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ZMaerW Zeitung

ÄÄZl toodieniekoce: .Mustrierte Sonntagrzeitung" 78

Msimkbellage: „Zuldaer Geschlchtrblätter"

«rschrinttSgttchmN Nnrnahme der $oj» e«b Zriertage-Vkrtel- fibrlichervern-'-preir «hne Brinaerlobn und veMgelomMdnso» »teausroaxtsisemi.

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letetleeeltet ' e. Verla, »er -ulöaM Skrttwbtndml L$u!»i Lench»rech« Lr. T-

Fulda, Mittwoch den 13. November 1912.

Erstes Blatt

261.

39. Jahrgang.

l__- . j.

aestM werden soll, erfährt feie Der Anleihefonds soll gleichfalls

Montenegriner haben sich als falsch erwiesen.

Direkte Frredensveckandkungcn.

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* Köln, 12. Rov. 1912. Ter polnischen Zei­

ge udeÄuffassuug der Lage in den österrrichi- I scheu und russischen Blattern von den vera-Uwortl^

2lu$Ion?>.

Domänen bereit Post folgendes.

dal eS auch bat e, seinen Ader gerade den Krieg zu

beginnen werden.

Z Konstantinopel, 12. Nov. 1912. Die Gerüchts über direkte Friedensverhandlungen erhalten sich. —

Der Traaoman der bulgarischen Gesandtschaft Po- pow hatte heute nrit dem Großwesir eine Unter- rcdung, was im Zusammenhang mit den Friedens- absichten ausgelecst wird. •

betrachtet. Die italienische Regie, ung verstanden, datz Serbien Veranlassung Slammesgenosfen zu Hilfe zu kommen, der Grund, der Scroieu veraulable, in

zieden, mühte Serbien die Berpfi chlung auierlegen, Alba nieu gegenüber eine andere Haltung einzu- nehmen, als dies gegenwärtig geschient. Ans Grund des nationalen Prinzivs bat Serbien den Kampf begonnen und dars'dieses Pr nzip Albanien gegenüber nicht verletzen. Vom nationalen -tandpunlt aus wäre es zu verurteilen, wenn dir Serben die albanisch« Nation unterdrücken wollten. Italien fühlt stch m dre'er AngetegenhcU mit Qefterretch-Un garn solidarisch. Jialie» gibt Serbien den Rat, seine A> sp üche zu mäht gen. tzta ien wirb darauf Bedacht nebruen, daß die nenischaktichen BeSürsnisje Serbien» nach Möglichkeit befriedigt werden.

Paschitsch antwortete darauf» er erkenne b.e woüwollende Grsinnung Italiens an, aber was Seltnen wolle, sei sür Serbien sehr wuillig; die serbische Regierung werde den Rat der «.atlenizchen Regierung m Elwäanng ziehen.

Nnhigc Auffassung bet Lag«.

chen Londoner Kreisen nicht geteilt wird. Im Ge­genteil saßt matt dieLageruhig auf, auf Grund des engen Kontaktes, der noch unter den Mächten anfrcchterhalten wird, und ihres Entlr csses, sich nicht durch irgend eine Einzelfrage, die aus Anlaß des Krieges entsteh, in einander gegen überstehende Lager bringen zu lassen.

Sammern, und zwar die von Berlin, Darmstadt,. Pose» und Regensburg, habe« die bestehenden Ge­setzesbestimmungen als mtsreichend erachtet, jedoch eine Wirfere Anwendung dieser Beftimnmngen ge- fordert. Sämtliche übrigen Handelskammern batten eine wesentliche Berschärfung und Aus-. dehnung der heutigen Strafbestimmungen für er« forderlich gehalten.

4- Der neu» Drei-Millionensonds für die Staats«, domänen. Heber die von der Staatsregierrlng be» absicht igle Verwendung der Anleihesumme von drei Millionen, die,.wenn der Landtag sie bewilligt, für

Buch Rumänien meldet sich.

