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JW 35.

Mo«tag den 15. Februar Ml.

38. Jahrgang.

* fuldaer

Zeitung

2. UTfifT.

Druck unb Verlag bet znlbaer Aetiendruckere in Snlbn

raten, ob die Einbringung des Bereinsgejetzes

del dec meisten „römischen Depeschen" ersehen.

Teil infolge seiner Behauptung, es regele ja nicht die

Materie des Vereinsgesetzes, sondern stelle nur eine

Aus dem Uachbargebiete.

der

IN

die Tat umzusetzen?

Kleines Feuilleton

brachte, erfahrt jetzt durch, die eme neue ,?lin Weinstock hemm lebende Puppen

MMLMK MM-MUZ

keine Frage.'

einer davon bei dem kleinen Dorfe Briot in der Nähe von Beauvais. Die Manöver wurden beendet, und

republik für eine Tat, die nicht allein vom christlichen, sondern auch vom rein menschlichen Standpunkte aus edel und ergreifend war. —

gungen bürgen sich immer mehr unter dem von Gott und feiner Kirche gänzlich abgefallenen Teil

Manche, wo er drei Lokomotiven pfändete, die dem­nächst zur Versteigerung gelangen sollen. Liedyader von altem Eisen werden öffentlich aufgcfordert, pcy

verseht die Kapläne Joseph Schmidt von Kied­rich nach Königstein, Martin Quirin von dort an die St. Bonifatiuskirche nach Wiesbaden, sowie Fried­rich Kneip dortselbst zum 1. Assistenten an der Kna- ben-Erziehungsmistalt zu Marienhausen ernannt. Zum 15. gebt, wurde Kaplan Anton Schumacher an der St. Bonifatiuskirche zu Wiesbaden zum Rek­tor am St. Vincenzsttft, Bildungs- und Pflegeanstalt, zu Aulhausen unter Verleihung des Titels „Direktor" ernannt. Zum 1. April wurde dem Herrn Pfarrer Johannes Diel zu Sonnenberg die Pfarrei Hat­tenheim übertragen. Die Resignation des Herm Pfarrers Dr. Joseph Faust auf die Pfarrei Ober­brechen wurde zum 1 .Juli angenommen. Reli- gions- und Oberlehrer Jakob Michels vom Gym­nasium in Oberlahnstein, Priester der Diözese Lim­burg, ist bis aus weiteres in Urlaub gegangen.

* Würzburg, 9. gebt. 1911. Im hiesigen Franzis, kanerkloster wird gegenwärtig ein sogenanntes kleines Kapitel abgehallen. U. a. wurden zu Hansoberen gewählt: P. Franziskus Vogel, Guardian im Kloster Schönau zum Guardian des Klosters Würzburg, P. Dominilus Sinjrociter, bisher Guardian im Kloster Würzburg, zum Guardian des Klosters Schönau.

großer Bedeutung für die weitere Gestaltung der spa­nische» Politik ist. Der Ministerrat soll darüber be-

lich ein Bewohner der Gemeinde Cherval (Dor- dogne) die Leiche feiner Mutter, die übrigens die Sterbesakramente empfangen hatte, in die Kirche bringen und daselbst einen Gottesdienst abhalten lasten; zwei Frauen aus feiner Ver­wandtschaft beteten den Rosenkranz, ein ausge­sprochener „Antiklerikaler" das Do prolundis. Natürlich hat der Pfarrer Klage erhoben; das Urteil des Gerichts steht noch aus.

* Bor der Entscheidung in Spanien. In der lau­fenden Woche findet ein Mmistecrat statt, der von

rote oer „Matur" erzayn, ryr ergotzucyes Gegen,rucr, gesunden. Bet den letzten großen Manövem in der ■ Vikardie wurden drei große Luftschiffsparls errichtet,

„Zivillaufen', Zioiltrauungen und Zivilbeerdi-

der Bevölkerung ein. Daneben gibt es hie und

da eine Art „Laiengottesdienst". So hat kürz-

bedeutet, kann man an dm Preism ermessen, die in ber gleichen Versteigerung für Gartenländer« bewil­ligt wurden: Ein Obstgarten in der Nähe der Stadt Braubach brachte eS auf 508 Mark pro Art

• Erfurt, 10. gebt. 1911. Die Stadt bewilligte 6000 Mark für Veranstaltung von Neberland- slügen der Aviatiker Thelen, Jeanmn und Poulain.

