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39. Jahrgang

Fulda, Samstag deu 26. Oktober 1912.

Erstes Blatte

j'S 247.

Fleisch wirksamer betreiben Maßnahmen der Regierung,

Kirkiliffe zurückerovert

Warna, Die anicynneno amrucyen UMpiung» iwwii ’ - giortrpier im Auslande hätten ein Me rkliche Slotte. von Warna kommend, enldeckttljnen. Unsere VeU»ter,rm Austanoe yanen ein

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neb'R versucht, als sei die Auslieferung des Platzes an die Bulgaren aus Grund eines vorbedachten strategischen Planes geschehen. Es können darüber aber auch andere Meinungen bestehen, wenn auch die weiter unten gemeldete Wiedereroberung der Stadt — vorausgesetzt, daß sie sich bestätigt — sür die türkisch« Deutung spricht. Die Meldung von d«r Gefangennahme von 50000 Türken hat sich al»

W. Konstantinopel, 25 Ott. 1912. Der,Tanin' gibt eine Beschreibung de» BombarremeMs von Warna, dir anscheinend amtlichen Ursprungs ist.

" " "Landwirtschastimmister Schorle««: Ich muß dank, bar anerkenurn, daß Herr v. Heqdebrandt di, Situation der Regierung und auch di« Notwendigkeit anerkannt hat, der Kalamität abzuhelfen, welche nicht nur über städtische Arbeiter, sondern auch über weit« Kreise der Landbevölkerung gekommen ist. Auch inbe;ug aus Aufklärung ist regierungsseitig geschehen, was ge­schehen konnte. Wir Haden dir Maßnahmen so ge­troffen, daß fie rinerseits dem Notstand adhelfen, ohne andererseits dl« Landwirtschaft resp. deren Viehbestand zu schädigen. Betonen möchte ich noch, daß es sich um eine vorübergehende Maßnahme handelt. Bon den Städten hoffen wir, daß sie es nicht bei den von der Regierung getroffenen Maßnahmen bewenden lassen, ,andern auch ihrerseits sich mit den landwirt- schasltichen iSenogenichaslen in Verbindung setzen. Dir Nahrungsmittel wie Gemüse und Kartosfeln haben einen durchaus günstigen Preisstand. Di« Frauen und Mädchen müssen m Haushaltungsschulen über die Zubereitung anderer Nahrungsmittel uuier- richiet werden. iSehr richtig! rechts. Zuruf bei den Soz.: Sie haben leine Ahnung, wie das Volk lebt!) Ich traue mir sehr wohl em Urteil darüber zu. Auch die Kaninchenzucht wie in Frrmlretch solUe mrhr gepflegt werden.

Samstag: Wellerberatung.

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erionit, 25. Oft. 1912.

der Gegend von Kotschana sand ein sehr hesttger A t- tilleriekampf zwischen Bulgaren mw Türken statt, wobei die Ueberlegenhert der türki­schen Artillerie sich glänzend geltend machte. D« Bulgaren erlitten schwere Verluste und mußten ihre Stellung räumen. Die Türken haben in den letzten Kämpfen bei Kumanowo viele bulgarische Gefangene gemacht.

Salor-ik, 25. Okt. 1912. Infolge erneuter heftiger Kämpfe mit den Serben in der Gegend von Prrschtina sind Verstärkungen dorthin unter­wegs. Man erwartet stündlich «Mscheidende Kampfe in der Richtung der beiden von Uesküb auslaufen-

Preutzischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Sitzung vom 25. Oktober 1912.

(Schluß aus dem dritten Blatt.)

n. Der erste Tag der Tenerimgs- debatte.

Der neugewählte Präsident des Abgeordneten- Hauses, Gras Schwerin-Lowitz, hatte am Freitag ein leichtes Debüt. Tenn die Verhandlung über die Flcischteuerung, die ausgerechnet gerade am Frei­tag, unserem Abstinenztage, chren Anfang nahm, verlief vorläufig sehr ruhig und fachlich.

