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Acit »er tuich-Oich»» fleeftihmen.
Akten des Marburger ÄiaatÄttchkvL)
Nachdem fthon das Jahr 1329 für den fuldaischen Grundbesitz eine Erleichterung dadurch gebracht hatte, daß ein Erlaß vom 17. Juni die 12 ffr^u&en. Anlagm aufhob, brach das Jahr 1830 fyeiern, das auf dem Gebiet des öffentlichen LebensinKurhessvl etae starke lttuwälKurg herbeiführte. Kurfürst WtlhÄm IL hatte dem Drängen der Zeit nachgebend, die atthrffi- schen Stände zunächst zu einem enger« Landtag»«- sammelt, an dessen Neste bald ein Landtag ta- »trabe des ganzen Landes treten konnte. Die Auseinander, setzmiq zwischen diesen Ständen und der Staatsregie. rrmg über das Staats- und landesherrliche Fideikimr- miß o erwögen beendete gerecht und glücklich dnen Streit zwischen Fürst und Volk, unter dem mm jah» zchntckang gelitten hatte. Es wurden bauet die Staatsschulden sämtlicher Landesteile auf das StaatS- berraönat übernoimuen, wodurch die Landesschulden» steuer'! überflüsftq wurden. So wurde auch für ba» Fuldaer Steuer gebiet die Aushebung der ILshAnlagen zur Lcmdesfchuldenkaffe verfügt; jedoch die Rückstand« ans den vochergchenden Jahren im Betrage von 21 369 fl mürben noch nachträglich beigetrieben, was sich bis WM Jahre 1854 hinzog.
Für die Reform der Grundsteuer»-!» f a f f u n g gab die KonstttutionsurLmd« vom 5. Januar 1831 nichts weiter als die großen Richtlinien an. Die damaligen Steuern außer den Landesschuldensteuern sollten bis zn einer Aenderung auf konstitutionellem Wege fortbestchen. Doch scheint man damals schon weniger an ein völlig neues Grundsteuer- sysi-.n als eine Revision der aliheffischen Grundsteuer- versasfnng und deren Ausdehnung mtf die neuen Landest?-le gedackt zu haben. Denn der Landiagsab- schied vom 9. März 1831, der für Althessen nur eine Erneuenmg der Nerreranfchläge und Revision der Kataster vorschreibt, sieht für die neueren Landesteile (die Kreise Fulda rmd Hünfeld und die Provinz Hanau) eine Revision der Grundsteuergesetzgebung vor, damit „dieser wichtige Zweig der Staatsverwaltung daselbst anderweit nach möglichst gleichförmigen Grund fasten gesetzlich geregelt toerben möge"
Aus jenen ersten Jahren der Konstitution und R-- sormfrendigkeit stammen auch die ersten amtlichen st a- ti stischen Aufnahmen, die, für Althessen ziemlich genau, für die neueren Landesteile wenigstens ammhcrnd, als Unterlagen für die gesetzgeberischen Maßnahmen des Landtags dienen sollten. Bei den im folgenden angessihrten Zahlen ist zu bemerken, daß die ehemals ritterschaftlicheu Bezirke von Mansbach, Wehrt« und Buchenau im Kreise Hünfeld mitgezählt sind. Das in den Rollen aufgeführte Grund» eigeniirm bttrug im Fuldaischen im ganzen 360 885,5 Kasseler Acker, wovon auf Gebäude und Hofraiien 2616 75 C. Ar, aus Ländereien 184 761,5 C. Ar, auf Wiesen, Weiden, Gärten ustv. 70 796,25 C. Ar, Waldungen 75 108 C. Ar, Wüstland 26 752 C. Ar, Strsßcn und Gewässer 851 C. Ar entfielen. Von diesem Grundeigentum waren 326 638 C. Ar voll grunb- s ' ichtig; 15 461,125 C. Ar waren in ritterschast- l , Besist, also nur zur alihesiischen sog. Exemten- ftsier vflichtig; 489 C. Ar im Besitz der nachgeborenen Prinzen des Kurhauses, der adeligen Stifter und son- stMr uülben Anstalten, somit nur zur althessischen Weael-austener pflichtig; 16 944 C. Ar im Besitz der L-mdcsherrfihafi und des Staats, also ganz feuerfrei, ebenso wie 502,375 C. Ar im Besitz der inländi» schen Kirchen, Pfarreien und Schulen
Die Steuerkraft dieses Grundbesitzes berechnete man entsprechend der althessischen Art nach Sieuergul- den und zwar zählte man 13 Heller Steuer zu 1 (siaicrgutben (Stfl). Das Steuerkapital des voll stWerpflichtigen Grundeigentums betrug 1181143 StA, des exemiensteuerpslichügeu 40487 Stfl, des ine. gebauireuspffnWgen 2376 Stfl, des staatlichen 57 494 Stfl, des Grundeigentums der Kirchen, Pfarreien und Schulen 2958 Stfl, zusammen also 1284 458 Stfl.
