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Zeitung

• fuldaer

ungsgelder brauchte.

betrenenoeri wemanunB «m w«W Rtter tendste unter den Heerführern auf ftanzSsischer Seite

herangezogen werden,' ebenso die ehemals zur RMer | e8 aud) ,«cht ganz ohne

nigen.

(Auf Grund der Aktendes Marburger Staatsarchivs.)

Die fuldaische Gmndsteuerverfassung überdauerte hotf all ihrer Schwächen den Wechsel der sieben Lan­desregierungen zur napoleonischen Zeit, von deren bunten Reihe nur die Regierung des Groß Her­zogtums Frankfurt tiefer gehende Spuren hin­terließ. Schon das Organisationspatent bei Errich­tung des Großherzogtüms sprach prinzipiell die B e- steuerung der sog Freigüter aus. Die Ver­ordnungen vom 26. Mai und 9. September 1812 brach­ten dies Prinzip zur Ausführung, ohne dir einzelnen Stcuerverfaffungen des Gebietes im weiteren zu be­rühren Danach sollten alle bisher steuerfreien Be­sitzungen, Zehnten, Gilten und Zinsen nach dem in der betreffenden Gemarkung üblichen Maßstabe zur Steuer

man dem Großherzogtum Fulda auch die Einqnar- üerungslast als Neallast auferlegte. So mußte die Stadt Fulda troß ihres Sträubens die Einrichtung und Erhaltung der Kaserne, die Kosten für Feuerung, Licht u. dgl., ja selbst die Einquartierungskosten der­jenigen Mannschaften tragen, die zu einer gegebenen­falls notwendigen Verstärkung der Garnison Fulda verlangt wurden und keine Unterkunft in der Kaserne fanden. Erst im Etat 1837 -39 wurden die Kasernie­rungskosten der Stadt Fulda mit etwa 4200 fl. auf das Staatsbudget übern wtmen.

In Althessen war neben der Grundsteuer zur Zeit ves Königreichs Westfalen zur Tilgung der Landes- schuld eine Personalsteuer eingeführt worden. Die fuldaische Landesschuld, die aus der napoleonischen Zeit herrührte und zum größten Teil aus auf dem Lande haftenden Steuerkaffenkapitalien bestand, wurde durch Vertrag vom 9. Oktober 1817 zwischen Preußen, Knrhessen und Bayern geteilt, wofür als Vermögens- anteile auch rückständige Tomänenkaufgelder überwie­sen wurden. Kurhessen übernahm etwa 217 000 fl fuldaische Schulden, di-, schon seit 1812 unverzinst, I oom Staate von 1816 ab verzinst werden sollten. Die­ser Verpflichtung kam Kurhesien nicht nach. Es muß-1 ten bei der Staatsvermögensauseinandersetzung im Jahre 1831 für rückständige Zinsen der fuldaische» Staatsschuld 130 450 fl eingesetzt werden. Trotzdem legte die Kasseler Regierung dem Fuldaer Lande „zwecks Verzinsung und Tilgung' der Schuld, wofür Klwbessen schon Vermögensanteile aus dem alten Hochstift in den Domänenkaufgeldem überwiesen wa­ren, isy2 Steueranlagen als außerordentliche Steuer auf.

Diese außerordentlich hohe Belastung des Grund- | oesitzes wurde geradezu unerträglich durch einen wei­teren Zuschlag auf die Grundsteuer, der in den ersten Jahren nach den Befreilmgskriegen für notwendig er­achtet wurde und später einfach weiter bestehen blieb. Ms Landesbeitrag zu den Kriegskosten der Jahre 1812—15 mußte natürlich das Großherzogtum Fulda seinen Teil leisten. Aus jener Zeit waren dem Land noch etwa 36500 fl. Schulden verblieben. Zur Til­gung dieser Schulden wurden 12 Anlagen erhoben. Anstatt nun dieses Steuerauflommen wirklich auch für den genannten Zweck zu verwenden, gab man für die Schuld unveMnsliche Kassenscheine aus und benutzte das Geld, das übrigens nicht der allgemeinen kurhes­sischen Finanzverwaltung, sondern dec Fuldaer Regie­rung direkt überwiesen wurde, zu fast ausschließlich militärischen Zwecken (Schiebsuhren, Gamisonslaza- rett, Kasernierung u. dgl).

