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Zeitung

* Juldaer

Das Atterweltsspiel.

wirsen hat.

a) Diözese

Q

rs

13.

') Ohne 260 Zivilgeiftliche.

11, Mainz

12. Straßburg

5.

6.

7.

8.

9.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

Bamberg Würzburg Eichstätt Speyer

Münster Paderborn Knefen-Posen Culni itiieMnti Ermland Hiwesheim

10, Osnabrück

11. Fulda

12. Limburg

1. Münch en- Freistng ca.

2. Augsburg

3. Passau

4. Regensburg

200 000 Katholiken, in !----.

Diözese Eichstätt mit 180 000 Katholiken. Diese ha­ben dagegen die meisten Geistlichen, Fulda 1: 711, Eichstätt sogar 1 : 434. Verhältnismäßig die wenig­sten Geistlichen haben bk Diözesen Breslau (1 ' 1945), Sachsen (1 : 1716), Gnesen-Posen (1 : 1715) tind Kulm (1 :1656).

Oberhaupt der Gesamtkirche, der 258. Nachfolger Petrt, ist Papst Pius X., vordem Joseph Sarto, geb. am 2. Juni 1835, zum Papst erwählt am 9. August 1903. DaS Kollegium der Kardinäle, der Beiräte und Gehilfen des Papstes in der Regierung und Ver­waltung der Kirche, das von Sixtus V. im Jahre 1586 auf 70 festgesetzt worden ist, darunter 6 Kardi- nalbtschöfe, 50 Kardinalpriester und 14 Kardinal­diakonen, besteht zurzeit aus 53 Mitgliedern, nämlich 5 Kardinalbischöfen, 43 Kardinalpriestern und 5 Kardinaldiakonen. Es sind somit 17 Stellen erledigt.

larpatriarchen.

B a h e r n hat 2 Erzbistümer mit je 3 Sufscagcm- bistümecu, näinlich das Erzbistum München-Freising mit den Susfraganaten Augsburg. Passau unb Re­gensburg und das Erzbistum Bamberg mit den Suffraganbistümeru Würzburg, Eichstätt und Speyer

Von den gegenwärtigen Kardinälen wurden ernannt von Papst PtuS IX. einer, der Kardinalbischof Alois Oreglia, Camerlengo der Kirche, von Leo XIII. 37 und Pius X. 15. Unter den Kardinälen sind 24

nicht mitgerechnet), an 1.. ....... ...

Dir kleinste Diözese ist in Preußen Fulda mit

In Preußen

1. Köln

2. Trier

— Die katholische Kirche in Dentsch- lanv.

Der 33. Band des Katholisch-Statistischen Jahr­buches für den katholischen Klerus für das Jahrbuch 1911 entnehmen wir folgende Angaben:

M 25.

Samstag den 28. Januar J9H.

58 Jaarcang.

und zwar nicht etwa Dienstmädchen, sondern Putz- und Waschfrauen. An 60 000 Dienstmädchen haben wir trotz des Wachsens des begüterten Mittelstandes heute weniger als 1880. Dieser Rückgang ist ein Zeichen der Zeit. Die gebildete Frauenwelt, die sich dem Studium der Künste und Wissenschaften widmet, ist im Vergleich zu den genannten Erwecbsklaffen ge­ring. Etwa 214 Prozent der erwerbsmäßiaen Frauen gehen diesen Weg, nickst mehr nur der Wissenschaft, der Bildung, der Vertiefung des Geisteslebens wegen. Heute geht auch in der Frauenwelt die .Kunst und das Wiffeu nach Brot

Tie Frauenfrage ist heute in erster Linie eine ma­terielle. Ist diese gehoben, so bürgt der der Frauen­welt innewohnende sittliche Kem auch für die mora­lische Seite — mögen auch die traurigen Fälle extra­vaganter und „unverstandener"' Weiber noch so sehr zu einer Verallgemeinerung reizen, die ungerecht wäre.

3. Blatt.

vntck und Betlag bet fiuiöaer Actiendriickere • in «Blba,

. Metz

14. Sachs.».Lausitz

Freiburg

10. Rott.nburg

y Zur Frauensrage.

