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Mai 205.25

Reklamen, nnd Stuzeig-ute».

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retteten Damen, Dereu 'HtbetL5|elD auvcrhaid Des Hauses uegt. Wenn sie Dadurch nicht imstande sind, die häusliche Arbeit zu verrichten, ihr Hans aber doch gern so in Ordnung halten möchten. Daß ' eä ein wirkliches Heim ist, so lvenden sie sich an

Amt Geisa und Umgebung.

* Backa, 3 Jan. 1911. Ein hiesiger Stellmacher­lehrling schnitt sich gestern bei der Arbeit die Lpi- tzen zweier Finger ab.

* Ostheim n. Rh., 3. Jan. 1911. Ganz plötzlich verstarb hier ein lOjähriger Junge an gastrischem Fie­ber, das auf den Genuß eiskalter Aepfel zurückzuführcn sein soll. Das mag allen Eltern als Mahnung zur Vorsicht dienen. — Der Destaudant Stadtkämmerer Winzer, der im Gerichtsge­fängnis in Eisenach in Untersuchungshaft sitzt, wurde setzt dem Ostheimer Amtsgericht zugeführt, um den Ofsenbarungseib zu leisten. Die Vorführung war je­doch umsonst, denn Winzer verweigerte den Eid. Da­durch hat et seine strafrechtliche Lage verschlechtert, außerdem kann er nach Beendigung desGerichtsverfah- rens weiter in Haft behalten werden Bezeichnend für die Ostheimer Verhältnisse ist es, daß sich niemand bereit fanb, ein für Winzer erbetenes Geschirr zu stel­len um ihn nach Mellrichstadt zu fahren, sodaß er dahin den Weg zu Fuß machen mußte.

* Gerlhausen (Rhön), 2. Jan. 1910 Gestern beging unser Bürgermeister Walter die Feier seines 25j äh rig en Amtsju b iläu ms. Von vielen Seiten gingen dem Jubilar Glückwünsche zu

Danzig Berlin Frankfurt

Pacificmeere hinabspringt.

— Hrimzegete». Grober Geschäftsmann (zum Ueberbringer einer Botschaft): „Wer hat dich denn geschickt? Konnten sie keinen Klügeren finden?' — Bote: ,O ja, aber sie dachten, ich wäre klug genug für Sie.'

kehrsministerium gerichtet. Gegen das österreichische Projekt wurde eingewendet, daß es eine Bahn schaf­fen wolle, die während der Hälfte des Jahres infolge der Schneeverwehungen unbrauchbar fein würde.

♦ Die Cholera ist nach einer Mitteilung des Kom­mandanten der 2. Division Osman-Pascha in der türkischen Armee jetzt vollständig erloschen. Aus diesem Grunde haben wieder Geländeübungen stattgefunden, die infolge der Cholera fett den großen Manövern ausgefallen waren. Auch in der Stdbt Konstantinopel hat die Cholera stack abgenommen.

* Durch eine Explosion im Straßenbahnhofe zu San Sebastian wurde eine Person getötet, zwei andere wurden verletzt.

lischen Kirchen. Der Papst beauftragt die aposto­lischen Delegaten, dieses Schreiben den Erzbischöfen nnd Bischöfen ihrer Delegaturen mitzuteilen, eme Ueberiehung davon in die betreffenden Landesspra­chen herzustellen und überall zu verbreiten. Ter Papst betont Den guten Glauben des Versaffers, für welchen Worte väterlichen Wohlwollens gefunden werden, ohne feinen Namen zu nennen.

Verhältnis zu den enormen Unkosten.