Betrag einer Anlage zu nehmen, der sich für den kur­hessischen Anteil auf etwa 2000 fl. stellte. Das Land hatte also an ordentlichen und außerordentlichen Staatssteuern 108 000 fl, außerdem noch 24 000 ft für die fuldaische Regiemng, also zusammen 132 000 Gulden, aufzubringm, ein Betrag, der für jene Zeit als außerordentlich hoch bezeichnet werden Miß.

zu bewegen. Freilich wäre es vornehmer gewesen, den unglücklichen Fürsten, den man in die abenteuerliche Unternehmung hineingesetzt hatte, bis zur letzten Mög­lichkeit zu unterstützen. Wenn Napoleon das nicht tat, war er sicherlich wohl auch über die Tragweite seiner Unterlassung durch Bazaine schlecht unterrichtet, rind wenn dieser nicht kurzsichtig gewesen, kurzsichtiger, als er es in diesem Falle sein durste, so können vielleicht doch diejenigen recht haben, die ihn des ehrgeizigen Planes bezichtigten, sich selbst zum Herrscher in Mexiko gemacht haben zu wollen. Kaiser Max sah jedenfalls in Bazaine den Urheber seines Unglücks, und des Kaisers Witwe, die von Geiftesnacht umgebene, in Belgien lebende unglückliche Kaiserin Ehaclotte, hat noch in ihren Wahnsinnsphantasien den Namen Ba­zaine mit Abscheu ausgesprochen; für sie knüpften sich die einzigen Fäden, die sie mit der Vergangenheit ver- bandm, an diesen Mann, dem dann noch ein größeres Unglück beschieden war, als ihrem Gemahl, der doch als Held hatte ruhmvoll sterben dürfen.

Im Jahre 1867 kehrte die französische Expedition nach Frankreich zurück, mit ihr Bazaine, der im mili- I tärischen Sinne also bei Ausbruch des Krieges auf eine ruhmvolle, in drei Kriegen bewährte Vergangen­

erhalten, in der geschlldert wird, wie er die stürmen» dm Feinde reihenweise niedecgemäht und weit di« Getöteten und Verwundeten die Gräber gefüllt haben. Fiedler zweifelt nicht, daß seine Erfindung die gleiche Anwendung finden könnte. Sollte sich dies bewahr­heiten dann wird sie eine ebenso durchgreifende Aen- derung in der Kriegstechnik zu Land und zur See zur Folge haben, wie die Erfindung des Schießpul» Vers im 14. Achthundert. Diejenige Nation aber, welche sie vor den anderen Nationen verwertet, wird die militärische und politische Entwickelung besiinM-n.

Unter solchen Umständen erregte es einen Sturm der Entrüstung, als Bazaine endlich, nach langer Un­tätigkeit sich am 27. Oktober mit 170 000 Mann den Deutschen als kriegsgefangen ergab und Metz den Feinden überlieferte. Er begab sich nach Kassel als Kriegsgefangener, wo bekanntlich auch dec gefangene Kaiser residierte.

Rach dem Friedensschluß bezichtigte man beim tn Frankreich von allen Seiten Bazaine des Verrats; er sollte von den Deutschen bestochen worden sein, Metz und seine Truppen auszuliefern. Natürlich >oar das töricht, schon deshalb unglaublich, weil Bazaine außer- ordmtlich begütert war und wahrlich keine Bestech-

Die fuldaische Grundsteuer in den ersten drei Jahrzehnten des 19.

Jahrhunderts.

X Warum raucht man?

Jeder Raucher ist wohl schon einmal aus die Frage, was für eine Art von Genuß ihm das Rauchen be­reite, die Antwort schuldig geblieben. Diese Frage unifaßt in der Tat ein sehr schwieriges Problem, mrt dem sich auch die Wissenschaft sehr häufig beschastrgt

Um die Höhe der Belastung der Fuldaer Gnmd- hesitzer zu ermessen, braucht man nur dm ungefähren

Bazaine.

Zu sei nein Hundertjährigen Geburtstage. Von Eugen Jsolani.

= Das griechische Feuer.

