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Samstag bett 2l. Januar Ml-

38. Jahrgang.

fuldaer

N Zeitung »

3. Blatt.

Druck und Verlag der Zuldaer Lcilendruckkret tn üulba.

Ratten I ser denken, aktuelles.

'eine schwere Kollision unter Wasser statt, wahrend A 9 mit einem Haudelsdampfer zusammenstieß und emste Havarie erlitt. Auf C 8 wurde durch eine Gasolin- explosion der Kommandant getötet und 2 Mann ver­

laufen.

Der Vulkan ist das beste Hebefahrzeug, das augenblicklich tn den Flotten aller Länder vorhanden ist. ES besteht an» zwei Schiffskörpern, die nebenein­ander [legen, und die an den beiden Enden über Was­ser durch eine gemeinsame Deckkonstruktion miteinander verbunden sind. Sein hauptsächlichster Vorzug besteht in seiner großen Tragsähigkett. Die heutigen Unter­seeboote haben ein Gewicht hon 450 Tonnen, das bis auf das Doppelte gesteigert wird. DaS französische Hebefahrzeug für Unterseeboote, der Vllcane, hat eine Hebekraft von 70 bis 120 Tonnen. Naturgemäß kommt dieses Hebefahrzeug für die Bergung moderner Unterseeboote sehr wenig tn Betracht. Es hat sich auch seinerzeit bei der Katastrophe des französischen Unter­seebootes Pluviose am 26. Mai 1910 gezeigt, daß die­ses Hebeschiff durchaus nicht den Ansprüchen genügt, die an ein derartiges Schiff gestellt werden müssen. Der deutsche Vulkan zeigt da ganz andere Eigen­schaften. ... , , , ,r.

Der Dienst auf einem Unterseeboot ist naturgemäß äußerst schwierig und erfordert größte Ausdauer, Gewandtheit und viel persönlichen Mut Ein anschauliches Bild von dem Treiben an Bord eine» Unterseebootes im Dienst, das gegen einen mar­kierten Feind klar gemacht hat, entwirft ein Wiener Fachblatt, dem wir folgende fesselnde Schilderung ent­

nehmen:

An Bord der Unterseeboote herrscht erregte Kam- pfesstimmung. Alle Mann sind auf ihren Geseafts- stationen, die Sicherheits- und Nettungsvorrichtungen sind gebrauchsbereit. Mit hartem metallischen Schlage in den Zylindern rattern und dröhnen die Motore ; den Rettungsgürtel umgeschnallt, die Schmierkannen m der einen Werkzeug tn der anderen Hand, beaufsicytigen die Maschinenleute den wahnsinnig hastenden Lauf ihrer Motoren hier die Saget ob etwaigen Warmlau­fens vorsichtig fühlend, dort Schrauben nachziehend, bewegte Teile schmierend, die Aufmerksamkeit trotzdem | unverwandt auf den Maschinentelegrapuen geridjiet.

huscht ein starkes Lichtstrahlenbündel über fein Ge­sichtsfeld, ein nicht mißzuverstehendes Zeichen, daß der drohende Angriff an Bord der Schlachtschiffe bemerkt wurde, und daß die Schiffsungetüme sich zur Abwehr vorbereiten. Noch rasch einen Blick auf den Torpedo­visierapparat, eine letzte Kontrolle der Richtelemente zur Torpedoeinstellung, dann em entfchloffenes Signal und die Stahlzigarre schießt, weiße Blasen zui: Mee- resobersläche aufwerfend, aus dem Buge des Bootes heraus, um gerade gegen das Ziel zu rasen, während das Boot nach dieser Gewichtserleichterung mit seiner Spitze heftig nach oben schwenkt, durch die eingeleite­ten Kompensationsmaßregeln aber schnell wieder be­ruhigt wird. Indessen ist man noch iläher an ben mäch­tig aus dem Master ragenden Gegner hecangttommen, der uns unter Master nicht sehen kann. Der Torpedo ! bat fein Ziel nicht verfehlt. Das Uiiterseeboot wird

-um Auftauchen gebracht. Nun wird heimwärts ge- ! steuert und dann mit der Reinigung begonnen.