Mit der Zeit habe ich schon manchen Bettelbrief gelesen, aber keiner erscheint mir so beachtenswert wie der letzte aus der Mack Brandenburg. Der gekränkte Sammler schreibt voll Bitterkeit: „Ich wandte mich an den Generalvorstand des Bonifatius- Vereins nach Paderborn, an die V o n i f a- tiusvereine von Köln und Münster mit der Bitte um eine Beihülfe, nicht einmal einer Antwort bin ich gewürdigt worden, ge­schweige denn einer Gabe." Die Klage gibt auf jeden Fall zu denken. Versagt etwa der Bonifatiusverein und erklärt sich so die wachsende Schar der Kirchen- bettter? Unter dem Bittgesuch vermisse ich allerdings die Befürwortung durch das zuständige Generalvika­riat. Ruy kann ich mir schwer ein Urteil über den Bonifatiusverein erlauben, da ich keinen genügenden Einblick in feinen Geschäftsgang habe. Zwar habe ich mich vor mehreren Jahren bemüht, in nähere Fühlung mit dem Verein zu kommen. Ich stiftete einen blauen Schein und glaubte mich so zu der Hoff­nung berechtigt, vielleicht in .Zukunft das Vereinsor-

Utitiwod) den 4. Januar 1911.

58 Dattraang.

gan zu erhalten ober sonstwie etwas von der Tätigkeit des Vereins zu hören. Außer einer mit Dank verbun­denen Empfangsbestätigung habe ich aber nie mehr et­was erfahren. 2 Jahre später schickte ich wieder einen größeren Betrag, der mir ebenfalls dankend quittiert wurde, aber ohne weitere Folgen blieb. Einem Freunde erging es ähnlich. Doch sehen wir davon ab.

Tatsache ist es jedenfalls, daß dem Bonifatiusver­ein die nötigen Mittel fehlen, um den an ihn gestellten Anforderungen zu genügen, fönst stände sicherlich das eigenartige Geschäft der Kirchenbettetei nicht in solcher Blüte. Wie läßt sich da aber Abhilfe schaffen? M. E. gibt es nur einen Ausweg: gründ­liche Organisation und Popularisierung des Bonifa- tiusvereins. Ueberall, wo Katholiken wohnen, selbst im kleinsten Dorf, müßten Ocksgruppen oder Statio­nen des Vereins gebildet werden. Aber nicht nur für

die Sache des hl. Bonifatius, sondem auch für die anderen großen Aufgaben der Gegenwart religiöser Natur müßten die Gesamtkatholiken begeisteck und zu regelmäßiger Unterstützung systematisch erzogen werden Jeder müßte nach seinen Vermögens- verhältniffen beisteuern für Missionen, Albertus- Magnus-Verein usw. Es wird das gewiß keine leichte Aufgabe sein, aber sie muß geleistet werden. Die Zeitverhältniffe stellen nun einmal so große Forderun­gen an den katholischen Opferstnn, und zwar auf Jahre, vielleicht auf Jahrzehnte hinaus. Auf die Dauer ver- agen Mittelchen, es ist eine großzügige Propaganda erforderlich. Da darf keine Planlosigkeit herrschen, die zur Vergeudung großer Summen führt, auch keine kleinliche Kirchtumspolitik, die sich auf die eigne Ge­meinde beschränkt, dagegen für die Außenwelt kein Verständnis und Mitgefühl hat. Was muß an Steuern für Staat und Kommune aufgebracht werden und da ollten sich die überzeugten Katholiken für das Reich Gottes nicht ein freiwilliges Opfer auferlegen wollen?