Sur Frauenfrage gehört auch der Prozeß, der sich In dwsen Tagen vor dem Schwurgericht in Nürnberg abgespielt hat: Der Prozeß H e r b e r i ch. Eine - tnie sie angibt — von ihrem Manne „unverstandene Kran schießt diesen im Augenblick eines Streites nieder. Der Fall ist sehr lehrreich. Diese H-rau, die ihrm Gatten getötet hat, war eine Führer«, der sog. Frauenbewegung. Diese Frau, die im Gerichtssaale in hysterische Krämpfe fiel und die Zeugen nut „L>au- bengel" titulierte, war noch vor wenigen Monaten eine .Keerruferin im Streite um die Frauenrechte, eine Bannerträgerin der Emanzipierten! Jene Frauenrechtlerinnen mögen es sich selber zuschreiben, wenn ihre Bewegung diskreditiert wird. Aus ihren eigenen Reihen geben sie ihren Gegnern das beste Material.

Da ist in den Blättern viel die Rede von einer Dänin Karin Michaelis, welche Bücher über die Frau geschrieben hat. „Das gefährliche Alter" 6e= titelt sich das neueste, in welchem „Frauenschicksale mit mehr Kühnheit als diskreter Zurückhaltung erzählt und unbilligerweise als typische Erscheinungen hm- gestellt werden, als ob in diesen erfundenen Selbst- bekenntnissen und Selbstanklagen die Summe aller Weisheit und Schönheit enthalten iväre! Frau Ka­rin Michaelis rühmt in Vorträgen als ihre eigene Geschäftsreisende ihre Ware auch in geschäftstüchtiger und dem Gegenstände angemeffener Weise an. Sie gibt Musterproben aus ihren Werken, besonders aus dem Bucke „Das gefährliche Mett', das nach der übergeschäftstüchtigen Reklame ihres Verlegers fünf­zig Auflagen in vier Wochen erreicht haben soll, also beinahe zwei Auflagen in einem Tage. Höher geht die Marktschreierei schon nicht mehr! Frau Michaelis erzählt Dinge, die die Frauen nur herabwürdigen können und Dinge, die zum Glück und zur Ehre des weiblichen Geschlechts nur vereinzelte Erscheinungen sind. Doch das System der Frau Michaelis verlangt die Generalisierung, und so müssen es sich die Frauen gefallen lassen, daß sie mit einigen Ausnahmen, welche besonders „interessante Fälle" darstellen, an den ge­meinsamen Pranger gestellt werden. Was man dem Publikum bisher schon geboten hat, läßt sich kaum mehr überbieten. Es ist hoch an der Zeit, daß sich die Frauen, echte, edle Frauen, mit allen Mitteln da­gegen wehren, daß sie von literarischen Spekulanten in den Staub gezogen werden.

Rein, so ist die deutsche Frau'nicht, wie die Nürn­berger Herberich sie persönlich und die dänische Mi­chaelis sie literarisch darstellen. Noch immer ist sie die Priesterin des häuslichen Herdes, die brave Gat­tin und treue Mutter der Kinder. Und auch das

Lehranstalten.

lieber die Zahl der Welt- und Orden»- geistlichen in den einzelnen Diözesen, die Zahl der Gläubigen und das zahlenmäßige Verhältnis der- " gibt folgende Zusammenstellung

Die größte Diözese Deutichlands ist Breslau mit fast 3 Millionen Katholiken (den österreichischen Anteil

beln — Für Leute, die zu viel Zeit haben, das beste Mittel, sie totzuschlagen, für die meisten anderen aber eine jede Langweile vertreibende, den Geist anregende Unterhaltung - läßt fick das .Kartenspiel heutzutage kaum mehr aus dem Gesellschaftsleben wegdenken. Und doch können wir sein Bestehen nicht werter als bis höchstens ins 14. Jahrhundert Nachweisen.

Die Entstehung und Herkunft der Spielkarten ge- hött zu jenen dunklen Blättern im Buche der Kultilc^ geschichte, auf die wohl nieseln restlos-klärendes -W fallen wird. Wenn man sich sonst nicht helfen kann, zu den Chinesen greift man bann. Man hat das auch hier getan und den Ursprung Der Karten nach Ost- asien verlegt. Von Indien sollen sie dann zu den Ambern gekommen und von diesen im ubenblaiiöc eingeführt fein. Lassen wir die Gelehrten weiter dar­über stteiten und halten wir uns an das wenigstens

fröne Darstellungen traten.

