Sacke steckende Leiche der Vermißten aus dem Speicher
Gelegentlich eines Vereinssestes trat auf ein- >
ans Baden.
«I . ä Si, nfiein röaren erftirft Regierung sind 500000 Rubel, von der chinesischen
kleine Kinder eines
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südmandschurische Bahn bewilligte
und Deputierten die Stadt Messina, um die Wieder-
W. Berlin, 19. Jan. 1911. (Tel.) Im Grüne»
hcrstellungsarüeiten zu besichtigen und über weitere wald wurde gestern auf einen sich besuchsweise in Maßnahmen zu beraten.. Sie wurden von der Be- Berlin aufhaltende» jungen Kaufmann namenS
völkerung herzlich begrüßt und wohnten der Grnnd-
doch
Kikheneinrichtungen gut und preiswert bei jVL Kalb, Sohn, «MM \
steinlegung für die neuen Wohnhäuser bei.
* Die UnterseebootTkatastrophe.
Leider ist der Unfall in der Kieler Bucht
Instrumente, bis aus den Chronometer, waren vollständig verdorben. Das Bordbuch ist überhaupt nicht gesunden worden, und so wird die Unglücks- sahrt wohl in Dunkel gehüllt d eiben.
von hier heran und versetzte dem Nichtsahnenden einen kräftigen Stich rücklings in den Hals; dabei ist die Schlagader verletzt worde->. Der Stabsarzt aus Arotien legte den ersten Verband an. Am Montag ist der Bedauernswerte an innerer Verblu ung gestorben. Der Grund der Tat soll Elsersucht gewesen sein. Der Täter, der 19jährigeSohn eines Gutsbesitzers, wurde verhaj lei.
Höhe herab. Ent Arbeiter wurde getötet, drei andere sind schwer verletzt worden. Alle vier stammen
geborgen werden.
* Ein Grubenuuglück hat sich in dem noch im Ausbau befindlichen Schacht Max bei R eichweiler i. Els. zugetragen. Eine Gangbank, auf der vier
ständig ausgeplürtdert. Sie zerbrachen 70000 Flaschen Champagner. Auch ein Rollwagen mit einer Ladung von 2500 Flaschen Champagner wurde geplündert und der Mein in die Marne ge-
* Der zwölfjährige Sohn des Polizeibeamten Deblitz in Tilsit rettete im April v. I. einen in den Hafen gefallenen sechsjährigen Knabeii. Der Junge sprang mit voller, Kleidung in das Wasser, während mehrere Erwachsene sich am Ufer untätig verhielten. Der Kaiser hat dem jugendlichen Lebensretter jetzt die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr verliehen. Bei Vollendung des 18. Lebensjahres erhalt er die Rettungsmedaille am Bande.
* Bet einem Brande rn Magdeburg sind zwei
8 Uhr 35 Minuten stehen geblieben; auch das Barogramm zeigte dreistündige Fahrzeit an. Nach oiesen interessanten Angaben tarnt es als sicher gelten, daß die Landung eine freiwillige und beabsichtigte war. Ta ferner auch sestgestellt worden ist, daß an dem fraglichen Tage, dem 29. Dezember, der Gödrensee nicht zugesroren war und daher auch nicht mit einer trügeriichen Schnee chicht bedeckt gewesen sein kann, muß man annehmen, daß die Ballonlnsassen zwar den See gesehen, aber die Distanz unterschätzt haben. Die Landung sollte vielleicht auf einem nahegelegenen Feld ausgesührl werden. Die Retßbahn wurde aber nicht rechtzeitig genug aufgerissen. Ter Ballon trieb so noch durch die den See entrahmenden Baumreihen und fiel schließlich in den See. Der noch vorhandene reichliche Ballast konnte teilte Rettung mehr bringen, da die Hülle inzwischen vom Gas entleert war. Gondel und Ballon sind bereits fortgeschafft. Die aurgefunbenen
beginnen.
* Der ausgesluidene Ballon „Hildebrands. Bei der Bergung des Ballons hat sich entgegen früheren Meldungen herausgestellt, daß sich nur die Leiche des Rechtsanwalts Kohrs in der Gondel
Schwenke ein Mordanschlag verübt. Zwei Leut« m kniender Stellung gaben Schüsse auf ihn ab,
eines Hanfes vor. D'e Leichens chau hat bestimmte Anhaltspunkte über die Todesursache nicht ergeben, doch nimmt der Gerichtsarzt an, daß eine Hals- ftrangulntion in Verbindung mit durch Angst der- vorgerusener Herzlähmung een Tod herbeigesühu hat. AlS mutmaßlicher Täter wurde der Schlößer Heinrich Heß verhaftet. Heß wohnt im Haute, wo der Mord erfolgte. Er leugnet vorerst die Tat, gilt aber bereits ais überführt.
