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bote sich nickt dazu entschließen können, sich auch von dem anderen Teil vrr Deklamationen seines Reujadrsprediaers loszusaaen. Vielmehr macht er sich desien Kampfruf gegen die „römische Hierarchie» in womöglich noch gehäisigerer Form ausdrücklich zu eigen. Wir bedauern das und können auch der Redaktion des ,Reichsdoten' das Mitleid nicht Ver­lagen, daß sie über die katholische Kirche dem tollsten Aberglauben huldigt. Cs wäre verlorene Liebesmühe, wollten wir sie hier eines besieren zu

** Deutsche liberale Blätter in Oesterreich und Deutschland wußten zu melden, Kirchenrechtslehrer Hofrat Dr. S ch e r er in Wien habe den Modermsten- eld verweigert. DaS ist wieder eine Lüge. Tatsache ist daß Hofrat Dr Scherer den Modernisteneid weder verweigert noch geleistet hat. Wie er selber erklärt, ist niemand an ihn herangetreten wegen der Eideslei- stung Außerdem ist er überhaupt als Universitäts- profeffor zur Ablegung des Eides nicht verpflichtet. — Die liberale Presse möchte durchaus oppositionelle Geistliche konstatieren; findet sie keine, so macht sie

Nischen Landtag erhielten in ganz Finnland bisher die Sozialdemokraten 95 083 Stimmen, die Altfinnen 61608, die Jungfinnen 35 110, die Schwe­den 29 311, die Agrarier 11423 und die christliche Ar­beiterpartei 6104 "Stimmen.

welche die wissenschaftliche Befähigung zum ein- ährig-freiwilligen Dienst durch eine Prü- ung nachweisen wollen, haben ihr Gesuch um Zu» laflung zur Prüfung bis zum 1. Februar 1911 bei der Prüfungskommission für Einjährlg-Frelwllllge hier emzureichen. Dabei ist anzugebcn, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft werden will, sowie ob, wie oft und wo er sich einer Prüfung vor einer Prüfungskommission bereits unterzogen hat.

welche.

* Infolge des Erlasses der Bischöfe von Grenoble und Autun, der den Gläubigen ihrer Diözesen das Lesen verschiedener radikaler Blätter verbietet, hat ein von dem Verbot betroffenes republikanisches Blatt in

welche ihrem Berufe nachgehen müssen, können von obigen Unterrichtsfächern einzelne nach Wahl während der Tages- und Abendstunden absolvieren. ==========

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fassers der Reujabrspredigt offen und nicht bloß mit Vorbehalt losgesaat hätte, denn mit dessen Aus»

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vermischtes.

* Seine Pferde als Erben eingesetzt hat der in Budapest verstorbene Bruder des ungarischen Ab­geordneten Vizont Die Erbschaft beträgt 300 000 Kronen, womit die zwölf alten Zitgpferde Vizonis un­terhalten werden sollen.

* Verschärfte Maßregeln wegen der Maul- und Klauenseuche sind auf dem Berliner Scylachthof seitens der Veterinärpolizei erlaffen worden. Außer den bisher in Anwendung gebrachten Maßregeln ist noch angeordnet worden, daß die Schlachtgarderobe derjenigen Gesellen, welche Seuchenvieh geschlachtet, in der städtischen Waschanstalt auf dem Schlachthof ge­waschen, alle übrigen Gegenstände, wie Messer, Beile usw. 6 Stunden in eine 4proz. Lysollosung gelegt werden müssen. „ „ , ,

* Die Unterschlagungen des Kempener Notars Werner-Güntzer in Kempen werden, wie in der letzt abachaltenen ersten Gläubigerversammlung bekannt wurde, mindestens den Betrag von 200 000 Mark er- reicken. Angemeldet sind bis heute über 100 000 Mark Aus dem Mobiliarverkauf wurden etwa 10 000 Mark gelöst. Dazu kommen noch recht zweifelhafte Forderungen in Höhe von 25—30 000 Mark, soda 30 —40 Prozent in der Masse liegen werden. Nach Abzug der vorberechtiaten Forderungen und der Kon- kurskosten werden die Gläubiger wohl kaum mehr als 1—2 Prozent erhalten. Die Hauptleidtragenden sind Landwirte und Kaufleute aus Krefeld, Geldern, Kempen, Grefrath, St. Hubert, Borst und Lobbench. Die Unterschlagungen sehen sich zusammen aus den Geldern aus Landverkäufen, nicht gelöschten Hypo­theken, Erbschaftssteuern und Stempelgebühren Die Zahlungsunfähigkeit des Notars erfolgte dadurch, daß er Unsummen für zweifelhafte Frauenspersonen aus-

* Der neue französische Dreadnought „Danton" ist bei seiner ersten Versuchsfahrt im Hafen von Brest auf eine schlammige Sandbank ausgelaufen. Die Lage des Schisses gilt als ziemlich ernst. .

