Zeitung
" fuldaer
Parteien bald in eine erbitterte parteipolitische Streb
Die
terei au8.
vrich^leidcr nicht ganz'die Lage im 3", tcttung der Ministerportefeuilles und dir Ernennung Voltskreise sind von tiefgehender Unzufriedenheit er-1 b.„ JL«-. «im ^tattbalter von Böhmen gescha-
kett wird unS^das Reich erhalten können Möge die ernste Mahnung in diesen Tagen an die Herzen aller gutgesinnten Deutschen anklopsen, daß fte in uner- ’ ..„k »»sonrmeniteben.
wochen-ttundschau.
s:s ^ulod, 20. Ammar 1911.
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bürget Regierung zu hintertreiben, ein Begumen, das hoffentlich ohnmächtig bleiben wird.
In Oesterreich nahm das Abgeordnetenhaus nach den Ferien die Vorstellung der neuen Negierung entgegen. Mmistervräsident Bienerth entwickelte fein altes Programm der gewissenhaftesten Lb- jektivität gegenüber den nationalen Streitfragen und kündigte den Beginn neuer AuSgleichsoerhandlungen in Böhmen an. Der Wortführer der Deutich-Radikalen erfinde, der Regierung keine unbedingte Gefolgschaft und anaeieDeuc -- - ■ . leisten zu können, da fte die Sache der deutschen Par-
errungen hat. Der glänzenden äußeren Lage ent- b bic Begünstigung der Polen bei der Beriet errungen ____u. cvmi()rn Weite >; . vl. ..nh hie Gmcnnuna
der Tmppm keineswegs sicher, der Einberufung der Reservisten zu den Fahnen hat nur ein sehr kleiner Teil Folge geleistet. Die monarchisch gesinnten VolkSkreise denken unter diesen Umständen ernstlich an die Wieder- berufung deS Königs. Die Anhänger des Thronprätendenten Dom Miguel hoffen, daß das Land den früheren König Manuel nicht zurückrufen, sondern eine eigene Dynastie Braganza auf den Thron sehen werde.
vsttsWirtlchaftUchez und Soziales.
Was der sozialdemokratischen Presse »sicht in den Kram hineinpaßt, das verschweigt sie wohlweiS- lich ihren Lesem. Rur über -die verrotteten Zustande in der bürgerlichen Gesellschaft" berichtet stch breit und in aller Ausführlichkeit. Die Tätigkeit und die Erfolge bet christlichen Gewerkschaften werden von ihr totgeschwiegen. Sir bmmht sich sogar W ost, Se „totale Ohnmächtigkeit" bet christlichen Gewerkschaften nachzuweisen. Als vm einigen Wochen fo schreibt man uns, m einem Fuldaer Textilbetriebe einem christlich organisierten Arbeiter ohne Angabe eines Grundes gekündigt wurde, glaubte die „tfttmfr futter Volksstimme" wieder einen fetten Ö<Wn ge- funben zu haben und berichtete flugs über diesen Vor- S untaZ Ueberschrift: .Zristgeweckschastl^ Lchnmacht." 11. a. wurde ausgesnhrt, daß die „Ge-
geblieben wären. Weil aber nicht die Hand des Fein- VS im Spiel ist und die Friedenszeit uns Spielraum läßt zur Nachprüfung jedes einzelnen Falles, so setzt die Kritik ein. Ließ sich das Unglück nicht vermeiden?
Moiisireiir |.uv -------,s-,---------- . . Ides Grafen Thun zum Statthalter von Böhmen geschä-
süllt die auf einträchtiges Zusammenwirken cmgewie- ^be Die Ernennung des Grafen Thun ist den P111 ' rr _____L sind durch blttetCll, I nlTprhmnSt recht .manaenehm, denn
Welche Vorsichtsmaßregeln für die Zukunft lehrt uns I der Vorfall?
Das gehört sich auch so. denn aus der Erfahrung mutz man klug werden. Der UnglückSfaü in Kielist augenblicklich noch nicht genügend aufgeklärt, so daß sich alle Nutzanwendungen noch nicht zrehm lassen Es ist sogar noch fraglich, ob vor der Oefsentlichkat die Sache bis zum Grunde enthüllt werden wird Dann gerade bet. diesen Unterfeebiroten, mit denen jede Ration chre eigenen Versuche macht, merken die wichtigen Einrichtungen geheim gehalten.
