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Momckbeliagr: .Luldaer Geschichkblätter"

38. Iahriani

Fulda, L.ovtag Den 23. Januar IUI.

M 18.

AZ Hottaud kn Not.

— Di« TLKvngen der

n a-ch Deutschland vovw-e.h,reu tonnen.

die Bitte richtet.

»

»nzcf-esr Dte ei» fpattige petitjetle oder deren Kaum 15 Pfg. »eNamendlepetitzeü« Pfg., bei Wieder- yo'.nngen wird entfpr.

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üotationrdruckund Verlag der Fuldaer Ak- tiendrmkeret in Kulte Lernfprecher Nr. 9.

Hetzer machen."

Da ich gegen die Steuerfreiheit der Fürsten gestimmt habe, kann ich diese Bemerkung nur aus mich beziehen und ich muß derselben gegen­über erklären, daß die Drohungen der Soyalb emo traten für mein» Abstimmung durchaus nicht maßgebend find, daß ich vielmehr den Standpunkt, auch dl« Fürsten zur Zrnvlvchssteuer heran,uchchen, bereits bet de» Kouimissionsberatungen vertreten habe.

Ein verfassungsrechtliches Hindernis besteht gegen­über dieser Heranziehung nicht, deshalb vertrete ich die Ansicht ,,n»a« dem Bürger und Bauer recht, fall auch dem Fürsten billig fein", ich respektiere jedoch auch ben Standpunkt derjenigen, welche andrer Ansicht sind und habe keinen Anlaß ihre Beweggründe zu verdächtige»."

Herr Abg. Müller irrt, wenn er meint, die von ihm angeführte Bemerkung unseres Artikels habe sich auf ihn beziehen sollen. Daß er gegen die Steuerfreiheit der Fürsten gestimmt hatte, wußten wir am Samstag nicht. Die Parlament-auSgade bar Zrn-lrnms-ParlaMent skorrespontenz, d>e mit für unseren Bericht benutzt haben, entbreit nichts von dieser ! Abstimmung des H. Müller sie teilte im Gegenteil allge­mein iml, daß das Zentrum für die Steuerfreiheit ge» stimnttchabe. Erst nachträglich sehen wir aus anderen Berichten daß Abg. MWer nicht mit der Fraktion ge» gange« ist, sotchern gegen die Steuerfreiheit gestimmt bat Daß er das nicht getan hat aus Furcht vor Drohungen derSozialdemokratie, braucht niemanden, her Herrn Mg. Müller kennt, versichert zu werden.

I Uoberhaupt ist es «ns keineswegs in den Sinn ge* kommen zu behaupten, daß diesenigen Abgeordneten, ! die sich für die Besteuerung bet Fürsten ausgesprochr« haben, dies getan hätten, weil sie sich den Drohungen her Sozialdemokratie gebeugt hätten. Wir hatten lediglich protestiert gegen die Ein sch sichte«

I rungsv ersuche der SoMldemakratie und die», jenigen, die sich durch solche Drohungen einschüch­tern ließen, als .Knechte der Hetzer" angesprvcheu. Dmmt ist nun aber doch nicht gesagt, daß jeder, der dis Besteuerung der Fürste« durchsetzen will und dementsprechend abstimmt, dies aus Furcht vor den sszialdeurokratischen Drohungen getan hätte. Es gibt auch noch andere Grunde, und auch in uuserm Artikel ist de»tlich die Sympathie irit der

I Besteuernn g der Füstenzum Ausdruck gekommen; nur hielten wir es in llebereinstimmuug mit der Fraktion für bedenklich, den Instand der Steuer» j sreiheit, wie er teils durch Lcmdesgesetze, teils durch

worin er feist Teilnahme en dem Unglück und ferne Anerkennung für t>a3 tapfere, pflichttreue Verhalten der Besatzung, und der bei der Rettung

zur Zeit herzlicher und sester sein soll als je, ftch tatsächlich gerade jetzt ia dem gemeinsamen Versuche, Holland $u bevormunden und Belgien zugänglich zu erhalten, in auflälliger Werf« bekundet.

