Zeitung
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** Hinctiit Mader*
ändert vonseiten der Regierung aufrecht er
* Rotenburg, 25. Jan. 1911. In hiesiger Stadt
Reich und Volk.
men wird. „ „ _
*♦ Das Wahlrecht i» der neuen Musterrepublik. Man ist innerhalb des knappen Vierteljahres der por-
Betrieb wurde eingestellt, 15 0 0 A r b e i t e r sind brotlos. Der Schaden wird auf eine halbe Mlta
Aus dem Nachbargebiete.
* Gieße«, 25. Jan. 1911. Der Universitäts- FrauenNmik wurden von Herrn Max Wagner
fertigen läßt."
So wtrds In der modernsten Republik aernacht, der unsere Sozialdemokraten und Demokraten mit so frenetischem Beifall zujubelten Eine Monarchie dürfte sich einen solchen Hohn auf die Rechte des Volkes nicht erlauben. Aber in der Drktatoren-Re- publik Portugal muß sich eben das Volk alles g efallen lassen, sonst wird es niedergeknutet. Un- sere Sozialdemokraten werden darüber natürlich nichts erfahren. Sie könnten ja irre werden an dem soziali- stischen Idol republikanischer Freiheit. Dafür werden sie umsomehr in die Entrüstung über die monarchr- schen Staaten hinetngeheht. Ob das den Arbeitem etwas nützt oder nicht, ist ganz egal. Wenn nur die ! Zwecke der sozialistischen Maffenvechchrmg erreicht werdeu.^ie Brasiliens. Aus den Berei
nigten Staaten sind in Rio de Janeiro Industrielle, Finanzmünner, sowie Vertreter von Schrfsahrts- und Anfledelungsgesellschasten eingetroffen um Dampferlinien einzurichten und nordamerikantscke Anfiedeiun- gen für Weizen- und Obstbau sowie für Schweinezucht xu gründen. Es wird geplant, eine Dampferlinie zwischen New Orleans und Rio de Janeiro mit zwölftägiger Fahrtdauer einzurichten.
big er jenes Grubenarbeiters galt, ein Verdacht, der sich, „nach eingezogenen genauen Erkundigungen, als um so unhaftbarer erwies, da der Mißhandle, ein wohlhabender Grundbesitzer, über jeder Versuchung zu einem solche« Verbrechen stand, und nur als Friedensstifter in die Gegend gekommen war, d. h. als Vermittler in einer sehr delikaten Angelegenheit, die man hier nicht weiter berühren wollte."
Der Artikel schloß mit der ausgesprochenen Hoffnung, man werde jenen Ungeheuer» dm Beweis liefern daß sie, „obgleich tief unter den Gesetzen des allgemein Menschlichen stehend, dennoch die Gesetze । des Landes nicht ungestraft verletzm dürftm."
Riddleton blieb an Ort und Stelle ,bis alles das geschehen war, ließ dann feinen Namen und seine Adreffe zurück und teilte dem Magistrat mit, sein Client, ein wohlhabender Grundbesitzer, sei wahrschem- lich einem Irrtum in der Person zum Opfer gefallen und werde, allem Anschein nach, an den erhaltenen Verletzungen sterben. Seine Gattin aber hoffe auf strenge Gerechtigkeit.
Aber auch die Beamten der Entdeckungspolizei waren nicht müßig oder stumm. Sie erklärten sich bereit seiner Zeit dm Beweis zu liefern, daß der Verwundete wirklich der Mann sei, .velcher, wie Mrs. Walter Clifford mit angehört hatte, Ben Sunden zu jener Untat in dem Schachte gedungen habe.
„Wir tonnen gegenwärtig in der Sache nichts frei- ter tun', entschied Oberst Clifford in seiner Eigenschaft als Magistratsperson. „Jedes Ding zu seiner Zeit Die Leute burften auch einen überwiesenen Verbrecher nicht erschlagm, wie viel weniger einen der des Verbrechens, besten man ihn anftagt, noc nicht überführt ist. Der Verwundete wendet sich durch einen Anwalt an das Gesetz, während die Beklagten die Justiz i« die eigenen Hände gmommm haben. Sind Ihre Amgen hier, Rr. Middleton?
