen, worin er erklärt,
es handele fich beim apostolischen Glaubensbekennt-
stlS nicht um buchstäbliche Verpflichtung uf de» Wortlaut einer Bekenntnisformel. Die konfirmanden versprächen nur, indem sie sich „im Be- emttnis zum Gemeindeglauben der Christenheit be- ernten, die in einem der ehrwürdigsten und ältesten ier christlichen Glaubensbekenntnisse feinen Ausdruck .findet", im Sinne solchen Glaubens mit Gottes Hilfe ’iu wandeln, der Sünde abzusagen und dem Hellande ' 'zusolgeu. Das solle nichts anderes besagen, als
der Glaube der Gemeinde nach, dem Maß der von ihnen gewonnenen Erkenntnis auch ihr Glaube geworden fei, es sei also ein Gelöbnis christlichen Lebens, gebet ernste Konfirmand könne ohne Unwahrhastiakttt sich zu einem solchen Konfirmatiousgelübde entschließen.
Preußischer Lanvtag. I!
Abgeordnetenhaus.
Sitzung vom 16. Juni 1911.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt Präsident v. Kröchet des Ablebens des Abg.Kirsch (Ztr.). Das Haus ehrt sein Andenken in üblicher Wette.
Es folgt die Beratung eines Antrags LuderS (ftk.) I betr. die Förderung der Ziegenzucht, Der Antrag ersucht die Regierung, in Erwägungen darüber einzutreten, ob vom nächsten Jahre ad S*1' zur Förderung der Ziegenzucht tn den Etat emgestellt ^^Der^Antta'g wird nach unerheblicher Debatte an» genonunem^G Woyna (fit) fordert die Errich- tuna eine? Laboratoriums zur Erforschung der mvu- striellen Verwertung der preußischen Moore Der Antrag fordert zu dem Zweck bie Entstellung eines Bettages in den nächstjährigen Etat.
Aha. v. d Hagen (Ztr.) sprecht seine Genugtuung darüber aus, daß die Reffe der Budgetkommffnon nach den Mooren an der holländischen Grenze ausgesuhrt fei Der Aittrag fei das Ergebnis dieser Reffe, er bitte b™s ss» m». M-d lra0 @in8an?rng Sieber (natl.) betr. Revision des Ge- bührentariss für die Katasteramler'hat m der Kommission eine Fassung geftinden, wonach die Revision so gestaltet, worden soll, daß die Interessen der kleinen und mittleren Grundbesitzer nicht mit übermäßig hohen Gebühren belastet werden.
Der Antrag wird in der Kommffsionsfassung an» $CnÜ($ine"ietition des Bundes deutscher Bnchdinder- innungen in Berlin betr. den Wettbewerb der G e f a n g e n o n a n st a l l e n und das Unlerbl^en der freien Arbeit durch Gesängmsarbeit wird nach kurzer Debatte der Regierung zur Beruckfichiigung uberrvttsen
Eine Reihe weiterer Petitionen werden entsprechend den Kommisfionsanttägen erledigt.
Samstag: Zweite Beratung der rheinischen taub gemeindeordnung.
Herrenhaus.
Sitzung vom 16. Juni 1911.
Auf der Tagesordnung steht die Schlußberatung des Gesetzentwurfes betr. Beschulung blinder Und taubstummer Kinder.
Das Abgeordnetenhaus hat tn § 6 den Grundsatz, daß die Kinder grundsätzlich in Anstalten thres Be- kenntniffes untergebracht werden sollen, ausdrücklich auch auf die Unterbringung m Familien au§flebebnt, weiter hat das Abgeordnetenhaus einen Zusatz be« schlossen, wonach dem Antrag der Eltern auf ander, weite Unterbringung Folge zu geben tft. — Ein Am trag v. Dziembowski will diesen Zusatz dahm ändern, daß dem Antrag der Eltern nicht unbedingt Folge gegeben werden muß.
Das Gesetz wird mit diesem Antrag angenommen.
Nach Erledigung einer Reihe kleiner Vorlagen und Berichte, die debattelos zur Kenntnis genommen werden, machte man sich an die Aufarbeitung von Petitionen. Petitionen der Städte um Einreihung jn eine andere Ortsklasse wurden als Material überwiesen. Unter den Petitionen befand nch auch eine solche der Stadt Kassel um Heraufsetzung aus der Klasse E des Ortsklaffenverzeichnffses 'N Klasse 8. Auch diese Petition wurde der Regierung als Matettal über« »lesen. „ ,
SamStag: Zweckverbandsgesetz.
haben.