Könnte man narb Bruder Johannes Darlegungen zu der Meinung kommen, unser Allerwelts spiel fei deutschen Ursprungs gewesen, so darf man bie|e An nähme jedenfalls nur in beschrankter Weise gelten las­sen Wahrscheinlich ist e8 auch hier wie bei den mei­sten Erfindungen gegangen, daß nämlich die gleichzeitig und unabhängig voneinander bet verswie- benen Völkern auftauchte, wofür Italien und Frank­reich sichere Anhaltspunkte bieten. Lange Zeit glaubte man in der im Pariser Kupferstichkabinett erhaltenen berühmten „Piauekarte Karls VI.“ das erste Karten­spiel erblicken zu sollen. Dagegen spricht aber die Tatsache, daß die 17 miniaturartigen Bilder ursprüng­lich znsammenaeheftet waren und einen viel zu dün­nen Karton hatten, um zum Spiele verwendet zu wer­den, sodaß es sich hier wahrscheinlich nur nm eine Reihe zu erbaulichem Zeitvertreib dienender Darstel­lungen aus dem Gebiet der Planeten, Musen, Künste und Wissenschaften handelte. Die wirkliche Einführung der Piquetkatten in Frankreich zum Zwecke des Spiels scheint dagegen unter Karl \ IT. im 15. Jahrhundert erfolgt zu sein, indem man unter Zugrundelegung des Schachspiels auf sie die Idee kämpfender Parteien übertrug. . , , ,,

Netter noch durfte das nachgewresenermaßen schon einige Zeit früher in Bologna gespielte, aus Ober- italian stammende Tarok fein, das aus 78 Karten be­stand die sich durck die bildliche Darstellung von Fi­guren und manckerlei Gegenständen, durch Farben und Nummern unterfchieden. In Deutschland muß die Entstehung des ältesten nachweisbaren Kartenspiels, das fünf Farben zeigt und in seinen Bildern Men­schen Raubtiere, Vögel und Biunien darftellt, in bet ersten Hülste bes 15. Jahrhunderts angenommen werden. ,

Noch hundert Jahre spater sprach man ausich'ich- lich von Karienmachern unb Kartenmalern, bie ihre Erzeugnisse, wo es sich um reiche und hochstehende Personen handelte, mit sorgfältiger Handmalerei, sonst aber mittels sogenannter Patronen auf dem Wege der Schablonisieuwg herstellten, indem fie das ganze Spiel auf einen großen Bogen übertrugen und später in die einzelnen Kartenbilder zerschnitten. Fällt die Arbeit dieser Kartewnaler sonach ins Gebiet der Kunstge­schichte, so hat an der weiteren mechanischen Ausge­staltung ihrer Tätigkeit doch auch die Kulturgeschichte ein hohes Interesse, denn es ist nicht zu viel gesagt, wenn behauptet wirb, die Fabrikation der «Spielkarten habe die Wege zur Erfindung des Buchdrucks gewie­sen. Reben der Patronenmalerei verwendete man nämlich auch einen, jedesmal neu zu färbenden Holz­block, der hernack wieder abgelöscht werden mußte, doch war dieses älteste Druckverfahren mit dem Rei­ber sehr umständlich unb das Trachten nach Verein- sachung legte den Gedanken einer Druckpresse m be­greiflicher Weise nahe. Da man die Spielkarten nicht aufhob und sie sich sehr leicht abnutzten, so konnte

besetzt. , ,

Universitäten mit katholischer Fakultät sind in München, Würzburg, Freiburg i. Br., Straßburg und Tübingen für Rottenburg. Königliche Lyzeen sind in Freising, Dilling en für Augsburg, Passau, Regensburg, Bamberg und Eichstätt.