Bezüglich der Kirchenbausammlungen besteht un­leugbar in weiten Kreisen ein gewisses Mißtrauen, ob das Geld auch stets eine sparsame Verwendung im Sinne der Gaben findet. Es liegt in den Verhältnis- sen, daß in dm meisten Fällen jüngere Geistliche not- gebrtmgen an dm Bau von Kirchen herantreten. Wie­viel Lehrgeld muß da immer wieder gezahlt werden! Mangel an Erfahrung seitens der Bauherrn ober auch das Bestreben des Architekten, zu prunken, hat schau oft in Verlegenheit gebracht. Hinterher gibt’3 bann einen Haufen Schulden und wohl oder übel muß wie­der zum alten Bettelstab gegriffen werden. Durch ge­eignete fachmännische Beratung ließe sich viel Geld sparen. Könnte denn die Zentralstelle des Bonisatius- vereins nicht einen Kirchenbaumeister bestellen, der zu­sammen mtt dem jeweiligen Lokalpfarrer und einem Kapitelsvertreter die Kirchenbaufrage zu lösen hätte? Der Hauptgeldgeber soll für seine Unterstützung auch ein Wörtchen mit zu reden haben, das ist nicht mehr als billig. Sodann muß auch von dem Grundsatz aus- gegangen werden, daß eine rein katholische Gemeinde in der Regel selber für ihr Gotteshaus sorgen kann, Voraussetzung ist allerdings habet daß nicht erst an dm Neubau gedacht wird, wenn die alte Kirche bau­fällig geworden ist. — Gelänge es dem Bonifatius­verein, das bei dem mühsamen Betteln tatsächlich ver­schwendete Geld an sich zu ziehen, dann vermöchte er Großartiges zu leisten. Mit dem allmählichen Er- stacken des Vereins würde die armselige aber kost­spielige Bettelei von selber nach und nach verschwin­den. Die groben Auswüchse aber könnten umso eher und wirksamer durch ein striktes Verbot der Kirchen- behöcden beseitigt werden.

Kurzer Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle Des Deutschen LanDivirtschaft- rats vom 20. Dezember 1910 bis 2. Januar 1911.

Wenn sich der Geschästsveckehr in der letzten Zeit auch in den durch die Feiertage und den Jahresab­schluß gezogenen engen Grenzen bewegte, so war eine -este Grundstimmung im allgemeinen doch unverkenn- bar, denn nicht minder reserviert als die Bedarfsge­biete verhielten sich nahezu überall die Warenbesitzer. Ganz besonders gilt dies für Argentinien, dessen Wei­zenernte amtlicherseits auf 3,7 Mill To., also nur etwa 150 000 To höher geschäht wird als die sehr un­günstige Emte des Vorjahres. Auch Rußland zeigt wenig Entgegenkommen, zumal die schlechte Beschaf­fenheit der Landstraßen die Zufuhr zu den Häsen be­hindert. Eine weitere Erklärung für die in den letz­ten Tagen des Jahres zunehmende Befestigung ist wohl auch in dem erneuten Eingreifen Frankreichs und der dadurch auch anderweitig angeregten Kauflust zu finden. Die deutschen Märkte vermochten sich, dem Einfluß dieser Verhältniffe umsoweniger zu entziehen, als das Weizenangebot vom Jnlande in letzter Zeit eine weitere Einschränkung erfahren hat und die Not­wendigkeit ausländischer Bezüge für die deutschen Ver­braucher immer näher rückt. Die Schwierigkeiten, die sich bei der Abwickelung des Dezembertermins erga­ben und die die Schuldner schließlich dazu zwangen, bei Deckung ihrer offengeblieoenen Verbindlichkeiten bis Mk. 210 zu bewilligen, lassen jedenfalls erkennen, daß größere Mengen, namenüich gute Dualitäten, schwer zu beschaffen sind und daß man in nächster Zeck mehr als bisher auf ausländischen Weizen angewiesen fein dürfte. Im übrigen zeigte sich in den letzten Ta­gen wiener mehr Exvortsrage und im Anschluß daran wurde Mallieferung gedeckt, deren Preis seit 14 Tagen um 31/4 Mk. angezogen hat. Auf dem Roggenmackt« sind bemerkenswerte Aenderungen in 0en berden ®e- richtswochen nicht eingeritten; das Geschäft hatte bet müßigem Angebot geringen Umfang, aber Die Preise konnten sich gut behaupten, teilweise sogar leicht be> festigen. Zu den in Berlin erzielbaren Preisen ist in der Provinz anscheinend wenig Veckaufslust vorhan­den Der Absatz von Hafer ist nur in besseren Quali­täten befriedigend, während für das meist aus gerin­gen und mittleren Sorten bestehende Angebot kern, sonderliches Interesse besteht. Für Lieferung Wirr­ten erhöhte russische Forderungen befestigend. Die Forderungen für russische Futtergerste sind fest geblre­den. Dem Maisgeschöst brachten argentinische Dürre- Meldungen und ermäßigte amerikanische Schätzungen keine Belebung

Hafer

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2iu$ Kirche und Schule.

