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58. Jahrgang.
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2. Blatt.
Druck und Verlag der Salbe« Actiendr« cker« in Znlda.
für alle Hausarbeiten abgerichtel!"
Reklamen- und AuzeigenLeil.
zurück.
von Max München
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reiDohuet» üiacht.
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Aus dem Nachbargebiete.
* Hanu. Münden, 14. März 1911. Eine hochherzige Schenkung (5000 Mark) hat Fräulein Püschen in Nürnberg der Armenkasse der Stabt Münden, der Geburtsstadt ihres Vaters, zugewiesen.
* Kahl a. M., 14. März 1911. Am Sonntag werden die vier neuen Glocken unserer Pfarrkirche geweiht.
* Güttingen, 14. März 1911. Hier soll eine städtische Kreditanstalt sür zweite Hypotheken errichtet werden. Man stützt stch dabei auf die Erfahrungen, die h.eir\ in anderen Städten unserer Provinz gemacht Hut. Auch hat die Stadt aus steuerlichen Gründen ein Interesse am Realkrcdit des Grundbesitzes.
I Linde am Mittwoch, den 19. April, vorm. 10,15 Uhr für Amönau, Großfetdern, Göttingen, Mellnau, Nie- derwetter, Oberndorf, Oberrosphe, Guisbezirk Oberrosphe, Sarnau, Todenhausen, Treisbach, Unterrosphe, Wetter und Warzenbach. 6. In Münchhausen in der Wirtschaft Becker am Bahnhof am Mittwoch, den 19. April, nachm. 2,15 Uhr, für Münchhausen mit Ober- und Mittel-Simtshausen, Niederasphe mit Unter-Simtshausen und Wollmar. 7. In E l n h a u s e n im Saale des Gastwirts Rau am Montag, den 24. April, vorm 8 Uhr, für Cyriaxweimar, Dagobertshausen, Dilschhausen, Elnhausen, Haddamshausen, Hermershausen, Reffelbnmn, Wehrshausen, Weiershausen und Weitershansen. 8. In C a l d e r n am Bahnhof in der Wirtschaft Becker am Montag, den 24. April, vorm. 10,45 Uhr, für Brungershausen, Caldern, Kembach, Michelbach und Sterzhausen. 9. In Schönstadt im Gasthaus Daniel Trus am Montag, den 24. April, nachm. 3 Uhr, für Bernsdorf, Betzies-1 darf, Bracht, Gutsbezirk Bracht, Bürgeln, Ginseldorf, Reddehausen, Schönstadt, Gutsbezirk Fleckenbühl und Schwarzenborn. 10. In E b s d or f an der Straße | »ach Marburg am Donnerstag, den 27. April, nachm 3 Uhr, für Beltershausen, Bottshausen. Dreihausen, Ebsdorf, Hachborn, Heskem, Ilschhausen, Leidenhofen, Moischt, Rordeck, Ronhcmscn, Roßberg, Gutsbezirk Roßberg, Wermertshausen, Winnen und Wittelsberg.
bekannt sei und daß sie den Dieb auch kenne. Unter den Diamanten befindet sich ein besonders großer Stein, der unter dem Halsband eines Hundes versteckt wurde, damit die Zollbeamten ihn nicht entdeckten.
Fugel: „Christus und Johannes* und Untersberger: „Christus und Johannes*. Der Preis der beiden Blätter ist je 25 Pfennige. Die Andenken sind mit in erster Linie zu empfehlen.
< Amt Geisa und Umgebung.
* Geisa, 15. März 1911. Die hiesige Rockenstuhlgemeinde, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, die Liebe zur Rhön und zur engeren Heimat zu erwecken, plant für den Monat Juli die Ab- Haltung eines Sommerfestes.
gegeben sei und die Akten der Staatsanwaltschaft übergeben. Die Aufklärung wrrd indes ^ehr schwierig sein, da die Passagitte der „Bremen* schsn längst
I nach alle« Winden verstreut sind.