Bis jetzt drängen sich folgende Bedenken auf. Die Unterseeboote sollen, wie ihr Rame schon sagt, zett- weilio unter die Wasserlinie tauchen, um so unbemerkt einem feindlichen Schiffe sich nähem zu können. ES sind sehr kunstvolle und einpfindliche Bornchtungen nötig, um ein Schiff bald schwerer atSjWr zu machen und bald wieder leichter als Wasser. Tritt eine Störung ein, so kann das Schiss mcht wieder in die Schwimmlage emporkommen. Die Insassen können es in ihren wasserdichten Abteilungen mtt Hilfe des Vorrats an Sauerstoff Mar stunderllang cmshalten, aber es mutz doch für die schleunige Hebung eines verunglückten Unterseeboots gesorgt werden. 9U dem Zweck bat man in Kiel das große .Kranschiff „Vulkan" bereit gestellt. Unglücklicherweise war nun an dem UnglückStage der „Vulkan" zu einer kleinen Reparatur ins Dock gefahren. Als er zur Hilfeleistung gerufen wurde, mußte — bei ihm Dampf auf gemacht werden. Diese Verzögerung war die Wurzel des Unheils. In der Zwischenzett hatte man sich mit anderen schwächeren Kränen an die Hebung des gekippten und nur mtt der Vorderfpitze aus dem Wasser ragenden Unterseeboots gemacht. Diese Hebung gelang auch insowett, daß man 25 Mann der Besatzung aus dem vorderen Torpedorohr herausziehen konnte. Avet Offiziere und ein Matrose saßen aber noch in dem Ausguckturm unter Wasser. Diesen Turm vermochten die schwächeren Kräne nicht über die Wassertime zu bringen. Also mußte man da? Boot erst wieder sinken taffen, um dann das große Kranschiff darüber ’ zu führen. Das eintretende rauhe Wetter verzögerte weiter das Rettungsweck. Als endlich der Turm freigelegt und geöffnet war, fand man drei Leichen.
Konnte das Unterseeboot seine Hebungen nicht so lange aussetzen, bis das Hilfsschiff „Vulkan" repariert und wieder unter Dampf gefetzt war? Das ift
englischen Marine, die eine Art Taucherhelm bereit bält der den Leuten das Aufsteigen durch das Wckff-r hindurch gestatten soll. Ob bei dn Verwirrung auf einem verunMckten Schiffe und bei der Enge er Hoffnungen diese Vorrichtung zur Errettrmg ein« Besatzung ausreicht, müssen die Sachverständigen
Zamrtag den 21. Ianuar Mf.
38 öavreana.
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Wahl des Rechtsanwalts Dr. Foret, eines Zentrums- betört erklartznach Portugal zu gehen, um Anhängers, zum Metzer Bürgermeister bet der Straß- vor der Anarchie zu retten.
Die Privatbearntenversicherrmgs Vorlage.
die erste Frage, die eine gründliche Beantwortung er- i fahren mutz. V»m Standpunkte der schneidigen Seeoffiziers wird man vielleicht sagen, die Unterseeboote 1 müßten im Ernstfälle ja auch ^Arbeit machen, ohne daß ein mütterlicher Kranschiff Anter ihnen wäre. Aber die Tapferkeit im Kriege laßt sich mtt der vernünftigen Vorsicht bei Friedensübungen wM in Einklang bringen. Gerade wenn für Hilfe im Notfälle gesorgt ist, können die Friedensubtmgen re$t forsch und möglichst kriegsgematz durchgetubrt werden Dann können die Letter und die Mannschaft auch reichlich Erfahrungen sammeln, was bei Morn neuen Typ der tauchenden Schiffe von «anz besonde- rem Wecke ist. Die Erfahrungen gehen größtmtesiS verloren, wenn die Besatzung ihren Tod findet und doS ganze Fahrzeug verdirbt. Alle Muht«, und Interessen drängen also darauf bin, daß vorläufig die Uebungm der Unterseeboote nut im Bereich des fahrbereiten Krmtschiffes stattfinden.