Ueberhaupt beutet das ganze Ränkespiel, das gegen die Potsdamer Annäherung in ® ng gebracht ist, darauf hin, daß Der Getst der ,®in(rei|u«gi» polttik" noch nicht gestorben »ft.

Bekersissten ausspricht.

-V Zur Snteiginnkgsfraqe veröffentlicht der Ostmarkenverei« eine Erttärung, in derer ,an alle National-gefinnten Kreise des deutschen Volkes"

„mit ihm tn bet Oeffenttichkeit nachdrücklich dafür einzutreten, daß daS Entetgnungsgesetz endlich •ur Anwendung gelange und damit die unerläßliche

glaubt, übersteht, daß eS darauf gar nicht ankommt. Die Hauptsache ist, daß durch die neue Ordnung eine bessere, gerechtere Verteilung der Lasten herbeigeführt wirb. Heute zahlt eben derjenige, der selbst ober durch fein Personal oder durch seine Kunden da» Tetephou bis zur Bvvußtlqigkett ausnutzt, nicht mehr als der kleine Handwerker, der das Telephon in der Hauptsache tmr hat. nm seine» Kunden Gelegenheit zu geben, ihn anzuruftn DaS ist ein Zustand, der dem Rechtsgefühl widerfvricht. — Wenn die Kölnisch« Zeitung behauptet, die Ordnung werde tm Reichstage wahrscheinlich ebenso schnell verschwinden, als sie ge­kommen fei, ss ist das doch wohl nicht richtig. Die Porlaoe hat eine f» starke Lebenskraft erwiesen, daß sie auch setzt nicht an dem Angriffe der Düsseldorf« Pl Gnmde gehen wird. Die Berechtigung einer ge- rochieren Verteilung ist seinerzeit auch von freisinniger Zeitung, so vom Abg. Prof Dootmann, im Reichs­tage zugegeben worden tinb allein Herr Kämpfe, der Vorkämpfer des Großkapitals, trat allein auf weiter Flur dagegen aus. dielen Umständen darf man doch ernstlich mit einem Erfolge des Staatssekretärs Kritik« rechnen

= Wahlrechtsdrinonstralivnen in Preaßeu. Die auf den gestrigen Sonntag angesetzten Demon­strationsversammlungen der Sozialdemokratie für die preußische Wahlresorm sind, soweit bis setzt be­kannt geworden, im ganzen Reiche ohne Störung ver- lanfett In Berlin fanden 31, im Kreise Teltow 28 und im Kreise Niederbarnim 20 Versammlungen . statt. ’ Ueberall wurde einstimmig eine scharfe Re­solution angenommen. Auch aus Frankturt a. Köln, Breslau und anderen Orlen liegen Dteldunge» vor, wonach dort zahlreiche Versammkung-n statt- sanhen, d« ruhig verliefen.

Reichstagswahlvorbkreiiungen.

X K-ff-l, 22. Jan. 1911. Der Hanfabund wollte sich bei den hiesiaen Handwerksmeistern dadurch kteb Kind machen, daß er dem Herrn Schreinerober» meister Kniest eine R eich s tags kan d tdatur in einem für ihn aussichtsreichen Wahlkreise antrug. Herr Obermeister Kniest hat jedoch mit Rücksicht auf ; «ein Geschäft, das ihm ein mehrmonatliches Fernblei­ben nicht gestattet, davon absehen muffen, die Kandi­datur anzunehmen. Vermutlich wußte der Hansa- bund schon öon der Nichtannahme, aber er hat doch dm guten Schein gewahrt dem Handwerk gegenüber und das ist doch auch schon etwas.

Jesuiten, der die Grenzen bei Landes fiter« chrrttm sollte, zu verhafkenl Die„Stoatswers* beit" der provisorischen Mimster grenzt immer mehr an die Verrückt bett.

* 6ie ernster e^kißtzttürkisther Zwischenfall bat sich am Donnerstag m Tuvaya tm Küstengebiet von Hobt anmut pigetragen. Tortseltst gelandete englffche Mairose» sollen mustlwantsche Frauen an- gegriffen hoben. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine grvße Erregung. Es kam znutchen ihr und ben Matrose» zu entern erbitterten Handgemenge, wobei mehrer« Malrose» tot am Platze biteben. Kurze Zeit nach btetet» Zwischenfall begann das englische Schffs Duda»i zu bombardieren. Die Beschießung wurde erst emgestellt, als die Scheikhs von Dudaya das von beut engllsch-rndischen Kriegs­schiff getorderte Sütmegew vou 15000 Rupien er* legt hatte». Dudaya gehört zu der Zone, über die England eine 'Art von Protektorat ausübt.