Nein, Sir. Ich wollte Ihnen gerade, als Sie mich unterbrachen, die Mitteilung mach«, daß ich rn diesem Punkt um einen Aufschub bitte. Da die An- geklaaten nicht verhaftet sind, liegt darstr für sie ja keine Härte; ich fürchte sogar, in dieser Beziehung zu nachlässig gewesen zu sein, benn zwei oder drei von ihnen sind flüchtig geworden, seit ihn« kundgegebm mürbe, daß die Sache bei Gericht anhängig gemacht worden ist".
Ausland.
** Zur Frage der holländischen Küstenbesestigmq Dic holländische Kammer tritt am 7. Februar zu- summen Der Präsident wird den Antrag stellen, das
„Das setzt mich gar nicht in Verwunderung; aber Sie"müssen ja wissen, was Sie zu tun haben.'
Die Polizisten erneuerten ihr Verlangen nach einem Verhastsbefehl gegen Monkton.
„Wie!" rief Middleton mit dem Ausdrucke eines empörten Herzens.
„Dm Befehl werde ich nicht ausstellen', entgegnete der Oberst. „Ich werde dem Laufe der Justiz nicht vorgreifen Wir bedürfm dazu eines unparteiischen Zeugen."
Alle, mit Ausnahme Middleton's, zogen sich erstaunt und mttäuscht zurück. Der Advokat verfolgte Die Taktik eines kleinen .mscheinbaren Tiere«, des Tintenfisches, der, wenn er verfolgt wird von seinen Feinden, einen dunklen Saft ausspritzt welcher das Wasser ringsum trübt und ihm dadurch Gelegenheit bietet, zu entkommm. ~
In einer dunklen Rächt gegen 2 Uhr langte vor dem Tore der „Schwarzbraunen Kuh eine Art öfter Omnibus an, in dem Springfedermatratzen lagen. Die Räder waren mit einer dicken Sage von (Summt uber= -säen; auf jeder Station standen Pferde zum Umspannen bereit, und in diesem Gefährt rollte Monfton und seine Begleiter, Tag und Nacht fahrend, nach Liverpool. Die Polizisten folgten ihm sechs Stunden später, spürtm ihn mit vielem Geschick in jener Stabt auf und sorgten mit Hilfe der dortigen Polizei dafiir, daß alle Dampffchiffe, besonders die nach überseeischen Plätzm beftimmten, sorgfältig überwacht lourden Dennoch entging ihnen die Bente, denn der Vogel war mit Hülfe eines Privatdampfers, dm man für eine Tour von zwei Monaten gemietet hatte, ausgeflogen Auch dies spürten sie endlich -ms, aber um vierzehn
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Aus Oberhesien u- d. Hess. Aemtern.
X Kirchhain, 26. Jan. 1911. Um zu verhindern, daß auchin unseren Kreis die zur Zeit stark verbreitete Maul- und Klaumsmche eingeschleppt wird ist re- aiemngsseitig der auf Dienstag, dm 31. d. M. an- gesetzte Rindvieh-undSchweinemarktge- schlossen worden.
* Fronhaufm, 26. Jan. 1911. Im Gemeinde, roalb verunglückte der Holzhauer Both von Oberwalgem. Er stürzte von einem Baum und verletzte sich bei dem Fall schwer.
* Fritzlar, 26. Jan. 1911. Die Goldfunde in der Ersel und der ungewöhnlich große Zudrang der Goldsucher in diese Gegend geben Veranlassung darauf Hinzuwelsen, daß auch unsere Eder in ihrem Sande Gold nit sich fuhrt. Nach mündlichen Ueberlieserungen sollen in after Zeft auch Goldwäschereien an derselben in Be- trieb gewesen sein. Im Jntereffe der Bewohner des Edertales wäre es wünschenswert, wenn auch hier, wie in der Eifel, Gesellschaften Versuche anstellten, zu ermitteln, ob sich die Ausbeute m Gold so günstig erweist, daß mit Sicherheit au einen lohnenden Gewinn dabei gerechnet werden kann.
vermischter.
* 5000 Gehisste sind in der Provinz Sachsen nach einet Mitteilung des Präsidenten der Landw'rt- schaftskamrner in Halle a S. infolge Emschleppung aus Rußland von der Maul- und Klauen- e u ch e befallen.