Eine zweite Frage geht dahin, ob die drei Em gesoffenen nicht noch batten gerettet werden tonnen wenn man sofort nach bet Ankunft des „Sutton »on dm Versuchen mtt den schwächeren Krimen Abstand genommen hätte. Durch eine solche Umwechselung wäre freilich zunächst ein Zeitverlust eingrtreten ; doch aflet Wahrscheinlichkeit nach hätte die trafttgeie Leistung des „Vulkan" ihn bald wieder ausgeglichen. Der Letter der Rettungsarbett hat vielleicht den klei- neren Krcmen zu viel zugetraut: vielleicht Hirt er auch nicht gewußt, daß noch Personen in dem Turm eingeschloffen seien. ES ist abzuwartm, wie er seme Maßnahmen rechtfertigt.
Jedenfalls ist es zu beklagen, daß die Fernsprech- Verbindung, die zuerit durch eine Telepbonooje her- gchellt war, so schnell unterbrochen wurde und nicht wieder hergestellt werden konnte. Man sollte denken, daß doch mit Hilfe ton Tauchern an einem schiffe, das sich nur in so geringer Wassertiefe befand em Sprechdraht oder sonst eine Verbindung zum Meinungsaustausch in kurzer Zeit wieder angebracht werden könnte. Sind die Fernsprechapparate zu zart, so müßte für Unterseeboote ein derberes V erst and muri g 2- , mittel vorgesehen werden. Wenigstens durch Klo. f- signal nach dem Morse-Alphabet.
, In der Netehstagskommifsisn ist angeregt trorben, : daß die Besatzung der Unterseeboote mit Rettungs- • Helmen versehen werden sollen nach dem Mustertet
AnpoMtjche dettläufe-
(K.) Berlin, 19. Januar 1911.
Nachdruck verboten.)
Auf dir Reichsfeter am 18. fiel ein Schatten durch die Trauerkimde aus Kiel, daß drei brave Seeleute auf dem verunglücktm Unterseeboot ihr Leben eingebüßt.
Vor 40 Jahren, als der große Krieg tobte, mußten Tausmde für das Vaterland ihr Leben laffen. Ein franzHisches Sprichwort sagt, im Kriege gehe es nun einmal so zu wie im Kriege. Tie Opfer fallen auf beiben Seite« massenhaft. Es bleibt keine Zett, um dm Einzelnen lange Leichenreben zu halten. Auch kann man nicht untersuchen, ob nicht diese oder jene Weise hier oder dort sich «in Mmschenopfer hätte ver- mtiben lassen. Wer sich während des Krieges Ge- fühlswallnngm hingebm oder aus Kleinigkeiten ver- beißm wollte, würde untauglich werden zur erfolgreichen Fortführung de§ Kampfes. Wer die Hand an dm Pfüg legt, soll nicht rückwärts, sondern vorwärts schäum. Das gilt erst recht für dm, der die Hand ans Schwert legt. Jnnner vorwärts, über Berge von Trümmern und Leichen hinweg! Nur ba5 tapfere und zähe Vordringm unter Anspannung aller Kräfte vermag die blutige Kraftprobe zum schnellen Ende zu bringen, und gerade die Kürze des Ringens ist das beste Mittel zur Einschränkung der Opfer. Eine langwierige Kriegführung richtet viel mehr Elend an, als ein kräftiger Zusammenprall, der bald den schwächeren Teil zum Rachgeben zwingt.
Bei den Borbereitungm znm Kriege fallm auch schon Opfer. Well der Friede ein bewaffneter ist, müssen auch in Friedmszeitm Leute bei ben Waffen- übungm sterben. Dort finü ein Infanterist auf einem strammen Aebungsmarsch ober bei einer Manöveranstrengung zu Boden; hier wird ein Kavallerist über- rttten; an der drittm Stelle gehen Artilleristen durch ein borgeitig krepiertes Geschoß zu Grund; von der Besatzung der Kriegsschiffe sinkm nicht selten eine Menge zugleich in das Waffergrab. Diese Opfer des
ren Einigkeit im deutschen Volle bestellt ist. Die erste Etatslesung im Abgeordnetenhause, die von den Rednern der Konservativm und des Zen-
2. Blatt.
Druck uud Verlag der Zuibaee Actteudruckerrt in ünlba
prüfen. , n '
Prüfet alles und behaltet nicht bloß da» beste, sondern jegliches gute! Die Verluste in Frievmssrt. ten müssen eingeschränkt werden, soweit dies mir ebm möglich ift. Auch wenn die Vorsichtsmaßregeln hohe Soften machen, so lohnen sie sich doch. weil dadurch an sehr teurem Material, an unschätzbaren Menschenleben und an wertvollen Ersahmrigen gespart wird.