Ausland.

\ Der „antiklerikale" Fanatismus zeitigt gegeurvärtig in Frankreich wieder die schönsten Blüten. In Coursan (Aude) hatte der Bürger- tteifier, ein Psaffensreffer erster Gute, den Pfarrer Bibai mit einer Polizei strafe bedacht, weil dieser et einem Leichenzug auf der Straße die kirch- gchen Gesänge ausgesuhrt hatte. Der Bürger- «elfter halte nämlich, so lautete die Begründung >es Strafbefehls, öffentliche Reden und Gesänge

* Rndrsheim, 10. Febr. 1911. „Winzernot und ; in diesem Zeichen steht fortgesetzt das

bei Strafe untersagt. Der Pfarrer wandte sich an die Justiz und wurde freigesprochen. Das ging dem Staatsanwalt gegen den Strich, und so gelangte die Sache schließlich an den Kaffations. Hof (!!), der allerdings ebenfalls auf Frei- sprechung erkannte. — Ein weiteres Beispiel kulturkämpferischer Freiheit, Gleichheit und Brüder­lichkeit wird aus Algerien gemeldet. Dort wurde kürzlich ein Soldat vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Er verlangte vor seiner Hin­richtung als letzte Gnade, die hl. Messe anhören zu dürfen. Da der Geistliche keinen Meßdiener fand, erbot sich der die Abteilung befehligende Offizier, das Amt eines solchen zu übernehmen. In den „Missions africaines“ veröffentlichte Abbs Delmont einen schönen Artikel über das erbauliche Ende eines Soldaten und das christ- liche Beispiel des Offiziers. Aber diesem wurde von seinem General sofort eine Strafe auferlegt, und einige Tage später verfügte der Kriegs­minister General Brun seine Dienstentlas­sung. Das war der Lohn der Freimaurer-

zeitweilige Maßnahme dar, die er gegebenenfalls so­gar ohne Befragen des Parlaments hätte treffen kön­nen. Canalejas kann natürlich das Sperrgesetz nicht mehr rückgängig machen und wird es nicht tun. Tie Folge ist, daß über das Vereinsgesetz mit dem Heil. Stuhl vorläufig nicht verhandelt werden kann. Cana­lejas wird von der Krone die Ermächtigung fordern, ohne Rom den Eittwurf auszuacbeiten und der Kam­mer vorzulegen. Mit dem Sperrgesetz wurde die jetzige Lage systematisch vorbereitet. Es wurde eine Lage erzeugt, die eine Gesetzgebimg über kirchliche Materien ohne Einvernehmen mit Rom ermöglichen soll, es wurde der König vor eine Zwangslage ge­stellt, da er A bereits gesagt hat und nun ohne be­sondere Gründe das B nicht verweigern kann. Em Teil der liberalen Presse scheint aber geneigt zu sein, dem Monarchen aus dec Verlegenheit zu helfen. Wenn die liberale Partei sich nicht einig zeigt, hat der König das Recht, alle liberalen Parteisührer zu sich zu berufen und auch das Urteil der konservativen Staatsmänner zu hören. Die Frage, die den Kron­rat beschäftigen würde, wäre dann die: Wenn der Heilige Stuhl eine Wechandlung über das Vereins­gesetz solange ablehnt, als das Sperrgesetz besteht, ist es dann einer Regiertmg möglich,, auch unter Hin­wegsetzung über das Konkordat das Vereinsgesetz