** 3« Niederwerfung des Aufstandes in Arabien hat die Pforte eine starke Expedition nach dem Demen abgeben taffen.

** Die Verhandlnnge« des japanischen Abgeordnetenhauses wurden vom Mtmsterpräst- deulen Katsura mit einer Rede eröffnet, in der er betonte, das Bündnis mit England werde stärke r mit zunehmendem Alter. Er hoffe, neue Verträge mit allen Mächten ohne Schwierig­keit zum Abschluß zu bringen. Die Ausgaben für Rüstungen würden auf das uolweudigste beschränkt werden.

** Militärunrntzcn find nach einer Meldung bet ,Rjetsch in China im Gange. Die Olfiziert dec mandschurischen Armee hätten dem Thron tele­graphisch mitgeteilt, falls das Parlament nicht sofort einberufen werden würde, werden sie sich mit dem Volte sslidarisch erklären. In Peking befürchtet man infolgedessen, daß tatsächlich eine i) ter alte der Maudschutrupp«» ausbrech«» werde.

* Die Steuerfreiheit der Landes- fürste«.

Herr Reichstagsabgeordneler Müller-Fulda schreibt uns:

„Ihre Nr. 17 enthält einen Artikel über die „WeuerfreHttl! der LaudesWrsi,» von der Zuwachs- steuer", « welchem am Schluffe gefaßt wird:

„SBer unter solchen Drobwtge» sich beugen wollte, würde sich zu einem armfeligen Knecht der

Ausland.

Z« Lütticher $treifgebiet hat der größte Teil der Bergleute die Arbeit wieder aufgenommen.. Man hofft, daß der Busstand heute beendigt fein wirb.

*♦ Dem englischen Marinrmrnrster Mac Kemm wird in dem liberalen „Mornmg Leader" nachgewie- en daß er bei Ausstellung des Marineetats der letzte» zwei Jahre als Grundlage für die WehrsorderunM» falsche Zahlen üb er D eut f chlands Flot­ten bau brachte, dle behaupteten, DsttMand würde im Jchre 1912 17, 7913 sogar 21 neue Dreadnoughts haben. Die Rede, kn der der Marineminister diese Tatsachen auffihrte, hätte sogar zu einer Art Panik geführt. Nun sei aber erwiesen., daß diese Zahlen alsch seien. Deutschland werde im Jäher 1912 13 Dreadnoughts, im Jahr- 1913 17 Dreadnoughts ha­ben . Das sei ein Unterschied. Mac Kenna sei mög­licherweise persönlich für diesen Fehler verantwortlich zu machen — Es ist dem englischen Blatt hoch anzu­rechnen. daß es den Mut hat, den englischen Entstck» lungskünsten entgegen) utreteu und damit die Quell« des Mißmutes, der in England gegen Deutschland herrscht, zu tesettige».

** Set spanische Admiral Lapnenke ist wegen eines beleidigenden Brieses an den Marineminister seines Postens enthoben worden.

** Regierung tmb Militär in Portugal. Nach Meldungen, die über Paris kommen, sind die Maßnahmen der provisorisch«, Regierung in Lissabon gegen gewisse unzuverlässrg scheinende Regimenter Provinzgarn ison en noch verschärft würden. Der Verkehr der Soldaten mit bee

X Das Krönungs- msv Orde«sfest wurde am Sonntag in heckömmlicher Weise begangen. Gegen 11Z4 Uhr erschienen tm Königlichen Schloß der Kaiser und die Kaiserin, begrüßten die cmwesenden Fürstlichkeiten und begaben sich in feierlichem Zuge nach dem Rittersaal, wo die Ritter bei Schwarzen Adler-Ordens wib die aktiven Staatsmiuist« versam­melt waren: nnb bor den Majestäten defilierte». Um 12Z4 Uhr war Gottesdienst in der Schlohkapelle, da­nach im Weißen Saal Festmahl. Dem Kaiser und der Kaiserin gegenüber Jafs der Reichskanzler zwischen dem österreichisch-ungarischen und dem italienischen Botschafter