* In einer Schweselmine bei dem Oertchen T u f o (Sizilien) brach ein Brand aus. bei dem sieben Arbeiter durch giftige Dämpfe erstickten.

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volkswirtschaftliches und Soziales.

[] In der Holzindustrie scheint ein schweres Jahr bevorzustehen Der sozialdemokratische Holzar­beiterverband hat zahlreiche Tarifverträge gekündigt und verlangt Lohnerhöhungen, eine Verkürzung der Arbeitszeit und den Abschluß von Tarifverträgen auf vier statt auf drei Jahre, ferner unter anderem Lohn­entschädigung beim Mangel an Material, Maschinen­arbeit, Werkzeug usw. Er hat ein Vertragsmuster ausgearbeitet, das bei dm neuen Verhandlungen als Unterlage dienen soll, das aber bei den Arbeitgebem auf Widerstand gestoßen ist. Die Arbeitgeber, weisen eine weitere Veckürzung der Arbeitszeit entschieden zurück. Sie sind bereit zu unterhandeln, lehnen aber die weitgehenden neuen Forderungen angesichts der ungünstigen Baukonjunftur, der Löhne, Lasten^usw. ab. Auf die Weiterentwickelung werden die Jnter- effenten gespannt sein dürfen.

* Groß-Auheim, 8. Jan. 1911. Für die evangelische Kirche, die am 22. d. M. einge- wetht werden wird, hat die Kaiserin eine kost­bare Altarbibel mit eigenhändig eingetragener Wid­mung gestiftet. Dem Baufonds der Kirche hat seiner­zeit der Kaiser 10 000 Mk. überwiesen.

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* Frankfurter Getreidemarktbrricht vom 0. Jan. Am heulioen Monlaqsmartt lag Weizen wesentlich fester. Die Kauflust war keine besonders rege. Landweizen fonnle trotz geringer Kauflust im Preise etwas anziehen. Fremde Weiten waren vom Ausland 1 Mk. per Tonne höher offeriert. Rogacn war geiragter, speziell russische Qualitäten bevorzugt. Gerste uiweiändelt. Hafer bei guter Nachtrag- zu letztwöchentlichen Preisen ge­handelt. Mais ruhig. Mehl und Futterartikel fest. — Es notierten nach Qualität: Weizen hresiger unb Wetteraner 20.50 -20.60 Mk, aus dem Lande abgeholt 19.50 -19.75 Mk.. kurhessischer 20 50—20.60 Mk. norddeutscher 00.00 -00.00 Mk.. russischer Nirolaieff 2175—52.25 M, Saxonska 21.50—22.00 M., Ulfa 21.75-22.75 Mk., Azima 21.75—22.50 Mk., La Plata 22 -'S —22.75 Mk., rumän. 22.00 —22.50 Mark, Walia Walla 00 00-00.00 M. — Roggen, hiesiger, 15.40 bis 15.60 Mk., auf dem Lande abgeholt 14.50—14.7a Mk Pfälzer 15.50—15.75 M. russischer 16.50—17.00 M. rumänischer 16 25-17.00 Mk. — Gerste hies. 19.00 bis 19 75 Mark., Psälzer 18.50-19.25 Mk, fränkische 18 50-19.t)0Mk.,Niedgerste 19 00-19.25 Mk., ungarische 21.00 -23.00 M-, russische Futlergerste 12.50-13 00 M. — Aafer, neuer, Vies. u. Wetterauer lo.oO—16.50 Mk., kurhes" 45.5'-16.50 Mk.. bayer. 15.25-16.75 Mk., La Plata 16.00—16.50 Mark, russischer 16.50—17.50 Mark. — Mais (Mixed) 13 90-14.10 Mark, Donau­mais 13.75—14.00 Mark, La Plata 13.85-13.90 Mark, Odessa 13.75-13.85 M., russischer 16.50—17.00 Mark. - Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — Mehl: fest. — Es notieren nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 30.50—31.00 Dck., südd. Nr 0. 30.50-31.00 Mk., hiesiges Nr.l 28.50 -29.00 M., süddeutsches Nr. 1 28.50 -29.00 M, .hiesiges Nr. 3 ■ 25.50 - 26.00 M., süddeutsches Nr. 3 2o 50—26.00 M.,

