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Zeitung

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Amt Geisa und Umgebung

vermischter«

lleberttaiid.

Steklame». und Auzeigcntcil.

I-

♦ Drr alte .Fritz' tm Kruppschen Werk. Der weltberühmte, noch von Alfred Krupp erbaute Hammer .Fritz' in der Kruppschen Fabrik in Essen, der noch heute drr schwerste Hammer des Wertes ist, wurde am Samstag ftillgelegt. Er wird abgebrochen und durch eine Schmiedepresse er. setzt werden. Dr. Krupp v. Bohlen und Halbach und Direktor Ehrensberger hielten vor dem Hammer

dem Meere dir Insel Gorgona vor dem Hafen von Livorno, die in der Luftlinie 210 Kilometer von Nizza entfernt liegt. Bei der Landung auf dem schlechten Terrain zerbrach der Apparat. Die ganze Bevölkerung begab sich an die Küste, um dem Flieger begeisterte Ovation zu bereiten. Als der Appa­rat sich der Küste von Gorgona näherte, liefen mehrere Torpedoboote und zahlreiche Fischerbarken aus, um dem Flieger ettent. Hilfe zu bringen. In Paris rief die Nachricht von der kühnen Lustreise großes Auf­sehen und Ueberraschung hervor. Ter Kriegsmini­ster Berteaux sprach sich sehr anerkennend über die Lei­stung aus, umsomehr, als sie von keinem der hervorra­genden Piloten der französischen Armee, sondem von einem Neuling vollbracht wurde. Leutnant Sague, der der algerischen Jägertruppe angehört, erwarb sich erst vor kurzem das Pilotendiplom.

ten Gesichtes wirken mächtiger als der finstere Blick der Mutter.

„Der junge Graf Winfried wurde — wurde — von den Einbrechern — ermordetl* schluchzt das Mäd­chen, indem es sich mit dem Schürzenzipfel über bte Augen wischt.

Kein Aufschrei. Richt einmal ein Seufzer.

Lautlos, wie eine geknickte Blume im Frühlings­wind, sinkt die weiße Gestalt zu Boden.

Draußen rast und tobt der Sturm mit unvermin­derter Gewalt.

der Braut nur die gute alte Marchesa und Baron Wolf von Berkow, den Lord Douglas speziell einge­loben, da « ihn vor kurzem bei seinem Besuch in Schloß Tusculum verfehlt hatte.

Ein Uhr mittags.

Vor ihrem kleinen Ankleidespiegel steht die junge Braut und läßt sich von der Mutter zu der wichttgsten Stunde ihres Lebens schmücken — zu der Stunde, in der sie dem Manne ihrer Wahl vor dem Mar ange- traut werden soll — „bis daß der Tod euch scheidet'.

In laugen, schimmernden Falten fließt das weiße Vrautfleid an den schlanken Gliedern Hemieder. Drei- fache Schnüre matter Perlen schlingen sich um dm feinen Hals. Wie eine duftige Wolke umhüllt der zarte Schleier die ganze jungftäuliche Gestalt.

Mt stolzen Blicken betrachtet Frau Jngeborg ihr Kind. Sie hat die Läden geschlossen und alle Lich­ter angezündet, benn draußen rast und tobt bet Sturm mit immer zunehmenber Heftigkeit.

Jetzt ein besonders starker Windstoß .der das ganze kleine Haus erbeben macht ...

Zusammenschauernd nimmt Frau Jngeborg den duftigen Brautkranz aus ber Schachtel und setzt ihn der Braut aufs Haupt — —

Da stürzt, atemlos, kreideweiß und zitternd vor Aufregung .das kleine Dienstmädchen herein.

„(Signora! Signora! . . . Haben Sie — schon gehört? . . . Heute nacht ist eingedrochm rootben — in ber Villa Eden--ber junge Herr Graf, ber erst

hiesigen Witwe, ber in Aachen als Maschinist bei einem Bagger angestellt worden war, wurde von einem Italiener aus Neid, daß jener als der jüngere Die Stelle erdalten hatte, durch mehrere Stiche in den Unterleib so schwer verletzt, daß er bald darauf im Krankendause starb. Die Teilnahme mit ber ohnedies schwer heimgesuchten Mutter ist allge. mein.

