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Vrr Nermttuugsallsschllß der stiiMschkn KparKsffe

bestehl im Jahre 1911 auS dem dem unterferligten Bürger« meister als Vorsitzenden und den Herren

SchshwareuhMlrr Fra»; Karl

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Geisa,den 13.Januarl911. Der Gemeinde«Vorstand. F. Brehler.

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• Kirchhain, 17. Jan. 1911. Die Eheleute Tar­now in Hamburg haben für die Armen der Stadt Kirchhain 20000 Mark vermacht. — Am nächsten Donnerstag findet im hiesigen Kreis Haus eine Sitz­ung der Besitzer von Bog elSberg er Rindvieh und der Interessenten für die BogelSberger Breh- zucht statt.

* Wenkbach, 16. Jan. 1911. Am Sonntag wurde hur em Krieger« und Landwehrver« ein, welchem auch eine Sterbekafle angeschloffen wurde, gegründet. ES traten sosvrt 14 ehemalige Sonaten dem Verein bei.

* Neustadt M. W. B, 18. Jan. 1911. Die Fran deS jungen Keßler, die von ihrem Schwiegervater mit einem Revolver schwer verletzt worden war, ist nach der .Hess. LandeSzlg.' gestern morgen in der Klinik in Marburg genorden. Der Zustand des ebensa QS dortselbst darnieder liegenden jungen Manner ist besorgniserregend, doch hofft man ihn am Leben ;u erhallen. Eine auS dem Untersuchungsrichter und dem Staatsanwatt bestehende GerichtSkommiiston ist gestern früh zur Feststellung des Tatbestandes hier eingetroffen.

nzl Roßdorf, Kreis Kirchhain, 16. Jan. 1911. Tinen schönen Verlauf nahm die Versammlung, die der Volksverein am Sonntag abend dahier ab- hielt und die von Männern und Jünglingen zahlreich besucht war. Herr Pfarrer Damm gab in seinem Vortrag rin Lebensbild unseres großen Führers Windthorst, wie er war ein Mann des Volkes, ein hel­denmütiger Verteidiger der Rechte und Freiheiten der katholischen Kirche u. ein Freund des geeinigten deut- schm Vaterlandes. Redner war auch in der Lage, auS dem miterlebten Kulturkämpfe einige tntereffante Ereignisse den Zuhörem ins Gedächtnis zurückzum- ftn. In einem weiteren Vortrage behandelte Herr Kooperator B i l z noch kurz die Frage: Was hat das 3-entnmi getan für die Arbeiter, für die Hand­werker und für den Bauernstand? ES wurde gezeigt, daß keine Partei des Reichstags auch nur annähernd Gleichwertiges geleistet hat wie das Zentrum. Nach einer kurzm DiSkuffion und einem patriotischen Liede schloß die Versammlung.

(?) Amöneburg, 16. Jan. 1911. Gestern feierte der Verband der christlichen Bauhandwer­ke r im Dickhautschm Saal sein zweites St i f t n n gS- fest. Nachmittags bewegte sich unter Anteilnahme sämtlicher hiesiger Beretne ein Festzug durch die Straßen der Stadt gum geschmückten Festsaal, woselbst der Vorsitzende die Teilnehmer herzlich willkommen hieß Herr GewerkschaftSsekretär Sch l e i ch e r t Fronk- furt a. M. legte in einer Ansprache die Ziele des Ver­bandes dar und forderte die Bauhandwerker auf, dem Verband beizutreten. Herr Dechant Kräh wünschte di einem Schlußwort dem Verbände Glück und Ge­deihen. — BetmRodeln ftflrjte ein junger Mann so unglücklich gegen einen Schutzstein, daß er in die Klinik gebracht werden mußte. — Heute abend brannte di« Feldscheune des Landwirts Franz Weber dis auf die UmfaffungSnumern nieder. Man vermutet Brandstiftung.