Der erste Erfinder des griechischen oder byzanti- nischm Kriegsfeuers war Kallinikos, ein Baumeister aus Heliovolis in Syrien, um 671 n. Ehr. Es soll aus Schwefel, Steinsalz, Harz, Asphalt und gebrann­tem Kalk bestanden haben und aus Druckspritzen gegen die Feinde geschleudert worden sein. In, welcher Weise die Mischung dieser Bestandteile bewirkt wor­den war ist nicht bekannt. Man kennt nur die Wir­kung aus den erhaltmen Beschreibungen. Mit der Entzündung erfolgten Explosionen, es emwickelten sich Dämpfe, Rauch und Feuer. Das Feuer brannte so­gar unter dem Wasser fort und setzte alles in Brand und zerstörte durch die Explosionen auch das, was

M 40.

Samitae »en 18. $ebruar >»n.

38. Jahrgang.

3. Blatt.

vrnck und Verlag der zuldaer Actirndruckere in Sulba

Allerlei.

— Der Marktbrunuea in Nidda. Fnniitten des Marktplatzes zu Nidda de^uptet sich ein schöner, alter Marktbrunnen, an dem das ILappen ver Stadt und eine I fichnst mrt Angabe des Tage- der Errichtung oder Vollendung, 1650, Ten ^0.;. iay, eingemeißelt ist. An der sinnigen Inschrift dürsten heute Abstinenzler ihre Freude haben, fudcmal sie lautet:

Ick steh achter uuff offnem Mark

Geb hin mein Wahr ohne Gell

Wer Luit hat trünk wens ihm gefeit, Ob ich schon werd gering ceadit

So steht doch meine Kraft in Gottes Macht

Welcher sein Brüniein lest stieben

Die der Arme sowohl als der Reiche hat zu

(genießen. r.

standen unter dem Drucke der öffentlichen Meinung. Und nach dem Mitgeteilten war es immerhin nicht schwer, eine Pflichtverletzung in Bazaines Verhalten - zu finden; ob sie so schwerer Strafe wert war, bleibe freilich dahingestellt. r f r,„ , . _.

Das Kriegsgericht suchte dann auch selbst sein Ge­wissen zu beschwichtigen, indem es an den Präsidenten der Republik ein Gnadengesuch richtete, und Mac Ma- hon, der erste Präsident der dritten französischen Re­publik, verwandelte die Todesstrafe in zwanzigjährige Haft. Natürlich kam das für den mehr als sech- zigjährigm Mann einer etwas aufgeschobenen Todes­strafe gleich. Ein Fort der Insel Sainte-Marguerite, eine der Leninschen Inseln im Mittelmeer, vier Kilo­meter südöstlich von Cannes, dasselbe Fort, das auch einst dem rätselhaften Mann mit der eisernen Maske zum Gefängnis gedient hatte, nahm Bazaine nun auf.

Hier gelang es ihm nach wenigen Monaten schon, am 10. August 1874, mit Hilfe seiner Gemahlin zu entfliehen. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß seiner Flucht geflissentlich Hindernisse nicht in den -Weg gelegt wurden.

Bazaine suchte Spanien als Zufluchtztatte aus, tn Madrid lebte er in Verborgenheit und zurückgezogen, beinahe in ärmlichen Verhältnissen, da auch seine Ge­mahlin ihn verlassen hatte und in ihre mexikanische Heimat zurückgekehrt war. , .

Am 28. September 1888 starb Bazaine in Maorid.

Kurz nach seinem Tode rrnternahm es noch Gras d'Hürisson in einer Schrift „La legende de Metz , ihn von dem angeblich begangenen Verrat frelzuspre- chen. Freilich war auch damals noch nicht die Zeit gekommen, in der Franzosen zu objektiver Beurteilung des Falles Bazaine fähig gewesen waren. Gras d'Härisson erregte mit seiner mutvollen Schrift nur Entrüstung. Bazaine selbst hatte schon kurz vor sei­nem Tode eine Rechtfertigungsschrift veröffentlicht, me aber in Frankreich sofort unterdrückt worden war. Vielleicht wird die fpätere Nachwelt einmal seinen Namen von dem Flecken der Unehrenhaftigkeit cei-

nicht brennbar war.