Wil dem Jahr 1833, der Einführung der Klaffen- ftctter. und dem Fahr 1840, der völligen Umgestaltung 6er Gewerbesteuer, wurden eine ganze Anzahl Gegen- stmide, die man bisher mit der Grundsteuer belegt hatte, zu den genannten Steuern gezogen, sogaß der Eharufter der bisher eigentlich einzigen hrreften ^Steuer im Fuilmischen der einer bloßen Grundsteuer wurde. Das Aufkommen der Grundsteuer minderte sich insolgedessen selbstverständlich nicht unbeträchtlich; sedoch machte der Ertrag an Klassen- und Gewerbesteuer diesen Ausfall nicht nur wett, sondern übertraf ihn bei weitem.
Die schon 1831 in Aussicht genommene Umgestaltung der Grundsteuerverfaffung für die neuheffischen GÄietsstist wurde erst im Jahre 1853, zur Zett der diktatorischen Macht Hassenpffugs, vollzog«, da die stark liberalisierende zweite Kammer und die reaktionäre Negierung in den 30er und 40er Jahren sich über die Entschädigungsfrage beim Verlust bet Steuerfrei- ?ieit nach einem neuen Grundsteuergesetz nicht einigen onnteu und ein Entwurf, den das Märzministerium den Kammern vorlegte, infolge der auSbrechenden politischen Wirren nicht mehr zu Ende beraten werden konnte. Das verfassungswidrig den hessischen Land« aufgeb cungene Grundsteuergesetz vom 15. Dez. 1853 olieb trotz allen Protestes der Stände nach Meder- herstellung der Konstitution von 1831 bestehen. DaS ehemalige fuldaische Land mußte infolge des neuen Gesetzes fast 40 000 Taler Grundsteuer mehr aufbringen. Die für die Umgestaltung der Steuewerstlffmig notwendige Landesaufnahme und Katastrierung bet Grundeigentums war schon in den vorhergehenden Jahrzehnten in Kurhessen großenteils durchgeführt worden. Trotzdem kam der Grundbesitz bei den fortdauernden politisch unruhigen Zetten nicht zu einet gesicherten Ordnung. Und das Iaht 1866 fegte auch die hessische Grundsteuerordnung hinweg, Kurh-ff-n wurde ein Bestandteil des preußischen Staates, der mit dm Sonder emrichtungm auch auf steuerlichem .Achtet bald aufräumte.
± Etwas über Johannes Dientzen-
Weigman» «ich mit
e) in Bamberg:
Kleinheubach usw. von ihrer glänzenden Begabung
5. Elisabeth Magdalena 1106, lä.gebt, f 1710, 10» Juni.
r Justu» Heinrich 1702, 5. Ros, f 1744, 14. Dq. in Bambsvg.
in Rom Häiflh .
Und affo steht es nun fest: unser Dombaumerster ^hlnm-s Dieutzenhofer ist, bevor er nach Fnttm kam, wirklich in Rom gewesen, mag immerhin sein Aufenthalt dortselbst, wie Dr. Weigmann annimmt, nur sechs bis acht Monate gewährt Haden-.