W Wie», 12. Rov. 1912. Die „Zeit" meldet aus Budapest: Der frühere rumänische Mmister-

gcker-Zritnng" mitt ritt, haben sich neuerdings noch , Die Beerdigung findet Samstam 4 Uhr nachmitatas,^ 28 tvritere Handelskammern gr-ußett. Nur vier i yom „Auftria":HauS aus, statt. Die Anzelge sollte,

X Ter Arbritswilligenschntz und die Hand-ks- rmnmern. Bor einiger Zeit hatte der Deutsche Handelstag bei den ihm angeschloffenen Handels- fammern eine Umfrage veranstaltet, um den Stand- punkt dieser Körperschaften in der Frage des Ar­beitswilligenschutzes zu ermitteln. Wre dre „Arbeit-

□ Ermordung des spamscheu Ministerpräsideuten. .

Ter spanische Ministerpräsident CanalejaS ist das Opfer eineS Mordanschlags geworden, dessen Urheber nach Ausführung der schändlichen Tat Selbstmord begangen hat. Der Täter ist rin Anarchist. Der bösartigste Anarchismus ist ja in Spanien heimisch. Dasselbe Schicksal, das jetzt den hervorragenden liberalen Staatsmann getroffen hat, wurde bekanntlich vor anderthalb Jahrzehnten dem berühmten und hochverdienten konservativen Ministerpräsidenten Canovas del Castillo bereitet. Die Bombenattentate gegen König AlfonS an seinem Hochzeitstage und bei der Rückkehr von England, die glücklicherweise ihren Zweck nicht erreichten, sind noch in frischer Erinnerung.

Die Telearamme melden:

W. Madrid, 12. Nov. 1912. Ans den Ministerpräsidenten Canalejas senerte soriben (11,50 Uhrs ein unbekannter Mann mer Re- volverschüsse ab. Der Minister war aus der Stelle tot. Der Mörder wurde ergriffen, konnte aber Selbstmord begehen.

W Madrid, 12. Nov. 1912. Der Mörder des Ministerpräsidenten heißt Manuel Par- dinas Serrato. Er war 27 Jahre alt und ist Anarchist. Canalejas wurde aus dem; Platze Puerta del Sol, dem Ministerium gegen­über, erschossen, als er sich in das Ministerium begeben wollte.

Canalejas hatte sein Ami am 9. Februar 1910 übernommen, wo er das konservative Kabinett Maura ablöne, das der Volksverhetzung über den Fall Ferrer zum Opfer gefallen war. Canalejas bat, obwohl die Perwnen seines Kabinetts viel ach- wechselten, bis jetzt am Ruder gehalten. Jetzt ist er mitten in den politiichen Geschallen dohinaerafft worden, in voller Rüstigkeit seiner kaum 60 Jahre.

Welche politischen Folgen wird nun die Ermordung Canalejas' haben? Die liberale Partei hat ihren geschicktesten Führer verloren. CanalejaS war ein kluger Kopf, eine geschmeidige Matur und ein zäher Charakter. Er gelangte an's Ruder, indem er feinen weniger geriebenen Pariei­genoffen Moret absägte; er rou^'.e sich bei den Neu­wahlen im Jahre 1910 mit den landesüblichen Mitteln einen großen Erfolg zu sichern; er behaup­tete seine leitende Stellung trotz mehrfacher Mmsiler- krisen und verstand sich beim König Alfons all­mächtig und unentbehrlich zu machen. Er betrieb den Kulturkampf auf dem Gebiete der Schule und gegenüber dem Papst, den Bischöfen und den Klöstern; aber et war schlau genug, um nicht so schnell und so west vorzuftoßen, daß et den Wider­stand des katholischen Volkes zum Aufflam nen brächte. Jnsolgedeffen wäre d r Kulturkampf, wie er ihn betrieb, auf die Dauer für das rcliaiöje Leben in Spanien vielle cht gefährlicher geworden, als der rückstchtsloie Krieg gegen die Religion in trankreich und Portugal. Zugleich wußte sich analejas volkstümlich zu wachen durch das ent­schiedene Auftreten in dem spanischen Marokko- zipfel und die zähe Verteidigung der dortigen spanischen Jnlereffen gegen Frankreich. Weiler verdankt ihm Spanien die Aushebung der altertüm­lichen, verkehrsfeindlichen Stadtzölle, sowie eine Reform er Gehaltsoerhästnisse für die Volksschnl- iebrer. Zerschlagen hat sich der große Plan sür )eue Wasserbauten, die dem durch Jahrhunderte onge Mißwirtfchast ausgedörrken Boden wieder die tätige Feuchtigkeit zuiühren sollten. Endlich hat LanalejaS eine ernsthafte Heeresreform durchgesetzi, )ie namentlich endgsttig mit dem Einftcherwe,en bricht.