Im Jahre 678 n. Ehr. zerstörten die Byzantiner durch dieses Kriegsfeuer bereits die Belagerungsflotte der Araber vor Kyzikos. Im Jahre 716 wurde die Hauptstadt Byzant (Konstantinopel) zum crstenmale durch griechisches Feuer verteidigt. 100 000 Araber fanden vor den Mauern der Stadt ihren Tod, und Heer und Flotts waren vernichtet. Deii größten Triumph aber erlangte die Erfindung im Jahre 914, als Kaiser Konstantinos VII. mit seiner nur aus 15 Fahrzeugen bestehenden Flotte durch griechisches Feuer die aus mehr als 1000 Schiffen bestehende Armada der Rmien vor Byzanz vertrieb und größtenteils zer­störte. — Das griechische Feuer begegnet uns noch ein­mal während der Kreuzzüge und zuletzt bei der Be­lagerung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 wo der Versuch, die türkische Flotte durch das ariechische Feuer zu vernichten, nicht mehr gelang. Kaiser Konstantin XI. fiel als letzter Kaiser von Ostrom auf den Trümmern feiner «Stadt. Byzanz ge- riet in die Hände der Türken. Mit dem Untergang des Griechischen Kaisertums war auch das Geheimnis

tin jedenfalls auf den Gewohnheitsraucher eine kaum feststellbare Wirkung ansübt, daß der Reiz des Rau­chens vielmehr in suggestiven (eingebildeten) Einwir­kungen auf die Nerven besteht. Da ergibt sich die wei­tere Frage, wodurch diese Suggestionen hervorge­rufen werden! Anscheinend Wicken dabei alle fünf Sinne mit. Vor allem das Gesicht. Es ist eine un­bestreitbare und meckwürdige Tatsache, daß die mei­sten Raucher keinen Genuß beim Rauchen empfinden, wenn sie den Rauch ihrer Zigarre oder ihrer Pfeife nicht sehen. Ja, manche können im Dunkeln nicht ein­mal sagen, ob ihre Zigarre brennt oder Nicht Der Raucher genießt also zweifellos auch mit den Augen. Wenn er den Wölkchen seiner Zigarre nach,chaut, so bewahrt er seine Augen damit oor gröberen Sensa­tionen, die eintönige Farbe der zarten Rauchwolken, ihre einfachen Formen wirken beruhigend aus die Au­gen, das Gehirn hat keine komplizierten Eindrücke zu verarbeiten und kann daher mit Ruhe seine Tätigkeit auf Dinge konzentrieren, die dem Rauchenden Am Herzen liegen. Kein Raucher wird daher, wenn er mit sich zu Rate gehen muß, versäumen, vorher seine Zigarre oder fein Pfeifchen in Brand zu setzen.

Ein englischer Arzt erklärt das rätselhafte Vergn^ gen, welches das Rauchen gewährt, damit, daß durch die Tätigkeit die mit dem Rauchen verbunden ist. Überflüssige Nervenkraft verbraucht wird. Für diese Theorie 'spricht jedenfalls die Tatsache, daß über­mäßiges Rauchen das Nervensystem stack angreift. Allerdings, gewohnheitsmäßige Rancher sind vor der­artigen schlimmen Wirkungen sicher; der Zauber des Tabaks liegt zumteil gerade darin, daß man sich kei­nem anderen Sinnengenuß so dauernd ohne Sättigung hingeben kann. Trotzdem enthält der Tabak stosse, die starke nachteilige Wirkungen auf den mensch­lichen Organismus ausüben, sogen. Alkaloide; das hat jeder Raucher bei seiner ersten Zigarre er­fahren. Aber diele Wirkungen verlieren sich nach und nach, wenigstens werden Magen und Nerven ziemlich unempfindlich gegen sie. Dagegen tragen vielleicht die lokalen Einwirkungen des Nikotins und des heißen Rauches auf Mund, Rachen und Nase dazu bei, den Reiz des Tabakgenusses zu erhöhen^ Damit wären also auch Geruchsinn und Geschmachmn am Tabakgenuß stack beteiligt. Sehr einleuchtend er- scheint die Theorie, derzufolge die rhythmische Bewe­gung der Lippen bei dem Einsaugen des Rauches aus Zigarre oder Pfeife eine beruhigende, ja einschläfernde Wickung erzeugt. Aus einer ähnlichen Wirkung er- flärt sich auch das merkwürdige Vergnügen, das vielen Leuten besonders Landleuten, das Kauen von Stroh­halmen, Holzstückchen und ähnlichen Objekten, die je­des Geschmackes entbehren, bereitet. Uebrigens eut- 'chödiaen sich anck viele Raucher für die ihnen aus Gefundheitsrücksichten gebotene Enthaltsamkeit un La- bakgenuß dadurch, daß sie ein Stückchen Holz in den Mund stecken und daran kauen. Allerdings, gmiz läßt sich der Tabak nicht ersetzen, und es drangt sich einem immer wieder die Erkenntnis auf, daß das Ni­kotin doch auf irgendeine Weise und durch lrgend- welche undefinierbare Eigenschaften auf unser Wohl­befinden einwirkt und uns zu Sklaven einer Leiden­schaft macht, die sonst weder einen sinnlichen noch ästhetischen Genuß gewährt.

