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kr,y<int tagllchmtt Aurnaßm« der Sojt. »ndZeiertage viertel' fthrttcherveMsprei« ohne vringrrlshn und Vetzekgeld inZuldasc» Miea«,wSrtrl.svMt.

Perantw. vedakteurr Lari Schutte»

r»,rk-e»7 vt, et» fpottigt Petttzrile ober deren Ron« »s Pf-. SeNa«rnb,e?etitzeg« Pf9-, bei Nieder- yolungen wirb eutspr.

Robatt gewährt.

Hotationsbredunb Verlag der Fuldaer Ak- tieudriukeret in Fulda Lenffprech« Ur. 9.

ZuldaerW Zeitung

sSr die Anzeigenr t£

v w«« in snlda. Wochenbeilase: „3 uufmene Zomttagrzeitung" Mouattbellage: „Zuldaer Geschichtzblatter"

Erstes Blatt-

Fulda, Donnerstaq aen 1'). Januar 1911.

38. Jahrqani

not

Heuchlerisch ist die Versicherung der Kulturpau»

richkig! im Zentrum und rechts.) Ziehe« wir etwa

ober dec jüdischen Religion vor daS Forum der Paria'

. (&>».): Derartig, Debatten würden

nicht möglich sein, wenn tutfei Grundsatz aflannrtn,

inner ung beistimmend ausnehmen. Ich habe dann em trauriges Ereignis zn Ihrer Kenntnis zu bringen. Nach den mir zugegangenen Nachrichten sinv bei dem Unfall des eU 3* leider doch zwei Offiziere und cm Mann ums Sieben gekommen. Das Haus wrrd mit mir den im Dienst, deS Baterlandes Gefallenen sein herzliches Beileid dekiinden.

i RiichsschatzsekietSr Wermuth erklärt, einer besseren ! Fafiimg in der dritten Lesung seine Zustimmung zu ' geben.

änderungsanträge in der Kommisfionssaflunq angenom­men, desgleichen die folgenden Baragrapheu. — Zum 8 4 liegt wieder eine große Reihe von Anttägen vor. M. a begründet

Abg. Dr. Marz (Ztr.) einen Antrag, der Steuer­freiheit bei Begründung von Rentengütern eingesütrt sviffen will, soweit dabei Bermittelung einer Behöide oder Kreditgewährung vom FiSkus statifindek.

Diesen Antrag zieht der Antragneller im Lause der Debatte einftweilen zurück, und nach Ablehnung sämtlicher weiteren Anträge wird der §4 in der Kom- missionssaffung angenommen» ebenso die folgenden Paragraphen.

schlimmer noch trieben es die Freisinnigen. Die Herren, die ja stets gern ihre Rase in die inner- kirchlichen Angelegenheiten des Katholizismus hin­einslecken, können sich an diesem traurigen Sport der Konfessionshetze nicht genug tun. Am zweiten Tage der Etatsdebatte war ei der Abg. Wiemer, dessen ganze Rede nur darauf berechnet war, die

* denken und auch Abg. Trimbs« (Ztr.) hält seine Be- s denken aufrecht.

will ich Ihnen noch zum Schluffe sagen, Herr Pachntcke, wir verbitten uns aus das allerent­schiedenste, daß Sie hier Lehren und Vor­schriften der katholischen Kirche vor das

Forum der Parlamente ziehen. (Bravo! im Zentrum.) Ich bin überzeugt, daß auch ein großer Teil der «vcmgelische« 'Bevölkerung mit mir der Ansicht,, - . . . . —------r__

'st, daß den Landtag und den ReichStaa bet -1' [ie täml,fen für Me e to t ffe»8 f r e t frei t". Mobernisteneid gar nicht» angeht. (Sehr sind eS ja selbst welche die Freiheit des Gewissen,

7 Die Knlturpaukerei im Abgeord» netenha«ie.

Wie im Reichstage, so herrscht auch im Abgeord- nelenhause eine ziemlich starke Kulturkampfstimmnna bei der Linken.

