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2. Blatt.

vrick der x»ldaer Zctieetntterel in WU.

Zuwaer Zeitung. ---

Samstag 50. November 1912.

2.

3. Frantenberg

5V u 1 b a

4.

94

66

66

5

21. Ziegenhain

KreiStagswalilen. Da im Wahlverbande der

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Cassel-Land tolchroege .

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Tieren unv den auf die Streife:

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16.

27.

18.

19

20.

67 Pfg. unv tm Abschnitt für Rindv eh 2317 betragen gegen 3183 Mark 16 Psg. und 1921 in 1910.

tf>. (Selnboufen . .

B. ®er8felD . . .

7. Hanau , . . .

8. Hersield . . . .

9. Hoia.irmar . . <

10. Homberg . . .

11. Öupfelh . . .

12. Kirchhain . . .

13. Marburg . . .

14. Meliungen . . .

15. Grafschaft Schaum:

»ns «berheffen u den des!. Remtern.

△ Marburg. 29. Nov. 1912 Die gesamte Mar­burger Studentenschaft brachte gestern abend 5 in Direktor des Phnfiologischen Instituts, Professor Lr. Schenck, der zuletzt das Rektorat der Universität inne­hatte, einen F a ck e 1 z u g.

wurden unternommen. Tic meisten Ortsgruppen verfügen über einen schönen Spielplatz, die Vereine in Somborn, Neuses und Altenmittlau auch bereits über rin eigenes Jugendheim. Der Grundstock zu einer Jugendbibliothel ist ebenfalls in den meisten Ortsgruppen vorhanden, in Somborn zählt dieselbe

Lokaler.

Fulda, 30. Nov. 1912.

/*) «nlschSdigungen für Viehseuchen im Regieiangr-

11 bezirk Kassel.

Der LandeSausschuß deS Regierungsbezirks Kassel

bürg . . . .

Rotenburg . . .

Schlüchtern . . . Herrschaft Schmal­kalden . ... . Witzenhausen . Wolwagen . .

6 Stück

5 „

3 „

12 „

17 „

2 „

11 „

7 „

5 „

2 „

3 „

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11 ..

5 „

v>eh gegen 797 Mk 30 Pfg. und 1594 Mk. 59 Pfg. im Vorfahr. Das Zmienauckommen des R.serve« bat in 1911 im Abichmtt für Pferde re 3218

tatti n-'lofen Siiebebehanblung" wir Sonntag von 7'.', Uhr ab. Herr B a ch e m-Frankfurt ,,Halmonte" fpcechen

„ 1926 „ 967 w 3966 „ 4735 „ 858 „ 3900 „ 2200 „ 1-06 „ 866 „ 17.8 „ 1657 „ 8904 „ 1837

» 4450 „ 2624 » 1706

„ 1466 „ 452 „ 2754 „ 2950

9latuibeiltrift mit bc-onoeter BecüÄnchtiaung der opc» ~ abend.

146 Stück mit 48436 M. 08 4>fg.

Gegen das Vorfahr hat die Seuche hauptsächlich zugenommen in den Streuen Fulda mit 10, Mar­burg mit 9, Hanau-Land mit 7, Wolfhagen mit 6, Hersfeld und Hcrrfchaft Schmalkalden, welcher letztere Kreis in 1910 seu yenfrei war, mit je 5 und Roten, bürg mit 3 Seuchenfällen; dagegen ist die Seuche zurückgegangen in den Kreisen Eschrorge und Graf, schäft Schaumburg mit je 4 und Gelnhausen und Gersfeld mit je 3 Seuchenfällen. Der KeiS Futzlar war seuchenfcet. In den übrigen Kre.fen trat eine nennensiv rte Veränderung gegen das Vorjahr nicht ein. Die Ursache der m den einzelnen Streifen gegen die Vorjahre meist nur vorübergehend eintretenten Zunahme der Seuche lassen sich mit Sicherheit nicht feftneUen. So ist die Seuche in dem in früheren Jabren viel heimgefuchten Streife Schlüchtern, der in 1896 bis 26 und in 1901 noch 23 Seuchenfälle ru verzeichnen hatte, in 1911 wieder auf 6 Leuchenfälle und in dem Streife Gersfeld, in dem 19 >3 bis 11 und 1905 sogar 35 Seuchensäüe vorkamen, in 1911 wieder aut 2 Fälle zurückgegangen, ohne daß die bisher angefteUtcn Ermittelungen irgend e-nen be­stimmten Anhalt über die Ursachen der Zu- oder Ad. nähme der Seuche ergeben naben. Tte Konen.der Abschätzung der Ziertabaoer betrugen tm Durchschnitt für Pferde rc., und zwar a i Schiedemänner 10 Mk., und tm Abschnitt für Rindvieh, und zwar an Tier­ärzte 278 Rik. 82 P g. und an Schiedsmänner 1358 Mk. Die Verwaltungskosten bezifferten sich auf 802 Mk. 12 P>g. tm Abschnitt für P erde rc. und auf 1604 Pik. 23 Pfg. im Abichnitt für Rino»