* Nach Unterschlagung von mehr als 20000 Mk ist in Plauen i. V. der Buchhalter Buichek der Spitzenfabrik Lmz und Grünewald geflüchtet.
* Beim Einsturz eines Baugerüstes ist in Nürn- berg ein vorübergehender Knabe erschlagen worden.
* 75 000 Mark auf ein Freilos gewonnen. Einer der beiden 75000- Mark- Hauptgewinne der dritten Klasse preußifcher Klassentotterie (Nr. 176 702) ist in eine Kollekte nach Güstrow i. Di. gefallen. Das Glückslos war als sogenanntes Freilos für die gegenwärtige Ziehung ausgegeben worden. Vier Achtellose wurden in Güstrow selbst, drei Achtellofe in der Umgegend von Bötzow und ein Achlellos in Berlin gespielt. An dem Gewinn sind in der Hauptsache durchweg Personen des Diittelstandes beteiligt.
* Fünf deutsche Landstreicher, die wegen Abweisung ihrer Almofengemche die Fenster des Hospitals mit Steinen bombardiert hatten, wurden in San Sem. an der Riviera verhaftet.
I Der Mischer mit dem großen Dorsch auf -em Rücken
♦ BttenvrrS, 14. März 1911. In der Nähe unseres Ortes im Staatswalde wurden die Teile von zwei ausgeweideten H irsch en gefunden. Alle Bemühungen, die Wttderer ausfindig zu machen, sind dis jetzt erfolglos gewesen.
Tie Leiche des Aviatikers Gra^e gefunden? Ein im vorgeschrittenen Zusta de der Verwesung befindlicher Leichnam ist im Hasenbassin von Ostende aufgefunden worden. Gewisse Dierkmale lasten vermuten, daß es Ich um den Körper des Aviatikers Cecil Grace handelt, der vor einigen Normten bei dem Versuche, den Kanal zu überfliegen, abgetrieben und seitdem verschollen ist.
* 3m Gefängnis zu Wischnicz an der russisch- schlesischen Grenze entstand eine Verschwörung. Zwei Aufseher und sechs Gefangene wurden getötet. Diehrere Gefangene entflohen; die Übrigen versuchten das Gefängnis in Brand zu stecken. Ter Rädelsführer, ein bekannter Bandit namens Krotoff, konnte wieder verhaftet werden.
* Tiamantendiebstahl in Transvaal. Rast einem
„Lasten Sie sich vom Tremiungsschmerz nicht übermannen, mein lieber Edwin! Denken Sie stets an das Versprechen, das Sie Ihrer sterbenden Mutter gegeben haben. Die Trennung ist ja nicht für immer. Wenn Gott will, so sehen wir uns bald wieder.*
Graf Edwin von Eberstein, den wir in dem jungen Manne wieder erkennen, ergriff die Hände des Geistlichen:
„Pater Antonio, gedenken Sie meiner im Gebet damit mich Gott mein Vorhaben glücklich zu Ende fuhren läßt. Und nun leben Sie wohl, hochwürdiger Herr. Behalten Sie mich lieb, mich, Ihren — - Edwin. Und Sie, Sennor Verdegas, halten Sie gut Haus. Zufriedenen Herzens ziehe ich in die Fremde."
Mit diesen Worten ergriff Graf Edwin die Hände des neben ihm stehenden jungen Arztes und drückte sie herzlich. Es galt zu scheiden. Noch einmal um- annten sich die treuen Freunde. Dann verließen Don Antonio und der Arzt das Schiff. Die Anker wurden gelichtet, und langsam ging das Schiff dem offenen Meere zu.