* Arolsen, 18. Jan. 1911. Die benachbarte Domäne Büllinghauien wurde bekanntlich von der Fürst!. Waldeck'schen Domänenkammer an 17 Bewohner des Ederlal-Sperraebieles verkauft. Der Kaufpreis beträgt 292,OOo M. An Fläche umfaßt die Domäne nahezu 750 Morgen. Dte Uebergabe erfolgt am 22. Februar d. I. Die Kaussumme fließt in das Domanial • Stammver- mögen. Das mobile Kapital bringt der Doma- nial-Verwaltung eine größere Zins-Einnahme als die Summe aus der Verpachtung der Domäne B., da die Staatsgüter zu einem niedrigen Satze für den Morgen verpachtet sind.
* Landau bei Arolsen, 18. Jan. 191!
sich teilen, während der vierte namens Henry Grat unter die 300 Meter lange, nur 40 Meter breite Schneemasse zu liegen taut. Eine Hilfskolonne von 14 Mann arbeitet unausgesetzt an der Bergung des Verunglückten.
-n Wettervoraussage
für Freitag, den 20. Januar 1911:
Mildes, trübes Wetter mit Niederschlägen.
Temperatur. Höchste seit gestern mittag 12 lthrd
-}-5‘ Celsius; niedrigste: -s-2« Celsius.
Barometerstand. Heute mittag 12 Uhr; 762 mu» gestern -. 755 mm.
schäft zu reuen, war er» fett acht Tagen verheiratet. Leutnant zur See Kalbe ist der einzige Sohn seiner in Berlin wohnenden Eltern.
Ein böser Unstern wollte e8. daß das Torpedo- mutterschtff „Vulkan", das lediglich dem besonderen Zwecke dient, Unterseeboote, die abgesunken sind, zu heben, fick, zur Zeit des Unfalles gerade im Trocken- dock befand. Bis der „Vulkan" klar gemacht und unter Dampf gebracht werden konnte, verging immer« hin eine geraume Zeit, so daß „Vulkan" bei den Rettungsarbeiten anscheinend erst zu spät ernstlich eingreifen konnte. Man mußte sich anfangs auf die Verwendung zweier großer Schwimmkräne beschräu-- fen, die schneller als „Vulkan" zur Stelle sein konnten. Hätte dieser unglückliche Umstand bei den Rettimgs- arbeiten nickt mitgelprochen, bann hätten diese vielleicht schneller bewerkstelligt werden können, und auch den letzten drei Mann der Besatzung wäre das Leben erhalten geblieben.
Nach einer amtlichen. Schilderung über den Unfall des Unterseebootes U 3 sank das Book Dienstag vormittag 10 Uhr, ohne sich selbst wieder mit seinen Hilfsmitteln über die Oberfläche bringen zu können. Es gelang sofort eine Verbindung mit dem Boot herzustellen, das meldete, Waffer bringt achtern ein. Schon um 11 Uhr vormittag war der große Schwimmkrahn der kaiserlichen Werft zur Stell« und es gelang, das Boot soweit zu heben, daß di« Mündung des Torpedolanzierrohrs aus dem Waffer kam. Durch dieses Rohr wurden gegen 3% Uhr nach, mittag 28 Personen aus dem Boot geholt. Es zeigt« sich, daß die Rettung der im Kommandoturm eilige- schlossenen Personen nur nach der Hebung des Bootes durch den „Vulkan" möglich war. Trotz der frühen Dunkelheit und des frischen Windes gelang die Hebung des Bootes und die Bergung der im Turm befindlichen Personen. Diese gaben noch einzelne schwache Lebenszeichen von sich. Di« sofort mit allen Mitteln angestellten Wiederbelebungsversuche blieben leider erfolglos. Die Ursache des Eindringens von Waffer in die Hintern Schiffsräume wird erst nach der Dockung festgestellt werden können,
* Das gesunkene Unterseeboot U. 3 ist auf der Kaiserlichen Werft in Danzig gebaut und begann am 29. Mai 1909 mit de» Probefahrten. Die Zahl der deutschen Unterseeboote ist im Verhältnis zu den anderen Stationen noch nicht groß; erst acht Tauchboote befinden sich zurzeit in Dienst. Während Frankreich und England, in zweiter Linie auch die Vereinigten Staaten, Rußland, Italien und Japan schon seit Jahren über zahlreiche Unterseeboote verfügen, England z. B bereits über mehr als vierzig, wozu noch etiua zwanzig im Bau befindliche Boote kommen, hat Deutschland erst vor fünf Jahren mit den ersten Versuchen auf diesem Gebiete begonnen. Die deutsche Flotte ist bisher von schweren Verlusten bewahrt geblieben im Gegensatz zur englischen und frauzöst- schen Marine, die beide schon von zahlreichen Unter- scebootkatastraphen betroffen worden sind. Das ver- qangnlsvollste Unglück dieser Art in der letzten Zeit war der am 26. Mai 1910 im Hafen bon Calais erfolgte Untergang des französischen Unterseeboots „Plubiose", bei dem die gesamte, 27 Mann stack« Besatzung den Tod durch Ersticken fand.
