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fctgfe. Er Hai durch die uiifauleren Manipulationen des verhafteten Direktors Wilmart etwa 700 000 Frcs. Verloren.

♦ Die Papiere der Aegyptischen Bank. Im Auf­trag der englischen Regierung hatten Londoner Sach­walter einen jungen Beamten namens Clifford nach Alexandrien gesandt, um dort die Bücher der verkrachten Banque b’Ggljpte für die gerichtliche Ab- tvicklung des Krachs in London zu holen. Clifford kam am Samstag vormittag von der Reise mit den Büchern und Rechnungen der Bank auf dem Lyoner- Bahnhof in Paris an und wollte sofort mit dem nächsten Zuge über Calais nach London weitcrfah- ren. Unterwegs ließ er jedoch seine Motordroschke anhalten und trat in einen Varbierladen ein. Sei­nen Koffer mit den werwollcn Papieren lieft er in der Droschke zurück. Als er bei dem Barbier fertig war und wieder in seinen Waaen steigen wollte, war dieser verschwunden. Es gelang der Polizei, den Führer des Wagens am Rordbahnhof alsbald ausfindig zu machen. Er erzählte, daft, als er vor­dem Barbierladen hielt, sein Gast wieder eingestiegen

nutzt hatte, um unter beut Anschein, als sei er der richtige Fahrgast, in die geschlossene Droschke zu springen und dem Führer die Weisung zur Weiter- fahrt zuzurufen. Ohne näher auf die Person zu achten, hatte der Führer dann den Spitzbuben zum Rordbahnhof gefahren. Die Polizei glaubt in diesem jemand zit sehen, der Clifford von Alexandrien ge­folgt ist, um den Diebstahl auszuführen. Sie sandte sofort Geheimpolizisten nach London, um die Spur des Diebes zu Erfolgen Ob diese Annahme richtig ist, wird jetzt jedoch bezweifelt, denn gestern fand eine Hausmeisterin hinter dein Tor eines Haases in der Rue Lafitte, einer Strafte mit vielen Privat­banken, einen L einen sack, von dem sie zunächst armahm, daft irgend ein Gepäckträger ihn dort nie­dergelegt und vergessen habe. Bei nähert» Nachsehen

gelesen hatte. Sie stellte daher den Sack der Polizei zu. Bon den übrigen Sachen des Clifford und von dem Spitzbuben fehlt noch jede Spur-

Handel und Industrie.

Berlin, 16. Olt. 1912. Wilder Kaufandrang veranlaßte an der heutigen Serie weitere Hausse« Vorstöße. Es wurde wieder anßerordenilick, speku-

* Mit dem Aeroplan ins Meer gestürzt. Der Aviatiker, Schiffsleutnant Garassino, der fünf Mo­nate im türkisch-italienischen Kriege Flugdienst ge­leistet hat, flog mit einem Hydroplan von Antibes an der französischeu Riviera nach Oneglia in Ligu- ricn. Kurz vor diesem Hafen fiel er mit seinem Apparat infolge Motordefekts ins Meer. Der Avia­tiker konnte durch ein Motorboot gerettet und auch der Hydroplau wieder aufgefischt werden.

sei und er ihn zum Rordbahnhof gebracht habe, wo \ sand sie aber, daft der Sack die Papiere der Aeghp- er mit den Kostern im Innern des Bahnhofes ver- ttschen Bank enthielt, von bereit Diebstahl sie schon schwunden sei. Der Führer war offensichtlich guten - r r * • — - - ■ ~ - • — -

Glaubens, nur hatte er für feinen Gast Clifford einen geriebenen Spitzbuben zum Bahnhof gefahren, der den Aufenthalt Cliffords im Barbierladen be-

ltert. Am Montanmarkt war der Kaufandrang am ^riiten. Sehr bewegt war mtrb das Geschäft in schiffahrlsaklien. Auf dem Kassamarkt der In« bnüriepopiere traten durchweg weitere, vielfach fett bedeutende Preissteigerungen ein. Der PrivatdiS« 'ont blieb unverändert.

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Die Bedingungen liegen auf Stube 52 des Stabsgebäudes zur Einsicht aus.