j*j Strafkammer. Der 42 Jahre alte polnische Vorarbeiter R. war auf "er Domäne Maberzell tätig. Er wird deS schweren DiebftablS und der Unter­schlagung dreier Geldbeträge von zusammen 66 Mark beschuldigt. Er erbrach die Koffer zweier taubstummen polnischen Arbeiter und stahl 64 Maik. Die Ver­nehmung verschiedener polnischer Zeugen war teil, weife sehr schwierig. Auch aab es eine kleine .polnische' AuSei anderletzung z rischen einem Zeugen und dem Angeklagten. Das Gericht verurteilte R.w -gen schweren Diebstahls zu sechs Moneten Geiängnts, wovon ein Monat durch die Untersu^ungshaft als verbüßt gilt. — Wegen fahrlässiger Tötung ihres Neffen R. L hatten sich der Maurergeselle N. L. und der W. L. von Betzendorf (Kreis Hünfeld) verantworten. N. L. hatte mit einem dem W. L. gehörenden ge­hobenen Gewehr in dessen Wohnung manöoeriert und die Waffe unvorstchtigetweife gegen den R. L. ge­halten. Plötzlich krachte em Schuß und das Kind lag tot am Boden. N L. wird mit 2 Wochen, W L. z" fünf Tagen Gefängnis verurteilt — Der wiederholt vorbestrafte Holihaner A. H. in Gichenbach war vo Schöffengericht in Weyhers wegen Verüb ng groben Un'ugS und rubestörenden LärmS zu fünf Tagen Ge- fängnis verurteilt. Die Berufungsinstanz änderte das Urteil dahin ab. daß der Angeklagte m t einer Geld- strafe von 30 Mark belegt wird. — Der roicberbolt, u. a. mit ZuchtbauS vorbr irafte 47 ähnge Tarelöhncr I. H. von Raufchelbach (Gemeinde Steinwandi war vom Schöffengericht in Weyher? wegen Beihilfe zu emem tzolzdiedttahl au dem @:aat»roalbe zu 65 'Blart Strafe verurteilt worden. Von der Straf, (ammet als Beruningsinftan, waren sechs Zeugen geladen. Das Gericht tarn zu der Ueberieuganq, da / der Anaek aate sich nu- der Begünstigung zu dem Holzdiebfiahl schuldig gemacht habe. Die Strafe wnd daher auf die Hälfte verm ndert.