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, Altbewährte Nahrung fürKinderundKcagKe

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bett 7. mit) ml

88. Jahrgang.

2. Blatt.

Druck und Verlag der fftttdaer Aetiendrnckeret i* $*U<L

Rücksicht genommen rootben ist. ...

' !• Zella (Feldabahn), 6 März 1911. Die I Erregend ist. gestrige Volksvereins.Versammlung erfreute I ♦ -

Drüben in ber Villa Eben ist alles still.

Die Jalousien sind Heruntergelaffen. Die Diener- schäft huscht aus den Fußspitzen hin und her. Nur Flüsterworte werden gewechselt und mttfühlende Blicke.

Der Arzt ist betonen bei bem Schwerverletzten Von Zeit zu Zeit bringt leises Stöhnen aus dem Kran- kenzimmer heraus zu bet atemlos lauschenben Diener­schaft.

Dann wieder alle- still.

Im Nebenzimmer liegt Gräfin Isolde auf den Knien. Sie, die selbst kaum mchr stehm kann M sich aus ihrem Schlafgemach bis higher geschleppt, um dem sterbenden Sohne nahe zu sein.

Als geftem abend ganz unerwa^et der gettebte Sohn etotrof, da es ihn zum nahen WechnachtSfest in der fremde nicht duldete und eine unbezwingliche Sehnsucht ihn nach Rwa zog — da kannte Gräfin Isoldes Freude keine Grenzen.

Sie hatte sich schon an den Gedanken gewöhnt, daß chr mattes LebenSflämmchen auslöschen würde ohne baß sie den Sohn noch einmal gesehen. Und jetzt ist er plötzlich dal Wie ftüher drückt sie feinen Kopf an tote schmerzende Brust, wie früher ftteicheln ihre durch­sichtig bleichen Finger liebkosend sein blonde» Locken« haar . . .

D diese Freude! Diese» Glückt!

(Fortsetzung folgt.)

süddeutsches Nr. 1 28.25 - 28.75 SOL, hiesiges Nr. 8 25 25-26.75 M., süddeutsches Nr. 8 25 25—25.75 M-» hiesiges Nr. 4 21.25-21.75 M„ süddeutsches Nr. * 21 -'5-21.75 M.— Roggenmehl,hiesiges,Nr.0 24.0v bis 24.50 M., do. Nr. 01 23.00-23.50 M., do. Nr. 1 22 00-22.50 M. Alles per 100 Kilo inklusive sack loko hier. Futterartikel: ruhig. — Weizenschalen 9.50 bis 9.75 Bi., We.zenkleie 9 10-9.40 M., Roggenkle,e 10.00-10.25 M., Weizen.Futtermehl 1275—13.75 Bi., Biertreber, getrocknet, 12.00—12.25 M., dRalzkeime 1210-12.30 M., Rapskuchen 12.20—12.40 M„ Palm­luchen 11.40—11.75 ®L Alles per 100 Kilo netto esset- tw loko hier bei Abnahme von 10000 Kilo.

Märkte.