AlS in der EtatSdebatte des Abgeordnetenhauses der Redner des Zentrums Gras Praschma für dir politische Arbeit die Parole ausgab, „füt Religion und Monarchie zusammcnzuftehen und zusammen­zuarbeiten unter möglichster Ausschaltung aller be- stehenden Gegensätze", da erhielt diese ernste patriotische Mahnung vonseiten deS natronalliberalen Führers Dr. F r i e d b e r g eine versteckte, vonseiten des zweite» uationalliberalen Redners, deS trotz seines grauen Kopses noch immer sehr heißspornige« Abg. Schmie-, ding, eine offene Absage, die von dem Kampfruf „lieber rot als schwarz" wirklich nicht mehr allzu­weit entfernt war.

Preußischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

'm«,

'< Direktor deS Reichkschatzamtes Kühn erklärt dies, Aenderung für unnötig.

• Abg. Dr. Weber (ntlb.) meint, die zahlreichen An« [iräge beweisen, daß di. Frag, noch nicht spruchreif sei . und er würde es für das beste halten, die Vorlage an ‘feie Kommission zurückzuverweisen.

Dabei sagt nun Herr Dr. Pachntcke mit der un­schuldigsten Miene,, er wolle die Sache nicht zu einem Religionsstreit stempeln, er wolle dm religiösen Nertz nicht kitzeln. Freilich »kitzeln* kann man daS kaum I noch nennen. Er and seine Genoffen reizen und quälen ben religiösen Nerv der Katholiken bi» cufS äußerste Geraden den religiösen Nerv, das innerste und heiligste Glaubensbewußtsein der Ka- tholcken. Die Reinhaltung der kirchlichen GlaubmS- lehre ist doch wahriich eine inn er k irchl ich e An- gelegmheit, die nicht politisch«, fonbem religiöser Natur ist. Eine solche Angelegenheit in gehässiger SBeife auf der Tribüne deS Parlaments zu behandeln und sogar mit staatlichen und gesellschastlichen Maß­nahmen gegen die katholisch- Glaubenstreue zu drohen, ist doch eine frevelhafte Gefährdung der konfessionel­len Friedens und ein, schwere Kräickung der Gefiihle der Kacholikm

Gericht etwa 40- 5V Wochen deschäsiigt hoben, während angreifen, daß sie mit uns zusammengehen, und zwar der Sammelprozep jetzt nur v Wochen gedauert hat. angreifen unter Hinweis auf ihren evangelischen Stand- Daß auch das noch lauge ist, gebe ich zu und wir sind punkt. Im übrigen ist das, was Dr. Pachntcke Über deshalb eifrig bemüht, bei der Neugestaltung der Stia;- I den M o d e r n i st e n e i d gesagt hat, ein Beweis dafür Prozeßordnung dahmzu willen, daß eine w nötige Aus-1 daß er nichts davon versteht. Der Modernisieneid ist dehnung solcher Prozesse unmöglich gemacht wird. kein neuer Gewissenszwang, das beweist am besten die

Abg. Graf Praschma (Zenir.tt Aus die Wahl-1 Erklärung der Paderborner Professor«. Ich sehe aus r echtsfrage will ich nicht noch einmal eitigehen, ba Aren Aeußerungen, daß Sie den Rat des Herrn Herr Porsch gestern bereits das Nötige getagt hat. ^rich. Sie möchten die Ausführungen des Proseflors Er hat ausdrücklich gefügt: Für das geheime und 4 x

direkt, Wahlrecht war allerdings eine Mehrheit im Hause vorhanden; wenn ober die geheime und die direkte Wahl mit dieser Mehrheit angenommen worden wäre wäre für tue gesamte Gesetzesvorlage keine Mehr- beit vorhanden gewesen. (Sehr richtig! im Zentrum.» Der Redner geht dann auf einen vom Abg. Pachnicke

Angelegenheit in. Falle b-r Einzelbehandlung das Boykotiierr.ng, wenn Sie die Könservaiwen 'da ür okingenund aus dem ten WTuf^n

Gericht etwa 40- v0 Wochen beschäftigt habe», während I angreifen, daß sie mit uns lusammenaeben «nh .mnr I von jQllj belanglos Kleinigketteu erkennt m?n deutlich die Absicht der Linksliberalen, ihren kulturkämpferischen Feldzugsplan.