Nur m den seltensten Fällen wird sich ein Unter» feebootSangriff in der geschilderten Weise glücklich voll- sühren lasten. Es ist dabei nicht nur die Waffe des

empfände

Wie die Maus ist die Ratte em Haustier, das dem Menschen gegen seinen Willen überall hin folgt und sich als unwillkommener Parasit in seinen Wohnstätten festsetzt. Funde aus der Pfahlbautenzeit haben erge­ben, daß sie schon damals auch in Deutschland heimlich war. Allerdings nur die schwarze, jetzt ziemlich selten gewordene Hausratte, die in den kalten Ländern ganz fehlt und immer warme Klimate bevorzugte. Im 18 Jahrhundert gab es nämlich einen großen Ratten­krieg unter diesen Tieren selbst. Damals machte die größere und stärkere rötlich-braune Wanderratte von Asien her ihren ersten Einfall in Europa. In langen stügen durchschwamm sie die Wolga, setzte sich zuerst in England fest, tauchte dann in Frankreich und Nord­amerika auf und hatte in ihrer grausamen Mordgier die schwächere Schwester bald überall ausgervitet oder vertrieben. Bei ihrem starken Bedürfnis nach frischem Trunk lebt sie gern in dec Nähe von Master, darf aber deshalb nicht mit der graubraunen, kürzer geschwänzten Wasserratte verwechselt werden, die sich von Pflanzen nährt, niemals in die Hauser kommt und nur durch Unterwühlen der Ufer Schaden anrichtet. Daneben kommt in Verein; ckten Exemplaren noch die Weißbauch­ratte vor.

Betrachten wir das Aeußere des Tieres genauer, so fallen uns neben dem langgestreckten Leibe als be­sonders charakteristische Merkmale der glatte, nackte, die Länge des Körpers erreichende Schwanz, wie die vier meißelartigen Schneidezähne auf. Diese zwingen die Ratte zu immerwährendem Nagen, denn da sie be­ständig nachwachsen, würden sie ohne die hierdurch herbeigeführte Abschleifung mit der Zeit ben Schädel durchbohren. In der Tat hat man Ratten gefunden, bei denen ein oberer Zahn abgebrochen war, der un­tere sich infolgedessen zu einem richttgen Hauer ent­wickelt und das Gehirn durchdringend, ben Tod des Tieres herbeigeführt hatte. Auch der Schwanz kann der jungen Ratte verderblich werden, sobald, sich bei mehreren derselben ein sogenannter Rattenkönig bubet. Die Erscheinung ist verhältnismäßig selten, doch ge­ben die in manchen Museen vorhandenen Präparate eine deutliche Anschauung davon. Kommt nämlich ein Wurf von Ratten in einem Neste mit zu engem Aus­gang zur Welt, so verwickeln sich beren Schwänze unb eine krankhafte Ausschwitzung verfilzt sie zu einem un- lösbaren Knoten, bet das schließliche Zugrundegehen der Tiere zur Folge hat. ES sind Naturspiele dieser Art gefunden worden, bei denen 30 und mehr Ratten zu einem Knäuel verwachsen waren, und der Aber­glaube früherer Zeiten ließ inmitten solcher hilflos verbundener Geschöpfe im Schmuck einer goldenen Krone ben ben Rattenstaat beherrschenden König

Ratten.

Von Franz Wichmann.

— Ein häßliches Thema — wird der Le-

— Aber leider darf man sagen — em

I Hebel bei den Unterseebooten leiden. ES ist nur zu I wünschen, daß unsere Marine wie bisher in vernunstt- I Eer Reserve bleibt, um ein Spiel mit Menschenleben zu vermeiden. EmS scheint auch heute trotz allen Ent- i hvsiasmuS für die unterseeische Waffe festzustehen, daß ! daS Unterfeeboot wohl eine Bereicherung unserer Ma- i rine, aber keinen Ersatz für irgend eine überseeische Schiffsart darstellt.

thronen.

Eine besondere Vorliebe hat die Ratte für den Pro­viant von Schiffen, und um auf diese zu gelangen, be­nützt das ebenso gewandt kletternde wie schwimmmde Tier oft die das Fahrzeug haltenden Taue al» Uebev- gangsbrücken. Das schwimmende Hau» zu verlassen, treibt es nur die Sehnsucht nach frischem Wasser ober da» instinktive Vorgefühl einer kommenden Gefahr. Der Volksmund hat dieses rätselhafte AhnungsvermS- gen in dem Sprichwort- ausgedrückt: „Die Ratten verlassen das Schifft, um ein ben Seeleuten drohende» Unheil zu bezeichnen. List und Klugheit lasten sich dem unsauberen Tiere ebenfo wenig absprechen wie BUiakcit unb Gefräßigkeit. Zumal beim Transpott

= Das Unterseeboot.