Auch die sogen. Eroberung der Luft hat neuer- dmgs weitere Opfer gefordert. I« einem stillenpoM' merschm See hat man die Leichm zweier Lustschlffer gefundm sowie den Ballon, mit dem sie Ende Dezember in Bersin aufgestiegen waren.
Unterseeboot und Luftfahrzeug habm eine gewW Aehnlichkeit. Ein gewöhnliches Schiff bewegt sich teils im Wasser, teils in der Lust; ein Wagm befindet sich in der Lust, hat aber seine Räder aus dem Erdbodm. In der gleichzettigen Benutzung zweier Aggregatzustände siegt eine größere Sicherheit begründet. Wenn aber baS Unterseeboot nur Waffer über unb unter sich hat und wenn das Luft,ahrzeug vollständig den Windm preiSgegebtn ift, fo ffeigen bie Gefahren in riesigem Maße. Unterseeboote brauchen wir zur Verteibigung bes Vaterlandes; wer dabei fehl Leben riskiert, handelt vernünftig und Ich will auch dm kühnen Leuten, die mit dem Lenk ballon ober mtt Flngmafchinm Versuche wachm emrn outen Sinn unb Zweck ihres Waomsses zugeftthen. Aber baß man getabe an einem Wintertage nachmtt- tag? mtt einem Fernballon aufftelgen muk um wäh- renb ber langen, stockfinsteren Nacht aufs Gerabewohs in bie Welt hineinzufahren ober vielmehr sich willen- los tragen zu lassen, das erscheint mir weder notwendig noch nützlich. Was soll denn bei einer solche, ziellosen Ballontour während der Winterurcht eigentlich herouskommm? Ein waghalsiger Sport, dessm unglücklicher Seil auf hoffentlich abschreckend wirken wird!"
Wagen ist gut; aber erst wägen, ob es sich : l0hnt.
Von parlamentarischer Sette gchm uns zu der Vorlage folgende beachtenswerten Ausführungen zu.
Das Erscheinen der Vorlage an und für sich ist erfreulich unb beweist, daß bie Regierung dm 'N gewordenen Auftrag und das von chr abgegebene Ver- sprechm erfüllt hat, nämlich, diesem Iieichstage ncch bie Möglichkeit bet Erledigung der Vorlage zu geben Auch dem weiteren Wunsche wurde Rechnung getrogen, daß der Entwurf nochmals der Kntck der beteiligten Kreise unterbreitet werden möge. Hrerm ! kann ein die Erledigung der Vorlage förderndes Moment gefunden werden, es kann aber auch gerade dieser Umstand eine ernste Gefahr für die Notlage werden wenn nämlich di- Kritik das im gegenwärtigen Augenblick zulässige Maß, überschreitet wenn sie zu lange Zeit in Arffvruch nimmt, wenn sie den wichtig- I sten Grundsatz außer acht läßt, daß die Politik dir I Kunst des Möglichen ist. Wird die Kritik in wenigen Wochen abgeschlossen sein, bann kann ber Vnnbesrat sich nicht hinter den Einwand verschanze.,, daß der Moment für die rechtzeitige Prüfung der Vorlage in I feinem Gremium verpaßt, daß die Zeit zu wett vop 1 .. J 7. für Nermstaa
noen mugiuy iuui<. Also vor allem. ^Maßhalien in ber° Krisik, keine Haarspalterei, leine öonberbunbdei, soudem geschlossenes Vorgehen, damit eine gesetzliche Gmndlage gelegt werde, auch wenn sie nicht all berechtigtm Wünsch- erfüllt Arbeitet so die Privatbeamten schast prompt und klug, nur dann wird die Vorlage noch von diesem Reichstage zum Gesetze erhoben werden können.