Mit Mcksicht auf ben Gedenktag des 4Hähr. Bo» stehens des Deutschen Reiches ging der Ordens- egen in «och reicherer Fülle als in de» frühere» Jahren nieder Das Verzeichnis der mit OrdenSanS- zeichnunsrn Bedachte» umfaßt. in der SontermrSgate des Reichs- ttnb StaatSmMig«» nicht weniger al» 45 Spalten.

Die höchsten Auszeichnungen wurden wie immer an Inhaber der höchsten Kommandosteiken in Heer und Marine und an Diplomaten verktchm. A.ußerordentlich groß ist auch die Zahl der Auszeich­nungen, welche an di« höhere Beamtenschaft verliehor

tier! wird. | ———————

Ter Widerspruch gegen den holländischen M ,,

Plan der Befestigung von Vlissmgen ist ein auf-

fälliger Versuch, einen flemeir dtaat nach her großen I . ™ b-

französischen Pfeift ranzen zv taffen, und diese Ern- * Brrlit^ 2L Ja». 1911. Die DferdunK, di« Mischung in das Selbst besttmmungs- mtd Selbst» Kaisertn «an einem ^u^nüdeleikraukt wird vertctdiarmasrecht des Kümgveichs her Rketerlande asfipüs als saftch «klart. — Von her vft «1 ten» n«* «iw* «*-ift-d-.«I

ctnlereffe®nata»B§«folgtundöenvöewtf chen Kronprinz, den b« Gouverneur pewen pegieuete, Ä>!«ss« Abbruch tun soll! Man erklärt nämlich Halle am Samstag m ben Dschungeln «neu lehr mFrankceich wie in England bas hoUäuüische Be» gule»

ntnnpn für ’T-reneL tür Tordeitz. iür Verichwendnng,! von nahezu Fuß i!äuge. ®ie H a f tnng

einen. All ber Liebedienerei gegen Jui Reichszustizamt ist. darüber et» Gesetzentwurf D^7land fün !lftrral siw eiuen Bruch des Ver- I fertig gestellt «ardeu. Auch bi-ftr Entwun soll, trazs von. 1839 und noch für ueridjieHeneS andere ; wie es mit her SBorla^

iun ben einen ELeinen Erregungsgrund vergißt Versicherung Mschrhen ist, trottet der öffeu.lchen man anzuführen- Diese holländgchen Küsieiibeftst-. “ H'a^abun^e^ßude»

fluuaen um VliMnaen würden einer englisch en ZentralorgamtsatisEi des Hantavunoe» ^we»

bungtong giftotben. Mit Gühter hat unsere Marine einen ihrer bewährtest«» Flaggoffiziere verlöre».

*♦ Zum ünglSckssttll „U 3" hat ber Kaiser eine Sabtnettäerbtr an die Mari« erlassen.

bürgerlichen Bevölkernng fei auf baS äußerste beschränkt worben. Desgleichen herrscht gegen die Marine starkes Mißt>.au tt. Die Offi­ziere anb Malroien erhalten «ur mit große» Schwftriqfette« bi« Erlaubnis, a» Land ju gehe».

*♦ Zn dem Dekret über die Bertreibung der porttl- girfischen Orden wird bestimmt, daß die vertriebenen Jesuiten die Grenzen des Landes auch dann nicht überschreite» dürfe», wenn sie ans dem Orden aus- aetteten sind- Erft wenn wenigstens 20 Ialp» fett dem Austritt verflosfe» sind, fall dft Verban- mmg «nfM-hoben fein. Selbft bk Name» ter «L dem Mutterland« und ten Slotomen verjagten Stefuiten — im ganzen 148 — werden im AmtS- btatt anfgeführt, ein Beweis, für wie gefährlich d« Logeudrüder si« halten. Wr wolle» aus dem De- tret zur Brandmarkung der »fviheitüche»" Regie­rung in Portugal nur zwei Artikel anführen:

Art. 4L Da»Trag«» txgenbwddfen reltgtöfe* »leibei üt ben tn ben vorstehenden Artikel» re» wcchnten Personen « erbeten. Diejenige», welche ms Beringungen dieses AittkelÄ Lberschretten, sollen ort- Haftel werden durch die »chSehe a*b Uuuen auf frischer Tat verhaftet werd«»durch jfegltche Pers»» cmS dem Belke.