Tas bisherige Ergebnis ist für die Regie­rung ein voller Sieg. So „voll und ganz", wie diesmal, ist der rednerische und politische Erfolgter Regierung selten gewesen. Zu einem großen Teil ist das der vortresflichen, klaren, kräftigen und durch­greifenden Rede des Reichskanzlers und Mv* nistcrpräsidenten zuzuschreiben, gegen dessen staatsmännische Beredtsanikeit die späteren Ausfüh­rungen des Larldwirtichaftsministers sehr

am 21. Oktober zwei klein« bulgarische Torpedos boot«, die von Süden her in voller GffchwindigketÜ bett Hafen von Warna zu erreichen suchten. ~eti türkische Befehlshaber eröffnet« sofort aus 7 Melles Entfernung da? Feuer und suchte die bulgarischem Torpedoboote an der Flucht in den Hafen zu m-A hindern, deffen Eingang durch eine große Anzahl, von Minen geschloffen ist. Em bulgarisches Tor« pedoboot, da» bereits den Schornstein und de» Mast verloren hatte, mußte auf den Strand aaf» laufen. Die Mannschaft rettete sich durch Schwim­men. Einem türkischen Torpedoboot gelang es, Oie Boje, dir die Linie der Untetseeminen anzeigt, weozip nehmen. Die bulgarischen Befestigungen seurrtes darauf auf die türkischen Schiffe, deren Feuer bte Militärmühlen und den Palast Euxino Gra« zerstört».

* Mhe«, 25. Okt. 1912. Der frühere Premier« Minister StephanoS DragumiS wurde von de» hiesigen Regierung zum Gouverneur von Kreta ernannt und wird dort bereits angekommen sem^

* Petersburg, 25. Okt. 1912. Die Erfolge der verbündeten Balkantruppen haben hier ungeheure Begeisterung hervorgerufen. Tie Blätter klären, Rußland habe niemals so vorzüglich« Schüler gehabt als die Bulgaren vnd Serben. Sollten die Verbündeten Konstantinopel besetzen, p> werde es nickt Rußland sein, das sie au» der türkischen Hauptstadt oettreiben würde

W. Nonstant nopel, 24 Ott. 1912. MchrrM türkische Blättern fordern die allgnneme Aus­weisung der Untertanen sämtlicher kriegiü^renden Staaten. — Wie die Blätter melden, wurden en, Bulgare und ein Serbe in dem Augenblick verhafte^ als sie eine neun Kilogramm schwere Bomb« unter der Eiseubrücke zwischen Uschak und Afiun- Karihissar auf der Eisenbahnlinie nach Smyrna niederlegten. — Zwei bulgarisch« Spione sind gestern beim Kriegsministerium verhaftet «vordem

über Uesküb und Bunar-Hiffar unternahmen, um den Rückzug bev türkischen Truppen abzuschneiden. Bon großer Bedeutung wird jetzt das Vorgehen der durch die Waldzcne an der Küste auf Viza vor- rückendct: bulgarischen Streitkräfte sein, da durch diese den Türken der Weg nach Konstanti­nopel vollständig verlegt totrben kann. Die türk'.fche Hauptkraft, welche bei Kirkiliffe im Kampf stand hat den R ück zug auf die zw eit e Verleid ic^uu-sstellu«L am Ergone-Fluß

5 ^Podgoritza, 25. Oft. 1912. Die Montenegriner haben Skutari ein geschl ossen und mit der Beschießung begonnen.

TaS Bombaidement von Warna.

Tie äußere Politik in der bayerische« Kammer.

d1 München, 25. Okt. 1912. Die heutige Sitzung der Kammer der Abgeordneten wurde eingeleitet durch eine Trauerkundgebung für die Prinzessin Rupp­recht, woran sich auch die Sozialdemokraten betei­ligten. Die sozialdemokratische Inter­pellation über die Balkanwirren begründet« Abg. Müller. Er sagte, eine authentische Jnsor- matiou sei das beste Mittel, das Volk sür die aus­wärtige Politik zu erziehen. Frhr. v. Hertlmg Plbst habe sich srüher öfter in diesem Sinne geäußert und möge jetzt die Folgerungen daraus ziehen. Auch in Zentrumskreisen habe es befremdet, daß bisher keine Schritte zur Einberufung des Bundesralsaus- icbuffes für dir auswärtigen Angelegenheiten getan