Die Paffagiere suchten ihre Kabinen auf, um sich für die weite Reise wohnlich einzurichten. Auch Edwin zog sich nach feiner Kajüte zurück. Hier öffnete er den Reisekoffer und entnahm ihm eine Brieftasche in deren Inhalt er sich vertiefte. Als er den Brief seines Vaters las und dessen Bild betrachtete, traten ihm Träum in die Augen. „Lieber, Guter, nicht mehr solltest du das Gluck haben, deinen greifen Vater nodj einmal sehen, ihn begrüßen zu könnm. Doch dein Sohn wird mit Gottes Hllfe deine lehtm Grüße nach Eberstein überbringen.*
Edwin küßte Brief und Bild und steckte beides, in seine schmerzlichen Gedanken versunken, in die Brust- tasche.--—
Eines Tages erging sich der junge Graf auf dem Promenadenverdeck, als er plötzlich seinen Namen rufen hörte. Erstaunt wandte er sich um und erblickte äne sich einen Herrn, der ihn mit eigentümlichen Bnckm betrachtete. Er mochte wohl das dreißigste Lebensjahr überschritten haben, eine interessante Er- fchemung, in Kleidung und Austretm elegant. Der erpe Eindruck mochte wohl für den Augenblick blen- den. Ein scharfer Beobachter und erfahrener Men-'
* Wiesenthal, 14. März 1911. Als der hiesige Büstenhalter nach dem Stall kam, hatte sich der. Bulle losgemacht und stürzte sich aus den Eintretenden. Dieser erlitt schwere Verletzungen.
* Weilar, 14, März 1911. Die Finna -Rönvitz & Co., Aluminiumfabrik, hier, ist in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Das Aktienkapital soll 1224000 Mk. betragen. Die neue Aktiengesellschaft rechnet mit Verteilung einer Dividende von 12 Prozent.
verbreitet, auch in anderen See- und Bruch- Aufgebots usw gebieten des nordwestlichen Deutschland vor. L """
ist das Garantiezeichen für die echte
Scotts Emulsion,
und nur diese ist nach dem Scott- schen Verfahren hergestellt. Da es aber vielfach minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich uachgemacht wird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fischer- ;
Schutzmarke und weise M alle diese Nachahmungen
△ Gladenbach, 15. März 1911. In Bottenho.n sand eine Versammlung statt, weiche sich sich die Bebauung einer Verbindungsbahn zwischen Hartenrod nach RiedererleuHausen aus- sprach. Diese Bahn würde 5 große Ortschaften und 42 Grubentelder und Steinbrüche berühren',
* Kirchhain, 15. März 1911. Bei dem hiesigen Arzt wurde in letzter Nacht ein Einbruch verübt und ein größerer Geldbetrag entwendet. Der heute morgen sofort beorderte Polizeihund aus Weiter bat jedoch wohl infolge des Regens die Spur de? Diebes nicht verfolgen tönuen.
* Ter Topfhut kann auch mal zum Lebensretter werden. In Berlin fiel einem jungen Mädchen der Lötkolben eines auf dem Dache' arbeitenden Klempners auf den Kopf. Das feste Drahtgeflecht des Topfhutes parierte jedoch den starken Stoß, der sonst verhängnisvoll geworden wäre.
* Bor Schreck stumm gcwoide». Der Stallschweizer Reumann in Rixvors wurde durch em Geräusch plötzlich aus dem Schlafe aulgefcbredt. Als Reu- mann Licht anzünvele,sah er sich einem Einbrecher gegenüber, der ihn nut weit aufgeriffeneit Augen anfta .tte und noch heftiger erschrocken zu sein schien, als tt selbst. Der unerwünschte Gast hatte eine Fensterscheibe eingedrückt und in der Sur e bereits alles bare Geld und alle unti ehmensweiicn Sachen aufaramr gerafft. Reumann brachte ihn nach der Mache. Hier wurde der Einbrecher als e n 23 Jahre aller obdachloser Slastschweizer Willi Fröhlich fest- oestellt. Der Ertappte hat bis jetzt seine Sprache noch nicht iDtrbergthu den.
Miguel tat gar nicht überrascht, als er des jungen Grasen Reiseziel erfuhr. Nur ein kaum merkliches höhnisches Lächeln huschte blitzschnell über fein bleiches Gesicht; Sein ganzes Wesen, sein Benehmen war das eines schleichenden, nicht ehrlichen Menschen. Doch Edwin in feiner Harmlosigkeit sah von allem dem nichts. Er freute sich aufrichtig, feinen Lebensretter wieder zu sehen. Und so entging ihm manches, was andere sosott mißtrauisch gemacht hätte.