** Rom und der Orient. In denr schon erwähn­ten p ä p ft l. Schreiben, das an sämtliche apost. Delegaten aller orientalischen Kirchenprovinzen ge­schickt worden ift, stellt Papst Pius fest, eS fei un­möglich, eine größere Anzahl dogmatischer und histo­rischer Irrtümer in so wenigen Zeilen zu finden, wie dies in einem kürzlich erschienenen Artikel der Fall sei. Der Papst berichtigt sodann diese Jrrttimer, dar­unter hauptsächlich die daselbst vertretenen Ansichten über das Heroorgehen des Heiligen Geistes, über die monarchische Autorität der Kirche, sowie über den Primat der römischen Kirche hinsichüich der oriento-

von einer Remmachesran begleitet, die alle grobe Arbeit ausjucht, während sie selbst das Ganze be­aufsichtigt, Staub wischt, stopft uno stickt, sowie Die erforderlichen Einkäufe und die Zubereitung der Speisen besorgt. D:e Lady visiting housekef-per und ihre Reinmachefrau sind gewöhnlich >0 gut zu­sammen etugembeitet, daß sie im Laufe des Tages mehrere Haushaltungen in Drbnung hatten können. Kommt die Hausfrau nach beendigter Tätigkeit heim, jo findet fle sicherlich alles besser vor, als wenn sie ihren Haushalt inzwischen einem ungeübten D'enstmädchen überlassen hätte. Der Haushalt wird auf diese Weise jür Die einzelne Hausfrau nicht sonderlich teuer, währen Die »Haushälterin im Umherziehen" ein hübsche Einnahme erzielt. b.

— ein Tach: die Wasserscheide zweier Meere. Aus Rew-Aork wird gcfchrlcben: Wo Droben in Brttisch-Kolumbien die Kanadisch - Parisische Eisen­bahn mühsam den höchsten Grat des großen Felsen­gebirges überklettert, kommt sie an einem )aus vorbei, dessen Dachfirst Die Wasserscheide zweier Weltmeere bilbet. Es ist das Surnmit-Hotel, dessen Besitzer Andy Goode bis weit in Die Ebenen hinein als tühner Jäger berühmt ist. Das Hans steht genau auf der Grenze der (Stromgebiete, deren eines seine Wasser dem Stillen Ozean zuführt, während die des anderen ihren Weg nach dem Attantisehen Ozean nehmen. Regnet es dort oben, so rinnt das Wasser von der einen Dachhälfte einem klein en Bache zu. Der zum atlantischen System gehört, das von Der anderen einem Flüßchen, das zum

Rus Gberhkffen u. ö. Hess. Remtern.

△ Aus dem Kreis Marburg, 3. Jan. 1911. Die Bevölkerung unseres Kreises hat sich von 53779 im Jahre 1905 auf 57 641 vermehrt. Davon sind 28 503 (26 874) männlichen und 29138 (27 574) weiblichen Geschlechts. Ans die Stadt Marburg ent­fallen 21869 (20136) Einwohner. Bemerkenswert ist, daß fast sämtliche Landorte an Einwohnerzahl zu­genommen haben. ~ ,

* Frankenberg, 2. Jan. 1911. Letzten Frettag feierte Herr Lehrer a. D. Schlitzberger und dessen Frau ihre goldene Hochzeit - Untewegs im Zuge starb eine Fcau von Dorfitter, welche in die Klinik nach Marburg geschafft werden sollte.