Art. 44. Die i* Art. 263 brt Strafgesetzbuchs SeMlten Strafe» sind anwendbar auf alle Mtt-

«r der genannte» Gesellschaft Jetu, welche t» uaul Heb seine» Kolonien lebe» oder gelebt Hüter, und die auf der titite vom 26. Dezember 1810 'm Amts­blatt «mieutüch aafgeriUjet sind, seteld ste befroff« würden ob« »ersuch«« feCtte», portugieftf-he» Bode» »u betreten, bevor 20 S-tz-e n«h d«r Austritt aus chrem Oeben verstehe» jiab; 1» fote« verhüttet werben durch jegliche Behörde imö -Snnrn verhaftet weiten durch irgUche Person ans

Räuber, Bandit mb Haüunke, jeder unreife Biersche haft >•# 9te»t,

Preußischer Lanvtag.

Abgeordneten Iums.

Sitzung vom 21. Januar 1911.

Aus der Tagesordnung ficht die Interpellation Pall enbo.ru übet i

dir Winzernot

,« Verbindung mit den dazu gehörigen Anträgen < Bai!' ng (ntt.) uirb Woyna (frf.); |

Abg. Kuhn (Ztr.) begründet bte Jnlerpellanon. ! Die Lage der Win^r to lehr traurig. Auch der Weht lag hat einmütig die HittsdedürU>gleit der Win­zer arr?rtannt. Wenn keine Hilf« gebracht wird, komntt es zur Verarmung eines ganzen Landstriches. Es ist ia toon viel zur itiefämp una ber Rebichädlmge ge. fchchen Aber wie groß die NM der mzer tatfachlich rst mögen Sie beNpieiSweiw daraus erleben, daß steUen- weifc die Bodenprette tn Den Wmngegenden um «fr Vrozent gefallen sind. Ernzelteft wird viel geübt, I wirlliche Abhitze kann aber nur peichaffen werden, l ment- großzügige Hilfe von ftaateweaen erfolgt.

Landwtrtschaftsmnüster Schor lenzer Liefer bespricht einaetzend die nerichiedenen ütevichaDlmge und ihre Bekäo.ipfung und geht dann aut Die eigentliche Kern- frage bte Unterstützung des Weinbaues felbtt em. Selbstverständlich werde der Staat, mit Eeldnntte! em» S'-n, ab« es fei nicht angängig» diete Hilfe unter-

>108 in gewähren. Es müsse beriPielsweise eme

-e nach oben gezogen werden; bei der öte Staats» Hilfe aufhöre. Liefe Grenze erachte er tür gekommen, wenn ein Weinbauer em Emkoimnen von 1800 refp. 2400 Mark habe. Vom deutschen Rvtweinbau ver­spreche er sich nicht mehr fetty vnch. una es sei eme große Frage, ob der Rvtwembau in Zukunft noch werde bestehen können. lei den betreffenden Wein­bauern anzuraten, sich zu überlegen, ob es; mcht besser sei, angesichts der ausländischen Äomurrenz des Rob weit: es und der Bevorzugung des Wetßmeinss sich anderen Kulturarten, vtelletchi dem Obst» oder Wein­bau zuzuwenden.

Nachdem eine Reihe weiterer Redner, wie Wolff- Biberach (natl), Barster (frf.), v Heimknirg (ton|.), »affin (Ztr.), Engelmann (natl.) und Dr. Krüger (frt). sich der Winz-r angenommen, »ahm

der Laudwirtf chaftsmiuister nochmals Anlaß, in die Debalte einyigretten uuö hervorzuheben, daß feine Aeußerung betr. den Rotweinbau nicht daom zp ver- ! stehen fei, daß demselben Bte staatliche Hilfe ent« logen werden solle, sondern daß es Situationen geben könne, wo ber Staat nicht tn ber Lage sei, eine Not­lage durch Geldmittel zu, bekämpfen. Hierzu gehören bte veränderte Geschmacksrichtung des Pichtlkums und die französische Konkurrenz.