Miguel fuhr fort: „Vor dreißig Jahren erblickte ich in Quichotta, einem Dorfe am Manzanares, da» Licht der Welt. Mein Vater, ein spanischer Edelmann, ließ sich in karlistische Umtriebe ein und müßte flüchten. Er führte ein ruheloses Leben. Aus einem Lande ging es in ein anderes. Auf einer dieser Irrfahrten kamen wir auch nach Deutschland, und da war es, wo wir auch das herrlich gelegene Kronberg aufsuchten. Nach dem Tode meines VaterS nahm mich der Vormund in sein Hans, wo ich aber eine so grausame Behandlung erfuhr, daß ich eines Tages davon lief und nach Malaga floh in der Absicht, auf irgend einem Kauffahrer Schiffsjunge zu werden. Als ich so allein am Hafen herum irrte, trat auf mich ein Seemann zu; es muß ein Bootsmann oder gar ein Steuermann gewesen fein. Auf dessen Frage, was ich zu so später Stunde am Quai machte, sagte ich ihm, ich wollte Schiffsjunge werden. Der Mann sah mich mit seinen zwinkernden Augen eine Weile an und sagte kurz: „Hast du Papiere?* Ich reichte ihm mein Tauf- und einige Schulzeugnisse. „Gut*, sagte er, „komm mit.* Ich folgte nach der Landungstreppe, wo uns bald eine Jolle aufnahm und nach einem Schiff brachte, auf dessen Bug ich den Namen „Atlanta* las. Man führte mich vor den Kapitän, der mich einem Matrosen zur „Ausbildung* übergab. Wie ich aus den Reden der Matrosen entnehmen konnte, sollte das Schiff nach Brasilien segeln. Bis Ecuador ging es ohne weitere Zwischenfälle. Hier aber überraschte uns ein furchtbarer Sturm, der unser Schiff auf ein Riff warf und zum Sinken brachte. Kaum hatten wir in den Booten Platz genommen, al? die „Atlanta* unterging. Eine furchtbare Nacht brachten wir auf den stürmischen Wogen zu. Am nächsten Tage wurden wir von einem vorbeisegelnden Schiffe bemerkt, das uns aufnahm und nach Guayaquil brachte. Hier erhielt ich bald Arbeit auf einer Plan- tage, auf der ich in kurzer Zeit zum Aufseher auf- ruckte. Ich habe nun durch die Reihe der Jahre so viel @eü>. gespart, daß ich meinen lang gehegten Lausch .die Rückkehr nach der Heimat, nunmehr aus- i fuhren kann.' (Forts, folgt.) '
vermischtes.
* Der verschwundene Passagier, lieber den Verbleib des Kautmanns Hans Girmes aus Krefeld, der während der Ueberfahrt mit dem Dampfer „Bremen* von Amerika nach Deutschland versttwun-
Literarisches.
Die diesjährigen Kommunionandenken
„Senor", yub der Fremde an, „ich habe doch die Ehre, den Besitzer der Firma Stein vor mir zu sehen? — Mein Same ist Miguel Barbeno aus Cuenca. Ich hatte vor drei Jahren das Glück, Sie in den Gebüschen von Santiago aus den Händen der Buschklepper zu befreien.*
„Ach Gott, ja, jetzt erkenne ich Sie, Sennor Barbeno", rief nun Edwin aus. „Daß ich Sie auch nicht gleich erkannte. Das mag wohl daran liegen, daß Sie damals keinen Bart trugen. -Wie freue ich mich, Sie wiederzusehen. Kommen Sie mit in meine Kajüte, wo wir beim Gläschen Wein uns unseres Wiedersehens erfreuen wollen."