Weimar, 25. Ott. 1912. Im Laufe be» Vor. mittags trafen zur Tausfeierlichkett bie JDldgbeb^r brr Fürstenhäuser Sachsen-Memmen, Lippe und Reuß j. L. ein. Um 12 Uhr 35 Mm. traf bw Kaiferm mit Gefolge im Sonderzug ern. Der König von Sachse» ist gegen 21/« Uhr hier «mge- troffen, gleichzeitig auch di« Großherzogin voll Mecklenburg-Schwerin. Ferner trafen «. der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht z« Mecklenburg, sowie der Erbprinz von Sachfew- Memngen. ,, L ... ,

In oer Taufe erhielt der Erbgroßherzog den Ruft namen Karl August. Si« wurde in Gegenwart des Hofes um 5 Uhr abends vollzogen.

Bei der Galatajel aus Anlaß der Ta T« hielt der Kaiser in Erwiderung auf den Trinkspruch des Großherzogs folgentx Rede:

Gestatten Euro Königliche Hoheit mir namen» der fiter versammelten Gäste den herzlichsten Glückwunsch und Dank zu gleicher Zeit zu dem heutigen Tnge aus- zusprechen, den tÄtückwunsch, Weimar einen Erd* aroßberzog begrüßen kann, den Dank, daß wir Patal fein Durften. Daß Freude und Jubel Weunar durch, zog, als die Botschaft ausgetufen wurde: Gin Erb- grotzherzog ist ba! füllen toir doü mil. Mo^e bet ntnqe Herr, der in dem Lande geboren ist, aus Dem Schwarzburg grüßt, vorbildlich fein in ritterlicher Tugend wie feine Vorfahren und Ahnen, und s«i n Schwer: bereithalten für deS Reiche» H?r11ickkeit. Möge er eine Säule unserer evan. gelischen Kirche fein und möge er, von dem Geist der großen Dichterzeit Weimars umflossen, e.nst «n Schü­tzer und Förderer der deutschen Wrffen)chaft und Dich, tung fein. Möge er zur Freude seiner Eltern und zum Segen für fein Land auswachsen l Wir aber vec- einigen alle unsere Gcsuble tn dem Wunsch: Gott segne Eure Söniglich« Hoheit, bte Großherzogin, De« Erbgroßherzog und das großherzogliche Haus, und da» weimarische Land! Eure Königliche Hoheit und bet Erbgroßherzog Hurra, hurra, hnrral

de« Bahnlinien.

Die Montenegriner vor Skutari.

W Riela, 25. Oft. 1912. Die montenegrinischen Truppen haben sich der Stadt Skutari in nord­westlicher Richtung bis aus 10 Kilometer genarrt, qptrrnx Mirko übernahm den Obersehl über die Bri­gade Zeta, die sich bei Tust besonders hervorgetan bat Der Prinz hielt an die Truppen eine Ansprache, worin er sagte: „Brüder, zieht alle mit mir nach Skutari, nicht um die m der serbischen Geschichte besunaene Stadt mit dem Schwerte hemrzusuchen, sondern um unsere Brüder zu befreien und f« neuem Leben zuzuführen." Vor feiner Rückkehr nach Rjcka, Wo gegenwärtig sein Hauptquartier aufge- schlaqen ist. verabschiedete sich der König von seinen , Söbneu, die er beschwor, die „heldenmütige Armee