Justizminister Dr. Beseler: lieber die Moabiter Krawalle tm allgemeinen hat bereits der Minister des Innern das Notwendige gesagt, so bleibt mir nur übrig, zur juristischen Seite noch eine Anmerkimg zu machen. Es ist bemängelt worden, daß die StaatS-

Abg. Trimborn (Ztr.) äußert Bedenken gegen § 8a Absatz 2, wonach die Landesregierungen hestimmen können, daß der Mertsestietzungen Emheitspreife zu Grunde zu legen sind. Diele Schematisierung könne leicht zu Härten führen. Wie sich die Regierung die praktische Anwendung dieser Bestimmung denke?

i Untertzaatssekretär Kühn enlärt, daß sich die em- heitlich, Wertfestsetzung gut beroämt habe, daß man allerdings möglichst vorsichtig damit vorgeh en müsse.

Tie Etotsberatung wird daraus fortgesetzt.

Abg.». Dewitz Oldenburg (srkons.) fordert, daß die «teuerziischlüge des Provisoriums nicht die Form von Tteuererhöhungen annehmen. Der Mittelstand leid, besonders unter den vielen und hohen Kommunal- steuern. Im Reich soll der Wertzuwachs besteuert werden. Dann sollt« man auch den Zuwachs an Ber- nwgeu besteuern. Was die Hebung des Kurses der Staatsanleihen betrifft, \o sollte man jur Auslosung der Staalspapiere zurückiehren.

Fmanzminiftec Dr. Lentze tritt der Bchauptuna entgegen, als ob bi, Zmfii« durch das Anwachsen nJr Dn^unatn Zuschläge allzusehr belastet würben, n- e Staatspapiere haben leider nicht den Kurs, den fte haben sollten. Ob durch die Auslosung der Kurs- stand wesentlich gehoben würde, ist zweifelhaft. Ich h„*,mo£t^anben' daß die Etoatsregierung darauf Be-

r^M-neiJ- mu^> einen ständigen Abnehmerkreis für $",n""""

Dr. P.chnicke (gorlschr. Bp.) wendet sich zu- die Fmanzresorm, die et als em unrühm- (S£"n ®eitr des schwarz-blauen Blocks bezeichnet. (Schallend, Heiterkeit.) Dann geht Redner m einem bie8^ortf*ri?fH*®,,eib1 Uanbroirte über und meint, for« fÄ™ ^""sparte, laffe sich in der Für-

T Baurx'ftand von niemand Überholen, zistope Heiterkeit.) Dem Zentrum müsse er inbeitta bei bl® erSe” Ausführungen, besonders denjenigen Dr Porsch, erwidern, daß die Fortschrittliche einin SnH3en,rtum nid)t ben Gefallen tun werde, Au»". - " urkampf zu machen. Es sind m diesem § “ e ben kehlen Tagen vom Zentrum Friedens- S“ erklungen. Gut, dann stören S'.e (zum Zentrum) «der auch freier Denkende nicht! Das Zentrum stellt

Ein, so ungeheuerlich, Herausforderung der Ka­di, Debatte Koliken ist sogar in dem alten Kulturkampf der pdf- im R«chS-1 kiger Jahre nicht zum Vorschein gekommen

Abg. Dr. Zehnter (Ztr.) beantragt eine Abände- tta des § 1, der die Umgehung der Steuer unmöglich ich« soll.

antapen. nämlich des katholische» Gewisseus. Wall

IL T,8"’""

obtr ber rudischen Religion vor daS Forum der Paria' aller Form wiederhoÜ: Männer, bi, den Antimo- mente? (Sehr gut! tut Zentrum und Zuruf,: Wir demistmeid geschivoren haben, sollen nicht mehr sind zu taktvoll.) Wir sind an der Grenz, als Staatsdtener fungieren! DaS be- unserer Geduld angelangt. Es geht Sie und beulet nicht» anbere», als ben Au » schluß alle, Ihre Freunde absolut nichts an, was die katholisch. I SlaubenStreuen Katholiken von den Staats- Sirch, von ihren Angehörigen verlangt, welchen 1 mLern* Dem katholischen Drittel ber Nation soll Zwang st« chnen auferlegt, welche- Maß von Gewissens. s^A^teiüaufbahn »«schlossen werb«. Nach dem kl'.'.'. ??' ä.