Fk. Bolksverein. Die Veranstalfungen des Volks- neremS im Bezirke des Sekretariats Fulda haben am Donnerstag dieser Woche ihren Alshluß gefunden. Die Konferenzen und Versammlungen in Neuhof, HilderS, Geisa und Hünfeld waren trotz der ungünstigen Witterung gut bei richt. In Hünfeld schien die im Versammlungslokale gleichzeitig statt- findende ®a?au8ftellung, weiche den schönen Gesellen- vereinsiaal in herrlicher Lichtfülle erstrahlen ließ, eine besondere Wirkung auf den VerfammlungSbesuch aus- geübt zu haben. Die in den Konferenzen von den Herren Dr. Zitzen (M.- Gladbach) und Sekretär Frank (Fulda) erstatteten Referate fetzten sichtlich alle Teilnehmer in @ritaunen über die Leistungen des Vofksverens und des Sekretariats Fnlda. Alle Redner waren sich darin em>g, daß der macht- und achtunggebietende Voltsverein in unterer Gegend unter allen Umwänden erhalten und weiter auSaebaut werden müsse. Daß dazu auch der Wille vorhanden ist, bekundeten bte von allen Seiten, in vielen Fällen unter Zurück legung mehren t Wegestunden, herbeigekommenen Gefchä tSfübrer und Vertrauensmänner. Die Reterate ließen erkennen, daß die Beteiligung unterer katholischen Bevölkerung am Volkeverein eine zufriedenstellende ist. In Hellen» Nassau bat der Volk?veriin in der Zeit von Ende 3uni 1910 bis Ende Junr 1912 um 1259 Mngliever zugenonimen. Daß an bieier Zunahme auch untere Gegend stark mitbeteiligt ist, bewiesen die vom Herrn Volksvereinsfekretär Frank angegebenen und von uns bereits veröffentlichten Zahlen übet Neugründungen und Neuamnahmen feit Gründung des Sekretariats. Bon der tothol. Bevö keruna gehören dem Volksverein an im Dekanat Neuhof 7,9 Prozent, im Dekanat Hilders 9 Proz„ tm Dekanat Hün eld 6,7 Proz., tm Dekanat Eiterf eld 9,4 Proz. und im Dekanat Geisa 5,3 Proz Günstiger noch als diese Zahlen sind die über die Abführung der Jahresbeiträge an bte Zen­tralstelle. Nach Beendigung der Kon eren en schieden oie Teilnehmer bemeöigt voneinander mit dem besten Vortatze, ihr verd enstoolleS Apo folgt im VolkSoeiein mit ungebrochenem Eifer forlzuictzen, um die Fern- stehenden noch zu gewinnen und durch ö? ere Ver- fammlungen und andere geeignete Mitte die Dolks- oereinsrdee immer mehr zu verbreiten und zu ver­tiefen. In den Versammlungen ipradi He.r Dr. Zitzen in großzügig anaelegten Reteraten über die neuen Z ttnufgaben der deutschen Katholikerr. Der Redner lenkte v,e An-merkamkeit atv »en schleichen­den, stillen Kufurtompf, der ge'kliirlicher und roirt» famer sei, rott ter offene, geroalttume Stempf. Die H.tz- gegen die Mitglieder der Gcse'i chatt Je u und der Stampf gegen die Aushebung des ungerechten Jefu'tenae'etze-r bereite dem toibolvdien öeutj ■ en Holte bittere Kränkungen und rufe alle Kathoi ken auf Die Schanzen >ur berechtigten «Segenrom. Dazu komme der Kampf ve» L-deralrSmuS und GoztalmmuS gegen die konfefsionelle Volktzschnle, toroie egen das Christentum überhaupt. Er fei herum Pflicht Oer Katholiken, mit Bekennet mut, Gm chiedenheit und täber Ausdauer unermü-lut entgegennmibc len. Der Vortrag, bte autmunternben «orte der jeweiligen Ortsgeistlichen und des Se retärS Frank, iow e die getarnten Verhandlungen färben allgeme neu Beifall, io daß die erhofften Wirkungen Nicht ausbletben werden.

-f- Stratzenbeleuchlntig. Wie wir hören, bcab» sichtiot die etabiDcrroaltung in nach ctmnntcn, bis letzt noch mit Pen oleum beleucht, icn Straßen evtl. Die elektrische ©tranenbeleurttung emiu'üh en und sie Dem htesigen filrttr xttäiero rf zu übertragen: Edelzeller-neg auf 3' 0 m Länge (nut etwa 7 Laternen , Garten st-aße 156 m Länae (3 Abend- und 2 Nachtlaternen), Feld >t raße 156 m Lanze (gle chsalls 3 Abend- u. 2 Nach laternen),'Zieherfer« weg auf 1150 m Länge (mit 6 Abend- und 7 illachl- laternen), Bretterhalle am 120 m Länge (3 Nackt- latcrnen• und am Waldichlößchen auf 210 m Länge (2 Abend- und 1 Nachtlaterne). Edenlo toll der bis jetzt noch nicht beleuchtete Verbindungsweg zwiichen Langebrückenstraße und Trcwke evtl, electrisch beleuchtet werden.