Edwin schob seinen Arm unter den Barbenos und ging mit ihm nach seiner Kabine. Hier zündeten sich die beiden Herren eine Havanna an, und nachdem der Steward einen feurigen südländischen Wein gebracht hatte, entspann sich bald eine lebhafte Unterhaltung.
„Ja", Hub Edwin an, „wie doch die Zeit schnell vergeht. Drei Jahre sind also verflossen seit dem furchtbaren Abende, wo ich beinahe das Opfer dieser Straßenräuber geworden wäre. Wie soll ich Ihnen, mein lieber Sennor Miguel, danken? Damals wollten Sie mich nicht nach meiner Farm begleiten. O, sagen Sie, was ich jetzt für Sie tun kann!"
„Aber Sennor Stein", erwidette Barbeno, „diese Kleinigkeit ist doch eines solchen Aufhebens nicht wert. Dies hätte ich auch für jeden andern Han. Dank beanspruche ich nicht. Ich habe so viel, daß ich leben kann, und bedarf keiner fremben Hilft. Doch, mein lieber Stein, wenn ich recht vemahm, so reifen Sie nach Deutschland! Das trifft sich ja übrigens wunderschön. Mein Reiseziel ist Spanien, das ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe. Deutschland ist mir nicht unbekannt. Mit meinem Vater, der viel in der Welt herumgeresst ist, besuchte ich auch den Rheingau. Ach, wie schön war es doch in Kronberg, wo wir uns mehrere Wochen aufhielten.*
„Was, Kronberg?* unterbrach Edwin seinen Gast. „Das ist ja mein Ziel. — Doch — bitte, erzählen Sie weiter. Also Kronberg kennen Sie?"
— Beweis. „Nette Mädels unf’re Nachbarinnen! Ob sie aber auch wirtschaftlich erzogen sind? — „O ja — den pensionier-en Vater haben sie famos
In diesem nicht unschönen Antlitze waren alle Leidenschaften gezeichnet: Genußsucht, Gier nach Glück, nach Reichtum. Edwin kam dieses Gesicht be- kamit vor. Wo halte er es nur gesehen? Schnell drwchslogen seine Gedanken die Vergangenheit. Doch wie sehr er sich bemühte, es war ihm nicht möglich, sich auf diesen Menschen zu besinnen. Fragend blickte er fein Gegenüber an.
,, Telegramm aus Las Palmas (Carrarische Inseln) Engländer. Die Sängerin hatte den'Verdacht ged’irib bort ein Deutscher und eine Deutsche unter äußert, daß der Engländer den Girmes über Bord dem dringenden Verdacht verhaftet worden, m Trans- geworfen hat. Das Secamt hat sich ebenfalls dahin I D<^? ,, vte f taulenD P'unp 'Sterling Demanten ausgesprochen, daß die Möglichkeit eines Verbrechens I ^stöhlen zu haben, t 4 ie Dawe, eine junge Person, ... . weigert sich emschiedcn, ihren Namen anzugeben;
tie ggh «der zu, daß ihr der Diamantendiebstahl
Hirmers Religiöser Kunstverlag in (sleinsdorferstraße 19) sind Reproduktionen von
Ros Sberhejsen U. »en Hess. Remtern.
• Warburg,März 1911. Bei der Reife- Prüfung deS Gymnasiums, die heute beainnt wurden von der mündlichen Prüfung sieben Abt- tuuenten befreit '
△ Marburg, 16. März 1911. Der kaufmännische Serem beschloß Schritte für eine Einmündung der Marburger Kreisbahn in den Hauptbahnhof anzubahnen. — In einem Tannenbestande bä der Mooseiche brach gestern nachmfttag ein Braud aus, der nach mehrstündiger Dauer gelöscht werden konnte.