JJ* vollständig selbständig xfft dadurch erwerben, baß sie sich in Gegensatz zu Xfl bn?! d« Lehre unb Ordnung ihrer Kirche als „Moderni­

smen, daß er als Lehrer der katholischen Religion ff.r« bXnhen I

nur Männer an«kennt, die die Kiri^> selbst zu ihren ■ l,CR_ Derunt>tnI _ - ■_

«ngeoörigen rechnet. Wir wollen bi, Freiheit aller Religionsbekenntniffe. Ich «innere Sie <m I" die wir neulich bezüglich deS Strafrechte« ___ . .

haben mid «die Rede »rüb«S üb« da, Hand in Hand geht damit da« Bestreben der Freiheit de, Linülibernle», jeden konservativen ob« sonstigen Ab-

die Fortbildung,schule unter di, Herrschaft b« 5? <®ate^.anbe <m dem Pro-

katholische» Kirche bringen. Rein! Wir klangen nur testantiSmu, abzustempeln. Mm will bie treuen Ka- öen Religionsunterricht in ben Fortbildungsschulen, Holiken » otzkottteren und zu anstellungsunfäbi- ab« nicht nur den katholisch«, sondern auch Den evan- ** ~ m ' “~

gelischrn, und wenn tt feto muß, auch ben jüvffchen. Da, nennen Sie bann, bie Fortbildungsschulen nut« bie Herfchaft d« kath. Kirche bringen. Wir wollen die Freiheit aller ReligionSbetekenntniffe, ab« wir ver­langen, baß Sie auch die Frecheit unsere, RettgtonS- bekenntnrffe, anerkenn«. Darum lass« Sie an, mit aflen b«artig« Fragen htor zufrieden. (Stürmischer Beifall tat Zenkr.)

— ~O- —«11 V« »wiyi, um bi, alte Rosinante zu besteigen. Er brachte die alten Ausfälle gegen die BorromäuS-Enzyklika und bät Antimodernisteneid wird« vor und verlas nach dem ruhmvollen Vorbilde von Dr. Müller-Meininge» etliche Zitat« auS katholisch« ragesblätlern, in denen zur Abwehr gegnerischer Angriffe ein kräf- ttges Wort gesagt war. Wo würde die Ardeitszeit der Parlamente bleiben, wenn unsere Abgeordneten auch eint solche „Schnitzelberedtsamkeit" e tu wickeln und die massenhaften Beleidtguugen der katholischen Kirche und ihr« Anhänger, die sich die liberale

tholiken boykottteren unb zu anstrilungsunfähi- ist 1«^ -liberal-, .fteistn-

Skt Lozialdemokrlck Leinert meinte, die Tren- mmg do« Staat unb Kirche würde solche Debatten tm Parlament auSräumm. Ja, wie könnte die „ÜLrtn- tnrng 8um Fried« führen, wenn ste unt« dem Bor- oegalt erfolgt, die Katholiken von ben 21ernt em und bon bet sonstigen Gleichberechtigung auszuschließen l

lHSrl! hört! und r. im Zentr.) Und ein ImkSliberales Vlakt hat auch die aufftetgrobe Bewegung der Reichs­anleihen auf die Fmanzresorm zurückgesührt, da, war daS »Berliner Tageblatt'. (Hefterkeit und lebhafte hört! hört! tm Zentr. und rechts.) Di, Linke mit ihrem Freihandel M mcht für den Schutz der nationalen Arbeit. (Lebh. Zustimmung rechts und tot Zentr., Lachen links.) Herr Pachnicke hat Recht, wenn er meint, daß religiöse Ding« nicht hi«hm gehören. Aber dann hätte « auch keine lange Rede darüber halten sollen. (Pachnicke ruft: Provokation!) Provokation fagen Sie? Herr Dr. Porsch hat nur auf Angrtffe, welche von Ihrer Seite gekommen sind, geantwortet. (Sehr rtchtig! im Zentr.) Ich möchte nochmals seststeüen, daß nicht wir damit angefangen haben, diese Dinge hi« zu besprechen. (Sehr richtig! im Zentrums sondern daß Ihre Herren, der Herr Dr. Wiemer vor allem, es waren, und ebenfo wie int Reichstage nicht bie Herren Erzberger und Stöb«, sondern die Herren Schrader und Everling, die diese Dinge angeschnitten haben. Daß wir den Herren antworten, können Ste uns doch ntcht üdelnehmen. Herr Dr. Porsch hat gesagt, daß das katholische Volk sich der größ­ten Zurückhaltung befleißigt hätte den An­

griffen gegenüber, die zu Tausenden auf uns und daS Heiligste, was wir haben, herabgefchleud«t worden waten, und Sie haben damals als Gegenbetveis drei, vier oder fünf Zeitungsartikel vorgebracht. Was be» beuten bie vier oder fünf Zeitungsartikel, die in unser« Presse gegen Sie erschienen stno, gegen die zahllosen Schmähungen, denen wir Katholiken von Ihrer Seite immer auSgesetzt sind. (Lebh. sehr richtig! im Zentrum.) Wenn wir in den Ton ein­gestimmt hätten, der gegen uns angestimmt wurde, hätten wir Tag für Tag ine Spalten unserer Zeitungen mtt Erwiderungen füllen müffen. Und wenn Sie zehn, zwanzig Zeitungsartikel hier vorlesen, so beweist das gar nichts, denn für je zehn würden wir ein paar Hundert uns angreifenbe vorzeigen können. Was be­deuten die Drei oder vier Organe bei 600 katholischen Zeiüingen. Aber das kann tch Ihnen sagen. Wir, das katholische Polk, find an der Grenze dieser Zurückhaltung angelangt. (Sehr richt.l. im Zentr.) Das katholische Volk hat es satt, Itch weiter so angreifen zu lassen. (Lebhaft« Beifall im Zentr.) Sie behaupten. Sie störten das religiö'e Gefühl nicht und dabei beweisen Sie durch Ihr« Reden, daß Ste gar keinen Sinn für unser i religiöses G «fühl hab en. (Ledh. Zustimmung im Zentr.) Denn das, was Sie hier gesagt haben, ver­letzt aufs Tiefste unser religiöses Gefühl. (Erneute Zustimmung im Ztr.) Glauben Sie demi, daß es eine Schouun , um eres religiösen Gefühles fei, wenn Sie tot Sanße den Konservativen immerfort vorwerfen, bafi "e durch das Zusammengehen mit uns ihre uutuul ^ewuer war ote

evangeltschen Interessen verrieten? (Sehr konfrsijonelle ScibenMmft nt richtig! tat Ztr., Sehen Sie denn nicht ein, was daS der Abo Dr

für ein Faiutschlag tn das Gesicht eine« jeden Katho- Lu.ft * 2*iac?lL ■ e an«-bt? Diethe,

Uten ist, daß Sie jeden, der mit uns politisch auf n fe *" rc- J‘t“

irgend einem Gebiete zulammengeht, selbst dann, wenn wir einen Block hätten, verdächtigen, gegen sein evan- Seftfches Interesse zu handeln? (Lebhafte Zustimmung tm Zentrum.) Und besonders wenn sich an d« Spitze dieser Bewegung gegen uns, besonders solche Organe, wie das ,B«rUner Tageblatt', bestnden, die sich sonst

geh«« mtt ben Sozialdemokraten gehabt; denn man warf uns mit den Sozialdemokraten in einen Xepf. Dir Liberal« haben ja nun eto paar Jahre an den Stogierungstisch« eto «tfcheidendeS Wort sprech« können. Da» »«danken wir afleto dem Umstande, daß wir un« nicht mtt den Sozialdemokraten gegen ben damalig« Block zusammenschloffen. (Lebh. Zustimmung im Zmtr.) Wenn rott da diese Parole auSgegeben hätten, dann wär« ja diese kurzen Jahre in Ihr« Partetgeschichte garnicht entstand«. (Heiterkeit i. Zentr.) Also seten Sie nicht undankbar, und werfen Sie vor allem nicht auf die Borübergehend« mit Steinen, wenn Ste in einem solchen GlaShause wohn«. (Sehr gut! im Zmtr.) Herr Dr. Pachnicke hat mich auch angegriffen, weiltchda«Zustandekommen ber Finanz- refotm al, Mitursache für den wirtschaftltch« Auf- schwang bet letzten Jahre bezeichnet hätte. Ich kann Ihnen Gesinnungsgenoffen anführm, die Sie sicher nicht zum .schwarz-blau« «lock' rechnen. Di« Handelskamm« von Bochum, di« gewiß nicht fchwarz-dlau gestrichen ist, hat ab« erst letzten- mied« da- Zuftanbekommen bti i Fmanzresorm sär uns« Wirtschaftsleben anerkannt, j

Qeltong ^10, daß Religion Privat fache ist. Wir ro«oen tn Vieser Beziehung nur bann ju einer Beste- nmg d« Zustände kommen, wenn Kirche und Staat getrennt sein werden. I» Moavtt ist, wie He« v. Zedlitz sagt, da-Pulverfaß zur Explosion gekommeu. W« aber hat diese- Pulver fab>i,»rt? (Zurufe rechts: Sie doch!) (Präsident «.Kröchen Wir werd« doch nicht daräb« streiten, wer Vas Pul- ver erfunden hat. sHetterkeit.j) Es ist eine nichts­würdige Behauptung von Herrn v. Zedlitz, daß die Soua^emokratie die Zeugennu-sagen suggeriert habe. (Der Präsident ruft den Redner jur Ordnung.) Bor Arlcht ist uicht der Schatten eines Beweises für die Mltfchuld der Sozialdemokratie an de» Moabiter Vor­gängen erbracht. D« Minist« de« Inner» weiß ba8 unb trotzdem hat er die Unwahrheit gesagt. (Der Präsident ruft dm Redner zum zweiten Mal zur Ordnung.) 0

, Antrag deS Abg. v. Pappenheim wird die Debatte geschloffen. Di« Hauptteile de« ElatS werden der Budgetkommisston überwiesen.

Donnerstag: Interpellation Aronsohn betreffend

Sitzung vom 18. Januar 1911. , . . ------- —, ---------- —■,——v

Ter «räfihznf . beiläufig «zählt« Fall von angeblichem Gewissens-

Präsident enu»«t daran, daß heute der zwang für «ine»Lehrer tn Breslau ein, der in die Ver- b e u iWüJta w 6° na! lege«b«tt gekommen wäre, bet einer Abstimmung zwischen MÄU?ÄUS*JBfJSS <K

Deutscher Reichstag.

Sitzung vom 18. Januar 1911.

Präsident Graf Schwerin Löwitz erinnert daran, daß heute vor 40 Jahren tm Schlöffe zu BerfailleS bie 'Gründung de« deutschen Reiches «solgt ist, 'unb macht dann Mitteilung von dem Untergänge *beS Unterseebootes Nr. 8 in der Kieler Bucht. i®et Präsident verliest ein dem Retchkmatineamt fi- er den Unfall zugegaugenes Telegramm und fährt dann (fort: Ich denke, der deutsche Reichstag wird mit dem le tarnten deutschen Volke ben drei braven Männern, »in der treuen Pflichterfüllung für das Vater- hr Leben eingebüßt Haden, ein ehrenvolles An« ' enfen bewahr«, so gut, aI8 wenn fte m Feindesland , «fallen wären. (Lebh. Bravo!) Sie haben fich zum Mchen beffen von Ihren Sitzen erhoben, waS ich hier» Ktt konstatiere. — Daran schließt sich bie Fortsetzung H« 2. Lesung bei

ReichSznwachSsteu«gesetzeS.

Mausbach über den Modernisteneid lesen, nicht befolgt haben. Was hat denn Pros. Schnitzler mit dem Modernisteneid zu tun? Gar nichts. Wenn Sie zum Modernisicne d etwas sagen wollten, bann hätten Sie l'ch fragen muffen, inwieweit er in bie staatlichen Inte­ressen eingreist. (Sehr richtig! im Zmtrum.) D,s war der einzige fpnngenbe Punkt, aber auf ihn sind Ste mcht em gegangen. (Widerspruch links.) Ader das

anwalstchaft hier durch Zusammenlegung verschiebe, cr den Kuckuck um Ihren evangelischen Glauben kümmern. Fälle «inen großen Monftreprozeß msjenierl habe. D . (Lebhaftes Bravo! tm Zentrum und rechts.") Sie Bereinigung der verschiedenen Fälle ist auf die @«= machen uns immer den Borwurf, daß wir uns ton« wägung zuiückzusühren, daß bei Einzelbehandlung fü- Isessionell abschlössen. Und was tuuSie? Nicht mmdeftens zwanzig Fälle umfangreiche Bnveisau, I nur uns boyiolüeren Sie, sondern auch diejenigen, die ।-----•- — ,.w llv<.lu„

nahmen erforderlich gewesen wären, während hier eine I mit uns Zusammengehen wollen, (sehr richtig! im Presse fortwährmd leistet, auf der Tribüne zur Ver- genügte Nach mein« Schätzung würde die 8e»hum. Widerspruch links.) Ja, das ist doch eine lesung bringen wolllen? Au- den ewige» Wieder.

Vinaelenenbeit tm »fraue der (jrmiplhphnnhrnnn irtnttn rT«o >>in Cy.iv.fzws. _ I L_r_______ _______» u * . x. —

Auf Anlrag ber Abgg. Jung (»all.), Trimbor» (Zlr.) und Potthoff (Vp.) wird bei ber Äbuimmung der zweite 'Absatz gestrichen, im übrigen § 8» in Bet Kommissionsfaffung angenommen.

Zum § 10 befürwortet Dr. Dahlem eine redaktionelle Abänderung.

i Wettere Anträge werden von ber. Abgg. Cuno (Bp.) und Web« (natl.) befürwort«

' Reichsschatzsekretär Mermuth bittet um Ablehnung dieser Anträge.

Slach weiterer längerer Debatte wird der § 10 i» der Komissiouksaffung angenommen mit d« Anlrägen Dahlem (Ztr.), d« eine Vergünstigung für die Hand- weiker vorsieht, dem Anträge Rösicke (kvns.), der diefe ' Vergiinstigung solchen Genoff nichafien nicht zmeil werden taffen will, Bit nicht leoiglidj ans Handwerkern bestehen, und dem Antrag Müller-Fulda (Zir), durch

; den die steuerlichen Begünstigungen sür Beräuberer, ; erhöht werden, die Baugeiverbetreidende oder $kiu«

Handwerker sind.

Donnerslag: Fortsetzung.

gul! im Zentrum). Auf wessen Krücken ist denn Ihr neuer FraktionSkollege in Breslau in das Abgeord­netenhaus eingezogen? (Hört, hört!) Auf soziatdemo. krattschen! (Sehr richtig!) Und wo sind unsere ReichStagsstimm« Mann für Mann in Breslau ge- wesen, als Ihr Kollege, Dr. Pfundtn«, zur Wahl stand? Hört! Hört!) Mann sür Mann bei Ihnen! Und wie haben Sir darauf jetzt bei ber Landtagswahl geant­wortet ? Sie Naben sich mit ber Sozialdemo­kratie verbündet unb sind auf ihr« Krücken hier hingekommen. (Hört! Hört! im Zentrum.) Sie hab«. He« Dr. Pachnicke, davon gesprochen, das Zmtrum habe bei ben letzt« Wahlen die Parole für bie Sozial- bemohatie au-gegeben! Wo ist biefe allgemeine Parole «uigegeben worden? Daß in einzelnen Fällen einige von unseren Wählern sür die Sozialdemokratie ringe« tret« sind, haben wir nie geleugnet. Ab« wenn wir unS 1907 wie jetzt die Liberal« mtt ben Sozialdemokraten zusammengetan hätten, wo wärm da die liberalen geblieben? Wo wäre da bie ganze Block- Herrlichkeit geblieben? tLebh. Zust. tm Zentr.) Damals hält« wir Veranlassung zu einem solchen Zusammen«