§ Schwere Verletzungen wurden gestern nachmittag an der Mader,ellerftraße dem städtischen Vorarbeiter Wei Haan durch den ®cleacnbeiteatbeitcr Blum ohne jeden Grund beigebracht. B i den dortigen Notitanos- arbeiten war dem Blum von Weißhahn auf fein Er'uchen hm ein Platz angeroieien worden. Doch dieier muß dem B wohl nicht gugeagt haben. Denn neiwartet stieß er W. zu Boden und fdilug alsdann mit einem dicken Stein W. auf den Kopf, sodaß dreier ärztliche Hilie in Anipruch Nihrnen mußt.

-r- Tod im Zuge. Heute morgen wollte eine Frau ans Bortch bet Geiia ihr etwa 5—6 Jahre altes Kmd, das an Dip.!therie erkrankt war, dem Land- trantenhoufe zuführen. Als di- beiden hier antame , trug die 'fllufer ihr Kind tot in den Armen.

0 Tie Pflasterung der Maberzellerstratze (von der Langenkrücke bis zur Brauerei „Tivoli") wird in Kürze beendet sein. Die mehrere 100 Meter lange Strecke erhielt zugleich auch eine Bürgersteiganlage. Durch die Arbeiten ist die Slraße auch Höher gelegt

worden. — Welche Annehmlichkeit eine gut ge­pflasterte Straße für Fußgänger bildet, konnte man in diesen Togen so recht wahrnehmen, wenn man seinen Weg von der Langebrückenstraße aus über bte jetzt gepflasterte Maberzellerstraße nahm und dann über Horas zurückkehrte, desien Dorfstraße sich m einem geradezu kläglichen Zustande befindet und eher einem langgestreckten Sumpf als einem gepflegten Weg ähnelt. „ , ,

--- Ter LandeSausschuß de» Reg -Be». Kassel hat der Attiengeiellichcut Söbredahn ein weitere» Dar­lehen von 40000 Mk. zu betn bereit» bewilligten gewährt, da die Bauausführung 120000 Akk. höher gekommen ist (45000 Mark mehr für Bahnhöfe, 13000 Mk. mehr für Betriebsmittel ufro.f, dem Kreise Kirchhain zu den Kostm des Gri.nderwerbs- für die Nebenbahn Kirchhain-Gemünden eine Beihilfe bis ,u einem Drittel der entstehenden Kosten —- 94000 Mark — bewilligt, sowie zur Förderung des Üanes von Kleinbahnen die Aufnahme einer roei'eren Unleihe von 691 000 Mk., verzinslich mit 4>/* Proz. und tilgbar mit Prozent, beschlossen.

y. Fahrkarten. Bisher waltete auf der Station Fulda der Uebelüanb, daß Fahrkarten nach Dort­mund nur für den kleinen, abgelegenen Bahnhof Dorimund-S üd ve- abfolgt wurden. Einer Anreguna tolgend, Hal nunmehr bte Königl. Direktion dankens roerterroeve Sorge aetioffen, daß Fahrkarten Fulda— Dortmund-HauptbahnHof, und zwar über Kassel- Soest oder Kallel-Arnsber r biet ausgegeben werden.

§ An das Fernfprechmtz wurde die Firma Ernst Eh ri o, Jnstalla'.'oiis- und Wasserleiiungsbaugeschäft hier unter Nr. 544 cngefchloffen.

.//• Rhönklub. D e Versammlung des Rhonklubs findet heute, Samstag, abend statt, nicht am Sonn.ag, w.e es in her aestriaen Nummer hieß.,

(y) Einstellung von Dreijälirig-Freiwilligen. Die Mmenabteiiung tn Cuzchaven stellt im Frühjahr 1913 dreijährig freiwillige Minenmatrosen und Minenherzer ein und zwar als Minenmatrosen: Seeleute. See- und glu^d-ffer,- Fischer, Handwerker und andere Berufe, sowie als Minenheizer: Maschinisten und Heizer, Maschinenbauer, Kesselschmiede, Kupferschmiede, Elektrotechniker, Mechaniker und ähnliche Berufe. Drei­jährig» Zivillehrzeit und Bestehen einer Prüfung (Deutsch, Rechnen, Zeichnen) gibt die Möglichkeit zur Kapitulation für die Minenmaschinistenlaufbahn. Junge Leute, die beabsichtigen, als Freiwillige einzutreten, mut- fen ein Gesuch mit einem von ihnen selbst geschriebenen Lebenslauf, ihren Zeugnissen und einem vom Zivilvor- sitzenden der Ersatzkommission zu erbittenden Melde­schein zum freiwilligen Eintritt baldigst an das Kom­mando der Minenabteilung in Cuxhaven einsenden. Dre ärztliche Untersuchung wird dann durch das Bezirks- kommandc veranlaßt.