Preußen zählt 12 Bistümer, nämlich das Erz­bistum Köln mit den Suffraganbistümern Trier, Münster und Paderborn, das Erzbistum Gnesen uno Posen mit dem Suffraganbistum Kulm (Sitz in Pelplin), das exempte Fürstbistuni Breslau nebst Delegaturbezirk Brandenburg und Pommern, die exempten Bistümer Ermland (Sitz Frauenburg), Hildesheim unb Osnabrück, dem untergeorbnet sind bie apostolische Präfektur Schleswig-Holstein und das apostolische Vikariat der Rorbdeutschen Missionen (um- sallenb Hamburg Bremen, Lübeck, Eutin, Mecklen­burg und Schaumburg-Lippe), bann die Bistümer Fulda und Limburg, bie zur oberrheinischen Kirchen­provinz gehören. Dazu kommt das katholische Mili­tär, bas bent Feldpropste untersteht. Mit Ausnahme der vier letzten Bistümer haben alle einen Weihbischos, Breslau und Gnesen-Posen je zwei. Unbesetzt ist zurzeit bas Erzbistum Gnesen-Posen. Wir haben deimiach gegentoärttg in Preußen, wenn man den Armeebischof hinzurechnet, 21 Bischöfe .

Universitäten mit theologischer Fakultät sind m Preußen in den Diözesen Köln (Bono), Breslau unb Münster. Die anderen Bistümer besttzen Pne- sterfeminare und einige philofophiscy-thcologische

scheu Kulturnationen im Mittelalter beschränkt. Die Kirche bie immer gegen bie Spiekwut zu kämpfen hatte, faßte in ihrem Latein unter dem Begriff des Würfels „alea" allerlei Glücksspiele zusammen, viel­leicht also auck die Karten früher, als sie ausdrück­lich genannt wurden. Die Literatur der zweiten Hälfte des 14 Jahrhunderts dagegen stellt ihr Vorhanden­sein in Deutschland bereits zweifellos fest Zu die­ser Zeit aber sah bie Geistlichkeit noch nichts Bedenk­liches indem Spiele, das offenbar auch keinen Glua- spiel-Charakter trug, und hielt es sogar geeignet, zu bessern unb zu veredeln, indem es unbeschäftigte Leute von schlimmerem Zeitvertreib abhielt. So schrieb ein aelebrter Freiburger Dominikaner-Mönch, der Bruder Johannes, im Jahre 1377 eine ausführliche Abhand­lung über die nach feiner Kenntnis kurz zuvor am Rhein zuerst in Gebrauch gekommenen Karten, worin er ihren Bildern biblische Deutung gab und au» den 52 ober GO Blättern, mit denen man damals spielte, die 15 zum Tempel Salomonis führenden -ertufen zu- fanmienfteüte Auch der berühmte Geiler von Kai­sersberg und andere Prediger sanden Gefallen an ähn­lichen moralifchen Betrachtungen über bas Karten­spiel bie sich dis in bie Reformationszeit hinein ver­folgen lassen. Von ba ab machten sich in den an die Karten geknüpften Belehrungen mehr weltliche Zwecke geltend. Man benutzte sie zur Auseinandersetzung der Reoeln der VerSku.ist, erläuterte Logik, Grammatik, so­gar das römische Recht daran, und zur Zett Mnza- rins mußte der Dauphin Frankreichs mit ihrer Hufe Geschichte unb Geographie erlernen. Später bienten bie Karten auch durch Ausstattung mit fatirifchen -Ön­dern, ahn! ick wie bie Minzen bazu, zweifelhafte Per- sönlichkeiten unb Zustande in der Oefsentlichkeit lä­cherlich zu machen, was weiterhin zu einem Ilnfug ausartete, indem an Stelle treffender Witze häufig ob-

t Bon denEr-iiPfeln oder Kartoffeln.

„Bor hundert Jahren glaubte man: S:e seien mir den Schweinen, Jetzt speist sie auch der Edelmann, Die großen wie die kleinen ....

heißt es in einem alten Liede mit Recht, denn man findet in bet Jetztzeit die Kartoffel auf dem Tische unb in ber verschiedensten Gestalt. Man kennt sie einfach gekocht, gebraten unb gebacken, kennt sie in de: Verwendung zu Suppen, zu Brei, Torten und Klößen zu einer Art Brot unb sogar zu Käse.