♦ Darmstadt, 10. Febr. 1911. Vor Strafkammer stand heute der Redakteur Kaul vom sozialdemokratischen,Offenbacher Abendblatte' unter der Beschuldigung, am 11. November in Offenbach gegen das Vereinsgesetz verstoßen und groben Unfug verübt zu haben. An dem Tage faio wegen' der Böhm'schen Kcankenkane eine große Versammlung in Offenbach statt, und im Anschlüsse hieran zogen die Arbeiter in einem ge- schlostenen Zuge nach der Böhm'schen Fabrik. Kaul sollte der Leiter des Zuges gewesen fern. Das Schöffengericht in Offenbach hatte Kaul nur wegen groben Unfugs zu 40 -* Geldstrafe ver­urteilt, ihn von dem Vergehen gegen das Der- einsgeietz sreigesprochen. Gegen das Urteil Halle die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Das Gericht erkannte in der Berufungs-Instanz wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz auf 3 Wochen Hast und wegen des groben NnfttgS auf 30 <*. Geldstrafe.

• Wiesbaden, 10. Febr. 1911. Vor kurzem gwg eine SJtelöima durch die Presse, daß aus dem Hose des hiesigen Realgymnasiums eine Kiste mit Dynamit durch Pioniere hinaustransportiert worven sei, die nachweislich in einet Ecke des Hofes jahrelang gestanden habe. Dazu gibt die Behörde jetzt jolgende Rtchtigstellung: Das besonders rerch an-gestatlete Laboratorium der Schule he.t vor langen Fahren auch eine Probe Dynamit zu Unter« richtszwccken et worben. Dieses Dyuamft, etwa 30 Gramm, wurde bisher in einer Flasche im Vorrats­teller für Chemikalien anfdewahrt, der stets unter Verschluß ist. Vor einigen Tagen nun richtete der Direltor der Anstalt, um jeder Gefahr vorzubeugeu, an das 2. nassauische Pionierbataillon in Mainz- Kastel die Bitte, den Sprengstoff durch sachverständige Mannschaften abholen zu lassen. Das ist geschehen.

Deutsches Reich.

(♦) Das soll zum Frieden dienen? Die Wart­burg, eine Zeitschrift des Evangelischen Bundes, bringt in jeder ihrer Hummern einen Wochenspruch, ber den Lesern einen guten und nützlichen Gedanken für die nächsten sieben Tage auf den Weg mitgeben soll. In ihrer letzten Nummer nun veröffentlicht sie folgenden überaus feindseligen „Wochenspruch", -er von König Max Joseph von Bayern herrühren soll (nähere Angaben, wo er zn finden ist, fehlen); Vt lautet:

.Meinen kleinen Finger wollte ich geben, wäre mein Haus nicht katholisch geworden. Das Papsttum ist in jeder Beziehung vom Bösen. Die römische Geistlichkeit hindert Fürst und Volk, das St werden, was sie fein sollten. Betrachtet euch die Rheinlande, die Pfalz, Württemberg - wie w-it ist Bauern zurückgeblieben! Warums Was sst der -rund? Bayern ist katholisch, Bayern hat unter der Zuchtrute der Jesuiten gestanden. Wie rch yiefe Kerle Haffe, kann ich gar nicht sagen."