Vielleicht enthält der Tabcck noch eine andere Substanz welche die physiologischen Wirkungen aus- übt die dem Nikotin zugeschrieben werden. Sonder­bar muß es erscheinen, daß das Nckotm dem Mit Recht oder Unrecht - so viele Eigenschaften zuge­schrieben werden, die unser körperliches Befinden be­einflussen noch nie der Heilkunde dienstbar gemacht worden ist. Gegner des Tabakrauchens werden sa­gen daß der Tabak eben em ganz unnützes Gift ist. Wir Raucher wissen es aber besser wir wissen, daß der viel geschmähte Tabak unser bester »reu,.d istta Stunden der Trübsal ein guter Tröster,, in fröhlichen Stunden ein guter Kamerad. Damit erfüllt er sicher­lich einen guten Zweck, und der einzige Vorwurf, den wir gegen ihn erheben können, ist der, daß er uns als Freund beinahe zu teuer geworden ist und unseren Geldbeutel etwas stack belastet.

Wenn uns wieder ein Unwissender fragt, worin das Vergnügen des Rauchens liegt, so antworten w'.r ihm mit dem General Mann stein: „Es macht Ver­gnügen, den Rauch e i n z u z i e h e n und ihn wieder f o r t z u b l a s e n — und dann spuckt man aus und auch das macht Vergnügen!'

*) Ab getrennt wurden damals Aemter Geksa, Dermbach, Dleyhers, Morten, Brückenau, Römershag, gammelburg und Scheck, die Probsteien Johannisberg , Rheingau, Holzkirchen und Tuba in Franken und die Stadt Herbstein im Vogelsberg; hinzugefügt da- aeaen die mediaiifierten ritterschaülichen Gerichte Mansbach, Buchenau und Wehrda. Diese Gebietsteile wurden durch kurfürstliches Patent vom 31. Januar 1816 »um Grobherzogtum Fulda vereinigt. Das ueugebikdete Großherzogtlim umfaßte '"'"30610 Kalkeier Acker nicht ganz 11 Prozent de-> kiitheftischen Gefamtstaatsgebiets und hatte 209 Ortschaften mit etwa 70600 Einwohnern.

des Feuers verloren gegangen

Da taucht nun plötzlich der Ingenieur Fiedler nick feiner Erfindung auf und setzti bannt alles m Auf- reauna wie wir einem ausführlichen Aussatze m Rawr und Kultur', Herausgeber Dr. F. I. IVöller München 23 entnehmen. Er gießt eine ?fluylgkeft aus einer Flasche in eine Manne, schüttet eme Gieß­kanne voll Wasser darüber — und alles steht in Qualm S si«-m=n D-. Salfe, lief, M M

Mmder im Schloßqarten von Sanssouci vorfuhren. Die Wickung welche es in den dortigen Seen erzeugte, übertraf alle Erwartungen. Aus einer unter der Wasserfläche installierten Röhrenanlage wurde die ge­heimnisvolle Flüssigkeit mittels einer Druckpumpe tn tannen Strahlen in die Höhe getrieben. Somud diese Strahlen mit dem Wasser in Berührung kamen, ent­zündeten sie sich zu brennenden Feuergarben und auf der Oberfläche des Wassers ensstand ein weithin hell­lodernder Brand. Die Hitze ift so groß, daß zum Beispiel Drahthindernisse in dem Feuer zerschmelzen.