Weiterht' bejetdjneten die Adgg. Gerhnrims (Ztr.)- Lieber (natl.). Well stein (Ztr.), Caliensky iZtr.) und Schreiner (Ztr.) bte Luge der Winzer tn den einzelnen Wem baagegenden als mehr ober weniger trostlos.

Die Anträge wurden an eine Kommtfsiou von 21 Mitgliedeui verwiesen, womit die. Interpellation er» lebiät ist.

Montag: Kleinere Vorlage und 2-, Lesung der ikeineren Etats.

bfefcn Weg mochte man doch ,o gern open lotuen. Für alle Hille, denn man fnnn nicht wisse» ...

Es sind ja erst wenige Jahre verflossen, seit die Welt von dem schöne» Plane des Königs EbuarS und des titttertiehmnngslustigen Delcasfö- erfahr, Frankreich in einem Kriege mit Deutichiand durch mre Landung mglischer Truppen zu unterstützen. Mckn sprach von einer Landung in Schleswig»Hol» ften, wozu alle Strategen den Kopf sckMtelten. Mel zweckmäßig« erfdjetnt eine Lanbtwg in Bel­gien bchnss unmittelbaren Zusanunenwirkens der uetbttnbetat Streitkräfte. Wan sieht, daß gerade äi-sjenigeit,'welche dft Srdeldemüudung affe» halten wollen, mit hem Durchbrechen der belgischen Neutralität rechnen. Da muckt es nun mehr als sonderbar, wenn hieftlben Leute sich aus die Ren» tralitätZverlräg« berufen, um Holland an der ver» izur Anweno»ngg.euutzze nno oamu ote umiupuui. NÄnstigen Sicherung feiner Neutralität zu hindern. Vorbedingung für eme teert)ame Wetterführung des

Dis Sicherheit Deutfchlanvs ist ur fest begründet, I großen bisher so erfolgreichen Werkes der Ansiedlung, a!S daß der Schlaf- unserer Nächte von deur Schicksale t dieser geniaEen SchSpfung BtsmariS, «füllt werde. dÄl Blissing« Festungspianes abhinge: Wir würden! Vielleicht erklärt ffch^d« Ostmarkenverein dem» einen ausgeznnwgWen Krieg auch bann# zuversichtlich I nächst auch eimnal darüber, worin beim bte bis» Eaüfuehmen, wenn die Scheide einem englischen Hilfs«! herigen „Erfolge" ter Antrpolenvoifiik bestehe«.

korps offen stände. Aber wir müssen, natürlich I ) ( Dfe rene Fernsprechgebührenordntutg ist von zbtii’.genb imlnschen, daß das Königreich: ber Nieder« ISetten ber Dä sseldorfrr Handelskammer (lande ein selbständiger Staat bleibt und sich ter sehr hart angegriffen worben auf Grund einer Be- geplauten engllsch-srcmzösiichen Vormundschaft rechnmrg, bei ter baS Anlagekapttak des Fernfprech- wehrt. Und bei der Beurteilung ber hochpolitischen I Netzes ganz ander« benwffen wird, al« es die Regie» Lane in Europa dürfen wir nicht übersehen, daß die rung tut. Die Düffeldorf« Sammer, die eine große euglssch-ftauzösifthe Eutmtt, die nach Herrn Pichon I Aftion au« dieser ihrer Entdeckung machen zu Broten

In btt großen Rehe über bte internationale Lage, die bra franzüsnche Minister des Aeuße-M, Pichon, kürzttch in der Deputterlenkammer hwlt, verbreitete er sich auch über di» Absicht d« hsllän- bischen Regierung,, di« Küste» des Landes, mrmentlich die Gebiete von Blrfsiugen und W» fietb »m-jMststaeck«, I HÄ^me» tegrüntet ist, durch er«» Zi^ngsemgrW

»«fehen. Er ^^e es fti nMwenülg. dnkch ? bjx, bestehenden Rechtsverhäli^'sss zu ändern. Befprechunge» mtt den Großmächten. mtnt aber auch hierin anderer Meinung sein

ob dies« Plan mchtvcrstoßeg^uteuB^tr^ » ebenfalls nicht unbetont gelassen,

von 1839, durch den dteNeulrattiat Belgiens garan- I

tourbeH.