* Marburg, 4. März 1911. Butter per Pid. 110 P'g., Hühnereier 2 St. 11 — 12 Pfg, Hand. I käse p. St. 12 Psg. Kaschen p. St. 5 Pfg. Koch­käse p. Psd. 44 Psg. Käsematte p. St. 5 Pfg. Endivien p. Pfd. 00 Pfg. Porree p. St. 5 P'g Sellerie p. St. 10-30 Pfg. Radieschen p. Pak. 00 Pfg. Wirsing p. Kopf 10-30 Pfg. Weißkraut p Kopf 20 - 40 Pfg. Rotkraut p. Kopf 30—60P)g. I Blumenkohl St. 25-70 Psg. Zwiebeln p. Pch. 15 Psg. Knoblauch p. Pak. 5 Prp. Retttg p. St 00— 00 Pfg. Aieereltig per Pak. 10-30 P'g. I Möhren p. Pat. 10-15 Pfg. Hähne p. St. L50 bi§ 2.50 Mk. Hühner St. 1.50 —2.00 Mk. Tauben p St. 40—50 Pfg. Gänse p. Pfd. 00-00 Pfg. I Enten p. St. 0.00-0.00 Mk. Birnen p. Pfd. 00 bis 00 Pfg. Aepiel p. Pfd. 00-00 Pfg. Spinat v Psd. 30—00 Pfg. Kartoffeln per Pld. 5 Pfg. Kartoffeln 100 P)d 3.50-4.00 Pik. Rüben, rote, p. Stck. 10 Pfg.

* Frankfurter Geteidemarktbericht vom 6. März. Der heutige Markt war etwas lebhafter. Landweizen konnte bei besserer Nachtrags im Preite anziehen. Roggen dagegen bl.eb weniger beachtet. Fremde Weizen waren den ausländischen Offerten entsprechens

I ebenfalls fetter. Die Kauflust hingegen war sehr gering. Tie Gerttenotizen kommen nicht mehr ,n Betracht, da das Geschäft in diesem Artikel bis zur neuen Ernte vorbei sein dürste. Hafer ist flott im Konsum und gut gefragt, schöne Qualitäten werden bis zu 18 Mk. be­zahlt Mais bei kleinem Geschäft unverändert. Diehl aus zweiter Hand unter Mühlenpreis gehandelt Roggenmehl unverändert. Futterartikel etwas matter _. Ls notierten: Weizen, torfiger und Wetter - nuer 20.10-20 25 Mk, au| dem Lande abgeholt 19.40 19.r0 Mk., lurhessischer 20 10—20.25 Mk. norddeutscher 20.10 -20.25 Mk., Manitoba 22.25- 22.75 Mk., Kansas 22.00-22.50 Mk., russischer Nicolmeff 9i 95 —21.75 M, SaxonSka 21.50—22.35 M., Ulfa 21'75-21.75 Mk, Taganrog 21.50-22 00 Mk, La Plata 21.50—24.00 Mk, rumän. 21.25—21.,o Mark, Wall» Wall» 00.00-00.00 M. — Roggen, hiesiger, 16.00 bis 16.15 Mk, aus dem Lande abgehott 15.2a-15.u0 Mk, Pfälzer 16.10-16.25 M. russischer 17.10-17.25 ® rumänischer 16.90-17CO Mk. — (3 e rite l)te|. 00.00 brs CO 00 Mark, Psalter 00.00-00.00 Mk, fränkische 00.00—00.00 Mk, Rtedgerfte 00.00- 00.00Mk, ungarische 00.00— 00.00 Mk, Futtergerste 13.25—14.2a Mk.— naser, neuer, hiesiger u. Wetterauer 15.75—16.75 Mk, kurhess 15.75-16.75 Mk, batjer. 15.75—11.25 Ml, La Plata 16.50—17.00 Mark, russischer 16.50-17.25 Mark- — Mais <Mixed) 1360- 14.00 Mark, Donau­mais 13.80-14.20 Mark, La Plata 13.90-14.21 Mark, Odessa 14.00—14.25 M, Etnquantine 15.75—16 2 > Ml. - Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — Mehl: stetig. — Es notieren nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 30.25—30.70 Mk., füdd. Nr. 0. 30.25-30.75 Mk, hiesiges Nr. 1 28.25 28.75 M,

Fischer liefen zum Hafen, wo zwei Schiffe mit der Be-1 toyung und bet Familie bes Reeders ausgehenolltm, und versuchten bie Abfahrt zu verhindern. TieGm- barmen griffen ein, und em Kampf entstand, bei dem eine Frau von 57 Jahren, Mutter von neun Km- bcrn getötet wurde, wie gesagt wird, durch emen Schlag mit dem Kolben. Der Tod erregte bte Fischer aufs höchste. Sie verließen den Hafen -mb versam­melten sich vor dem Hause des Vorsitzenden.der Reeder- gmoffenschast, deffen siebzehnjähriger Sohn °us dem Fenster in die Menge schoß. Bet der Schlager- dte enffiand, gab es zahlreiche Verwundete, unter ihnen sechzehn Gendarmen. 400 Soldaten wurden von St. Malo nach Cancale beordert, um die Bevölkerung zu überwachm und die Ruhe wieder hcrzustellen.