DemonfkrationSabend Am nächsten Donnerstag will hier tm Roten Saaie der Orangerie der Psychuloge «lions Simon in einem populär -wlssentchaftiichen Vor- 1 trag die Erscheinungen des Spiritismus erklären Und er en Einblick in das Wesen des Otkultismus geben; auch wird er mit der vieibeiprocheuen Wünschelrute experi­mentieren. Den Scklutz bilden Experimente auf dem Gebiete der Gedankenüberiraanng. Herr Simon führt alles aus, was ihm vom Publikum angegeben wird, ohne daß er Kenntnis davon hat. Der Vortragende amtierte rot höchsten Herrsckasten, wissenichaftlichen Korporationen und Schuten'mir beitem ENvla.

= Zweites Abonnementskonzert. Morgen abend findet tm Saale des B u, g e r v e rei n s e»n S t r e t ch - Konzert des Trompeterkorps unteres Feldarfillktte- Regiments statt. Die Bortragsordnung verzeichnet u. a. einen vorzüglichen Marlch „Heft Eu,opa" von $>!on. Die Rom an liker sind mit den Ouvertüren zum „Na»t- lager von Granada" u iö zum „Freischütz", toroie mit einer großen Fantasie aus „Carmen" vertreten. Bon dem volkstümlichen ttaltemschet' Meiste- Verdi werden wir eine Fantaste aus dem „Troubadour" hören. An Tän en verzeichnet das Programm Walzer von Ziehrer „Wiener Bürget" und Winrerberg „Frauen und Sterne", ferner eine Konzenpolka für zwei kleine F öten „Die beiden Schroarzdroffeln" von Stufe Durch seine musi< ta!nd)e Eigenart wnd bte „Amerikanifche Patrouille" von 'mpnd'ant imer-siierrn

Für den TurnermaSkenball, der int Fahre 1913 am Fastnacktssonniag in den Stadtsälen abgehalten wird, sind di' Vorarbeiten in Angriff genommen worden. Gestern abend hat sich ber VergnügungSauSschutz ton. ftituiert und lvird es sich in der achtwöchigen Frist bis zum Fastnochtssoniitag angelegen sein lassen, den Mas­kenball in würdiger Weise vorzubereiten.

y Der „Sckiützenverein 1834 Fulda" hat in feiner letzten Monatsversammlung beschlossen, den Geburtstag deS deuischen Kaisers, deS Protektors des Schützenwesens, duich eine Festlichkeit größeren Stils am 19. Januar 1918 im Saale des Bürgervereins festlich zu begeben.

::: Naturkeil-Derein. ileoer „Die Grenzen der

Amt Geita und Umyebnna.

* Vacha, 29. Nov. 1912. Vor dem Schöffenge­richt hatte sich der Bergmann N. aus Vacha wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu verantworten. Tas Urteil lautete wegen der Bedrohung auf 15 Mk., wegen der Messerstecherei und Sachbeschädigung auf 100 Mk. Geldstrafe. _ .

* Termbach, 29. Nov. 1912. Bei der Feier der Roiffeisenve-rine wurden E h r e n d i p l o m e für treue Raifscisenarbeit verliehen an Superintendent Niese in Kaltennordheim, Pfarrer Cäsar in Wenigen- jena Landwirt Kaspar Ferdinand Wagner und Kas­par Tanz in Neidhartshausen, Landwirt Heinrich Bräutigam und August Bittorf in Brunnhartshausen.

* Oberzella, 29. Nov. 1912. Beim Langholzfah- rcn nctschte der 16jährige Bommer aus Unterzella aus und st Ü r; t e so unglücklich, daß ihm die Räder über den Oberarm gingen und er in die Klinik nach Jena gebracht werben mußte.