♦ Einen unglücklichen Schützen, den 14jährigen ^rbirfae aus Jühnsdorf (Brandenburg), der aus Unvoffichttgkeit srine 13jährige Schwester erschossen hat, üerurteifte die Strafkammer in Krossen zu zehn Tagen Gefängnis.
* Bon Wilderern erschossen wurde der Oberförster Kledos auf dem Gut Serkursko bei Nm RadomSk, als er beim Abendessen in seiner Wohnung saß.
* Durch einen Brand wurde in Czeusto ch a u die Wottesche Spinnerei fast gänzlich vernichtet. Der
gefährliches Geheimnis, i r < inan in zwei Bänden von Charles Reade.
Ter nächste Tgg brachte keine Veränderung in dem Befinden des Kranken. Er sprach mit niemand eine Silbe, außer mit Sucre, der er zuweilen, wenn sie ganz I allem waren, einige Worte zuflüsterte
Arn Nachmittage erschim der Rechtsanwalt Middleton. 2utie teilte ihm mit, was sie erfahren. Monkton sprach auch zu chm nicht, und erst, als der Sach- iualter Waddy's habhaft geworden, verstand er den ganzen Vorgang.
Waddh wußte nicht nur um die Geheimnisse Mouk- tcn’S, sondern auch um die vieler anderer Leute Bescheid. Er kannte, wozu es verschweigen, den Advo- iaten und war ganz offen gegen ihn. Mr Middleton erfuhr von ihm die Schuld feines Clienten, sowie die Gefahr, in welcher er schwebte, aber er erfuhr auch, baß die Rüstung seiner Gegner nicht ohne Riffe und Flecken war.
Sein erster Schritt, den er tat, war, daß et sich gegen ein Dutzend der Grubenarbeiter, Jim Davies eingeschlossm, Verhastsbesehle wegm rnörderischm Ueberfalls verschaffte. Er ließ die Leute zwar nicht arretieren, ließ ihnen aber zu wissen tun, daß er d'e Bemgnis dazu in den Händen habe, und einige der Bedrohten gerieten darüber dergestalt in Schrecken, 0(715’ie die Flucht ergriffen Middleton hatte darauf gerechnet, denn die Sache der Zu rückbleibenden ver- icnitmmerte iid) dadurch um ein Bedeutendes. Dann JCß«n.e'sJlre bet Advokat mit Hilfe einiger Freunde i!l Middleton die öffentliche Meinung durch die Zei- tungen.
. ®’n 2lrtifel mit der Ueberschrift „Unsere Wilden" erschien m den Blättern und erzählte voll gerechter Entrüstung, wie Mr. Barlley's Grubenarbeiter ben Leichnam eines Kameraden verbrannt den sie im Verdacht hatten, die Explosion m dem Schachte herbei- a.ewhrt zu haben, der aber sein eigenes Leben dabei ebenso miss Spiel gesetzt haben mürbe, wie bas der Nebrioen und es anch wirklich dabei ei'igebüstt hatte
Artikel berichtete ivettcr, daß die Grubenarbeiter nit biejem scheußi ichen Arie noch nicht zuftieden, einen Herrn überfallen und beinahe totgeschlagen hätten, nur weil er, ihrer Meinung nach, einem Manne etwas ähnlich sah. der mit Recht oder Unrecht als Mitschul.