* In dem Berliner Krawallprozeh, bet vor dem Schwurgericht verhandelt wird, wurde gestern nach Qnn nnn m 14täaiger Verhandlung die Beweisausnahme ge- dUU uuu
* Meljungk», 18. Jan. 1911. Der Kreis Melsungen zählt nach der letzten Volkszählung 29946 Einwohner, rouvon 14540 männlichen und 15 406 weiblichen Geschlechts find. Die Stadt Melsungen hat unter den 61 Orten des Kreises die höchste Einwohnerzahl, nämlich 4113. lieber 1000 Einwohner haben außerdem die Stadt Spangenberg mit 1685, bann die Dörfer Guxhagen mit 1446, ©enjungen mit 1168 und Heinebach mit 1019 Einwohnern, während das Amlsstädlchen Felsberg nur 995 Einwohner zählt.
Ms. Kassel, 18. Jan 1911. Wegen Ver- trieb unzüchtiger Schriflen, sowie wegen Beainten-Beleivigung hatte sich der Zigarren» und Ansichtskarten-Händler Friedrich M. A. Maißner von hier vor der Straskammer zu verantworten. Es handelte sich in der Hauptsache um den Aus- hang im Schaufenster und öffentlichen Ladenverkauf von Postkarten auS unzüchtigen Liedertexten. Der Angeklagte machte geilend, daß die betreffenden ÄoupletS ouS Berlin und anderen Großstädten auch hier in Ka iel in den Varietetheatern
rooroen. Die
gossen.
* Beim Hantieren mit einem Gewehr hat der „ .
17 jährige Sohn der Witwe eines Postbeamten in den Kommandoturm auf und brachte das Untersee- üugsburg feinen 18jährigen Bruder erjchoffen. boot in schräge Lage. Dadurch hat er die Besah» * Zn der Töchterschule von Sherborne in 1 otfei ung gerettet und sich selbst geopfert, da ihm der (England), zu deren Schülerinnen auch eine Anzahl Rückweg in das Boot abgeschnitten war. — Kapitänjunger deutscher Damen zählt, brach in den ersten leutnant Fischer, der in so heldenmütiger Weise baS Moraenstunden des Mittwoch Feuer aus. Das eigene Leben opferte, um die ihm anvertraute Monn-
vermischtes.
♦ Beim Eisläufe» rettete auf den» Deutschmühlen- weiher bei Saarbrücken ein Sergeant eine ein- gebrochene Dame. Als diese die Besinnung wiedererlangt hatte, erfuhr man, daß auch ein Herr miteingebrochen, un er die Eisdecke geraten und ertrunken war. Die Leiche konnte noch nicht
Bellen eines Hundes erweckte die Nachbarn, ar» ichon das ganze Schulgebäude in lichter Lohe brannte Das Gebäude »vurde vollkommen eingeäschcrt, während die Boardinghäuser, in denen die Schülerinnen wohnten, nicht von den Flammci, berührt wurden.
♦ Beim Bau einer Zentralheizung für das neue theologische Jrnütenkonviki in Innsbruck explodierte bei der Schweißung von Röhren eine Kohten;äureflasche. Ein Obermonteur wurde in Stücke gerissen, ein Monteur schwer, ein Arbeiter leicht verletzt.