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Fulda. Polizeiverordnurg betr. den vesnch von kinomatographifchen Vorstellungen durch jugendliche per- fönen. 1. Kinder unter 6 wahren dürfen während der öffentlichen kinomatographischen Vorführungen und in den Porlührungsräumen nicht geduldet werden. 2. Jugend­liche Personen zwischen 6 und 16 Zähren dürfen während der öffent­lichen linomatographischen Vor­führungen in den Vorführung-, räumen nach 8 Uhr abends n.cht geduldet werden und vorher nur zu solchen öffentlichen kinomato­graphischen Bors ührungen zugelassen werden, die auf Grund des vor­gelegten SpielplaneS als Jugend­vorstellungen polizeilich genehmigt und als solche durch Anschlag am Eingänge zu den Vorsührungs- räumen gekennzeichnet sind. 8. Uebertreiungen der Borschristen dieier Polizewerordnung werden, sow-it nicht wettergehende Straf» vorichristen Anwendung finden, mit Geldstrafe bts zu 6u Mark, im Un­vermögenssalle mit entsprechender Haft bestraft. 4. Die Polizeiver- ordnung tritt am In. Okt in Kraft.

Fulda. Wer außerhalb seines Wohnsitzes ohne Begründung einer gewerblichen Niederlassung und ohne vorgängtge Bestellung in eigener Person 1. Waren feilbieten, 2. Warenbestellungen auf'u»en oder zum Wiederverkauf ankaufen, 3. ge­werbliche ob. künstlerische Leistungen oder Schaustellungen, bet welchen ein höheres wissenschastttches oder Kunstinteresse nicht obwaltet, dar- bieten roiU, bedarf eines wander- gew'rdeschetne». Diejenigen Per­sonen, die em derartiges Gewerbe im Umherziehen im Jahre 19,3 be­treiben wollen, haben um die Er­teilung eines Wanbergewerbeschetns unter Vorlage des gegebenenfalls für dieses Jahr erteilten Scheines

bei dem Bürgermeister ihres Wohn­ortes, in Fulda bei der Königl. Polizei-Direktion, Lindenstraße Nr. 2, Ztmmer Nr. 5 vi; zum 1. November d. Js. nachmmchen. Bei der Stel­lung des Antrags auf Ausstellung eines Wandergewerbescheins hat der Antragsteller die für den Wander-' gewerbeichetn nach § 2 und 3 der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 4 März 1912 (Reichs - Gesetz- blatt S. 189) forderliche unauf­gezogene Photographie in Visiten- lartensormat betzubringen. Mit dem Antrag auf Ausstellung eines gemeinsamenWandergewerbescheinS ist die Photographie des Unter­nehmers, wenn em Unternehmer nicht vorhanden ist» die eines Mit« > glieds e>nzureichen. Die Potogra- phte muß ähnlich und erkennbar sein, als Kopigröße von nnydestenS! 1,5 cm haben und darf in der! Regel nicht älter als 6 Jahre sein. Der Wandergewerbeschein berechtigt zum Handeln npr mit den aus­drücklich tn ihm bezeichneten Gegen­ständen. Es ist deshalb jede im Lause des Jahres beabsichtigte Ber- Snoerung des Gewerbetriebes und zwar: »' Der Uebergang zu einem anderen Gewerbe, d)DteAusdehnung des Gewerbetitebes auf ander, im Gewerbeichetn noch mcht bezeichneten Gegennänoe oder Leistungen. o)Das Msttühren auch nur eines Begleiters, Fuhrwerke uiw., soweit vies im Wandergewerbeschein noch nicht an­gegeben ist, d) Die Vermehrung der Zahl der Begleiter, Fuhrwerke ustv. der Kgl. Polizet-Dtrel tion hier schrift­lich anzumelden. (317

ver tgl. Landrat und Polizeldirektor:

Freiherr v. D o e r n b e r g.

Fulda. Im Wege der Swano»« Vollstreckung ioU das in der Ge­markung Siesel belegens, auf den Namen des Handelsmanns Mose» Sitauftl in Fulda eingetragene Grundstück . Wtei e, :re alten Wiesen, 10,42 ar am 18. De)., vorn, 9 Uh» durch das Königl. Amtsgericht ver- steigert werden.____________________

Eichenzell. JmWege der Awang»- vollstreüung sollen die in der Ge­markung von Eichenzell belesenen, im Grundbuche auf den Namen des Metzgers und L mdwirts Gustav Ender» von Eichenzell eingetragene Grundstücke: In der Unterau, Acker, 34 ar 66 qtn und 56 ar 11 qm Garten 26 ar 55 qm, Wiese, 24 ar 77 qm und 62 ar 47 qm, sowie 21 ar 78 qm, Haus 9 ar 50 qm, al Wohnhaus mit Stallung, Hof- raum und Hausgarten, b) Schwetne- stall, c) Scheune, am U. Dezember, „achm. U3/* Uhr durch das Kgl. Amtsgericht in der Gastwirtschast von vernhard Zaust in Eichenzell «ersteigert werden.