"Homburg v. d. H., 8. Fan. 1911. ^Die Frist zur Bewerbung um die ausgeschriebene Stelle eines Kurdirektors ist mit dem 31. Dezember v. I abgelaufen. Es hatten sich 113 Bewerber gemeldet. 26 00 Pt., süddeutsches y<r. a zo.ou—jo.uu an.. Von diesen gehören die mclsten dem Offizier staube I 7 „-• = m- 4 21 50—2 .00 M, süddeutsches Nr. 4 an, nämlich 53. Von den 113 Bewerbern sollen 28 > ™ ««««'

zur engeren Wahl gestellt werden.

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• Frankfurter amtliche Notierungen der Biehmorkt- hreife Dom 9 Fan. Austrieb: 1126 Rinder, 345 Ochien. darunterOOökterrch., 26 Bullen, 655 Färsenu.Kühe, 281 Kälber, 250 Schase, 2143 Schweine, keine 3'egen. Preise für 1 Zentner: Rinder: A. Ochsen: a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes höchllens b Jahre alt (Lebendgewicht) 52—57 Mark. (Schlachtgewlcht) 95—98 M., b. junge fleischige nicht ausgema tete und ältere ausgemästete (Lebendgew. 46- A M., (Lchiachtg.) 83—93 M., c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere lLebendgew.) 41-45 M (Schlachtgew) 76-83 sn>Qrf 3 aerina aenährle jeden Ältere» (Lebenbgen>.) Mo M°, (Schlachtgew.) 00-00 M. B B u 11 e n: a. vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwer^s lLebendgew.) 47-50 Mark, iSchlachtaew.) 78-80 Ui., k. nollfleischige jüngere «Lebendgewicht» 41—45 Mark, (Schlachtghw ) 68-75 Mark °. mäßig genährte lungere und gut genährte ältere Lebendgewicht) 00 -00 Mark (Schlachtgew. OO-OOM.,4. gering genährte Lebendgew.) 00-00 Mk., (Schlachtgew.) 00 -00 M. C. Färs en und Kühe: ». vollsteischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes (Lebendgew.) 44-48 Mark, (Schach'gew.) 79-86 M., b. vollflerschtge, ausgemastete Sübe höchsten Schlachtwertes bis zu Jahren Ldgew.) 41—45 Mk, (Schlachtgew.) 76-81 M- «- allere aus­gemästete Kühe und wenig gut ewimckelte tungere Kühe und Färsen (Lebendgew.) 34 -43 M ^Schlachtg.) 65—83 Mark, d. mäßig genahne Kühe und Farien lLebendgew.) 26-33 Mk, (Schlachtgew.) 52-6b Mk., e. gering genährte Kühe und Färsen (Lebendgew.) 21-23 sm ) 48—52 M. D. Gering genährtes

Jungvieh Freffer) (Lebendgew.) 00—00 M., (00 - 00 Mk. Kälber: a. Doppelender sernUe Mast (Lebendgew.) 00-00 Mk., (Schlachtgew ) 00-00 JJ». b fernste Mast- (Vollmilchmast. und beste Saugkälber Lebendgew.) 58-61 Mk., (Schlachtgew ) 96 -W2 M, <•. mittlere Mast- und gute Sauglstber^Lebendgk w.) m__57 Mk (Schlachtgew.) 92—97 Mk., d. geringe

