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fertiggestellte Wasserleitung.

Aus dem Nackbaraebiete

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arbeit der Presse an den Aufgabe des Bonifatiusvereins gesprochen.

* Hann. Münden, 11. Nov. 1912. Gestern vor­mittag wurde Oberst z- D. v. Klüser auj dem Heimwege von der Kirche vom Tode ereilt., v. Älüfer hatte die Feldzüge von 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht. Er war hochgeschätzt in alle» militärischen Kreisen.

-v Reulbach, Kr. Gersfeld, 11. Nov. 1912. In der gestrigen zahlreich besuchten Volksvereins-1 Versammlung wurde eingehend Bericht erstat­tet über die Tätigkeit des Volksvereinssekretariats- Fulda im verflossenen Jahre. Den Mitgliedern wurde empfohlen, die Einrichtung des Sekretariats sich immer mehr zunutze zu machen und neue Mit­glieder für den Volksverem m gewinnen. Die weiteren Besprechungen betrafen Jugendfürsorge und Volksgesundheitspflege. — Am. Schluffe der j Versammlung konnte eine für die hiesige Gegend erfreuliche Antwort der König!. Eisenbahndirektion Fraukiurt a. M- vom 29. Okt. d. I. auf diesseitige Eingabe vom 24: Okt. bekannt gegeben werden, wonach „eine etwaige Aenderung der Eisen­bahnlinie nach Wüstensachsen auf die Lage des Bahnhofs bei Findlos keinen Einfluß hat. Dieser Bahnhof ist an der Straße von Batten nach Fmdlos aus der linken Seite der Ulster in möglichster Nähe von Findlos geplant".

* Brückenau, 10. Nov. 1912. Am Waldesrande des v. Thüngenschen Forstreviers wurde ein Mi­chael M. aus Wernarz von einem Forstgehilfen an« getroffen und bei ihm unter der Joppe ein Zerlegtes Jagdgewehr nebst Munition vor, 'funden. Die Ge­genstände wurden eingezogen.

* Hanau, 11. Nov. 1912. Nach einer Bekannt­machung des Magistrats wird das von der Stadt I eingeführte holländische Fleisch heute und I in den nächsten Tagen zum Preise von 84 Pfg. für das Pfund verkauft.

* Seligenstadt, 11. Nov. 1912. Gestern morgen wrrrde auf der Strecke Frankfurt-Aschaffenburg die

12 ei cf) ? einer Frau mit abgefahrenem ------- ------ —

Kopfe aufgefunden. Heute wurde die Leiche als Personenzug dem Verkehr übergeben. Ebenfall» Frau Münch von hier festgestellt. 1 a-k -* bl—*fam**-

* Offenbach, 11. Nov. 1912. Der verheiratet: Fabrikarbeiter Winter geriet in der Offenbacher Metallwarenfabrik von Meyer u. Schmidt in die 1 Transmission und wurde total zerstückelt.

* Frankfurt, 11. Nov. 1912. Die Unterschlagun. gm des russischen Generalkonsuls v. Baum­gart der in Petersburg verhaftet wurde, betragen über 100 000 Rubel. Baumgart hat sich an Mun-

* Kassel, 11. Nov. 1912. Da» Lande«- museum in seinem schmucken Gewände ist koh*

Amt Geisa und Umgebung.

* Dermbach, 11. Nov. 1912. Auf der Feld»^ bahn wurde dieser Tage ein vollständig neuer

Die Presse soll selbständig und unmit­telbar mitarbeiten, in dem sie ohne Rücksicht au: die Organisation des Bonifatiusvereins die Dias­pora-Katholiken in Beziehung auf Seelsorge und Schule ideell und finanziell unterstützt: ideell, indem sie die Rechte der Diaspora-Katho­liken auf dem Gebiet der Schule und Religionsfrei­heit geltend macht, entgegen stehende veraltete Ge­setze und übelwollende Anordnungen staatlicher und kommunaler Behörden kritisiert, die gerade in der Diaspora so häufigen Angriffe auf kathol. Glau­benslehren und Einrichtungen abwehrt und die Katholiken zur Glaubenstreue und zum mutigen Glaubensbekenntnisse aneifert. Hierzu kommt noch die finanzielle Förderung der Diasporakatholiken durch Sammeln von Ga­ben für Kirchenbauten, Kommunikantenanstalten

sind noch zwei neue Lokomotiven dinzupekomm«, ,odaß setzt drei neue Maschinen auf der Felda bad» verkehr.n. In der nächsten Zeit werden auch eine Anzahl neuer Güterwagen dem Verkehr übergeben.