(*) Kirchhain, 3 Jan. 1911. Die Besitzer von VogelsbergerRindvieh und die Interessen­ten für die Vogelsberger Viehzucht werden zu einer Besprechung im Sitzungssaale des Kreishauses auf Freitag, Den 6. ds Mts., vormittags IOV2 Uhr, ein­geladen. , ,,

* Treysa, 2. Jan. 1911. Em m hiesiger Stadt beschäftigter F ü rs 0 r g e z ö gl i n g war zur W e i h- nachtsbescherung nach Hephata emgeladen worden und mißbrauchte diese Gastfreundschaft zu einem raffinierten Diebstahl. Am andeccn Mor­gen entfernte er sich heimlich, alle angestellten Nach­forschungen sind bis jetzt ergebnislos geblieben

(*) Fronhausen, 3. Jan 1911. Samstag, den 7. Januar 1911, nachmittags 2 Nhr, findet hier im Pfef- ferschen Saale eine Sitzung der Mitglieder der Holz­arbeiter-Innung statt.

vermachtes.

* Ein einziger Hase wurde bei einer vor einigen Tagen in Zell a. H abgehaltenen von 18 Jägern als ganze Jagdbeute heimgebrachi.

» Das Zugspibe-Bahnprojekt. das im letzten Jahr wiederholt die OeffenÜichkeil beschäftigt hat, fW er­neut im Vordergründe de? Interesses. Das ursprüng­liche Projekt sah eine Zahnraddampfbahn ober eine elektrisch betriebene Zahnradbahn vor, die sich aus­schließlich auf bayerischem Boden bewegen sollte. Die­ser Idee ist nun eine Konkurrenz entstanden, gegen die sich der bayerische LokalpatriottsmuS auflehnt: eine Gesellschaft hat die Absicht, auf österretchtschem Boden eine Schwebebahn bis zum Gipfel der Zug­spitze zu bauen. Gegen die drohende Gefahr hatjetzt zunächst die Alpenvereins-Sektlon Garmtsch-Parten- firchen mobil gemacht und eine Resolution an da» Ver-

Weizen Roggen

Die Pflege der Stimme

erweist sich immer mehr als ebenso notwenbig, wie bieieniae etwa Der Hände und Der Zäyne. Unter allen Mitteln, Die eine klare freie Stimme schaffen, wohltuend auf Rachen und Hals wirken, üblen Geruch aus dem Munde nehmen, hat sich keines nur annähernd so ver­breitet und behauptet, als Die in ihrer Wirkung unver­gleichlichen Wyberr-Tabletten. Sie gehören zum eifernen Bestände jedes Haushaltes, wie Seife und Zahnpulver. Die lange ausreichende Schachtel kostet in allen Apotheken 1 Mark.

Depot in Fulda: Engel-Apotheke, hof-Apotheke und Löwen-Apotheke.

Es stellten sich Die Preise für inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 Ktlogr. je nach Qualität, wobei das Mehr (+1 brzw. Weniger (—) gegenüber Der Borwoche in Klammern () beigefugt t|t wie folgt:

München

Weltmarttpreise: Weizen: Berlin

(+ 2.75), Budapest April 187.90 (+, 2.75), Chicago Mai 149.60 (+ 2.05). Roggen: Berlin Mat 155/75 0.50). Hafer: Berlin Mat 155.25 (+ 1.75) Mk.

ver 1000 Kilogramm.

2. Blatt.

vruck und Verlag 6er Fuldaer Hdienbruderei in Hulda

Au§ dem Nachbargebiele.

♦ Schliß, 1. Januar 1911. In San Remo verstarb Der Schwiegervater des Grasen Emil FrieDrich von Schlitz genannt von Görtz, Graf Juli.- Konstantino de Billeneuve, ehemals Kaiserlich Brasilianischer außcrorDentltcher Gesandter und bevollmächtigter Minister am Sonighd)। -öelgt« scheu Hofe. Durch diesen T auersall i|t die auf Den 5 Januar D. Js. au, dem hiesigen Schwfse angesagte Hochzeit der Enkelin des Verstorbenen der Gräfin Marie von Schlitz genannt von Gortz mit dem Grafen Heinrich von Luxbnrg aus Manchen verschoben worden. ....

* Gersfeld 4. Jan. 1911. Die Viehzählung im Krerse Gersfeld am 1. Tumber 1910> Wte lolgendes Ergebnis: 933 Pferve, 15/^6 Rinder, 2324 Schafe, 7939 Schweine.