Dieser kurze Wochenspruch ist bezeichnend für xe wahre, haßerfüllte Tendenz dieser Zett« ,Krist. Wir fragen jeden objektiv Denkenden: Welchen Lärm würde wohl die gesamte liberale dnb auch konservative Presse schlagen, wenn eine große katholische Wochenschrift einen Spruch, der zleichermaßen ben Protestantismus unb seine kirch­lichen Diener beschimpfte, an bte Spitze einer Nummer stellte? Es würbe ein einstimmiger Zornesschrei die Antwort sein! Aber die,Wartburg', das Organ des Evangelischen Bundes, druckt eine derartige Verlästerung des Katholizismus ab, und her Bund behauptet weiter, er wolle durchaus nicht tzen Frieden stören! Uebrigens leicht möglich, daß iönig Max Joseph so gesprochen hat. Der König tvar persönlich ein harmloser Mensch, ber in seiner französischen Garnison in Straßburg, wo er als französischer Oberst vor ber Revolution lange stand, sich ganz gewiß kein Kopfzerbrechen über religiöse Fragen bereitet hat. Als et zur Regierung kam, fing das „Säkularisieren" an, ber Freimaurer Montgelas ließ feinen Katholikenhaß die Zügel schießen. Traurige Tage waten es, da die Benedik- tinerstiste, die durch 800 Jahre der Ruhm Bayerns gewesen waren, geplündert, ihre Bewohner ausge- trieben wurden, wo die kostbaren Codices der Bib­liotheken um wenige Pfennige nach dem Pfund- Gewichte verkauft wurden und die herrlichen Gemälde er früheren beutjchen Meister ihre Unterkunft bei schmierigen Trödlern fanden. Niemand war cnt- üfteter über des Königs Handeln, als ber deutsch- gesinnte Kronprinz Ludwig, der später alles tat, den schweren Schaden etwas zu lindern, den Bayern erlitten hat, und der Montgelas wie die Sünde haßte! Hat König Max Joseph das Wort wirklich gesprochen, so zeigt dieses Wort selbst, daß er sehr unbedacht geredet hat. Denn die Rheinlande sind zum mindesten Ebenso katholisch, als Bayern, und die Jesuiten waren in ihnen zu Hause gewesen wie in Bayern. Unb baß die Pfalz und Württemberg etwa rein protestantische Länder gewesen wären, hat außer König Max Joseph ganz entschieden niemand ange- lammen.

* Eine interessante Feststellung machte in einer liberalen Wählerversammlung in Buchen» berg (Allgäu) der liberale Redner Dr. Fischer- Landsberg. Er meinte: „Daß die Nachlaß­steuer die Reichen weniger betroffen hätte, ist wnhrfcheiulich." Na also! Da§ üi r- ja, was vom Zentrum immer und immer betont und von den Liberalen bestritten wird. Dr. Fischer hat nun diese Binsenwahrheit offen ausgesprochen.

überall verschwanden alsbald auch die großen Ballon- schuppen; nur Briot behielt den feinen. Niemand dachte mehr an ihn. Vier Monate sind verstrichen. Winde und Stürme haben ihr Zerstörungsweck vollen­det, die Zeltwände sind längst zerrissen und siattem als zeZchyssene Wimpel in den Lüften. Das ist der Rest des Schuppens. Aber er muß sehr kostbar sein, kenn seit September vorigen Jahres bewachen 20 Jnfanteriste« vom 51. Regiment treulich diese Ruinen mll einem Elser, der einer besseren Sache wohl würdig wp.re. Es scheint, daß man auch diese wackeren, pflichtgetreuen Krieger vergaß, und deS Biwakierens müde, haben sie schließlich im Dorfe Unterschlupf ge- ,ucht. Aber Tag und Nacht patrouillieren bie Treuen s'M die Trümmer des Schuppens und harren noch heute ves Befehls, der sie zur Garnison zurückrust.

— Gepfändete Lokomotiven. Am 11. Januar silhr Fräulein Marie Fontaine von Caen nach Saint -o in ber Normandie. An ihrem Bestimmungsocke mgelangt, vermißte sie ihren Koffer, der trotz vielen Puchens auch nicht gefunden werden konnte. Die Ijnge Dame strengte nun einen Prozeß gegen die col)nleitung an, den sie schon am 28. Januar getoann. Pu rch das Urteil wurde ihr ein Schadeuers a tz - Anspruch von 325 Frank für den verlorener «os- jei zugesprochen, und am Donnerstag begab sich m- olgebenen ein Gerichtsvollzieher nach dem Lokomotw- jchupp« deS Bahnhofs von Lifon im Departement •