* Der Polizeichef der Stadt Danville in den Ver­einigten Staaten ist wegen eines Mordes verhaftet worden, den er vor 14 Jahren verübt haben soll. Er erschoß damals einen Mann, der in sträflicher Bezieh­ungen zu einer seiner Verwandten stand. Er wurde I dafür zu lebenslänglichem Zuchthaus öerurteilt. Durch . . 1 _ - . iTi__stnun ihm

911 Roman von Erich Friesen.

Mu abgcroanbtem Gesicht zerreißt sie den Brief tu kleine Stücke und wirft sie in den Papierkorb. Nur einen kurzen Augenblick schlägt ihr das Gewissen, daß sie doch vielleicht zu eigenmächtig gehandell.

El gilt ja das Glück der Tochter!

Sie glaubt wenigstens Fran Jngeborg, als st« sich gleich daraus in ihr Zimmer zur Ruhe begibt. — —

Mit Windeseile fliegen die nächsten Tage dahin, teilte der letzte Abend vor der Hochzeit.

Soeben hat Lord Tougla» feine Braut verlassen — mit stolz-froher Siegermiene.

Morgen ist sie die Seine, die holde „weiße Litte vorn Gardasee' — und keine Macht der Welt kann sie ihm mehr entreißen?

Sinnend hat bte junge Braut ihm von ber Ter­rasse aus nachgeblickt. Dann tritt mich sie zurück ins Zimmer, in dem der freigebige Bräutigam seine kost- bmreu Brautgeschenke auf gebaut: herrlich blitz eubeS Geschmeide, wundersame, mattglänzende Perlmfchnüre, tausendfÄtig aussunkelnbes Ebelgestein.

Ein kalter Schauer überriefelt Lklia beim An­blick bieier Pracht, von ber ihr einfacher Sinn bisher nichts gewußt.

Still gleitet sie m ihr Schlafgemach, wo forgenbe MuttcrhLrde das Brautkleid auf zwei Stühlen auS- gebreiitt.

Wit verträumten Augen blickt sie auf den schim­mernde» Atkas, auf bet duftigen Brautschleier, auf den Myrtheickranz, der in wenigen Stunden ihr jung­fräuliches Haupt schmücken soll; Hüt sie auf den schmalen Goldreifen an ihrem Finger . . .

Wird er ih: Glück bringen? . .

Noch einmal HM sie Einkehr m sich selbst.

Dc-- was sic sich in ihren kindlichen Traumen un­ter be Ehe gedacht: des vSllige Ausgehen in einem ändert i Herzen, dos Hmvberschmelzen in ein andere» Ich t ne vollkommene Bereinigung, wie sie nur -wi­schen Menschen bestehen kann, die ihr ganzes Inner«

gestern zurückgekommen ist

Mit zwei Schrittm ist Frau Jngeborg bei dem Mädchen und packt e» beim Ann.

Schweig!'

Doch auch Lilia ist herbelgeeüt. Alles Blut ist aus ihren Wangen gewichen. Mit einer gebietenfchen Geberde befiehlt sie bem Mädchen, fortzufahren.

„Was ist's mit Graf Winfried? Schnell!