Nun ein Wort über die Vorlage selbst. Und da I sagen wir gerade heraus: Die Vorlage enttäuscht sowohl der Form, als auch dem Inhalte nach. Der Form nach, weil statt der in knapper Form gegoffeticr unb nur wenige Paragraphen enthaltmbm Vorlage - wie sie seiner Zeit aus maßgebmbem Stunbe in Aussicht gestellt war - wir einen langen, amiahemd I 400 Paragraphen umfassenben Entwurf erhalten ha- I ben ber eben wegen seiner vielen Bestimmungen auch viele Reibungsflächen und vieleAiiknüpkungspunkte für die Kritik bietet. Möge sich die Klugheit der | Privatanaestellten hier bewähren und diese gesahrliche
, . Dem Inhalte nach enttäuscht die Vorlage in
'Revolver-1 einzelnen Puntten recht bitter, weil ste unter dem
; I bleibt, was bisher als Diindestmaß Hessen galt, was t die Prtvatangesteüten fvrderu z>l dursen glaubt^ Falsch aber wäre es, in dem von der Regierung zu oebilligten Maße einen Mangel an Entgegenkomnwn seitens der Regiemng erkennen zu wollen. Man be= denke daß die Kritik von Setten der beteiligten Ar- beitgeberkreise in den letzten Monaten kräftig emge- setz?hat, man vergesse nichtdaßeme mchtzuunte^ schätzmde Minderheit der Angestellten selbst sich ablehnend verhalten unb an einzelnen Ausführungen ber Denkschrift, welche bie Gmndzüge ber von der Se= otemiS geplanten Regelung der Fräse enthielt, eine äußerst scharfe Kritik geübt hat. Dte RegleruM, welche ernstlich etwas zusianN bringen will, muß mtt diesem Umstande rechn«, Eme Rachgieblgkeit nach diesen Seiten eckennen n?ir nicht als eine Unfreundlichkeit gegenüber den Angestellten an, s°"deim als em Gebot der Klughett, da «ne gewHe Elastizität eher mm Ziele führen wird, als starre Sprödigkeit, welche gar zu leicht als Endeffekt nur Scherben in unjereu Händen zurücklützt.
Die Strllu «« der Angestellten zu Plane bet Privatbeamtenversicherung war unb ist bekanuüich eine verschiedene; die einen wollen mehr, die anderen weniger. Wir hatten ,uiS an dem was der di- große M-hrhett vertretende H-uptaus;chuh seiner Zeit als das Wünschenswerte und seiner Meinung nach Erreichbare bezeichnet hat.
teilen Erwerbs- und Benissstänbe sind durch bitteren, I Deutsch-Radikalen allerdings recht .mangenehm, denn neiderfüllten Hader zerrissen, die christlichen Konses-1 w e§ gewesen, der 1898 als Ministerpcapdeut gegen stoiien sind durch das Wirken bemssmaßlger stören- Mc b^tsche Obstruttivn gegen die Dprachenverochnmi- L„he Lfa tiehte verfeindet. Die inneren Feindselig-1------— «rfuhrf bat Als Sartei-
feiten, ein trauriges Erbteil der Deutscheii, ti;z-n , oud, ein großes Teil ber Schulb an bem ubcr/.ach- rtae'i Vorbringen der internationalen sozialdernokro-
e der geschworenen Feindin von Staat. Monarchie und Gesellschaft, und sie verhmdem eben.o den Zw temmenfcbluß aller staatstreu geMnten Bolkskreise -um Kampfe gegen biete große Gefahr. Unb doch ‘Renten tote aus der Geschichte genugsam belehrt «ein, -L nur ie feste Einigkeit der deutschen Stamme wiserem^ BEe Anfeheu und Macht zn schützen vermag Die Einigkeit hat uns vor nunmehr 40 Jahren
Das deutsche Volk feierte in dieser Woche ein be- deuffames ErinnemngSfest, di- 40 Wuderlehides X; * Lr Kaifervroklamatlon zu Versail- IrS^der Gründung des neuen Deutschen R-iche^ Der Rückblick auf die verslosienen vier ^ahrzehnle erfüllt uni raU Stolz und freudiger Genugtuung, wenn mir heuten an den bewundernswerten Aufschwung, den unser Reich und Volk auf wirtschafttichem und kultu- >ellem Gebiete genommen hat, an die hervorragende Ä< Ms* * 2" Ä