— „Römische Depeschen". Der größte Teil ber nichtkatholischen Presse bringt jeden Tag neue Mel­dungen über Rom, Nachrichten, die im Endeffekt nur dazu bestimmt sind, die Maßnahmen des Papstes und seine Erlasse als voller Widersprüche, als „dumm", als unhaltbar zu bezeichnen. Dabei reichen die Ohren dieser liberalen Korrespondenten nicht nur in alle Privatwohmmgen aller Kardinale, sondern auch in die innerften Gemächer des Vatikans. Wenn man diese römischen Depeschen liest und sie als richtig an­nimmt, so müßte man eigentlich zu dem Schluffe kom­men, daß der Papst selber, mindestens aber der Kar- dinaljtaatssekretär, jeden Tag ein Dutzend liberaler deutscher Pressekorrespondenten empfangen würde mit der Anrede: „Mein lieber Maier, Sie sind schon lange nicht mehr dagewesen; was wünschen Sie zu wissen? Wie soll ich die Kirche regieren?" Aber die Legenden­bildung über Rom setzt nicht nur in der deutschen Presse ein, ebenso geht es in dec französischen, öster­reichischen, englischen und spanischen liberalen Presse zu. Wollte man einmal an einem Tage über die Vorgänge im Vatikan melden, und zwar aus „bester ______ „„ ......Quelle", vorn hl. Vater selbst, so mußte dieser einen ohne vorherige Verständigung mit dem Heiligen Tag von nicht 24 Stunden, sondern von mindestens Stuhl erfolgen soll. Das Sperrgesetz ift nun an- \ 240 Stunden haben, und dann hätte er noch leine genommen, zum Teil dank der übertriebenen Brio- j Zeit für Messe, Brevier, Betrachtung usw. Schon nunq der Staatssouveränität durch Canalejas, zum ■ aus dieser Erwägung können unsere Leser den L>chwin-

Aus Kirche und Schule.

* Limburg, 10. Febr. 1911. Zum 1. Februar wurde dem Herrn Assistenten Engelmann ani ber , Knaben-Ecziehungsanstalt zu Marienhausen die Pfar­rei Berod übertragen. Mit gleichem Termin wurden

— Ei» wichtiger Poften. Die Geschichte von dem pünktlich einzustellen. Charakteristisch ist erstens et Wachtposten, der eines Tages vor einer frisch ange- j der Sache, daß sich der Staat bei dem 8 9 9 9-

strichenen Wand aufgestellt wurde, um das Publikum richteten Prozesse gar nicht vertreten uP r' ..‘9

vor Farbflecken zu schützen und der bann noch nach j in contumaciam verurteilt »uröe uno » « . Zeichen steht foNge,etzl nos

einer ganzen. Reihe von Jahren getreulich die längst rächt wenig-ralÄ dreileoe^ostc ^omotmui ^ ^'b^e ^ebiet. Eben soll bte Mn- tcocken gewordene Wand behütete, hat in Wirtlichkeit,! gerade ausreichend,erachtet 'n“-1™ Cfn \ °e»dBung der Rebsckäolinge in Angriff wie der „Matin" erzählt, ihr ergötzliches Gegenstück ; von 32o Frank sseba Kosten zu d I. b ^„cmtmen werden, im Sinne der seit Monaten eror-

flHttnben. Bei den lebten oroften Manövem in der' - R-dimn tm Morgentau. Der Heuwen -------' u- n* hu nwmiittm,

früh morgens »ernt 'te vom -au; gtbe vergraben sitzen. Und e8 wird offen ausgespro- uutersuchte, und dabei zeigte >ich, daß öi - V “ . . Polizeiverordnungen über den obtigawri-

fen auf der der Sonne zugckehrien Seite eute starke, dro °ast Pouze^ « ^9äblinge 65fe8 Blut Her- Radioaktivität erhalten hatten Bringt man> diePlat- ; '^F^^den An der Regierungsstelle, wo als ten aus dem Sonnenlicht, so steigt die RadwMwUat; vorruf . Staatshllfe an bie Gemeinden,

und verschwindet dann etwa nach Ablauf eurer Lime^, <ßefämppmg des Heu- und SauerwumteS

Der Gelehcke setzt srine^Forschungen fort, er ga ge f^ rottb dürfte die neueste Winzerbewegung

die Erscheinung durch den magnetischen Emfluß d g l niMjtcn Gefühlen vernommen werden. — oberen Erdschichten auf die ^^utropfm ecklari i zu " 9 wird das schr ungünstige Ergebnis einer

können. Die Kneippiunger die am Morgen barftitz r g v e r sie i g e r u n g in Braubach be-

spazieren gingen, verloren "l ° kemeswe^ ihre Z- t. > $od ^zielte ein 80 Ar großer Wingert, der aus ber Berüymng mit den taubesetzten Graser allerdings in sehr vernachlässigtem Zftlstanbe

Sträuchern nahmen sie Siadmmw.ckm.gen m hr n urzeri au g^ack pro Ar. Was bas

Körper auf, die auf den OrgamsmuS wohl günstig M, --m.

einaewickt Haden können.