* Fritzlar, 16. Jan. 1911. Auf dem GeiSmarer Wege stürzte der etwa 20 Jahre alte Buchhalter F. mit dem Rodelschlitten so unglücklich, daß er einen Beinbruch davontrug. — Die hiesige Ar­tillerie wird am nächsten Samstag in der Nähe d«S Bahnhofs em Scharfschießen abhalten. Das Echießseld liegt zwischen Rothelmshausen und KalbS« berg. Die durch diese« Terrain gehenden Wege sind in dieser Zeit abgesperrt. Zuschauer dürfen sich in der Nähe des Bahnhofs auf der Straße nach Kalbs­berg aufhalten. Die Hebung wird etwa 10 Uhr beginnen und 2 Stunden dauern. — Im Turnsaal der Fortbildungsschule verletzte ein Junge einen Mitschüler mit einem Lineal am Auge derart, daß daS Auge auslief. — Von den Soldaten der hiesigen Garnison find eine große Anzahl an Influenza erkrankl und auch unter den übrigen Bewohnern der Stadt herrscht dies« heimtückische Krankheit; teilweise ist fie mit Lungenentzündung verbunden.

Er ging dann «ach Haust, lchta sich tat H* bekam Lunaenenlztinduvg und schotz sich eiet Kugel in den Kopf. Wolf, der allem Wirt­schaftete und al« Sonderling bekannt war, wurde L vaS Krankenhaus nach Etz gebracht, wo er start».

• RünelSheim, 17. Jan. 1911. Bei Auf- eüumungsarbeuen im Okmembemalb stieß man auf Fundamente, die zweifellos einem römischen Wachtgedäude angebörten. Den Funden nach zu urteilen, wurde da« ttebfabe nicht durch Brand, sondern durch andere Gewalt zerstört.

* Mainz, 17. Jan. 1911. Im BorflandS- zuSschuß de« Mainzer Verkehr» Vereins wurde i. a. beschlossen, mit allen Mitteln gegen die Einführung der Billettsteuer zu kämpfen. — Da« Ei« de« Maine« treibt in großen Mengen an dem recht« Rheinufer vorüber. E« herrscht Tauwe ter.

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Berit» «ta eedfarftee» tarntttetuagSvaMrai toegen Irrlehre etngdettet Jach, wnrde «saesvrdmt. sich btenen 14 Tag« ans sich» «nüa-«nnkte M M» antwort«.

• UnMle letal Rebeln. Zwei vöckrrgesell« fnh- «n beim Redrin ta der Lusthedner Schloßstraße bä Berchte»,ad«n über bi< riet Meter hohen Ufer- mauern hinweg in die Aar. Der «ine von ihn« kam mit dem eiskalten Bade davon, während der an­dere beide Beine brach. — In Hauzenberg bei Passau geriet« zwei Knaben beim Rodeln unter die Pf«r de eine» bahertommenden Gefährts. Einer von ihn« wurde jämmerlich zertret« und mußte schwer verletzt ta da» elterliche Hau» gebracht werden. — Bei Littgenhauseu haben der Sohn be» Fabrikanten Lange und bet SOjährtgeRechtSkonsulent Btüed da» Bein gebrochen.

* Weg« Rüvzverdrecheus hatte fich vor dem Schwurgericht in Erfurt die Ehefrau Elise Haupt zu verantworten. Die Angeklagte halte von einem alten Armbande zwei Münzen, die die Größe einer 20-PfennigftückeS halt« und die Bildniff« Kaiser Wilhelm» L und IL zeigten, gelöst und eine wie Gold auSsehende Masse, die Schokotadenplätzchen umhüllt hatte, auf die Münzen geklebt. Der kleine Sohn brachte die Münzen bei einem Restaurateur unter. Das zurückerhaltene Kleingeld verbrauchte die Angeklagte in ihrer Häuslichkeit. Das Urteil lautete auf 9 Monate Gefängnis und Einziehung der Geldstücke.

* Erfroren ausgefundeu wurden auf der Chaussee in der Näh« von Walvwieie bei Saarbrücken zwei Männer. Sie hatten fich, ermüdet vom Wan­dern und vom Alkoholgenuß, aruder Straße nieder­gelassen.