* Vacha, 11. Nov. 1912. In der Gemein berat«. sitzung vom Freitag wurde der Zuschlag für de» Erweiterungsbau der Wasserleitung erteilt. Mit dem Bau soll sogleich begonnen werden. Dia Gesamtdaukosten werden rund 30000 Mk. betrage». Es ist der Stadt ein Slaatszuschuß in Aussicht gestellt. Bon den Verhandlungen mit der Gemeinde Völkershausen über den Kauf der SutterhofqueHe wurde Kenntnis genommen unb beschlossen, he nächst m Frühjahr nach der Quelle zu schürfen m* die Ucbereignulig zu vollziehen.

Ausland.

A Die Verteidigung der Laien,chule tu 8ra“Itc Die großen Ereignisse gehen spurlos .an,Mitgl> , der Unterrichtskommission des fra'Hosi1 ,,5r;,s

mentS vorüber: die radikal-sozrallstischen $2 0 haben nur einen Gedanken, ein Siel. ® e ~ mit Schülern zu bevölkern, die Eltern zu verpflichten, ihre Kinder der atheistischen Schule bed'Ngun^os aus- anHefent Wer die Eltern oder Vormünder eines Lite» beftinunt, den Besuch desselben 'n der offen- licken Schule, wo es eingeschrieben ist, oder den Ge­brauch der eingeführten Schultexte, .durch dasselbe zu verhindern, wird mit Gefängnis st rase von 6 bis 30 Tage,» und einer Geldstrafe von 16—500 Fran- len bestraft," so lautet ungefähr der kürzlich von der Kommission angenommene Artikel. Die Oppositions­mitglieder haben protestiert, aber vergebens. Welch herrliche Aussichten eröffnen sich da den französischen Antiklerikalen! Ein weiterer Beitrag zur Verteidigung der Schule ohne Gott kommt aus Melun, wo die Verwaltung des städtischen Wohltätigkeitsbureaus be­schloß. die Verteilung der Unterstützungen an die Familien davon abhängig zu machen, ob die Kinder die Laiensckuile besuchen oder nicht; sie haben eine be­sondere Bescheinigung der Lehrer, worin der Besuch be­stätigt wird, anszufüllen. Ein noch empörenderes Vor­kommnis wird aus Saint German de Marencennes ge­meldet. Twrt wurde einer Mutter, deren ältester Sohn einrücken mußte, vom Bürgermeister mitgeteilt, daß sie eine tägliche Unterstützung von 75 Centimes erhalten würde — jedoch gleichzeitig wurde auch erklärt, daß sie die Unterstützung nur unter der Bedingung bekommen würde, daß das Töchterchen die Privatschule von Ma­rencennes verlassen und in die Laienschule eintreten würde. So sieht die von den Jakobinern gepredigte Gewissensfreiheit aus.

A Für bie christliche Schule m Italien. Aus Genua wird gemeldet, daß dort nach dem Beisp-e! anderer groben Städte, wie Mailand, Turin, Venedig, eine imponierende Versammlung der katholischen Vereinigungen ftattfan', in der in feier­licher Weise den katholischen Eltern das R'cht zn- ge.rochen wurde, ihre Kinder christlich erziehen zu lassen.