* Eine Kesselexplosion hat an Bord des amerikanischen Schlachtichiffes Delaware stattgefunden. Die Ursache der Explosion ist unaufgetlärt. Von neun im Kesselraum befindlichen Personen wurden acht sofortgetötet,der neunte ist seinen Brandwunden erleaeu.
* Beim Schisahikn ist der österreichische Leutnant Aickmann bei Villach dadurch verunglückt, da - er sich den eigenen Schistock in den Leib rann e. Schi- 'ahrende Sowateu fanden den Leutnant schwer verletzt und beinahe vollständig verblutet auf. Trotz »einer schweren Veimundungen hofft man, ihn am Leben erhallen zu können.
* Bcischwuuden sind seit einigen Tagen schulentlassene Bürgerstöchter ans Barnien. Es wird ein Verbrechen vermutet. Die Behörden haben ein-
als er als Zeuge auftrat. In seinem Besitz tourb«
* DaS wiedererftaudene Messina, Der italienische eine Menge falscher Hundert- und Tausendmarkschein« Minister der öffentliche» Arbeiten, der Minister für aufgefunden. Er bertrieb solche Scheine als Mitglied Post und der Unterstaatssekretär des Ministeriums einer Falschmünzerbande in den größeren Städten des Innern besuchten in Begleitung von Senatoren West- und Norddeutschlands.
nicht ohne Menschenopfer abgelaufen: die drei im Turme E in g e sch l o s s e n en, nämlich Kapitänleutnant Fischer, Leutnant Kalbe und der Matrose Rieper haben ihr Leben eingrbützt. Sie wurden bewußtlos aufgefunden, und alle ange- stellten Wiederbelebungsversuche blieben leider ohne Erfolg. Dagegen sind die am Dienstag Geretteten sämtlich wohlauf. DaS Unterseeboot „3" ist gestern vormittag in die Kaiserliche Werst geschleppt worden. Die im Hafen liegenden Schiffe flaggten alle Halbmast.
Das schwere Unglück, baS die Marine betroffen hat, wurde sowohl im deutschen Reichstage wie im preußischen Abgeordnetenhause zum Gegenstand von Kundgebungen gemacht, die die Anteilnahme an diesem herzbewegenden Tode dreier junger Menchenleben feierlich zum Ausdruck brachte.
nicht das Geringste entdeckt worden. Die Annahme eines Unglücksiaües, vielleicht durch Ertr nken im Rhein, wird immer unwahrscheinlicher, da die Leiche bis jetzt noch nicht gelandet worden ist. We. n man ferner berücksichtigt, daß Flucht oder Seibst- morö nach Lage der Verhältnisse nicht in Frage kommt, so liegt die große Wahrscheinlichkeit vor, daß der junge Mensch unter den Händen von 'Mördern geendet hat, die vielleicht seine Leiche im Rheine versenll ober verscharrt haben.
* Die teuren „Brikcis". Tie in Frankreich „Brikets" genannten Taschenfeuerzeuge müssen vom 25. d. M. ab versteuert werden. Eine Einwohnerin bon Annecy hat aus der neuen Steuer ein Geschäft gemacht. Sic gab in mehreren Pariser Blättern die Annonce auf: „10 000 Stück Brikets zu verkaufe». Preis bis zum 15. Januar 3,25 Francs pro Stück." Auf dieses Angebot, das mit der Adresse der Frau unterzeichnet war, liefe» Tausende von Bestellungen ein. Jeder wollte noch ein unversteuertes Taschenfeuerzeug erwerben. Doch was erhielt er nach einigen Tagen zugeschickt? Eine saubere in Papier eingewickelte Preßkohle, für die er 3,25 Francs durch Nachnahme hatte entrichte» müsse». Tie Frau hat ein glänzendes Geschäft gemacht. Doch hat sie jetzt fast ebensoviel Klagen wegen Betrug«, als sic „Bri- kcts" verkauft hat.
* Tie Pest in der Mandschurei. Ter Pestiall in Tientsin hat der chinesischen Regierung Veranlassung gegeben, die Einstellung des Eisenbahnverkehrs südlich von Muköen zu erwägen. Die große Zahl von Todesfällen in der Mandschurei verletzt Nordchina m starke Unruhe. Die politischen Angelegenheiten finben kaum noch Beachtung. Von bet russischen
störben ist.