Saugkälber (Lebendgew. > 50 - 53 Mk., l^cklachtgew.) 85.. 90 Mk. Schase: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Lebendgew.) 37—38 Mk., ^Schlachtgew.) 79—80 M b ältere Masthämmel und gut genährte, Schafe (Lebendgewicht 32- 00 Mk., (Schlachtgewtcht). 76-00 Mark, c. mäßig genährte Hammel und Schafe Mer.-Schase (Lebendgewicht) 00 -OOMk., (Schlachtgw.) 00- 00 Mk, d. Marschschafe oder Vtederungoscha e (Lebendgew.) 00- 00 Mk.. (Schlachtgew.) 00-00 SWL, Schweine- a. Fetischweine über 3 dentn-r Lebens oemidit (Lebendgew.) 00—00 M, (Schlachtgew. 00—00 Mark, b. vollfleischige Schweine über 2, g^oo—' gewicht-Lbdg.) 52 00 - 55.00 Mk, (S*1“*»* 64,00 69 Mark c vollfleischige schwerne über 2 Ztr. teoeno gewicht (Lebendgew.) 52.00 - 55.00 M, ^Schlachtgew.) 64,00 - 69,00 M„ d. vollflelschige Schwetne b>s zu . Ztr. Lebendgewicht (Lebendgew.) 52.00-55 M M, (Schlachtgew.) 64,00-69,00 M., e. fletschtge Schrveme (Lebdgem) 49.00-53.00 Mk, (Schlachtgew.) 63^00-68: Mark, f. Sauen (Lebendgew.) 00-00 Mk ' (Schlachtgw ) 00 Mark. - Das Rmdergeschäst «erlief lebhaft, eS wird ausverkauft. Kälber »nd Schafe werden bet flottem Handel abgesetzt. Der Schwetnemarkt verUef flau und hinterläßt erheblichen Ueberstand.

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In der Form von Scotts Emul­sion nehmen Die Klemen den Leber­tran nicht nur gern, sondern viel­fach sogar mit großer Vorliebe. Liev ist einer ver vielen Vorzüge von Scoti s, Emulsion gegenüber gewöhnlichem Leberrran. Außervem ist aber ScottS Emulsion dank dem Scottschen Ver­fahren so leicht verdaulich gemach-, daß alle, Kinder sowohl, als auch Erwachsene, sie in Zeiten von Ent­kräftigung mit Nutzen georauchen.

4- Lieber rot als schwarz"! ..................„JLJH .

' . s. u » „„„ r-k..n führungen ist die heutige Erklärung schlechthin nicht

M iftQrbat jetzt 7uch ’^n H Lseroati, m Einklang zu bringen.,. Serbe.6er W E-nnenbes Blalt übern-MM '. Der ,Reichsbote-1 K vor einigen 2age durch die Neujahrs-1 »gt in der Berliner schloß kaperte über den Bibelvers „Fürchtet euch nicht, stehet fest" veranlaßt, »um Sturm gegen Rom zu blasen, das m der stnrberung des Antimoderniftenetdes den Schluß- fl-in in das Macktgebäude eingefügt habe, mit dem hie Welt in Retten geschlagen werden solle. Seme Entschließung ist:

Wenn es nur die Erwägung ist, daß man w «iMtttolanb das Zentrum im Kampfe gegen die «o taldemokratie nicht glaubt entbehren ju «nnen unb darum lieber rüstig zusieht, wie ein anderer Motzer Teil des Volkes entfrembet werden soll, so ist das ein verhängnisvoller Trugschluß, denn so schwer auch die Gefahren fern mögen, bte von der Sozial- bemotratte drohen, diese wird sich an ihrer stetig! wachsenden Begehrlichkeit schließlich selbst verbluten. Sollte sie einmal ernstlich den Versuch wagen, ihre letzten Konsequenzen zu ziehen, und mit Taten des Umsturzes hervorireten, so wäre das der Anfang von ttrem Ende. Deutschland hat schwerere Sturme Über- Lunden als solche. Was aber Rom erst in neue »eittiae Fesseln geichlagen hat, daran kranken bte ^ßlter lahrhundertelang, unb deshalb ist der Preis der Römischen Knechtschaft zu hoch, . wenn nur um diesen die Abwehr der Sozialdemokratie mögliche wäre.