A Das ,tolerante' Rußland. Während die russische Regierung es den katholischen Geist­lichen durch ihre Bedrückung fast unmöglich macht, ihre seelsorgerUchen Pflichten zu erfüllen, rft sie an­deren Konfessionen gegenüber durchaus nicht streng. Allem die protestantische englische Bibelgesellschaft hat im Jahre 1911 mehr als 13000 Bibeln in den russischen Gefängnissen verteilt. Ein protestantischer Missionar konnte in Sibirien 16 340 Gefangene besuchen. Er ! al ihnen das Evangelium gepredigt, ihnen Bücher aasgeleilr, ohne den mindesten Wider­stand zu finden. Mau hat ihm sogar von Seiten der Gefänani^inspektore» fein Vorhaben erleichtert. Einem kathoüichen Geistlichen würde es unmöglich sein, feint Tätigkeit in dieser 28?t;c auszuüben.

-t. BorrifatiuHvereiu urrd Pcesie.

llebcraus reich an praktischen Anregungen war die diesjährige General Versammlung des Bonifatiusvereins in Hildesheim, besonders die Konferenz der Geistlichen und sonstigen Förder-r der DerciuSsache brachte in acht Referaten mit an­schließender Diskussion eine Fülle von Vorschlägen, deren Ausführung gewiß für die weitere Ausbrei­tung des Vereins von größtem Nutzen sein wird. 11. a. wurde in Hildesheim auch über die Mit -

delgeldern vergriffen und große Summen unter­schlagen, die ihm für politische Zwecke überantwor­tet worden waren. Es handelt sich um Gelder für geheimen Polizeidienst, namentlich für Sicherheits­dienst während des Aufenthaltes des Zarenpaares tu Friedberg. ____________________

Isabellas nächste Frage galt der Gegenwart: „Gehen wir nicht weiter, Herr Bathurst?"

„Sobald die Sonne etwa- tiefer steht; Sie wür­den es jetzt noch sehr heiß finden. Ich bin mit Rudschub zu der Ansicht gelangt, daß eS nicht ratsam sein würde, heute eine größere Strecke zurückzulegen. Wir sind nur zwanzig Merlen von Dong entfernt, und da wir den Ausgang der Schlacht nicht kennen, wollen wir uns dem Ort nicht zu sehr nähern, son­dern höchstens vier Stunden, vielleicht von drei bis sieben Uhr, wandern."

„Ist dieser Gaukler nicht «in merkwürdiger Mann? Erinnern Sie sich unseres Gespräches bei Tische an dem Tage, wo wir zu Hunters gingen?"

„Ja, und Sie wissen, daß ich schon damals an seine Kunst glaubte; seitdem habe ich noch viel Selt­sameres erfahren. Ich habe gesehen, wie er, nur vermöge der Kraft seines Willens — den Posten und fünf der Gefangenwärter in einen tiefen, mag­netischen Schlaf versenkte, ans dem sie noch nicht wieder erwacht waren, als wir entflohen; und wie seine Tochter in einem Zustande, den wir Hellsehen neunen, Ihnen die Botschaft ihres Vaters übermit­telte und uns von den Vorgängen im Gefängnis un­terrichtete. Diese beiden Menschen haben eine auf­opfernde Tätigkeit entwickelt und mir eine Treue und Anhänglichkeit bezeigt, wie wir sie in England kaum finden würden; und das alles, weil sie mir Dank schuldig zu sein glauben für jenen Dienst, den ich ihnen einst, ich möchte sagen — zufällig er­wiesen habe."

„Nicht zufällig, Herr Bathurst! Weshalb wollen Sie durchaus Ihre guten Handlungen herabfetzen? Vermutlich werden Sie nächstens sagen, Sie hatten auch mir nur durch Zufall das Leben gerettet."

„Ihre Rettung, Fräulein Hannah, verdanken wir lediglich dem Gaukler und seiner Tochter, ich allein hatte nichts ausrichten können. Denken Sie, daß Rabda sogar willens war, die Kleider mit Ihnen zu tauschen und an Ihrer Stelle im Gefäng­nis zu bleiben. Ich glaubte in Ihrem Sinne zu handeln, als ich sie an diesem Vorhaben hinderte.