Sie hegt, sondern imstande wäre, Sie bei erster bester Gelegenheit im Stiche zu lassen ober Sie ins Elend zu stoßen, sobald es ihm wieder gut geht. Aber ich weiß auch, daß Sie, wenn ich Ihnen alles gesagt hätte, nicht reinen Mund gehalten, sondern chm die Möglichkeit gegeben haben würden, an Ihnen zum Schurken zu werden. Jetzt ist aber die ^«it gekommen, wo ich, um Ihnen beiden gerecht zu werden, prechen muß. So hören Sie denn: Jene Besitzung, über welche er, nut um sich einen Spaß ö» waches zu Gunsten Ihres Sohnes testamentarisch verfügte hört ihm jetzt wirklich. Vor vierzehn Iahten, als et sich zuletzt um die Angelegenheit kummerie, standen nod) $ elf Paar Augen zwischen dem Besitz und ihm. Selffamerweise aber schwand, wahrend « si<H in Pott, land aufhielt, eines dieser jungen Leben nach de« andern dahin, sodaß, als er jenes Testament machte, tatsächlich nur noch fünf Erben vorhanden waren. Nun aber kommt das Wunderbarste Vor etwa vierzehn Tagen verunglückten drei von diesen fünf Personen bei einem einfachen Dampfschiffunfall auf dem Clyde und es blieb nun niemand mehr übrig als eil Mann von neunzig Jahren und eine alte Dame von zweiimdachtzig, welch letztere — mit den drei Ertrunkenen verwandt und feit lange kränkelnd der Gemütserschüttemng übet den Unglucksfall erlag. Der einzige Uebertebeube ist der jetzige Besitzer, der alta Carruthers, und da ich der Londoner Agent sein« Sachwalters bin, hörte ich gerade an dE Tage Sft mich zu sich riefen, daß auch er tm Sterben liege.
irMnne NUN vor daß wir in einem der Hafen ta bet Nachbarschaft einlaufen und daß ich dort an La^ u he um nähere Erkundigungen einzuziehen. Gleich- leitta mecken Sie sich, daß der Name Ihre« Eheman- nes Canutbers ist. Alle Mitteilungen von mir wer- den an Mts. Carruthers gerichtet fein, und ich übet» taffe es Ihnen. Monkton so viel oder so wenig voi allen diesen Umständen mitzutellen, als Sie für zweckmäßig und richtig halten. Jedenfalls rate ich Ihnen, ziehen Sie barauS h viele Vorteile und schreiben Str sich selbst habet so viel Verdienst zu, wie Sie nur immer Binnen. Sagen Sie ihm, Sie würden ihn unter einem neuen Namen In sein eigenes Haus bringen, wo er gegen jede Verfolgung sicher wäre. Ich metnrita teils hege freilich nut die eine Hoffmmg daß er nicht mehr lange genug leben wird, um Sie In« Elend |* stürzen und Ihren Sohn zu enterben. (F. f )
toOt* Leinefelde, 26. Jan. 1911. In vergangener Nacht ist die Haarfabrik Franz Freund hier ab-
Hon Mack geschätzt.
* Deutsche Lokomotiven snr sranzSsi,che Bahnen. Die sächsische Maschinenfabrik Hartmann in Dresden erhielt von bet französiscken Ostbahn den Auftrag auf ßteferung von Lokomotiven im Werte von zwei Millionen Mack.
♦* „Der Zusammenbruch einer slowenifchklerita- len Vorschußkasse." Unter diesem Titel veröffentlicht das Salzburger Vvlksblatt (Nr. 8) einen Artikel aus Laibach, worin ausführlich berichtet wird über oeil Krach bet „klerikalen" Glavna slowenska Posoiilnica. Der Zenfral-Auskunftsstelle der katholischen Presse wird bazu folgenbes mitgeteift: „Der Artikel, dm da, Salzburger Volksblatt in Nr 8 gebracht hat, entspricht vollkommen bet Wahrheit nur mit dem Unterschiede, baß die Glawna slovenska Posojilnica (Hauptkasse) ein durch und durch l i b e r al es Geldinstitut ist und nur deshalb vor Jahren ins Leben gerufen worden ist um der Volkskaffe, einem Geldinstitute der katholischen Volkspariei, Konkurrenz zu machen. An dem Krach sind überhaupt nur Liberale beteiligt.