I. Gr.
») in Bamberg: (gönnte)
L Luna Barbara 1698, verm. mit KaSp. Ant. Sartorius, riTusati» Erfurt! (1716^ 27. Juni).
L ®tn S»tzn, beffen Rame in »en genannten PfLrebüchern nicht zu finken ift
den Schöpfer unserer Domkirche, herrmreichch, mar der letzte die Baukunst ausübend Sprosse der auS AUbayern — Aibling und Willing — stammenden Baumeister-Familie Dieutzeuhoftr,die dr fs nieten bedeutenden Kirchra-, Kloster- und Schloßbantru,
Zeughaus an der Hallstadter Straße, das- Schloß zu BilScck, die Gewächshäuser in PommerSfeldeu und dar Wachthaus von Seehof, jenem JagdfchloK der Bamberger Fürstbischöfe, an dessen architettoui- sch« Gestaltung nacheinander mehrere der bedeutend- ften Architekten ihrer Zeit und nameutlich auch uns« Dombaumeistrr Johannes Dientzerchos« be»
WaS nun Johannes Dientzenhoser's ältesten Sohn betrifft, den Weigmann in Bamberg geboren glaubt, west über dessen Geburt die von ihm durchforschten PfarrbScher die Auskunft versagen, fa fiuvsr wir darüber einen sicheren Nachweis in dem in der Repositur der hiesigen Dompforrei befindlichen „Oncmastikon".*) Dieses handschriftliche Verzeichnis der Fuldaer Benediktiner aus den Jahre» 1677 bis 1801 enthält nämlich u. a. folgende Angaben :
Odo in saeculo Josephas Dientzenhöffer, Fnldensis. Geboren 1701. 20. Januar. Einkleidung; 1726, 21. Nov. Proseß: 1727, 23. Nov. Eubdiako«: 1729, 2. April. Diakon: 1781, 24. März. Priester: 173$, 22. Dez. Katechet! Kellermeister des Convents 1734, 28. März. Starb 1768, 11. Juli.
Dieser sichere urkundliche Nachweis gibt ab« der Fuldaer Tradition recht, welche von einem Sohne unseres Dombaumeisters, der dem Fulda« Benediktinerkonvent angehört hätte, zu erzähl« weiß. Johannes Dientzenhoscr (die Fuldaer schreiben immer Dienbenbäner > ist. am 4. Sevlember des Jahres 1701 in ^Diensto des FuLa« FikstÄttes Adalbert von Schleisras getreten, und im Woher desselben Jahres wurde ihm feine Wohnung, in dem nächst dem alten Ralhause und gegenüber d« Pforr» kirche llegewderr ehemals Hariung'fche» Eckhcmsc (setzt der ,Goldcne ®hrg"> awgeraielen. In diesem Hanse hat nun jeden! aüs auch fein ältester Solm und zweites Kind Jo-seph, der fpäterr Poker Odo-, das Licht der Welt erblickt; — mellaicht findet sich seine Geburt in der bstrefstndeu. Äofatel der Stadtpfarrei, die Weigmann nicht zugäng- gewesen sein wird, eingetragen.
Daß aber die Lokaltradition mehr als einmal recht behält, hat der genannte Kunstschriftüeücr. ja
t 1715, 22. Juni.
lieber Johannes Dtenheuhoser'S zweiten Sohn Justus Heinrich, her, wie sein Baler, als fürst, lich Bambergijch« Hofdaumeister und Senator gestorben ist im Alter von nur zweiunduierM Jahren, haben wir anläßlich seines zweihundertjährigen burtsjubiläums bereits im Jahrgang 196% Nr. 262 der ,Fuw. Ztg/ ein GedenWatt veröffentlicht.