Durch die Büsche lugend, sahen fit zwanzig Sv» wars aus einem der eingeborenen Kavallerie-Regb-: meuter im Galopp vorübersprengen. Erft als biet letzte verschwunden und das Schlagen der Hufe vev- klungen war, trat Bathurst wieder hervor, indem er Isabella an seine Seite rref.

„Sie erinnern sich des letzten Bildes, das wir bei Hunters sahen?" fragte er erregt

„O ja, es ist mir immer gegenwärtig gewesen» trenn auch die jüngste» Ereignisse et aus meine» Gedanken verdrängt hatten. Wie kommen Sie jetzt darauf, H'rr Bathurst?"

„Erkannten Sie damals die Gestalten in bem Dunst?" ;

„Gewiß, — es Warrn Sie und der Doktor, und die dritte Person schien ich selbst zu sein. Ich sprach am nächsten Tage mit dem Doktor darüber, aber er lachte mich nur aus."

„Das tat er Wohl, um Sie nicht zu beunruhigen; denn er hat ebenfalls in dem Hindu am Rande dts Waldes unb bem Mädchen an dessen Sette Sie und mich erkannt, obwohl Ihr Gesicht verändert, dunkel und etwas entstellt war — genau wie jetzt; und bet dritte Eingeborene war der Doktor selbst. Es ist alles wahr geworden, unb ich bin fast versucht $u glauben, daß der Mann, den ich vorhin sah, unser Freund ist'/

„Herr Bathurst, wenn das möglich wäre! Ich hoffe es, ach, ich hoffe es!" rief sie, ihn mit sich ziehend.

Der alte Eingeborene näherte sich eben langsam der Stell:, an welcher sie standen, und wollte grü­ßend an den beiden vorüberschreiten, als Isabella mit dem Jubelruf „es ist der Doktor!" auf ihn zu­flog und ihre Arme um seinen Hals schlang.

„Isabella Hannah!" rief er voll freudigstem Er- staunen. „Mein teures Kind, wie danke ich Gott, daß ich Sie Wiedersehe! Was haben Sie aber ntn Ihrem Gesichte angefangen? und wer tft hier noch L J

Sie erkannten mich im Bilde, Doktor, unb jetzt in der Wirklichkeit nicht?"

Fortsetzung folgt.)

* Gießen, 11. Nov. 1912. Für das Liebig- Museum spendete Geh. Kommerzienrat Heide­mann in Köln 1000 Mark. — Nachdem das Groß­herzogtum Hessen bis auf drei, Gehöfte seuchenfr« ist, werden die Gießener Vieh Märkte nunmehr für hessisches und für benachbartes preußische» Vieh freigegeben. Die aus Preußen nach Hesse» verkauften Tiere unterliegen an ihrem Bestim­mungsort einer siebentägigen Quarantäne.

* Homburg, 10. Nov. 1912. In Friedrichsdorf I wurde heute der Grundstein zu einet katholi­schen Kirche für die Gemeinden Friedrichsdorf, Dillingen, Seulberg und Köppern gelegt. Die Bauleitung liegt in Händen des Architekten Rum- mel-Franfiurt.

* Homburg v. d. H., 10. Nov. 1912. Hier wur­den mehrere schwere Einbrüche beruht, bei, denen die Diebe so reiche Beute machten, daß st» einen Wagen zum Fortschaffen der Sachen benutze»

3m Schutze des Zauberers.

61] Englisch-indischer Roman von E. A. Henty.

„Ja, ich gestehe, daß es anfangs recht schlimm wat; aber das ist nun überwunden; und unmöglich kenn ich die ausgestandene Pein bedauern, da das Mittel sich so erfolgreich erwiesen hat."_

„Sind Sie bereit zu frühstücken, Fräulein Han­nah?"

„Ganz bereit, und auch zu einer langen Wan­derung nachher. Ich fühle mich so gestärkt infolge der Nachtruhe und der langentbehrten Erfrischung, die mir soeben zuteil geworden, daß es mir vor­kommt, als sei ich heut ein ganz anderes Wesen als gestern."