♦ Hingerichtei wurden Dienstag früh in Inster- bürg die beiden zum Tode verurtelltm russisch-pol­nisch« Landarbeiter WladiSlauS Murawski und Pe­ter Galat, die ihr« Arbeitskolleg« Sokolowski im August vorig« Jahres getötet und beraubt hatten.

* Sturm auf der Nords««. Unausgesetzt lauf« in Curhafen Meldung« über schwimmende Schiffs­trümmer ein, sowie über in der Nordsee treibende Leich« Aus der Seowarie macht man fich über wei­tere Unglücksboffchasten infolge des schwer« Sturm­wetters gefaßt.

* Weg« unglücklicher Liebe erschoss« sich in München der Studmt Kundat auS Zürich und seine Geliebte, die 18jährige Emma Oertl aus der Umgegend von Bonn.

* Verschüttet. Dicht bei dem Dorfe VeneS» ville bei Havre stürzt« 2 Erdarbeiter am vorig« Mittwoch infolge eines Erd«tfcheS in eine Tiefe von etwa 28 Meter ab, wo sie unversehrt lieg« blie- bm. Auf ihre Hilferufe seht« sich die ander« bei dem Steinbruche beschäftigten Arbeiter durch eine schmale, freigebliebene Oefsnung mit d« beiden Ver­schütteten in Verbindung. Da jeden Augerchlick ein neuer Erdrutsch eintreten und auch dies« schmal« Schacht verschütten konnte, so sorgte man zunächst dafür, daß die unfreitoiHig« Unterweltbewohncr kei­nen Mangel litten Nicht weniger als vierzehn Brot« zu zehn Pfund, vierzig Liter Apfelwein, eine große Pastete, Butter, Eier, sowie auch Tabak und Zünd­hölzer wandert« den Schacht hinab und gelangt« in dm Besitz der beiden Männer, die stch inzwischen dort untm ganz häuslich eingerichtet hatten. Dann begannen die RettungSarbeitm, di« nun schon fast fünf Tage und ebensoviel« Nächte »ununterbrochen bauern, ohne jedoch bisher zum Ziele geführt zu ha­ben. Fünf Rettungsschächte wurd« in dieser Zeit gegraben. Es bleiben noch 18 Meter zu durchstechen, und man hegt lebhafte Befürchtungen, daß das Was­ser, daS das ganze Erdreich wie einen Schlamm durchträntt, die Rettungsarbeitm nochmals zunichte machen könne.

* In Wien wurde in seiner Wohnung der 67jäh- rtge Rentner Dedijan ermordet aufgefunden. Der 30jährige Buchhalter Jiran Minian wurde als mut­maßlicher Täter verhaftet. Minian war erst vor einigen Tagen aus Konstantinopel nach Wien gekom- m«. Er stand vor längerer Zeit in Diensten Dedi- janS; «S ist noch unaufgeklärt, ob ein Raubmord oder ein Racheakt vorliegt. Minian verweigert nähere An­gaben. Der Rentter Dedijan lebte äußerlich gerade­zu ärmlich und bewohnte nur ein Zimmer und ein Kabinett.

♦ Der Führer der terroristischen Partei in Russisch- Polen, Johann Wenzel Machajski, wurde in Zak- pane v e r ha f t e t. Machajski hatte während der russisch« Revolution eine eigene anarchistische Partei gegründet, die sein« Namm führte. Der Besitzer eines Sanatoriums Dr. Gmski, dessen Frau die Schwester der bekannt« Pariser Radium-Forscherin Frau Curie ist, hatte ein« anonymen Brief erhalten, in dem ihm mitgeieilt wurde, daß Machajski, der sich als Künstler ausgab, ein Bombenattentat auf sein Sanatorium plane.

* Der letzte Offizier der schleswig-holsteinisch«

Marine,

die

den Freiheitskampf von 1848 bis

llteea

Xe*, ba» mi SOL 3mQ 18S0 bte dänisch« Blotabe ge> tavcheu batte m* ta Travemünde vor Anker gegangen war. Dort versperrt« ihm dänische Kriegsschiff« bi« Fahrt. «» er d« Hafen auf Befehl de« Lübecker Senat» verlass« mußte, wurde er von der feindlich« Uedermacht umringt und sprengte fetn Fahrzeug selbst ta die Lust, um e» nicht in He Hände be» Feinde» still« zu lass«.