kanustich überwintern di« Schnepfen in SD-Jtallm. Türtei, einige sogar an der Nordtüyr WstikaS. Im Frühling ziehen sie über Oesterreich, Deutschland, Frankreich usw., fallen be« Nacht» in tat Waldungen eta amTagc lagert di« Schnepfe mit Vorliebe in taAen, sonnigen, tiefgründigen Beständen, wo sie ihre Nahrung mit dem Stecher aus der Gib« holt, Wal der ■®e« mit tat Worten ausdrückt: »Die Schnepfe Mürf. In der Abend- und Worgenbämmenmg Echt dir Schnepfe in den Talschluchten der SM-
aen, an den Rändern der Schommgeu, zwischen Wangen von Bestänbenentlang, »»bei sie ihre Balztöu« hören läßt, und wie Hast und 3M Walde ihren bestimmten Wechsel emhasten, HM ta Schnepfe in der Lust meistens ihren Paß. Me Strich. Plätze sind den Redieriichaberu meistens 6efmnt Sw ziehen allmählig gegen Nordra bir nach FmnlMb, Schweden und Norwegen, wo sie ihr Brmgeschast ver- richteu.
Jn unfern Waldungen findet man bie Schnepfe nur fettet al» Brutvogel; im Herbst« zieht fast denselben Weg, nur hat der Strich nicht tat Erfolg wie im Frühjahre, da di« Schnepfe dann meisten» sttmim raLt Der Schnepfenstrich HÄ seine h^bmn Reize und ist auch von jeher ton den Nimroden eifrig betrieben worden. Wenn auch keine großen Strecken erzielt werden bietet er doch dem Jager und Naturfreund eine schöne Abwechselung und Echokimg ba jetzt die Jagd im allgemeinen ruht. Auch ist beim Schuepfenstrich nicht so strenge Vorsicht gebottu wie auf dem Rehanstand; es kom,en mehrere, auch Nichtjäger, d-chei fein, man tarnt sich unterhalten, rauchen usw., nur in der richttgerr Strrchzeit muß Aug und j Ohr etwas angestrengt sein.
Wie herrlich ist eS jetzt im Walde, wie wetteifern Drossel, Amsel, Meisen mid Bockelchen im Gesang! Ems will dem andern pttiorfonunen; sie wissen olle, daß es Frühling ist. Allmählig verstummt der Gesang bet Drossel, die Abendglocken erschallen, im nahen Fichtendickicht läßt bereits die Waldohreule ihr nächttiches Gesrchei ertönen, während im Althokz der Stewkraz sein Katt vernehmen läßt Am Horizont ergläwft bei Abendstern, fester wirb das Gewehr >m die Hüfte ge- j drückt, sagt doch dir alte Jägerregrf:
Sobald bie Drossel nicht mehr singt, Der erste Stern am Himmel blinK, Dmm, Jager, habe Acht!
Da, mit einem Wale vernimmt ba$ Gehör des Jägers einen Ton, und jeder Jäger, der diesen Ton einmal gehört hat, wird chn nie wieder vergessen, eS -ist der Balztan bei Schnepfe: Bst, PiffiPP, dem bald i em langgezogenes quorr—gunti folgt, sofort ist Auss und Ohr noch jener Stelle gerichtet» unä der Jäger hat sich nicht getäuscht, zwischeli einer Luckt ton zwei ; Baumkronen kommt der Dogek mit dem langen Gesicht wie ein Pfeil duhergestricherr,, das Gewehr angeßufi mtb Funken reißen ist das Werk eines Augenblickes ' — doch der Schuß geht fehl, ein zweiter ist gar nicht mehr cmzubringeir, die nächste Baumkrone hat sich bis Schnepfe als Derbrng genommen und verschwunden ist sie,. vicLeicht auf Nimmerwiedersthen. Durch bie Bärtigen Lippen des Waidmanns geht ein leises Gemurmel: Donner ... die hält ich haben müssen! Das Gewehr wird wieder geladen, uub nach geraumer Zeit ertönt wieder das Pissipp, Pissipp^. abermals das Gewehr an die Back, ruhiger geziett wie zuvor — ein Knall, — ein dumpfer Aufschlag verkündet, daß die Schnepfe gefaflen ist, auch ist bereits Karo Mi Stell« rmd apportiert bie gefallene Schnepfe fernem Herrn.
Wie straWt baS Antlitz des WaiVmannes vor Freude. Wenn es der erste Erfolg in seiner Jäger- ilaufbahn war, wird tue Schnesssik an den Hühnergal- ;gen gehängt, mtd du sich sonst weiter nichts mehr Äs i einige Eulen- hören lassen, der Heimweg ««getreten. Zu Hause bahn Scheine der Lampe «erben noch bu ,Maler' oder ZeichMsedern, bereit jede Schnepfe an dem Kiel bet äußeren Schwungfeder je eure Birgt, her- lmsgezagen, um Äs Erkmsrung aufvenrahrt oder Äs Hutschmuck getragen zu werden.
In den letzten Jahren wird nr den Fachzeitungeii der Frühjahrs schn^rfensttich Äs Mwaidmännische Jagdausübung und als eiste Dermmdetung dieses edlen Flugwildes hingestellt. Es muß ja zugegeben werden, daß kein jagdbar-rL Federwild- vor bet S5iut= zeit, wo die Hähne wicht deutlich erkenntlich sind- afr= geschossen wird, aber so Peinlich gewissenhaft brmicht man beim Frühjahrsstrich nicht zu sem.
i Man hat festgestellt, Mt. die Schnepfen in den letzten Jahren zugenommen haben-. Dieses mag wohl seinen Hauptgrund in der Perwindetung des Raubzeuges tzibeu, auch mag wohl dazu beitragen, daß die Schon- i,pit für Schnepfen auf den 16. April jeden Jahres iMgesetzt ist, während- früher die Jagdzeit bis Mw 1 Mai dauerte-. Bau den- am: Strich MschaffMen , Schueps,en sind, wie statistisch, nochgewiesen worden ist, 7S—75 Prox. Männchen. Es muß somit angenom- 1 men werden, daß die Weibchen nicht soviel streichen, oder meistens stumm: Im Jagdrevier Molzbach ; wurde voriges Jahr ein Schii-vf-ngelage mit 4 Eiern j gefunden, woraus bereits am 24. Aptll 4 Junge auS- fielen, trotz-dem m den-auuter Jagd mchrete Eremplate -zur Strecke kamen. Diese günstige Bmt sst wohl auf tat günstcheu Mcm-tt März zutülchufühten, da bie Ssmepfen bereits am 1. Ws«, m ganz, echeblicher Zahl dort angettoffen wurden, während in früheren Iahten der Hauptstrich erst gegen den 20 März trat.
Der FrühjohrsstÄch vermindert die Schnepfen nicht so seht wie das „Buschleren" im Herbste, wo dieselben len bet Ostseekuste ein fallen und von einigen JäHmr
») 84 Hestder,Stabten zur dr urschen Kun stzejchichtet Straßburg 1902.
*) D« GeburtSname von Dientzenhchet's Gr-trin ist nicht angegeben. M« Mattmus rat .Fntdaer Hiftomeu- büchleiM erzählt, soll sie bie Tochter eines Bamberger Juden gewesen fein. Leider hat et feine Quelle ubchk genannt; vermut'lch hat er aus der Tradition geschöpft.
Der vollständige Titel lautet: „Onomastikon srre Cs.ts.logn* Religiosorntn omni tun ardinis 8. Benedicti, qui ü» Monasterio ad 8. Salvatoram Fuldas ad aacram profeationem ah anno 1677 usque Mtt sdmiatt sunt.*
t» einem Tage mitunter et UOO Stüök eckeA werben, unätenh m lffesiMt Gegend der Strich im Herbste Ä-eich RuL ist.
Möge rm« der Ftüujaörsstrich noch lange erholien Btei&cH, das ist der Wunsch vieler Nimrode.
= Tas Äaucrr.
Es ist heute allgemem bekannt, dost Bei unserer Ernährung nicht nur di« Frage, was wir ess«, fonoern auch wie wir essen,, it wie die Speisen in unserem Munde öerarßeiiet werben, eine hervorrasen de Nolle ,t5!C®a8 Kauen, bas trotz bes alten Volksworics Gut gekaut ist halb üerbaui" von vielen noch immer ptinna uebensächlich behandelt wird, besorgt das wichtige Geschäft, unsere Nahrungsmittel in möglichst guter ZerSeinerung und Berteiluwg und nach gründlich« Durchmischung mit Speichel in den Wogen gelangen nt (offen. Maam und Darm haben die Ausgabe
> Der Schnepfenstrich.
Bon G. itt M.
Ben» nach 6mgem Winter die Schneemastm ge- f schmolz«, hi« «ck- da auch noch einige Neste von: Scheewehm vorhanden find rmd Atlfaug» März einige | Tage wtt kaum südlichen Mnden eiusetzm, bann ttest! ft» lie Schnepfen (LangfchnäBels 6et uns ein Be-!
ben
«ehungsweis« in Dextrin und Mattes« umzumandeln, woraus bie Spetsie in den Magen gleitet und dort wei- tet tottart wird. Dm Amerikaner Fletschet hatte b^ fonnr m ein« itewssen Kunst ausgeb i-det. Er
Gebiß übergehen kann-. Der Zcchn fft ein großes Kapital, uirb der Schaden, bet ihm durch uufer hastige», oberfl-achkicheS Kimen- MMfl-gi wird,, ist ebenso groß, toi« die gesundheitlichen Nachteile, W bet übrige Körper dadurch erfeSrott Die JnternatitoMle Hygiene- Ausstellung in DreSbeu, bie zur Frag« der Ernährung m irmstrngrercher Weis« StsÄung trimmt, wirb auch ben W«t guter Zähne ua» be» rationellen Kauens kt vetschtedenen Donnmsttattonsn- vorstchrm. Es wirb an einigen Beispielen gezeigt werben, daß die WirkMig der Mngensäst« eine rnn sa intensivere ist, je mehr durch gute» Kauen bie Verdauung erleichtert wirb.
ziehst ÄS sie von. selbst ht die Kehle Pmmtertz'itt.
Gründliche» Kmien «scheint Bei einem großen Tell unser« heutigen Rtchnmz überssüfftg; tote glauben genug damtt getan zu haben, wenn tote alle unsere Wjstn klein und dünn schnechen sie durch Buller and Sauce» geschmeidig machen und sie durch reMtch« Getränke „bimmterfofitet*. Ab« Äke tee künsilichen Hilfsmittel ersetzen nicht hn entferntesten ben Wert des guten KauenS und M schuld an einer Reihe von Wage» mtb DatmstSrungen, und an her weit verbreiteten AahntorberbML Dtmch baS ungenügende Kauen werden die Zähne schlecht genährt und können nur mangelhaft kauen. Beim mangelhaften Kauen aber fehlt e» de» Iähw-n mabennn M her etprder- Ifc§en> UeBung, berat her Zahn ist fein totes (titieb, sonder» bat eSeus» tote- andere Organe- Stofiwechsell So entsteht eine Wechselwirkung, bei ittr Zalme uÄt schlechtes Kaue» einander in immer höherem Maß« schädtoen. Dio Zähne wollerr Arbeit haben, deshÄb stll num ihnen feste Bissen $t$ kauen geBenu Auch dir Km-der st« m« schon früh gut kauen lassen imd wuen nicht ängstlich bie harte Rinde vom Mot weg^chnerdM ob« bie Bissen vorher durch Eintauchen weich machen. Ein vielfach Bereiteter Glaube ist es, d«ß man den Milchzähnen be» Kindes Seine große Beachtung zu schenken brauche mtb daß sie ungehindert faulen dürf- tera, ba sie je durch Bos nachfochende Meifierrbe Gebiß ersetzt würden. Das ist grundfalsch. Die Milchzähne stlkm nur abgenutzt »«ben, bei Krankheiten ab« ist
• Ei» Bersahee» der Milch« tryd'miKg
wird nun eiugesührS und „Ltufoodtotstheen" (Statte food — naturreine MBstmittek) genannt.