Abg. e. Heydebrandt (kons.): Mein« politischr» , Freunde sind voll unb ganz Damit einverstanden, daß 1 bte Regierung Durch allerhand Erleichterungen die Ber- j sorgung der Städte mit Fleisch wirksamer betreiben ' will. Mr billigen di« Maßnahmen der Regierung, ( sind aber der Meinung, baß bte Regierung mit der Aufklärung über bte Ursachen der Fleischteuerung viel früher hätte etnsetzen müssen. Durch ihr Schweigen tst es zu bet betrüblichen Tatsache gekommen, daß Die Fleischteuerung zum Schlagworte sür gereifteHetzer wurde. Die deutsche Landwirtschaft ist trotz ber cor- jährigen Mißernte und trotz der schweren Verluste, durch di, Mau!, und Klauenseuche, doch Man»« ge» toelen, eine außerordentlich hohe Leistung in ber Bwh. und Fleischversorgung deS Volkes »u erbringen. Di« gegenwärtigen Schwierigkeilen haben meuter Ansicht nach ihren Grund in dem Umstande, daß Angeb o t und Nachfrage nicht Überall so organisiert sind, rote man die» unbedingt wünschen und fordern mutz. Hier ist ber Hebel unbedingt anzusetzen, denn von einer guten Organisation zwischen Angebot und Nachfrage hängen auch annehmbare Preise ab. ®ir begrüßen eS, daß di» Eiävie mit den landwirtschaftlichen Genossenschaften langfristige Verträge auf Liefe­rung von Schweinen abzuschlteßen beflrebt sind. Mit der inneren ttolonrsallon sind meine politischen Freunde einverstanden. Nur rnüffen die Bauerngüter auch dann so groß gestaltet werden, daß die Landwirte von den Erträgnissen ihres Gutes leben können.

Abg. Herolb (Ztr.): Di, Teuerung tst eine inter­nationale Erscheinung und man zieht heute schon in Amerika in Erwägung, ob man nicht ebenfalls Gefrier- fletfch aus Argentinien beziehen soll. Es handelt sich vor allem Datum, unsere Landwirtschaft so zu stärken, daß fie baS ganze deutsche Volt aus eigenem Boden ernähren kann. Es roird sich in der Hauptsache darum haudetn, bte Preise so zu ge­stalten, daß der Landwirt feine Produttionskoften ge- deckt sieht, und daß er auch noch einen Heinen lieber« schuß behält. Wenn bas Vieh im Preffe zu nieorig steht, dann geht bekanultich die Produktion zurück und die Folge ist die, daß die Fleischpreise infolge mangeln« der Viehhaltung in die Höhe schnellen. Daraus ergibt sich mit Notwendigkeit bte Förderung, die landwirt­schaftlichen Betriebe in der Viehzucht nach Möglichkeit zu unterstützen. Zur Hebung de« Uebeis ist ferner, wie sujon von anderer Seite hercorgehoben, eine tatkräftige innere Kolonisation erforderlich. Am Fleuch- beschaugesetz dars jedenfalls nickt gerüttelt werden, denn es geht nicht an, das ausländische Fleisch einer laxeren Kontrolle zu unterwerfen, als das inländische. Angesichts der guten Ernte und des vielen, infolge schlechien Wetter« verdorbenen und nut noch zur Biehsütterung verwendbaten Getreides können wir einer Aushebung der Futtetmittetzölle nicht beifttmmen. Es würde da­durch ein Einnahmeaussull von t>7 Million Mark ein» treten, sür den wir eine anöerroeite Deckung nicht haben. Die Regierung scheint bei chren Maßnahmen von der Ansicht geleitet zu fein, die Städte zu ver­anlassen, chrerseits die Fleischoetsorgnng in bte Hand zu nehmen. Das kann zweifellos nur von guter Wirkung fein, obschon gegen Die Zurückerstattung bei Zolles gereifte Bedenken nicht von der Hand zu weisen sind. Wenn wir dauernd Abhilfe schaffen wollen, bann ist cor allen Dingen nötig, daß die verschiedenen Erwerbs« stände nicht gegen einander sondern mit einander arbeiten. Bar allem Vars bi« Slottag« nicht politisch ausgenutzt werden.'lLebh. Beifall i. Ztr.)

Abg. Engelbrecht fit): Angesichts Des wachsenden Viehslandes ist zu hoffen, daß eine Gesundung eintreten wird. Mr müssen uns stets vom Auslände unabhängig erhalten. Mit der Einführung von Gefrierfleisch würden wir ähnliche Etsahtungen machen, rote wir sie jetzt bei dem Delttuft gemacht haben. Den Maßnahmen der Regierung können rott nur zustimmen.