* Die Pest ta der Mandschurei nimmt reißend zu. Di« Maßregeln zu ihrer Bckämpfung sind unzurei- chmd ober geradezu verkehrt. In Chardin z. B. werd« massmhaft von Hund« angefreffene mensch­liche Leich« in den Sungari geworfen, die di« Krank- heitskeime stromabwärts trag« in den Amur und die Pest überallhin verbreiten. Im Ehinesmviertel CHarbin» soll« jetzt täglich rund 150 Menschen der Seuche zum Opfer, zum größt« Tell Chinesen, aber auch viele Europäer. Im ganz« find in Chardin 1135 Todesfälle unter dm Chines« und 64 unter dm Eingewanderten bekannt geworden. In dm andern vollreichen Städtm wird die Pest auch schon bedenb lich. In Mukdm warm 36 Fälle tödlich. Eine starke Zunahme wird auch au» Kirin und der Hafm- stadt Jingtseku am Gelb« Meer gemeldet. Der OrtS- vertehr ist überall eingestellt Die Personmzüge ber­teilen auch auf der chinesisch« Streck« von Schan- haikwan bis Peking nicht mehr. Es toerben nur noch di« internationalen Wagen erster Klasse mtt desinfi­ziert« Post- und Gepäckwagm befördert. In der österreichischen Niederlassung in Tientsin wurde ein Pestfall festgestellt.

• Der aufgefundene Ballon „Hildebrandt" (Sergi, zweites Blatt) Um zu dem mdlich gefunden« Bal­lon .Hildebrandt" zu gelangen, haben am Montag nachmittag etwa 400 Menschen ihr Leb« riskiert und warm auf dem nicht mehr als einundeinhalben Zoll stackm Eise bis $ur Hülle vorgedrungen. Bei der fortgesetzt« Suche nach der Leiche Keidcks wurde festgestellt, daß die Vermutung, die Leiche sei bei der Bergung ins Wasser geglittm, ein Irrtum war. Der ins Wasser gefallme Gegmstand war eine Wolldecke, die aus dem See herauSgefischt wurde. Die Uhr KohrS ist um 7.30 Uhr stehen geblieben. Danach ha- bm die Jnsassm wahrscheinlich schon nach zweistün­diger Fahrt dm Landungsversuch uniemommm. Die Leiche des Rechtsanwalts Kohrs wird noch Berlin übergeführt.

♦* Unterseeboot ,U 8* gesunken.

Gestern vormittag 11 Uhr sank in bet Heiken­dorfer Bucht, einem Teile de» Kieler KriegshasenS, plötzlich das llnterseeb.ot ,U 8".

Das seit Mai 1909 in Dienst befindliche Unter­seeboot machte eine Uebungsfahrt und fuhr, wie d e gut eingefahrenen Unterseeboote es öfter tun, ohne Begleitung. Gegen 11 Uhr wurde bemerkt, daß das Boot manövrierunfähig wurde. Der Vorderteil lag einige Fuß über Wasser, während der Hinterteil unter Wasser liegt. Die im Hasen liegenden Schiffe sandten sofort Dampfboote an die UnfaUfteUe. In kurzer Zeit waren auch Torpedoboote und Werst­dampfer herbeigeeilt. Man vermochte jedoch daS gesunkene Schiff nicht von bet Stelle zu beweg«. Inzwischen hatte bie im Boote eingeschlossene Besatzung, di« 30 Mann stark ist, eine Telephon­boje fteigen'laffen, zum Zeichen dafür, daß an Bord alles wohl ist.

Mittelst des Schwimmkranes bet kaiserl. Werst gelang es, einen kleinen Teil des verunglückten Bootes über Wasser zu heben. Hier wurde in die Wand ein Loch geschlagen, durch das 27 Mann der Besatzung gerettet wurden. - Die drei Offiziere des. Bootes, die sich in dem Kommando- türm befanden, konnten durch die Oeffnung vor­läufig noch nicht herausg«bracht werden.