Wir möchten fast annehmen, daß die Redaktion oeS ,ReichsboteM, als sie diesen Artikel aufnahm, aar nicht gewußt bat, was sie damit anstellte. Wenn das ,Berl. Togebl.' höhnisch vorhält, diese Weisheit habe der .Reichsbote^ schon lange von_b«n utm uttLU||Vllv., --------------------

.Berliner Tageblatt' lernen können, das seit Fahr I @ gticnne beim Lyoner Zivilgericht gegen dm Erz- unb Tag V«6'?*5 von Lyon als Vorgesetzten dieser beiden Bl-

kratie könne bie Macht des Zentrums gebrochen Schadenersatzprozeß angestrengt,

werden; gegenüber der sch carzen Jnternatlona.e I ** öut Ruffisizicrung Finnlands. Im finnischen sei die „rote Gefahr als das klemere liebel zu be-1 gena| ro(e§ ber Ämeralgouverneur auf die Notwen­werten, — so ist die Vorhaltung durchaus berechtigt. unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen

Und ebenso berechtigt ist die Freude der ,Vossischen » Neuordnung des Unterrichts in der Zeitung': Erdkunde und der Geschichte Rußlands an allen Mit­

jas ist eine Sprache, wie man sie aus dem kon- unb Volksschulen Finnlands, wobei diese Fächer

i'wÄÄft« SÄ« sXwt unb b« Mil-nb» --,1-llw-,. Rolle Wielen bei allen Stichwahlen zwischen Klerikalen den, um die Gefühle der Achtimg, Treue und Erge- und Sozialdemokraten. Kann jemand für diese Ent Henheit zu wecken, — Bei den Wahlen zum ftn- scheidung ein wirksameres Flugblatt schreiben a» > - - - " -------

Stellen aus dem Artikel des konservativen .Retchsb/? Und dieser Artikel ist kurz nach den Umsturzreben des Herrn von Hetzbebranb erschienen, unter der Herrschaft tzes schwarz-blauen Blocks. Dryander wirb es wohl in der Schloßkapelle nicht ganz so gesagt haben unb der Kaiser, als er den Text bestimmte, auch nicht ganz so gemeint haben. Silber es kann schon richtig sein, lhaß die Betrachtungen beS .Reichsboten' über bas Bibelwort innerhalb wie außerhalb der konservativen Partei manche Zustimmung finden werden: „Fürchtet euch nicht, stehet fest!*

Der.Reichsbote' scheint mit diesem Erfolg seiner sonderbaren Reujahrspredigt nicht ganz zufrieden zu sein. Dkan merkt an der Art seiner Darlegungen, mit denen er in der Nummer vom 6. Januar auf seinen Artikel zurückkommt, daß sie eine Talvierung gegenüber dem von der liberalen Presse reichlich Sespendeten Beifall sein sollen. Die Parole „Lieber tot als Schwarz" ist ihm etwas bedenklich ge- morden, und so beeilt er sich, zu erklären:

„Erstlich müssen wir doch festhalten, daß das Zen­trum nicht die römifche Hierarchie ist, so sehr es auch (unter ihrem Einfluß steht, unb daß wir deshalb den tKampf gegen bie seit dem Unfehlbarkeitsdogma immer unverträglicher werdende Pap st Herr schäft nicht! Mit dem Zentrum ohne weiteres iventifizieren dursen, itumal wenn es sich um den Kampf gegen die sozial- demokraüschen Umsturzbestrebungen handelt. Daraus ergibt sich für uns folgende Stellung- Wir bekämpfen in der Sozialdemokratie die aktuell größte Gefahr für Deutschland und nehmen dazu auch die Hilfe des Zen­trums wie jeder anderen bürgerlichen Partei an, aber wir kaffen uns nicht darauf ein, dem Zentrum für | diese Hilfe im Kampfe gegen die Sozialdemokratie Konzessionen auf hierarchischem Gebiete zu machen. Wenn es solche fordern sollte, so würben wir ihm sagen: Den Kampf gegen die Sozialdemokratie führen wir als deutsche Burger und erwarten, daß das auch das Zentrum als eine Gemeinschaft von deutschen Bürgern tut. Unter dieser Voraussetzung reichen wir ihm in diesem Kampfe gegen die Sozialdemokratie bie Hand."

So, das hört sich schon viel besser an, wenn­gleich der,Reichsbote- sich die Insinuation, als ob das Zentrum „Konzessionen auf hierarchischem Ge­biete" zu fordern imstande wäre, ruhig hätte sparen können. Es hätte auch nichts geschadet, wenn er sich von den sonderbaren Darlegungen des Ver-

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