Der bedauernswerte Unfall von ,U 3", bei bem drei tapfere Seeleute ihr Leben lasten mutzten, lenkt erneut bie allgemeine Aufmerksamkeit auf ine jungfte ber Waffen des Seekriegs.

Der Gedanke, die gewöhnlichm Torpedoboote durch Untettauchen nahezu unsichtbar zu machen und damit gegen das feindliche Feuer zu sichern wurde S in Frankreich im letzten Jahrzehnt de» vergangene Jahrhunderts praktisch *nommen. Man begann dort mit dem Bau sehr kleiner Boote, die im aufgetauchten Zustande nur ein ganz winziges Ziel boten, untergetaucht aber erhebliche Tiefen unter bet Oberfläche erreichen konnten, und sich von hier aus vermittelst einer ausziehbaren Stange nut einer optischen Einrichtung, .Periskop" genannt über die Vorgänge auf dem Meere unterrichten korntten. Zahl- los waren die Versuche, die mit einer SMizm Reihe solcher Fahrzeuge angestellt wurden, um über die de- Iten Methoden der Höhen- und Tiefeissteuemng, sowie über die anzuwendende Triebkraft Erfahrungen zu sammeln Zu militärisch brauchbaren Ergebnissen kam immerhin längere Zeit nicht. Weder die Ge,chw,n- digkeit über und unter Wasser, noch die Seeausdauet und Manövrierfähigkeit entsprachen den zu stellenden Anforderungen, und eine Reihe schwerer unö Uemet Unfälle erwies immer von neuem d>e Unzuverlässigkeit be» vorhandenen Materials unb bie Schwierigkeit

ben Flottenmanövern zu Gnmbe unb im Mai 1910 tarnen 27 Personen um» Leben bet bet Kollision bet

Pluviose" mit bem Dampfer .Pas be Calais."

Diese lange, traurige Liste zeigt nur zu deutlich, daß e» bl» in die heutige Zeit hinein um die Sicher­heit der Navigierung und erst recht de» Manövrierens mit Unterseebooten noch recht schlecht bestellt ist. Um- somehr muffen wir un» freuen, daß unsere Marine- Verwaltung e» bisher verstanden hat, durch äußerste Vorsicht und Zurückhaltung uns vor ber schrecklichen Kinderkrankheit biefer neuen Waffe zu bewahren. Ein unglücklicher Zufall hat eS gewollt, daß das Mutter­schiff .Vulkan" vorübergehend nicht verfügbar war, al» .U 3" seiner Hilfe so dringend bedurfte. Wahrschein­lich wäre da» Unglück dann noch glimpflicher abge-

von leckerer Beute, unb dazu gehören in erster Lini« die Eier, zeigen sich die Ratten äußerst intelligent. Sie bringen e» fertig, zerbrechliche Eier vom speichet über alle Treppen hinab wohlbehalten bis In ben Keller eine» Hauses zu schassen, unb auf ebenem Boden hat man sie geraubte Gegenstände schon in der Weise be- fördern sehen, daß die eine Ratte, auf dem Rucken liegend gleichsam daS Fuhrwerk bilbete, wahrend eine zweite sie an bem al» Deichsel benutzten Schwänze fortzog. In verzweifelter Lage stellt die Ratte sich tot oder entschließt sich zu äußerstem Widerstande, wie sie sich denn auch ihrem erbittertsten Femde, dem Wieftl, gegenüber ost mit grimmigem Mute verteidigt. Die Tapferkeit ist indessen nicht die einzige anerkennens­werte Eigenschaft des garftigen Räubers. Geht ihre wilde Mordgier auch so weit, daß sie hungrig üch am eigenen Geschlechte vergreist, so ist sie anderseits auch wieder mettwürdig hilfsbereit, und daS Gekreisch eines bedrängten Gefähtten lockt ost ganze Scharen heraneilender Helfer in die gestellten Fallen. Ebenso bat man beobachtet, daß alte hilflose Ratten von den jüngeren unterstützt, ja daß erblindete von anderen an einem Strohhalm geführt werden, und wenn der schon erwähnte Rattenkönig eine Zeitlang i-m Leben frist«r kann so ist das jedenfalls auch nur durch bte teilneh­mende Fürsorge ber Kameraden möglich.