Erschrocken blickt ba8 Mädchen von Lllia «ms Frau Jngeborg imb wieder auf Lilia. Wem soll « ge-

Die weit auszerissenen Augen der Jungen Braut, bet geisterhafte AuSbruck ihr« wie »ut Meduse erstarr-

------------------------ I große Menschenmenge erwartete in fieberhafter Span- , _ , I nung bte Ankunft des Aviatikers, und man geriet in

Aus Oberhessen u. den Hess. Remtern. große Sorge, als der Vormittag verstrich, ohne daß ' m ... I bet Flieger gesichtet werben konnte. Entweder war Ä Marburg, 6. März 1911. Der Boranichlag I Bague verunglückt ober von seiner Richtung

der Kreishaushalts, der c:ner am 25 Marz I . kommen. Glücklicherweise war nur das letztere ftattfüibenben KrerLtagsfitzung zur Deichluß affung I «M, Um 1 Uhr erreichte ber Aviatiker, wie aus vorliegt, schließt in Emu.,dm« und Ru^ade mit i ^chomo gemeldet wirb, nach langem Umherirren über jneiftet Burg aus Bretzenstatn, verübte in derNähe l des Hauptdahnhofes im Wilde Selb ft m o r d, in-1 dem er sich die Pulsadern durchfchnttt. Bor einigen Wochen war bem Manne die F.an gestorben.

* Marburg, 7. März 1911. Dem Rentner Friedrich Schaaf von hier in der Königliche Kronenorden vierter Klasse vrilteijr.i worden.

* Ziegenhain, 6. März 191>. Unter dem Rind- Viehbestände des Ritterguisbesitzcrs Schlabach zu Willingshausen ist nach einer landialsainillchen Bekanntmachung die Milzbrand fen-ne ansge- brachen. — JeA soll in der fncheren Glashütte wieder neu« Leben emziehcn, und yiu.rt sind Ver­handlungen tot Gange, die GruuVitucke , an einen Landwirt zu verpachten, der dort Viehzucht tm Großen treiben will.

* Fraukenßerz, 6. Mar; 1911. In einer Ver- sammlung sämtlicher Metzger von Frankenberg wurde beschloffen, «neSchlacht vieh-Vetficher iings. lasse zu gründen. |

* Treuia. 5 März 1911. Rach dem Vetwal- iungsbeticht des Magistrats für dasJahr 19W ift die Einwohnerzahl von 3102 tm Jahre 1905 auf 3575 gestiegen. Der JahreSemnahme rwn 180280 Mk. fleht eine Ausgabe von 176763 Mk. gegenüber. Die Ausgaben für das Volksschulwefen oetrugen nach Abzug bet staatlichen Vethtlfen 20 507 Mark. In der im Jahre 1846 gegrün- seien städtischen Sparkasse sind nahezu l'/i Millionen Atari verzinslich angelegt. In der Berichts - Periode kamen 2435 (int Voriahre: 2722) Schlachtungen vor Rentabel erweist sich das Wasser- und Elektrizitätswerk; an letztere» sind 220 Hausiusiaüal.ouen und 14 Motore für gewerbliche Zwecke sowie samt liche Bahnhofsanlagen angeschloffen. ^)cr Voranschlag für ba5 Jahr 1911 schließt in Einnabmcu und Ausgaben mit 144224 Mark (125618 Marl) ab. — Der 24jährige Sohn einer

* Frankfurter amtliche Notierungen der Biehmarft- preise vom 6. Mär, «uftrieb: 1405 Rinder, 430 Ochsen, darunter O ötterrch., 57 Bullen, 918 Färsen u. Stube, 290 Kälber, 284 Schafe, 2096 Schweine, keine Ziegen. Preise für 1 ftentner: Rinder: A. Ochsen: a. vollsiet chtge, ausaemättete höchsten Schlachtwertes höchstens 7 Jahre alt (Lebendgewicht) 50—53 Mark, <Schlachtgewicht) qi__gg M b junge fleischige nicht ausgemo stete und