* Warburg, 2. Jan. 1911. Hier fiatb nach kurzem Krankenlager der Gymnasialprvsessor Bernhard Reineke im Alter von 56 Jahren. Obwohl schon längere Zeit leidend, Hal der Ver- storb ne doch noch bis zum Schluß des ver­flossenen Quartals Unterricht erteilt.

* Sprendlingen bei Langen, 3. Jan. 1911. Ein junger Mann war in der Neujahrs nacht damit beschäftigt, in einer Wirtschaft einen Feuerwerkskörper anzuzunden, als plötzlich die Polizei eintrat. Aus Furcht vor Strafe steckte er den bereits brennenden „Frosch^ in die Laiche, in der er noch mehrere derartige Körper halte. Im Dtu explodierten dieselben und rissen dem bedauernsiverlkli Menschen die eine Serie auf.

* Göttingen, 3. Jan. 1911. Emer der von einem Studenten in der Neujahrsnacht schwer verletzten Schlächtergesellen ist bereits verstorben. Der Student wurde verhaftet.

Tafel teilnahmen, vor der Mahlzeit lächelnd einzu­laben, sich auf dieser Wage einer Revision ihres Kör­pergewichts zu unterziehen, und bie heitere Prozedur wurde gewöhnlich nach der Tafel wiederholt Ter Könio pflegte daun die festgestellten Gewichte persön­lich in ein Album einzutragen, das dm imponierenden Titel ftihrt: „Das goldene Buch des Gewichts der Könige." Jeder, der gewogen wurde, um so die Dichtigkeit und Genauigkeit der Feststellung zu be- stanbigen. Aus diesem Register verrät das „Petit Journal" einige Einzelheiten. Der deutsche Kaiser ist mehrfach gewogen worden, und sein Gewicht schwankt zwischen 78 und 81 Kg. König Georg von England wiegt genau 83 Kg., während sein Vater, König Eduard, 104 Kg. wog. Dec gewichtigste der heute lebenden Herrscher ist nach den Eintragungen im Goldenen Buche Zar Ferdinand von Bulgarien, Der 891-0 Kg wog, der leichteste dagegen der russische Zar, der ein Körpergewicht von genau 51,62 Kg. hat Bor 15 Jahren wurde auch Kaiser Franz Joseph in Sandringham gewogen; feine Eintragung lautet auf 76 Kg. Die Königin von Rumänien, Carmen Shlva, wird mit 78% Kg. verzeichnet. y.

— Wie man in Amerika die Dieustmädchensrage nmgeht, schildert das ncuefte Heft des ,«uchs für Alle' in recht interessanter Weise. In Amerika wird die Dievstmädchensrage immer brennender, und da die Wohnungsverhältuifle eS oft unmög- lich machen, eine nicht zur Familie gehörende Person zu beherbergen, hat man sich nach einer anderen Löfung der Frage umgesehen. Und es scheint fait, als sei das Problem wenigstens dort gelöst, wo bte praktische Einrichtung der „Lady visiting honsekeeper“ besteht. In den großen 'Städten findet man eine ganze Reihe von verhei-

[•] Bettelbriefe.

q.. dieser von uns mehrfach erörterten Angelegen- ' Mt abta uns die folgende Zuschrift zu, die w« vev- , UnMchen, weil sie manche Gesichtspunkte enthalt bte b?r Bestchtung wert erscheinen, wenngleich ^ Jebafg tlon nicht in allem dm Standpuntt des Verfassers teiIt3tuS der Kritik, die der Schweizer Kirchenbettler

L,L'7st 'S? ÄS“ eiaener Erfahrung berichten, bemerke aber un Voraus, daß ich nicht etwa seit längerer Zett Matenal gesam­melt habe weshalb der Bericht in mancher Hinsicht ergänzungsfähig sein wird.