Zu helfen weiß sich die schlaue Rcttte so ziemlich in allm Lagen, besonders wo es gilt, die ersehnte Beute zu erhaschen. Man braucht nur daran zu ben- ken, wie sie zu Oel unb Simp auch In engen Gesäßen gelangt, Inbcm sie den langen Schwanz durch die Gest- nung senk und den wieder herausgezogenen ablectt. Daß ein Tier von so hochgradig« Intelligenz, sich auch leicht zu allerlei Kunststücken abnchten laßt, kann weiter nicht wundernehmen. So haben denn lange in unterirdischen Kettem schmachtendeGelangene sich hau- fig damit abgegeben, bie sie besuchenden Saiten $u zähmen unb zu dressieren, und emmal an ben Men- schen gewöhnt, hören sie nicht nur auf bie ihnen ge- gegeben Namen, fonbetn erweisen sich auch dankbar unb anhänglich.

Ein irgendwie für den Menschen nennenswerter Nutzen läßt sich dagegen dem schädttchm, oft mit sinn- loser Zerstörungswut vorgehenben Nagetiere nicht ab- gewinnen Sein Fleisch macht höchsten» die furcht- barste Not genießbar, wie ja 1870 un beteuerten Pa­ris die Ratten auf ben Speisekarten feiner Restaurant» als leckere Braten fungierten. Lebend werden die sehr schwer zu fangenden Tiere hier und da begehtt und nicht schlecht bezahlt, um Hunde in ber Jaod auf sie einzuüben, unb früher stellte man auch Handschuhe au» ihren Fellen her. Auf eine ähnliche Verwertung der- selben ist man in ben letzten Jahren in Kalkutta ver fallen, wo man sie zum Einbinden von Huchem zur Fabrikation von Portemonnaies und anderen kieinm Lebergegmständen verwendet. Mag diese Industrie auch jährlich einen Gewinn von etwa einer Million abwerfen, so wäre e» gleichwohl nur zu wünschen, wenn die räuberische Brut gänzlich von d«Erdeöe> tilgt werden könnte, was aber voraussichtlich nur em frommer Wunsch bleiben wird.

Schon im letzten Frühjahr tauchten die langschwan- zigen Nagetiere in den Spalten der Zeitungen auf. Bei der Ueberschwemmung von Pans trieb da» Hoch­wasser ber Seine sie aus ihren gewohnten Schlupf­winkeln ber Kanäle in bie Keller unb Weber bie stab- tischen Rattenfänger noch bie Angestellten bet Straßen- reinigung vermochten der unheimlichen Invasion Herr »u werben Neuerdings hat man infolge der Pestfalle in Rußland und England ein besonders scharfes Auge auf die garstigen Tiere. Bekanntlich sind ja die Rat- ten nach neuerer Feststellung durch bie ihnen anhaf­tenden Flöhe, die gefürchtetsten Verbreitet der S-uche, unb sie zu vertilgen, ist die erste und wichtigste Maß- nähme gegen deren weitere Verbreitung. So haben wir in letztet Zeit wiederholt von dem in Suffolk er­öffneten Rattenkrieg gelesen. Dec Vernichtungskampf gegen die Träger des Pestbazillus ist hier bereits zur nationalen Attion geworden. Die Geistlichen unter­stützen sie von den Kanzeln, eigene Rattenklubs otgam- ’ieren sich, nm das von den Behörden unentgeltlich ver­teilte Gift zu legen, und tausende von prv'essionellen wie fteiwilligen Rattenfängern haben mit vereinten Kräften im Laufe einer Woche nicht wenig« als 100 000 der gefährlichen Nager zur Strecke gebracht.

Der Uneingeweihte staunt über solche Zahlen, beim im allgemeinen ist es wohl wenig bekannt, in welch ungeheuren Massen sich die schädlichen Tiere in allen Kulturländern eingenistet haben und mit welchem Auf­wand von Mitteln man sie dauernd bekämpft. Vor drei Jahren erst sah sich bie dänische Regierung zur Eröffnung eines umfassenden Rattenktteges genötigt. Die auf jeden Kopf gesetzte Prämie ergab in zwei Jahren ein Resultat von 2 Millionen getöteter Ratten, bie dem Staate auf 307 000 Kronen zu stehen tarnen. Und doch war das noch ein Gewinn, denn der in der gleichen Zeit von den Tieren angerichtete Schaden hätte sich noch weit höher gestellt. In Frankreich be­ziffert sich dieser jährlich auf ca. 160 Millionen Fran- ken, in Deutschland auf rund 200 Millionen und in England gar aus 300 Millionen. Letzteres Land gibt denn auch jährlich bei 5 Millionen Matt für die Be­kämpfung des Hebels aus, ohne baß, wie man jetzt sieht, ein nennenswerter Erfolg erzielt wird.