Jetzt ist bie Kartoffel bas bekannteste Volksnah- runosmittel geworden und es ist eigentlich wunder­bar" daß es bei den mannigfachen Vorzügen dieser |o wichtigen Kulturpflanze so lange Zeit bedurfte, ehe sie sich in den verschiedenen Ländern elnburgerte. Vielleicht lag die Schuld ihrer langsamen Verbret- tmrg in dem Umstand, daß bie Wanze ein giftiges Alkaloid enthält und man erst im Laufe ber Zeit ent­deckte, daß sich dies hauptsächlich auf bie Beeren be­schränkt und das in den Knollen befindliche Quantum viel zu gering ist, um schädlich wirken zu rönnen.

Die Frucht stammt aus Virginien. Man ver­mutet, daß Sftcwenhändler sie ums Jahr 1560 von Peru nach Irland brachten, unb bald darauf ber Ver­such gemacht wurde, sie in Italien anzupslanzen, dort jedoch ohne nennenswerten Erfolg.

Ebenso fruchtlos war bie Bemühung Sir Walter Rallighs, ber es 1589 versuchte, ber Kartoffel Be­achtung in England zu verschaffen. Erst sehr viel später befürwortete bie englische Regierung den An­bau biefer nutzbringenden Frucht, um bcren Verbrei­tung sich bann Franz Drake hervorragende Verdienste * Allmählich gelangte bie Pflanze auch »ach Frank­reich und Deutschland. Galt sie auchi 1616 nod) als „Seltenheit'' an der französischen Hoftafel,- so wurde sie doch von Jahr zu Jahr in Paris bekannter unb geschätzter. , t .

In Deutschland erwies sich ber breifctgiaguge Krieg unb die sich an ihn knüpfende Hungersnot bem Kartoffelbau günstig, und als Friedrich ber Große später sogar Gewaltmaßregeln traf, sie in Schlesien und Pommern einziibürgern, würbe sie in kurzer Zeit bei uns heimisch, um, neben bem Brot, bas Haupt­nahrungsmittel der minder begüterten Klaffen zu werben. , m „

Die Kartoffel ist übrigens nicht nur als Rahrungs- mittel für Menschen unb Tiere zu schätzen. Die ist von besonders hohem Werte für die Lanbwirtschast, da sie vielseitige technische Verwendung zuläßt. <ste ist unerläßlich für bie Spiritusfabrikation unb man gebraucht sie zur Bereitung von Stärkemehl, von Kar- toffelgries und einer Sorte Graupe. — In Scktweden benutzt man bie Blätter zu Tabak, auch dient das Kraut in einzelnen Gegenden als Färbemittel. Rohe geriebene Kartoffeln bewährten sich als Heilmittel be Brandwunden, wie bei Skorbut.

— Ausdauer. Bauer (zum andern, dem der Wind den Hut auf eine Pappel geweht bat): „Was schaust denn ba allweil, Kreuzbichler?' — „I' wart', bis a Luftschiffer kimmt, der mir mein' Hut 'runterlut.'

— Eine gute Seele „Sie wollen Ihren Mopperl dieses Jahr mit nach Norderney nehmen, gnädige Frau?' — Ader natürlich — der Aerrnste ist ja noch viel nervöser als sch!"

Dazu kommen a) ber preuß. An­teil von Olmütz b) von Prag c) b. kath. Militär Im ganzen in

Preußen 10384 779 11163 14,163,Oy 2 1270

Im bentsch. Reich 21803 1619 23422 22,774,-.99 970

Aus dieser Zusammenstellung ergibt sich, daß männliche Orden gar nicht vertreten sind in den öst­lichen Diözesen Ermland, Kulm unb Gnesen-Posen, im Süden in Rottenburg (Württemberg). Verhält­nismäßig -die meisten Ordensgeistlichen haben in Preußen die Diözesen Fulda und Limburg. In den Bundesstaaten ist die Zahl der Geistlichen bebeutenb größer als in Preußen, denn während dort auf 702

Zur oberrheinischen Kirchenprovinz ge­

hören bas Erzbistum Freiburg im Breisgau mit den uuvv

Suffraganbistümern Fulda, .Simburg, Mainz und einigttmafien Feststebende, das sich auf bie europai- Rottenburg. Im Reichslande Elsaß-Lothringen sind - ■ ' .....