Zunächst öerlangte er, daß daS Gesetz die V erst che r n n g s Pf licht für alle Privatangestellte (einschl. der Gehilfen unb Lehrlinge in Apotheken) bie bas 16. Lebensjahr vollendet und beim Omtrttt in die Versicherung das 60. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, feftiege. Die Vorlage bleibt hinter dieser Forderung bebartenb zurück denn sie umfaßt 6 Kategorien, sie gibt aber in § 4 bem Bimbes- rat bi- Befugnis, allgemein bte Vecsicherungspslicht auf solche Personen zu erstrecken, welche eine ähnliche Tätigkeit tote bie im §1 genannten au, eigene Rechnung ausüben. Als Soraussetzung ber Versicherung stellt der Entwurf fest, daß das Jahresverb lenst Die Grenze von 5000 Mark nicht übersteigt; ber Hauptausschuß hatte beschlossen: --GrunbgehÄt für Bemessung von Leistungen unb Belagen RB0 Mach Ferner verlangte bet Hauptausschuß Ausschluß bet freiwilligen S elbftv ersich erung; bet Entwurf bestimmt in § 15:
Wer aus einer vernchetungspflichligen BejchaM- auna ausichetdet und mtnbefienS t>0 Bionatsbenroge aus Grund der Bersich-rungspflicht "iteichlel Hal, Ian» Die Versichetung fteiroiSig wrt,etzeu «•
Mvnatsbenräge enttid)tet bat, sich die dis dayin er worbene Anivailichait durch ffahlung einer Anw kennunasaebühr erhallen. Die Brriicherung kann auch während des Anienthaltes des Belsicherleu im Aus« Mnd freiwillig foilgesetzl oder aufredit erh ilten werden.
Als Beiträge hatte der Hauptausschuß, entsprechend der zweiten Denkschrift 8 Prozent festgesetzt, bte zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer unb Arbeitgeber zu zahlen seien. Für bie Gehaltsklafsen bis zu 1800 Mack sollte ber Beitrag so abgestust werben, daß er insgesamt (Beitrag zur Invalidenversicherung zuzuglich Beitrag zur Pensionsversicherong) hochstens lO Vroaent beträgt. Der Entwurf ftellt in § 16 neun GehaltSsiusen fest, die sich von her untersten Stufe - bis zu 550 Mark — hinaus bewegen bis jOOO Mark Die Höhe der Beiträge steigt von 19,20 Mack jährlich bis auf 319,20 Mack in der höchsten stufe, beträgt also prozentual unten weniger, oben mehr
Diese wem am Andeutungen mögen genügen für h«tte. Sache der Verbände ist es, ohne jeden Verzug an die Arbeit zu geben und m ben örtlichen Organisationen die Angelegenheit zu beraten und zwar unter bem leitenden Gesichtspunkte daß wirkliche und nur prattische Arbeit geleistet wirb Die Alles- ober Nichts-Theorie hat völlig auszuscheiben, sonst wir» währenb ber Lebensbcmer «t’tetef der Sache nichts mehr. Der Reichstag semerseW wirb es an Eifer nicht fehlen lassen. 3Ar können mtt- testen, baß einer der in dieser Frage führenden Ab- georbneten bes Zentrums sich bereits nut den fuhren- ben Herren in anbeten Parteien in Verbindung gesetzt hat, um ein einheitliches Zusammmwicken M sichern und dadurch die Erledigung in der "*°sWn Zeit zu gewährleisten. In wenigen Wochen mutz dann auch das abschließende Urteil des §au$tauS- schuffes vorliegen, ba jetzt noch «mnÄ Kräfte anspmmen muß, um das Schifflein durch die letzten Sturmfluten hindurch in den Hafen zu bangen, wenn dabei auch ber eine oder andere Teil der Ladung über Bord gehen sollte.
gen einen scharfen Kampf geführt hat. Als Parteigänger der Tschechen ist er indessen nicht anzusprechen, er steht vielmehr beiden Sagem objektiv gegenüber. Seine Ernennung dürfte ein glücklicher Griff des Herrn v. Bienerth gewesen sein.