*♦ lieber die Pest in Ostafien tommen aus Chat-, lat und bet Station Mandschurta geradezu entsetzener- z regende Meldungen. In der Steppe soll die Pest derartig gewütet haben und noch wüten, daß viele Dörfer der Mongolen völlig ausgestorben sind und daß Reisende überall auf Leichen von Chinesen stoßen. D e Jagd nach dem Tatabagan, einem Tier, dem man die Verbreitung des Pestbazillus zuschrelbt, hat ungeheure- Dimensionen angenommen. Tie Hauptursachen der, Verbreitung der Pest bestehen in den unglaubliches Zuständen der chinesischen Wohnungen in dmi riber-. glauben der Chinesen und in ihrer Unlust die Leiche», der Gestorbenen zu beerdigen. Ein amtlicher russft scher Bericht über die Verbreitung der Pest bringt fotgenbe Mitteilungen über die Große Gefahr und die Ungehmerlichkeit der Verhältnisse: Die Epidemie^ hat sich der ganzen Chalcha entlang au,gebreitet, welche das Nachbargebiet von Transbaikalien durch-, ließt Dank der energischen Maßregeln der russische«, Eisenbahnadministration ist die Epidemie an der Bähst bis nach Charbin im Abnehmen begriffen Trotzdenff läßt sich nickt behaupten, daß die Epidemie erloschest ist Die in der Steppe verstreut liegenden Leichen detz an der Pest Gestorbenen bilden einen gefährlichen Am steckunasstoff bet in Zukunft mit einem neuen Aus, bruch der Epidemie droht. Charbin selbst befindet si4 insofern in einer sehr gefährlichen Lage, als es an etf chinesisches Städtchen stößt, welches wahrend Krieges msstanden ist und mit seinen g-iundheitswid- rigen Zuständen und seiner unsauberen Ch.nesenbe. völkerung von 20000 Seelen einen f-hr gefährliche«^ Ansteckungshetd bildet. Alles, was in Charbm uni brauchbar und faul geworden ist, wird nach diesen, Chinesenvieriel abgeschoben. Gleich Parasiten habe, sich die Chinesen um Charbin eingenistet und lebe, von den Abfallen der Stadt. Als die Pest l« Chinesenviertel ausbrach, warfen die Chinesen ihre Pestkranken einfach auf die Straße. Als die russische Administration eingriff, fehlte es nicht an Drohung« gegen diesen Eingriff in die chinesischen Rechte Die chinesische Presse ging so weit die russischen Aerzta der Verbreitung der Pest und der Folterung der Pestkranken anzuklagen, um die örtliche Bcvolkervm, cegen die Russen aufzuhetzen. Die chinesischen Be- Hörden verschrieben zwei chinesische Aerzte aus Mürben welche ihre Ausbildung in Europa erhalten halten,' doch können sie bei einer Bevölkerung von 20 000 Bewohnern wenig ausrichten. Die Behandlung der chinesischen Pestkranken liegt zum größten Teil m Händen chinesischer Aerzte, welche sich selbst ausg^ bildet haben. Sie behandeln die Pestkranken, indem sie die infizierten Körperstellen mit langen Kupfer- nadeln, in der Art unserer Damenhutnadeln durchstechen. Das Pestlazarett im Chinesenviertel besteht aus zwei Hälften, von denen die eine Pestkranken, dir andere gewöhnlichen Kranken zur Aufnahme dient. Ta die Abteilung für Pestkranke geheizt wird, die andere ungeheizt bleibt, so kommen die gewöhnliche« Kranken in die Pestabteilung, um sich zu wärmen und infizieren sich. Die an der Pest Gestorbenen werden nicht beerdigt, sondern auf die Straße geworfen.