* Die beste» Knuden der deutsch-« Post sind, wie die „Voss. Ztg." feftstellt, die Berliner. In Groß-Berlin werden d-r fünfte Teil aller deutschen Postsendungen aufgegcbeu, odwolsi : "
cx A ^?or?ar?' diesjährigen I den ist, haben die Rachsorschungen seiner Verwandten
fink™ o,V Sammlungen ergeben, daß ein Selbstmord als ausgeschlossen
f den im Kreise Marburg wie folgt statt: 1. In I bezeichnet werden könne. Girmes machte einer an , ,,u r 6 auf „m 5anVfca!en am Freitag, den Bord befindlichen Sängerin Laßwitz aus Berlin den
r- v. < Ejssatz-Reftrvisten, vor- Hof. Um dieselbe Dame bemühte sich auch ein m 10 , rntur ~ie Landwehrleute I. Aufgebots, I Engländer. Die Sängerin hatte den Verdacht ge«
♦ Vom Eichsfelde, 14. März 1911. Nach- > dem es festgestellt ist, daß dasWechselfieber, ' die Malaria der Italiener, durch eine bestimmte i _ _.T. , _ __ x
Mücke, eine Art der unserer Stechmücke sehr ähn- nachmittags 4 Uhr für die Reservisten und"die zur lichen Gattung, übertragen wird, haben die Disposition beurlaubten oder entlassenen Mannschaften. Zoologen diesen Mücken größere Aufmerksamkeit 3" Marburg auf dem Kämpfrasen am Sams- geschenkt. Dem Prioatdozenlen Dr. Voß zu !a0' ®- ^^(1, für die Mannschaften aus den Or-
Göltingen ist es gelungen, die Malaria-Mücke m" s ®a6Uet6at^^°L6l7 Kiffelberg, Marbach, am (Seeburger See auf dem Eichsfelde mehrfach ^sbezirk Oberweimar,
itt sammeln. Aller Wahrscheinlichkeit nach kommt wgs^8^Mc"nm ^ür^die^Er^k^-^rntt? 8WOt
“set™ ®"-. “0 B'uch- aufgM «fc,.; n*l«ag8 - 1$ K A^Ermtten, Unterärzte, halbjährig gediente Sani- | tSSMwmschasten, Unterapotheker und Militarapotheker.
3. In Lohra am Bahnhof am Mittwoch, den 12 April, vorm. 9,45 Uhr, für Allna, Altenvers, Tamm, Kehna, Kirchvers, Lohra, Ranz- and Willershausen, Reimershausen, Rodenhausen, Rollshausen Seelbach und Weipoltshausen. 4. In F r o n h a u sen am Bahnhof am Mittwoch, den 12. April, nachm. 2 Uhr, für Argenstein, Bellnhausen, Erbenhausen, Fronhausen, I Haffenhausen^ Holzhausen, Niederwalgern, Oberwal-1 ss^rn, Roth, Sichertshausen, Stedebach, Wenkbach und I
a. Dermbach, 16. März 1911. Am Dovnerstaa, --------„ -------, —
den 23. März, vormittags 9 Uhr findet eine öffent- o- [Raufen. 5. In Wetter im Gasthaus zur liche Sitzung des Bezirksausschusses mit 1 Pmh' “ —
folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch der Schul- gemeinde Schleid um Unterstützung zum Bau eines neuen Schulhauses; 2. Viehversicherungsverein in Fischbach; 3. Errichtm g eines Basaltwerkes am «chorn (Gemeindebezirk Öchsen) durch die Gewerkschaft Heiligenmühle; 4. Verteilung des Abwurfs des Bezirksfonds für das Jahr 1910; 5. Tesgl. der gemeinnützigen Stiftung; 6. Nachtrag zu den ortspolizeilichen Vorschriften für die Erhebung und Sicherung eines Lokal-, Malz- und Bier-Auffchlags für die Gemeinde Ostheim; 7. Gesuch des Karl eher in Diedorf um Erteilung der Erlaubnis mm Betriebe der Gastwirtschaft; 8. Stauanlage der Firma Görwitz u. Co. in Weilar; 9. Mitteilungen.