ben Katholizismus so gern a« friedfertig hin, während anderen die Schuld an dem konseffionelle» Unfrieden zugelchobm wird. Ja, wer sprach denn beispielsweise von leibmfchattlichm, verkomm«« Fürst« und Völ­kern? W« sprach von der inner« Pest der Häresie? Da» war doch die BorromäuS.Sn jyklika. Wenn Dr. Porsch metot, wir sollte» Vergangenes als erledigt anseh«, so meine ich, daß wir ob« doch nicht alle» vergeff« könn«. Dann kam ber Modernisten- ei», b« eine Gewifsensknechtung bebeutet, in­dem er eine völlige Unterwerfung unt« bte Dogmen der katholisch« Kirche bedeutet. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß ber Staat seine Beamten schützen muß, und wir hab« die Erklärung deS Ministers be* «rußt, daß « seine Beamten ju schützen gewillt ist. D« Staat muß aber auch das Recht der Aufhebung der theologische» Fakultäten habe», wen» sie sich tn ungünstig« Weise entwickeln sollten. Wenn ber Abg. Dr. Porsch meinte, bie Katholiken und deren Preßorgane hätten angesichts der maßlos« Anschuldt- gangen d« letzt« Zeit tm Interesse deS lieben Arie- »ens geschwiegen, so ist das nicht richtig. Wenn ich nun auch gegenteilige Preßäußerungen zitiere, w w«den Sie (zum Zentrum) diese Preßstimmen ab- schütteln, wie Sie dm Baron de Mathies und daS .Bayer. Vaterland' abgefchüttelt haben. Hettmkett und Sehr richtig!) Schütteln Sie ab« auch die ,®ermania' ab? Nein, bie schütteln Sie nicht ab! (Heiterkeit.) Und wa» schreibt die ,®erm.' über die Borromäus-Enzy- llika? Da heißt es: „Die Borromäus-C nzyklika ist mit apo- flirtAhom gfan <hr a.kt.r I Kolijchem Freimut», aufgrund geschichtlicher Wahrheit«

Antrag gefchrieben". Die ,SSchs. Bzta/ nannte die Interpellation s^»«ßt die L^batte. „ üb« die Enzyklika eine Unverfrorenheit. (Lachen im Ztr.)

. . Der § 1 wird unter Ablehnung sämtlicher Ab- | Und der.Pfälzer Bote' schrieb, daß Luther ein Man,- von irbischer Gesinnung sei, „dessen Golt ber Bauch war". (Hört, hört! links. Lachen int Zentrum.) Sie lachen ja Ihre eigene Zeitungen aus. Es handelt sich hi« um keinen Kulturkampf, sondern um ein« Kamps für die Freiheit ber Wissenschaft und der Gewissens. (Lebhafte Zustimmung llnks. Gelächter hu Zentrum.) Zu einem Religwasstrett möchlen Ste bie Sache gern stempeln. (Widerspruch im Zentrum.) Wir wollen dm konfessionellen Nerv nicht kitzeln. Das tun wir nicht, denn wir würden damit den letzten Katholiken in das Laaer des Zentrums treiben. (Bravo! tnt Zentrum ) Heute gibt es Gott sei Dank noch liberale Katholiken. Auf das Wahlrecht für Preußen über­gehend, meint Redner, das Zentrum fei nie ein Freund der Uebertragung des Reichstagswahl« rechts auf Preußen gewesen. Dem Grundgedanken stiimue es ja zu, aber über diesen Grundgedanken komme e5 nicht hinaris. Warum hat das Zentrum die vorhandene Mehrheit sür die direkte und geheime Wahl nicht benutzt, um wenigstens diese bescheidene Abschlags­zahlung zu erreichen? Im Volke werde man fein Ber- «bä Dr "Säbeln«! ’ (Sol) äüüeit" ni-fÄtnFiä'' su. I »ündnis dafür Haden, daß die Konservativen die vorig« en und a^ck Aba Trimbom i bÄhf, »T. Beratungen der Wahlrechtsvorlage als eine

en und auch «vg. Trimbom (dir.) hält ferne Be- I Einlösung des von der Krone gegebenen Versprechens einer organischen Fortentwicklung des Wahlrechts be- trachteten.