streich gewöhnt worden. Mönche und Nonnen tourben innerhalb 24 Stunden aus dem Lande gejagt, Richter mit eigener Meinung und eigenem Gewissen wurden nach Asten und Afrika versetzt, eine Diktatur wurde gehandhabt, wie sie im reaktionärsten Staate kaum denkbar wäre Die „Republik" konnte sich geradezu alles ertauben. Das Volk hatte nichts zu sagen und wird auch in Zukunft nichts zu sagen haben. Dastr sor/die n e u e Wahlrechtsref >n, die dem Lande aufottrotert werden soll Dan berich- . tet der Berichterstatter des „B. L.-A.« aus Lissabon:
„Es dürfen nur Bürger über 21 Jahre wählen, die lesen und schreiben können, und solche Familienväter, die e i g e n e E i n k ü n f l e beziehen. Das itt md)t mehr und nicht weniger, als eine gewalttätige Beschränkung der Stimmsreiheit. In einem Lande wo die Analphabeten in der Mehrzahl sind, gibt man das Wahlrecht nur dem, der lesen und schreiben kann, und in einem Lande, in dem es fast keinen Mittelstand gibt, läßt man nur den Familienhäuptern das Recht, zu stimmen, die eigene Einkünfte haben. Aus diesem Grunde müssen die kleinen Besitzer, die einen Teil ihr er Einkünfte durch Arbeit für fremde RAnung beziehen, fortan auf die Teilnahme an der Wahlschlacht verzichten. Und das Gooerno behauptet, daß das Land vollständig r e p u b l i ka n i s ch iei! Warum gibt eg bann den Analphabeten feine Gelegenheit, ihre Meinung frei zu bekennen? Bielleicht ahnt die Regierung doch, daß die Bauern der Minho- und Beirapiovmzen dem alten Regiment im Herzen treu geblieben sind. Über daS ist nicht alles. Die Eintragung m die Häblliften soll in Zukunft durch solche Kommlssione» ausgeführt werden, die von den Präsidenten der Munizipalkammern und Kirchenspiele gebildet sind. Nun gibt es aber heute keine Kirchengemeinden, keine : vom Bolle erwählten Gemeindeväter mehr, sondern nur Hom Gooerno ernannte Kommissionen. Die neue ! Regierung wird also die Neuwahlen in Szene setzen, i nachdem sie zuerst das Wahlrecht beschränken und dann . die Wählerlisten von den eigenen Parteigenossen aus-
als öffentlicher Durchgang der stabt erhalten bleiben muß - nicht zugestimmt habe Die »Hersf- Ztsi- glaubt mitteilen zu können, daß eine endgültige Entscheidung hierüber erst erfolgen kann, nachdem der eingesetzten Kommission, bestehend aus den Herren Man ist mnergaio uc» muppm «‘“'«»‘n“" T" i Bürgermeister v. Kuvsz und -stabtrnnr, i.e envors ehec tuaiesischen Republik an manchen starken Gewalt-! guftt,tat Aulig eine Audienz bei Sr. Hoheit möglich
J nnh Nonnen wurden -
oottenbet. , r nt gt ble Erinnerung an die
In den Festjubel M P Jahren das ge-
welch gewaltigm Auftwwu g i $on
®ebietenmenWliJen^tretan|g Teil
iur das ®IuL.2tet in frieten Herrscherhandlungen lettete ihn de? Wille, seinem Volke das Beste zu^gebm Vorbild und Lehrer zu sein, lst ^hm sein schonst Qiel Für die Macht und das Anseheii des Reiches bat er feine ganze Persönlichkeit eingesetzt. Nicht .um aerstgsten ist es sein Verdienst zu nennen wenn | ?eit feinem Regierungsantritte der Frieden unter den j europäischen Mächten bewahrt blieb er der mit ga^ ' Sceta Soldat ist, hat Anspruch darauf, In der Geschichte den Namen des Friedensfursten zu tragen. L «erabe in dem vergangenen Jahre hat Kaiser Wilhelm der Krone seiner Herrschertugendm naie Ken einfügen können. Wir ennnern nur an die Begriwdung der Kaiser Wilhelm^efellschaft zur För- benmg der Wissenschaften, an die «ttstnng des Altarkreuzes in Beuron, weiter an fein herrliches Bekenntnis zur christlichen Lehre in seinen so viel cmge- frindeten^ Reden in Königsberg und Marienburg Der Sohn und der Haß, die gerade wegen dieses B^ feine Person nur um so teurer gemacht. Und m di^ sen Tagen, wo die Gaue und Stämme Deutschlands von unfeligem inneren Zwist gerissen sind, da erinnern wir uns mit Freude und Dankbarkeit seiner von höchstem'und edelstem Pflichtbewußtsein zeugenden --ah-
Mw sollen in brüderlicher Liebe zusammen- hcttcn die Konfessionen und die Stämme. Wir sollten einem jeden Stamme seine Eigenheit und Ermatt lassen Es sollen die Stamme und die Berufs- c.enossenfchaften die Hände ineinanderschlagen zu ge- in einsam« Arbeit, zur Erfüllung der Etlichen Nota Wendigkeiten. Der Landwirt fchlage in die Hand des Kaufmanns ein, dies« in die Hand — des Industriellen. D« Zugehörige ein« Partei ergreife bie Hand des Andersgesinnten, wenn es darauf ankommt, großes für unser Vaterland zu leisten; und eine Konfession frage die andere mit Liebe. Dann werden wir dem Vorbild b« großen deutschen Manner, die hi« einst gestanden und mitgearbeitet haben Nachkommen. Dann wttden wir die Schwierigkeiten die sich uns entgegentürmen — und wo werden sich die nicht finden — überwinden. Leben heißt arbeiten, arbeiten heißt kämpfen, kämpfen heißt Schwierigkeiten überwinden, und die werden mit gegenseitiger Achtung und mit gegenseitiger Hilfe überwunden, wenn man sie als von oben uns in den Weg gelegte Prüfsteine ansteht.« Diese schönen Worte Kais« Wil-1 heims mögen heute alle beh«zigen, die an ferner Ehrenfeier teilnehmen wollen. Die Erfüllung seiner Mahnung wird ihm gewiß die schönste Festesgabe sein, die wir ihm darbieten können, und wir zu unserem Teile sind ehrlich gewillt, sie ihm darzubringen.