So bekam ich vor ca. 3 Wochen au3 einet Nach­bardiözese auch eine Serie Ansichtspostkarten nebst Bettelbrief, gleich in doppelter Ausführung. Einem meiner Freunde wurde gar 3 ober 4 Mal dieselbe Sendung per Post ins Haus geschickt und em anderer Bekannter erhielt den Brief zum zwetten Male, als er eben mit 3 Mark auf die erste Zusendung reagiert hatte. Das gewährt einen ungefähren Einblick in die Mu­sterwerkstatt eines modernen Großbettlers. Von fedem Geschäftsmann verlangt man mit Recht ein Mindest­maß von Ordnung und Ueberbltck ttber fernen Be­trieb Der Mann läßt beides und vielleicht noch mehr vermissen. Leider steht er wieder nicht allem. Denn was soll es z. B. heißen, wenn blutarme Leute, die teilweise von der Mildtätigkeit ihres Nächsten leben, M Bettelbriefen bedacht werben? Wie ost habe ich schon in den ärmsten Familien bie Lockvogel der Kirchenbettler an dm Wänden prangen sehen. Wenn sie Bilder noch immer einen Zimmerschmuck darstell­ten! Vielen derartigen Gezmständm kann man aller­dings nicht jedm Geschmack absprechen, bann kosten sie aber auch etwas. Mit welchen „Schätzen' man im Laufe eines Jahres beglückt wirb an Gebetbuchelchm, Kalendern, Heiligenbildern ilsw, ift kaum zu bechret- öm. Advent und Fastenzeit, Herz Jesu- und Aller- feelenmonat, Weihnachten, Ostern und Pfingsten, kurzum, jede paffende und unpassende Gelegenheit wird zum Betteln benützt. Wenn man aus der Zahl der Bettelfirmen auf die Rentabilität des Geschäftes schlie­ßen dürfte, bann müßte bei Vertrieb Derartiger religiö­ser Artikelchm ein schönes Stück Gelb einbringen zum Besten bet Kirchenbauten. Aber gar manchmal schon hat sich ber Sammler zum zweiten Male gemeldet, weil sein erster Notschrei statt reicher Ueberschüsse ihm ein Defizit gebracht hat. Die Unkosten müssen vielfach recht erheblich fein, wenn man bedenkt, daß das Porto 10, mitunter sogar 20 Pfg. ausmacht. Für das „An- benten* barf man doch wenigstens den doppelten Wert annehmm, sonst lohnte sich ja der Versand nicht. Die Genera! u n k 0 st e n des Kirchenbettels in Deutschland belaufen sich alljährlich sicher auf viele Hundert­tausend Mark, von Denen die Post und einige Druckereien Den Hauptgewinn haben. Selbst bie be­scheidenen Bittgesuche, die nur die Notlage aus einem bunten Zettel schildern und zur Bequemlichkeit des Empfängers ein Postanweifungsformular beifügen, ha­ben infolge ihrer Alltäglichkeit längst ihre Zugkraft verloren. Auch hierbei steht ber Reingewinn in keinem

— Gewogene Gäste. An der Eingangstür zu ___________ , _ .. ,

Dem großen Speisesaal im britischen Königsschlosse „Lady visiting hoasekeeper* Diese Dame erscheint Sandringham steht seit Jahren eine automatische Wage. König Eduard machte sich ein Vergnügen Dar­aus, alle fürstlichen Gaste, bie an Den Freuden seiner

203'/,-s-3'/. ) 143',,( 202 ( 4- 4 ) 146 (

202*2H,) 155 ( + 1 )

221 ( ) 165 ( )

„Das Beste ist gerade gut genug".

Diese alte Wahrheit sollte gegen­über den Mitteln zur Erhaltung nnd Erneuerung der Körperkraft wohl be­achtet werden. Scotts Emulsion ge­hört unstreitig unter die besten, sowohl inbezug auf ihre bewährte Zusammen­setzung, als auch hinsichtlich der in ihr verarbeiteten Rohstoffe- Sie werden gut daran tun, das Beste zu kaufen und einen Ver­such mit Scotts Emulsion zu machen, nur bitten wir, ausdrücklich Scotts Emulsion zu verlaugeu u.sich keine Nachahmungen

SSM“®««: aufreden zu lassen.

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