Ist schon die weit harmlosere und nicht einmal un­schöne Maus vielen Menschen unsympathisch, so gibt es wohl kaum eineu, der nicht gegen diese Maus in vergrößerter Auflage einen natürlichen Widerwillen

strumenten, Handgriffen, Ventilen, Stellräderw, Sig- nalapparaten ber verschiedensten Art. Etwas tiefer unter ihm bedient ein Unteroffizier die Steuerruder­maschine, ein zweiter bie Vorrichtungen für das Tauch- manöver. Im vorbersten Vootsraume, burch eine Querwand vom übrigen Bootsinnern getrennt, harren die Torpedoleutr an ihren Lanziervorrichtungen des telepbonisehen oder telegraphischen Befehls zum Ab­lassen ihrer beiden, in zwei hell gleißenden Kanonen­rohren schußbereit gestellten Torpedos. Dec Boots« kommandant hat den ihm zukommenden Jagdkurs ein­ten bereitwillig anerkannt werden. I geschlagen, kleine Komkturen durch Zurufe an den

^mmerbi t ist auch heute noch die allgemeine Steuermann bewittt. Nun, da er den Moment für ge- Kriecisbrauchbarkeit selbst unserer Boote kommen erachtet, um einstweilen noch unentoeckt zum ziemlich beschräntt Ties ergibt sich schon daraus, daß submarinen Angriff überzugehen, senkt sich schon auf sic nicht wie bie Torpedoboot- absolut selbständige sein Kommandowort die Spitze des bisher noch an der ftafineuac sondern auf Mutterschiffe angewie- Wasseroberfläche verbliebenen Bootes gehorsam nach sen sind die man in allen Ländern für unentbehrlich abwärts. Roch einige schwingende sanfte Pendelbe- hält Hierzu kommt, daß bie Geschwindigkeit wegungen um die Querachse folgen, bas Poltern der der neuesten U-Boote unter Wasser nicht mehr als Motoren wirb heftiger bie Glaslinsen der Scheinlich- 10 Seemeilen beträgt, sie sind also nicht in ber Lage, ter überziehen sich mit grünen Schliem bas Ran­den so viel schnelleren großen Schiffen gegenüber eine scheu ber Bugwelle verstärkt sich. Das Boot steuert günstige Anqriffsnchtung aufzusuchen, solange biefe nun, wie ber Tiefemnbikator genau angibt, brei Jle- im offenen A2er stei manövrieren. An biesem ter unter Wasser, mbem er biese Tauchlage au Grunb taktischen Mangel änbert es auch gar nichts, daß die verschiedener maschineller

U-Boote schon weite Seereisen bis zu 1270 Seemei- reich dauernd emhalt. Im Okular des Periskops ver-

len ohne Unterbrechung zurückgelegt haben. folgt der Kommar.dant bie

T'ag Unglück bes „U 3" bedeutet für uns rn necs; teils Messungen, teils Schatzung belehrt ihn, daß

Deittschland dir erste U n t e r f e e b o o t»k a t a- er längst auf Lanzierbistlmz heran gekommen ist, aber

st r o p h e. Andere Länder, besonders Frankreich, das noch immer will er kein» Trefferchancen verbessern, da Heimatland der Unterseeboote, weisen schon eine lange er sich einstweilen unentdeckt glmibt Mit emem Male Reihe solcher und noch weit schUmmerer Unfälle auf.' »b« Mn Ge-

So sanken 1904 A 1 (englisch) und Delphin (russisch) gt einem Verlust von 37 Menschenleben. Das Jahr 05 hat in europäischen Gemässem den Verlust von

A 8 (englisch) unb Faradav (französisch) zu verzeich­nen, wobei wiederum im ganzen 28 Menschenleben ver­loren gingen. 1905 kollidierte bas franzMche Schiff .Bonito" mit einem Linienschiff. Auf „Crech" brach im Jiilt der Motor in Stücke unb wenige Wochen sVä­ter die Schraubenwelle. „®ftutgon" sank infolge fal­scher Bedienung im Dock von Saigon. Im Novem­ber ging im Mittelmeer dec .Lutin" infolge Platzens eines Ballasttankes mit der gesausten Besatzung unter. 'Das Jahr 1907 erlebte eine Mumul«ttorenexplopon auf „LPal"; „Gymnotä" unb .Bonits" liefen im Dock voll. Zwischen „$onite" unb .Souffleur" fanb

feiner Bebienung.