bie exempten Bistümer Straßburg und Metz; im Königreich Sachsen bas avostolische Vikariat Sachsen unb bie apostolische Präfektur Lausitz mit einem apo­stolischen Vikar, ber Titularbischof ist. Wethbischöse gibt es einen in Freiburg unb 2 in Straßburg unb einen in Regensburg. Alle Bistümer finb zurzeit

rung des Holzdrucks vollauf genügt werden, unb vom (Den operreuyiicyen «meu. 16 Jahrhundert an datiert denn auch ihre massen- bie Köln nahe herankommt, hafte Verbreitung über die Lmder Europas. Nicht st in Preußen Fulda mit ju vermeiden war es, daß btqe verflachende Produk- Dei.tschland.ist die.kleinste'siondie^alter^prächtigen Karten unter denen sch

maljre Kunstwerke befanden, bald völlig verdrängte und an ihre Stelle die heute allgemein bekannten, ziemlich charakterlosen und schablonenhaften bunten Blätter setzte. Die bcaueme Herstellung mittels ber Buchdruckerpresse ließ auch Kupferstich unb Lithogra­phie nur selten zur Anwendung kommen, es trat eine Stagnation ein, und auch an den feinsten unb elegan­testen Karten, bie in Paris. Lonbon unb Wien an­gefertigt werben, läßt sich ein künstlerischer Wert kaum mehr erkennen. „ .

Dagegen mehrten sich mit ber Zeit die verichiedenen Arten des Kartenspiels bebeutenb. Wie Frankreich Pigg et und ben aus escarte verstümmelten skat, Italien ben Tarok lieferte, so schufen bie Deutsche« Landsknecht unb Schafskopf, England steuerte oaS Whist unb Spanien im L'hombre vielleicht das geist­reichste aller Kartenspiele bei. Die Mode hob bald das eine, bald bas andere auf den Thron, doch haben gewisse Stände wie bessimmte Gegenden sich allezeit ihre besonderen Lieblingsspiele bewahrt. ^Weniger vornehm unb schwierig als das adelige spiel bet Könige, das Schach, war bie Unterhaltung mit ben Karten so recht geeignet, zum Gemeingut aller -Jet)ob kerungskreisie zu werben unb bis heute eigentliche Allerlveltsspiel für hoch unb niedrig zu bleiben. Diese Tatsache muß natürlich mit der Zeit auch zu allerlei Mißbrauch führen, wie sich denn bald neben den zahmen unb harmlosen auch allerlei mörderische, nicht dem Ehrgeiz fonbem der Gewinnsucht bienende Spiele herausbildeteii, die teils offen, teils heimlich betrieben zahlreiche Opfer von Leichtsinnigen forder­ten unb bie Karlen Im Sinne ber Kirche zu einem Werkzeug bes Teufels stempelten Poker und Kum- melblättchen treiben trotz aller Verbote als Ideale der Bauernfänger in den Räuberhöhlen der Groß­städte noch immer ihr Unwesen, unb das “Jt’Dy Trente et quarar.te ist in den verführe rochen ernten cor Monte Carlo heute noch staatlich sanktioniert.

Eine sonderbare Erscheinung ist es, daß bw Kar­ten wohl fast so lange, als sie existieren, nicht nur »um Spielen, fonbem auch zum Voraussagen bet Zukunft gebient haben, und sie mag chren Trrmd ui den schon stühzeitig geübten Kartenkunststücken haben, die ben bunten Blättern ben Anstrich von etwas verhaften, und Geheimnisvollem verliehen. So viel bekannt, war ein Italiener, ber aus 8»rh ftammenbe Drucker und Zeichner Francesco Marcolmi, ber erste, ber in einem selbstverfaßten Buche bas Kartenschla- aen lehrte unb halb eine Reihe von Nachahmern sand. Zu weitester Verbreitung aber verhalf öer schwarzen liunft ber Kartomanie zur Zeit Napoleons I. bie be­kannte Wahrsagerin Lenormanb, bie das Kartenlegen geradezu in Mode brachte unb damit einem Aber­glauben Tor und Tür öffnete, ber bis heute in allen Schichten ber Bevölkerung sich als unausrottbar et*

residierende oder Kurienkardinäle und 29 nicht in syon Franz Wichmann.

Rom residierende ober Kronkardinäle. Der älteste ar™, u, dem Na-

Kardinal bem Lebensalter nach ist ber Fürstbischof garten Tausenden ist er gleichbedeutend

Zeittaume von 7 Jahren, sind 28 Kardinäle gestorben.