UngtrooHie Bestätigung. In einem neuem- gerichteten Bereinsftazekasten fand sich folgende ’iütii eines Mitai-eves an den Vorstand vor. „Ihr seid alle Affen.» Die Vorstandssitzung beschäftigte sich bald mit ihrer Erledigung; einer der Anwesen­den meinte treuherzig: „Das ist doch überhaupt

Amt Geisa und Umgebung.

(!) Geisa, 12. Febr. 1911. Durch Verfügung des Bischöflichen Generalvikariates wurde Herr Kaplan Sehn zum Präses des hiesigen Arbeiterver­eins ernannt. — Am 4. ds. Mts. hielt der hiesize Arbeiterverein seine erste Genera lversamm- lung ab. Mit Genugtuung konnte der Präses in seinem Jahresbericht seftstellen, daß die christliche Arbeilerbewegung hier immer mehr Boden g.winnl. Denn während der Verein Ende vorigen Jahres 32 Mitglieder zählte, betrug am 1. Februar die Mitgliederzahl über 70. Mit der äußeren hielt auch die innere Entwickelung des Vereins gleichen Schritt. Nachdem der Präses die Ausgaben des Vereins sur das kommende Jahr bezeichner hatte, wurde die Einführung der „Leo'-Kasse beschlossen. U.a. wurde auch Herr Prälat Ha gern an» zum Ehrcnpräsi- beuten und Herr Rektor Zentgraf—der 1. Präses des Vereins — zum Ehrenmitglied ernannt.

♦ Wenigentaft, 10. Febr. 1911. Das Sachs. Staatsministerium hat zur landespolizeilichen Prü­fung des Projektes über den Bau einer Eisen­bahn von Wenigentaft nach Oechsru Termin für die hiesige Flur auf Freitag, den 17. d. Mts., nachmittags 1% Uhr, auf dem hiesigen Bahn­hof angesetzt. Nachmittags 4 Uhr findet ein gleicher Termin in Buttlar statt und am nächsten Tage solche in Bermbach und Oechsen. Mit dem Bau der Bahn, der seitens der Gewerkschaft „Heili- gmmühle" in Oechsen der Firma Hovestadt u. Con­tag in Berlin übertragen worden ist, wird dann vor­aussichtlich alsbald begonnen werden.

* Weilar, 10. Febr. 1911. Dir hiesige Ucber- landzentrale geht, laut „Eisenacher Ztg.', ihrer Vollendung entgegen. So trafen gestern auf der Bahn­station Stadllengsfeld verschiedene größere Maschinen ein, mit deren Montage gegenwärtig eine Anzahl Monteure, Elektrotechniker usw. eifrig beschäftigt sind, » GehauS, 10. Febr. 1911. Der 15jährige Land- Wirtssohn Karl Gonnermann fiel von einem Futterboden auf bte Tenne, sodaß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.

Hohenlohe

Hafermehl

i«t die einzig richtige Kindernahrung, wo Mutter­milch fehlt E« verhütet Erbrechen und Durchfall und hat sich bei englischer Kran! t vorzüglich bewährt

Aus Oberheffeu u. den Hess. Aemlern.

△’ Marburg, 12. Febr. 1911. Nachdem am Freitag abend im Kurhessischen Verein für Luftschiff«, fahrt der bekannte Lustschiffer Hauptmann v. Aber«, cron über feine Erlebnisse gelegmtlich des Gordon- Bennett-Wettfliegens in Amerika einen interessanten^ Vortrag gehalten, unternahmen gestern früh Herren Dr. Sluchtey und Apotheker CallieS von hier und Reoaktenr Weber ans Stoffel unter der Führung v. Abercrons mit dem Luftballon „Mar, bürg" einen Aufstieg. Die Landung erfolgte glat bei Sangershaufen. I

△ Lollar, 12. Febr. 1911. In Raunheim nahm sich eine fast 80 Jahre alte durch Ertrinken in der Lahn das Leben.