Sie ließen sich nieder, und während beide wie am Abend vorher von den kalten Speisen zulangten, Rudschub unb feine Tochter aber sich mit bem Reis begnügten, erfuhr Isabella alles, was Bathurst in der Zeit ihres Getrenntseins erlebt hatte. Letzterer vergaß auch nicht zu erwähnen, wie schwer es Wil­son geworden, auf bie Teilnahme an bem Befrei­ungswerke zu verzichten, unb wie er nur aus Liebe zu ihm davon Abstand genommen und sich auf sei­nen Rat nach Allahabad begeben habe.

„Ich freue mich, daß er gerettet ist! Ich bin überzeugt, er würde bereitwillig fein Leben hinge- geben haben, um uns zu helfen."

„Auch ich habe ihn liebgewonnen, Fräulein Hast­nah. Er ist ein guter Mann und wird sich als ein tüchtiger Offizier ausweisen, wenn es ihm gelungen tft, unsere Truppen zu erreichen."

Dann wandte sich ihr Gespräch den übrigen Per­sonen zu, die mit ihnen Dinnugghur verlassen hat­ten, und Isabellas Tränen flössen reichlich, als sie der Heimgegangenen Freunde gedachte.

„Nächst meinem Onkel vermisse ich den guten Doktor am meisten", klagte sie.

„Wer sollte das nicht, Fräulein Hannah? Er war der einzige wirkliche Freund, den ich in In­dien besessen habe. Sein Verlust ist sehr schmerzlich für uns!"

„Ganz gewiß! Ich hätte es niemals zugege­ben! Aber sie ist ein edles Mädchen, dem ich nicht dankbar genug sein kann." Und sie reichte Rabda mit warmem Blicke die Hand, während der junge Mann ihre Worte auf indisch wiederholte. „Den­noch, Herr Bathurst, sind diese Eingeborenen nur Ihre Werkzeuge gewesen; sie hatten kein persönliches Interesse für mich, und wenn ':e mir ihren Beistand gewährt haben, so ist es aus Liebe und Erkenntlich­keit für Sie geschehen." —

Um drei Uhr rüsteten sie sich wm Aufbruch. Seit Stunden vernahm man in der Ferne das dumpfe Rollen der Geschütze, ein Beweis, daß der Kampf noch nicht beendet war.

„Die Sepovs müssen diesmal kräftigeren Wider­stand leisten als stt Futtehpore, wo sie so schnell zer­streut wurden."

„Sie nehmen zwei feste Plätze ein. Nena Sahib steht mit der Hälfte des Heeres in einem Dorfe zwei Meilen hinter Dong — der andere Teil befindet sich bei der Brücke, wie ich Dir schon sagte, Herr."

„Das erklärt den Aufschub etwas; sonst müßte der Sieg längst entschieden sein." Bathurst, der die kriegerische Tracht wieder mit der friedlicheren des Landmannes vertauscht hatte, schritt nach der Ecke des Gehölzes und blickte spähend die Straße ent­lang, die sie jetzt von neuem betreten wollten.

Nur eine einzelne Gestalt war auf dem Wege sichtbar. Es schien ein alter Mann zu fein, der etwas hinkte und sich schwerfällig auf einen Stock stützte. Bathurst war im Begriff, die anderen zu rufen, als er sah, wie der Mann plötzlich stehen blieb unb, den Kopf nach der Richtung gewendet, von der gekommen war, aufmerksam lauschte, um gleich dar­auf mit einer Schnelligkeit, die man ihm nicht zu­getraut haben würde, nach dem Walde zu laufen und hinter den Bäumen zu verschwinden.

„Wartet!" sagte Bathurst leise; „es scheint Ge­fahr im Anzuge, ich sah soeben, wie sich ein Bauer in den Wald flüchtete. Nh!" rief er eine Minute später „eine Reiterschar taucht dort auf; geht weiter nach hinten!"

Diaspora.

I n welcher Weise kann nun die re» gelmäßig erscheinende Presse die ge- wünschte Mitarbeit leisten?