** Rhönturnfest. Der Ausschuß des Rhönturnfestes beschäftigte sich tn der letzten Sitzung mit der Festlegung der näheren Bestimmungen sür das am 13. August er. auf der Wasserkuppe stattfindende Turnfest. Die Wettübungen zum Viertampf find, rote bereits bekanntgegeben, folgende: Freihochsprung; Stabweitsprung (geschieht von einem kleinen Sprungbrett); Steinstoßen (aus dem Stand); Laufen über 100 Meter; als Sonderkampf „Diskuswerfen". Außer diesen Einzelübungen finden noch folgende Wettkämpfe statt: Stafcttenlauf je 4 Mann, Tauziehen je 6 Mann, Faustball je 5 Mann. Zur Teilnahme an diesen Hebungen find alle Vereine und Mitglieder, die der deutschen Turnerschaft angehören, berechtigt. Die Fußballwettspiele um den Wasserkuppepokal (Wanderpreis) finden, den Bestimmungen der Stifter gemäß, alljährlich gelegentlich dieses Festes statt. Die Satzungen sür diese Fußballwettspiele find geändert worden, damtt unter allen Umständen ein faires Spiel gewährleistet wttd. Die Satzungen sind in Druck ge- geben worden und können in Kürze von den fich beteiligten Vereinen bezogen werden. Zur Pflege der Jugendwettspiele sind folgende Hebungen bestimmt worden: Für höhere Lehranstalten Faustball je I 5 Mann; für Zöglinge der Turnvereine Stafeltenlaus 400 Meter je 4 Mann; Sonderkampf „Weitsprung". Für Juaendübnngen der Sport- und sonstigen Vereine, z. B. JunglingSvereine, Jugendheime usw., sowie für alle Personen unter 17 Jahren: Stafettenlauf je 4 Mann; Sonderkampf „Weitsprung". Im Interesse der guten Sache und zur Pflege gesunder Leibesübungen der Jugend wäre eS recht wünjchenswett, wenn sich an diesen Zugendspielen bie in Betracht kommenden Vereine, Schulen usw. recht zahlreich beteiligten und dadurch beitragen würden, daß der Besuch des Wasserkuppefestes eine gern geübte Bolkssitte wird. In den letzten Jahren waren infolge nicht rechzelliger Anmeldungen die Nachtquartiere in Gersfeld immer überfüllt und ist es zu empfehlen, sich der Quartiere wegen frühzeitig an Gast- wirt Hugo Hornung, Fulda, und Schreinermeister August Baier, Gersfeld, zu wenden. Von Fulda aus geht an diesem Tage ein Extrazug. So können Wett- turner, selbst wenn sie in Fulda übernachten, bei Be< Nutzung dieses ZngeS noch rechtzeitig zu den Hebungen I antreten.
§ Verband deutscher Eisenbahn - Handwerker- und Arbeiter (Berlin) OrtSverein Fulda, feiert morgen sein Sommerfest auf der schön gelegenen Grillenburg. Konzett, Tanz, Kinderbelustigung n. s. w. sorgen rote bei früheren Veranstaltungen dafür, daß bte Besucher I angenehme und fröhliche Stunden »erleben können.
ohne technische Schwierigkeiten und allzu große Witt-1 schastlicke Opfer geschieht. ,
.-. Ein svzialdem-kratischer Taubstummm-WahlverelN ift in Berlin gegründet worden; in Hagen besteht schon ein solcher. Man hat aber noch nichts davon gehört, daß die Sozialdemokraten auch eine Taub- stummen-Lehr- und Erziehungsanstalt ins Leben gerufen hätten; das überlassen sie lieber den katholischen Ordensleuten. Sie kann nur Hetzen. Daß sie dabei selbst vor dem Unglück nicht Halt macht, verrät eine Gesinnungsroheit sondergleichen.
'* Hannover, 16. Juni 1911. Der Kaiser ist kurz nach 3 Uhr im Sonderzug hier eingetroffen und fuhr im Automobil unter den Hochrufen des Publikums nach dem Rennplätze wo er mehreren Rennen zusah. Dann begab er sich zum König- I sichen Schloß. I
11. Stuttgart, 16. Juni 1911. Die Zweite Kammer hat heute die neue Gehaltsordnung der Staatsdiener im engeren Sinne angenommen.
f München, 16. Juni 1911. Eine Abordnung des oberbayettichen »Landrates« überreichte am Freitag dem Prinzregenten von Bayern in,feiet- sicher Audienz das ^Geschenk, das zum 90jährigen Geburtstage bestimmt war und in einem prachtvollen Tafelaufsatz besteht, in dem die sämtlichen Namen bet obetbayettschen Städte und Markte aufgefuhrt sind, die zu diesem Aussatze ihr Scherflein beigetragen haben. Der Aussatz selbst zeigt einen großen Berg- ttystall, anS dem ein Eichbaum herauswachst, in dessen Zweigen eine mit Edelsteinen geschmückte Krone ruht. Der Prinzregent war seht erfreut und hieß die Deputation, allen Mitgliedern d:s Landrates । seinen Dank zu überbringen.