ältere ausgemästete (Lebendgeiv. 46 —49 M., l^chtochtg.) 83—89 M., c. mäßig genährte Ntnge, gut genährte ältere (Lebendqew.) 41-45 M., (Schlachtgew, 7a—Sd Mark d. gering genährte jeden Alters (Lebendgew.) 00—00 M., (Schlachtgew.) 00—00 M. 0. Bull en. ». vollfleischtge, ausgewachsene höchsten Schtochtweres sLebendgew.) 43- 47 Mark, iSchlachtgew.l 71 - «8 -i L volllleischwe jüngere iLebendgewichi! 37-42 Hart iSchlachtgnv.) 61-70 Mark, c. mäßig genäbrte iunger: nnb gut genährte ältere L-benSgewich > 00 -00 'Schlachlgew. 00-00 R.,6 gering genatote ^ebenOgew.) 00-00^Mk., (Schtachtgew.) 00 -00 M. 6- Fär sen und Kühe: a. volliieifchige, ausgemachte Farfen höchsten Schlachtwertes (Lebendgew.) 44-47 -vtarr, (Schachlgew.) 79-84 M., b. vollfleischtge, ausgemachte Kühe höchsten SchlachlwerteS bis zu 7 Jahren Lvge.v.) 42—45 M, (Schlachtnew.) 78—81 M., c. l) roeinfl19 entroidelte Färsen (Lebendgew.) 4 )—43 SW., Sch n-U ch 77—83 M., do. 2) ältere ausgemachte Kühe und wenig qut entwickelte jüngere Kühe ^Lebendgew ) 34 -40 Mk , (Scklachtnew.) 63-74 M., d. mäßig genahite Kühe u. Färsen iLebendg.) 29 -33 M-, (S-chlachtg.) -8-6a M., ? gering genährte Stube und Färsen (Lebeudgew.) 20 - 2a M , (Schlachtqew.) 46-57 M. D. Ger ng ^genährtes Jungvieh Fresser) iLebendgew.) 00-0«) M., s2chlach g.) 00-00 Mk. Kälber: U. Doppelcnder leinfte Mast (Lebendgew.! 00-00 Mk., (Schlachtqew.) 00-00 dJit. b semsie Mast- (VoUmilchuiast) und beste L,augka.be. Lebendnew.) 58-64 Mk., (Schlachtgew.) 96 - 107 M. ... mittlere Matt- und gute Saugkälber (Lebendgew.) 52—57 Mk., (Schlachtgew.) 88—97 geringe

Saugkälber (Lebendgew. 48 51 Mk., (Schlachtgew., 81-86 Mk. Schafe: A. Stallmajtschale: a. A’toU lämmer und jüngere Matthäiuiue! (Lebendg-w. 40--M Mk., (Schlachtgew.) 84- 00 'Di-, b. altere Masthammel und gut genährte Schafe (Lebendgewicht 31- 00 !!!., (Schlachtgew.) 74-00 Mk., c. mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz-Schafe lLebendgewicht) 00 -00 Mk , (Schlachtawicht) 00- 00 Mark, d. Martchschafe oder -.lliederungsschaje (Lebendgew.) 00 -00 Mk. (Schlnchb qew.) 00—00Mk. 8. Weidmasischafe: -- s-cywetne. a. vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht Ledendg.) 47- 49 Mark, (Schlachtgew.) a9-61 JHX., h. vollfleischtge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht (Lebendgew.) 46.50-4.» M., («-chlachtgew.) 08- 60 M., c. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht (Lebendgew ) 47-49 Mk., (Schlachtgew.) ->""00 D»" d. vollfleischige Schweine von 120-150 kg Lebend-. I gewicht (Lebendgew.) 47—49 Mk., (Schlachtgew.) 58 61.50 Mk., e. F-tlsckweiue über 150 kg Lebendgewicht iLebdqew.) 00 - 00 Mk., (Schlachtgw.) 00-00 Mark, I f. unreine Sauen und geschnittene Eder (lebendgeiv.) ' 00 - 00 Mk., (Schlachtgew.) 00 - 00 Mk. Von den Schweinen wurden heute verkauft: a. Lebendgew. zum Preise von 50 Mk. 37 Stück, vjn 49', Mk. 18 Stuck, von 49 Mk. 162 Stück, von 48'/, Mk. 28 Stück, von 48 Mk. 36 Stück, von 47',, Mk. 71 Stück, von 47 Mk. 81 Stuck, von 46'/. Mk. 12 Stück, von 46 Mk. 7 Stück; b-.Schlacht­gewicht zum Preise von 63 Mk. Stück, von 6- M,. 4a Stück, von 61 Mk. 59 Stück, von 02'/, Mk. 2a Stuck, von 60 Mk. 276 Stück, von 59'/, 'Mk. 8 Stück, von 59 Mk. 91 Stück, von 58 Mk. 26 Stuck. — Das Rlnver- qeschäst verlies lebhast. Markt geräumt. Kälber weiden bet lebhaftem, Schafe bei ruhigem Handel ausverkauft. Der Schiveinemarkt verlief mäßig rege und hinlerliep