Zahlreich find die Ordeusauszeichtw«gen, die att Parlamentarier verliehen worden sind. ES erhielten, vom Zentrum den Rote» Adlerorden 3. Klasse mtt der Schleift SenaSpräsident Wellstein, den Roten Adlerordeu 4. Klaffe Dr. Becker, Köln, Enge- len, Nacken, Wallenborn Den köntgl. Stronenorben 2. Klaffe: Dr Spahn f den köntgl. Krcmenordrn S. Klaffe: Schmieding und Trkmborn.

Bo» Vertretern der Gelftlichkekk erhtErn n. a. Auszeichrrungen: De» Rote» Adlerorden 2. Klaffe der Bischt öon Straßburg Dr. Fritzen f den Roten Wlerordeu 4. Klaffe: der Domkapitular frt Limburg Dr. Ksttcm, der Domherr in VreSkau Klose, 6« Dom­kapitular tn ff Sn Dr. Ludwigs; ben köntgl. Kronen- ordert 3. Klaffe: ter Domkapikular tn Paderborn Alt- Wt, der Stistsprobst in Aachen Dr. Belleshetm, der Zeneralfuperintendelit In Kassel Möller,

Außerdem erhielten zahlreich« Vertret« von Kunst und Wissenschaft und der Industrie sowie Männer tn kommunale» Diensten Auszeichnungen

Aus ffnrhesftn entfielen ». a. fvlgendr Aufzeich­nungen. Es haben erhalten

den güten Adterorte» brüt« Klasse mit der Tchterft: Reogebauer, Oberst, ffommanbeur des 2. KurheMchen Fekdartillerteregiments Rr. 47, Fulda.

D«r Rot« Adlerordeu trittter Klafft: Dr. An- dritzky, Regterungtrat in ffaffef. Beneke, orbentL Professor an ter llmversttät m Marburg. Berne- vitz. Professor, Htldhcrner, oxteutl. Lehrer an tet Kunftakatemi« in Kassel. Dr. Vorbei», Provtnzial- schulrat i» Stoffel, von Eonsbruch, Hauptmann, Lehrer an ter Kriegrsckmle m Hersftld. Duckstein, Rechmmgsrat, Oberzollkaffen-RenSant tu Kassel. Eiftrr, Rechnnngsrot, Sentmetfter m Biedenkopf. Foudn, Landgerichtsrat in Kassel, von und z» Gilsa, Rittergutsdefitzer m ®tlfa, Rteiä ^'tzlar Scmditz, Regterungs» trab Bäumt, Mitglied der Etftnbochadirektion in Kafftt Kinlbatnn. N^ rungS- und Forstmt tn Raffel. M«tde Ottern einnchmer, Kaufmann m Raffel. P«ler, Pfa und Retropotttan tn Koberg, D^Wolfhagm. Vetrenz Hauptmann z. D-, Beztrksoffizter beim Sartbroehr^trt Hersftld. Rhiel, Skudtpfarrer m Falte v. Rosenberg, Hsuptnnmn, Lehrer an bet Kriegsschule in Hersftld. Schröder, Rechnu. gsrat Ni-aterungSsekretär m »affet, tzkegemcmn, Senats- pr äfiberrt beim LDerlandesgericht in Kassel. Trebmg, Rechnungsrat, kknvmrftkätskuratorialsekretär in Mar« b-wm. 9. Trotha, Lanteat m Hünfeld. Tuercke, Landrat m Rotenburg a. F. Ulrich, Oberland« mess« bei der SyepalkomMission in EsckMeg« Bogt, Ott», Kommerzienrat hi Raffel .WasiE, Hauptmann, Lehrer an ter Kriegsschule tn Kas e Brstr««. OhrelmitetoerichtSrat « Kassel.

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