Der Gedanke des Mürftchrens stammt! ton dem Dresdener Ä. Vat«, der das Patent an die Marell Soule Co. in Symckuse irr Aotdamercka verkaufte. Diese baute eS mit einem Kostenaustvand von 1,200 000 Mark wettet aus.
Nach diesem V«sthren wird die Mich zunächst etwas konzentriert, bann mit kalter tbmprimfetter Lust in Düsen zu einem ganz feinen Stegen, oder Nebel verstäubt. Der Milchprebel gelangt in einen aufrechte - stchendcn Zylinder, welcher van unten noch oben von '50—80 Grad heiße« Luft durchströmt wted, die jedes eiuMlue MitchleilchW für sich trocknet und ihm das Wasser eillziehi. Dadurch verwandelt stch der Milch- neBti sofort in ein vollkommen trockenes Milder, das üam Luftslrom nach aufwärts im SammelLmMern . fällt. Ohne weit«e Behandlung wird es hi« gesammelt und verpackt.
Dys Trusood-VPlldiilchpulo« stellt eine fast reht weiße, vollkommen trockene, staubförmige Waffe dar, das sich leicht in kaltem Wusste löst und auch, nach tage- ' kmrgem Stehen keinem Bodensatz bildet. Die Lösung 'schmeckt vollständig tute stlstho, uarWkochte Kuhmilch und läßt sich kocken wie diese: Sir haben hier tete- sächlich frische Milch in gstrockuetem Zuste.rb. Ei- Kilo des Pulvers gibt 1«' Titer Mlch und lostet 1,75 Mark. Welch eminent wirtschaWichen Wert Wefe Erfindung hat, ist ahiw weiteres Kar, toerat-man mir an bie Verproviantierung; dorr Heer nah Marine benS.
Rach dem Trikfaobverst.htM lassen sich auch- andere -NäMLjWketten itockteen, ohne hast sw Z«sttzmrg.M eckerden, jw z. B. Blut. Auch Eier werden. gleichfaM nach diestm Lersthten getrocknet. Das Eiyulver stellt , eine gelbe, etwas brwWge Masst bar,, die sich ist Waf- stt leicht zu einem klumpewlofe» Brei anrühren läßt -und wie ganz ftische (Sier serwendet werden kann. Wwr hwk wrs- wetzrere Mmrate altem Eipulver Rühreier, Eierkuchen- nr Derbüiteing nut Mlchpulv«, Snp- pen- Herstellen! taffen,' hie sich von Speisen, die mit ’ frischen Eiern gekocht sind, nützt im Geringsten unter- - scheiben. £et das Estrpulver iw stst verschlossenen Wchstr fast mteefchränile- -HÄtbarkeit hat, so stellt das Verfahren dir beste Eierkonfervierungsmethode bar. Es hat sich auch praktisch bereits aufs beste bewahrt. Die awerikanische Flotte hatte bei ihrer Erb- vmseglung sich ausschließlich mit Trufoodprodukten, Misttz- und Eierpulver, verproviantiert unb die besten - ErsthrMigLN damit gemacht.
,Ju allernächster Zeit sollen auch m Deuischland Tru-^cksaSrrken gebaut werden. Eine Aktiengesell- fthaft ist bereits in Bildung begriffen und man kann pur wünschen, daß dieses wirtschaftlich so außerordentlich veittrogende Unternehmen recht gedeiht.
Rttcriei.
— Em« 6ride im Werte von 36000 Millionen ' M«r. Die Bodenerträgnisse der Vereinigten Staaten ! übertreffen nach dem amtlichen Berichte für das Jahr 1910 alle Ernten, über die aus irgend welchen anderen Ländern oder den Vereinigten Staaten selbst jemals ein genauer Bericht Vorgelegen hat. E. I. Edwards, der in M-mfeps Miupizuie einen segelnden llcherbkick über die amerikanische Ernst des verflossenen Jahres gibt, glaubt, baß sie mit ihrem Werte von 9 Milliarde« Dollars, 36 000 Millionen. Dcark, selbst die fabelhaften Emtcn der sieben fette» Iah« im. Pharaou«rr'che hinter sich läßt