* Dermbach, 5. März 1911. I der fitzten Kihung des Schulvorstandes wurde wieder einmal )ie Frage der Adläsur g der dem RammetfUtu§ -dliezeiwen Unterhaltungspflichtderkatho- 'ischen Schule erörtert. Nachdem die fnlheren Angebote des Fiskus abgelebt rootben waren, lag vgr vm rnrt5 Augevot vor nach welchem der rammetstskus die Abfindungssumme im Falle bn lled-rnahme ber katholischen schule auf bte «-ckul- Jrmcir.be auf 15000 Mk. erhöhen will und außer- Vm das Staatsministerium zu den Kosten des ReubaueZ ber evangelischen Schule und einer neuen 'acholischen Schule eine U cketslützmtg ans Staats- Mitteln in Höhe von 30000 Mk. in Aussicht stellt. Die Schulgemeinbe Dermbach soll dann aber zur dlbsindung' der Schulgemeinde llnteralba, deren katholische Kinder die katholische Schule in Derrn- fiach mit besuchen, verpflichtet sein. Der Schulvor- ftand beschloß nun nach längerer Verhandlung, das i H - Bei der Feier war auch ber Düffel-1 'InJjteAunci"eines GefHisbeamten gelang es ihm «»-»-- ,b.t5,S,"”c,K8 M "L< D>. Sru,. K ÄflirtA 6. »«nfed. d-n» Im

S.S2ÄÄ W «bU.t.’Uie daß > T« B-Im,. „Mt-d-ß-, d« am Sonntag zu I ganzen^Lanbe umher unb ließ sich endlich In Danville fonVrbauuna einer neuen katholischen'Sckule ab-1 einer Freifahrt aufgestiegen war, st ü r z t e in der Um- nieder, wo er sich tadellos führte und viele /freunde veseliNi " biese^vielmehr in bem neuen evangelischen gegend von Tur in aus einer Höhe von 1900 Metern hatte. Schließlich hatte er es bis zum Polizeichef der ^-hn'neMube mit untergebracht wird, zumal bei lab, fiel aber glücklicherweise auf Bäume. Sechs In- Stadt gebracht. Der Polizeichef wurde nun wieder Sm kX Projekt fchon auf eine Erweiterung fassen wurden schwer, doch nicht lebensgefährlich ver- verhaftet; man nimmt aber an, daß er in einem neuen

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♦ Neue Opfer ber Pest in der Mandschurei. In Kirin, südlich von Chatotn, hat die Pest einen kolos­salen Umfang angenommen. Die Straßen ber Stabt , stob mit Leichen besät, ein Teil ber Leichen wurde auf die Abhänge an der Ostseite der Stadt geworfen. Die I Bewohner der umliegenden Dörfer verweigem die Zufuhr von Lebensmitteln. Die Bevölkerung hungert und bet Mob revoltiert. Der Mzelönig ber Mand­schurei hat die Bitte des Gouverneurs von Girin, Truppen zu senden, unter dem Vorwande abgeschla­gen, daß die Truppen in der pestverseuchten Stadt den Dienst verweigern. Der japanische Konsul hat seine Landsleute aufgtforbert, bie Stabt zu verlassen.