; Ob die Liberalen noch einen Staatsmann haben, irtr daS Werk des Ermordete» mit Erfolg fort» führen kann, bleibt abzuwarten. Sonst kommen die Konservativen wieder einmal an's Ruder. Dabei ist aber festzuhallen, daß diese spanische Partei heiliger Aehnllchkeit mit dem deutschen Z i lrum jhat, als vielmehr mit den deutschen Freikon­servativen.

Deutsches Reich.

• Berkin, 12. Nov. 1912. Wie verkauket, wird Kaiser Wilhelm Mitte nächster Woche zu mehr» tädiaem Än'enibalt in Donaueschingen ein» treffen, um zunächst bte Hochz»nsfeier tn der Familie des Fürsten v. Fürstenberg beizuwocmen und dann dem Jagd nort zu huldi en.

♦ Ter Wiederznsammentritt des Reichstag? ist nun- mehrendgullegauf Dienstag, den26.November, nachmitiaas 2 Uhr, festgesetzt worden. Aus der Taaesorduuiig neben eine Anzahl Berichte der Petstwnsko>n»iffo">.

N ber de» Stand der Zesuiteufraze wird der .Köln. Ztg/ ans Berlin batitel:

Es ist «nzunehmen, d^f» der BnndeSrat noch »»r Zalammeniriit des Reichstags den bayerifchen An- iiaq auf Klarlegung der duich die Betanniniachung t>om 5. Juli 1872 geschaffenen Rechislage rück ichilrch bet den Atitglikdern der GeteLichait Jesu »erbotenen nud eilaudlen Täktglert erledigen wird. Material zur Beuiteilung der Kroge, steht 6e> »-rbftnbeten Regie­rungen in reichem Umianae zu Gebote. In belestigien Kienen wirb mit einer Erläuterung der Be­kanntmachung vom Jahre 187 2 gerechnet, bte jeden Iweiset darüber austchtleßt. was den Pnestern der GeieUlchasl Jesu künftig im Reiche »erboten uno wis ihnen aestaiiel lein teil.

"X Ein Ministerialerlaß gegen Geschenk« an Be­amte. Der preußische Minister des Innern bat eine Verfügung erlassen, die sich gegen Re Annahme von Geschenken wendet, hie vom Publikum den Berivaltungsbeamten, besonders den Palizeibe- amten, noch immer zu machen versucht werden. Der Minister stellt in seiner Verfügung fest, daß bei der Annahme solcher Geschenke nicht immer mit der nötigen Vorsicht Verfahren zu fein scheint. Die Verwaltungsbehörden müßten alles vermeiden waS das Ansehen des Beamtenftandes schädigen tonne. Der Arbeitseifer der Beamten muffe immer so sein, daß er nicht erst der Steigerung durch Pridatzu wen- düngen bedürfe. Absolut nicht guläjjig, sei es, daß beispielsweise Polizisten, dir in Streitfällen gefähr­dete Besitztümer und Anlagm von Arbeitgebern be­wachen, von den Arbeitgebern dann Dankgeschenke annehmen. Es fei die einfache Pflicht und Schul­digkeit der Beamten, das Bewachungsgeschäft, so streng, als es die Sache erfordert, durchznfübren, auch ohne Dankgeschenke. Wenn daS Publikum sich trotzdem zn Zuwendungen an die Beamtenschaft veranlaßt sehe, so sollten die Behörden.verhindern, daß diese Zuwendungen an di: einzelnen Beamten fallen, sie sollen vielmehr zur Bildung von Wohl­fahrtsfonds verwendet werden, die dann der gesam­ten Beamtenschaft zugute kommen würden.