Trotzbern hielten auch Englanb, bte bereinigten Staaten, Rußland und Italien In den ersten Jayren dieses Jahrhundert die Zett für gekommen, auch ihrer- j scsts mit dem Bau und der Erprobung von Unter-1 Wasserfahrzeugen zu beginnen. Allmählich wurde dabei ■ die Leistungsfähigkeit mehr und mchr geseigert, aber men wird sich entsinnen, daß wahrend des ganzen mssisch-japanischen Krieges kein einziges Unterseeboot in Attion getreten ist, was doch sicher der Fall gewe­sen wäre, wenn sie sich auch nur einigermaßen zur Verwendung in der Front geeignet gezeigt hätten.

Größere Fortschritte aus technischem Gebiete wur- ben erst erzielt mit der Einsührung der modernen vervollkommneten Verbrennungsmotoren. Man hörte nach und nach von manchen gelungenen größeren UebungSsahrten unb bem günstigen Ausfall kleinerer Manöver, unb glaubte nun hieraus auch schon gleich schließen zu sollen, baß bie neue Masse

wÄJSule1 über ben vermeintlichen der Maschinen auf das strikteste und schnellste en - Sieg ihrer Theorie von der Ueberlegenheit der kleinen sprachen werden muß. Von der Außeiiwttt, ob 2uit über bU großen Kriegsschiffe, unb sogar in Deutsch- oder Wasser, vollständig abgeichlosien, arbeiten die an- l an d erwarteten und forderten weite Kreise eine Ein- gestrengten Lungen unter kimstlichem Druck, wobei die schränkung des programmäßigen Ausbaues mfferer verbrauchte Luft aiitomatisch auSgeJlofeen unb d»lch Schlachtstotte zugunsten bet beschleunigten Beschaffung Sauerstoffeinstromungen aus ben Pretzlustteservoiren rinTllHBbÄ ersetzt, durch Luftreiniger (Puriftkatoreii) erneuert

Unsere Marineverwaltung zeigte sich dieser Agita- werden muß. Indessen macht. b«

•Aon gegenüber ziemlich zurückhaltend. Erst im Jahre Thermometers die unsmmgsttn ^prungc. 50 Grad 1905 erschienen zum ersten Mal 1,5 Mill. Mk. für Celsius ist das Normale, doch können nntimter auch Versuchemit Unterseebooten" im Etat. Temperaturen von 60, 65 ,a 68 Grad Celsius regr- Diese Versuche sind dann systemattsch, mit der denk- flriert werden. Wie dies die Bootsvemanmmg auszu­bar größten Vorsicht und unter ausgiebigster Benutz- Halten vermag, ohne daß die Leute nmpnken, ime sie ung der anderwärts mit so schweren Opfern gewönne-1 trotz dieser Höllenhitze noch zu denken, zu^arbeitenver- neu Erfahrungen durchgesührt. Erst auf Gmnd der mögen, dies gehört wafrrscheuflich zu den .atsechaften dabei erzielten technischen Fortschritte sind wir dazu Kapiteln physischer menschlicher Anpassungsfähigkeit übergegcmgen, die neue Waffe militärisch zu erproben, Ruhig und ernst steht der das Boot fuyrende Leutnant und dank diesem System sind wir ohne auch nur das allein, nur auf sich selbst angewie!en unter der etwa geringste Ovfer - abgesehen von dem Unfall von 1% Meter hohen gepanzerten Kuppel seines Kom- tj 3« _ ,'u dem Besitz einer U-FIottille von 12 mandoturmes, umgeben von emein G-wirr von ^n-

Booten gekommen, deren fertige Typen bei längeren n Uebungsfahtten und in den Flotten-Manövern unüber­troffene Leistungen hinter sich haben.