* Homberg, 11. Febr. 1911. Gestern abend hielt am Ausgang der Stadt nach Mardorf zu ber Schrei­nermeister Preis dem Zahnarzt Heimel einen Re­volver auf die Brust mit den Worten: „Drei Schritte vom Leibe, oder ich schieße Dich über ben Hausen l" Herr Heimel ging hierauf zurück und in die Gastwirtschaft zur Stadt Kassel, wo er bett Vor« fall erzählte. Mehrere Herren begleiteten bann Herm Heimel. Als sie einige Schritte gegangen warm, wiederholte sich derselbe Austritt ohne daß jedoch Un­heil angerichtet wurde. Der AttmMer war eckannt worden und wurde noch in der Rächt festgenommen. Er lag angezogen im Bett und hatte einen geladenen Revolver nebet sich liegen.

* Mendorf, 11. Febr. 1911. Am „Großhau»' zwischm Mendorf unb Osterfeld drohte vor 14 Ta­gen dem Bahnkörper ein gewaltiger Bergrutsch, wodurch eine Unterbrechung der Linie nahegerückt wurde. Die etwa 5000 bis 6000 Kubikmeter betra­genden Erdmassen hatten sich infolge de» TauwettetH von der Felswand gelöst unb bereit» so geschoben, baß eine Katasttovhe unvermeidlich schim. Durch das energische Eingreifen de» BetriebsamtS gelang e», einem Absturz vorzubeugen und den Druck zu min­dern. Von ber Unternehmerfirma Dcoste-Frankenbecp wurden unverzüglich weitere Mtaßnahmen für den Ab­bau getroffen, sodaß eine Entfernung der Massen in einigen Wochen zu erwarten ist. Vielen Einheimischen bot sich willkommene Arbeitsgelegenheft.

» Schweinsberg, 10. Febr. 1911 In ber »e» gangenen Nacht wurde hier bet Pfarrer Sippel eil großer Etnb ruch» biebstahl verübt. ES fot len (dem oder) den Dieben ein größerer Geldbetrag und noch Silbersachen in die Hände gefallen fein. Man ließ heute den Polizeihund cmS Wetter kommen,

Märkte.

» Marburg, 11. Febr. 1911. Butter per Pfd. 100—110 Plg., Hühnereier p. Et. 7—9 Pfg., Hanb- käse p. St. 12 Pfg. Käschen p. St. 6 Pfg. Koch­käse p. Pfd. 44 Pfg. Käsematte p. St. 5 Pfg. Endivien p. Pfv. 00 Pfg. Porree p. St. 5 Pfg. Sellerie p. St. 10—30 Pfg. Radieschen p. Pak. 00 Pfg. Wirsing p. Kopf 15—30 Pfg. Weißkraut p. Kopf 20—40 Pfg. Rotkraut p. Kopf 30—60 Pfg. Blumenkohl St. 50—70 Pfg. Zwirbeln p. Pjb. 10 Pfg. Knoblauch p. Pak. 5 Plg. Rettig p. St. 00—00 Pfg. Meerettig per Pak. 10—30 Pfg. Möhren p. Pak. 10—12 Pfg. Hähne p. St. 1.50 bis 2.00 Pik. Hühner St. 1.50-2.00 Mk. Tauben p. ©t 40-50 Pfg. Gänse p. Pfd. 00-00 Pfg. Enten p. St 0.00—0.00 Mk. Birnen p. Pfd. 00 di» 00 Pfg. Aepfel p. Pfd. 00-00 Pfg. Spinal p. Psb. 00—00 Pfg. Kartoffeln per Psv. 5 Pfg. Kartoffeln 100 Pjd. 8.60-4.00 Mk. Rüben, rote, p. Stck. 5 Pfg.