Unsere Glückwünsche zu Kais«s Geburtstag fassen wir in dem Ausdruck der Hoffnung zusammen, daß es Kars« Wilhelm öergönnt sein möge, in un« erichütterter Kraft in zwei Jahren sein 25jm)rigeS Reuicrungsjubiläum und in zehn Jahren das ^ubta läum des 50jährigen Bestehens des deutschen Reiches an der Spitze seines treuen Volkes feiern zu tarnen, ihm zur Freude und Ehre, zum Segen von
2. Blatt.
vnick und Verlag der 5nl6c.tr vettendruckerri in Wba
; ihrem eigenen Besten über ®tngegefct)rotegen i : die er nun mit ihr besprechen müsse. „Jch w sagte er, „baß Monkton keine ttefae Empfindung
Tage zu spät.
„Das wäre fehlzegangen, Bill", sagte d« Eme znm Andern „Wir haben einen Advokaten und einen Smk voll Geld gegen uns, und müssen die Sache ein Weilchen ruhen lassen.' ,
Das Dampfboot stihr bei h«rlichem Wett« an der Küste von England entlang. Der Kranke fing wieder an aufzuleben, aß ein wenig, sprach ein wenig IM ab« viel und schwer. Rach Verlauf emiger ~age hatte Middleton eine vertrauliche Unterredung mit Mrs. Monkton. ®r sagte ihr, daß er bis jetzt zu ihrem eigenen Besten über Dingegeschwiegenhätte, die et nun mit iU besprechen müsse. „Ich »riß,
gebrannt. _
* Aschaffmburg, 25. Jan. 1911. Einem Herrn wurde am Samstag nachts auf einem Maskenbai l von einer Dame eine feine Taschenuhr mit Kette «eftoMen. Solche Gelegenheiten sind allndings sehr günstig für Langfinger - Im hiesigen neue,, Schulhause wollte ein Mädchen am Geländer be Treppe herunterrutschen. Dabei bekam cs das Ueber- aewicht und fiel einige Stockwerke her- ii n t e r. Es «litt schwere V«letzungen.
* Heiligenstadt, 24. Jan. 1911. In Bisch- h a u f en kam der 20jährige Maschinenschlosser Rohrbach mit d« rechten Hand der Kreissäge zu nahe, welche ihm sämtliche Fing« wegrch.
qebm daß die holländische Regierung in der Frage hafteten Gerüchte über die Sck l ° ßp «rk-An g der Küstenverteiditzung stck nut von Interessen des legenheiten, die dahin ausgriegt werdew b eiaenen Landes leiten taffe und jede fremde letztere nunmehr endgültig abgetan seien, da S>e. Einmengung in die souveränen Nettste der j Hoheft der Landgraf dem Beschluß der Vtadwerord- Ried«lande z u r ü ck w e i s e n. Das, Studium des „etentierfammlung — wonach de^aiißere^ Schwßhof Pwjektes in d« Kommission dürste drei bis vi« Monate in Anspruch nehmen, sodaß eS kaum vor fünf Monaten in der Kammer auf die Tagesordnung kom-