* Strasburg, 16.Juni 1911. Das DiSziplinar- aericht der Sttaßbnrger Universität hat heute auf Grund eines Artikels im Jahresbericht des , Cercle des Etudiants Alsaciens-Lorraina“ diesen Zirkel aufgelöst und den Verfasser des betreffenden Artikels, Student Münck, relegiert. Den immatrikulierten Vorstandswitgliedetn vom vorigen Semester ---------------- , .
ist die Verweisung von det Universität angedroht Frage ist jetzt vor allem: w » i st C a st t o? morden Begründet wird die Maßregel damit, daß * Marokko. Wie aus Mazagan gemeldet wird, der Artikel mehrere deutsch-feindliche Aeiißerungen haben die Stämme der Rhamua, die zu El Glam sehr gehässiger und verletzender Art enthalte, außer- galten, sich empört und die Absetzung Mnley dem das sittliche Gefühl schwer verletze und die Haf ids erklärt.
katholische, evangelische und jüdische Konfession tn ----------
frivoler Weise verhöhne. - - -
Die LaudtagSmahl i« Eschwege-Schmattalden. XOlQUS.
* Schmalkalden, 16. Juni 1911. Bei der Land- Fulda, den 17. Juni 1911.
tagsersatzwahl im WahttttiS Eschwege-Schma.-alden $ Die Fronleichnamsprozesfion, wird morgen für bie für ungültig 'ELcte Wahl ^"dlandt- um Q U!)r butd) feierliche Choralmusik vom (natl.) wurde Reset mit 164 Stimmen, Pfatrkirchturm aus eingeleitet werden. Das Pro-
Re auf den fonferofitroen ««^'beiten ^at ö £amm ift folgendes: 1. Gelobt sei Gott der Vater, Keudell fielen, wiedergewählt. —^-i der Hauptwahl " L da Sion Salvatorem, 3. Kommt her ihr im Jahre 1908 waren für Dr. Wendlandt 157 und ' - u .....
für seinen freikonservativen Mitbewerber v. Christen
। 147 Wahlmänner eingetreten.
■ * Nationakttberale gegen Nationalliberale. Im
> Wahlkreise W o r m s-Heppenhttrn-Wimpfen sollen na- : ttonalliberale Kreise beabsichtigen, dem bisherigen 1 Vertreter Frhr. b. Hehl einen anderen national« ' liberalen Kandidaten entgegenzustellen, und zwar „im Einverständnis mit einet großen Anzahl Parlamentarier" der nattonaMberalen Partei. - Die „Wormser Ecke* wat dem Parteibochand seit jeher em Dorn
X Die „Versalzung" der denffche« Müsse. In tzlner Eingabe an den Reichskanzler, die auch die ! Drte an der Fulda interessiert, wendet sich der Verein »eutscher Papierfabrikanten gegen bie drohende Ver- alzung der deutschen Flüsse. Tie Benachtelligung lUei wasserverarbeitenden Industrien, besonders ber Papierfabriken durch die Ableitung ber Enbablaugen us Chlorkaliiimfabriken hat schon wiederholt zu Zrotesten geführt. Durch die zahlreichen Neugrün- »unacn von Kaliwerken hat sich die Gefahr roch bedeutend erhöht. Die Kaliindustrie soll ihre kndlangen nicht einfach preisgeben,sondern auf- Arbeiten, wie es von einigen Fabriken beretts
Mk 1 SBjitgtn. me et»
▼ 1 fpattige Petit jette ober
▲ A A A A AA Ak bereit Raum 15 Pfg.
M 4 w Reklamendiepetttjeile
|yI ■ Hl Illi be.
Wz ■ H Hm M M S Bi yoluiigen wird entspr.
B «L . WM MM, M M. WM «adaft gewährt.
▼▼ ▼ ▼ ™ Xj ttotationrdtnckuiid Verlag ber Fuldaer Ak- tiendruüerei in Fulda monatsbeUager „gulbatr Geschlchtrvlatter" Fernsprecher Ht. 9.