-f- Havsabnnd und Mittelstand. Wen g erbaut von brr Mittelstanvssrenndlichkeit deS Han-abundeS scheint die .Deutsche Kohlenzritung' zu sein. Sie schreibt nämlich, der Hanfabund entpuppe sich immer mehr als Gegner des Mittelflandes in Handel und Gewerbe; in fast sämtlichen Fachdlättern des Kleinhandels und des Handwerks begegne man der Meinung, daß nunmehr der Hanfabund für den Mittelstand ausgespielt habe. — An Mittelstands- freundlichen Worten ro rb es der Hanfabund in der augenblicklich tn Be. lin stalifindenden »Hansa» roodje* (eine Tagung seiner Ausjchüffe mit nach- folgendem allgemeinen Hansatage) sicherlich nicht fehlen iaffen; der Mittelstand will aber mehr als Worte und P na'enoekl'nge!.

W Madrid, 12. Rov. 1912. Der Leichnam des Ministerpräsidenten C a n al e j a s wurde ün Haupt- isaal des Ministeriums aufgebahrt. Duc König .verrichtete rin kurzes Gebet vor ihm. Um 12 Uhr trat der Ministerrat zusammen und beriet eine 'halbe Stunde. Unter anderen Maßregeln beschloß der Ministerrat, zum vorläufigen Präsident:» des Kabinetts den Minister des Aeußern Gareia jV r i e t o zu ernennen. Die Frau des Minister- jprasidenten weiß noch nichts von dem tragischen Tod: ihres Gatten. Der Minister des Innern ließ in der Wohnung Canalejas' mitteilen. daß der Mi­nisterpräsident auf der Treppe gestürzt sei. In der 'Kammer machte der Minister des Aenßeren Mit­teilung von dem Tode b?§ Ministerpräsidenten und schloß seine kurze Ansprache mit den Worten: Cana­lejas starb zwischen feinen beiden Licken dem Boik und den Büchern. In der Tat wurdeCanalejas von der tödlichen Kugel getroffen, als er das Schausm- ster einer Buchhandlung betrachtete.

* Madrid, 12. Rov. 1912. Die Stadt ist in größ­ter Aufregung. Auf der Puerta del Sol vor' icm Ministerium des Innern stehen dichte Gruppen und ^sprechen die Tat, sür die niemand eine Erklärung ftndet.

zuzngestehen. Gelingt es dagegen Oesterreich nicht, zwischen Rumänien und Bulgarien zu vermitteln, so ist zu befürchten, daß der Balkanbunb sich fester zusammenschließt und die serbischen Ansprüche gegen Oesterreich unterstützt. Diese Situatwn scheint den Russen auch angenehmer zu sein, als ein Konflitt wegen Serbiens allein, das bei seinen albanischen Planen keineswegs die Sympathien Europas auf seiner Seite hat. Jetzt kann Rußland sich auch den Bulgaren gefällig erweisen, die Miene gemacht hat- ten, ihre eigenen Wege zu gehen. Es bedarf also großer Geschicklichkeit der österreichischen Dipko- matte, diese Situation zu vermeiden. Bon zuver­lässiger Seite erfahre ich, daß der serbische Minister. Präsident Paschitsch aus dem serbischen Haupt­quartier günstigeDispositionen mitbringe, die in Belgrad einen Stimmungsumschwung zur Folge haben würden, da nunmehr eine Ver­ständigung mit Oesterreich-Ungarn nicht mehr ausgeschloffen sei.