Die französische Kammer hat eine eingehende Aussprache über die auswärtige Politik vor- genommen. Der Minister des Auswärtigen, Pichon hielt dabei eine Rede, bie formell ganz ausgezeichnet ,;int,tn y,Lcmiuiu --- -- v W i
! gewesen sein mag, sachlich aber s-lw dürftig wat Die ' sei, als daß eine Erledigung ^ Reichstag Hauptsache war, daß et die Bedeutung der Potsdamer 1 möglich wäre. P"8- nTUnv gnn66aIten ln
i (Sntrebue, wie sie von dem deutschen Reichskanzler 1 - — - <-.
bas neue »s — «77- . r. dargestellt worden war, vollauf bestcttigen mußte. Wenn
frcmzöfifchen Schlachtfeldern brtcheert, nur die Emig^ Eindruck dieser Feststellung durch em möglichst
I ■■ 8 • - *--= »rhnlfpn können. Möge die | _ gefärbtes Bild der Stellung Frankreichs im Kon
zert der Mächte zu mildern suchte, so handelte er je- fluiQcnnnitn • r. < ■ hcufciU^ fcljt fluG unb bcfcicbißtc otc «Jit51
schütterlicher Treue und Cinigkeit .. ö"!ammenstehen,! q|entng§m£brbtit, Bon den Bänken der Opposition alle ehrlichen Berufs- unb Erwerbsstanbe, beibe chast-1 6^ per oppssttwuellen Presse klmig das Urteil lichen Konfessionm in christlicher Lieoe beceint zum ^dingS wesentlich anders. Hier Erbe die Frage Kampfe gegen die äußeren und inneren Fembe von welchen Wert beim nun eigentlich das Bund-! Reich und Volk. . , IM mit Rußland noch habe. Es scheint also batz
Getabe bte letzten Tage haben wieder den rau- m(m jn «Eilreich die Bedrntung der franko-russischm tigert Beweis geliefert, wie schlecht es mit ber innc= I früher anders aufgefaßt hat, ob es wmiastens ' -------- - ,ft -,e erfte 1 bie russisch«! Staatsmänner getan haben, daß man es
zur Quelle von Hoffnungen gemacht hat, die taisäch- di- von den Rednern der Konservanven uno veo unbegründet waren. Doch das ist eine interne
trums in versöhnlichem Tone eröffnet wurde, artete blegenhett unserer weltlichen Nachbarn. Wir dadank der aufhetzenden Ilngrifse von ,eltm der liberalen « ynnm nut mit Genugtuung die Worte des
Parteien bald in eine erbitterte parteipolitische Strei- ®id)On beffätigeti, daß das deutsch-russische Ab- tcrei aus. Die Mahnung des Zentmmsredners, des Z ^en nicht eine Gefahr, sondern eine sichere Burg-1 L7ue"alÄlick überwinden! Grafen Ptaschma, an alle bürgerlichen Parteien J Weltsrieden bedeutet. Auf den fron- Kl^gluckiich^berw^
Religion und Monarchie zusammen zu stehen unv zu- ' Ministerpräsidenten Briand wurde,m Bet-' sammen zu arbeiten und dabei das Trmnende nach ber Kammersitzung am Dienstag ein Revolver- Möglichkeit auszuschalten, fand bei den liberalen ^tentat verübt, dessen Urheber in der Person eines Wortführern nur eine höhnische Absage ©in traw I ifteg{ranten 'früheren Beamten sofort vechastet riges Zeich-n der Zeit ist es. daß als Mittel im Briand blieb unverletzt, der neben ihm sitzende
Kampfe gegen das Zentrom das von alters her b« ^ttor des Armenswesens Mirman erhielt einen liebte und leidet niemals ganz ^olglose Kulttir-1 (~trfiFfAt)fe „„ be. gßflbe.
KWDLMDZL-MW
SääXääWS s I- Elsaß-Lothrinsen zu einem Anhängsel beS Königreichs Preußen gemacht werde. Obwohl eS notorisch ist, daß die Sortaine sportive ihre Anhänger gerade in den Kreisen hatte, die dem Zentrum feindlich gesinnt sind, so wird doch das alte unehrliche Spiel wiederholt, das Zentrum für die Ausschreitungen des Vereins verMtwortlich zu machen. Mt besonderem