Abg. Kotfanty (Pole): Man sollte sur eine genü« oenbe Entlohnung der Arbeiterschaft sorgen, damit sie in die Lage gesetzt roird, die gegenwärtigen Preise zu zahlen Die innere «otonifation wird zu politischen Zwecken mißbraucht. Enteignen Sie, soviel Sie wollen, das Voll wird mit Abscheu über diese Schmach urteilen. (Vizepräsident Dr. Porsch ruft den Redner zur Orb-

V- Frankfurt, a. M., 26. Oft. 1912 (Tel.).

. Die „Frankfurter Ztg." meldet aus Konstantinopel nnlfasiendes | 25. Oktober 2,50 Uhr nachmittags: Kirkiliffe It noch lange ist von den Türk«« wieder zurück-

rückblieben Aber auch die Wortgewandtheit de» I angetreten. — Soweit der Berichterftatter. Da Herrn v Betbmann-Hollweg hätte nicht fo durch- er weder von der Gefangennahme größerer turkifcher schlaaend qewiM we?n ^Tatsache«'chr nicht Truppenkörper noch von der Erbeutung von Ge« L trelilick?den Boden bereitet gehabt hätte«. Jeder schütze« und Munitio« ufw. zu melden weiß, ers^int Ilnbeanqen- ^ß oner^nnen daß der Rot- I-m« Behcuptung nicht gerechtfertigt, daß die Tur- siandsvlan der Regierung ei« sehr geschickter ken in voller Auflösung zuruckgingen. vielmehr ge-

mar Ob eine a l l g7me i n «'AraLrückung 1 winnt man aus seiner Schilderung den Eindruck ?er übermäßigen Fleischpreise mit diese» Maßregel» daß der Rückzug Wohl rasch, aber ohue Ueberhastung m erreichen ^ist, mag ja noch bestritte» werden, und Preisgabe wertvollen MatermlS geschah. Aber zweifellos hat die Regierung de» Agitatoren Stlia Zagora, 25. Oft. 1^2. Heute farck auf der Linken den besten Wind au» ihren Segel« eht großer Dankgottesdienst m Anwesenheit oes Ko« genommen nnd die Freisinnigen zu einer Revision I „igt und der Prinzen statt. Ich sprach emen tuv- ihrer Taktik genötigt. Der Regi:rungsplan schlug kischen Offizier, der hier gefangen ist. Er sagte, eine glückliche RUttellinie ei» und kam den bringen- nicht einmal türkische Offiziere wußten, daß bre ben Bedürfnissen deS Augenblicks soweit entgegen, I Türkei von vier Seiten angegriffen werde. Die Loi- wie es mit der Aufrechterhaltung der bisherige« baten feien mutlos, wenn sie zufällig bte Wahrheit Wirtschaftspolitik unb bent Schutze bet Landwirt- erführen. Ihre einzige Tagesnahrung set em Pfund schäft vereinbar war, ging aber nicht soweit nach Schwarzbrot. Die christlichen Soldate« nn turnfchen links, daß den Vertretern ber Landwirtschaft ernster I Heer« würfen in die Fronten gestellt, schaffen aber Anlaß zur Opposition gegeben war. Die politische w'.nig und würden von den Bulgaren erkamit und Wirkung des Regierungsplans tourbe nun noch be- verschont Es geht ein hartnäckiges Gerücht um deutend qesördert durch die verfchlte Obstruktion der von der G efan g enn ah m e des turftschen G e- Fleischhändler; sogar der freisinnige Interpellant n e t a 1 cu ar t iei 8 bei Losengrc^ — Nach den mußte des Tatfache Rechnung tragen, daß damit die I vcm Kriegsschauplatz schemt alles aus

Bolk-ftimmung von den „Agrariern" ab- und gegen einen bulgarischen Bormarsch a u f der g a n - den Zwischenhandel gelentt worden ist. h c ■ " » uie zu deuten. Der türkische Widerstand

Herr v. Bethmann-Hollweg verstand btt Gunst scheint teilweise recht heftig gewesen zu sein.. Eine der Lage auszunutzen. Er wies nach, daß bte durch türkische Kolonne hn Norbosten von Abrimiopel die augenblickliche Not gebotenen vorübergehende« murb" in die Fliicht geschlagen und verlor 12 Kano- Ausnahmen die Regel des Zollschutze» nicht aufheben, „en und 18 Munitionswagen.