* Belgrad, 12. Nov. 1912. „Pravda" erfährt, daß der österreichisch-ungarische Gesandte Ugion dem Ministerpräsidenten Paschitsch gegenüber folgende Forderungen Oesterreich-Un­garns mündlich vorgebracht hat: Garantien für Oesterreich-Ungarns Handel und Industrie; Ausschließung Albaniens aus der serbischen i Aktion; Fallenlassen der serbischen Absicht nach Er­langung eines A d ri a h a s e n s , wofür Serbien einen Hafen am Aegäifchen Meer erhalten fall. ; Paschitsch habe die Beantwortung dieser Forderungen nach einer Beratung mit dem K ö n i g im Minister­rat in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber die Ansicht geäußert, daß Oesterrerch-Ungorn im Jnlereffe der guten Beziehungen von diesen Forderungen abstehen sollte.

W Bclg ad, 12. Rov. 1912. Der frühere Prä­sident der russischen Reichsduma Gutschkow ist hier cinaetroffeu.

W Budapest, 12. Nov. 1912. Der Präsident der bulgarischen Sobranje D a n e w bat sich beute mit­tag vom Grafen Berchtold verabschiedet. Er begibt sich nach Stara-Zagora ins Haupt­quartier.

* Wien, 12. Nov. 1912. Wie die „Reue Freie Presse" aus zuverlässigen Quellen erfahren haben will, soll Rußland die Forderungen Serbiens nach einem adriatischen Hafen auf albanesischem Ge­biet auf das kräftigste u n i e r st ü tz eu. Das Blatt bemerkt hierzu: Diese Haltung ist wenig geebnet, die Politik des Friedens zum Durchbruch zu bringeu.

Jtrttien warnt Serbien.

Budapest, 12. Nov. 1912 Der Italienilche G es cdä11 str äqer in Belgrad suchte gestern den serbischen Ministerpräsidenten Pa'chitscd auf, nachdem der österreichilch-unaarnche Ge'avdte ihn verlassen hatle. Dabei gab der iial'e- niiche Gesandte im Rainen feiner Regierung folgende Erklärung ab:

Die italienische Regierung bat die nationale Ent­wicklung Serbiens immer mit größtem Woh'wollen

men. Nicht zuqestehen will man die Streikklausel, wonach bei Ausständen oder Aussperrungen bie Er­füllung der Beiträge allgemein um die Dauer der Ausstande oder Aussperrungen verlängert wird, doch wird bei derartigen Borkommniffe» wie bisher tu jedem einzelnen Falle geprüft werden, inwieweit ber Ausstand oder die Sperre genügendGrund bietet, bat Unternehmer aus seinen Bertragspstichten zu ent»1 kaffen, ihm eine Verlängerung der Frist jujuge< stehen oder die verwirkt- Bertragsftrafe nachzulasseu.

4- Freisinn und Sozialdemokratie. DaS Zufam- menge^en des Freisinns mit der Sozialdemokratie bei den kommenden Landtagswahleu zur Zurück-

** Zu dem Totschlag des katholischen Studentetz Ghezze in Innsbruck wird noch gemeldet: Die ka­tholische deutsche Studentenveckinduttg „Nhaeto-Ba- baria* halte folgende Anzeige ausgegeben: „Unfer lieber BundeSbruder med. Max Ghezze wurde er- schlagen, ein Opfer seiner katholischen Ueberzeugnng.

Die albanisch« Frage.

* Wien, 12. Nov. 1912. Die „Frkf. sttq." mel­det von hier: Tie serbisch^sterrricqrfch- Schwierig­keit wird nun durch die m den Vordergrund tretende »um änis ch-bulgarische verwickelter. Die Reise D a n e w s nach Budapest hat ebenso die- ser letzteren Fr^e gegolten, wie der ersteren. Bul- gorien ist zunächst nicht geneigt, den Rumänen für seine Gebietserweiterung wgend rine Entschädigung

Präsident C a r P ist heute, wie verlautet, in einer Sonderniission hier eingetroffen. Er ist der Ueber- bringer eines Handschreibens König Carols an Kaiser Franz Joseph. Die Mission CarPS scheint darin zu bestehen, die Ansprüche Rumäniens mit der durch die Ersolge der Bulgaren geschaffenen netten Lage in Einklang zu bringen.

Aus de« bulgarischen Lager.

W Sofia, 12. Nov. 1912. Die Bulgaren dran­gen vorgestern bis zu den Tschataldscha- Stellungen ohne Widerstand vor. Rodosto, Eregli, Siliwri und Midia wurden besetzt. Die zweite bulgarische Armee, die A d r i a n o p e l be­lagert, zieht den Belagerungsring um die Sto.R im­mer enger. Die Gerüchte, daß die Bulgaren bei der Einnahme der Forts PaPzlePe und Kartaltepe große Verluste erlitten, entbehren jeder Begründung.

Die Kämpfe um Skutari.

W Wieu, 12. Nov. 1912. Tie „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Cattaro: Einwandsfteie Berichte stellen seft, daß die militärische Lage vor Skutari für die Montenegriner entschieden ungünstig ist. Die Kolonnen auf dem linken Bojauufer wurden nach dreitägigem Kampfe von Essad-Pafcba bis nach Belas zur ü ck g ew orf en.' Bor dem Eintreffen der Garden unter Jankowitfch

dem Endzweck der verstärkten Fleischerzeugung im Inland durch Schaffung der Müglichkeft einer ver­stärkten Viehhaltung dienen. Zu diesem Zwecke ist geplant, mit bett zur Verfügung stehenden Mittel» > die als Domänen verpachteten fiskalischen Güter ht' erster Linie im Osten der Monarchie, insbesondere in Oftpreußm, schneller als bisher mit den erforder-' lichen Ackerdrainagen und Wiesenmeliorationen zu deffehen und muh die vorhandenen Moore zu kul-; titrieren.

•* Vergebung von Leistungen und Liesernngeu im Bereich» der Reichöpost- und Telearaptzeuver- waltimg. Der Staatssekretär des NeichsPostamteS bereitet eine Ergänzung der Dienfworschriften über

dräugung der „schwarzblauen" Parteien ist für dal Berliner Tageblatt Ziel all seiner Wünsch« gewor­den. Es ist aber ungehalten darüb«, daß der „Vor­wärts" jetzt rin freisinnig-sozialdemokratisches Walflabkomen als „gegenfettge WahlunSerstützuuß bei der Abgeordurienwahl nach selbständig:» Vor­gehen bei der Wahlmännerwahl" befiuitd.

«e n die Molen so vor^elien rout e», meint H, dann Ißnnten sich die Bwnichmarzen MS Fäunkyen lachen, denn daS felbRänbtae Baracken der 'Par.ete»' der bet der Wahlmänneiwahl gmcanti«« de» »chivarzblauen t'etteien erneu mübelofen Sieg. Ern Erfolg der Linken fä nur zu ermatten, wenn die So­zialdemokratie daraus verzichte, in Wahlkreisen, die für sie aussichtslos feien, er ft einmal ihre Stimmen zft jdblew, um gleich bei den Wad 1 männetwahleu für betz eRlfchiedeoeu Liberalismus einzutreten.

Das Berliner Tageblatt brauchte sich doch wirk, lich nicht den Kopf seines roten Verbündete» zu jet- brechen; soviel durfte eS seinen Kompagnon doch schon kennen, um zu wissen, daß er nur für eigene» Prosit arbeitet. x

( Du liepprtietrte zum Tove verurteilt. Wie ausl Gideon gemeldet wirb, f&i bette bte Untersuchunai gegen die kürzlich von der Schutztrupye an der Vsül grenze von Deutfch-Südwestasrtka aufgegriffene elft. köpfige Bande von Kopperlente» schwer belastendes Material zutage. Das Gericht verurteilte daher fünf von thnen wegen Aufruhrs zum Tod«, dis übrigen sechs yt zehnjähriger Ke.tenhast bei gleich», zeitiger Deportation. >

* Tüsselverf. 12. Rov. 191L Al» Nachfolge^ deS verstorbenen Dr. Hüsgen wurde Verleger und Stadtverordneter Lambert Le »sing (Dortmund) ium Vorsitzenden deS Augustinusverein« gas wählt. Zum stellverkretenden Vorsitzenden ward« Verleger Walter Münstermann (Gelfenknchen) ßt< wählt.

* Straßburg i. (Hf., 12. Na». 1912. In btl heutigen Sitzung der Budgetkommisfio» klärte die Regierung de« Vorschlag deS Zentrums,1 sowohl die Gehaltserh ötzungen der Beamtens und Lchrer als auch du der Geißliche» durch eint cnhpreehenöe Erhöhung der BergwerkSsteuer zu decken, für unannebrobar.

* Kiel, 12. Rov. 1912. Auf den Howaldt-Werke» zu Kiel ist der kleine Kreuzer „Ersatz ® eiet* vom Stapel gelaufen; er erhielt den Name« „Rostock". ,

js Drerve», 12. Noo. 1912. Der nalionalltberaltz Führer Heltn« stellte in der sächsischen Zweite» Kammer schreckensbleich an di« Re iernng di« Frage, ob tatiächltch in dem kathoUsche» Lehrer-" lemtnar tu Bantzen Geistliche, die den Moder» nisteneid gelriftet hätten, in nichttbeologischen Fächern unterrichtete». Der Kultusrnmister gab di« erschröckltche Tcuiacke zu; der Unterricht sei aber; einroenbjtri, au| die fernere Odj.klivitat dtese» Unterrichts werd« er achten. Dann ist das SB»lex* laud affo wieder einmal gerettet.

fang” wird aus Berlin gemeldet: Die Vorgänge in i Budapest, die zu einer Fülle von Jnlereffe Anlaß geben, zeigen, daß die Verhandlungen zlvi- sch:n Oesterreich-Ungarn und Serbien über die Lö- ung der albanischen Frage und ber eine» | serbischen Adriahafens in vollem Gange sind.

Alle übrigen dlachrichten, die zumtril allzu sardig die Folgerungen von dem, was in Budapest geschah, schilderten, haben sich inzwischen als das h.Iausze- stelft, was sie in Wirklichkeit sind. Im übrig m ‘i$t die Frage in ruhigeres Fahrwasser ge­kommen, da Serbien von Oesterreich-Ungarn die ge­naue Forumlierrmg seiner Wünsche erhalte» hat. Ma» muß nun die Erfiillimg abwarten. Auch über den Dreibund wurde vieles gesagt, was nicht stimmt. Er ist durchaus nicht h:rausfor- dernd, dagegen zeigt sich, daß er in Tätigkeit tre- ten würde, wenn er herausgesordert werde» sollte. Das ist die -Haltung, die der Dreibund von Anfang an eingenommen hat.

* London, 12. Nov. 1912. Wie das Reutersche Burmu erfährt, haben Erknndigungen i» dchloma- tischen Kreisen ergeben, daß die etwas b e un r u h i»

ist keine Besserung der Sage der Montenegriner zu „ „ .....

erwarten, die durch Ueberschwemmunqen der Bozana die Vergebung von Scrftnngen und Lieferungen im und große Schneefälle Vervflequilgssckwierkrfeiten Bereiche der Reichspost- und Telegraphenverwaltung habend — Tie Meldungen über die Besetzung nor. Es sollen dabei verschiedene der Forderungen von San Giovanni di Medua und Alessia durch die berücksichtigt werden, die der Deuffche Handelstag als Ergebnis seiner Erhckungeu über das Ver- dingungswesen ausgestellt und den zuständigen Be- ,, ,7"* iö Hörden mi-tgeteilt hat. Das Reichspostamt wird

! dabei die Großunternehmer im bisherigen, durch

Kreisen will man Riffen, baft ^erf,ain v’’"^'Ln «I? ‘ trie „allgemeinen Vertragsbedingungen" festgesetzte« ~“lte'\a{, aV f i UmfüNK verpflichten muffen, ihren Verbindlichkei»

bahnuug des Frieden» schon m den nächsten -tagen ; t gegen die Handwerker und Arbeiter nachznkom- hpr».nitrott hterhnn c » . -w ,