Die Disziplin der auf dem Meeresgründe ein­geschlossenen Mannschaften war während der kritischen Stunden eine wahrhaft mustergitt ige. Jeder tat treu auf seinem Posten seine Pflicht. Man versuchte zunächst auS eigener Kraft hochzu­kommen, was man umso energischer tun konnte, als der dem Boote mitgegebene Sauerstoffvorrat auf mehr als 48 Stunden berechnet war. Erst nach einstündigem Bemühen, bereit Erfolglosigkeit eingefehen wurde, stieg die Fernsprechboje des Bootes an die Oberfläche, so daß die Verständigung mit den sofort von bett nahen Ankerplätzen herbei- geeilten Hilfsmannschaften aufgenommen werden konnte. Von der Werst wurde sofort der große Schwimmkran abgeho't und das Unterseeboot-Hebe- schiff .Vulkan" nach der Unfallstelle geschleppt. Eine unmittelbare Gefahr für das gesunkene Boot lag damit nickt mehr vor, wie auch nicht die leiseste Panik unter den Mannschaften aufkam. Es war ja em Glück im Unglück, daß das Boot noch im Hafen und dazu noch in seichtem Wasser sank, so daß die Bergung sogleich in Angriff genommen werden konnte.

mteb wn N* Retten der beton Werft- gehalten. Der Unfall ist noch Den bisherigen «rgedntfl« wahrscheinlich auf «ine «a'olin-Erpw. Ita« r»M»ufübr«n, durch di« bet hintere Tetl des Boote» l«ck sprang, wodurch das Eindringen des Wasser« ««folgte. Prinz Heinrich hat sich an di« Unfallstelle begeb«.

e. Kiel, 18. Jan. 1911. (Tel.) Da» Unter- fee boot ,U B" ist heute um 4 Uhr mit Hilfe des Hebeschiffes „Vulkan* geborgen worden. Die im Turmkops aufgefundenen Leutnants Ft scher und Kolb und der Matrose Rieger wurden leblos au« dem noch mit Luft gefüllten Turm gebracht. Die Wiederbelebungsversuche sind dis jetzt erfolglos geblieben.

Letzte Nachrichten.

W Göttingen, 17. Jan. 1911. Heute morgen entstand durch Ueberheizung eines Kanonmofens im Lad« deS Gärtners Fränzke ein Brand, der sofort solche Dimmsionm annahm, daß die in den oberen Stockwerten noch schlafend« Bewohner des Hau­ses wegen des Rauches von der fteiwilligm Feuer­wehr durch Sprungtücher gerettet toerben mußt«. Eine junge Dame sprang fehl, zerschmettert« sich die Beine und mußte zur Klinik geschafft werden. Mittags war die größte Gefahr vorüber; das Haus, das sehr alt war, und die Hintergebäude sind ausge> brannt und müssen niebergeriffen werd«.

i. Paris, 18. Jan. 1911. (Tel.) Rittmeister Nancy, der aus dem Lager von B u ch e r o n mit 20 einheimischen Reite« und einer Schwadron Gou- miers ausgebroch« war, um einen Streit zwischen zwei Stämmm zu schlicht«, wurde am 14. Jamia, abends von, Wüstenräubern überfallen Ein französischer Seutnant, ein französischer Wacht­meister und drei eingeborene Soldaten wurden ge­tötet, fünf Mann verwundet. Die benachbarten Stämme kamen der französisch« Abteilung zu Hisse.

a Paris, 18. I«. 1911. (Tel.) Der Minister- präsidmt Briand hat im Anschluß an das aus ihn verübte A t t e nt a t zahlreiche S ym p a t h i e k u n d^ gedungen erhalten. So von den meist« Mitglied dem des diplomatisch« Korps, dm hier weilend« Abgeordneten der Berliner Gemeindevertretung, bei portugiesisch« Regierung usw. — Mehrere Pariser Blätter verlang« entsprechend einem kürzlich von dem Deputiert« Berry eingebrachtm Antrag, dass der Berkans von Revolvern schärfer übe» wacht werde. .