Das Aussehen, welches das neuentdeckte griechische Fetter in den militärischen und technischen Kreisen des In- und Auslandes macht, ist begreiflich. Denn in der Tat kann das neue Mittel eine furchtbare Waffe im Kriege zu Wasser und zu Land werden, namentlich für Hafen- und Küstenbefestigungen, weil so die An­näherung kleinerer Fahrzeuge unmöglich gemachtwird Das griechische Feuer kann auch em Kampfesmittel der Luftschiffe werden, wodurch diese eme ungeahnte Bedeutung im Kriege erlangen würden. L-as Feuer wurde auch im Landkriege angewendet, so ist eine Schilderung von einer Belagemna Konstantinopels

heit zurückblicken konnte.

Beim Ausbruch des Krieges mit Deutsch­land übernahm er dann das Kommando des 3. Armeekorps. Als dann aber nach den Niederlagen von Wöckh und Spichern die Notwendigkeit zutage trat, die Oberleitung in die Hände eines Mannes von Fach und Kriegserfahrung zn legen und sie nicht bei einem, wenn auch noch so begabten Dilettanten — Napoleon III. war jenes wie dieses — zu belassen, er­folgte am 12. August Bazaines Ernennung zum G e- neralifsimus der bei Metz konzentrierten Rhein­armee. Napoleon selbst hatte zu ihm das größte Ver­trauen, größer als zu sich selbst, und als Bazaine, im Begriff von Metz nach Ehälons abzumarschieren, am 14. August durch einen Angriff der ersten deutschen Armee bei Colombey-Nouilly aufgehalten wurde und immerhin dabei sich tapferer zeigte, als es bisher von den Franzosen in diesem Kriege geschehen war, gratn- liefte Napoleon begeistert seinem Marschall mit den Worten: „Der Zauber ist gebrochen!"

Durch die Schlacht bei Vionville am 16. August ! ward Bazaine dann aber nach Metz zurückgeschlagen iind nach ungemein tapferer Verteidigung seiner Posi­tion durch die Schlacht bei Gravelotte gezwungen, sich nach Metz zurückzuziehen

Hier in Metz hat es nun Bazame zweifellos an Energie fehlen lassen, um die Belagerung der Festung zu durchbrechen und sich, was es auch kosten mochte, mit dem Rche seines Heeres zur Mac Mahonschen Armee durchzuschlagen. »

Er unternahm zwar am 31. August den Versuch bei Roisseville, aber er ward zurückgeschlagen. Frei­lich zeigten sich hier bereits die Folgen der Tragik seines Heldentums: et selbst hatte wohl, als er am 12 August den Oberbefehl übernahm, eingesehen, daß er' einer verfahrenen und nicht mehr einzurenkenden Sache zum Siege verhelfen sollte; er hatte ohne eige­nen Inneren Glauben an Erfolg der Pflicht genügt. In dieser Annahme war er bestückt worden, als er trotz tapferster Gegenwehr in Metz eingeschloffen ward. So ift sein Mangel an Energie verständlich. Er sagte I sich: Was kann es nützen! c .

Dann, als die Kunde zu ihm drang, daß Sedan kapitulieck habe, der Kaiser gefangen, die Dynastie gestürzt und die Republik erflärt sei, da hatte seine abwartende Stellung in Metz noch schwerwiegende politische Gründe. Er hatte das Kommando vom Kai­ser, nid# von der Republik übertragen erhalten; er hielt dem Kaiser seinen Soldateneid und unternahm für die Republik keinen Versuch mehr, mit den Trup­pen auf Tod und Leben sich durchzuschlagen.

7xVb".. utTiA+ino'i «inh>r Eine Entsckddiauna war. Aber fieilich geschah es auch nicht ganz ohne M den VÄ^d-r Steu^iheit sollte1iu?erfol!!en, Schuld Bazaines daß man ihn gerade zum Sühne-

Da außerordentliche ^mem mch ^genstand einer $in{et fuf) @t ivar am 13. Februar 1811

Entschädigung waren so blieb die Beseitigung 6er - Bl ’lneg Affilier« geboren Nachdem er mit anftewtDfttnli&n: SWoflW‘ fSe in der Fremdenlegion in Algerien