Es soll geschehen durch kurze Mitteilun­gen über den Gesamtverein und die einzel­nen Diöz-rsan verbände, statistische A n- gaben über bie Leistungen des Vereins mit den nötigen Randglossen, kurze D erichte aus der Diaspora: auch feuilletonistisch gehaltene Beiträge — Erzählungen und Skizzen | aus der Diaspora können als Anregung zur Unter- | stützung des Bonifatiusvereins benutzt werden, z. B. der' erste Gottesdienst an einer neuen Seelsorgs- stalion. ein Tag in einer Kommn nikantenanstalt, ein Bei sehgang in der Diaspora ufto.

Selbstverständlich ist, wie in Hildesheim richtig hervorgehoben wurde, diese mannigfach:, regelmäßige und intensive Mitarbeit der Presse nur unter der Voraussetzung möglich, daß der Bonifatius- verein selbst die Presse dazu in den Stand setzt. Man kann einem vielbeschäftigten Redakteur nicht zumu- ten, daß et aus eigenem Antrieb sich durch endlos; Rückfragen (von denen bekanntlich die meisten gar nicht beantwortet werden) mühsam das notwendige Material beschafft und selbst Artikel übet den Boni- fatiuSberein verfaßt.

Es wurde in Hildesheim als notwendig bezeich­net:

1. die Herausgabe einer etwa monatlich erschei­nenden Bon ifatius-Korrespondenz, die kostenlos allen katholischen Redaktionen zugestellt werden muß. Fast alle Politischen, wirtschaftlichen und religiösen Ver­einigungen suchen durch solche Zeitungskorrespon­denzen weitere Kreise zu erfassen und zu interessie­ren und zu orientieren; es fei nur erinnert an die soziale und apologetische Korrespondenz d:s Volks­vereins, die christl. Getoerkschaftskorresponden; u. a. m. Solche Korrespondenzen sind, da sie von den bestunterrichteten Stellen ausgehen, am ehesten im­stande, sichere und zuverlässige Angaben zu machen.

2. Als sehr wünschenswert wurde es bezeichnet, daß auch die einzelnen Diözesan-Komi-

usw., durch kostenfreie Aufnahme der sogen Bettel-1tees die innerhalb der Diözef e er f»eine» ...... _

annoncen ufto. ! de nBlatter in g ee' 9 " t r 'Q~brt ht>t ^e- I mehr soweit fertiggefteHt daß mit der UeberfuhrunG,

Wichtiger als diese direkte Mitarbeit der Hier genügt t3 ntdjt,_f°J®u gefüg tro- ta: im „Mus mm Frederirianum" unter gebrachte»

Presse an dm Bereinsaufgabe» erscheint die mit- IAktiongedruckten Jah ^ »„rufenden er würde!umfangreichen Sammlungen begonnen werd«

durch öftere nicht zu langweilige Mitteilungen über den.

das Wirken und die Ausbreitung des Diözesan-Bo- * Niedervellmar, 11. Nov. 1912. Die nifatiusvereins wie über die einheimische Diaspora Landwirte sind mit ihrer Herbstbefte luu, die Presse zu informieren. noch so weit zuruck, tote nie zuvor. Die Schuld lieg»

3. Diese Mitarbeit der Presse setzt endlich bie I einmal an bem ungünstigen Wetter, zum anber^ Unterftützung der Presse seitens der Dia- aber auch an der Verkoppelung. Das anhaltende sporaaeistlichen durch Berichte und feuilleto- Regenweiter nimmt ihnen immer mehr die «oft- nistische Beiträge voraus. Besonders sind hier die nung, mit der Herbstbestellung noch fertig zu wer-f Sonntagsblätter und die Unterhal- den. — Der Boden stet ginn Werte hier von ltungsb : ilcic, en der Tagespresse für solche Bei- Jahr zu Jahr immer höher. Man bezahlt hier schon I träge zu berücksichtigen. Jeder Diasporageistliche den Quadratmeter zu Bauzwecken mit 4 und 5 sollte auch unter die Gelegenheitsschriftsteller gehen. Mark. Augenblicklich herrscht große Baulust. Ver^ Diese Mitarbeit der Diasporageistlichen ist unbe- I anlassung dazu gibt wohl die Nahe Kassels und di» dingt nötig im Interesse des Bonifatins- r—*- Vereins und im Interesse der Presse, von der man mit Recht eine Förderung des Bonifatiusvcr- I eins erwartet. Selbstverständlich ist es freudigst zu I begrüßen, wenn auch Laien, Männer und Frauen, I ihre schriftstellerischen Anlagen in den Dienst des I Bonifatiusvereins stellen. Hoffentlich kommt durch I alle diese Anregungen — auch über die anderen Re- I ferate werden wir noch gelegentlich berichten,— ein I neuer Schwung in die Tätigkeit des Bonifatiusver- I eins, der allerdings ja auch angesichts der riefen» I haft sich steigernden Anforderungen an den Verein I unbedingt notwendig ist.