W. New-OrleanS, 18, Jan. 1911. (Telegr.) Der Pferdehändler F e ib u s ch wurde auf Veramj lassung der deutschen Regierung verhaftet^ Gr wird angeschuldigt Fälschungen in Höhe vo7 77(00 Mark begangen zu haben.

W Petersburg, 18. Jan. 1911. (Tel.) Der Mi­nisterrat hatte heute eine Besprechung über die Pest gefoljr in der Mandschurei. Es soll« all» Maßregeln zur Bckämpfung der Epidemie ergriffen werden, um insbesondere der Einschleppung der Pest aus außerhalb der Bahnzone gelegäi« Ortschaften entgegen zu wirk«

W. New-York, 17. Januar 1911. An Bord deä Schlachtschiffes „Delaware" soll vor Norsoss eine Explosion stattgefunden haben, durch di» acht Pesonen getötet worden seien.

Handel und Industrie.

* Berlin, 17. Jan. 1911. Die Bewegung ist Kanada-Aktien nahm nach wie vor das Jnteresst der Börse in Anspruch. Im schroffen Gegensatz hierzu stand die Unlust und Geschäftsstille auf den anderen Geb'eten. Russische Banken konnten sich befestigen. Auf den übrigen Marktgebieten über­wogen leichte Kursrückgänge, die bei Montanwerken vereinzelt einen etwas größeren Umfang annahmen^ doch machte sich später eine Besserung bemerkbare Tätliches Geld 4Prozent. Privatdiskont 3'/, Prozeß

-r. Wettervoraussage

für Donnerstag, den 19. Januar 1911:

Trübe und nebelig, leichte Niederschläge.

Temperatur. Höchste seit gestern mittag 12 llhrf -j-3° Celsius; niedrigste: 0° Celsius.

Barometerstand. Heule mittag 12 Uhr: 755 mm, gestern: 756 mm.

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Ktrchhain. Die Herren Bürger­meister und Gutsvorsteber des Kreises werden in G.mäbh it des § 57 Abs. 1 der We'irordnunz veranlaßt, die vorgeschriebene Auffordr -ng hinsichllich der Anmeldung tut Re- I

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krutierungs - Stammrolle — soweit dies noch nicht geschehen — alsbald zu erlassen. Die Stammrollen 1911 sind unter Beachtung der im Z 46 der Wevrordnun'g gegebenen Vor­schriften in alpyabetiicher Ordnung aufzuftellen und mit den Stamm« rollen von 1909 und 1910 nachdem in letzteren die Spalt« 9 u. 10 auH gefüllt sind, sofort nach Ablauf de» Meldefrist (1. Februar' mit Au» lug aus denGeburtSreaistern, welches Die in die Rekrutierungs-Stammroll^ deslaufend. JahreS aufgmommeneit Militärpflichtigen enthält und mtt den über Todesfälle eingegangene!! Benachrichi ungss chreiben an mich einzufenykn. Die Herren Standes­beamten sind, fofern dieselben deq Auszug nickt bereits üversandtz beben sollten, um baldige nachträg­liche Uebersendung oeS eiben zu er­suchen. Bei der Entgegennahm«, bec Anmeldungen derjenigen MUi4 tärpflichtig«, welche von änderest Ort« zugezogen sind, ist darauf zst halt«, daß ötefeiben ein von den« Standesdea^ck« ihres Geburts­ortes ausgefertigtes t*eburt»j«ugntB vorlegeu. In Fällen, wo zwei Brüder ans einer Famttie zur Bor­stellung kommen, be;ro. ein Brude» eines zur Vorstellung kommende» Milttärpflichckgen bereits einnestelltz ist, haben dies oie Herren Bürge» meister und Gutsvorsteber in Spalt» „V amerfungro" der Stammrolle» bei Ben betreffend« ,Mi itärpflich« ticen" ersichtlich zu n ach«.

königliche Landrat: \

I. B.: v «Ä rlja- Rea. -Affekk-G