Zutuns- nur für •und in der Krim gekämpft hatte, begleitete er 1862 die nach ihrer Zahl bei^Erwerb des Gutes eme Enffch^ Expedition nach Mexiko unter dem Wür­

digung m Hohe d>s 20fachen -Steuerbetruges ge « cxDret. a>» Divillonsaeneral, übernahm aber nach stet werden. Für Entschädigungskapital und 5 Proz. w S Abberufung selbs?als Marschall den Oberbe- Zinsen wurden Steuerkassenscheine ausg - gesamte in Mexiko konzentrierte Armee,

geben, die statt der ©teuer in di- StaaMassen emge- » £ A^bla, 80g zuerst in Mexiko als Sieger

zahlt werden konnten. Innerhalb 15 Zähren sollten * Situation, als 1864 das Kaiser-

Kapital und Zinsen getilgt fern. Der urkundliche Ie’" ll"örXniert und ^erBruder des Kaisers von Nachweis des onerosen Erwerbs machte naturgemäß P nfr't,.r,nn $roflrbnilinn »um Kaiser aus­

fast unüberfkeigliche Schwierigkeiten. Die Entschü- Oesterreich,^Erzherzog MW'mlian zum Kaisec^aus^ digungsansprüche blieben infolgedessen in matziger ^hl das macht übermütig, und einen

.., Mann in so machtvoller Stellung, wie Bazaine sie dort

Durch Staatsveckrag vom 15. Juli 1815 zwischen Mexiko inne hatte, kann's herrschsüchtig machen. Preußen und Kurheffen kam der größte Teil des Hoch- Damit et auch materiell unabhängig sei, heiratete er

stiftes Fulda an Kurhessen.') Auch die kurhesslfche e|ne SreoIin

Steuerverwaltung begnügte sich mit einer ganz außer-1 ^ann unterlag im Jahre 1866 Kaiser Max der lichen Gleichstellung des neuen Steuergebrets mit dem 1 ^unblikanischen Partei; auf der Ebene von Quere­althessischen. Man sellte die in den letzten Zähren unglückliche erschossen. Ob Napoleon 111.

regelmäßig erhobenen 35% Anlagen den 12 «un- Qn btefem Unglück mehr schuldig war, als sein Feld- p°ln dec altheffischen Grundsteuer (Kontrchution) , bleibt dahingestellt; dieser, Bazaine, soll bemüht gleich. Man glaubte sich dazu umsomehr berechtigt, fci Max vor der Katastrophe zur Abdankung

als tue fuldaische Grundsteuer in früheren Zeiten dazu । y - — -• - •• - ----------r-- k—

bestimmt gewesen war, die Kosten der Einquartierung und des Unterhaltes des Militärs zu decken, wie auch die altheffische Kontribution, ans einet reinen Kciegs- fteuer entstanden, dem Unterhalt des Militärs gedient hatte, nur daß in Wheffen die Einquartierungslast den Untertanen besonders als Reallast auferlegt war. Diese Verschiedenheit in der Belastung der beiden Landesteile räumte man einfach dadurch beiseite, daß

Bazaine gehört zu den tragischen Helden der Welt- -felnet Unschuld verlangte er selbst

° Daß er ein Held war, ein ganzer Mann, ein Heer- > fet"e Verhaftung und vor An Kri e g s gerecht führet von Bedeutung, der bedeutendsten einer, die stellt zu werden. Am l . z beg

1870 und 71 im Felde den Deutschen gegenüberstan- 3ame vom Kriegsgerichten .r 0 S den, ist zweifellos.^ Und doch war es nicht ganz ohne v°n Aum°le im schloß Tnanon J J feine eigene tragische Schuld, daß et im Elend endete. wSchentlichec Verhandlung um To da nach vorh« Von Anbeginn der Geschichte an bis in die neueste bem Sfe der öffentlichen Mftnung.

Zeit hinein, wollen Völker, die im Kriege anderen un- 1 standen unter dem Drucke der ofiennicyen wceinun». terlegen sind, einen Sündenbock haben, einen Mann, an dessen Namen die Unterlegenen die Schande ihrer Niederlage hängm können. Bazaine ward von den ! Ftmzosen nach dem deutsch-französischen Kriege dazu i ausecsehen, obwohl cr, wie gesagt, wohl der Beden-

Die große Mehrzahl der berufenen Sachverständi­gen die sich mit dieser Frage befaßt hat. stimmt dann : überein, daß das vielqeschmähte und gefürchtete Niko- i6!o»inünbritsraucker eine kaum