* Bucha, 15. März 1911. In das Amts- nchts - Gefängnis wurde gestern der Schacht-! elfter Kasimir Murowie eingeliefert, der lemerzeit hier beim Bahnbau schon eine Rolle spielte und bei manchem Geschäftsmanns nicht gerade in angenehmer Erinnerung stehen soll. Die jetzt über ihn verhängte Untersuchungshaft ist von der Staatsanwaltschaft in Meiningen veranlaßt worden.
zahl nur den 16. Teil aller Dewi
* Tie Berliner Dienstmädchen, organisiert haben, wollen streiken! < e verlangen: Arbeitszeit von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, jeden Sonntag nachmittag Freiheit mit Hausichlüssel, Sonntag vormittag Freiheit für den Besuch des Gottesdienstes, keine Abzüge für Invalidität und Krankenkasse. Wann der Streik beginnen soll, ist noch nicht festgesetzt.
Der (Erbe von Eberstein.
3] Roman von Edmund Row at.
Dic letzte« Zeilen war nur schwer zu entziffern. Ediriu küßte dieses kostbare Andenken an seinen Vater imd legte es zu den übrigen Dokumenten in das Geheimfach zurück. Nachdem ec den Schreibtisch sorgfältig verschlossen hatte, verließ er das Haus, um den Aufsehern einige Befehle für den nächsten Tag zu erteilen. Erst spat konnte Edwin den Schlaf finden. Am. nächsten Morgen war er als erster auf und be- gri'fiie seine Gäste, die sich bald nach ihm auf der Gactenvecanda emgefunden hatten. Nach dem Frühstück tarn Pater Antonio nochmals auf die Reift Ed- iviiis zu spreche». Schließlich einigte man sich dahin, daß Gras Edwin die „Dalmatia", die in vier Wochen von Guayaquil aüsegeln sollte, benütze. Inzwischen wurden die Pferde der beiden Herren vorgeführt, und mit dein herzlichen Gruß „Auf ein frohes Wiedersehen" sprengten beide auf dem Wege nach Cuenca davon. Edwin blickte ihnen, Tränen in den Augen, tauge nach.
* *
Reges Leben herrschte am Quai von Guayaquil, Dampfer und Segelschiffe, Fischerbarken und sonsttge Boote füllten den weiten, von der Natur so herrlich angelegten Hafen. Alle Nattonen waren hier vertrete». Neben dem glutäugigen Spanier erblickte man den trägen Indianer, neben dem Kreolen den gleich- siültigcn Engländer, der in seiner absonderlichen Klei- bung die Neugier der Ureinwohner nicht wenig erregte. Auch die Söhne Südafrikas waren hier zu I^en die zumeist das arbeitende Element dieser Ha- fenfiabt Bilbeten. Alle Sprachen der Welt schlugen nZ m^ißcn Spaziergänger an sein Ohr. Ein statt- 011 dessen Bug sich vom wetßen de^Men»-" ^r16 "Dalmatia" abhob, war das Ziel k Stsw? kchnmcke Schiff, das einem Neider In trieft gehörte und soeben mit der Verstauung ser- kffen S “SA? grifft den Hasen zu verlassen. Die „Dalmatta war ein Kauffahrer der
»Äen einer Menge südamerikanischer Erzeugnisse' auch chie Anzahl Passagiere an Bord hatte, die teils in »ie Heimat zursicUehrien, teils den europäischen Äon- Kn ent aufsuchm wollten. Ein Kanonenschuß bornierte »om Schiffe, ein Zeichen, daß alle, die nicht zum Lchiffe gehörten, es verlassen sollten. Das galt auch stner kleinen Gmppe, die sich auf dem Deck i.m einen fingen Mann gebildet hafte, der in seiner geschmack
vollen europäischen !tleidung von den übrigen Paffa-1 schenkenner aber las in den bleichen -lügen dieses giere angenehm abftad). Auf seinem hübschen Gesicht I fremden Menschen die Geschichte eines vertorenen spiegelte sich ein schmerzlicher Zug wieder, so oft er I Lebens ~
»ach dem Lande blickte. Nur halb hörte er den Woc- ' ten eines Ordensmannes zu, bet ihm mit freundlichen Worten zuredete.