sondern bekräftigen; er stellt die Deckung des deut- * Konstantinopel, 2o. Ott. 1912. Die gestern schen Fleischbcbarfs durch die eigene Produftwn veröffentlichte amtliche Kundgebung des General- als unbedingtes wirtschaftliches und soziales stabs über die Schlacht be, Sldrianopel hat nicht Gebot, nagelt dabei die fortschrittliche Bolkspartei auf h e s r i e d i g t, sondern Bedenken emgesloßt, da der den versprochenen Schutz der deutschen Viehzucht fest a(8 taktisches Manöver bezeichnete Ruckzug von der unb aina nach Berteibigung bes Notstanbsplanes zu Bevölkerung als enbgültig angesehen wirb.

den b a u ern b -n Aufgaän ber rechten Fleischver- * Frankfurt a. M., 25. Oft 1912. Ter „Frank- sorqung über, wobei er sowohl ben Hanbei als Ifutter Zeitung" wirb aus Sofia telegraphiert. All- auch bie E r z e u q u n q von Vieh und Fleisch tn be« gemein hält man ben Fall von Kirkiliffe sur einen Kreis ber Reforwbestrebungen zog. entscheidenben Schlag Der Krieg, tst be.

Auf bent Gebiet des H a n d e l s, bas neuerdings e tt b e t! ruft man rm Ueberfchwange. Jebenfalls bte erhöhte Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, will meinen aber ernsthafte Militärs, baß er tn feiner die Regierung erst nach vorsichtiger Klärung und ersten Hälfte entschieden fei.

Prüfung bet verzwickten Verhältnisse vorgehen Zum -

Stnbium bei vielfachen „ungeklärten Fragen vom Fleischmarkt soll in Kürze im Reichsamt bes Innern eine Kommission zusammentreten.

Zur Hebung ber Viehhaltung ent­wickelte Herr v. Bethmann-Hollweg ein Programm, besten mannigfaltiger Inhalt noch lange ---- „ . „

bte öffentliche Diskussion beschäftigen wirb. Im ! o b e r t w o r d e n. Die Rach.tcht tft dem Kriegs-

ganzen geht ber Einbruck bahin, baß die Regierung um 2 Uh, heute nachmittag in dem Aug««-

ich mit Energie einer zeitgemäßen ,„B a u e r n -1. _ , ^.gekomme«. als er den Extrazug bestieg, um

: nmq1 V« viehbaltenben mittlmn «n” kleineren sich ins Hauptquartier zu begebe«, und verursachte , Lanbwirtschast. Die „Mischungder großen, mitt- lebhafte Befriedigung. Es gelang den Führern, ; lern und kleinen Betriebe" ist eine Parole, die all- &er vm übergehen den Panik, welch« bte Truppe« er- 1 feitig bie Zustimmung sinben kann. arissen hotte, Herr zu werde«. Die ganze bis vor-

Der Anfana der Teuerungsbebatten war gut. \ v 8 ?»xr»Airini» inttrh«

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men sollte, so wird man doch aus einen gedeihlichen w i e d I r h « » g « st «l l I -»d die Lliensive ergklst«. Ausgang hoffen bürfen. Die Serben und Türken vor Kumanowo.

__________________ Was in Kumanowo auf ber serbffchen Amnarsch- linie nach Uesküb geschieht und geschehen ist, bleibt noch unklar. Beibe Parteien schreiben sich einen

«v/Cl 2DulKlUlllllu|e I glänzenden Sieg zu. Die Serben behaupten,tm Be-

I sitz von Kumanowo zu sein, bie Türken meldeten, Wie Kirkiliffe erstürmt wurde. Me Serbe» bis zur Grenze zurückgeworfen zu haben.