* Osthcim, 29. Nov. 1912. Durch den Bezirks- bireliri tn Dermbach ist dem praktischen Tierarzt Korb hier die Fleischbeschau in Melpers, die wisic'^chaftliche Beschau in Sondheim, Urspringen und ^ketten neben dem Bezirkstierarzte Besenbeck in Bkellrichstadt sowte die stellvertretende wisfcnscbaft- lichr Beschau in Ostheim, Erbenhatisen, Reichenhan­sen, Frcnkenheim, Birr, Gerthansen, Schafhansen, Kaltcnfnndheim, Kaltenwestheim, Mittclsdorf, Ober­weid, Unterweid, Helmersbausen und Wohlmuthau­fen bis auf Widerruf übertragen.

* Tiefenort, 29. Nov. 1912. In der Versamm­lung des Gewerbeveretns am Mittwoch wurde be­schlossen, einen eventuell von der Handwerkskammer zu ve-anstaltendcn elektro-technischen I n st a l l a - tionsknrsus in Tiefenort zu beantragen, vorher aber noch mit den übrigen gewerblichen Korporationen in Fühlung zu treten.

* Dönges, 29. Nov 1912. Tie Frage unserer Wasserleitung, die anläßlich des Projektes der Frauenfeer Wasserleitung in eine rege Debatte getreten war, scheint wieder einzuschlafen. Der Plan einer Gruppenwasservertoraung Frauensee-Dönges unter Ausnützung der sehr ergiebigen Ott eklen beim Scherenshof, die Frauensee jetzt auch benutzt, ist ge­scheitert.

mit 1725 M. 32 Pfg. ----- 34 -

größeren Grundbesitzer und Gewerbetreibenden außer den geftern oorgenomnienen 4 Ergänzungswahlen auch die Neuwahl eines Abgeordneten erforderlich ist, wurde die Neuwahl eines wetteren Abgeordneten im genannten Verbände auf Montag den 9. Dezember anberaumt.

-T- Vorboten be8 Weihnachtsfestes. Der 1. Advents­sonntag lieht vor der Tür, Die Weihnachtszett beginnt und damit a. ch das Wethnachtsgefchäsi. Schon teu einigen Tagen Hatzen verichiedene Geichä'tsleute batnti begonnen, ihre Auslagen mit dem für das Weth- nachtsfest palfenben Glanz auszu'tatten; denn zwetiel- los flehen tn dieser Zeit die Schamenner im Brenn- puntt des Interesses. Der Verkehr vor den dell­erleuchteten Scbau-enftern nimmt schon jetzt von Tag zu Tag merklich zu. Da und dort ha fielt man be­reits an einer Ueberraschuna. Wenn rott nun, über­rascht von den blendenden Lich effetten, die Auslagen bewundern, in denen oft ein Märchenreich für groß und klein geschaffen ist, so dürfen rott doch auch die vielen Mühen nicht vergessen, welche diese Deko­rationen den Geschäftsleuten gekostet haben. Wir möchten deshalb untere frühere Bitte an das kau - luftige Publikum erneuern; Kaufet am Platze! Besser und kulanter wird man auch auswärts nicht bedient werden, und über Reichhaltigkeit der Aus­wahl wird ma sich in Fulda nicht zu beklagen brauchen. Sucht man durch Einkauf am Platze un­seren Kaufmannsstand, unteren Gcwerbestand zu kräftigen, dann fördert men unter geiamtes Gemein­wohl. Eine andere Bitte geht dahm: Befolget die Weihnachtseiv käuf e frübutiig! Denn in den Wochen vor dem Feste Drängt sich tn d n Geschälten eine Fülle von Arbeit zufammen, bie für Die beteiligten Stautleute unD Angestellten immer be­ängstigender wild, je näher Die eigentlichen Festtage kommen. Tann aber st auch zu bedenken, daß, je eher ro t untere Wechnachtseinkäufe machen, um o größer überall Die Auswahl ist und daß man oann, falls nichts passendes zu finden ist, i och rechtze age Bestellungen auf Auswabifendungen aingeben tonn. Viö Ute deshalb unsere Bitte n cht ungehört verhallen: 'Be'otqet irüoreittg die Entkäme am Plntze!