Der Zahl nach stehen wir zwar hiermit hinter anderen znrlick (England snhtt 87, Frankreich 81 U.- Boote in den Listen), aber es ift unzweifelhaft ein direkter Votteil für uns, daß wir uns mit dem Ballast der älteren, minderwertigen und gefährlicheren Typen nicht abzuschleppen brauchen, sonder nur erstklas- sigesMaterial besitzen, beffen Vorzüge auch von anderen Staaten burch Bestellungen auf unseren Werf-

AUerlei.

- Auch eine Zentmarseier. DaS Jahr i.81L. also vor hundert Jahren, war daS beste Wern« unb Erntejahr deS ganzen 19. Jahr-^ hnnberlS. Dec beste Wem gedieh m solcher Menge, daß man bas l alde Liter zu1—2 Kreuzer erhielt (o gute, alte Zeit!). Di« Witterung war ganz außergewöhnlich, zu Weihnachten Gewltter, lm Rtärz blühten Kirsch- und Apfelbaume, Anfang Avril wurde Klee gefchnilten und Ende April da» Wiesenheu eingebracht. Das gute Wetter hielt den ganzen Sommer an, sodaß die Ernte schon anfangs Ium im vollem Gange war und am Johannistag (24. Juni) gab es schon neues Brot.

- Das Kauen. E» ist freute allgemein bekannt, daß bei unserer Ernährung nicht nur die Frage w a» wir essen, sondern auch wie wir essen, d. h wie die Speisen in unserem Munde verarbeitet werden eine hervorragmde Rolle spielt. DaS Kauen, das trotz be» alten Volkswortes „Gut «rkautisthalbverdaut von viele» noch immer etwas nebensächlich behandelt wirb, besorgt bas wichtige Geschäft, unsere R^mngSmittel in möglichst guter Zerkleinerung unb Verteilung un# nach grünblicher Durchmischung mit Sp-A-l in den Wlaaen gelangen zu lassen. Magen unb Darm habe die Ausgabe der Verdauung, im aber wird di, Arbeit des VorverdauenS geleistet. Der Speichel ni ch die von ben Zähnen zermahlenen ^»d von ber Zung geformten Bissen weich HÄ aber -mßerbem noch eMt chernifche Funktion zu ersiallen namUch die.in,ber Nah iimg aufgenommene Statte (Mehl) i Ä i in Dettttn unb Maltese umzuwanbeln, worauf b e Svesse in ben Magen geleitet unb bort weiter verbaut wird Gründliches Kauen erfcheint bet einem großm Teil unserer heutigen Nahrung Überflüssig; wir glau- bengmug damit getan zu haben, weim wirall-unsere Bissen klein und dmm schneiden, sie durch Butter Saucen geschmeidig machen und sie durch reichliche Getränke „frtuunterfrülen". Aber alle bte k^sttichm Hilfsmittel ersetzen nicht im enffernteflen den Wert btt» guten KanenS unb finb schuld an nnerJ^lfre Magen- und Darmstörungen und an der weit »erbtet teten Zahnverderbnis. Durch da» ungenügende Kaurn werden die Zähne schlecht genährt und können nur, mangelhaft kauen. Beim mangelhaften Kauen der Mit es den Zähnen wiederum an der erforderlichen !L. M 3*» «•«"* ä hat ebenso Wie andere Organe Stosfwechfet. rm steht eine W-chselwittung, bei det Z°frne unb f^lech-

Sta If* i* •» dm

Milchzähnen des Kinde» keine Beachtung zu schenken brauche und daß sie ungehindert faulen durst ten da sie ja durch da» nachfolgende bleibende Ge­biß' ersetzt würden. Das ist grundfalsch. Die Milch­zähne sollen nut abgenutzt werden, bei Krankheiten aber ist sofort der Zahnarzt zu fragen, da sonst die Krankheit in das unter den Milchzähnen bereits neu­gebildete Gebiß übergehen kamt. Der Zahn ist ein • großes Kapital, unb ber Schaben, ber ihm durch un» i fer hastiges, oberflächliches Kauen zugefügt wird, ist : ebenso groß wie die gesundheitlichen Nachteile, die der i übrige Körper dadurch erleidet. "b-

letzt. 1909 führte dieselbe Ursache zur Zerstörimg von

„Fora" (italienisch), wobei 14 Mann ums Leben ka- - ■ , - , . „ • „

men und auf „Dragon" (russisch) zur schweren Ver- Gegners, sein UnterseebootSmaterlal, sonderii vor auem letzimg von 17 Leuten. E I stLing mn 13. Mai bei auch die bisher fehlende, absolute Zuverlässigkeit der