* AnS Waldeck, 10. Nov. 1912. Dir Steue^ schraube in unserem Land ist abermals enee*i dreht. Diesmal sind es die Brandkaffenbeitraga zum staatlichen Feuerversicherungsamt. Nicht »e* niger denn 10 Prozent Erhöhung der Beiträge sin» vom Landtag beschlossen worden. Grund per Höhung sind die starken Entschädigungssumme», W nach Waldeck gezahlt werden mußten.

* Ans Franken, 11. Nov. 1912. Änf bem Bi» Hose Schöllkrippen verunglückte beim Aisam» menstellen eines Guterzuges der 32jährige Schaff­ner August Peter von hier. Der Bedauernswert» ist feinen schweren Verletzungen erlegen. — Bet einer 2. Treibjagd in Kürnach wurden 220 0®» sen und 5 Fasanen zur Strecke gebracht. — Wege» Auftretens der Mumps unter den Schulkindern i wurde die Schule in Ebenhanf en geschloffen.

Zflichtgefühl unb an ba6 Herz der in gün» 1 tigeren Verhältnissen lebenden Katholiken sich I wenden und bem Bonifatiusverein eine möglichst I große Schar von treuen und vpferfreudi -1 gen Helfern und Freunden zusühren.

Es ist in dieser Beziehung bisher ja schon recht viel geschehen. Der Förderung des Bonifatius-1 Werkes dienen das B o n ifatiu s bl at 1, das m einer Auflage von 104 000 erscheint, die «kadem. I Bon ifatius-Korrespondenz in _ 7000 Exemplaren, das Bonisatiusblatt für bie östliche Diaspora, und für Oesterreich der in einer Auf­lage von 800 000 in Ernaus bei Prag erscheinen­de „St. Bonifatius". Auch die Tages­preise und die Sonntagsblätter haben bisher schon Mitteilungen über den Bonifatiusverein und seine Tätigkeit sowie auch Berichte unb feuille- | tonistische Beiträge aus der Diaspora gebracht.

Im Hinblick auf die Not der Diaspora, die von Tag zu Tag größer wird, ist aber eine noch stär­kere Beeinflussung der Öffentlich­keit durch die Presse dringend geboten.

Mit einer größeren Verbreitung des Bonifati usblattes müßte die Herausgabe kleiner Agitationsbro schür en und pa­ckend geschriebener Fl ug blätter nach bem Bei­spiel des Volksvereins Hand in Hand gehen. Auch in jeden katholischen Kalender gehört rin Artikel über bei: Bonifatiusverein Spricht man von der Mitarbeit der Presse an den Aufgaben des Bonifa- liu--Vereins, so wird man vor allem natürlich die kathol. Tagespresse und die kathol. Unterhaltungs­blätter und Zeitschriften im Auge haben. Die Auf­lage der politischen Presse wird auf 2 Millionen, die der Zeitschriften auf ca. 4% Millionen berechnet. Das ist eine gewaltige „Großmacht", und wenn sie sich recht energisch in den Dienst des Bonifatiusver- eines stellt, so erwirbt sie sich unzweifelhaft ein un­schätzbares Verdienst nm die katholische Sache in der