□ De waltung des Bezirksverbanbes des Reg.- Lez. Kassel. Bei den ordentlichen Einnahmen und Ausgaben des B ezirk^verbandes Kassel im Jahre 1911 Hai sich em Uebe^jchuß von 28 201,82 Mark er­geben, der dem außerordentlichen Etat für 1912 zuge- rührt worden ist. Tie Bezirkssteuer erbrachte im Jchre 1911 insgesamt 966 234,03 Mk. gegen 928 274,37 Mk. tm Jahre 1910. • Nach einer Zusam­menstellung über den Vermögensstand des Bezirks- berbandes, seiner Anstalten und Institute betrug am Schluffe des Berichtsjahres 1911 das dem Bezirtover- bande, seinen Anstalten und Fonds gehörende Ver- mögen 46 980 £31,76 Mk., das Vermögen der unter der Verwaltung des Bezirksverbandes stehenden So- zirtäten 5 656 787,99 Mk., zusammen 52 637 689,75 Mark. In das vorstehend bewertete Vermögen sind nicht einbezogen die Landstraßen und die zu ihnen gchörigen sogenannten Straßenparzrllen.

schon übet 100 Bände. Ttit der Einrichtung von Sparkassen soll jetzt begonnen werden. In der Orts- gmppe Somborn wird z. B. ein Trommler- und Pfeisetkorps ausgebildet, das einstweilen dem ganzen Verbände dienen soll, die Ortsgruppe Neuses verfugt über ein schon gut eingeübtes Streichorchester.

hat sich der „Freigerichter Jugendbund" in der kur­zen Zeit seines Bestehens bereits als eine Organifa- tion erwiesen, die mit gutem Erfolge im Sinne der staatlichen und kirchlichen Behörden auf dem schwieri­gen Gebiete der Jugendpslege arbeitet.

♦ Niederaula, 29. Nov. 1912. Der Muhlenbauer B in Gersdorf fuhr nachts mit seinem Automobil auf der Straße nach Kleba. Bei einer Steigung ver­sagte die Steuerung feines Automobils, er fuhr Die steile Böschung der Straße hinab und stürzte famt dem Fahrzeug i n d i e A u l a. Abgesehen van einem kühlen Bade kämm er und sein Begleiter ohne leben Schaden davon. Das stark beschädigte Automobil konnte jedoch erst am folgenden Tage geborgen wer­den. Ä t ± . .

* Offenbach, 29. Nov. 1912. In der Stadt. verordnetensitzung am Donnerstag nahm die Erläuterung des M a i n k a n a l p r o j e k t e s durch den Ingenieur Dr. Heid-Darmstadt einen brei­ten Raum ein. Das Projekt trägt nach jeder Riw- tung hm dem rapiden Wachstum der Stadt Rech­nung. Das ganze Kanalnetz umfaßt 115 Kilometer, fr daß es bei der gleichen weiteren Entwicklung Offen­bachs bis zum Jahre 1940 genügen würden. Als Bau­zeit werden etwa 4 bis 5 Jahre vorgesehen. Für dre Erweiterung des Wafferpuyipwerkes in der Hintermark wurden für die Aufstellung einer dritten elektrisch betriebenen Pumpe 65 000 Mark bewilligt. — Zum Schluß gab es noch eine ausgedehnte Debatte über die städtische F1 eischv ers.or gu n g. Es toi.? en bisher 69 572 Kilogramm Fleisch eingefugrt, wrfür die Stadt einen nominellen Zuschuß von 5782 Mark, der sich aber durch anderweitige Verrechnung m-f 2854 Mark ermäßigt, zu leisten hat.

* Kassel, 29. Nov. 1912. Demnächst soll auf dem Bahnhof Kassel-V. mit sehr umfangreichen baulichen Arbeiten begonnen werden. Es handelt sich um die Erweiterung der Lokomotivausbefserungswerk- ftätte. Bei den Erdarbeiter! gilt es, mehr als 35 000 Kubikmeter Erde fortzuschaffen. — Gestern abend wurde auf dem Oberstadt-Bahnhof der Eisenbahn- Putzer K., während er mit dem Waschen von Per- simenlvagenfenstern beschäftigt war, von einer Ran- giermaschine erfaßt und derart beiseite geschleudert, daß er eine schwere Kopfverletzung erlitt. Besinnungs­los wurde er dem Landkrankenhause zngesührt. Gestern abend gegen 147 Uhr gab es plötzlich ftarien Schneefall, welcher auf den umliegenden Höhen ein Winterpanorama schuf. ,