* Aus dem Taunus, 18. Jan. 1911. Bei der Auswahl der Schöffen für 1911 für das Amtsgericht Hombmg find die katholischen Orte Bommershrim, Kaibach, Weibkirchen und Stter- ftadt, sowie die zu Homburg eingemeindete frühere (katholische) Gemeinde Kirdorf anscheinend ganz übergangen worden. Dte protestantischen Orte .. ---------
find dadurch selbstredend desto besser vertreten, B-rgleute beschäftigt waren, stürzte aus lo Meter so stellt z B. auch das abgeLgme Dillingen mit seinen 197 Seelen seinen Schöffen. Gewiß auch ein seltener Zufall!
durch die er an der Stirn und unterhalb deS HerzenS getroffen wurde. Bewußtlos blieb er längere Zeit, liegen. Als et erwachte, entdeckte et, daß er völlig auSgeraubt war.
W Sosnowice, 18. Jan. 1911. Bei einem auf dem Bergwerk „Casimir" ausgebtochenen Brande flttl ein Aufseher und drei Arbeitet erstickt.
aber unter Eid, daß ihre Genehmigung dazu nicht eingeholt worden und auch nicht erteilt worden sei. Die Anklage ist infolge der Umschau des Vereins zur Bekämpfung des Schmutze- in Wort und Bild erfolgt. Der Angeklagte halte im Laufe der Voruntersuchung den Vorsitzenden dieses Verein in schwerer Weise beleidigt, ferner ebenso den die Haustuchung leitenden Polizei-Kommissar. Der Gerichtshof erkannte wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften und Beleidigung auf eine Gesamtstrafe von 7 Monaten Gefängnis; der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt.
X Kassel, 18. Jan. 1911. Die sprnnghafte Ausdehnung bet Maul» und Klauenseuche, wie sie leidet in den letzten Monaten in Deutschland zutage getreten ist, hat auch die Beschickung der Wanderausstellung Kassel bet Deutschen Laubwirtschasis-Gesellichaft mit Klauenvieh (Rindet, Schaft, Ziegen, Schweine) berührt. Um die durch das Ziiiammenströmen einer großen Masse von Tlerei» größere Gefahr der Weiterverbreitnng der Seuche zu verhüleri, hat die Deuttche Landwirt- jchcsls-Gesslllchast beschlossen, sämtliches Klauenvieh voii^der Kasseler AnssteUilng auszuschlleßen.
ttn8£n, 18. Jan. 1911. Vor einigen Tagen -nphToloVt1 slpn.let '®tunbe in dem nahen Weende c Dach des Vorbaues
ft i r! S ; |d)^rZ ®et dm er gefährlichen Klettere, stürzt-der Student Kr. ans Göttingen ab unv et Beckenbrüche davon, sodaß
T "waget Klinik zugeführl werden mußte.
Jan. 1911. Seit gestern abend S n der Bessungetstr. ein etwa zehnjähriges fiÄ,",*?1 W«h,-n« tk Ät «»je. ^Uten^Rachwtschungen nach dem Verbleib des
Handel und Industrie.
* Berlin, 18. Jan. 1911. Die Börse zeigte au|i den hauptsächlichsten Marktgebieten eine realisationS«! lustige Haltung. Für Banken erhielt sich die gut« Stimmung, währmd Verkehrswerte nach unleW neigten. Tägliches Gelb 4 Prozent.
(«) Flieden. 19. Jan. 19 l l. Dem Hegemeister Siro" tft unter gleichzeitiger Et ennung zum Revierförster rie Revlersörster»Stelle dah er übertragen worden.
NeuseS (Freigericht), 16. Jan. 1911. Am nächsten Sonntag wird die bekannte Schrlftstellerm Fräulein Dr. Fanny Im le tm Saale der Vereine R, -kauen und Jungfrauen einen zeitgemäßen Nntiraa holten. Ihren natwnalökonomischen «>nktor wackte die von Geburt an erblindete Dame
>er Universität Freiburg. Sie wirkt seither vor allem als Rednerin in der christlichen Gewerkschafts- beroeaung unv als Schriftstellerin für gewerkschaft- ttcke Ziele. Ihren literarischen Ruf begründete sie mit den bekannten großzügigen Werken ..Gewerbliche Ftiebensdokumente" (Fifcher-Jena 1905,10 M.), Die Tarifverträge zwischen Arbeitgebern und Ar- beitnehmern in Deutschland" (Fischer-Jena, 1907, 2 M) denen noch einige kleinere, aber wertvolle Veröffentlichungen in letzter Zeit gefolgt sind. Fräulein Jmle verfügt über em vorzügliches Redner- latent, über seltene Gedankenichärfe und über außerordentliche Begabung der Diskussion und geistvoller Auseinandersetzung mit Andersdenkenden. Vor einigen Jahren hat Fräulein Jmle in Marburg in einer zahlreich von Studenten und Studentinnen bemchten öffentlichen Versammlung mit glänzendem Erfolg über das Syttem des „Karl Marx' gesprochen. An der Diskussion beteiligten sich auch mehrere Unwersitäts»Prosefforen.
* Gelnhansen, 18. Jan. 1911. Hebet das Ver- mögen des Kaufmanns Friedrich alleinigen Inhabers der Firma Mechanische Schuhfabrik .Gela, ist das Konkursverfahren eröffnet worden. _ L
♦ Sterbsritz, 18. Jan. 1911. Handelsmann Hecht von hier verunglückte durch einen S turz von der Treppe, an dessen Folgen er ge-
„h-tn Bursche« würbe bet eine zu wer, der Kind«S zuerst erfolglos blieben, sand man heute ändere zu drei Wochen Gefängnis und der dritte trüb mit Hilft. von Polizeihunden die in einem ui 30 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Kosten de« Verfahrens falle« den drei Berurteillen zur
* Wütende Winzer haben in Damery bei Eper- Eine Meldung aus Kiel besagt: Der Kommannay ben Weinkeller eines Champagnerhändlers voll- baut be§ Unterseebootes. Kapitänleutnant Fischer, ' hat fein Leben geopfert, um das der Besatzung
zu retten. Dec Unfall war durch Setflverben beS Hinterschiffes entstanden, wahrscheinlich ist der Ventilationsschieber undicht geworden. Die Besatzung wich, als das Waffer eindrang, zurück und schloß die Abteilung hinter sich. Der Kommandant suchte
befand. Die Leiche des Prokuristen Keidel ... k .... , wurde gestern nachmittag geborgen. Die
mit und ohne Musikbegleitung von Humoristen Fundstelle liegt etwa 50 Meter von der Unfall- öffentlich gesungen worden seien. Es ki ihm er- »eile entfernt. Bei der Untersuchung des Ballou- zählt worden und er habe es auch glauben müßen, Materials stellte der Fahrtenwart des Berliner daß dieses mit bet Genehmigung derPolizei-Be- Vereins süt Luftschiffahrt, Ingenieur Dr. Bröckel» höide, ber vorher ja alle Texte eingereicht wer- mann, fest, daß die Ballonhülle aufgerissen den müßten, geschehen sei. Dte Leiter de» Variete- war- In der Gondel befanden sich noch sechs Säcke jhealer, sowe die Polizei-Kommiffare behaupten I Baüast. Eine im Ballonlorb gefundene Ichr »st um
„_..ö...... ...... _____ .... । gehende Nackforschungen angestellt. — In Köln
Soldaten der A olser Garni/on ein junger Ale»sw mar in der Rächt vom 1. zum 2. Januar der 21- jährige Handlungslehrling Frz. Borjan verfchwunden. Cs ist bis jetzt von ihm trotz aller Rachforfchnngen
--------------- Hv- - - Köln, 19. Jan. 1911. (Tel.) Bei Köln kam fchlossen, nachdem die Staatsanwaltschaft und die Von der Lawine verschüttet. Am Samstag es in den letzten Tagen wiederholt zu Zusammen- Verteidigung aus die Veruehmung weiterer Zeugen unternahmen vier in Genf wohnende junge Leute flößen zwischen Wilddieben und Förstern«
verzichtet hatten. Die Plaidoyers werden Freitag mit Schneeschuhen eine Partie ans den Großen St. In einem Falle wurden von mehreren Wilddieben
Bernhard. Bei der Rückkehr würben sie im Val Schüsse auf einenFöcher abgegeben, worauf dieser sich
Ferrct von einer Lawine überrascht. Drei konnten zur Wehr setzte und einen Wilddieb schwer bertoun-
bete. — In einem anderen Falle wurde ein berüchtigter Wilddieb bon einem Förster nachts erschossen. — Jrn Kölnn Schwurgerichtssaal wurde gestern mittag ein lang gesuchter Verbrecher verhaftet,
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Kräh » Till.