Dem Abmarsch der Türken von Kirkiliffe hat Belgrad, 25. Oft. 1912. Nach bent offrz^llen in Konstantinopel amtlich eine Deutung zu serbischen Bericht bauerte bie Schlacht betKu- -.....—' ° " 1 man 0 w 0 zwanzig Stunben. An chr nahmen gegen

25 000 türkische Solbaten teil. Nach erbstterem Feuergefecht kam es zu zahlreichen Bajonett- angegriffen bnrch bie serbische Infanterie. Die beibersestigen Verluste sind außerordentlich groß. Die Türken sollen 500 Mann an Toten unb Ber- wunbeten zurückgelasten haben. Eine türkffcheKa- valleriebievifion tourbe von der serbischen Artillerie falsch erwiesen. j vollkomimn vernichtet. Die serbischen Truppen er-

Wie«, 25. Ott. 1912. Hebet bie Erstürmung von I oberten zwölf türkische Geschütze. Der Kron- Kirkiliffe melbet ber Kriegsberichterstatter der pxinz leitete mit feinem Stab bie Schlacht auf bent „ReichsP 0 ft", besten Berichten in militärischen Gefechtsfelde selbst. Auch der König verfolgte .Kreisen erhebliche Bebeutung beigemeffen wirb. Der längere Zeit den Gesechtsvetlaus.

Fall von Kirkiliffe wurde durch einen N a ch t a n - f Salonik. 25. Ott. 1912. Bei Domnstere rn griff vorbereitet, der die Bulgaren zu Herren der Stellungen nördlich und nordöstlich der Stadt machte. Die Bulgaren brachten auf diesen Höhen so- fort Artillerie in Stellung unb beim Morgen- qtaui-n begann das Bombardement bet Stabt, bie in kurzer Zeit i n B r a n d geschoffen war. Gleich- reitig setzte bie bulgarische Infanterie auf bei gan­ten Fiont von Temiibscha auf ber Straße Mali- Tiinovo—Kirftliste über Karakotsch nnd Saflita öst­lich von Petra zum Angriff auf Ktrkiliffe an, wäh­rend eine weitere Kolonne östlich über die Hohen von Jundala aegen die Straße nach Bunar-His' voisließ. Im Norden von Kirkiliffe entspannen sich nun zwischen den angreisenden Bulgaren und ben Türken furchtbare Nahkämpfe in ben Weinbergen. Die Bulgaren würben toieberholt znrückgeworfen, fetzten jeboch immer toieber von neuem zum Sturm an. Da« Gros bet Türken hatte bereits int Laufe bet Nacht den Rückzug auf Bunar-Hiffar fotoie in süd­licher Richtung angetreten . Um zchn Uhr vormit­tags drangen die erften bulgarischen Truppen durch die Weingärten nordwestlich von Kirkiliffe in die Stadt, too sick ein blutigen Straßenkampf entspann. Sckon nach einer Stunde war der Kampf entschieden. 5?ie Bulgaren waren Herren der Stadt. Trotz allgemeiner Erschöpfung der Truppe« wurde sofort die Verfolgung der Türken ausge­nommen, während starke Kolonnen einen Vorstoß

Deutsches Reich.

** Berlin, 25. Ott. 1912. Prinz «itel Fried, r i ch von Preußen ist zum Jagdbefuch beim Herzog von 'Urenberg m Nordkirchen ein getroffen. Te» Besuch de« Marchese bi Sa« ®i«ltan», bei italienischen Minister« be» Aeußern, wird am 4. November tn Berlin erwartet. — Gerüchtweff« verlautete, auf Anweisung be« Reichsschatzamtes f«l an ber holländischen Grenze ber Zollsatz aus Rl«t» auf den Zollsatz auf Futtergerste erhöht worden. Im Reichrschatzamt war, nach von uns eingezogene» Erkundigungen, hiervon noch nicht» beannt. D« Erhöhung deS Zollsatzes würbe zeboch btrekt auch von bett Grenzzollbehörden ausgehen.

+ Tie Gebührenordnung der Rechtsanwalt«. In ber Konferenz im Reichsjustizamt vom *9. Oktober, in ber zahlreiche Vertreter des denttchen Anwalts- oereiliS erfchienen warm, nm die Frage der -Ver­bringung von Rialerial zur Prüfung einer Abän­derung der Gebührenordnung zu erörtern, erklärt« Skaatssekretät Dr. Lisco, daß die Reichsieg-.erung in der Angelegenheit sich abwartend verhallen werde, bis die Rechtsanwälte threrfeits Vorfchlag« über die Beibringung statistischen Materials mache« würden. „ .

• Die Danse tn Weimar.

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