Patriarchen des lateinischen Risiis gibt es 8, nämlich die Patriarchen von Mexandrien, Antiochien, Jerusalem, Konstantinopel, Lissabon, Ostindien, Ve­nedig unb Westtndien. Patriarchen des orientalischen Ritus 6, nämlich von Antiochien (3), Alexandrien, Babylon und Cilicien. Die Patriarchen sind jedoch, da sie Bischofssitze nicht innehaben, zum Teil Titu­

große Heer derer, bie hinaus auf ben Markt des Lebens müssen, um Brot zu schaffen — auch auf diese in weit überwiegender Zahl paßt die Kennzeichnung nicht. Auch zwischen ben extremen Frauenrechtlerin­nen und den vernünftig arbeitenden Frauenverbänben gähnt eine tiefe Kluft. Die Frauenstage ist gewiß aller ernsten Beachtung und Hülfebtuigung wert. Jüngst gingen einige Zahlen durch die Blätter, welche einen Ueberblick über das große Feld, das sich ba ausbreitet, gewähren. Heute bebeuteu bie arbeiten­den Frauen ein Drittel ber in Deutschland erwerbs­tätigen Kraft und ihre Zahl beträgt 91/2 Millionen. Auf beui Lande und in ber Landwirtschaft sind etwa 4\'«> Millionen Frauen beschäftigt. Im modernen Wirtschaftsleben ist ber Frau die Berufsarbeit aufge- zwungen. Ms Leiterin großer Betriebe z. B. im Fabrikwesen, sieht man eine Frau nur selten, viel häufiger an der Spitze von kleineren Geschäften und Sckneiderateliers Gewaltig angewachsen ist in letz- fefßcu 3U einander ter Zeit bie Zahl ber Lohnarbeiterinnen, sowohl in Unfschluß: der handwerksmäßigen als ungelernten Arbeit. Tie Hauptfächer sind hier Schneiderei, Frisieren, Buch­binderei und Photographie. In ber sogen. Beklei- • bungsinbuftrie arbeiten sehr viele Frauen, bie im Auslande, z. B. in Frankreich, ausgebildet finb. Hier wie in anderen Fächern ist eine gründliche Vorbil­dung ber Frau unb eine straffe Organisation nötig, bamit namentlich eine gerechte Verteilung bet Arbeit zwischen Männern und Frauen fiattfinde. Im Han­del und Verkehr liegt ein buntscheckiges Feld ber Frauenarbeit. Neben ben Hanblungsgchülfinnen finden wir bie Frau noch im Schenkgewerbe, nament­lich als Kellnerin. Die Zahl der Kellnerinnen hat schon 100 000 überschritten. Eine nicht sehr große, aber Nnchsige Gruppe ist bie bet Frau im Post- und Cifenvahnbienste. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren cuf 20 000 angewachsen. Der gewaltige Andrang zu dieser Stellung ist ttoh ber geringen Gehälter nicht jii verwundern, ba es sich um bie Stellung einer Staatsbeamtin handelt. Im hauswirtschaftlichen Dienste geht das Krästeangebot sehr bezeichnender­weise immer mehr zurück. In ben letzten 13 Jahren finb nur 9000 neue Arbeiterinnen hiiizugekommen,

2038

231

2269

2,873,751

1266

1028

86

1114

1,233,778

1107

1363

133

1496

1,431,895

957

1400

92

1492

1,479,854

992

8!7

817

1,400,945

1715

487

—

487

805,419

1656

1430

192

1532

2,979,227

1945

341

343

321,000

936

283

11

244

208.500

854

372

11

383

318,246

831

230

51

281

200,000

711

383

62

415

418,670

986

1200

2C0

1400

1,060,600

757

1312

105

1417

840 825

593

540

67

607

354,136

583

1283

141

1427

867,735

608

421

27

448

416,4-2

930

767

111

878

561,783

640

387

39

426

184,744

434

387

12

399

413,483

1036

1399

84

1474

1,263,281

857

1159

—

1159

695,808

600

334

13

374

• 371,134

1070

n. ange-

1270 aeben 1270

854,073

672

850

30

880

509,760

580

119

8

127

218,033

1716

65

85

130,678

1537

107

—

107

161,673

1539

68

__♦

) 68

176,416

2594