♦ Bon einem folgenschweren Zusammenstoß zwi­schen Fischern unb Genbarmen wirb au8 Cancale (Frankreich) berichtet. Zwischen Fischern unb Reebem war ein Konflikt entstauben, der bereits mehrere Tage anhielt. Während einer Versammlung bet Fischer, bie am Samstag stattfand, und an der j 1500 Männer teilnahmen, wurde gemeldet, daß die I Reeder selbst die Fischerboote ins Meer ließen. Die mitetoanber teilen — in ihrer Ehe wirb bieses hehre, wunschlofe Glück wohl nicht erblühe» . . .

Unb unwillkürlich fliegen ihre Gebanken hin zu bem Stillgeliebten .besten Bilb ihr Herz noch immer fest umfchließt...

Unb an bem Pochen ihres Herzens fühlte sie, daß auch für sie bi« erträumte Glück hätte erblühen kön­nen, wenn nicht Lorb Douglas sie zum Weibe begehrt hätte, sonbem — ein anberet.

Tränen steigen in ihre Augen — Tränen ber Weh­mut unb bet Scham, baß sie ihn noch immer nicht vergessen kann, ber nie ein Wort von Liebe zu ihr ge­sprochen.

Sie öffnet bas Fenster unb blickt hinauf zum bum» len Firmament, von bem ein einziger großer Stern wie ein Symbol bes Ewigen herablmchtet.

Ja sie will mit aller Kraft bas Bild jenes anbtrtn aus ihrem Hetzen reißen, will bem Manne, besten Ra­mm sie von morgen ab tragen wirb, eine gute, treue Frau sein unb ehrlich versuchen, ihm ihr ganzes Herz zu geben.

Sie schließt das Fenster. Eine wohltumbe Ruhe ist übet sie gekornmm. Balb umfängt sie tiefer, traum­loser Schlaf .

Draußen aber steht bie Rächt hinter ben Fenstern, bie bunfie, lauernde Nacht, einem Untier gleich — bereit, hereinzustürzen unb alles zu verschlingen: Licht unb Leben, Träume unb Hoffnungen, Fteube unb Glück.

16.

Ein trüber Hochzeitsmorgen . . .

Nicht rote sonst lugen tanjenbe Sonnenstrahlen ■ butch bie halbzugezogenen weißen Milloorhänge von Lilia? Schlafgemach, um die Liber ber holden Schläfe­rin wach zu küffm.

Verfinstert btt ganze Himmel. Ein heftiger Wüid jagt bähet unb rüttelt an ben kleinen Fensterscheiben. : Am Horizont ballen sich schwarze Wolken, aus btnen i hie unb ba ein Blitz hervorzuckt, gefolgt von bumpfern l Donnerrollen.

. Die Honett hrftb, auf LiliaS Bitten, eine ganz i kleine feto — im intimsten Streife. Außer ben Eltern

stattliche Anzahl von Jünglingen war erschienen, aviatiket Leutomrt Bague ber sich um 7 Uhr morgens Ez wurden bie wichtigsten Bestimmungen des In-1 bet gutem Wettet tm Aerodrom von Labrague bet validcuversicherungs-Gesetzes durch Herrn Volksver- Nizza auf einem Bleriot-Eindecker in dte Luft er- cinS-Sekretär Frank-Fulda und Zweck unb Auf-1 hob unb, auf jebes Geleit durch Boote verzichtend und aQbe des Volksvereins durch dm Ortsgetstlichen de- ohne irgendwelche Vorkehrungen getroffm zu haben handelt. Die freie Aussprache am Schluffe der Ver- über da» fDl i tt einte er enteilte tn der Absicht, sammlung war anregend und lebhaft und, weil ganz Ajaccio auf Korsika zu erreichen Die Entfernung spezielle Fälle ans dem praktischen Leben behanbelt zwtschm ben beiben fünften betragt in bec 2uft= mürben auck tebttei* linie 109 Kilometer. Die Meldung von dem Abflug

wurden, auch l.yr.etm. Uvlattkers verbreitete sich rasch in Ajaccio. Eine