* Von der Oberweser, 27. Nov. 1912. Em nach und nach aussterbendes Gewerbe in unserer Gegend ist die L e i n e w e b e r e i. Dieselbe wurde früher in den Oistschaften nm Uslar, Carlshafen, Gieselwer­der als Hausindustrie starb betrieben und stand noch in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in voller Blüte. In Suhlingen und Vernawahlshausen waren bekannte Leinwandbleichen, die auch teilweise jetzt noch betrieben werden. In der fllähe dieser Orte gibt es auch heute noch einige Leineweber, die im Somuter ihre Landwirtschaft ober einen anderen Beruf ver­sehen und im Winte- ihr Handwerk treiben, indem sie das von den Frauen der Gegend gesponnene, ihnen übergebene Garn auf meist noch ziemlich primitiven Webstühlen verarbeiten. Der Niedergang dieses (Ge­werbes ist weniger der Konkurrenz du'ch die neuzeit­lich eingerichteten Großbetriebe als der unter der Landbevölkerung nach und nach abkommenden Sitte, Flachs zu spinnen, zuzuschreiben.

* Aus dem Svessart, 29. Nov. 1912. Die Prin­zen Ludwig, Leopold und Franz und der Herzog von Ealabrien, die 'i mrieit im Spessart befinden, Hal- teu am Samstaa die letzte Wildschweinjagd im Repie. Rrbrbrr-u ab, reisen am Sonntag früh '410 Uhr nach As-boffenburg und wohnen dort einer heil. Mech in der Schloßkirche bei.

berirttet: Im Jahre 1911 ist bet Pferden weder ein Fall von Rotzkrankheit noch von Mi'zbrand vor- gekommen, dagegen sind für 146 an Milz- und Rauschbrand gefallene Rindvieh stücke Entschädi­gungen tm Gesamtbeträge von 48436 Mk. 08 Pfg. gezahlt gegen 31 229 Mk. 06 Pfg. für 103 Seuchen- fülle tm Vorjahre ES erlisteten von Den gefallenen hierfür gezahlten Entschädigungen

* Hünfeld, 29. Nov. 1912. Bei den znngswahlen für den Kreistag sind als Kreisiags- abgeordnete gewählt worden: Rittergutsbesitzer Frhr. vor. Klehdorff auf Hohenwerda, Rentner Metz-Burg- haun und Oberamtmann Reinhard-Fürsteneck tm Wahlverbande der Großgrundbesitzer; Buchdruckerei­besitzer Albiez-Hünfetd im Wahlverbande der Stadt Hünfeld: Bauer Adalbert Medler-Oberfeld, Bürger­meister Altstadt-Burghaun, Bürgermeister Schmin- Arzell. Bauer Henkel-Großenbach, Bürgermeister Jo- Hann Brettung-Großentast, und Bürgermeister Kas­par Joseph Breitung-Treischfeld tm 4Wahlverbande der Landgemeinden. >

K Somborn, Sir. Gelnhausen. 29. Nov. 1912. In der letzten PräsideS-Konscrenz des Freigerichter Inge ndbun des erstattete der Vorsitzende, Herr Kaplan Kran c-Somborn, eingehenden Bericht über die Tätigkeit und dt: Erfolge des Bundes im ersten Jahre seines Bestehens. Nachdem in den einzelnen Gemeinden des Freigerichts Ortsgruppen gegründet wagen, trat der Verband mit einigen größeren Ver- anftaltungen an Die Oejicntlichkcit, um di: Aufmerk­samkeit der Jugendlichen und deren Eltern auf sich zu lenken und Interesse für seine Bestrebungen zu wecken. Der Erfolg entsprach den Erwartungen, die Mitgliederzahl hat sich im Laufe des zweiten Halb­jahres nahezu verdoppelt. In einigen Ortsgruppen fanden jeden Sonntag, in anderen alle 14 Tage Ver­sammlungen statt, in denen außer den regelmäßigen Vorträgen der Präsides auch von auswärtigen Red­ner» mehrfach Themata aus den verschiedensten die Jugend mtereffierenden Gebieten behandelt wurden. Für den Winter sind eine Reibe vo» Lichtbildern vor­gesehen. Oesters besuchten sich die Ortsgruppen ge­genseitig zu Gesellschaft?- und Wettspielen. Auch Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung